5vier spielt: Angriff der Trierer Roboter

5vier Redakteur Lars Eggers testet in einem exklusiven Premiere-Spiel das neue Brettspiel von dem Trierer Hobby-Spiele-Erschaffer René Müller.

Spieltester Kenneth (links) Schappo, Jasmin Thomé (hinten rechts) und Spieldesigner René Müller am Spieltisch. Foto:Lars Eggers

Spieltester Kenneth (links) Schappo, Jasmin Thomé (hinten rechts) und Spieldesigner René Müller am Spieltisch. Foto: Lars Eggers

Direkt in der 5vier-Redaktion gibt es heute eine Premiere. Wir testen ein Brettspiel, das es nur ein einziges Mal gibt. René Müller, hauptberuflich Softwareentwickler für Sondermaschinen, hat das bisher namenlose Spiel um große Roboter („Mechs“ genannt) im Gepäck, damit ich es hier zusammen mit ihm und zwei weiteren Spielern – Kenneth Schappo und Jasmin Thomé – in unserem Konferenzraum das erste Mal einem Spieltest unterziehen können.

Das Spielfeld und die Spielblätter. Foto: Lars Eggers

Das Spielfeld und die Spielblätter. Foto: Lars Eggers

„Alles hat mit dem Spiel ‚Hero Quest‘ angefangen“, erklärt Müller sein ungewöhnliches Hobby, „Bei diesem Spiel konnte man eigene Szenarien und Monster dazu erfinden. Das haben wir gemacht und daraus entstanden dann die Ideen für eigene Spiele.“ Als großer Star Trek Fan hat sich René Müller dann an den Aufbau eines Star Trek Spiels gemacht.

„Es gibt kein wirklich gutes Star Trek Brettspiel, also haben wir eins gebaut“, so Müller. Aus Lizenzgründen könne dieses Spiel aber leider nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken, deswegen hat er nun ein gänzlich eigenständiges Szenario geschrieben und in ein Spiel verwandelt.

Regeln, Szenarien und der richtige Pilot

Wie baut man ein Brettspiel? Zu allererst braucht man natürlich eine Idee und jede Menge Regeln, die auch funktionieren. Das Szenario ist schnell erklärt: In einer postapokalyptischen Welt sind die Rohstoffe knapp geworden und fünf große Konzerne kämpfen um die Vorherrschaft. Um diese zu erringen schicken sie ihre Mechs ins Feld – und die Spieler dürfen sie steuern.

Der erste 5vier-Mech der Geschichte. Foto: Lars Eggers

Der erste 5vier-Mech der Geschichte. Foto: Lars Eggers

„Die Regeln sind ein Amalgam aus vielen verschiedenen Quellen. Ich habe mich von anderen Spielen inspirieren lassen, Regeln aus meinem Star Trek Spiel übernommen und andere völlig neu geschrieben“, erklärt René, während wir unsere Mechs aus den verschiedenen Bauteilen auf einem magnetischen Spielblatt zusammenstellen. Jeder Mech besteht aus einem Beinteil und einem Torso, dazu kommen Arme und insgesamt vier Waffenslots. Jede Firma gibt dem Spieler Zugriff auf spezielle Ausrüstung, sperrt aber bestimmte Hersteller, da sie miteinander verfeindet sind. Jede Komponente hat eigene Werte und Eigenschaften, die man kombiniert, um schwer gepanzerte Mechs, schnelle Nahkampfmaschinen oder vielseitige Mittelstreckenkämpfer zu bauen. Dazu gibt es eine breite Auswahl an Piloten, die jeden Mech zu einer individuellen Maschine machen.

Schneller Spielverlauf mit viel Spaß

Nachdem alle Mechs ausgestattet sind geht es ans Eingemachte. Zum ersten Mal wird das Regelwerk tatsächlich im Spiel angewendet. Wir nutzen zu diesem Zeitpunkt noch Platzhalter aus anderen Spielen, da es noch keine eigenen Figuren oder Grafiken für das Spiel gibt und auch unser Spielfeld ist noch einheitlich grau. Aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch – wir tun uns in Zweierteams zusammen und schicken unsere Mechs gegeneinander. Mein schwer gepanzerter Mech gerät an einen wenigen Mech mit zwei Laserklingen – das Duell geht los.

Zwei kritische Treffer und die Waffen laden nach - der 5vier-Mech unter Beschuss. Foto: Lars Eggers

Zwei kritische Treffer und die Waffen laden nach – der 5vier-Mech unter Beschuss. Foto: Lars Eggers

Alle Werte der Mechs werden mit Markern auf dem Magnetpapier markiert, so dass immer alle Treffer, kritischen Schäden und die Nachladezeiten der schweren Waffen auf einen Blick verfügbar sind. Der etwas zeitaufwendige Mechbau macht sich im Spiel bezahlt, denn nun kann man schnell Schlag um Schlag spielen und muss sich nicht mit langen Regellisten herumschlagen. Das fördert vor allem eins: den Spielspaß. Die Stimmung am Spieltisch ist gut und wir diskutieren zwischendurch immer wieder über die Spielmechanik und Kleinigkeiten, die man vielleicht verbessern oder verändern könnte.

Am Ende der Session steht für mich fest: Das Ziel eines jeden Spieles ist an diesem Abend erfüllt. Das namenlose Mechduell von René Müller funktioniert nicht nur hervorragend, es macht auch Spaß. Ich freue mich darauf, demnächst eine weitere Partie zu spielen. Es ist geplant, das Spiel nach einer kurzen Überarbeitungszeit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ich weiß, dass ich dann wieder im Mechcockpit sitzen werde.

 

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