3806 Gramm Genuss: „Liebfrauen in Trier“

Das Weihnachtsgeschenk für Trier-Fans - 5vier.de informiert den Weihnachtsmann

Nach unseren Empfehlungen für ein mögliches Weihnachtsgeschenk in Buchformat: Dem Nero-Comic (er war in Trier!) und „Das Moseltal“ (mit Text, Bild und Musik) fehlt noch ein 3,8 Kilogramm schwerer „Prachtband“ zur Liebfrauenkirche in Trier. Und da für Kurzentschlossene ein Bestellen etwa zwei Wochen dauert, wollen wir hier gleich die Buchhandlungen notieren, die den Band vorrätig haben.

Trier. Zunächst die Fakten: Der „Prachtband“ mit dem Titel „Liebfrauen in Trier – Architektur und Ausstattung von der Gotik bis zur Gegenwart“ mit mehr als 400 Abbildungen, 592 Seiten, einem Format von 25 x 32,5 x 4 cm wiegt 3,8 kg und ist unsere Empfehlung für den Weihnachsmann, der nach einem „erlesenen“ Geschenk für Trierer, Trier-Freunde und Menschen, die mit Architektur, Geschichte oder auch nur schönen Bildern „Trier“ betrachten möchten.

Info für den Weihnachtsmann

Wer nun ganz schnell den Band erwerben möchte (bitte 69 Euro mitnehmen) und an einem der folgenden Stationen nachfragen. Um 13.00 Uhr heute jedenfalls wurde 5vier.de auf Anfrage mitgeteilt, dass
_ 2 Bände beim „De Bücherladen“ in der Simeonstraße 22 (0651-75978)
_ 9 Bände in der Dom-Information in der Liebfrauenstraße 12 (0651-9790790 – am 24.12. geschlossen!)
_ 3 Bände bei „Stephanus Bücher“ in der Fleischstraße 16 (0651-460460) und
_ 1 Band bei der Buchhandlung „Ile de Ré“ in der Brückenstraße 13 (0651-4366394)
erhältlich sind.

Und der Band, um den es geht?

Folgende Informationen haben wir von Seiten des Herausgebers erhalten: Liebfrauen steht seit 1986 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO und gehört zu den herausragenden Bauten der europäischen Gotik. Doch bisher fehlte eine umfassende Darstellung ihrer nahezu 800-jährigen Bau- und Ausstattungsgeschichte. Diese Lücke wurde nun mit einem Prachtband gefüllt.

Schon das große Buchformat und die zahlreichen Bildtafeln sind beim ersten Durchblättern ein Genuss. Und, die 41 Autorinnen und Autoren waren angehalten, ihre wissenschaftlichen Ergebnisse allgemeinverständlich darzustellen. So wurde die Architektur und Ausstattung von Liebfrauen von der Gotik bis zur Gegenwart facettenreich im Überblick behandelt. Ein Buch sowohl für Kenner wie für Laien.

Beim Buchprojekt von Anfang an mit dabei war die Fotografin Rita Heyen. Sie steuerte alle Farbaufnahmen von Liebfrauen bei. Auf ihren Fundus konnte man zurückgreifen, denn über Jahre hat sie als Fotografin am Amt für kirchliche Denkmalpflege immer wieder Aufnahmen von Liebfrauen gemacht. Anlässlich des Buchprojektes wurden aber auch zahlreiche Fotos neu angefertigt. Zudem entstanden in enger Zusammenarbeit mit einzelnen Autorinnen und Autoren viele Aufnahmen, die manche kunsthistorische Argumentation bildlich unterstützen hilft.

Die Frage, „warum nun eine Publikation zu Liebfrauen?“ beantwortet Professor Tacke als Projektleiter „ganz einfach: Prachtvolle Kunstwerke haben prachtvolle Publikationen verdient und bei Liebfrauen stand eine solche aus. Den Anlass bot der Abschluss der umfangreichen Renovierung von Liebfrauen vor einigen Jahren. Eine internationale Tagung brachte alle späteren Autoren im Oktober 2012 in Trier zusammen. Der Zuspruch zur Tagung durch die Öffentlichkeit war sehr groß.

