Aktuelles: Das analoge Satellitenfernsehen ist abgeschaltet – Was nun?

Wenn euer Fernseher heute morgen nur weißes Rauschen im Angebot hatte, dann liegt das vielleicht daran, dass der analoge Satellitenempfang heute morgen abgeschaltet wurde. Die wichtigsten Infos gibt es noch einmal hier zum nachlesen.

Hauptgrund für diese Abschaltung des analogen Empfangs ist vor allem ein ökonomischer: Nur noch weniger als zwei Millionen Menschen in Deutschland empfingen ihr Fernsehen in der vergangenen Zeit über analogen Satellitenempfang. Eine dreifache Ausstrahlung von Fernsehprogrammen, erstens im analogen Signal, zweitens als digitales „SD“ und drittens im digitalen „HD“-Format, lohnt sich für die Sender einfach nicht mehr. Außerdem bieten die digitalen Sender eine bessere Bild- und Tonqualität, nehmen dabei aber weniger Übertragungskapazität in Anspruch und brauchen also somit weniger „Platz“ im Äther. Die Sender können aufgrund dieser Tatsache sogar noch mehr Programme anbieten.

Was tun, wenn es mich erwischt hat?

Obwohl die großen deutschen Sendeanstalten die letzten zwei Jahre immer wieder auf die bevorstehende Umstellung hingewiesen haben, befürchten Experten, dass die Aufrüstung trotzdem von einigen verschlafen wurde. Diese werden heute noch den ganzen Tag anstelle des Fernsehprogramms eine Texttafel sehen, die nochmals über die Abschaltung informiert.

Um weiterhin Fernsehempfang zu haben, muss man selber aktiv werden: So kann man zum Beispiel auf Kabelempfang wechseln oder auf DVB-T umstellen. Will man weiterhin seine Satellitenschüssel nutzen, so benötigen ältere Fernseher dazu lediglich einen Digitalreciever, der ab ca. 40 Euro in jedem Elektronikmarkt erhältlich ist. Bei neueren Fernsehern ist ein solcher Reciever oft schon eingebaut. Das ist sicherlich die einfachste Variante, zumal die Händler zwar gestiegenen Absatz in den letzten Wochen vermelden, aber keine Engpässe zu befürchten sind.

Nur in seltenen Fällen kann es problematisch werden, wenn an der Schüssel selbst ein Teil erneuert werden muss: Die zuständigen Fachfirmen berichten von hoher Auslastung in den nächsten Tagen. Übrigens: Wohnt man zur Miete und die zur Wohnungen gehörende Satellitenschüssel muss aufgerüstet werden, so ist dies Sache des Vermieters, Nichtbeachtung kann gegebenenfalls mit Mietminderung geahndet werden.

Und noch etwas:

Wer jetzt alte Reciever, Verstärker oder Multischalter entsorgen muss, der sollte das nicht im Hausmüll tun. Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: „Gerade in älteren Geräten wurden oft noch problematische Stoffe wie Schwermetalle verarbeitet.“ Wer diese falsch entsorgt, schadet nicht nur der Umwelt, sondern macht sich auch strafbar. Privathaushalte können solche Geräte allerdings kostenlos bei einem Recyclinghof abgeben. Auch nehmen manche Händler bei Neukauf eines Recievers das Altgerät entgegen.

Weitere Fragen? Antworten und andere Informationen finden sie auf den Seiten der Initiative „klardigital 2012“

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