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	<title>5vier.de · Nachrichten, Sport, Lifestyle · Gefällt Trier. Gefällt mir. &#187; Stefanie Braun</title>
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	<description>Nachrichten aus der Region</description>
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		<title>Die Katze auf dem heißen Blechdach &#8211; Premiere im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 05:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für viele verkörpert Elizabeth Taylor jene Katze auf dem heißen Blechdach im Film aus dem Jahr 1958. Im Theater Trier ist es Sabine Brandauer, die die Rolle der verzweifelten Ehefrau spielt. Mit sichtlichem Erfolg.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für viele verkörpert Elizabeth Taylor jene Katze auf dem heißen Blechdach. Für den Film aus dem Jahr 1958 lieh sie der Maggie ihren Körper, ihre Stimme und ihren traurigen Sex-Appeal. Im Theater Trier ist es Sabine Brandauer, die die Rolle der verzweifelten Ehefrau spielt. Mit sichtlichem Erfolg.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/05/Katze-auf-dem-heißen-Blechdach_Artikelbild.jpg" rel="lightbox[105717]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-105721" alt="Katze auf dem heißen Blechdach_Artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/05/Katze-auf-dem-heißen-Blechdach_Artikelbild-300x152.jpg" width="300" height="152" /></a></p>
<p>Maggie liebt Brick. Doch Brick liebt seinen Schnaps wesentlich mehr und auch öfter als seine Gattin. Seit sein bester Freund sich zu Tode gesoffen hat, versucht er alles, um ihm nachzueifern. Mit wenig Erfolg. Dafür liegt sein Vater, der schwerreiche Großgrundbesitzer &#8220;Big Daddy&#8221; nun im Sterben. Seine beiden Söhne, Brick und Bruder Gooper, versammeln sich zusammen mit Anhang um Big Daddy, um seinen 65. Geburtstag mit ihm zu feiern. Ein letztes Mal, wie alle wissen und manche hoffen. Denn Gooper, der sich zeit seines Lebens als ungeliebter Sohn fühlte, und seine biestige wie ehrgeizige Ehefrau Mae, sind scharf auf Daddys Millionen. Brick ist das alles herzlich egal, solange sein Schnapsglas gut gefüllt ist. Doch seine Frau Maggie will noch kämpfen. Nicht so sehr um das Geld, sondern um ihre Ehe und eine menschengerechte Behandlung. Und um ihren Wunsch nach Kindern.</p>
<h2>Kampf um Achtung und Liebe</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/05/Katze-auf-dem-heißen-Blechdach_2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[105717]"><img class="alignright size-medium wp-image-105719" alt="Katze auf dem heißen Blechdach_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/05/Katze-auf-dem-heißen-Blechdach_2_bearbeitet-200x300.jpg" width="200" height="300" /></a>Tenessee Williams&#8217; Stück ist ein beliebter Klassiker &#8211; in seiner zuschauerfreundlichen Filmversion und in seiner Herzschmerz verursachenden Bühnenfassung. Regisseur Werner Tritschler, der schon so manche Erfolge in Trier feiern durfte, wie Publikumsliebling &#8220;Gut gegen Nordwind&#8221; (<a href="http://5vier.de/freizeit-neu-im-theater-trier-gut-gegen-nordwind-beziehung-2-0-50198.html">5vier berichtete</a>), um nur einen zu nennen, inszenierte das traurig-verzweifelte Beziehungsdilemma rund um Brick und Maggie, aber auch um Big Daddy und Big Mama.</p>
<p>Seine Inszenierungen sind oft bewegungslastig und auch dieses Mal arbeitete Tritschler wieder mit seinem Lieblingswerkzeug, den Körpern seiner Schauspieler. In den ersten paar Minuten vielleicht ein bisschen zu viel des Guten. Maggie sprintet ein paar Mal über die Bühne, hetzt zwischen Bügeleisen und Schrank hin und her, springt auf Bänke. Das wirkte zunächst etwas übermotiviert, fand aber im Laufe der Inszenierung seine Berechtigung. Eben eine Katze auf dem heißen Blechdach. Die ihre Krallen ausfährt, um den allzu uninteressierten Gatten aus der Reserve zu locken oder auf die Gemeinheiten ihrer Schwägerin und Schwiegermutter mit der sprichwörtlichen kalten Schulter reagiert. Diese Maggie ist kein Kätzchen; Großkatze trifft es da schon eher.</p>
<p>Eine tolle Leistung von Brandauer, die mal umgarnend und sanft, dann wieder fauchend und kratzbürstig daher kommt. Die mit ihrer knallharten Wahrheit versucht, das Netz aus Lügen und Heucheleien zu zerreißen, aber letztendlich doch auf die Lüge als letzte große Rettung zurückgreifen muss. &#8220;Und heute Nacht machen wir die Lüge zur Wahrheit, Brick&#8221;, versucht sie ihren Säufer-Gatten noch ins gemeinschaftliche Eheboot zu ziehen, doch der kann auf ihre Liebesbekundung nur mit wohlwollend versoffenem Blick antworten, dass es schon komisch wäre, wenn&#8217;s wahr wäre. Ein Open-End, kein Happy End, ganz wie Williams es gewollt hätte.</p>
<h2 style="text-align: left;">Open End und Standing Ovations</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/05/Katze-auf-dem-heißen-Blechdach_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[105717]"><img class="alignleft size-medium wp-image-105720" alt="Katze auf dem heißen Blechdach_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/05/Katze-auf-dem-heißen-Blechdach_3_bearbeitet-300x285.jpg" width="300" height="285" /></a>Die Leistungen der Schauspieler und des Regisseurs wurden vom Publikum mit begeistertem Applaus und Standing Ovations gewürdigt.</p>
<p>Allen voran: Hauptdarsteller Jan Brunhoeber, als grober, verbitterter, ständig betrunkener oder trinkender Brick, allerdings mit gekonnt feinem, facettenreichen Spiel. Kein fremdschämen, wegen übertriebener Trunkenheit, sondern großes Gefühl. Brunhoebers Brick trinkt nicht seinen Alkohol, sondern ertrinkt in seiner Trauer und seiner Lebensverzweiflung.</p>
<p>Mit seiner Kollegin Sabine Brandauer legt Brunhoeber ein spannendes Tänzchen der Emotionen aufs Parkett: Sie liebt, er hasst, sie hält fest, er ekelt sich in ihrer Umarmung.</p>
<p>Ein großes Lob muss auch an die anderen Paare der Inszenierung gehen: Vanessa Daun, die ihre Vorzeige-Ehefrau und Horror-Schwägerin mal wieder auf den Punkt getroffen hat: Ewig lächelnd und dabei zum Würgen unsympathisch. Christian Miedreich als ihr stocksteifer, charakterloser Ehemann. Fantastisch, Angelika Schmid, als beschönigende Gattin und Manfred-Paul Hänig als grantiger Big Daddy.</p>
<p>Das Bühnenbild stammt von Gerd Hoffmann sowie Arlette Schwanenberg und erinnert an jenen modernen, neureichen Stil vergangener Jahrzehnte, wo strenges Biedermanndasein hinter hellen, geometrischen Formen versteckt ist. Die Kostüme von Alexandra Bentele führen gedanklich auf Partys der Country-Club-Mitglieder, mit bodenlangen Abendkleidern und hochtoupierten Haaren. Schöner Schein, um verlogenes Sein zu verdecken.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/05/Katze-auf-dem-heißen-Blechdach_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[105717]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-105718" alt="Katze auf dem heißen Blechdach_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/05/Katze-auf-dem-heißen-Blechdach_1_bearbeitet-300x167.jpg" width="300" height="167" /></a></p>
<div class='statistik'></p>
<h3><em>Fazit</em></h3>
<p><em>Wer Beziehungsprobleme hat, sollte dieses Stück lieber meiden. Zu oft muss man sich doch die Frage stellen, ab wann man das &#8220;Glück&#8221; zu zweit lieber fallen lassen sollte, zugunsten eines einsamen Neuanfangs. Wer über eine stabile Beziehung und stabile Nerven verfügt, der kann sich dem Konstrukt aus Bosheiten, Lügen und Intrigen stellen, das ihn hier erwarten wird. 5vier.de kann&#8217;s nur empfehlen.</em></p>
<p></div>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;"><br />
Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>40 Jahre Levana Schule &#8211; Feier mit der Big Band &#8220;Art of Music&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 15:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Jahr feiert die Levana Schule in Schweich ihr 40-jähriges Bestehen. Am Samstag feierte die Schule zusammen mit der Big Band "Art of Music" im neuen Brügerzentrum in Schweich.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieses Jahr feiert die Levana Schule in Schweich ihr 40-jähriges Bestehen. Viele Programme und Events ziehen sich durch das komplette Kalenderjahr. Am Samstag feierte die Schule zusammen mit der Big Band &#8220;Art of Music&#8221; im neuen Brügerzentrum in Schweich.</strong></p>
<p><a href="http://live.5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Levana_Schule_20_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[101965]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-101984" alt="Levana_Schule_20_bearbeitet" src="http://live.5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Levana_Schule_20_bearbeitet-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Als integrative Schule bietet die Levana Schule in Schweich seit 40 Jahren ein breit gefächertes Angebot für Kinder und ihre Eltern. Mit diesem Beitrag ermöglicht sie nicht nur den Kindern Einiges, sondern unterstützt zudem noch die Eltern und sorgt mit vielen außerschulischen Programmen für Begegnungen. &#8220;Bemühungen um Vielfalt, Toleranz und Fairness&#8221;, so steht es schon in dem Programm zur 40-Jahr-Feier, welche sich durch das komplette Jahr 2013 ziehen wird. Jeden Monat wird es eine erneute Chance geben die Schule und ihre wichtige Arbeit kennenzulernen.</p>
<p>Am 27. April feierte die Levana Schule zusammen mit der Big Band &#8220;Art of Music&#8221; im neuen Bürgerzentrum in Schweich. Als Solisten vor Ort waren <em>Shirley Winter, Werner Herz, Daniel Bukowski, Katharina Scherer </em>und<em> Kevin Staudt</em>. Der junge Schweicher, der durch seine Auftritte bei The Voice of Germany einiges an Aufmerksamkeit bekommen hat, hatte an diesem Abend seinen Einstand mit der Big Band und blieb in keinster Weise hinter seinen Kollegen zurück.</p>
<p>Gesanglich und musikalisch präsentierten die Solisten und die Big Band mal wieder ihr breites Spektrum an Evergreens, Chansons, Grand Prix Hits und Chartstürmern. Unter anderem dabei: &#8220;My Girl&#8221;, &#8220;Für mich, soll&#8217;s rote Rosen regnen&#8221;, &#8220;Skyfall&#8221;, &#8220;Something Stupid&#8221;, &#8220;My Way&#8221;. Um nur ein paar zu nennen.</p>
<h3>5vier.de war vor Ort und fing ein paar Eindrücke ein&#8230;</h3>

<a href='http://5vier.de/40-jahre-levana-schule-feier-mit-der-big-band-art-of-music-101965.html/levana_schule_1_bearbeitet' title='Levana_Schule_1_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Levana_Schule_1_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Levana_Schule_1_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/40-jahre-levana-schule-feier-mit-der-big-band-art-of-music-101965.html/levana_schule_2_bearbeitet' title='Levana_Schule_2_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Levana_Schule_2_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Levana_Schule_2_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/40-jahre-levana-schule-feier-mit-der-big-band-art-of-music-101965.html/levana_schule_4_bearbeitet' title='Levana_Schule_4_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Levana_Schule_4_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Levana_Schule_4_bearbeitet" /></a>
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		<title>Alexander Kerbst &#8211; Was von innen kommt, muss echt sein</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 06:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alexander Kerbst hat in seiner Karriere schon öfter imitiert - Rudolf Moshammer, Karl Lagerfeld, Udo Lindenberg und Falco. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun traf sich zu einem Gespräch mit ihm.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alexander Kerbst hat in seiner Karriere schon öfter imitiert &#8211; Rudolf Moshammer, Karl Lagerfeld, Udo Lindenberg und Falco. Den gibt er auch in &#8220;Falco &#8211; The Spirit never dies&#8221; (<a href="http://5vier.de/buntes-falco-the-spirit-never-dies-premiere-im-theater-trier-101378.html">5vier berichtete</a>). 5vier.de Mitarbeiterin Stefanie Braun traf sich zu einem Gespräch mit ihm. </strong></p>
<p><strong></strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/falco-vorbericht-1_artikelbild-e1366621396318.jpg" rel="lightbox[101086]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-101100" title="falco vorbericht 1_artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/falco-vorbericht-1_artikelbild-e1366621396318-300x142.jpg" alt="" width="300" height="142" /></a></p>
<p>Seit gut 25 Jahren ist er im Geschäft. 1988 machte er sein Diplom als Schauspieler. Sein Talent zur Imitation war ihm während seiner Karriere schon manches Mal behilflich. So auch, als die Figur des Falco in sein Leben trat. Vor zehn Jahren spielte er den exzentrischen Künstler in dem Musical &#8220;Falco meets Amadeus&#8221;, seitdem trifft er immer wieder auf diese massen- und medienwirksame Kunstfigur namens Falco und den sensiblen, zutiefst unsicheren Menschen namens Hans Hölzel.</p>
<p>&#8220;Falco kam zu mir und seitdem beschäftigte ich mich immer wieder mit diesem Menschen&#8221;, so Kerbst. Ob so eine Imitation nicht viel schwieriger ist, als die Entwicklung einer anderen Rolle, wollen wir wissen. Die Gefahr in ein &#8220;billiges Imitat&#8221; abzurutschen erscheint doch viel größer. Doch Kerbst weiß da ein Rezept: &#8220;Man muss immer wahre Emotionen mit rein nehmen, der Kern muss ehrlich sein.&#8221;</p>
<p>Doch wie bringt man ehrliche, eigene Emotionen in eine Figur, die es wirklich gab und deren eigentliche Gedankengänge und Gefühlswelten man nicht kennen kann? &#8220;Es gibt bestimmte Mechanismen, die man entwickelt. Einen bestimmten Rhythmus, man lernt zu abstrahieren und doch aus dem eigenen Gefühlsfundus zu schöpfen&#8221;, erklärt Kerbst. Falco jedoch war gerade mit Frauen oft ein brutaler, gewaltvoller Mensch, aus einem solchen Gefühlsfundus kann ein Mensch ohne gewalttätige Neigungen doch gar nicht schöpfen. Oder doch?</p>
<h2>Aus dem Fundus schöpfen</h2>
<p>&#8220;Das ist dann der Abstraktionsvorgang, man sucht in sich nach ähnlichen Gefühlen, nach Situationen, die einen Zugang zu diesen Gefühlen geben. Als Mensch kommt es mir schon komisch vor, so gewalttätig zu sein. Doch die Brutalität der Figur muss dargestellt werden, also sucht man in sich nach Ähnlichem und zieht das größer für die Bühne. Aber man muss es aus sich herausholen, ansonsten ist es nur &#8220;gemacht&#8221;. Es muss wahrhaftig sein, sonst ist es nicht überzeugend.&#8221; Einem Anfänger würde er eine solche Rolle nicht zumuten wollen, verrät Kerbst. &#8220;Natürlich kann man nicht alles festlegen, jede Geste, jede Bewegung. Aber wenn man eine solche Figur &#8220;lernen&#8221; möchte, dann kann man das nicht innerhalb von sechs Wochen Probenzeit machen. Gewisse Posen und Bewegungen muss man schon verinnerlicht haben.&#8221; Dass er bereits Erfahrungen mit den typischen Falco-Bewegungen und Gesten machen konnte, kommt ihm nun sehr zugute. &#8220;Man braucht einen Vorlauf. Es ist genauso, als würde man das erste Mal in seinem Leben tanzen, da kann man auch nicht sofort Pirouetten drehen.&#8221;</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/falco-vorbericht-2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[101086]"><img class="size-medium wp-image-101101 alignright" title="falco vorbericht 2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/falco-vorbericht-2_bearbeitet-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Seinen Tänzer-Kollegen hat Kerbst dabei nur eines zu sagen: &#8220;Respekt, Respekt, Respekt. Es ist richtig harte Arbeit, was die Kollegen da leisten.&#8221; Er selbst tanzt ab und an mal mit, doch natürlich in seinem eigenen Rahmen. Als Kunstfigur Falco hat er neben den Tänzern eine Außenseiterrolle. Neben den fließenden, rhythmischen Bewegungen stehen seine starken, klar gesetzten Gesten. In Zusammenarbeit mit Regisseurin Amy Share-Kissiov feilte man bis zur Premiere noch an diesen. Eine Regisseurin mit einer Vision. &#8220;Sie weiß ganz genau, was sie will. Sie stellt sich vor die Tänzer und weiß, wie es ablaufen soll. Das ist ganz ungewöhnlich.&#8221;</p>
<p>Eine Choreographie kann man nicht am Schreibtisch ersinnen, sie entsteht meist in Zusammenarbeit mit den Tänzern und Schauspielern, wird wochenlang im Probenraum geübt, bis man auf die Bühne geht und schaut, was dort noch funktionieren kann.</p>
<h2 style="text-align: left;">Die Vision wird sichtbar</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/falco-vorbericht_bearbeitet-e1366621501758.jpg" rel="lightbox[101086]"><img class="alignleft size-medium wp-image-101102" title="falco vorbericht_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/falco-vorbericht_bearbeitet-e1366621501758-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a>&#8220;Sie möchte hinter die Fassade von Falco schauen, dabei gibt es den normalen Hans Hölzel und die Kunstfigur Falco, zwischen denen eine immer größere Kluft entsteht. Jetzt wo die Technik, die Kostüme und das Licht dazu kommen, wird diese Vision immer deutlicher.&#8221; Dabei taucht auch die Frage auf, warum es diesen von Grund auf schüchternen, unsicheren Menschen ins Licht der Öffentlichkeit zog. Hans Hölzel litt zeit seines Lebens unter der mangelnden Anerkennung der Mutter, Falco suchte diese Anerkennung dann im Applaus des Publikums. &#8220;Gerade diese Abgründe machen einen Künstler doch erst zu dem, was er ist und nur deshalb will man ihn überhaupt sehen. Diese Abgründe machen ihn interessant. Warum sind viele großen Künstler so selbstzerstörerisch, obwohl sie doch oberflächlich alles haben? Weil ihnen eben doch etwas fehlt.&#8221; In Wien traf Kerbst vor ein paar Jahren einige ehemalige Vertraute Falcos, darunter seinen Friseur, der Falco als einen eher schüchternen Typ beschrieb: &#8220;Aber er zog alle Blicke auf sich, sobald er einen Raum betrat, weil er genau wusste, was er wollte und wie er es wollte.&#8221;</p>
<p>Eigentlich auch vonseiten des Zuschauers ein Akt der Gewalt, gerade dann umso neugieriger hinzuschauen, wenn man merkt, dass es dem anderen an etwas fehlt. Es ihm deswegen vielleicht sogar nicht gut geht. Vielleicht wäre es Falco zeit seines Lebens besser gegangen, wenn er ein einfacher aber zufriedener Hans Hölzel geblieben wäre? &#8220;Aber dann hätten wir keinen &#8220;Amadeus&#8221; und keine &#8220;Jeanny&#8221;, eine Biographie kann man nicht ändern und als Künstler kann man nicht perfekt sein und alles richtig und bewusst machen. Man muss nur aufpassen, dass es nicht kippt.&#8221;</p>
<p><em>Die Premiere am 20. April war ein voller Erfolg (<a href="http://5vier.de/buntes-falco-the-spirit-never-dies-premiere-im-theater-trier-101378.html">5vier.de berichtete</a>). 5vier.de wünscht allen Beteiligten noch viele erfolgreiche Vorstellungen!</em></p>
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		<title>Falco &#8211; The Spirit never dies &#8211; Premiere im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 06:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, 20. April, feierte das Theater Trier die Uraufführung des Tanztheaterstückes "Falco - The Spirit never dies". Die Leistungen von Tänzern, Sänger und Regisseurin wurden mit Standing Ovations belohnt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 20. April, feierte (im wahrsten Sinne des Wortes) das Theater Trier die Uraufführung des Tanztheaterstückes &#8220;Falco &#8211; The Spirit never dies&#8221;. Die Leistungen von Tänzern, Sänger und Regisseurin wurden mit Standing Ovations belohnt.</strong></p>
<div id="attachment_101381" class="wp-caption alignright" style="width: 279px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Falco_2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[101378]"><img class="size-medium wp-image-101381 " title="Falco_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Falco_2_bearbeitet-269x300.jpg" alt="" width="269" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kerbst und Scherzer &#8211; Falco und Hans</p></div>
