Aktuelles: Hohe Energiekosten als Wermutstropfen für positives Tourismusklima

IHK Trier legt Saisonbericht für das Gastgewerbe vor.

Die Tourismusbranche der Region Trier zeigt sich mit dem vergangenen Winter sehr zufrieden und blickt mit Optimismus auf die Sommersaison. Allein die massive Erhöhung der Energiekosten trübt die positive Stimmung. Das ist das Ergebnis der IHK-Tourismusumfrage, an der sich 100 Betriebe aus dem Gastgewerbe beteiligt haben.

„Die Branche ist mit dem vergangenen Winter mehr als zufrieden. Knapp 90 Prozent der Betriebe geben der vergangenen Saison die Note „gut“ oder zumindest „befriedigend“. Das sind 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr“, analysiert Susanne Martin, Tourismusexpertin der IHK Trier.

Auch die Umsätze konnten der guten Geschäftsentwicklung folgen. Sowohl bei den Beherbergungs- als auch bei den Gastronomiebetrieben melden 45 Prozent der Befragten, dass ihre Umsätze aufgrund steigender Ausgaben der Urlaubsreisenden im Vergleich zum vergangenen Winter gestiegen sind. Im vergangenen Jahr waren es nur 30 Prozent. Im rheinland-pfälzischen Vergleich liegt die Region Trier damit neun Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt.

Für den Sommer erwartet das Gastgewerbe eine ähnlich gute Entwicklung wie im vergangenen Jahr. In der Gastronomie prognostizieren 30 Prozent und in der Hotellerie 40 Prozent eine günstigere Geschäftslage. Weniger als ein Fünftel der Betriebe sieht Umsatzrückgänge auf sich zukommen.

Dabei hat das Gastgewerbe zunehmend auch die Zukunft des eigenen Betriebes und die gestiegenen Qualitätsansprüche der Gäste im Blick. Der Umfrage zufolge wird jeder fünfte Betrieb seine Ausgaben für Investitionen erhöhen. Weitere 40 Prozent planen, ihr Investitionsniveau zu halten. Vorrangig werden Maßnahmen zur Modernisierung und Rationalisierung umgesetzt. Erfreulicherweise sinkt der Anteil der Unternehmen, die keine Investitionen tätigen werden.

„Allerdings gibt es für die Betriebe auch Grund zu stöhnen“, so Susanne Martin. „Die massiven Kostensteigerungen sowohl im Energiebereich als auch bei den sonstigen Rohstoffen werden für die Unternehmen zunehmend zum Belastungsfaktor.“ Im vergangenen Jahr sind die Energiekosten für das regionale Gastgewerbe im Durchschnitt um 13 Prozent gestiegen. Bei den sonstigen Rohstoffen beläuft sich die Steigerung immerhin auf acht Prozent. Die gestiegenen Kosten werden sich in der Folge auch in den Preisen niederschlagen. Jeder dritte Betrieb gibt an, dass er die Preise in der nächsten Saison anheben werde.

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