Asylanten in Feuergefahr

Asylbegehrende in der Flammenhölle

Die Angriffe auf Asylbegehrende lassen nicht nach. Jetzt kam es zu einer versuchten Straftat in einer Wohnung, in der sieben Flüchtlinge untergebracht sind.

 

Trier/Traben-Trarbach. In der Nacht zum 17. Oktober 2015 entzündete ein bislang unbekannter Täter gegen 3.30 Uhr eine vor der Haustür einer Begegnungsstätte für Asylbegehrende in der Schottstraße 1 in Traben-Trarbach liegende Gummi-Fußmatte und lehnte sie gegen eine hölzerne Haustür. In der im gleichen Haus über der Begegnungsstätte liegenden Wohnung sind derzeit sieben männliche Asylbegehrende untergebracht, die sich zum Tatzeitpunkt zum Teil schlafend in der Wohnung aufhielten.

Ein Passant, der das Feuer sah und die Fußmatte von der hölzernen Eingangstür weg zog, verhinderte, dass diese Feuer fangen konnte.

Fußmatte Textbild

Kurz zuvor oder kurz danach entzündete ein unbekannter Täter einen Mofaroller, der nur circa 250 Meter von der Flüchtlingswohnung entfernt an die Hauswand eines ebenfalls bewohnten Anwesens in der Mittelstraße gelehnt war.

Beide Brandstiftungen verursachten glücklicherweise nur Sachschaden.

Polizei und Staatsanwaltschaft bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Tat. Sie bitten Zeugen, die Hinweise zu den beiden Brandstiftungen geben können, sich unter der Telefonnummer 06542/98670 mit der Polizeiinspektion Zell oder unter der 0651 / 9779-2290 mit der Kriminalpolizei Trier in Verbindung zu setzen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat sowie zur Täterermittlungen führen, hat der Leitende Oberstaatsanwalt in Trier eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

Über die Zuerkennung und gegebenenfalls Verteilung der Belohnung an Berechtigte wird unter Ausschluss des Rechtsweges entschieden. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamtinnen und Beamte bestimmt, zu deren Berufspflichten die Verfolgung von Straftaten gehört. Ebenfalls ausgeschlossen sind unmittelbar durch die Tat geschädigte Personen. Die Belohnung kann ebenfalls unter Wahrung der Vertraulichkeit, z.B. über einen Mittelsmann ausgezahlt werden.

Für Menschen, die sich vertraulich an die Ermittler wenden wollen, ist ein so genanntes Vertrauenstelefon eingerichtet worden. Unter der Telefon-nummer 0152/28854968 können Personen ohne Angabe ihrer Identität vertrauliche Mitteilungen machen.

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