<p>Den Namen &#8216;Hans Hölzel&#8217; kennen nur wenige, meist Vertraute, alte Bekannte, wahre Fans. Mit &#8220;Falco&#8221; können die meisten dann doch mehr anfangen. Jener Künstler, der es als erster und bisher einziger österreichischer Musiker in die Charts der USA geschafft hatte.</p>
<p>&#8220;Rock me Amadeus&#8221;, &#8220;Jeannie&#8221;, &#8220;Der Kommissar&#8221; sind Songs, die ihre Anziehungskraft und ihren Esprit bis heute nicht verloren haben. Ein Ausnahmetalent. Und eine zutiefst zerrissene Seele.</p>
<p>Als Falco bereiste er fremde Länder, stand auf den Bühnen dieser Welt, feierte große Erfolge. Als Hans Hölzel hungerte er nach Anerkennung, versank im Drogen- und Alkoholsumpf, unfähig eine gesunde Beziehung zu führen. Unter der Regie von Amy Share-Kissiov betraten sein Leben und vor allem seine seelischen Abgründe noch mal die Bühne.</p>
<p>Getanzt wird er von David Scherzer, gesungen von Alexander Kerbst, der eine der Mensch, der andere die Kunstfigur. Zusammen stehen sie auf der Bühne, der eine genießt seinen Ruhm, der andere hockt melancholisch an der Bar und leert ein Glas nach dem anderen. Immer hin und her gerissen zwischen Engelchen und Teufelchen. Wieder im wahrsten Sinne des Wortes. Schon die ersten zarten Minuten der Aufführung enthüllen die Botschaft.</p>
<p>Hans Hölzel, alias David Scherzer, alleine auf der Bühne, der balanciert auf einem unsichtbaren Drahtseil. Über ihm schwebt in einer Kanzel Falco, alias Alexander Kerbst, singt &#8220;Out of the Dark&#8221;, es endet mit der Frage: &#8220;Muss ich denn sterben, um zu leben?&#8221; Danach, eine dunkle Bühne, Autogeräusche, zwei Scheinwerfer fahren auf die Zuschauer zu, Geräusche eines Autounfalls. Stille.</p>
<h2 style="text-align: left;">Eine dichte Inszenierung</h2>
<div id="attachment_101383" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Falco_4_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[101378]"><img class="size-medium wp-image-101383 " title="Falco_4_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Falco_4_bearbeitet-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Engelchen und Teufelchen</p></div>
<p>Begonnen hat Falcos Künstlerdasein bereits in jungen Jahren, als Kind besuchte er mit seiner Mutter das Theater. Er war fasziniert und eine Vision entstand in seinem Kopf. Jahre später, über die Hippiephase enttäuscht, bekommt das Kind beim Fernsehen einen Namen: &#8220;Falco&#8221;. So soll er heißen. Es folgen Auftritte, der übereifrige Produzent, noch mehr Auftritte, noch mehr Erfolg. Aber auch noch mehr Alkohol, noch mehr Drogen, noch mehr Einsamkeit. Dabei zieht sein persönlicher Dämon, getanzt von Reveriano Camil, ihn immer weiter in seine persönliche Hölle hinein, während sein &#8220;Schutzengel&#8221;, getanzt von Cécile Rouverot, immer wieder versucht ihn menschlich aufzurichten.</p>
<p>Der Kampf ist aussichtslos, arbeiten der Teufel und die selbst geschaffene Kunstfigur Falco doch Hand in Hand. Letzten Endes tanzt Hans mit dem Teufel und Falco, ein Autounfall unter Drogeneinfluss beendet sein Leben. Die Songzeile bekommt einen bitteren Beigeschmack: Hans Hölzel muss sterben, damit Falco leben kann.</p>
<h2>Die Vision lebt</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Falco_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[101378]"><img class="alignright size-medium wp-image-101380" title="Falco_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Falco_1_bearbeitet-235x300.jpg" alt="" width="235" height="300" /></a>Eine dichte Inszenierung, die zum Nachdenken anregt, den Zuschauer auch lange nach dem Theaterbesuch noch nicht loslässt. Share-Kissiov gelingt hier ein Drahtseilakt aus Spannung, Feingefühl und künstlerischem Know-how, die Tänze sind originell, zugleich einfühlsam.</p>
<p>Alexander Kerbst und sein tänzerischer Gegenpart David Scherzer wissen es zu faszinieren, sie sind eine Person und doch vollkommene Gegensätze. Schlimmer noch: Falco säuft, kokst, führt sich an Grenzen, Hans landet im Krankenhaus. Falco bekommt den Beifall, feiert seinen Ruhm und seinen Erfolg, Hans sitzt allein und abgewrackt an der Bar. Falco trinkt mal wieder einen zu viel, Hans baut den tödlichen Autounfall. Falco lebt. Hans stirbt. Je melancholischer und verlassener Hans rüberkommt, umso arroganter und selbstgefälliger, fast brutaler erscheint seine selbst geschaffene Kunstfigur.</p>
<p>Sensibel und doch mitleidlos führt Share-Kissiov mit ihren Tänzern und ihrem Sänger hinter die schillernde Maske, enthüllt den ständigen Mangel, den Hans Hölzel spürt und die Unmenschlichkeit einer Figur, wie Falco sie eigentlich war.</p>
<p>Die Musik unterstreicht diese Zerrissenheit: Ist Hans der Part im Mittelpunkt, herrscht Stille, ist Falco derjenige, der im Rampenlicht steht, ertönen seine Songs, eindrucksvoll &#8220;Falcohaft&#8221; vorgetragen von Kerbst in einem Neu-Arrangement von Frank Nimsgern. Die wirkungsvolle Ausstattung besorgte Olga von Wahl.</p>
<p><em>Die Stimmung im Publikum sagte alles. Standing Ovations, minutenlanges Klatschen, mehrere Vorhänge für alle Beteiligten. Hier ist ein ganz großer Coup gelungen. Glückwunsch an das Theater, an die Tänzer und Sänger und natürlich an alle Zuschauer, die diese Aufführung sehen dürfen.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>&#8220;Berlin Calling&#8221; &#8211; Das erste Mal ist noch für lau</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 12:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Mittwoch, 17. April, feierte das Stück "Berlin Calling" Premiere im Studio des Theaters Trier. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Mittwoch, 17. April, hatte das Stück &#8220;Berlin Calling&#8221; Premiere im Studio des Theaters Trier. Die sollte zwar eigentlich im frisch, aber eben noch nicht fertig renovierten ehemaligen Forum stattfinden, dennoch war der Abend ein voller Erfolg.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Berlin-Calling_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[100919]"><img class="size-medium wp-image-100935 aligncenter" title="Berlin Calling_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Berlin-Calling_1_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Der erfolgreiche DJ Ickarus, mit bürgerlichem Namen Martin Karow, hat gerade ziemlich viel zu tun. Nächtelang tourt er durch die Clubs der Welt, heute in Frankreich, morgen in Russland. Nebenbei wartet sein zweites Album auf Fertigstellung, immerhin soll es ja &#8220;voll rocken&#8221; und zudem die Kasse von ihm und seiner Lebensgefährtin füllen. Da braucht Ickarus, alias Matthias Stockinger, etwas um sich &#8220;fit&#8221; zu halten. Doch die Tabletten, die er dafür nimmt, sind keine Vitamintabletten, und das Pulver, welches er sich durch die Nase zieht, ist kein Backpulver.</p>
<p>Versorgt wird er von Kumpel Klaus, gespielt von Tim Olrik Stöneberg, was seine Freundin Mathilde, eine starke Alina Wolff, generell nicht verneint. Nimmt sie ja doch ab und an gerne selbst mal was. Nur das harte Zeug, das muss nicht sein. Doch schon zu spät: Ickarus hat sich zusammen mit Groupie Jenny auf dem Klo eine Line und eine Tablette zuviel eingeschmissen. Das Resultat: Eine im Wahn durchzechte Nacht, eine Psychose und ein Aufwachen in einer psychiatrischen Klinik. Das Bleiben ist freiwillig, wie Prof. Dr. Petra Paul immer wieder betont, allerdings ist eine Wiederaufnahme erst nach zehn Tagen möglich. Ickarus bleibt erst mal, alles, was er braucht, sind eh sein Computer und sein Controller, &#8220;so&#8217;n kleines Ding mit Knöpfchen dran, zum Musikmachen&#8221;. Beides lässt er sich von seiner Freundin bringen. Das Album muss ja schließlich fertig werden. Und es muss rocken.</p>
<h2 style="text-align: left;">Melancholische Botschaft&#8230;</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Berlin-Calling_6_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[100919]"><img class="size-medium wp-image-100940 alignright" title="Berlin Calling_6_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Berlin-Calling_6_bearbeitet-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p>Doch schon bald wird es Ickarus zu verrückt mit seinen drogengeschädigten Mitinsassen, allen voran Crystal Pete, gespielt von Daniel Kröhnert. Er will mal wieder raus, Party machen, doch setzt sein Körper ihm klare Grenzen. Frau Prof.Dr. kann es nicht besser ausdrücken: &#8220;Jede Pille kann die Letzte sein.&#8221; Schließlich treibt der DJ es zu bunt, Frau Prof.Dr. hat ihn satt, er soll seine sieben Sachen packen und gehen. Doch das natürlich nicht, ohne noch eine ordentliche Abschiedsparty geschmissen zu haben, denkt sich zumindest Ickarus. Schnell sind der Pfleger Alex und Crystal Pete eingeladen und alles besorgt, was man für eine richtige Party braucht: Alkohol, Prostituierte und selbstverständlich Drogen. Zuviel des Guten. Ickarus landet wieder in der Klinik, bleibt diesmal brav, macht die Therapien, bastelt an neuen, besseren Tracks, wird entlassen. Mit einem warmen Händedruck von der zufriedenen Prof. Dr. und mindestens genauso vielen Tabletten, wie er sonst genommen hat. &#8220;Nicht eigenmächtig absetzen, die Dosis wird schrittweise verringert&#8221;, warnt die Ärztin noch mal, dann entlässt sie ihren Patienten zurück ins Nachtleben, wo Ickarus bald der alte Stress einholt.</p>
<p>Drogen, Partys, Entziehungskliniken, wer hier nun den erhobenen Zeigefinger in Richtung partygeiler Teenies erwartet und sich als vernünftiger Erwachsener in so einer Produktion fehl am Platze fühlen würde, der irrt. Die Moral von der Geschicht&#8217; ist hier nicht: &#8220;Drogen sind verlogen&#8221;, sondern eine viel alltäglichere, erschreckend nahe. Wie gehen wir mit Stress um? Wie können wir übertriebenen, ja lebensgefährlichen Ehrgeiz in Schach halten? Wer sich seinen eigenen Terminkalender anschaut, findet seine persönlichen Drogen: Erfolg, Bestätigung, Anerkennung.</p>
<p>Nach nichts anderem sucht DJ Ickarus; der Weg dazu führt über seine Musik, die zahllosen nächtlichen Auftritte, die niemals endende Party. Immer mehr leisten, bloß nichts absagen, das schafft er schon. Bei einem harten Programm helfen irgendwann nur noch harte Sachen. Freundin Mathilde hält den Egotrip nicht mehr aus, der Vater, gespielt von Michael Ophelders ist völlig überfordert, wie er es immer war. Thront er doch über allem, immer unerreichbar, immer beschäftigt. Die Schauspieler leisten viel in dieser Inszenierung, besonders körperlich. Vom Nachtclub in die Drogenklinik, vom DJ-Pult auf den Gymnastikball und wieder zurück in den Drogensumpf, in die Partyhölle. Da ist Bewegungseinsatz gefordert. Dabei schafft man es den richtigen Bogen zu schlagen, nicht sinnlos zu agieren, verstörend rum zu zappeln. Die Bewegungen sind hektisch, aber nicht daneben.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Berlin-Calling_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[100919]"><img class="size-medium wp-image-100937 alignleft" title="Berlin Calling_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Berlin-Calling_3_bearbeitet-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<h2>&#8230; versteckt hinter hartem Beat</h2>
<p>Besonders eindrucksvoll die Ausbrüche und Verrücktheiten von Daniel Kröhnert als Crystal Pete, verzweifelt sucht er sein T-Shirt, stürzt sich weinend auf seinen Gymnastikball, ordnet seine Kleidung über den genervten Mit-Patienten. Ein besonders negatives Beispiel für die Folgen von Drogenkonsum und ein besonders positives Beispiel für eindrucksvolles und doch ausgewogenes Spiel.</p>
<p>Schön auch Alina Wolff, die in gleich drei Rollen zeigt, was sie kann. Beispielsweise als Groupie Jenny: Jung, dynamisch, drogenabhängig, ziellos, richtungslos, laut, abgestürzt. In selbst gedrehten Videos von Partyexzessen spiegelt sie jene Generation wieder, der man Alkoholverbote an volkstümlichen Feiertagen zu verdanken hat.</p>
<p>Daneben die besonnene Ärztin, deren pure Anwesenheit fast heilsam ist, mal wieder eine tolle Barbara Ullmann, aber das kennt man ja schon gar nicht mehr anders.</p>
<p>Der vollkommen überforderte Vater, auch sehr gut, Michael Ophelders. Der fürsorgliche, pädagogisch wertvolle Pfleger Alex, alias Tim Olrik Stöneberg. Fast eine seiner sympathischsten Rollen, Tiefen-entspannt, verantwortungsbewusst, zupackend, wenn es sein muss.</p>
<p>Regisseurin Britta Benedetti schafft hier ein rundum gelungenes Abschiedsstück, verlässt sie Trier doch nun. Frankfurt calling. Doch mit &#8220;Berlin Calling&#8221; zeigt sie noch einmal ihr Talent für ausgefeilte Figuren und Fingerspitzengefühl für Situationen und Bewegungsabläufe. Sie lässt ihre Figuren in den Drogensumpf abrutschen und nicht die Geschichte dahinter.</p>
<p>Kein Moralstück, sondern eine kalte Analyse von Problemen, die Viele betreffen. Mit ausgereiften Ideen verdeutlicht sie rein körperliche Prozesse, wie etwa den Entzug von Ickarus, sehr gut dabei Matthias Stockinger, wie er etwa mit einem Leuchtstäbchen selbigen Entzug auf seinem T-Shirt nachzeichnet. Benedetti nutzt Musik- und Lichtelemente, ohne dass es billig oder aufgesetzt wirkt. Alles bleibt echt, nah dran.</p>
<p>Ebenso die Kostüme von Yvonne Wallitzer: Technokultur trifft Arztkittel und biedere Väterlichkeit. Das Bühnenbild von Peter Müller, ein Baugerüst, erinnert an die Bilder, die man in Großstädten häufig sieht: moderne, bis auf den Kern reduzierte Lofts, industriell anmutende Clubs, ständig renovierungsbedürftige Altbauten. Hier stimmt alles.</p>
<p>Zum Abschluss &#8220;Sky and Sand&#8221; von Paul Kalkbrenner, der den DJ Ickarus 2008 im gleichnamigen Film spielte. Die Musik ist wie das Stück, antreibend, modern, bewegend, aber gleichzeitig melancholisch. Die Botschaft versteckt hinter alles übertönendem Beat.</p>
<p><em>Fazit: Anschauen.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Marco Piecuch</span></p>

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		<title>Liedermacherabend in der Tufa &#8211; Der Frühling kann kommen</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 10:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hannah Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Jochen Leuf]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, 6. April, fand der jährliche Liedermacherabend in der Tufa Trier statt. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun war vor Ort und sprach mit den "Liedermachern".]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 6. April, fand der jährliche <em>Liedermacherabend</em> in der Tufa Trier statt. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun war vor Ort und sprach mit den &#8220;Liedermachern&#8221;.</strong></p>
<p>&#8220;Nächste Woche kann es endlich wärmer werden&#8221;, verspricht Woltähr, mit bürgerlichem Namen Walter Liederschmitt, Liedermacher aus Trier. &#8220;Eigentlich findet der <em>Liedermacherabend</em> nämlich im Januar statt, deshalb bleibt das Wetter wenigstens jetzt erst Mal wie im Januar&#8221;, so war zumindest die Theorie im Backstagebereich am vergangenen Samstag. An diesem Tag fand er nämlich statt, der alljährliche Liedermacherabend. Nummer 15 mittlerweile schon: &#8220;Seit 1998 gibt es diesen Abend, ohne Unterbrechung. Mal im Herbst, mal im Winter, jetzt im Frühling.&#8221;</p>
<h2>Liederschmieder und Textmacher</h2>
<div id="attachment_100136" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_5.jpg" rel="lightbox[100131]"><img class="size-medium wp-image-100136 " title="Liedermacherabend_bearbeitet_5" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_5-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Uwe Heil (r.) und Kollege</p></div>
<p>Damals, vor 15 Jahren, als Walter Liederschmitt, eigentlich geborener Schmitt, aber eine Namensänderung machte den wesentlich klangvolleren Namen &#8220;Lieberschmitt&#8221; möglich, noch Redakteur des &#8220;Katz&#8221; war, berichtete er über Kunstausstellungen, Theateraufführungen und Konzerte aus der Tufa. Nebenbei machte er sich unter den Künstlerkollegen einige Freunde. Bei Liedermachern mit deutschen, luxemburgischen und Mundart-Texten behielt er dabei auch im Blick, welcher Kollege sich ebenfalls der Muttersprache widmete.</p>
<p>Heute keine Seltenheit mehr freut ihn. &#8220;Dank vieler toller Künstler sind deutschsprachige Texte keine Seltenheit mehr, das ist eine schöne Entwicklung, die man nicht vorhersehen konnte.&#8221; 1998 kam ihm dann die Idee für einen <em>Liedermacherabend</em>, zusammen mit Kollegen wie Kornelius Flowers und Jimi Berlin oder dem ortsansässigen Uwe Heil, mit dem er auch heute noch eng befreundet ist. Man mietete erst Mal den kleinen Saal der Tufa, doch bereits nach kurzer Zeit musste man in den Großen Saal wechseln.</p>
<div id="attachment_100133" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_15_bearbeitet_1.jpg" rel="lightbox[100131]"><img class="size-medium wp-image-100133 " title="Liedermacherabend_15_bearbeitet_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_15_bearbeitet_1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Duo Traumzeit</p></div>
<p>Seitdem bietet der <em>Liedermacherabend</em> den unterschiedlichsten Liedermachern eine Bühne. Dabei macht es gerade die Mischung: &#8220;Wir sind alle Individualisten und eigentlich passen wir überhaupt nicht zusammen. Aber am Ende, wenn der Zuschauer so viele unterschiedliche Stimmen und Instrumente gehört hat, bekommt er doch das Gefühl zwar ein abwechslungsreiches, aber ein Gesamtpaket bekommen zu haben. Es ergibt sich ein Spektrum, was einem deutschsprachige Lieder so alles bieten können.&#8221; Dabei hat man nichts gegen englische oder französischsprachige Songs. Allerdings räumt Woltähr ein, gibt es für solche Songs überall Plattformen.</p>
<p>Doch auch, obwohl Englisch Weltsprache ist, versteht man meist nur bruchstückhaft, was eigentlich vorgetragen wird. &#8220;Auf einem Konzert ist es schwierig, weil man sich eigentlich ein bisschen auf den Text vorbereiten müsste, um ihm richtig folgen zu können. Dabei vergisst man irgendwann, die Musik zu hören. Mit Texten in der Muttersprache ist es da meist einfacher. Als Künstler hat man ja auch, was zu erzählen. Das muss nicht immer politisch oder gesellschaftskritisch sein, es geht auch um Botschaften, die andere zum Schmunzeln, Nachdenken oder auch zum Mitleiden bringen.&#8221;</p>
<h2 style="text-align: left;">Drei Songs zum Einprägen</h2>
<div id="attachment_100137" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_6.jpg" rel="lightbox[100131]"><img class="size-medium wp-image-100137 " title="Liedermacherabend_bearbeitet_6" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_6-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Hannah und ihr Vater</p></div>
<p>Beim <em>Liedermacherabend</em> haben die Künstler dann drei Lieder lang die Möglichkeit das Publikum zum mit schmunzeln, -denken und<br />
-leiden zu bringen. Keine leichte Sache, weiß Woltähr aus Erfahrung. &#8220;Es ist fast frustrierend, dass man nur so wenig Zeit hat, um im Gedächtnis zu bleiben. Mit drei Liedern kann man sich kein Programm ausdenken oder einen Bogen aufbauen. Man muss ganz genau überlegen, was man singt und was man lieber weglässt.&#8221; Auch Musiker Uwe Heil kennt dieses Problem, er sang zwei Songs aus seinem deutschsprachigen Repertoire und zudem sogar einen neuen englischsprachigen Hit. Mit &#8220;I wish&#8221;, seinem neusten Song, hatte er bereits sein Glück vor einem kleineren Publikum in der Karlsmühle versucht, mit vollem Erfolg.</p>
<p>&#8220;Eine Bombast-Ballade,&#8221; scherzt er, &#8220;das Lied ist wie ein Gebet, für die Menschen, die man liebt.&#8221; Auch nach &#8220;gefühlten 300 Mal&#8221; beim<em> </em><em>Liedermacherabend</em> ist Uwe Heil noch aufgeregt wie eh und je: &#8220;Wenn ich nicht aufgeregt wäre, wäre ich nicht ich.&#8221;</p>
