Aktuelles: Innovative Verbindung zwischen Nordbad und Exzellenzhaus

Im Sommer das Wasser des Nordbads erwärmen, im Winter die Räume des Exhauses heizen und dabei effizienten Strom erzeugen – so lautet die Aufgabe, die ein neues Blochheizkraftwerk (BHKW) ab Mitte 2012 in Trier-Nord übernehmen soll.

„Wir sind im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung immer auf der Suche nach Projekten, die einen ganzjährigen Wärmebedarf haben“, sagt Hans-Jürgen Bohn, SWT-Mitarbeiter im Bereich Erzeugung. Denn ein BHKW erzeugt in erster Linie Strom und nebenbei Wärme. Je besser diese Wärme genutzt werden kann, desto effizienter ist die Technik. „Die benachbarten Einrichtungen ergänzen sich in dieser Hinsicht perfekt und das BHKW kann zu jeder Jahreszeit effizient arbeiten“, erklärt der Projektverantwortliche bei SWT.

Da die veraltete Heizanlage im Nordbad saniert werden musste, hat der Stadtrat nach einem innovativen Energiekonzept gesucht. Dieses hat SWT zusammen mit Achim Schneider, Amt für Gebäudewirtschaft, der Stadt Trier entwickelt. SWT Stadtwerke Trier kümmern sich um den Betrieb der Anlage, inklusive Instandsetzungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten. Standort des BHKWs ist das Trierer Nordbad, die Bauarbeiten beginnen Ende Januar.

Die Funktionsweise ist einfach:

Mit der Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht wird Wasser erhitzt. Dieses wird über ein Nahwärmenetz, dessen Leitungen komplett neu verlegt werden, verteilt: Im Winter in die Heizkörper des Exhauses, im Sommer in die Warmwasserbereitung des Nordbads. Das Exhaus kann so bis zu 90 Prozent seines Heizbedarfs decken. Sollte die Wärme einmal nicht ausreichen, übernehmen Gasthermen die Bedarfsspitzen. Ein weiterer Vorteil: „Durch den zentralen Standort gibt es nur sehr kurze Leitungswege. Deshalb geht nur wenig Energie beim Transport verloren“, erklärt Bohn.

In dieses System wird die bestehende Absorber- Solaranlage integriert, die bereits seit 1990 CO2 neutral das Schwimmbad erwärmt. Abschließend noch ein paar Kennzahlen: Das BHKW erzeugt pro Jahr Strom für rund 95 Musterhaushalte, was der Stadt pro Jahr eine Ersparnis von 145 Tonnen CO2 ermöglicht im Vergleich zur herkömmlichen Strom- und Wärmeversorgung

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Kommentare (1)

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  1. Deborah Stein sagt:

    Das nenn ich mal eine gute Einsatzmöglichkeit für ein BHKW, clever gelöst! Im Sommer hat man mit BHKWs ja immer das Problem, dass die Wärme irgendwo hin muss.

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