Kennst du schon: Die Törtchenmanufaktur?

Ein Leben ohne Törtchen ist möglich aber sinnlos.

Am 15. Februar 2017 eröffnete in der historischen Engel-Apotheke „Die Törtchenmanufaktur“. Dort werden jeden Tag über 30 verschiedene Törtchenkreationen angeboten. Von Sahnetörtchen, über Obsttörtchen bis zu Buttercremetörtchen – hier gibt es alles, was das Herz einer Naschkatze höherschlagen lässt. Das Motto lautet „Ein Leben ohne Törtchen ist möglich aber sinnlos“.

Trier. Christian Fritzen ist der Inhaber des Landhotels „Im Gartenfeld“ in Aach, welches 2013 eröffnete. Zum Landhotel gehört auch ein Café dazu. Als die Engel-Apotheke in der Saarstraße geschlossen wurde, übernahm Herr Fritzen diese und eröffnete dort „Die Törtchenmanufaktur“, obwohl viele Freunde und Bekannte aufgrund der Lage davon abrieten. Zuerst war „Die Törtchenmanufaktur“ als Café gedacht, da die alten Lager- und Laborräume der Apotheke sich dafür angeboten hätten. Doch aufgrund der hohen Kosten für Parkplätze, entschloss sich Herr Fritzen zu einem reinen Außenverkauf. Die Einrichtung der alten Apotheke im Verkaufsraum wurde übernommen und verleiht dem Laden eine besondere Atmosphäre.

Die Törtchen werden im Landhotel „Im Gartenfeld“ hergestellt. Dort arbeiten derzeit fünf Festangestellte bei der Törtchenproduktion, sowie bei der Herstellung der Speisen für das Hotel mit. Zudem gibt es sechs Aushilfen, die in der Produktion mithelfen und für den Verkauf in der „Törtchenmanufaktur“ zuständig sind.

Die Törtchen werden in kleinen Mengen hergestellt. Dadurch wird vermieden, dass Törtchen über die Bedarfsmenge hinaus produziert werden. Viele der Törtchen können nämlich nur einen einzigen Tag verkauft werden, da sonst Konsistenz und Geschmack darunter leiden würden. Zudem können, durch die kleineren Produktionsmengen, auch Törtchen hergestellt werden, die etwas ausgefallener sind, beispielsweise Törtchen mit einer besonderen Frucht und Verzierungen.

Es gibt mittlerweile fast 40 verschiedene Törtchensorten. Jede Woche soll ein weiteres neues Törtchen zum Sortiment hinzukommen. Im Sommer entwickelte das Team beispielsweise viele neue Törtchen mit Joghurt-Sahnecreme, die etwas leichter als Buttercremetörtchen sind und somit bei heißem Wetter besser ankommen.

„Alle Torten, die es in groß gibt, gibt es auch in klein“, erklärt Herr Fritzen. So werden klassische Torten einfach in Miniaturform umgesetzt. Neue Kreationen werden oft durch Zufall beim Ausprobieren entdeckt. Schon öfter kam es auch vor, dass Kunden von Torten und Kuchen erzählten, die sie früher gerne gegessen haben, die aber heute nicht mehr angeboten werden. Diese versucht Herr Fritzen dann als Törtchen zu kreieren. Zudem hat er Backbücher bei einem Antiquitätenhändler gekauft, um nach Rezepten zu suchen, die heute keiner mehr nachbackt, weil sie im Großen zu aufwendig sind, aber in Törtchengröße durchaus umsetzbar wären.

Das Aussehen der Törtchen spielt eine große Rolle. „Sie müssen reinkommen und allein an der Optik müssen sie schon Lust haben, das Törtchen zu essen“, erklärt Herr Fritzen. Dennoch kommt es noch viel mehr auf den Geschmack als auf das Aussehen der Törtchen an. Deshalb wird beispielsweise auf Fondant verzichtet, welcher sich gut zur Dekoration von Torten eignet, allerdings nicht besonders gut schmeckt und zudem sehr schwer ist.

Auf die Frage, welche Törtchen die beliebtesten sind, antwortet Herr Fritzen, dass die Klassiker, beispielsweise das Schwarzwälder Kirsch-Törtchen, immer sehr gefragt sind. Außerdem sei auch das „Haustörtchen“ sehr beliebt. Dieses besteht aus speziellen Mandelböden und einer Schokocreme und ist zudem mit Schokolade überzogen. Das Logo der „Törtchenmanufaktur“ wird mit einem speziellen Lebensmitteldrucker auf ein dünnes Blättchen Schokolade aufgedruckt und verziert das Törtchen. Auch beliebt ist „Queen Lizzy“ – ein Schokobiskuit mit Schokocreme.

Herr Fritzen und seine Angestellten arbeiten derzeit an der Umsetzung von veganen Törtchen, da diese sehr gefragt sind. Auch Törtchen für Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, sollen zum Sortiment hinzukommen.

„Die Törtchenmanufaktur“ hat einen Internetauftritt (www.dietörtchenmanufaktur.de) und eine Facebook-Seite. Ansonsten verzichtet Herr Fritzen auf Werbung. Er setzt stattdessen auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Das Geld, dass er durch die fehlende Werbung einspart, spendet er stattdessen gerne an soziale Projekte.

 

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