<div id="attachment_100138" class="wp-caption alignleft" style="width: 276px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_7.jpg" rel="lightbox[100131]"><img class="size-medium wp-image-100138 " title="Liedermacherabend_bearbeitet_7" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_7-266x300.jpg" alt="" width="266" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Tobias (l.) und Jochen Leuf</p></div>
<p>Aufgeregt waren bestimmt auch Hannah und ihr Vater, sie traten gemeinsam als inoffizielle Vorband von Jochen Leuf auf. Der Musiker hat bereits mit einigen Konzerten, einer CD und der Organisation der neuen Kulturreihe <em>Caféhauskonzerte</em> (<a href="http://5vier.de/buntes-cafehauskonzerte-musik-in-familiarer-atmosphare-98378.html">5vier berichtete</a>) auf sich aufmerksam gemacht.</p>
<p>Auf dem <em>Liedermacherabend</em> überzeugten er und seine Kollegen Hannah und Tobias mit, zwar englischsprachigen aber, stimmungsvollen Songs, einer sympathischen Performance und warmen, freundlichen Stimmen.</p>
<p>Leider bekam man schnell den Eindruck einer alteingesessenen Truppe zuzusehen, ein paar junge Nachwuchkünstler wären schön gewesen. Immerhin gibt es auch in jüngeren Generationen viele Musiker und Liedermacher, die eine Plattform suchen, um ihre Talente kundzutun. Die Neugierde auf Sänger unter 25 war groß, blieb es aber leider auch.</p>
<p><em>Fazit: Eine tolle Idee und ein &#8220;stimmiges&#8221; Konzept. Für das nächste Jahr wäre es schön, noch mehr junge Nachwuchskünstler auf der Bühne zu sehen.</em></p>
<h2>Weitere Bilder zum <em>Liedermacherabend</em></h2>

<a href='http://5vier.de/buntes-liedermacherabend-in-der-tufa-der-fruhling-kann-dann-kommen-100131.html/liedermacherabend_15_bearbeitet' title='Liedermacherabend_15_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_15_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Liedermacherabend_15_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-liedermacherabend-in-der-tufa-der-fruhling-kann-dann-kommen-100131.html/liedermacherabend_15_bearbeitet_1' title='Liedermacherabend_15_bearbeitet_1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_15_bearbeitet_1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Liedermacherabend_15_bearbeitet_1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-liedermacherabend-in-der-tufa-der-fruhling-kann-dann-kommen-100131.html/liedermacherabend_bearbeitet_4' title='Liedermacherabend_bearbeitet_4'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_4-e1365591415187-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Liedermacherabend_bearbeitet_4" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-liedermacherabend-in-der-tufa-der-fruhling-kann-dann-kommen-100131.html/liedermacherabend_bearbeitet_5' title='Liedermacherabend_bearbeitet_5'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_5-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Liedermacherabend_bearbeitet_5" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-liedermacherabend-in-der-tufa-der-fruhling-kann-dann-kommen-100131.html/liedermacherabend_bearbeitet_6' title='Liedermacherabend_bearbeitet_6'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_6-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Liedermacherabend_bearbeitet_6" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-liedermacherabend-in-der-tufa-der-fruhling-kann-dann-kommen-100131.html/liedermacherabend_bearbeitet_7' title='Liedermacherabend_bearbeitet_7'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Liedermacherabend_bearbeitet_7-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Liedermacherabend_bearbeitet_7" /></a>

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		<title>Tim Olrik Stöneberg in &#8220;Tatort &#8211; eine Handvoll Paradies&#8221;</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-tim-olrik-stoneberg-in-tatort-eine-handvoll-paradies-100140.html</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 10:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Olrik Stöneberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag gab es für einen Trierer Theaterschauspieler eine ganz besondere Premiere: Tim Olrik Stöneberg feierte mit Theater- &#038; Filmkollegen die Erstausstrahlung des Saarbrücker Tatorts "Eine Handvoll Paradies".]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Sonntag, 7. April, gab es für einen Trierer Theaterschauspieler eine ganz besondere Premiere: Tim Olrik Stöneberg feierte mit Theater- und Filmkollegen die Erstausstrahlung des Saarbrücker Tatorts &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221;.</strong></p>
<p>Im Cheers war am Sonntag geschlossene Gesellschaft, denn der lokale Schauspieler Tim Olrik Stöneberg hatte zu einer ganz besonderen Premiere geladen: Sein Tatortdebüt als V-Mann in einer Motorradbande. Mit dabei waren nicht nur Kollegen aus dem heimischen Theater, sondern auch neu gewonnene Film-Kollegen, wie etwa Thomas Kautenburger, im Tatort liebevoll &#8220;Mutti&#8221; genannt. Demonstrativ alle in filmeigener Biker-Kluft.</p>
<p>Zur Handlung: Kommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow) und Kollegen finden die Leiche des Bandenbosses der Motorradgang &#8220;Dark Dogs&#8221;, ein kurzer Auftritt für Claude Oliver Rudolph. Schnell ist klar: Das war kein Motorradunfall. Doch wer hat den Boss auf dem Gewissen? Geht es etwa um ein Bandenkrieg? Stellbrink ist davon gar nicht überzeugt. Er vermutet den Täter eher in &#8220;der Familie&#8221;, also beginnt er seine Suche in den heimischen Gefilden des Rockers. Sprich in seiner Bande. Dabei findet er nicht nur den Mörder, sondern auch einen eingeschleusten V-Mann, nebst seiner thailändischen Gattin.</p>
<p>Hier kommt Tim Olrik Stöneberg ins Spiel. Der gibt nämlich besagten V-Mann, fährt dabei locker mit dem Bike über Felder, steckt einiges an Haue weg, macht die Stunts mal eben selbst. Ziemlich cool. Besonders cool mal ein gekanntes Gesicht, neben so bekannten Schauspielern, wie Claude Oliver Rudolph oder Devid Striesow zu sehen.</p>
<iframe width="600" height="362" src="http://www.youtube.com/embed/Mw0gbnqUg7k" frameborder="0" type="text/html"></iframe><div style="text-align:right;"><a style="color:#aaa;font-size:9px" href="http://www.clickonf5.org/" title="IFRAME Embed for Youtube Free WordPress Plugin" target="_blank">IFRAME Embed for Youtube</a></div>
<p>&#8220;Sonntagsabends Tatort gucken&#8221; steht bei vielen schon seit Jahren fest im Terminkalender. Also nicht nur für den Schauspieler eine tolle Erfahrung. Auch das Publikum war begeistert: Spitzenstimmung im Cheers. Daneben vergisst man fast, die Handlung zu verfolgen. Die stand ja nach dem ersten Einsatz von Saarbrückens neuem Kommissar auf dem Prüfstand. War doch der letzte Tatort mit Striesow und Kollegen gar nicht so gut angekommen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Lokaler Schauspieler im TV</h2>
<p>Nach diesem Tatort kann man eines sagen: Ein &#8220;Tatort&#8221; im eigentlichen Sinne war es nicht. Auch im Cheers hörte man vielfach die Bezeichnung &#8220;Komödie&#8221;; das trifft es dann schon eher. Der Kommissar liefert sich mit seiner roten Vespa eine wilde Verfolgungsjagd mit der Gang, an abgeernteten Feldern vorbei. Wirre, tuckige Traumszenen Stellbrinks bringen den Zuschauer aus dem Konzept. Kurze, knackige Dialoge sorgen für Gelächter. Das alles verpackt in witzige, karikaturhafte Figuren.</p>
<p>Dieser Tatort nimmt sich nicht allzu ernst, verpackt harte Themen (immerhin geht es um Drogen, knallharte Gewalt und eigentlich auch um einen Mord) in slapstickartige Gags. Witzigkeit kennt eben keine Grenzen. Für Triers Schauspieler eine tolle Chance, eine super Erfahrung zweifellos. Leider kam auch dieser Tatort beim sonstigen Publikum Deutschlands nicht gut an. &#8220;Klamauk, Katastrophe, gestohlene Lebenszeit&#8221; liest man in den Kritiken. Doch im Cheers will man die Kirche lieber mal im Dorf lassen.</p>
<p>Wenn man sich an die alten Saarbrücker Tatortfolgen erinnert, mit Alice Hoffmann, Jochen Senf und Gregor Weber, kommen einem heimatliche, ur-saarländische Bilder vor das geistige Auge. Damals ging es eher um ein Stück saarländisches Lebens- und Heimatgefühl, als um Mord, Leichen und Gräueltaten &#8211; Saarbrücken ist eben nicht Berlin oder Hamburg. Dennoch muss man zugeben, dass man von einem Tatort anderes erwartet, als man es am Sonntag gesehen hat. Viel zu oft herrscht leider ein Ungleichgewicht zwischen dem Platz, den die Gags der Hauptfigur einnehmen und der Reichweite der Geschichte. Irgendwann rutscht der Mord vom Anfang mal eben unter den Tisch der Handlung.</p>
<p>Nichtsdestotrotz erleben wir vielleicht gerade einen Wandel des guten alten Tatorts. Till Schweiger schwingt in Hamburg das Hollywood-Zepter, dann kann beim Saarbrücker Tatort auch der Witz spritzig sein, anstelle des Blutes. Warum nicht mal ein paar witzige Dialoge zwischendurch? Ein paar farbenfrohere Charaktere? Wilde Verfolgungsjagden mit einer Vespa mit Leck im Tank? Wenn&#8217;s dem Zuschauer gefällt, ist das doch die Hauptsache.</p>
<p><em>Gefallen hat&#8217;s im Cheers. Mit sichtlich fröhlichen Theater- und Fernsehkollegen. Eine schöne Erfahrung für Stöneberg und ein Portiönchen Lokalstolz für Trier. Fazit: Coole Sache, auch wenn der Mord ein bisschen aus dem Blickfeld gerät.</em></p>
<p>Wer sich den Tatort noch einmal ansehen möchte, der kann dies in der ARD-<a href="http://www.ardmediathek.de/das-erste/tatort/eine-handvoll-paradies-fsk-tgl-ab-20-uhr?documentId=14020872">Mediathek</a> tun.</p>
<p><strong>Übrigens: wie uns berichtet wurde, war ein weiterer Trierer im Tatort zu sehen: Thom Nowotny, der als &#8220;Gladiator Valerius&#8221;, &#8220;Tribun Mallobaudes&#8221;  oder &#8220;Zenturio&#8221; bereits auf sich aufmerksam machte. Zudem knackte er als ebensolcher  letztes Jahr mit seiner 1.000 Vorstellung in der Porta Nigra den Weltrekord für die meisten Ein-Personen-Stücke in einem Weltkulturerbe. Am Sonntag bestritt er dann die Rolle des&#8221;Ingo Rogner&#8221;.</strong></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Titelfoto: Theater Trier</span></p>
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		<title>Oper im Doppelpack &#8211; Teil 2 &#8211; &#8220;L&#8217;Heure Espagnole&#8221; im Theater</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 12:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwei Opern an einem Abend, das klingt, als müssten die Zuschauer gutes Sitzfleisch mitbringen. Doch es zeigte sich, dass es auch anders geht: Zwei Kurzopern feierten Premiere: "Die Kluge" und "L'Heure Espagnole".]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Opern an einem Abend, das klingt, als müssten die Zuschauer gutes Sitzfleisch mit ins Theater bringen. Doch es zeigte sich, dass es auch anders geht: Zwei Kurzopern feierten am Samstagabend Premiere im Theater Trier: <a href="http://5vier.de/buntes-oper-im-doppelpack-teil-1-die-kluge-99459.html">“Die Kluge”</a> von Carl Orff und “L’Heure Espagnole” von Maurice Ravel.</strong></p>
<div id="attachment_99585" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/LHeure-Espagnole_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99474]"><img class="size-medium wp-image-99585 " title="L'Heure Espagnole_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/LHeure-Espagnole_1_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Conception &#8211; Mezzosopranistin Kristina Stanek</p></div>
<p>Nach der Pause wartete die zweite Oper des Abends auf die Zuschauer: Maurice Ravels &#8220;L&#8217;Heure Espagnole&#8221;, auf Deutsch &#8220;Die Spanische Stunde&#8221;. Die &#8220;Spanische Stunde&#8221; bezeichnet genau jene Stunde, in der Conception, die gelangweilte und vernachlässigte Frau des etwas trotteligen Uhrmachers Torquemada, Ruhe vor ihrem Uhren-verliebten Gemahl hat. In dieser einen Stunde stellt er nämlich die Uhren der Stadt, eine Stelle, die ihm der Einfluß- und Körperumfangreiche Don Inigo Gomez verschafft hat. Dies ist die Zeit, in der der poetische Gonzalvo seine Geliebte Conception nicht nur mit schönen Versen erfreuen kann.</p>
<p>Allerdings will ausgerechnet an diesem Tag, zu dieser Stunde der einfache, schüchterne, jedoch zupackende Eseltreiber Ramiro seine Uhr reparieren lassen. Zudem taucht dann noch der Don Inigo Gomez auf, um für seine Stellenvermittlung eine kleine Gegenleistung bei der Schönen zu verlangen.</p>
<h2>Viel Witz und Charme</h2>
<div>
<div id="attachment_99587" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/LHeure-Espagnole_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99474]"><img class="size-medium wp-image-99587 " title="L'Heure Espagnole_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/LHeure-Espagnole_3_bearbeitet-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Don Inigo Gomez (Pawel Czekala) im Uhrenkasten</p></div>
<p>Heraus kommt eine gekonnte Versteck- und Beschäftigungsaktion der gewieften Conception, die bald verzweifelt über die miesen Leistungen ihrer beiden Geliebten und in dem einfachen, aber &#8220;handwerklich&#8221; begabten Ramiro doch noch einen &#8220;richtigen Spanier&#8221; findet.</p>
<p>Die Inszenierung lässt sich kaum beschreiben, ohne das fantastische Bühnenbild Hanna Zimmermanns zu erwähnen. Die Welt, die durch Musik und Bühnenbild erschaffen wird, ist eine surreale Welt, deren Figuren Karikaturen von sich selbst darstellen und mit ihren Versteckspielen ein bisschen an &#8220;Alice im Wunderland&#8221; erinnern.</p>
<p>Da verschwinden Männer in Uhrenkästen, die Hauptdarstellerin hüpft hinten über den schrägen Rand der Bühne ins Nichts, der verrückte Uhrmacher sitzt am Minitisch. Die Story ist zu kurz und zu absurd um tiefer gehende Emotionen dahinter zu suchen, es gibt den liebenswert einfachen Eseltreiber, die gelangweilte kokette Ehefrau, den poetischen aber vergeistigten Liebhaber, den liebestollen, alternden Verehrer, den trotteligen, auf Uhren fixierten Ehemann.</p>
<p>Keine langen Arien, die Geschichte wird singend erzählt, mit viel Witz und Charme. Die Gags entstehen im flotten Spiel der schablonenhaften Figuren. Daneben, darüber, darunter die minutiöse Musik Ravels.</p>
</div>
<h2 style="text-align: left;">Karrikaturen und Schablonen</h2>
<div style="text-align: right;">
<div id="attachment_99586" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/LHeure-Espagnole_2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99474]"><img class="size-medium wp-image-99586  " title="L'Heure Espagnole_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/LHeure-Espagnole_2_bearbeitet-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Conception und der Uhrmacher</p></div>
<p style="text-align: left;">Grützmacher, der hier wieder Regie führte, schlug nach &#8220;Die Kluge&#8221; eine ganz andere Richtung ein: Heiter, witzig, verspielt, ein Schmankerl zum Abschluss, um die Laune zu heben. Die Kostüme, passend zu den Figuren, verführerisch, lachhaft, schöngeistig, einfach und sogar etwas zu knapp bemessen für den stattlichen Bauchumfang. Ein rundes, stimmiges Paket. Besonders schön: das stimmungsvolle, zauberhafte Bühnenbild. Der Zuschauer fühlt sich für (ganz) kurze Zeit hineinversetzt in eine kleine, aberwitzige Welt, schaut ein paar lustigen Figürchen bei ihrem Spiel zu und verlässt diese Welt schließlich wieder, als sich der halbdurchsichtige Vorhang senkt. Generalmusikdirektor Victor Puhl führt auch in &#8220;L&#8217;Heure Espagnol&#8221; ein strenges Regiment über sein Orchester, treibt zu Höchstleistungen an und bekommt verdient einen gehörigen Applaus. Verdientermaßen bekamen den auch diejenigen Darsteller, die sowohl in &#8220;Die Kluge&#8221; als auch in &#8220;L&#8217;Heure Espagnol&#8221; zu sehen waren, allen voran Amadeu Tasca, der schon in &#8220;Die Kluge&#8221; sprang, sang und kletterte und in &#8220;L&#8217;Heure Espagnole&#8221; dann noch mannshohe, &#8220;gefüllte&#8221; Uhren schleppen musste.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Fazit: Dieser Doppelabend ist zu loben. Zwei kurze, knackige Opern, zwei vollkommen unterschiedliche, aber stimmige Inszenierungen, zwei besondere Komponisten. Ein starkes Ensemble, ein gestandenes Orchester, ein wohlgesonnenes Publikum. Hier ist für jeden was dabei. Garantiert.</em></p>
</div>
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		<title>Oper im Doppelpack &#8211; Teil 1 &#8211; &#8220;Die Kluge&#8221; im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 09:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwei Opern an einem Abend, das klingt, als müssten die Zuschauer gutes Sitzfleisch mitbringen. Doch es zeigte sich, dass es auch anders geht: Zwei Kurzopern feierten Premiere: "Die Kluge" und "L'Heure Espagnole".]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Opern an einem Abend, das klingt, als müssten die Zuschauer gutes Sitzfleisch mit ins Theater bringen. Doch es zeigte sich, dass es auch anders geht: Zwei Kurzopern feierten am Samstagabend Premiere im Theater Trier: &#8220;Die Kluge&#8221; von Carl Orff und <a href="http://5vier.de/buntes-oper-im-doppelpack-teil-2-lheure-espagnole-im-theater-trier-99474.html">&#8220;L&#8217;Heure Espagnole&#8221;</a> von Maurice Ravel.</strong></p>
<p>An diesem Abend ist für jeden etwas dabei. Wer es gerne etwas kritischer, ernster und philosophischer mag, wird mit dem ersten Teil dieses Operndoppelabends voll zufrieden sein, wer es dagegen lieber etwas leichter und schlüpfriger hat, kommt nach der Pause auf seine Kosten. Zwei Kurzopern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet das Theater Trier zu einem kurzweiligen, stimmigen Gesamtpaket. Doch zunächst zum Inhalt.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Die-Kluge_2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99459]"><img class="alignright size-medium wp-image-99606" title="Die Kluge_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Die-Kluge_2_bearbeitet-300x294.jpg" alt="" width="300" height="294" /></a></p>
<p>Der Stoff ist nicht neu, bereits die Gebrüder Grimm schrieben die Geschichte der klugen Bauerstochter nieder, Carl Orff griff sie dann 1943 auf und machte seine Kurzoper, genannt &#8220;Die Kluge&#8221;, daraus. Die Geschichte klingt bereits nach märchenhafter Moral: Die clevere Bauerntochter warnt ihren Vater davor den gefundenen goldenen Mörser zum König zu bringen, der würde nur danach fragen, wo der dazu passende goldene Stößel geblieben ist und den Vater zur Strafe in den Kerker sperren lassen. Sie sollte recht behalten. Als der König von der smarten Tochter hört, lässt er sie zu sich bringen, um ihr drei Fragen zu stellen, die sie natürlich löst. Der Vater kommt frei, doch sie soll nun die neue Frau des Königs werden. Als sie mit ihrer Klugheit nun für ungewolltes Aufsehen sorgt, lässt der König sie vor die Schlosstore setzen. In einer Truhe darf sie das mitnehmen, was sie am liebsten hatte auf dem Schloss.</p>
<h2>Wenig märchenhaft</h2>
<p>Laut Märchen wird der König höchstselbst am nächsten Morgen in dieser Truhe wach. Im Theater Trier jedoch muss sich die kluge Königin mit einer Schachtel statt einer Truhe begnügen. Der König findet im Ganzen keinen Platz darin. Aber zumindest in Teilen. Die Inszenierung im Theater ist nicht gerade märchenhaft.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Die-Kluge_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99459]"><img class="alignleft size-medium wp-image-99607" title="Die Kluge_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Die-Kluge_3_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Im Gegenteil schrecklich realistisch. Der König ist ein selbstverliebter, an den Belangen anderer herzlich wenig interessierter Egoist, der von oben herab auf seine Wachen pinkelt, Urteile ausspricht, als wären es Witze und seine neue Frau auf der Bühne direkt mal &#8220;aus der Nähe betrachten will&#8221;. Dass dies auch ohne ihr Einverständnis erfolgen kann, wird offensichtlich. Die Ehe der Klugen mit dem unberechenbaren Monarchen erscheint als Spießrutenlauf, ihre Schritte wohlüberlegt, strategisch durchdacht wie bei einem Schachspiel.</p>
