Aktenzeichen XY greift Trierer Fall aus 2005 auf

Zeugen gesucht

Acht Jahre nach dem Tod des Niederlassungsleiters eines europaweit agierenden Paketdienstleisters hoffen Ermittler auf Hinweise durch „Aktenzeichen XY… ungelöst“

Auch mehr als acht Jahre nach dem gewaltsamen Tod des damals 54-jährigen Hans-Joachim Eckert geben Polizei und Staatsanwaltschaft die Hoffnung nicht auf, das Verbrechen, das in Mehren verübt wurde, aufzuklären. In der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ am kommenden Mittwoch, 16. April, wird der Fall dargestellt. Die Staatsanwaltschaft Trier und ein Paktetdienstleister haben zusammen 25.000 Euro Belohnung für die Aufklärung ausgesetzt.

Der 54-jährige Niederlassungsleiter eines europaweit agierenden Paketdienstleisters wurde am Morgen des 24. Dezember 2005 von einem Lkw-Fahrer erschlagen im Industriegebiet Mehren bei Daun aufgefunden. Der Tatort liegt in der Nähe der Autobahn (A1) Trier – Koblenz. Die Ermittler schließen ein Raubmord nicht aus. Mit dem Schlüssel des Niederlassungsleiters öffneten der oder die Täter den Firmentresor und raubten mehrere Tausend Euro Bargeld. Die Soko „Spedition“ der Kriminaldirektion Trier rekonstruierte, dass Hans-Joachim Eckert am 23. Dezember 2005 kurz nach 22 Uhr durch massive Gewalteinwirkung auf den Kopf getötet wurde und glaubt, dass der oder die Täter Insiderkenntnisse gehabt haben müssen.

Die Ermittler gingen unzähligen Spuren im beruflichen und privaten Umfeld des Toten nach, ohne jedoch den oder die Täter überführen zu können. Bis heute ist unklar, ob es sich um eine Raubtat handelte oder möglicherweise persönliche Motive bei der Tat eine Rolle spielten.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat sowie zur Täterermittlung führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Eine weitere Belohnung in Höhe von 15.000 Euro wurde von Seiten des Paketdienstleisters zur Verfügung gestellt, so dass eine Gesamtsumme von 25.000 Euro ausgelobt wurde.

Diese Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamtinnen oder Beamte bestimmt, zu deren Berufspflichten die Verfolgung von Straftaten gehört. Ebenfalls ausgeschlossen sind unmittelbar durch die Tat geschädigte Personen.

Moderator Rudi Cerne wird den Fall am Mittwoch im Studio vorstellen und mit Kriminaloberkommissar Simon Huberty vom zuständigen Fachkommissariat der Zentralen Kriminalinspektion Trier sprechen.

Wie üblich sind die Zuschauerinnen und Zuschauer aufgerufen, Hinweise zu geben und den Ermittlern so zu helfen, den Fall zu lösen. Die Hinweise werden noch während der Sendung im Studio in München entgegen genommen – Telefon 089/950195.

Natürlich ist auch das Hinweistelefon der Kriminaldirektion Trier geschaltet – Rufnummer 0651/9779-2480. Darüber hinaus gibt es ein so genanntes Vertrauenstelefon, an dem Hinweise vertraulich entgegengenommen werden – Rufnummer 0152/28854968.

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