Eintracht Trier verliert trotz starker Leistung in Unterzahl

Schiedsrichter Nikolai Kimmeyer im Mittelpunkt der Partie

Es hat am Ende nicht sollen sein. Obwohl der SVE im Stadion Oberwerth über 90 Minuten eine starke Partie ablieferte, steht das Team von Cheftrainer Oscar Corrochano am Ende mit leeren Händen da. Trotz Unterzahl boten die Blau-Schwarz-Weißen der TuS lange Paroli. Schiedsrichter Nikolai Kimmeyer stand zum Schluss gleich mehrfach im Mittelpunkt.

Trier / Koblenz. „Never change a winning team“ dachte sich Eintracht-Coach Oscar Corrochano und brachte deshalb dieselben elf Akteure, die zuletzt im heimischen Moselstadion den SSV Ulm 1846 mit 5:0 nach Hause geschickt hatten. Abgesehen von den länger verletzten Simon Maurer und Tobias Henneböle standen dem Übungsleiter erneut alle Spieler zur Verfügung. In der Anfangsphase hatten beide Mannschaften noch Probleme ihre Ordnung zu finden. Weder Jonathan Zinram auf Seiten des SVE (5.), noch Kevin Lahn (6.) und Dimitrios Popovits (7.) im Trikot der TuS konnten aber die Unsicherheiten in den Hintermannschaften ausnutzen. Die beste Chance für die „Schängel“ vergab Angreifer Dejan Bozic, als er das Leder frei aus elf Metern am Keilmann-Gehäuse vorbeischob (17.).

Es sollte beinahe bis zur 30. Minute dauern, ehe Eintracht Trier selbst gefährlich vor dem Tor von Koblenz-Keeper Sebastian Patzel auftauchte. Petros Kaminiotis schickte Kevin Heinz in die Schnittstelle, dessen Hereingabe Alawie zum 0:1 einschob – Schiedsrichter Nikolai Kimmeyer entschied allerdings auf Abseits (27.). Nur drei Minuten später ließ Alawie dann vom Elfmeterpunkt die ganz dicke Chance zur Führung liegen, als Koblenz-Keeper Patzel den schwachen Schuss des Top-Torjägers abwehren konnte. Zuvor war Jonathan Zinram im Sechzehner gelegt worden (30.). Die Blau-Schwarz-Weißen waren jetzt das bessere Team und verpassten in Person von Christos Papadimitriou nur zwei Minuten vor dem Pausenpfiff knapp die erneute Chance zur Führung. Der griechische Neuzugang brachte einen aufsetzenden Abpraller aus 11 Metern nicht aufs Tor (43.).

Als die Partie nach der Pause gerade wieder etwas Fahrt aufgenommen hatte, gab es im Mittelfeld den nächsten Aufreger. Nach einem Gerangel sank plötzlich Koblenz-Verteidiger Ricardo Antonuci zu Boden. Schiedsrichter Nikolai Kimmeyer hatte eine Tätlichkeit gesehen und schickte Eintracht-Linksaußen Papadimitriou vorzeitig unter die Dusche (56.). SVE-Coach Corrochano reagierte sofort und brachte Kapitän Michael Dingels für Jonathan Zinram in die Partie. Trotz Unterzahl fanden die Gäste aus der ältesten Stadt Deutschlands schnell wieder ihre Ordnung und hielten die Koblenzer über weite Strecken gut weg vom eigenen Tor.

Als dann schon alles nach einer Punkteteilung aussah, wurde es nochmal hektisch im Mittelpunkt: Schiedsrichter Nikolai Kimmeyer. Erst entschied der Unparteiische fälschlicherweise auf Einwurf für die Gastgeber, ahndete kurz darauf ein klares Foulspiel an SVE-Angreifer Sebastian Szimayer nicht. Weil Eintracht-Coach Corrochano insbesondere mit der Einwurf-Entscheidung nicht einverstanden war, schickte Kimmeyer den Trierer Coach auf die Tribüne. Nur Sekunden nach der fraglichen Einschätzung entschied der Schiedsrichter dann auf Freistoß für die Gastgeber. Der weite Ball von Andreas Glockner rutschte irgendwie durch und TuS-Urgestein Michael Stahl bugsierte das Leder aus einem Meter über die Torlinie (88.). Für den SVE bedeutete das 0:1 die erste Niederlage nach der Winterpause. Die starke Leistung der Gäste, insbesondere mit nur zehn Mann in der letzten halben Stunde, wurde letztlich nicht belohnt. Der zahlreich mitgereiste und über 90 Minuten lautstarke Trierer Anhang verabschiedete das Team mit der Porta Nigra auf der Brust dennoch mit verdientem Applaus.

Bereits am kommenden Sonntag haben die Moselstädter im Heimspiel gegen die Kickers aus Offenbach die Chance zum nächsten Punktgewinn. Anstoß im Moselstadion ist um 14 Uhr.

 

 

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