<p>Clever inszeniert durch zyklenhaftes Verschwinden und erneutes Auftauchen der gekonnt leisetretenden Klugen, hervorragend gespielt von Evelyn Czesla, und dem eindrucksvollen Schachspiel zwischen ihr und dem König, alias Reuben Willcox. Auch das Spiel der Kollegen ist eindrucksvoll, einprägsam und eindringlich, wie die Orffsche Musik. Besonders schön dabei, neben den Hauptdarstellern, Svetislav Stojanovic als genasführter Eselbesitzer und László Lukács, als schlitzohriger Mauleseltreiber. Und natürlich das Dreiergespann der Strolche, gespielt von Amadeu Tasca, Pawel Czekala und Luis Lay.</p>
<h2 style="text-align: left;">Kalkül statt Moral</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Die-Kluge_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99459]"><img class="alignright size-medium wp-image-99604" title="Die Kluge_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/04/Die-Kluge_1_bearbeitet-246x300.jpg" alt="" width="246" height="300" /></a>Die Inszenierung von Sven Grützmacher ist wenig märchenhaft. Wenn man den Entstehungszeitraum der Oper beachtet wird dies jedoch ganz im Sinne des Komponisten gewesen sein: Der Monarch wird zum willkürlichen, menschenverachtenden, desinteressierten Diktator, die Kluge zur gefangenen, vorsichtigen Unterdrückten, die sich ihre Freiheit durch List erschleichen muss.</p>
<p>Eiskaltes Kalkül statt märchenhafter Moral. Am Ende behält sie ihren Kopf, während der unberechenbare König seinen sprichwörtlich verlieren muss. Wer hier ein romantischeres Ende erhofft hatte, wurde enttäuscht. Es geht nicht darum, dass die Königin ihre Liebe für den König findet und der König dadurch zu größerer Menschlichkeit gelangt. Hier findet die Königin einen Weg zurück in die Freiheit und einen Weg, den unmenschlichen Despoten loszuwerden. Den Stößel hat sie übrigens doch noch gefunden.</p>
<h2>Kostüme und Bühnenbild</h2>
<p>Die Kostüme von Claudia Caséra unterstreichen in &#8220;Die Kluge&#8221; die Ernsthaftigkeit des Stückes, der König im militärisch anmutenden Anzug, die Strolche im Einbrecherkostüm, mit den freiliegenden Ohren erinnern sie zudem an die nichts sehenden, hörenden oder ausplaudernden, drei Affen, die Eseltreiber in einfachen Leinenhosen. Alles klar gezeichnet, in gedeckten Farben, alles wirkt hart und trist. Die Kluge als einziger Lichtblick im apricotfarbenen Kleid.</p>
<p>Das Bühnenbild von Hanna Zimmermann ist ein besonderer Hingucker, auf drei Ebenen wird gespielt, ganz oben der König, ganz unten, sogar unterirdisch, die Gefangenen, die Rechts- und Gesetzlosen, die Kluge, die zwischen allen Ebenen spielt. Hinauf und hinab klettert. Ebenso die Strolche, die in Geheimverstecken sitzen, aus Röhren krabbeln, das System unterwandern. Schließlich fällt mit dem Tod des Königs auch das Bühnenbild in sich zusammen, die Pyramide wird zur ebenerdigen Fläche, auf der die Kluge ihre eigenen Wege gehen kann.</p>
<p><em>Wer&#8217;s gerne etwas kritischer, ernster mag, wird bei der Klugen auf seine Kosten kommen, wer die Leichtigkeit bevorzugt, der sollte bis nach der Pause bleiben und sich <a href="http://5vier.de/buntes-oper-im-doppelpack-teil-2-lheure-espagnole-im-theater-trier-99474.html">&#8220;Die Spanische Stunde&#8221;</a> ansehen. </em></p>
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		<title>Doppelpremiere im Theater &#8211; &#8220;Die Zeit wird vergehen wie im Flug&#8221;</title>
		<link>http://5vier.de/doppelpremiere-im-theater-die-zeit-wird-vergehen-wie-im-flug-99237.html</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 07:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am heutigen Samstag wird es gleich zwei Premieren im Musiktheater des Theaters Trier geben: Ein Doppelabend mit Carl Orffs "Die Kluge" und Maurice Ravels "Die spanische Stunde". ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am heutigen Samstag wird es gleich zwei Premieren im Musiktheater des Theaters Trier geben: Ein Doppelabend mit Carl Orffs &#8220;Die Kluge&#8221; und Maurice Ravels &#8220;Die spanische Stunde&#8221;. 5vier.de sprach mit Kristina Stanek und Amadeu Tasca, den Hauptdarstellern der &#8220;Spanischen Stunde&#8221;.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Die-Kluge_Die-Spanische-Stunde_1_-bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99237]"><img class="alignright size-medium wp-image-99241" title="Die Kluge_Die Spanische Stunde_1_ bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Die-Kluge_Die-Spanische-Stunde_1_-bearbeitet-196x300.jpg" alt="" width="196" height="300" /></a>Für beide ist es eine ganz besondere Premiere. Nach ihrer Hauptrolle im Musical &#8220;Evita&#8221; ist es für Kristina Stanek ihre erste eigentliche Premiere als Hauptdarstellerin in einer Oper. Für Amadeu Tasca wird der Doppelabend zur doppelten Anstrengung, denn neben seiner Hauptrolle in der &#8220;Spanischen Stunde&#8221; spielt er ebenfalls in &#8220;Die Kluge&#8221; mit. Dabei ist das &#8220;Umswitchen&#8221; zwischen dem eher philosophischen Stoff in &#8220;Die Kluge&#8221; und dem leichten, schlüpfrigen Stoff der &#8220;Spanischen Stunde&#8221; weniger das Problem: &#8220;Ich muss ein bisschen darauf achten, wie ich meine Energien einteile, auch stimmlich, denn die &#8220;Spanische Stunde&#8221; hat eine ganz andere Stilistik als &#8220;Die Kluge&#8221;. Es wird zudem viel Bewegung auf der Bühne geben, wir werden viel springen und rennen und zudem muss ich in der &#8220;Spanischen Stunde&#8221; Uhren über die Bühne tragen&#8221;, lacht er. Die Probenarbeiten waren ein kleines Fitnessprogramm, aber vor allem haben sie nicht nur den beiden Hauptdarstellern Spaß gemacht. &#8220;Die Probenwochen vergingen wie im Flug, ich habe mich jeden Morgen gefreut zur Probe gehen zu können&#8221;, erzählt Stanek. Während Probenarbeiten sich oft ziehen, mit vielen Umstellungen und dem langsamen Heranpirschen an die letztendliche Fassung, macht die Besetzung von der &#8220;Spanischen Stunde&#8221; seit zwei Wochen nur noch Durchläufe. Ein Luxus, wie beide sagen.</p>
<p>Auch die Arbeit mit Regisseur Sven Grützmacher war ein kleiner Luxus: &#8220;Er lässt uns viele Freiheiten selbst Ideen einzubringen&#8221;, so Stanek. &#8220;Sven war ganz offen, er hatte zwar sein Konzept, aber die Entwicklung ist klar auch Teil unserer Arbeit. Als Regisseur kann man Darsteller nicht aufziehen wie Uhren&#8221;, so Tasca.</p>
<h2>Präzises Timing</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Die-Kluge_Die-Spanische-Stunde_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99237]"><img class="alignleft size-medium wp-image-99242" title="Die Kluge_Die Spanische Stunde_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Die-Kluge_Die-Spanische-Stunde_3_bearbeitet-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Trotzdem gab es in der sehr komödiantischen Oper einige Partien, die präzise getimt werden mussten, um einen Witz zu erzeugen. &#8220;Komödien sind ein bisschen komplizierter zu inszenieren als Dramen, was unter uns Personen witzig ist, muss für den Zuschauer nicht funktionieren. Da muss man ganz viele Abläufe sehr gut synchronisieren&#8221;, erklärt Tasca. &#8220;Allerdings kann dieser Prozess wiederrum sehr witzig sein, weil wir ja unter Freunden arbeiten. Wir haben bei den Proben viel gelacht, aber mussten trotzdem alles organisieren und inszenieren.&#8221;</p>
<p>Doch dafür sind die beiden ja auch Profis, das fertige Ergebnis präsentieren sie dann ab heute dem Publikum, welches auch wieder einen Teil zum Gesamtergebnis beiträgt. &#8220;Durch das Publikum bekommen wir jeden Abend ein direktes Feedback, dadurch merken wir auch, worauf wir mehr eingehen können und worauf weniger&#8221;, so Stanek. &#8220;Es ist lebendige Arbeit&#8221;, meint Tasca.</p>
<h2>Locker-leichter Inhalt</h2>
<h2><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Die-Kluge_Die-Spanische-Stunde_2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[99237]"><img class="alignright size-medium wp-image-99244" title="Die Kluge_Die Spanische Stunde_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Die-Kluge_Die-Spanische-Stunde_2_bearbeitet-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></h2>
<p>Der Inhalt der Oper ist ein leichter, witziger: Die sexuell vernachlässigte Uhrmachergattin Conception holt sich jeden Donnerstag, wenn ihr Mann die Uhren des Rathauses stellen geht, Bestätigung bei ihrem schöngeistigen Liebhaber. Bis eines Tages der bodenständige, zupackende Mauleseltreiber Ramiro, alias Amadeu Tasca, über diese Zeit im Laden bleibt. Den muss sie dann erstmal auf Trab halten, um sich ihrem Schäferstündchen widmen zu können.</p>
<p>Klingt nicht nach schwerer Kost, sondern eher nach leichter Unterhaltung. Was die Zuschauer bei der Uraufführung etwas anders sahen; nach dieser löste die &#8220;Spanische Stunde&#8221; einen kleinen Skandal aus.</p>
<p>&#8220;Das Thema ist nicht neu, aber dass es so deutlich thematisiert wird schon&#8221;, so Stanek. &#8220;Es ist ein schönes, leichtes, kurzweiliges Stück, das sehr gut komponiert ist, sowohl textlich als musikalisch. Es ist sehr &#8220;dicht&#8221;, da bleibt nicht viel Raum um Tragik zu suchen&#8221;, so Tasca. Die Oper lebt von ihren witzigen, karrikaturhaften Charakteren, überlebt hat sie wegen der fantastischen Musik.</p>
<p>Vor dem Doppelabend mit gleich zwei Kurzopern haben die beiden keine Bedenken. &#8220;Von der Länge her wird es nicht anders als &#8220;La Traviata&#8221; werden. Die Reihenfolge der Stücke ist auch gut gewählt&#8221;, erzählt Stanek. &#8221; &#8220;Die Kluge&#8221; ist eher der schwere Hauptgang und die &#8220;Spanische Stunde&#8221; der luftige Nachtisch&#8221;, so Tasca. &#8220;Die Zeit wird vergehen wie im Flug.&#8221;</p>
<p><em> 5vier.de wünscht allen Beteiligten für die Premiere ToiToiToi und allen Zuschauern einen unterhaltsamen, kurzweiligen Abend.</em></p>
<p>Fotos: Theater Trier</p>
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		<title>Caféhauskonzert im Exhaus &#8211; 5vier sprach mit &#8220;Lavalu&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 10:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstag, den 21. März spielte die niederländische Band rund um Frontfrau Marielle beim ersten Caféhauskonzert im Exhaus. 5vier.de sprach mit ihr über Musik, Emotionen und Kommunikation.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Donnerstag, 21. März, spielte die niederländische Band <em>Lavalu</em> beim ersten Caféhauskonzert im Exhaus. 5vier.de sprach mit ihr über Musik, Emotionen und Kommunikation.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_15_bearbeitet1.jpg" rel="lightbox[98788]"><img class="size-medium wp-image-98933 aligncenter" title="Lavalu_15_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_15_bearbeitet1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></strong></p>
<p><em>Lavalu</em> war bereits als Jazzsängerin bekannt, bevor sie diese Karriere aufgab, um mit einem neuen Konzept einen Neubeginn zu starten. Mit ihren beiden Bandkollegen präsentierte sie am vergangenen Donnerstag ihre gefühlvollen, eingängigen Popsongs vor einem kleinen, aber sehr feinen Publikum.</p>
<p>In der neuen Veranstaltungsreihe &#8220;Caféhauskonzerte&#8221; (<a href="http://5vier.de/buntes-cafehauskonzerte-musik-in-familiarer-atmosphare-98378.html">5vier berichtete</a>) geht es eben darum: Hochkarätige Bands und Künstler in intimer Atmosphäre präsentieren. Die Locations sind dabei stets so gewählt, dass eine Nähe zum Publikum entstehen kann. <em>Lavalu</em> war von diesem Konzept sofort begeistert: &#8220;Man merkt, wenn Musiker eine solche Veranstaltung organisieren, sie wissen einfach, worum es geht. Die Atmosphäre war fantastisch, das Publikum toll. Sie haben wirklich zugehört.&#8221;</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_10_bearbeitet1-e1364464393380.jpg" rel="lightbox[98788]"><img class="alignleft size-medium wp-image-98936" title="Lavalu_10_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_10_bearbeitet1-e1364464393380-300x164.jpg" alt="" width="300" height="164" /></a>Dabei empfand <em>Lavalu</em> den kleinen Raum als besonderen Pluspunkt: &#8220;Wenn ich in Clubs oder Theatern auftrete, schaue ich meist nur in einen dunklen Saal. Ich gebe all meine Emotionen und kann oft nur hoffen, dass es irgendwo ankommt. Hier konnte ich sehen, dass das Publikum berührt war. So kann ein besonderer Austausch stattfinden, ein Austausch von Emotionen und Lebenserfahrungen.&#8221;</p>
<h2>Austausch und Kommunikation</h2>
<p>Genau darum geht es in Lavalus Musik: das Austauschen von Erfahrungen und Emotionen. &#8220;Schließlich teilen wir alle ähnliche Erfahrungen, unsere Leben sind nicht so verschieden. Deshalb können wir uns mit Songs identifizieren.&#8221;</p>
<p>&#8220;Es geht um Kommunikation und darum Probleme, aber auch schöne Momente zu teilen. Durch meine Songs kann ich mit einer Masse von Leuten kommunizieren, es ist wie ein Gespräch unter Freunden, welches ohne die Musik so nie stattgefunden hätte.&#8221;</p>
<p>Dabei singt die 33-jährige Niederländerin vorwiegend in Englisch, zum einen, da es die musikalische Sprache ihrer Idole ist: &#8220;Außerdem ist es DIE Sprache für Popmusik, mit Englisch standen mir auch die Türen offen außerhalb der Niederlande aufzutreten.&#8221;</p>
<h2 style="text-align: left;">Intimität und Emotionen</h2>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-98931" title="Lavalu_17_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_17_bearbeitet1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Am Donnerstag war sie mit ihrer gefühlvollen Musik also in Trier und verzauberte das junge Publikum, dabei muten ihre Texte und Melodien oft traurig an, auf der Bühne wirkt sie jedoch mitreißend. Bezeichnet sich selbst als grundpositiven, glücklichen Menschen. &#8220;Jedes Mal, wenn man über Emotionen spricht, schreibt oder singt verlassen sie dein Inneres, deinen Kopf, wo sie oft herumkreisen und dabei immer mehr Gewicht erhalten. Wenn sie den Kopf dann mal verlassen haben, kann man sich von ihnen distanzieren, dadurch werden sie automatisch kleiner, weniger wichtig. Man könnte sagen, es ist wie eine kleine &#8220;Therapie&#8221;. Dabei kann ein Gespräch mit einem guten Freund genauso eine Therapie sein. Wichtig ist, dass die ganzen Gedanken und Emotionen den Kopf verlassen, damit man sie als das betrachten kann, was sie wirklich sind. Dadurch, dass man sie mit anderen teilt, wird alles leichter.&#8221;</p>
<p>Doch auch negative Gefühle machen ihre Songs nicht depressiv oder niederschmetternd. Ihre Musik bleibt leicht und schön: &#8220;Emotionen zu haben und sie zu teilen ist ja nicht ein und dasselbe. Wenn ich Songs schreibe, auch über schlechte Gefühle, macht es mir dennoch Spaß Musik zu machen. Man erkennt also beides: Einmal die Gefühle, aber zum anderen die Freude an der Musik.&#8221;</p>
<p>Zu einem Caféhauskonzert würde sie wieder kommen, zu schön war es die Freude an ihrer Musik so distanzlos mit dem Publikum teilen zu können: &#8220;Genau darum geht es, Gefühle teilen und Probleme, aber vor allem das Leben.&#8221;</p>

<a href='http://5vier.de/buntes-cafehauskonzert-im-exhaus-5vier-sprach-mit-der-band-lavalu-98788.html/lavalu_17_bearbeitet-2' title='Lavalu_17_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_17_bearbeitet1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Lavalu_17_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-cafehauskonzert-im-exhaus-5vier-sprach-mit-der-band-lavalu-98788.html/lavalu_16_bearbeitet-2' title='Lavalu_16_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_16_bearbeitet1-e1364400654351-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Lavalu_16_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-cafehauskonzert-im-exhaus-5vier-sprach-mit-der-band-lavalu-98788.html/lavalu_15_bearbeitet-2' title='Lavalu_15_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_15_bearbeitet1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Lavalu_15_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-cafehauskonzert-im-exhaus-5vier-sprach-mit-der-band-lavalu-98788.html/lavalu_14_bearbeitet-2' title='Lavalu_14_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_14_bearbeitet1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Lavalu_14_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-cafehauskonzert-im-exhaus-5vier-sprach-mit-der-band-lavalu-98788.html/lavalu_13_bearbeitet-2' title='Lavalu_13_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_13_bearbeitet1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Lavalu_13_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-cafehauskonzert-im-exhaus-5vier-sprach-mit-der-band-lavalu-98788.html/lavalu_10_bearbeitet-2' title='Lavalu_10_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_10_bearbeitet1-e1364464393380-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Lavalu_10_bearbeitet" /></a>

<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Daniel Bukowski und Stefanie Braun</span></p>
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		<title>&#8220;Caféhauskonzerte&#8221; &#8211; Musik in familiärer Atmosphäre</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 10:52:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Caféhauskonzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Mentrop]]></category>
		<category><![CDATA[Jochen Leuf]]></category>
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		<description><![CDATA["Was läuft denn heute so in Trier?" Eine Frage, die besonders von Studenten und anderen jungen Leuten oft gestellt wird. Auf diese Frage kann man bald mit: "Ein Cafehauskonzert" antworten. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Was läuft denn heute so in Trier?&#8221; Eine Frage, die besonders von Studenten und anderen jungen Leuten oft gestellt wird. Auf diese Frage kann man bald mit &#8220;Ein Caféhauskonzert&#8221; antworten. Jochen Leuf und Dirk Mentrop bringen, in ihrer neuen Konzertreihe, Musiker und Bands in gemütlicher Atmosphäre nach Trier.</strong></p>
<div id="attachment_98912" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_11_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[98378]"><img class="size-medium wp-image-98912 " title="Lavalu_11_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_11_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Jochen Leuf und Hannah als Vorband</p></div>
<p>Triers Kleinkunstszene ist nicht die größte in ganz Deutschland. Zwar gibt es einige Singer-Songwriter-Contests und auch immer wieder Künstler in der Tufa und anderen Lokalitäten, doch die Frage, wo man abends hingehen kann, bleibt oft unbeantwortet. Jochen Leuf hatte da die Idee, &#8220;Musiker nach Trier zu holen&#8221;. Dabei geht es ihm besonders darum &#8220;Bands nach Trier zu holen, die auch einer gewissen Qualität genügen&#8221;. Da er selbst Musiker ist und bereits durch einige Städte getourt ist, kennt er die Probleme, die sich Bands dabei stellen nur zu gut.</p>
<p>Auch Mentrop ist, neben seiner Arbeit als Pädagoge im Exhaus, Musiker. Auch er weiß von Bands um ein paar Tücken, denen sie sich auf Tour stellen müssen: Nicht immer ist ein Bett zur Verfügung. Nicht immer gibt es etwas Warmes zu essen, Brötchen müssen da reichen. Nicht immer hat der Veranstalter für wirklich alles gesorgt, da muss schon mal die eigene Technik herhalten. Das wollten die beiden anders machen.</p>
<h2>Viele Erfahrungen und ein ähnlicher Musikgeschmack</h2>
<div id="attachment_98916" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/buntes-cafehauskonzerte-musik-in-familiarer-atmosphare-98378.html/lavalu_15_bearbeitet" rel="attachment wp-att-98916"><img class="size-medium wp-image-98916" title="Lavalu_15_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_15_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Lavalu als Hauptact</p></div>
