25 Minuten Hoffnung

Die Gladiators Trier scheiden im Halbfinale aus

Es war eine beeindruckende Zeit in diesen Playoffs. Nach tollen und spannenden Playoffserien der Gladiators Trier, finden sie im Topfavoriten Crailsheim Merlins ihren Meister. Am Ende steht ein verdienter, aber mit 75:97 auch zu hoher Auswärtssieg zu Buche. Doch das Ergebnis ist in diesem Fall zweitrangig. Es endet eine prägende Zeit unter Headcoach Marco van den Berg.

Trier. Marco van den Berg hat seine Anfangsaufstellung verändert, lässt Justin Alston und Kevin Smit neben Simon Schmitz, Kyle Dranginis und Jermaine Bucknor starten. Und die beweisen, dass sie erneut gut in die Partie starten, führen schnell 8:2. Doch Philipp Neumann von den Merlins zeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist, spielt hart und trifft alle seine drei Versuche aus der Nahdistanz. Auch die messerscharfen Pässe in die Zone bringen die Gäste in die Partie zurück. Das Spiel ist offen, zum Viertelende steht es 26:23 nach Simon Schmitz‘ zweitem Dreier.

Das offensive Niveau flacht danach etwas ab. Die Gladiators, die sich zu Beginn viele Freiwürfe erarbeiten, kommen nur noch sporadisch an die Linie. Die Quoten sinken hüben wie drüben. Neumann, der überraschend lange auf der Bank sitzt, steht bei neun Punkten, obwohl er drei seiner vier Freiwürfe daneben setzt. Jermaine Bucknor, der permanent versucht voran zu gehen, hat sein Wurfglück noch nicht gefunden (3 von 8). Das gleiche gilt für das gesamte Gästeteam, Chase Griffin trifft als Scharfschütze noch keinen Dreierversuch. Zur Halbzeit steht es weiter ausgeglichen 42:40.

Gladiators brechen im 3. Viertel ein

Im dritten Spielabschnitt läuft es zunächst weiter gut für die Hausherren. Wieder ist es der Kapitän, der ein sicheres Händchen hat. Doch nach 27 Minuten folgt die schwierigste Phase der Gladiatoren. Beim Stand von 55:54 gibt es strittige Entscheidungen, die zu einem technischen Foul gegen Coach van den Berg führen. Die Merlins treffen weiter sicher und führen zwischenzeitlich 60:69, das ist bis dahin die höchste Führung der Partie.

„Es war die schönste Saison.“ (Marco van den Berg)

Doch dabei sollte es nicht bleiben. Die Spieler in den blauen Trikots zeigen ihre ganze Stärke, lassen kaum noch etwas zu und sind sicher im Abschluss. Das Führungspolster vergrößert sich stetig. Am Ende steht ein verdientes, wenn auch zu hohes 75:97 auf der Anzeigetafel, die „Sieg“-Sprechchöre aus dem Gästeblock beginnen schon zwei Minuten vor der Schlusssirene. Somit steigen die Crailsheim Merlins mit ihren tollen Auswärtssupportern hochverdient in die 1. Liga auf.

Gleichzeitig bedeutet das das Ende von der Ära Marco van den Berg. Und das mit einer klar positiven Bilanz seiner Amtszeit. Er hat viel in Bewegung gesetzt und das nach einer Zeit, in der keiner wusste, wie und ob es weitergehen wird. So geht heute auch keiner mit schlechter Laune nach Hause, denn diese Spielzeit kann mit Fug und Recht als eine erfolgreiche abgespeichert werden. Aus seiner Sicht war es die schönste seiner drei Jahre in Trier.

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