5vier Bike – Wunderschöne Natur und eine kleine sportliche Herausforderung

5vier.de stellt euch diesmal eine etwas anspruchsvollere Radtour vor - die „4 Flüsse Tour“

5vier erobert die Welt des Zweirades. Heute: eine anspruchsvolle Tour entlang an vier Flüssen.

Foto: Lars Eggers
Foto: Lars Eggers

Nach unserer letzten Tour entlang der Kyll gibt es heute etwas für anspruchsvollere Radler. Die allgemein als „4 Flüsse Tour“ bekannte Strecke wird euch mit tollen Ausblicken auf die wunderschöne Natur und mit einer kleinen sportlichen Herausforderung begeistern.

Fakten

Start und Zielpunkt: Wie auch bei der Kylltal-Tour ist der Startpunkt mit dem Zug zu erreichen. Es ist sogar der gleiche Bahnhof – nämlich Bitburg Erdorf. Wieder geht es nach Trier, aber keine Angst, ihr werdet keine Déja-vu Erlebnisse haben, denn die Kylltalstrecke liegt leicht östlich von Erdorf, während unsere heutige Tour (Hauptrichtung Süden) deutlich westlich verläuft.

Länge: 68 Kilometer. Die Länge von knapp 70 Kilometern kann für ungeübte Fahrer schon eine echte Herausforderung werden, vor allem bei der derzeit vorherrschenden Hitze. Ausreichend Wasser und der Kondition angepasste Pausen sollten hier eine Selbstverständlichkeit sein. Glücklicherweise verläuft die 4 Flüsse Tour fast vollständig auf gut asphaltierten Wegen, die das Fahren stressfrei und entspannt gestalten. Gut konditionierte Radler fahren die Strecke in gut drei Stunden, Freizeitradler sollten hier den ganzen Tag – fünf bis sieben Fahrstunden – einplanen.

Streckenverlauf

Die vier Flüsse, die uns auf dieser Tour begegnen sorgen für eine Menge Abwechslung. Nims, Prüm, Sauer und Mosel bieten ganz unterschiedliche Landschaften, so dass die Fahrt wie im Flug vergeht. Vom Bahnhof Bitburg Erdorf aus folgt man der Beschilderung für den Radweg Bitburg. Es lohnt sich bei dieser Tour übrigens, eine gute Fahrradkarte dabeizuhaben, da die Route von einigen anderen Radwegen gekreuzt wird und die Beschilderung nicht immer eindeutig gestaltet ist. Der erste Teil der Strecke, die sechs Kilometer zwischen Erdorf und Bitburg gehören zu den anspruchsvollsten der gesamten Strecke. Nicht nur ist die Nims – der erste Fluss unserer Tour – noch einige Kilometer entfernt, die Strecke überwindet auch einige recht starke Steigungen. Alles in allem liegt Bitburg über 90 Meter höher als Erdorf. Wer also in Bitburg ankommt und eine Pause machen möchte, der darf das gern tun. Die Stadt hat für Touristen einiges zu bieten – obwohl ein Eiscafé wahrscheinlich alles ist, was man braucht.

Die Prüm bei Irrel. Foto: Lars Eggers
Die Prüm bei Irrel. Foto: Lars Eggers

Die nächste Etappe fällt deutlich angenehmer aus. Der Streckenverlauf der gut zehn Kilometer bis nach Wolsfeld ist fast durchgängig abschüssig und führt durch das schöne Bitburger Land. Hier kann man getrost entspannt radeln und mehr als einmal auch gemütlich rollen lassen. In Wolsfeld, einem gemütlichen Dörfchen sollte man eine Pause machen, wenn man durch Bitburg durchgeradelt ist, denn wir sind endlich im Nimstal angekommen. Der Radweg wechselt kurz hinter dem Ortsausgang die Flussseite und lädt zum gemütlichen vor-sich-hin-radeln ein, während die Landschaft um einen herum immer urtümlicher wird.

Der Höhepunkt für Naturliebhaber findet sich auf halber Strecke der 4 Flüsse Tour: der Radweg trifft nach knapp acht Kilometern in Irrel auf die Prüm. Hier sollte man sich die Zeit nehmen, um die bekannten Irreler Wasserfälle zu besuchen und die urtümliche Natur des Nationalpark Südeifel zu genießen. Hier findet sich immer eine Gelegenheit, die Füße ins kühle Prüm-Wasser zu halten und auf einem der moosüberwachsenen Felsen eine Picknick-Pause zu machen. Frisch gestärkt fahren wir nun 22 Kilometer bis nach Wasserbilligerbrück. Hierbei verabschiedet sich die Prüm bereits recht schnell von uns (nach 4,5 Kilometern bei Minden) und wir passieren die freundliche Häuseransammlung, die sich unter dem Namen Rosport an unseren dritten Fluss, die Sauer, schmiegt.

Trier in Sicht! Ausbick von der Konzer Eisenbahnbrücke. Foto: Lars Eggers
Trier in Sicht! Ausbick von der Konzer Eisenbahnbrücke. Foto: Lars Eggers

In Wasserbilligerbrück sollte man noch einmal eine kleine Rast einlegen und den letzten Fluss willkommen heißen, der uns nun bis Trier begleiten wird: die gute alte Mosel. Bis Konz radelt man nun gemütlich an der linken Moselseite (knapp acht Kilometer) und darf sich dort dann aussuchen, ob man via Eisenbahnbrücke die Moselseite wechselt und die letzten zehn Kilometer bereits auf der Trierer Seite fährt, oder doch lieber eine der drei Brücken direkt in der Moselmetropole für die Überquerung nutzen möchte. Dieser Streckenteil dürfte einheimischen Radlern wohl bekannt sein und ist auch Teil unseres 20 Kilometer Rundkurses.

Wenn wir dann schließlich in Trier angekommen sind, haben wir uns ein großes Eis und eine Möglichkeit die Füße hochzulegen mit Sicherheit verdient.

Die 4 Flüsse Tour gehört zu den anspruchsvolleren Touren, die man in der Region auch als ungeübter Radler fahren kann. Wer sich die Tour nicht in einem Tag zutraut, der kann bequem eine Übernachtung (zum Beispiel in Irrel) einplanen.

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