<p>In seinem Musiker-Kollegen Dirk Mentrop hat Leuf den perfekten Konzert-Veranstalter-Kollegen gefunden. &#8220;Gerade in kreativen Kreisen gibt es viele Leute, die schnell zu begeistern sind, die aber auch bei den kleinsten Problemen genauso schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Dirk ist jemand, der dahinter bleibt und etwas macht.&#8221; Eine wichtige Komponente sind dabei die vielen Erfahrungen, die beide mitbringen. &#8220;Da wir beide Sänger sind, haben wir viele und ähnliche Erfahrungen in der Szene gemacht&#8221;, so Mentrop. &#8220;Zudem haben wir einen ähnlichen Musikgeschmack, da können wir uns recht schnell auf Bands einigen.&#8221;</p>
<p>Durch seine Arbeit als Pädagoge im Exhaus bot sich Selbiges als erste Loation an. Künftig sollen die Konzerte aber in Cafes und anderen kleinen Locations stattfinden. Als nächster Ort ist bereits das Cafe Momo, am 17. Mai, geplant. Die Größe der Locations ist dabei Teil des Gesamtpakets. Durch die Nähe zum Musiker soll auch eine Nähe zur Musik hergestellt werden. Eine runde Sache eben.</p>
<p>Bandanfragen gibt es bereits einige: &#8220;Auch von Bands, die durch die neuen Medien bekannter wurden.&#8221; Der kleine Rahmen ist für die auch perfekt, genauso wie für die beiden Veranstalter. &#8220;Es soll ja erst mal Spaß machen, auch uns. Größeren Veranstaltungen müsste man sich auch vom Organisatorischen her mit viel mehr Zeit widmen, dabei würde auch das Familiäre verloren gehen&#8221;, so Mentrop.</p>
<h2>Den Auftakt machte die Band <em>Lavalu</em></h2>
<div id="attachment_98911" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/buntes-cafehauskonzerte-musik-in-familiarer-atmosphare-98378.html/lavalu_10_bearbeitet" rel="attachment wp-att-98911"><img class="size-medium wp-image-98911" title="Lavalu_10_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_10_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Gute Stimmung im Publikum</p></div>
<p>Auf die Band <em>Lavalu</em>, die erste der Reihe, wartete am vergangenen Donnerstag diese familiäre Atmosphäre. Die drei Bandmitglieder stammen aus den Niederlanden und haben bereits einiges an Erfahrungen gemacht. Frontfrau Marielle Woltring war erfolgreiche Jazzsängerin, bevor sie diese Karriere aufgab und einen völlig neuen Weg ausprobierte. Sie und ihre beiden Kollegen verzaubern mit bewegender Musik, die einige Musikanteile aus verschiedenen Richtungen miteinander verbindet. Dabei wird sie nicht effekthascherisch, sondern ganz reduziert, auf den Punkt gebracht.</p>
<p>Als Publikum wünschte man sich solche Leute, die interessiert sind an Kleinkunst und neugierig auf etwas, jenseits der großen Bühnen. Diese bekamen die beiden Veranstalter und die drei Musiker auch. Viele junge Leute, die gespannt waren, mal etwas Neues zu hören und zu sehen. Sängerin Marielle war sofort begeistert: &#8220;Ein tolles Publikum, man wird die ganze Zeit angelächelt, alle hören wirklich aufmerksam zu.&#8221;</p>
<p>Durch den kleinen Raum entstand eine persönliche, ungezwungene Atmosphäre, die nicht nur den Musikern sichtlichen Spaß machte. Auch das Publikum war im wahrsten Sinne des Wortes bezaubert. <em>Lavalus</em> melancholische und doch eingängige Songs, gepaart mit der sympathischen, lebenslustigen Art der Sängerin wussten zu begeistern. Ein besonderer Dank von Leuf und Mentrop geht zudem an <em>PrePost Veranstaltungstechnik</em> und <em>Proficopy Copyshop</em> für deren Unterstützung.</p>
<p><em><strong>Fazit:</strong> Ein gelungener Auftakt. Mit Lavalu haben Leuf und Mentrop eine ganz besondere Band nach Trier gebracht. Der kleine Raum hat der Qualität der Veranstaltung keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, eine intime Atmosphäre war der schöne Nebeneffekt. Gerne mehr davon!</em></p>

<a href='http://5vier.de/buntes-cafehauskonzerte-musik-in-familiarer-atmosphare-98378.html/promoshooting-januar-2013-fotostudio-nagelstrasse' title='Promoshooting - Januar 2013 - Fotostudio Nagelstrasse'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/cafehauskonzerte_schriftzug_Artikelbild-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Promoshooting - Januar 2013 - Fotostudio Nagelstrasse" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-cafehauskonzerte-musik-in-familiarer-atmosphare-98378.html/lavalu_1_bearbeitet' title='Lavalu_1_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Lavalu_1_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Lavalu_1_bearbeitet" /></a>
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<p>Fotos: Daniel Bukowski und Stefanie Braun</p>
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		<title>&#8220;Music for Help&#8221; in Schweich &#8211; Füreinander da sein</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 12:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Freitag, 15. März, kamen hunderte Menschen im Bürgerzentrum in Schweich zusammen, um ein Zeichen zu setzen. Hier fand das Benefizkonzert "Music for Help" statt. Mit dabei: viele Künstler aus der Region. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Freitag, 15. März, kamen hunderte Menschen im Bürgerzentrum in Schweich zusammen, um ein Zeichen zu setzen. Gemeinsam mit vier Musikern und Bands aus der Region sammelten sie Geld für die Kinder einer krebskranken Frau aus Schweich. Es gab Tränen, aber Tränen der Freude und der Rührung.</strong></p>
<div id="attachment_98367" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Boesen6_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[98342]"><img class="size-medium wp-image-98367 " title="MusicForHelp_Boesen6_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Boesen6_bearbeitet-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Angelina Boesen</p></div>
<p>Eine Veranstaltung, wie es sie zuhauf gibt: Benefiz. Im Jahr wird so oft gesammelt. Immer für einen guten Zweck und gegen eine schlechte Situation: Gegen Hunger, gegen Gewalt, gegen Naturkatastrophen, für Leidende, für Opfer, für Solche, die alles verloren haben. Die Beweggründe sind stets edel, doch selten gibt es ein Gesicht. In Schweich gab es am vergangenen Freitag ein Gesicht. Sogar vier. Eine Mutter von drei Kindern, 14, 12 und 6 Jahre alt, ist schwer an Brustkrebs erkrankt. Sie und ihre ganze Familie sind von der Krankheit und auch vom dummen Gerede mancher Leute gezeichnet. Die Zukunft der Mutter ist ungewiss, die finanzielle Situation durch die vielen Behandlungen angespannt. Entspannung: Fehlanzeige. Auch für die Kinder. Zahnspange, neue Brille, Ferienfreizeit sind bescheidene Wünsche und doch in weite Entfernung gerückt. Bis jetzt.</p>
<h2>Zeichen setzen</h2>
<div id="attachment_98359" class="wp-caption alignright" style="width: 252px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Barth_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[98342]"><img class="size-medium wp-image-98359 " title="MusicForHelp_Barth_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Barth_bearbeitet-242x300.jpg" alt="" width="242" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Vanessa Barth Foto: Stefanie Braun</p></div>
<p>Bis Sonja Storz und Maria Schuh von der traurigen Lage der Familie erfuhren. Die Djane und die Vereinsvorsitzende von &#8220;Nachbarn in Not e.V.&#8221; schmiedeten zusammen mit Peter May, ebenfalls wichtiger Teil des Vereins, Schweicher Bürgern sowie Keyboarder der &#8220;Leiendecker Bloas&#8221; den Plan zu helfen (<a href="http://5vier.de/freizeit-nachbarn-in-not-benefizkonzert-in-schweich-97775.html">5vier berichtete</a>). Bei einer Benefizveranstaltung soll zusammen mit Musikern aus der Region Geld für die Familie gesammelt; für eine neue Brille, eine Zahnspange, eine Ferienfreizeit. Schnell waren drei Musiker gefunden, die auf der Stelle mitmachen wollten.</p>
<p>Jemand Weiteres bewarb sich sogar selbst: Vanessa Barth, 18 Jahre alt, singt seit ihrem zwölften Lebensjahr, sie hörte von der Veranstaltung und wollte sofort ein Teil davon sein. Mit ihrer außergewöhnlichen Stimme, die selbst alte Hasen wie Helmut Leiendecker und seine Kollegen beeindruckte, gab sie den Auftakt. Vier Lieder von Shakira über Adele, bis hin zu Christina Aguilera, gab sie zum Besten. Wollte damit &#8220;bereichern und unterstützen&#8221;, wie sie selbst sagt. &#8220;Es ist wichtig, dass man die verbleibende Zeit genießen kann, um das zu unterstützen, sind wir hier.&#8221;</p>
<div id="attachment_98361" class="wp-caption alignleft" style="width: 255px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Staudt_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[98342]"><img class="size-medium wp-image-98361 " title="MusicForHelp_Staudt_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Staudt_bearbeitet-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kevin Staudt Foto: Stefanie Braun</p></div>
<p>Auch Kevin Staudt, selbst erst 22 Jahre alt und bekannt aus &#8220;The Voice of Germany&#8221;, weiß, wovon er redet, wenn es um das Thema Krankheit und sogar Tod geht. &#8220;Eine Freundin von mir hatte auch Krebs, für sie sollte ebenfalls eine Benefizveranstaltung organisiert werden, leider hat sie diese nicht mehr erlebt.&#8221; Für seine Freundin kam jede Hilfe zu spät, auch in Form von Unterstützung durch andere. Auch deswegen sagte er ohne zu zögern zu. Singen tut er auch bereits seit früher Jugend, mit 13 wurde er vom Gitarristen einer Band kurzerhand zum Sänger gemacht. 2006 machte er bei &#8220;Rock, Pop &amp; More&#8221; in Welschbillig mit und wurde dort Feuer und Flamme für den Gesang. Durch &#8220;The Voice of Germany&#8221; gewann er nicht nur an Bekanntheit, sondern auch an Erfahrungen. &#8220;Die Zeit hinter der Kamera war eigentlich viel interessanter. Zwischenmenschlich und musikalisch. Mit Sami Badawi nehme ich gerade meine erste Single auf.&#8221; Der Erlös dieser Single geht übrigens an die Deutsche Krebshilfe. Wenn er genügend finanzielle Mittel zusammen hat, verrät Staudt, will er als Nächstes eine CD aufnehmen.</p>
<h2 style="text-align: left;">&#8220;Man ist nicht alleine&#8221;</h2>
<p>Nachdem Kevin Staudt die Bühne verlassen hatte, war es an der Zeit für die erste Band: der Konzer Musiker Daniel Bukowski spielte mit seiner Band (Nico Hagemann am Schlagzeug, Lukas Schmidt am Bass, Marco Dühr an der E-Gitarre und Gert Bukowski am Piano) Lieder aus seinem letzten Album &#8220;Best of&#8221; und Auszüge aus seinem kommenden Album, das im Mai dieses Jahres released werden soll.</p>
<p>Auch sie zögerten keinen Moment mit ihrer Zusage. Für Gitarrist Marco Dühr erfüllte sich später am Abend sogar ein Kindheitswunsch: einmal mit den Leiendecker Bloas auf der Bühne stehen. Zusammen mit Daniel Bukowski und seinem Bruder Gerd spielte er mit der Trierer Kultband deren Song &#8220;Wu is mein Tubbaksduus&#8217;?&#8221;.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Leiendecker_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[98342]"><img class="size-medium wp-image-98360 alignright" title="MusicForHelp_Leiendecker_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Leiendecker_bearbeitet-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a>Die Leiendecker Bloas bildeten klar den krönenden Abschluss. Nachdem ihr Keyboarder und Manager Peter May selbst Schweicher ist und sich im Verein engagiert, stellte sich für seine Kollegen erst gar nicht mehr die Frage, ob man Zeit hätte oder mitmachen wollte. Natürlich wurde mitgemacht. &#8220;Es geht auch darum, ein Signal zu setzen&#8221;, so Leiendecker und seine Kollegen, &#8220;man ist nicht alleine! Auch in so schrecklichen Situationen nicht. Das Leben hat so viele schöne Seiten, da muss man wenigstens versuchen, glücklich zu sein.&#8221;</p>
<p>Bestimmt haben ihr Auftritt und die der anderen Künstler für etwas Glück im Leben aller Besucher und Beteiligten gesorgt. Für die betroffene Familie bedeutete es kein Ende des Leidens, aber ein Zeichen dafür, dass es viele gibt, die mit ihnen fühlen. Es wäre etwas hoch gegriffen von &#8220;geteiltem Leid ist halbes Leid&#8221; zu sprechen, aber vielleicht ist es in diesem Fall nur noch ein &#8220;9/10tel Leid&#8221;.</p>
<p><em>5vier.de wünscht der Famile und allen Angehörigen alles Gute für die kommende Zeit.</em></p>

<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_staudt_bearbeitet' title='MusicForHelp_Staudt_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Staudt_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Kevin Staudt    Foto: Stefanie Braun" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_leiendecker_bearbeitet' title='MusicForHelp_Leiendecker_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Leiendecker_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="MusicForHelp_Leiendecker_bearbeitet" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_boesen6_bearbeitet' title='MusicForHelp_Boesen6_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Boesen6_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Foto: Angelina Boesen" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_boesen5_bearbeitet' title='MusicForHelp_Boesen5_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Boesen5_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Foto: Angelina Boesen" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_boesen4_bearbeitet' title='MusicForHelp_Boesen4_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Boesen4_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Foto: Angelina Boesen" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_boesen3_bearbeitet' title='MusicForHelp_Boesen3_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Boesen3_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Maria Schuh und Sonja Storz 
Foto: Angelina Boesen" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_boesen2_bearbeitet' title='MusicForHelp_Boesen2_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Boesen2_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Foto: Angelina Boesen" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_boesen1_bearbeitet' title='MusicForHelp_Boesen1_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Boesen1_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Foto: Angelina Boesen" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-music-for-help-in-schweich-fureinander-da-sein-98342.html/musicforhelp_barth_bearbeitet' title='MusicForHelp_Barth_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/MusicForHelp_Barth_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="MusicForHelp_Barth_bearbeitet" /></a>

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		<title>Nachbarn in Not &#8211; Benefizkonzert in Schweich</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 11:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerzentrum Schweich]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Bukowski]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachbarn in Not e.V.]]></category>

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		<description><![CDATA[Am morgigen Freitag, 15. März, wird es ein kleines Konzert der Extraklasse geben: Drei lokale Musiker präsentieren ihre Songs für den guten Zweck. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am morgigen Freitag, 15. März, wird es ein kleines Konzert der Extraklasse geben: Drei lokale Musiker präsentieren ihre Songs für den guten Zweck. &#8220;Nachbarn in Not&#8221; unterstützen mit dem Erlös der Veranstaltung die Familie einer an Krebs erkrankten Frau.</strong></p>
<p>Das Schicksal der jungen Frau ist bewegend: als Mutter von drei Kinder, 14, 12 und 6 Jahre alt, ist sie schwer an Krebs erkrankt. Die Krankheit ist heimtückisch, die Chancen stehen nicht unbedingt gut. So etwas kann jeden treffen. Für den Verein &#8220;Nachbarn in Not&#8221; Schweich e.V. muss kein weiteres Wort gesprochen werden. Initiatorin und Moderatorin der Veranstaltung, Sonja Storz, organisierte für den Verein das Benefizkonzert, das an diesem Freitag im neuen Bürgerzentrum Schweich stattfinden soll.</p>
<h2>Nachbarn helfen</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Facebook-Plakat-MUSIC-FOR-HELP_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[97775]"><img class="alignright size-medium wp-image-98036" title="Facebook Plakat MUSIC FOR HELP_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Facebook-Plakat-MUSIC-FOR-HELP_bearbeitet-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a></p>
<p>Mit dabei sind <em>Kevin Staudt</em>, bekannt aus &#8220;The Voice of Germany&#8221;, <em>Daniel Bukowski &amp; Band</em> und die <em>Leiendecker Bloas</em>. Alle Künstler verzichten für die gute Sache auf eine Gage, damit der Erlös des Konzerts zu hundert Prozent an die Familie der erkrankten Frau gehen kann. Daniel Bukowskiwurde von Moderatorin Sonja Stortz nach dem Neujahrskonzert der Big Band sogar persönlich angesprochen. &#8220;Nach einem kurzen Blick in den Terminkalender habe ich direkt zugesagt. Die Sache an sich hat mich tief berührt&#8221;, so Bukowski. Die Aufmachung der Veranstaltung findet er besonders sinnvoll: &#8220;Die teilnehmenden Künstler sind bewusst sehr unterschiedlich gewählt, damit für jeden etwas geboten wird und</p>
<p>somit so viele Menschen wie möglich diesem Event  für den guten Zweck beiwohnen. Ich denke, wenn man mit dem, was man liebt, betroffenen Menschen helfen kann, und anderen wiederum damit eine Freude macht, ist das das Beste, was einem Musiker bzw. einer Band passieren kann.&#8221;</p>
<p>Auch Peter May, Manager und Keyboarder der <em>Leiendecker Bloas</em> und natürlich seine Kollegen waren sofort mit dabei. Als &#8220;Schweicher Bürger&#8221; bringt er sich sogar zusätzlich zu seinem Auftritt mit der Band in die Veranstaltung ein: &#8220;Ich kümmere mich um die Organisation dessen, was materiell auf der Bühne benötigt wird, sowie die Kommunikation mit den Musikern und den musikalischen Ablauf des Abends.&#8221; Für die Familie hat er einen so einfachen und doch so besonderen Wunsch: &#8220;Ich wünsche mir, dass die Familie noch lange in ihrer heutigen Form zusammenbleiben kann, dass sie genügend Kraft hat, auch das Schlimmste, was passieren kann, durchzustehen und dass die Vorbereitungen sich gelohnt haben und der Abend für die Familie und alle Konzertbesucher ein unvergesslicher sein wird.&#8221;</p>
<h2>Peter May hofft auf „Milliune Leit&#8221;</h2>
<p>Um ihre Anonymität zu wahren und der Familie einen Schutz vor allzu viel Aufmerksamkeit zu geben, bleiben die Namen der Familienmitglieder geheim. Selbst May, als Mitorganisator kennt sie noch nicht, was auf das Engagement der Arbeit aller Beteiligten keinerlei Auswirkungen hatte. Am Freitag wird die Familie zugegen sein: &#8220;Besonders den Kindern durch das Konzert und unsere Beziehungen, nachhaltig über den grandiosen Verein „Nachbar in Not “schöne Momente schenken zu können, ist eine wunderbare Sache.&#8221;</p>
<p><em>Für das leibliche Wohl in Form von Cocktails ist genauso gesorgt, wie für die gute Unterhaltung. Karten können über die Vorverkaufsstellen von Ticket Regional gekauft werden. Die Veranstaltung startet um 19 Uhr im neuen Bürgerzentrum in Schweich.</em></p>
<p>Wer also für den Freitagabend noch nichts geplant hat, sollte sich &#8220;Music for Help&#8221; in den Terminkalender eintragen. Je mehr Gäste kommen, umso mehr Gelder können für die Familie zusammengetragen werden.</p>
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		<title>Mit Trash gegen Tragik &#8211; Kleiner Mann, was nun?</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Mar 2013 11:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Alina Wolff]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Fallada]]></category>
		<category><![CDATA[Kleiner Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Stockinger]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>