Die Tagung legte den Grundstein für eine intensive Auseinandersetzung mit offenen Fragen: Warum ist am Haupteingang die Eingangsachse mit Portal und Westfenster aus der Mitte genommen? Warum wurden am Westportal im Laufe der Geschichte öfter Veränderungen vorgenommen? Oder, welche Vorschläge wurden zum Wiederaufbau vorgetragen? Wie der Spagat zwischen Alt und Neu geschafft? Und welche Überlegungen leiteten den Glaskünstler 2011 bei den Fenstern im Paradies zwischen Dom und Liebfrauen?

Die renommierte Fritz Thyssen Stiftung förderte die Tagung im Wesentlichen. Das Unternehmen hätte aber schwerlich durchgeführt werden können, wenn nicht auch die Kulturstiftung Trier sowie das Bistum Trier eingesprungen wären sowie die Pfarrgemeinde selbst.

Der internationale Autorenkreis, u.a. aus Taiwan oder den USA, umfasst viele Berufsgruppen, die das breite Spektrum an Themen abdecken. Sie kommen aus den Fächern Geschichte, Kirchengeschichte, Kunstgeschichte, Landesgeschichte und der Liturgiewissenschaft. Desweiteren sind Architektinnen und Architekten sowie Restauratorinnen und Restauratoren beteiligt sowie die Denkmalpflege oder das Archivwesen.

Da Professor Tacke an der Universität Trier lehrt wurden in dem Band auch Beiträge aufgenommen, die Zusammenfassungen von akademischen Abschlussarbeiten – wie Magister bzw. Dissertationen – sind. Das praxisnahe Forschen hat von Anfang an das Ziel, die Ergebnisse später in den Liebfrauen-Band einfließen zu lasen.

Das Buch zu einem Juwel europäischer Bau- und Kunstgeschichte kann man indes dank seiner prachtvollen Ausstattung auch als „coffee table book“ ansehen. Ganzseitige Abbildungen verschaffen einen großartigen Überblick der Gesamtanlage von Dom und Liebfrauen, vor allem aber von Liebfrauen selbst. Die Schönheit des gotischen Zentralbaus teilt sich mit, da auch mit Detailaufnahmen nicht gegeizt wurde.

Das Buch:
Liebfrauenkirche in Trier. Architektur und Ausstattung von der Gotik bis zur Gegenwart. Hg. von Andreas Tacke, Stefan Heinz mit Aufnahmen von Rita Heyen. 24 x 32 cm, 592 Seiten, ca. 420 Abbildungen, Hardcover; Michael Imhof Verlag, ISBN: 978-3-86568-890-3, Euro: 69,00

Die Herausgeber:
_ Professor Andreas Tacke ist seit 2005 als Lehrstuhlinhaber für Kunstgeschichte an der Universität Trier tätig. Immer wieder hat er in den letzten Jahren in praxisorientierten Seminaren Publikationen zur Trierer Kunst- und Kulturgeschichte mit Studierenden erarbeitet. Beispielsweise „Trier 1512 – Heiliger Rock 2012, Reisewege durch das historische Trier“ (2011), „Trier-Nord entdecken“ (2012), „Architekturführer Trier“ (2015) und nun das Buch zu „Liebfrauen in Trier“.

_ Dr. Stefan Heinz arbeitet derzeit an einem Forschungsprojekt über die „Planungen zur architektonischen und städtebaulichen Umgestaltung der Stadt Luxemburg während der nationalsozialistischen Okkupation“ an der Universität Luxemburg. Zuvor war er während seiner Promotionszeit an der Universität Trier an mehreren Forschungsprojekten beteiligt; zuletzt bei Professor Tacke.

Die Fotografin:
Rita Heyen ist als ausgebildete Fotografin seit 1993 Mitarbeiterin am Amt für kirchliche Denkmalpflege des Bistums Trier mit den Arbeitsschwerpunkten Kunstinventar im Bistum Trier, Hohe Domkirche Trier und Domschatz Trier, Fotothek des Amtes für kirchliche Denkmalpflege.

Fotos: Titel-Foto: © Pressefoto – Chorfenster von Liebfrauen, Foto Rita Heyen // Text-Foto: © Pressefoto – Außenansicht von Liebfrauen, Foto Rita Heyen

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