		<category><![CDATA[was nun?]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag, 2. März, hatte das Stück "Kleiner Mann, was nun?" Premiere im Theater Trier, in den Hauptrollen Alina Wolff und Matthias Stockinger unter der Regie von Gerhard Weber. 5vier.de war vor Ort. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 2. März, hatte das Stück &#8220;Kleiner Mann, was nun?&#8221; Premiere im Theater Trier, in den Hauptrollen Alina Wolff und Matthias Stockinger unter der Regie von Gerhard Weber &#8211; mit Glitzer und Farbenrausch eine &#8220;typische&#8221; Weber-Inszenierung und dennoch weit mehr.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Kleiner-Mann-was-nun_Artikelbild.png" rel="lightbox[96774]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-96780" title="Kleiner Mann was nun_Artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Kleiner-Mann-was-nun_Artikelbild-300x134.png" alt="" width="300" height="134" /></a></p>
<p>Johannes Pinneberg, gespielt von Matthias Stockinger, hat seine Freundin, die Arbeitertochter, Emma Mörschel, gespielt von Alina Wolff, geschwängert. &#8220;Dass er ja keine Schande über das Lämmchen bringe&#8221; wird geheiratet. Das wiederum schmeckt dem Chef des noch-Angestellten Pinneberg gar nicht, der wollte selbigen nämlich eigentlich mit seinem verwöhnten Töchterchen Marie verheiraten. Pinneberg wird entlassen.</p>
<div id="attachment_96779" class="wp-caption alignright" style="width: 275px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Kleiner-Mann-was-nun_6_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[96774]"><img class="size-medium wp-image-96779 " title="Kleiner Mann was nun_6_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Kleiner-Mann-was-nun_6_bearbeitet-265x300.jpg" alt="" width="265" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Matthias Stockinger als Pinneberg</p></div>
<p>Nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit kommen &#8220;gute&#8221; Nachrichten von Pinnebergs Mutter Mia aus Berlin. Ihr neuer Freund, mit dem sie laut eigenen Angaben &#8220;schlafen geht&#8221;, hat da was aufgetan. Verkäufer soll er sein, für Herrenmoden. Bis auf Weiteres leben die beiden Pinnebergs bei Mama Pinneberg, die sich ihren Lebensunterhalt im horizontalen Gewerbe verdingt. Bis die eine ziemlich doppeldeutige Annonce für ihr eigenes &#8220;Geschäft&#8221; in der Tageszeitung herausgibt. Das wird dem Chef von Pinneberg nun gar nicht gefallen. Lämmchen zieht hochschwanger los um eine neue Wohnung zu finden, doch ihr offensichtlicher &#8220;Zustand&#8221; erschwert die Wohnungssuche nur noch zusätzlich, übrig bleibt eine Bruchbude, die nur unter der Hand und heimlich vermietet werden darf. Zu gefährlich ist sie in den Augen der &#8220;Wohnungspolizei&#8221;. Unterm Weihnachtsbaum kommt schließlich das Kind, dafür geht der Job erneut. Pinneberg ist arbeitslos, seine Frau geht Nähen und Flicken.</p>
<p>Während das Paar am Rande des Existenzminimums herumkrebst, sich mit Gelegenheitsjobs und wer weiß, mit was noch über Wasser halten muss, sind die zarten Fortschritte des Kindes Murkel die wenigen zarten Hoffnungsblumen, pardon Hoffnungsschimmer, die am Horizont erstrahlen.</p>
<h2>Pinke Glitzerhosen und Aufblas-Flugzeuge</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Kleiner-Mann-was-nun_4_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[96774]"><img class="alignleft size-medium wp-image-96777" title="Kleiner Mann was nun_4_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Kleiner-Mann-was-nun_4_bearbeitet-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Das Thema gerät nie aus der Mode: Soziales Elend, ungewollte Schwangerschaften gepaart mit verlorenen Existenzen. Was Lämmchen und Pinneberg widerfahren ist, kann jederzeit jeden treffen. An welch seidenem Faden Glück und Unglück hängen, müssen die Zwei, beziehungsweise Drei, immer wieder erleben. Dabei scheitern sie nicht an großen, dramatische Tücken, wie es sie oft, aber auch nur dort, im Theater gibt, sondern an den kleinen &#8220;Widerwärtigkeiten&#8221; des Lebens.</p>
<p>Gerade das könnte das Geschehen auf der Bühne unerhört tragisch machen, doch diesmal nicht. Während Pinneberg verzweifelt und sein Lämmchen alles tut, um ihn aus seiner Angst herauszuholen, sind seine und ihre Umwelt so bezaubernd ekelhaft und überdreht, dass der Zuschauer nicht anders kann, als verstohlen zu schmunzeln. Pinke Glitzer-Jogginganzüge, gepaart mit Schlagerhits und Chansons, dazu aufblasbare Flugzeuge und fertig ist der Trash. Doch was sonst an guten Botschaften vorbei, in andere Örtlichkeiten gegriffen scheint, macht hier bei näherer Betrachtung durchaus Sinn.</p>
<p>Mit Trash gegen die Tragik, so könnte das Motto dieser Inszenierung lauten und vielleicht sogar die Moral hinter der Geschicht&#8217; sein. Hier sieht das Trierer Publikum auf den ersten Blick wieder einen &#8220;typischen&#8221; Weber, wie er von Mcbeth noch in lebhafter Erinnerung sein könnte &#8211; bunt und schrill, mit jeder Menge Requisiten. Doch auf den zweiten Blick bemerkt man viel mehr. Zum einen, dass die überdrehte Inszenierung durchaus Spaß macht, spätestens beim Auftritt der Jacobs-Sisters musste auch der Letzte etwas schmunzeln. Zum anderen, dass die Revue von Tankred Dorst und Peter Zadek, nach dem Roman von Hans Fallada, diese Absurditäten durchaus vertragen kann. Zuviel Tragik wäre fehl am Platz. Je absurder das Drumherum, umso absurder erscheint das Scheitern und ständige Unglück der Pinnebergs.</p>
<h2 style="text-align: left;">Absurd und doch tragisch</h2>
<p>Die Schauspieler, obwohl bei dem Ensemblestück fast alle mehrere Rollen übernehmen mussten, kitzelten doch wunderbare, neckische Details aus den teils abstrusen Figuren heraus. Da muss man schmunzeln, wenn Lämmchen und das selbst ernannte &#8220;Schaf&#8221; Pinneberg den ganzen Raubtieren gegenüberstehen. Besonders hoch zu schätzen sind dann aber doch die Lämmer.</p>
<div id="attachment_96776" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Kleiner-Mann-was-nun_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[96774]"><img class="size-medium wp-image-96776" title="Kleiner Mann was nun_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/03/Kleiner-Mann-was-nun_3_bearbeitet-300x288.jpg" alt="" width="300" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos (4): Theater Trier</p></div>
<p>Alina Wolff und Matthias Stockinger glänzen als Pinnebergs. Er als Musicaldarsteller wirkt auf den Brettern der Schauspielwelt nicht fach-, dafür aber passend weltfremd. Stockingers Pinneberg ist, wie Lämmchens Spitzname so schön sagt, ein &#8220;Junge&#8221;, seine mangelnde Menschenkenntnis macht ihn unter den Raubtieren zur leichten Beute. Die Arbeitertochter &#8220;Lämmchen&#8221; hat da schon etwas mehr Biss und ist es schließlich, die das wacklige Gerüst zusammenhält. Wolff zeigt als Emma Mörschel, verheiratete Pinneberg, was sie in der kurzen Zeit als fest engagierte Schauspielerin gelernt hat. Ihr Lämmchen ist wenig zart, aber nicht lieblos, hoffnungsvoll, aber nicht blauäugig, mit beiden Beinen im Leben stehend, aber doch nicht ohne Träume. Wolff spielt facettenreich und lebendig, dahin sind hölzerne Konzentration auf Text und saubere Aussprache. Die Emma fluppt, der Hannes fluppt, im Angesicht von pinkem Glitzer wirken die beiden entspannt unangespannt.</p>
<p>Das Bühnenbild von Dirk Immich erinnert mit Eisengeländern an geschäftige Einkaufsmeilen, dann wieder an Fabrikhallen, gibt aber auch einen sehr schönen Schrebergarten ab und sogar einen recht brauchbaren Amüsierbetrieb. Die Kostüme von Claudia Casera tragen einerseits viel zur trashigen Atmosphäre bei, andererseits gliedern sie die Darsteller in Arbeiter mit gelben Gummistiefeln oder Verkäufer mit Anzug. Die musikalische Einrichtung der Songs übernahm Sebastian Matz. Seine Gestaltung der altbekannten Lieder wie &#8220;Wochenend und Sonnenschein&#8221; und &#8220;Die Berliner Luft&#8221; auf Techno gemacht, setzen dem ganzen noch die Krone auf.</p>
<p><em>Fazit: Wer es lieber dezent mag, sollte der Aufführung fern bleiben. Der gleichbleibende, fast etwas mechanische Applaus des Premierenpublikums sagte schon vieles: Irgendwie hat&#8217;s gefallen, auch wenn viele nicht genau wussten, wieso. Die vielen Farben, der teils oberflächliche Akzent, die vielen komödiantischen Anspielungen sind nicht für jeden was. Doch wer sich drauf einlässt, erlebt vielleicht sein pinkes Wunder, denn sobald die Trash-Überdosis mal nachlässt, wird die absurde Tragik dahinter spürbar. Neben zwei guten Hauptdarstellern gibt&#8217;s ordentlich was auf die Ohren und noch mehr auf die Augen.</em></p>
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		<title>&#8220;Kleiner Mann, was nun?&#8221; &#8211; Premiere am Samstag</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 10:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, 2. März, wird das Stück "Kleiner Mann, was nun?" im Theater Trier Premiere haben. Regie führt Intendant Gerhard Weber, 5vier.de traf sich mit ihm zum Interview. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 2. März, wird das Stück &#8220;Kleiner Mann, was nun?&#8221; im Theater Trier Premiere haben. Regie führt Intendant Gerhard Weber. In den Hauptrollen spielen Alina Wolff und Matthias Stockinger, bekannt als <em>Ché</em> aus <em>Evita</em>. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun sprach vorab mit Gerhard Weber.</strong></p>
<p>Die dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts: Ein Lebenslauf, wie er moderner nicht sein kann: Johannes Pinneberg schwängert seine Freundin Emma Mörschel, die beiden heiraten glücklich, wenn auch gezwungenermaßen und mit einiger Unsicherheit. Doch nicht nur die emotionale Unsicherheit belastet das junge Glück. Durch eine Intrige landet Pinneberg auf der Straße, die neue Wohnung kann nicht mehr gehalten werden, Unterstützung erfährt das Paar keine. So müssen sie in die ferne Großstadt Berlin ziehen, wo sie mehr als einmal auf soziales Elend und Widrigkeiten stoßen.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Gerhard_Weber1_2013_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[95830]"><img class="alignright size-medium wp-image-96295" title="Gerhard_Weber1_2013_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Gerhard_Weber1_2013_bearbeitet-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Geschwängert, geheiratet, entlassen, verarmt. Klingt ein bisschen nach dem Nachmittagsprogramm eines namhaften TV-Senders. Ein Angebot, von dem man mittlerweile mehr als genug zu sehen bekommt. Mehr als genug, um vollkommen gegen soziales Unglück abzustumpfen? Nein, sagt Gerhard Weber, Intendant des Theaters Trier und Regisseur des Stückes &#8220;Kleiner Mann, was nun?&#8221;: &#8220;Soziale Not, privates Glück und Unglück sind und werden die immer bestimmenden Themen bleiben, die niemanden gleichgültig lassen.&#8221;</p>
<p>Wer einmal in den zweifelhaften &#8220;Genuß&#8221; gekommen ist, nachmittags den Fernseher anzuschalten, weiß, dass einen die dort gezeigten Sendungen selten kalt lassen. Im schlimmsten Fall amüsiert man sich sogar über die dort gezeigte &#8220;Tragik&#8221;. Aber vielleicht kommt es hier, wie bei vielem anderen, auf die Verpackung an: &#8220;Hans Fallada vermag seine Figuren klischeefrei so zu beschreiben, dass sie auch in ihren negativen Eigenschaften immer nah am Herzen der Leser oder, in unserem Falle, Zuschauer bleiben.&#8221;</p>
<h2>Soziale Not und neuer Lebensmut</h2>
<p>Doch warum reizt es den Zuschauer immer wieder das Unglück anderer zu beobachten? Was zieht man aus dem Auf und Ab von anderen? &#8220;Keine der Figuren zerbricht letztendlich an den Unbilden ihres Lebens. Fallada lässt selbst in den ausweglosesten Momenten immer einen Schimmer von Hoffnung am Horizont aufscheinen oder sie sogar neue Lebensperspektiven finden.&#8221; So wird das Kind &#8220;Murkel&#8221; dem Paar in seiner engen Behausung letztlich zum neuen Ansporn, wo es zuvor noch das &#8220;Ende&#8221; des bisherigen Lebens bedeutet hat.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Gerhard_Weber2_2013_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[95830]"><img class="alignleft size-medium wp-image-96296" title="Gerhard_Weber2_2013_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Gerhard_Weber2_2013_bearbeitet-300x217.jpg" alt="" width="300" height="217" /></a>Welche großen Themen der Menschheit werden denn in dem neuen Stück angeschnitten? &#8220;Ängste, Freuden und Widrigkeiten der sogenannten &#8220;einfachen&#8221; Leute. Es geht um scheinbar belanglose Gegebenheiten des Alltags, die aber doch nicht weniger entscheidend für den Verlauf des Lebens sind, zum Guten wie zu Schlechten.&#8221; Dabei stellt sich das neue Stück auch als Revue dar, in der einige bekannte Chansons und Songs aus den 30er Jahren durch den lokalen Musiker Sebastian Matz neu bearbeitet werden.</p>
<p>Die Arbeit mit seinen beiden Hauptdarstellern ist für den Intendanten eine besondere Herzensangelegenheit: Stockinger lernte er bereits vor zwei Jahren bei seiner Musicalproduktion &#8220;Ludwig II &#8211; der König kommt zurück&#8221; kennen und war damals bereits begeistert von &#8220;einem äußerst differenziert und authentisch agierenden Sprech-Schauspieler&#8221;. Alina Wolff engagierte er vor zwei Jahren selbt von der Schauspielschule direkt ans Theater Trier: &#8220;Ich halte sie für eine große, schauspielerische Begabung, die ich mit Freude bei der gemeinsamen Arbeit fördern darf.&#8221; Dabei ist die Figur des &#8220;Lämmchens&#8221; für Wolff eine ganz neue Erfahrung, denn anders als bei der letzten gemeinsamen Arbeit, &#8220;Hedda Gabler&#8221;, handelt es sich bei dem Lämmchen um einen &#8220;gänzlich offenliegenderen, lebensnaheren und herzlicheren Charakter. Eine neue Herausforderung.&#8221; Man darf also gespannt sein, auf das neue Abendprogramm des Theaters Trier.</p>
<p><em>5vier.de wünscht allen Beteiligten für die kommende Premiere ein herzliches Toi Toi Toi und den Zuschauern viel Vergnügen.</em></p>
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		<title>Barbara backt &#8211; Trierer Schauspielerin zu Gast bei SIXX</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 07:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer am Wochenende Lust auf Backen hatte, konnte sich auf SIXX in der Sendung "Enie backt" einige leckere Anregungen holen. Mit dabei war auch die Trierer Schauspielerin Barbara Ullmann.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer am vergangenen Wochenende Lust auf Backen hatte, konnte sich auf SIXX in der Sendung &#8220;Enie backt&#8221; einige leckere Anregungen von Moderatorin Enie van de Meiklokjes holen. Wer bis zum Ende der Sendung durchhielt und nicht in die Küche stürmte, konnte die Trierer Schauspielerin Barbara Ullmann beim Backen bewundern. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun sprach mit ihr.</strong></p>
<div id="attachment_74014" class="wp-caption alignright" style="width: 168px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-1.1.png" rel="lightbox[96354]"><img class="size-medium wp-image-74014 " title="Sommernachtstraum 1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-1.1-158x300.png" alt="" width="158" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dramaqueen at work</p></div>
<p><strong>5vier.de: Barbara, wie kamst du in die Backsendung von Enie? Hat man deine Seite entdeckt oder musstest du dich bewerben?</strong></p>
<p><em><strong> Barbara Ullmann:</strong></em> Eine Redakteurin der Produktionsfirma hat auf der Suche nach neuen Ideen meinen Blog entdeckt. Sie hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich Lust hätte, bei Enie mitzumachen. Die Produktionsfirma wollte dann noch einen Eindruck von mir persönlich haben, aber weil Berlin für ein Casting zu weit war, sollte ich mich selber &#8220;casten&#8221;. Die Fragen habe ich also zu Hause auf der Couch beantwortet &#8211; mit der Videokamera auf dem Bügelbrett&#8230;.</p>
<p><strong> 5vier.de: Wie war das Backen vor laufenden Kameras? Ging etwas daneben, was der Zuschauer nicht gesehen hat?</strong></p>
<p><em><strong> Barbara Ullmann:</strong></em> Es hat total Spaß gemacht, war aber natürlich auch angespannter als zu Hause in der Küche. Alles hat super gut geklappt, allerdings haben wir die Macarons, die wir gemacht haben, nicht in den Ofen gesteckt &#8211; das hätte zu lange gedauert. Für das Ergebnis hatte ich schon welche vorgebacken. Keiner hat gemerkt, dass die Macarons, die jeweils Enie und ich aufs Blech gespritzt hatten, und die daher zwei ganz unterschiedliche Größen hatten, nach dem Backen alle gleich groß waren.</p>
<p><strong>5vier.de: Als Schauspielerin bist du Aufmerksamkeit, was deine Schauspielkünste angelangt gewohnt, aber wie war es, die eigenen Backkünste dem Augenmerk anderer offenbaren zu dürfen? Warst du aufgeregt?</strong></p>
<div id="attachment_83746" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/One-Night-Stand_Lintz_6-e1349160893744.jpg" rel="lightbox[96354]"><img class="size-medium wp-image-83746" title="Kritiker in der Kritik – One Night Stand #1-2012" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/One-Night-Stand_Lintz_6-e1349160893744-300x161.jpg" alt="" width="300" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos (2): Theater Trier</p></div>
<p><em><strong>Barbara Ullmann:</strong></em> Es ist schon etwas anderes, als Privatperson vor der Kamera zu stehen. Aber Enie hat eine angenehme Art, einen in ein Gespräch zu verwickeln, wir haben richtig nett geplaudert und gelacht und Witze gerissen &#8211; leider ist das aus Zeitgründen fast alles dem Schnitt zum Opfer gefallen. Dass das Augenmerk dieses Mal auf meinen &#8220;Backkünsten&#8221; liegt, hat mir nur im Vorfeld einige Gedanken gemacht. Soll man so was als Schauspielerin überhaupt und grundsätzlich machen? Ich habe da sehr gezögert, war dann aber der Meinung, dass doch inzwischen Vielseitigkeit nicht nur von mir als etwas Schönes gesehen wird.</p>
<p><strong>5vier.de: Wie kamst du auf die Idee eine Backpage zu eröffnen?</strong></p>
<p><em><strong> Barbara Ullmann:</strong></em> Es geht ja nicht nur ums Backen. Sixx nennt es einen &#8220;food und lifestyle blog&#8221;. Meine Schwester hat mich vor einem halben Jahr gebeten, einen Blog zu machen, damit sie immer auf dem Laufenden ist , was meine DIY- und KochProjekte angeht. Ich hab das erst mal gar nicht machen wollen, weil ich tatsächlich genug um die Ohren habe. Aber gereizt hat mich die Idee schon. Ich probiere einfach zu gerne neue Dinge aus. Am selben Abend hatte ich meinen Blog dann auch schon erstellt.</p>
<p><em>Wir danken Barbara Ullmann für das kurze Gespräch, und für alle, die nun neugierig geworden sind, geht es hier zur <a href="http://www.sixx.de/tv/enie-backt/video/folge-1-baking-news-ganze-folge" target="_blank">Sendung</a> vom vergangenen Samstag und hier zu <a href="http://dramaqueenatwork.wordpress.com/ " target="_blank">Barbaras Blog</a>.</em></p>
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		<title>“TrèvesPunkt” im Theater Trier – Relaxen für die Ohren</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2013 15:08:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag, den 24. Februar wartete das Reedquintett Trevespunkt mit seinem zweiten großen Auftritt auf, zusammen mit Sängerin Evelyn Czesla gestalteten sie eine musikalische Tour de France.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Sonntag, 24. Februar, wartete das <em>Reedquintett TrèvesPunkt</em> mit seinem zweiten großen Auftritt auf, zusammen mit Sängerin Evelyn Czesla gestalteten sie eine musikalische Tour de France. <a href="http://5vier.de/freizeit-aus-alt-mach-neu-reedquintett-trevespunkt-im-theater-trier-95649.html">5vier.de berichtete bereits im Vorfeld über die Musiker</a> und war auch gestern im Theater mit dabei. </strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Trevespunkt_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[96210]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-96221" title="“Reedquintett TrèvesPunkt”" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Trevespunkt_3_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Wer Musik liebt und zudem eine entspannte, ungezwungene Atmosphäre schätzt, dem sei das <em>Reedquintett TrèvesPunkt </em>ans Herz gelegt. Die fünf Musiker, die ihre Wurzeln in und ums Theater haben, versuchen mit ihrem Programm zwar nicht das Rad neu zu erfinden, dafür aber eine eher „verstaubte“ Kunstform vom etwas altbackenen Image zu befreien. Heraus kommt ein durchweg genießbarer Abend, mit schönen eingängigen Melodien und sechs enthusiastischen Musikern.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Trevespunkt_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[96210]"><img class="alignright size-medium wp-image-96219" title="“Reedquintett TrèvesPunkt”" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Trevespunkt_1_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<h2>Ein schöner und beschaulicher Abend</h2>
<p>Die fünf Bläser und die durch Grippe etwas angeschlagene Sängerin gestalteten einen entspannten Abend, selten erlebte man Besucher in der eher durchgangsmäßigen Atmosphäre des Foyers so ruhig und tiefenentspannt wie am gestrigen Sonntag.</p>
<p>Die Musik hat trotz Alter und Umformung nichts von ihrer vorherrschenden Wirkung eingebüßt: nämlich einen schönen, beschaulichen Abend zu zaubern.</p>
<p>Zwar wartete auf den Zuschauer kein junges Fräulein im Rauschekleid am Klavier, dazu ein prasselndes Kaminfeuer und ein Glas Cognac; dafür eine in Gold gewandete Opernsängerin, fünf lockere Musiker und ein Wein aus den Beständen des Theater-Caterings. Nicht dasselbe, aber dafür frischer und leichter.</p>
<p>Der Effekt bleibt derselbe, mit einer feinen Unaufdringlichkeit, gelegentlichen, unaufgesetzten Worten und einem ehrlichen Charme spielten die Musiker zum Amüsement der Gäste. Das Publikum dankte es mit ruhiger Aufmerksamkeit und nicht einem einzigen Zwischenhuster. Eine Seltenheit während Konzerten.</p>
<h2><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Trevespunkt_2_bearbeitet-e1361804014810.jpg" rel="lightbox[96210]"><img class="alignleft size-medium wp-image-96220" title="“Reedquintett TrèvesPunkt”" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Trevespunkt_2_bearbeitet-e1361804014810-300x175.jpg" alt="" width="300" height="175" /></a>Fazit</h2>
<p><em>Eine noble, neue Errungenschaft für Trier und Trierer, die gerne zu guter Musik entspannen möchten. </em><em>Wer sich an klassische Konzerte nicht ganz herantraut, kann hier erste positive und kurzweilige Erfahrungen machen.</em></p>
<p><strong>Weitere Infos findet ihr unter: <a href="https://www.facebook.com/trevespunkt?fref=ts" target="_blank">www.facebook.com/trevespunkt</a></strong></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Theater Trier &#8211; Spielzeitvorstellung 2013/14 &#8211; &#8220;Glück &#8211; Spielen&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2013 23:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Thomas Eggers]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag, 22. Februar, wurde im Rathaus der Stadt Trier das Programm für die nächste Theater-Spielzeit vorgestellt. 5vier. de war vor Ort. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Freitag, 22. Februar, wurde im Rathaus der Stadt Trier das Programm für die nächste Theater-Spielzeit vorgestellt, so früh wie noch nie, das mussten auch Kulturdezernent Thomas Egger und Intendant Gerhard Weber feststellen. Das Motto der kommenden Spielzeit: Glück &#8211; Spielen.</strong></p>
<p>Um das Glück spielen, mit dem Glück spielen, es vielleicht verspielen; darum geht es in der nächsten Spielzeit. Was macht glücklich? Wann ist man unglücklich? Wann hat man sein Glück verspielt? Diese und andere Fragen wird das Programm der nächsten Spielzeit aufwerfen.</p>
<p>Dabei besticht der Spielplan durch einige Highlights, unter anderem werden deutsche Erstaufführungen zu sehen sein, mit denen das Trierer Theater wieder einiges an Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird, aber auch Stücke zu Jubiläen. Zwei dieser besonderen Leckerbissen warten im Musiktheater auf den Zuschauer: Mit der beliebten Operette <em>Die Fledermaus</em> wird die erfolgreiche Operettenreihe, wieder unter der Regie von K.D. Köhler, fortgesetzt. Dazu gesellt sich <em>Der Wildschütz</em> von Albert Lortzing. Die &#8220;besonderen Leckerbissen&#8221; bleiben aber <em>Rigoletto</em>, zur Feier des 200. Geburtstags von Giuseppe Verdi, von Lakme-Regisseur Bruno Berger-Gorski inszeniert, und <em>Orfeo und Euridice</em>, anlässlich des 300. Geburtstags von Christoph Willibald Gluck. Zudem die deutsche Erstaufführung von <em>The Fly</em>, einer Oper von Howard Shore, den man bereits als Komponist der Filmmusik zu &#8220;Die Fliege&#8221; kennt.</p>
<h2>Kooperation mit dem Théâtre Municipal in Esch sur Alzette</h2>
<p><a href="http://5vier.de/aktuell-theater-trier-spielzeitvorstellung-201314-gluck-spielen-95947.html/spielzeitvorstellung2013_14_bearbeitet" rel="attachment wp-att-95949"><img class="alignright size-medium wp-image-95949" title="Spielzeitvorstellung2013_14_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Spielzeitvorstellung2013_14_bearbeitet-300x129.jpg" alt="" width="300" height="129" /></a></p>
<p>Beim Schauspiel wird ebenfalls ein großer, runder Geburtstag gefeiert, nämlich der 200. von Georg Büchner. In Kooperation mit dem Théâtre Municipal in Esch sur Alzette/Luxemburg wird an einer Doppelproduktion gearbeitet: <em>Dantons Tod</em> und <em>Leonce und Lena</em>, die sich mit Utopievorstellungen und Realitätsfluchten in Revolutionszeiten beschäftigen.</p>
<p>Unter einem ähnlichen Stern steht auch das Rockmusical <em>Hair</em>, das in der besonderen Zeit der Sixties spielt, in der Frieden und Harmonie in einer Zeit des Krieges durch die Hippiebewegung besonders groß geschrieben wurden. Regie wird hier Intendant Gerhard Weber führen.</p>
<p>Ebenfalls eine Kooperation mit dem Théâtre Municipal in Esch sur Alzette/Luxemburg wird Ödön von Horváths <em>Glaube, Liebe, Hoffnung</em> sein, auf das sich Intendant und Chefdramaturg besonders freuen, da sie nach langer Zeit wieder ein Stück des Autors präsentieren dürfen. Im Kontrast zu dem eher ernsten Stück stehen die beiden Komödien <em>Das Sparschwein</em> und <em>Der nackte Wahnsinn</em>, die die Lachmuskeln des Trierer Publikums hoffentlich stark beanspruchen werden. Beide von völlig neuen Regisseuren inszeniert, Ersteres von Klaus Rohrmoser, der bereits am Landestheater Innsbruck gearbeitet hat, Letzteres von Caroline Stolz, die sonst am Staatstheater Wiesbaden tätig war.</p>
<h2>Deutschlandweite Aufmerksamkeit</h2>
<p>Auch das Tanztheater darf in der nächsten Spielzeit nicht fehlen. Betonte Weber doch, dass er weiterhin ein Drei-Sparten-Haus führen möchte, eigentlich sind es ja sogar vier Sparten, wenn man die Konzertreihe mit dazuzählt. Zwei Stücke kann Chefchoreograf Sven Grützmacher nächste Spielzeit präsentieren. Einmal die <em>Winterreise</em>, mit Musik von Franz Schubert und Hans Zender und zum anderen wieder eine Produktion, die deutschlandweit Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte: <em>In 80 Mouseclicks um die Welt</em>, in Anlehnung an einen bekannten Roman von Jules Verne, in Kombination mit Liedern von Den Prinzen, mit denen das Theater Trier bereits seit langem im Gespräch über diese Idee ist.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Spielzeitvorstellung-2013_14_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[95947]"><img class="alignleft size-medium wp-image-95948" title="Spielzeitvorstellung 2013_14_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Spielzeitvorstellung-2013_14_bearbeitet-300x174.jpg" alt="" width="300" height="174" /></a>Auch im Studio und an externen Spielorten wird in der nächsten Spielzeit viel los sein: Mit Michael Ophelders in der musikalischen Komödie <em>Theo Lingen &#8211; Komiker aus Versehen</em>, <em>Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel</em> von Theresia Walser, ein Stück über Diktatorinnengattinnen und Den <em>Leiden des jungen Werther,</em> als Klassenzimmerstück, sucht das Theater wieder einen größeren Zugang zur Trierer Bevölkerung. Diesen Kontakt strebt es auch mittels des Theaterfestes an, das auch dieses Jahr auf dem Kornmarkt stattfinden wird.</p>
<h2>Wiederaufnahme von <em>Ein Sommernachtstraum</em></h2>
<p>Open Air-Veranstaltungen à la <em>Evita</em> in Losheim wird es in diesem Sinne nicht geben, dafür als eine der Wiederaufnahmen (zusammen mit Dauerrenner<em> Josef und Maria</em>) <em>Ein Sommernachtstraum</em> im Hunsrück Höhenhaus. Fertig gestellt bis zur nächsten Spielzeit sollen zudem der Aufzug für den barrierefreien Theatergenuss sein und ein neues Ticketsystem zum einfacheren Kartenverkauf sein.</p>
<p>Leider kann das Theater Trier zu Ehren Wagners, der in der nächsten Spielzeit ebenfalls ein Jubiläum feiert, &#8220;nur&#8221; ein Konzert und mehrere kleine Veranstaltungen liefern. Die Planungen für größere Stücke fielen ausgerechnet in das Jahr der Sparmaßnahmen und machten ein Herangehen an größere Wagner-Projekte leider unmöglich. Dafür kann Thomas<strong> </strong>Egger beruhigen, denn sowohl er als auch OB Jensen haben sich dafür ausgesprochen dem Theater keine weiteren Sparmaßnahmen aufzuerlegen. Damit bleibt das Budget zwar niedrig, aber immerhin konstant.</p>
<p><em> 5vier.de wird auch nächste Spielzeit wieder vor Ort sein. Wir freuen uns auf viele tolle Produktionen und wünschen Toi Toi Toi.</em></p>
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		<title>Aus Alt mach Neu &#8211; Reedquintett &#8220;TrèvesPunkt&#8221; im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2013 08:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag, 24. Februar, ist das Reedquintett "TrèvesPunkt" zu Gast im Theater Trier. 5vier.de unterhielt sich mit den Musikern über ihr aussergewöhnliches Konzert. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor kurzem hatte sie ihre &#8220;Generalprobe&#8221; &#8211; in der Synagoge in Schweich konnte das Reedquintett &#8220;TrèvesPunkt&#8221; die Wirkung seiner außergewöhnlichen Musik auf das Publikum testen. Ein schöner Einstieg, berichtete Nico Wouterse, Gründer des Quintetts, nun will man sein Glück nochmal bei einem Konzert im Theater versuchen.</strong></p>
<div id="attachment_95651" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Reedquintett_Vorbericht_bearbeitet-e1361433723590.jpg" rel="lightbox[95649]"><img class="size-medium wp-image-95651" title="Reedquintett_Vorbericht_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Reedquintett_Vorbericht_bearbeitet-e1361433723590-300x160.jpg" alt="" width="300" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Kingugasa, Czekala, Breitmeier, Gruber, Wouterse</p></div>
<p>Nico Wouterse wird vielen Trierer Theaterfans ein Begriff sein, vor einiger Zeit sang er noch auf der heimischen Bühne, nun ist er in ganz Deutschland mit seinen Sangeskünsten unterwegs. Klingt nach einem vollen Terminkalender, trotzdem sind seine Auftritte als Sänger dem Musiker nicht genug. Vielmehr suchte er stets nach einer Möglichkeit seiner zweiten großen Leidenschaft Raum zu geben: dem Saxophon spielen. Neben Gesang studierte er nämlich auch Saxophon, konnte es dann aber längst nicht so stark ausleben wie seine Sangeskünste.</p>
<h2 style="text-align: left;">Raum für Leidenschaften</h2>
<p>Seit letztem Jahr ist dies nicht mehr so, getragen von dem Wunsch und einer guten Idee gründete er zusammen mit Musikerkollegen und -freunden ein Reedquintett. Mit anderen Worten ein Bläser-Quintett, allerdings kein gewöhnliches:</p>
<p>Mithilfe ihrer Blasinstrumente interpretieren die fünf Musiker, manchmal begleitet von Sopranistin Evelyn Czesla, Kammermusik. Die Zeitspanne reicht dabei vom Barock bis in die 1930er Jahre. Eine interessante Neuerung zum alten Bild des singenden Fräuleins am Klavier. &#8220;Ein altes Rezept mit neuen Gewürzen. Unter Kammermusik stellt man sich meist starre, schwarz gekleidete Musiker vor, das sieht oft aus wie auf einer Beerdigung. Wir wollten die Musik mal anders präsentieren, in einem frischeren Gewand. Wir erzählen etwas Nettes dazu und versuchen die Stimmung etwas aufzulockern, auch optisch&#8221;, erklärt Wouterse.</p>
<h2>Altes Rezept, neue Gewürze</h2>
<p>Dabei war es zunächst gar nicht so einfach die passenden Musiker zu finden: &#8220;Fagottisten sind in Trier recht schwer zu finden, auch Bassklarinetten. Pawel Czekala hatte Klarinette studiert und wollte von Anfang an dabei sein, also hat er sich direkt eine Bassklarinette zugelegt und angeeignet.&#8221; Mit dabei sind noch Haruna Kingugasa mit ihrer Oboe, Lothar Breitmeier an der Klarinette und Joachim Gruber als lange gesuchter Fagottist. Mit seiner Lebensgefährtin Evelyn Czesla kam dann noch eine Sängerin zu den Musikern.</p>
<p>&#8220;Wir wollten schon lange mal etwas zusammen machen, doch das Theater bringt uns aufgrund unserer unterschiedlichen Stimmfächer nur selten zusammen&#8221;, erklärt Czesla. &#8220;Ich liebe Kammermusik, die Lieder sind einfach wunderschön und mit dem Blassensemble zusammen ergibt sich eine besonders reizvolle Stimmung&#8221;, schwärmt sie weiter. Die Musik, eigentlich für Klavier geschrieben, bekommt durch die Bläser eine besondere Note, erscheint als Crossover: &#8220;Sie bekommt einen ganz neuen Charme, wirkt farbenreicher. Dabei würde ich nicht sagen, dass sie besser oder schlechter ist, sie ist einfach vollkommen anders.&#8221;</p>
<h2 style="text-align: left;">Charmantes Crossover</h2>
<div id="attachment_95652" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Reedquintett_Vorbericht_EvelynCzesla_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[95649]"><img class="size-medium wp-image-95652  " title="Reedquintett_Vorbericht_EvelynCzesla_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Reedquintett_Vorbericht_EvelynCzesla_bearbeitet-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Evelyn Czesla</p></div>
<p>Mit der Auswahl an vorwiegend französischer Musik hat man ihr sogar einen Gefallen getan: &#8220;Die französische Sprache zu singen liegt mir sehr.&#8221; Doch bevor es an die Proben ging, wurde erst mal wochenlang gesucht, umgeschrieben, diskutiert. Die Proben an sich liefen dann oft nach einem speziellen Schema ab: &#8220;Wenn man sich das erste Mal zum Üben trifft spielt man das Lied durch und es klingt meistens ganz furchtbar. Beim zweiten Mal versucht man dann etwas Musik reinzubringen und nicht nur Noten. Danach lässt man ein Stück erst mal etwas liegen, damit jeder innerlich eine gewisse Vorstellung davon entwickeln kann. Erst dann kann man an die Feinarbeit gehen. Im Schnitt trifft man sich ungefähr vier- oder fünfmal&#8221;, so Czesla.</p>
<p>Wouterse ergänzt: &#8220;Dabei gibt es natürlich auch Stücke, die man immer wieder verbessern kann. Ein Stück ist nicht irgendwann fertig, man arbeitet lange daran, manchmal sogar ein Leben lang, aber irgendwann gibt es eine Deadline und dann muss man auf die Bühne und vortragen, was man bis dato gelernt hat.&#8221;</p>
<p>Gedacht ist die Musik von &#8220;TrèvesPunkt&#8221; für &#8220;klassische Musikinteressierte, aber auch für alle jene, die einfach neugierig auf etwas sind.&#8221; Dabei muss man jedoch keine Angst vorm Kulturschock haben, denn die Stücke sind eingängig, schön zu hören, Kammermusik eben. In ihrem letzten Konzert in der Synagoge war jede Altersklasse von 17 bis 70 vertreten und jeder fand wenigstens ein Stück, das ihn begeisterte. &#8220;Eine ältere Dame kam zu mir und meinte, dass sie nicht ein Stück gekannt hat, aber jedes fantastisch fand, da musste ich ein bisschen schmunzeln&#8221;, so Wouterse.</p>
<p><em>Wer jetzt Lust auf etwas Neues bekommen hat, der kann noch bis zum Sonntag den 24. Februar Karten an der Theaterkasse kaufen um dann ab 19 Uhr dem Spiel der Musiker zu lauschen. 5vier.de wird dabei sein und berichten.</em></p>
<p><em></em>Weitere Infos findet ihr unter: <a href="https://www.facebook.com/trevespunkt?fref=ts" target="_blank">www.facebook.com/trevespunkt</a></p>
<p>Fotos: Lydia Oermann</p>
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		<title>Zweiter One Night Stand 2012/13 &#8211; Theater, Sport, Musik</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 09:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Freitag, 15. Februar, traf man sich zum zweiten Mal in dieser Spielzeit zu einem One Night Stand im Astarix. Moderator diesmal war Schauspieler Michael Ophelders.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Freitag, 15. Februar, traf man sich zum zweiten Mal in dieser Spielzeit zu einem One Night Stand im Astarix. Moderator diesmal war Schauspieler Michael Ophelders, seine illustren und zahlreichen Gäste deckten von Musik über Theater bis hin zu Sport alles ab, was das Zuschauerherz begehrt.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_2013_Artikelbild.jpg" rel="lightbox[95342]"><img class="size-medium wp-image-95511 aligncenter" title="One Night Stand_2013_Artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_2013_Artikelbild-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a></strong></p>
<p>Viel gab es diesmal zu sehen und zu hören. Schauspieler und One-Night-Stand-Moderator Michael Ophelders hatte sich einiges ausgedacht für die Nacht von Freitag auf Samstag. So hatte er sich neben einer Trillerpfeife, einigen Sieben-Minuten-Bieren und einem Tipp-Kick-Spiel auch viele Gäste für den Abend besorgt. Neben Trierer Größen wie OB Klaus Jensen, Dieter Lintz und Helmut Leiendecker kamen auch Sport-&#8221;Größen&#8221;, wie der 2,09-Meter-Mann Andreas Seiferth, Profispieler bei der TBB Trier und TBB-Pressesprecher Tom Rüdell. Eingeladen waren auch der kleine Bruder von Helmut Leiendecker, der ehemalige Eintracht-Spieler Lothar Leiendecker sowie Kulturdezernent Thomas Egger, die beide allerdings wegen Krankheit kurzfristig absagen mussten. Kurzfristig eingesprungen ist dann die Chefin von Ensch-Media, Sylvia Günther, sie füllte den Part der beiden Fehlenden durch ihre Gesangsdarbietungen.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_1.jpg" rel="lightbox[95342]"><img class="size-medium wp-image-95479 alignright" title="One Night Stand_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Doch zunächst standen Profi-Sportler und Pressesprecher, Seiferth und Rüdell, dem Talkmaster Rede und Antwort. Dabei enthüllte der hochgewachsene Profisportler nicht nur seine beeindruckende Größe, sondern auch seine Schwierigkeiten, die Größe anderer einzuschätzen. &#8220;Von fast 2,10 Meter aus betrachtet, machen 1,78 oder 1,85 keinen großen Unterschied mehr.&#8221; Der Tagesablauf eines Basketballprofis machte dann nicht nur den Pressesprecher Tom Rüdell neidisch: &#8220;Nach zwei Stunden Vormittagstraining haben wir erst mal zwei Stunden frei, in denen wir entweder ins Fitnessstudio gehen oder schlafen. Danach folgen noch zwei Stunden Nachmittagstraining&#8221;, so Seiferth.</p>
<p>Doch wer jetzt denkt, damit wäre der Tag des jungen Sportlers schon vorbei, der täuscht sich, denn neben seiner Karriere als Basketballprofi studiert Seiferth an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften. Schließlich kann er mit einer solch beeindruckenden Größe noch mehr werden als Sportler.</p>
<h2 style="text-align: left;">Alles was das Zuschauerherz begehrt</h2>
<p>Nach einer kurzen musikalischen Einspielung des Liedes &#8220;All is fair in Love and War&#8221; von der Band &#8220;Vandermeer&#8221;, das Teil der neuen CD von &#8220;Vandermeer&#8221; sein soll, die Ende März aufgenommen werden wird  - Rüdell ist übrigens Bassist der Band &#8211; ging es dann gleich weiter mit den nächsten Gästen: OB Klaus Jensen, übrigens in Begleitung seiner Frau und frisch gekürten Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, und Paul Trappen, Nachfahre des stärksten Mannes der Welt.</p>
<p>Trappen, der als Schnürmeister hinter der Bühne auch eine gewisse Statur besitzen muss, erzählte natürlich von seinem berühmten Großvater, der zwar weit mehr als Olympiasieger stemmen konnte, aber selbst nicht an den Spielen teilnehmen durfte, weil er als Varietist als Berufssportler galt. Trappen selbst betreibt zwar &#8220;nur&#8221; Denksport, musiziert als Theatermitarbeiter dafür aber gern. So erwischte ihn seine Frau schon mal, als er die Oper &#8220;La Traviata&#8221; im Fernsehen mitsang.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_9.jpg" rel="lightbox[95342]"><img class="size-medium wp-image-95487 alignleft" title="One Night Stand_9" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_9-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>OB Jensen singt auch gerne mal mit, allerdings nicht La Traviata im Fernsehen &#8211; sondern &#8220;Ballast der Republik&#8221; von den &#8216;Toten Hosen&#8217; auf langen Autofahrten. Sport ist auch für den Oberbürgermeister ein großes Thema, seine Laufstrecke wollte der 61-Jährige allerdings nicht verraten, zu groß war ihm die Gefahr, dass er wieder einmal von fragenden Bürgern über Stunden verfolgt wird. Für Sport muss immer etwas Zeit am Tag sein, alleine um einen Ausgleich zum stressigen Job eines Oberbürgermeisters zu schaffen.</p>
<p>Unter sportliche Betätigung fällt dann wohl auch ein Eintracht-Spiel mit Rot-Weiss-Essen-Fan Michael Ophelders. Eine Perle des Abends: die Erzählung der beiden von ihrem ersten gemeinsamen Spiel, als OB Jensen sich im blauen Eintrachtshirt zusammen mit Ophelders, im rotweißen RWE-Shirt, in den Eintrachtflügel stellte. Freundliche Securitys machten Ophelders auf die Gefahren seines Outfits aufmerksam, doch die braven Trierer Fußballfans ließen den Ruhrpottler auch während der Halbzeit seine Bratwurst in Ruhe kaufen.</p>
<h2>Illustre Gäste, viele Themen</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_10.jpg" rel="lightbox[95342]"><img class="size-medium wp-image-95488 alignright" title="One Night Stand_10" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_10-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Die Nächsten in der Runde waren die beiden Journalisten Dieter Lintz und sein Kollege im Ruhestand Horst Lachmund; der ehemalige Leitende Redakteur der Sportrubrik war stolze 35 Jahre beim TV, seit 1998 als Chefredakteur, und bezeichnet sich selbst als unruhigen Ruheständler. Nach seiner Zeit als Sportredakteur, der seine Artikel noch innerhalb der ersten fünf Minuten nach dem Spiel geschrieben haben musste, schreibt er nun in wesentlich mehr Ruhe Gedichte à la Wilhelm Busch und Heinz Erhardt.</p>
<p>Sein junger Kollege Dieter Lintz, ebenfalls Leitender Redakteur, beneidet den alten Hasen nicht um seine temporeiche Schaffensphase. Er selbst darf sich einen Artikel wenigstens über Nacht mal durch den Kopf gehen lassen, um dann am nächsten Morgen zu schreiben. Genauso möchte er lieber &#8220;nur&#8221; Leitender Redakteur bleiben, der Posten des Chefs reizt ihn nicht. Muss man dort doch auch Verwaltungsarbeit leisten, während er in den Genuss kommt, &#8220;nur&#8221; schreiben zu müssen.</p>
<p>Last but not least wartete Helmut Leiendecker auf, erzählte einige Geschichten aus seiner Jugend und aus der seines ebenso berühmten Sportler-Bruders. Der spielte seinerzeit bei der Eintracht, musste am Freitag aber das Bett hüten und konnte seinen zehn Monate älteren Bruder nicht davon abhalten, von seiner Jugendzeit als Mädchenschwarm zu berichten. Mit langen Haaren, sportlich und Engelsstimme machte Lothar Leiendecker, laut Helmut Leiendecker, &#8220;alle Mädchen flott&#8221;. Er selbst könnte nach eigenen Angaben gar nicht singen, seine Bühnenshows sind eher Entertainment.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_12.jpg" rel="lightbox[95342]"><img class="size-medium wp-image-95490 aligncenter" title="One Night Stand_12" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_12-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Sein Talent zur Unterhaltung stellte er dann in einem kleinen Zwischenspiel am Klavier unter Beweis, mit einem Lied aus seinem Repertoire schloss Leiendecker die Veranstaltung. Diese brachte den Frühaufsteher und Früh-zu-Bett-Geher völlig aus dem Rhythmus, dauerte sie doch immerhin bis halb eins in der Früh. Dies war dem einen oder anderen Zuschauer dann auch zu lang, so spielte Herr Leiendecker leider schon in einem etwas leeren Astarix.</p>
<p><em>Fazit: Weniger ist manchmal mehr. Auch wenn Michael Ophelders mal wieder tolle, interessante Gäste ins Astarix gebracht hatte, wäre es vielleicht etwas kompakter besser gewesen. Die Erzählungen der einzelnen Persönlichkeiten waren so interessant, dass man das Tipp-Kick-Spiel zwischendurch auch hätte weglassen können. Wer bis zum Schluss geblieben ist, wurde aber gleich mehrfach belohnt, nicht nur mit einem Original-Leiendecker, sondern auch mit einigen witzigen Kommentaren und interessanten Erzählungen.</em></p>
<p><strong>Der nächste One Night Stand ist am 27. Juni, dann mit Dramaturg Peter Oppermann und Intendant Gerhard Weber.</strong></p>

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<a href='http://5vier.de/buntes-zweiter-one-night-stand-201213-theater-sport-musik-95342.html/one-night-stand_7' title='One Night Stand_7'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_7-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand_7" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-zweiter-one-night-stand-201213-theater-sport-musik-95342.html/one-night-stand_8' title='One Night Stand_8'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_8-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand_8" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-zweiter-one-night-stand-201213-theater-sport-musik-95342.html/one-night-stand_9' title='One Night Stand_9'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/One-Night-Stand_9-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand_9" /></a>

<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Daniel Bukowski und Stefanie Braun</span></p>
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		<title>Prinzenküssen im Audi Zentrum &#8211; 1.550 Euro für Nestwärme e.V.</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 13:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[311 Prinzessinnen - 311 Küsse - 5 x 311 Euro für Nestwärme e.V. Die Kussaktion des Audi Zentrums Trier war ein Erfolg. 311 Trierer Damen traten an um den amtierenden Karnevalsprinzen zu küssen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>311 Prinzessinnen &#8211; 311 Küsse &#8211; 5 x 311 Euro für <a href="http://www.nestwaerme.de/" target="_blank">Nestwärme e.V.</a>. Die Kussaktion des Audi Zentrums Trier war ein Erfolg. 311 Trierer Damen traten an um den amtierenden Karnevalsprinzen zu küssen.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_5.jpg" rel="lightbox[94818]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-94824" title="Prinzenküssen_5" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_5-e1360329070210-300x255.jpg" alt="" width="300" height="255" /></a></p>
<p>Am Mittwoch, 6. Februar, waren Labello und Gesichtspflege gefragt, denn der diesjährige Karnevalsprinz, Ralf der III., hatte sich für den guten Zweck &#8220;geopfert&#8221;. Frisch rasiert und parfümiert stand er für eine Stunde im Audi Zentrum Trier bereit, um sich von 311 holden Maiden weit mehr als 311 Küsse abzuholen. 311 Küsse bedeuteten 311 Euro für Nestwärme e.V. Ein bisschen wenig fand Patrick Baldes, Geschäftsführer des Audi Zentrums. Deshalb verfünffachte man die 311 Euro auf insgesamt also 1.550 Euro für den gemeinnützigen Verein. Aber nur wenn sich wirklich 311 Prinzessinnen zum Küssen finden lassen würden.</p>
<p>Und tatsächlich fanden 311 Damen den Weg ins Audi Zentrum. Da wurde jede gezählt. Von 0 bis 99 Jahre. Und obwohl der Prinz weit mehr als 311 Küsse bekam, doppelt hält ja schließlich besser, hätte er sich seine Amtszeit nach eigener Aussage &#8220;schlimmer vorstellen können&#8221;.</p>
<h2>&#8220;Wir sind dankbar für jede Form von Hilfe&#8221;</h2>
<p>Petra Moske, Gründerin und erste Vorsitzende des Vereins Nestwärme e.V., war ebenfalls dabei und gab auch gleich drei Küsse an den Prinzen und das Audi Zentrum Trier. Kann Nestwärme doch immer Unterstützung gebrauchen. Im Zuge der Veranstaltung dankte Moske allen Beteiligten für ihre Mühen, rührte aber gleichzeitig ein ernstes Thema an. &#8220;Auch wir sind vom Pflegepersonalmangel betroffen&#8221;, gibt sie zu bedenken. Momentan sucht auch Nestwärme händeringend nach Pflegekräften für die ambulante Patientenversorgung. &#8220;Wir sind dankbar für jede Form von Hilfe, sei es finanziell oder aber auch handfest&#8221;, betonte sie nochmals.</p>
<div id="attachment_94826" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_7.jpg" rel="lightbox[94818]"><img class="size-medium wp-image-94826" title="Prinzenküssen_7" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_7-e1360329334580-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Patrick Baldes, Ralf, der III. und Moderator Thomas Vatheuer</p></div>
<p>Mit 1.550 Euro mehr kann der Verein vielleicht nicht die Pflegepersonalknappheit kompensieren, aber für einige Familien sogenannte &#8220;Zeitschenker&#8221; engagieren, die es den  Familien chronisch kranker oder sterbender Kinder ermöglichen können, ein paar Stunden am Tag zu haben. &#8220;Zeitschenker&#8221; beschäftigen sich für ein paar Stunden mit den Kindern, sodass die Eltern so einfach Dinge wie Haushalt oder Einkaufen, aber auch Behördengänge erledigen können.</p>
<p><em>5vier.de beglückwünscht alle Beteiligten zu dem tollen Ergebnis und wünscht noch ein närrisches Helau!</em></p>
<h2>Hier die Bilder zur Aktion</h2>

<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_1' title='Prinzenküssen_1'><img width="169" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_10' title='Prinzenküssen_10'><img width="180" height="94" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_10-e1360329282454.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_10" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_11' title='Prinzenküssen_11'><img width="162" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_11.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_11" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_12' title='Prinzenküssen_12'><img width="125" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_12.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_12" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_13' title='Prinzenküssen_13'><img width="146" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_13.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_13" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_14' title='Prinzenküssen_14'><img width="180" height="106" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_14.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_14" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_15' title='Prinzenküssen_15'><img width="157" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_15.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_15" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_2' title='Prinzenküssen_2'><img width="180" height="89" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_2.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_2" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_3' title='Prinzenküssen_3'><img width="75" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_3.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_3" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_4' title='Prinzenküssen_4'><img width="57" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_4.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_4" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_5' title='Prinzenküssen_5'><img width="141" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_5-e1360329070210.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_5" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_6' title='Prinzenküssen_6'><img width="94" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_6.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_6" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_7' title='Prinzenküssen_7'><img width="180" height="101" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_7-e1360329334580.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_7" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_8' title='Prinzenküssen_8'><img width="108" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_8.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_8" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-prinzenkussen-im-audi-zentrum-1-550-euro-fur-nestwarme-e-v-94818.html/prinzenkussen_9' title='Prinzenküssen_9'><img width="160" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Prinzenküssen_9.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Prinzenküssen_9" /></a>

<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Stefanie Braun</span></p>
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		<title>Küss den Frosch &#8211; reloaded. Ein Prinz im Audi Zentrum Trier</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 14:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prinzessinnen aufgepasst! Am Mittwoch, 6. Februar, habt ihr Gelegenheit einen waschechten (Karnevals-)Prinzen zu küssen. Und das Ganze auch noch für einen guten Zweck!]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prinzessinnen aufgepasst! Am Mittwoch, 6. Februar, habt ihr Gelegenheit einen waschechten (Karnevals-) Prinzen zu küssen. Und das Ganze noch für einen guten Zweck, denn das Audi Zentrum Trier spendet für 311 Küsse: 5x 311 Euro an Nestwärme e.V. Also, Labello raus und losgeküsst.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Küss_den_Prinzen_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[94573]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-94578" title="Küss_den_Prinzen_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Küss_den_Prinzen_3_bearbeitet-300x164.jpg" alt="" width="300" height="164" /></a></p>
<p>Jeder kennt es, das Märchen vom Froschkönig, dem armen verwunschenen Prinzen, der von seinem nicht so kussakzeptablen Äußeren nur durch einen Prinzessinnenkuss erlöst werden konnte. Prinz Ralf der III. ist nicht verwunschen und schon gar kein Frosch, dafür ein waschechter Prinz, zumindest während der Karnevalssaison. Aber Küssen scheint den Prinzen im blauen Blut zu liegen. Besonders, wenn dabei noch ein gutes Werk getan werden kann.</p>
<p>Schließlich lassen Prinzen sich nicht umsonst von jeder Menge Frauen küssen. Am besten direkt von 311. Wer jetzt denkt, das sei aber eine komische Zahl für einen Kussmarathon, dem sei gesagt, dass das Audi Zentrum Trier hier seine märchenhaften Hände im Spiel hat. Denn für 311 Küsse spendet es 311 Euro an den Verein Nestwärme. Und das gleich fünfmal!</p>
<p>Ein Grund mehr, den Lippenstift auszupacken und schon einmal vorm Spiegel daheim den Kussmund zu üben. Denn am Mittwoch, 6. Februar, im Zeitraum zwischen 16.45 und 17.45 Uhr wird drauflos geküsst. Und je mehr Prinzessinnen zusammenkommen, umso mehr Geld gibt es für Familien und ihre Kinder. Na, wenn das nicht adelt?</p>
<p><em>Also an alle Prinzessinnen in Trier: 311 müsst ihr sein und den Prinzen auf Wangen oder Mund küssen, dann gibt&#8217;s 5 x 311 Euro für Nestwärme e.V.</em></p>
<p><strong>Weitere Infos findet ihr auf der Seite des <a href="http://www.nestwaerme.de/index.php?id=1275" target="_blank">Nestwärme e. V.</a> oder beim <a href="http://www.audi-partner.de/de_partner/p_37303/de/aktuell/Kuess_den_Prinz.html" target="_blank">Audi Zentrum Trier</a>.</strong></p>
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		<title>Keep the faith &#8211; Naturally 7 im 5vier-Interview</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-keep-the-faith-naturally-7-im-5vier-interview-94288.html</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 11:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Montag, den 28.Januar versetzte die New Yorker Band "Naturally 7" das Theater Trier in Begeisterung. 5vier.de Mitarbeiterin Stefanie Braun konnte vorab ein kurzes Gespräch mit drei Bandmitgliedern führen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergangene Woche versetzte die New Yorker Band <em>Naturally 7</em> das Theater Trier in Begeisterung (<a href="http://5vier.de/buntes-new-yorker-coolness-in-trier-naturally-7-93876.html">5vier berichtete</a>). 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun konnte vorab ein kurzes Gespräch mit drei Bandmitgliedern führen. Polo, Garfield und Rod standen ihr Rede und Antwort.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Naturally7_Artikelbild_1.jpg" rel="lightbox[94288]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-94009" title="Naturally7_Artikelbild_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Naturally7_Artikelbild_1-300x137.jpg" alt="" width="300" height="137" /></a></strong></p>
<p>Sie sind bekannt für ihre außergewöhnliche Bühnenshow, begeistern rund um die Welt mit ihren Stimmen und ihren herzerwärmenden Präsenz auf der Bühne. Vor einer Woche waren sie in Trier und demonstrierten fast zwei Stunden lang ihr Können (<a href="http://5vier.de/buntes-new-yorker-coolness-in-trier-naturally-7-93876.html">5vier berichtete</a>). Doch Trier war nur ein kleiner Zwischenstopp auf den vielen Reisen, die die sieben durch die ganze Welt machen. Am nächsten Tag um dieselbe Uhrzeit saßen sie bereits wieder im Flieger zurück in ihre Heimatstadt New York, wo ihre Liebsten schon auf ihre Rückkehr warteten. Sie selbst schätzen ihre Tage, an denen sie &#8220;aus dem Koffer leben müssen&#8221; auf über 200 im Jahr. Damit sind sie öfter auf Reisen als Zuhause. &#8220;Das ist zum einen der schönste Teil unserer Arbeit, so vieles von der Welt sehen zu können, aber zum anderen ist es auch wieder der schwierigste Teil, weil wir unsere Familien daheim lassen müssen&#8221;, erklärt Rod, einer der Tenöre und mit seiner Stimme zugleich menschlicher DJ. Er selbst bezeichnet es als &#8220;Herausforderung&#8221;, die ohne die Unterstützung der Familie gar nicht möglich wäre. &#8220;Du brauchst eine Familie, die dich und dein Schaffen unterstützt, ansonsten kannst du nichts schaffen.&#8221; Wenn man denn mal Zuhause ist, versuchen die sieben natürlich das Beste aus jedem einzelnen Tag herauszuholen.</p>
<h2>Support durch die Familie</h2>
<div id="attachment_94461" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Polo_Rod_Naturally7.jpg" rel="lightbox[94288]"><img class="size-medium wp-image-94461  " title="Polo_Rod_Naturally7" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Polo_Rod_Naturally7-195x300.jpg" alt="" width="195" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Polo und Rod (v.l.)</p></div>
<p>&#8220;Unsere Lieben vermissen uns natürlich immer, aber das Gute ist irgendwie auch, dass sie uns nicht so schnell satt haben, wenn wir dann Zuhause sind&#8221;, scherzt Rod und seine Bandkollegen müssen ein bisschen schmunzeln. Das nächste Ziel ihrer Reisen ist schon anvisiert: die Mongolei soll es werden. Ein exotisches Land, völlig anders als die Heimat New York. Natürlich sind die sieben immer aufgeregt, wenn es in ein solches Land geht, allerdings haben sie schon einige Ecken von der Welt gesehen: Südkorea, Japan, Norwegen, Australien&#8230; um nur ein paar zu nennen.</p>
<p>Als dann nach ein paar &#8220;lustigen Reisegeschichten&#8221; gefragt wird, wird es aber erstmal still. Das ist der Nachteil, wenn man so viel sieht, man erinnert sich nicht direkt an alles. Rod kann dann doch noch etwas zum Besten geben: &#8220;Wir waren für ein paar Tage in Norwegen, allerdings gerade in der Zeit, in der die Sonne dort nie untergeht. Das war ziemlich irritierend. Wir konnten nicht schlafen und sind schließlich auf einen See rausgefahren zum Angeln. Es war mitten in der Nacht, taghell, aber wir saßen wach auf einem See und haben gefischt.&#8221;</p>
<h2>Fischen in Norwegen</h2>
<p>Allerdings gibt es auch Momente in denen man weniger von den exotischen Ländern sieht: &#8220;Manchmal sieht jedes Land gleich aus: Flughafen, Hotel, Bühne, Flughafen. Wir machen ja in dem Sinne keinen Urlaub, sondern wir reisen in diese Länder um zu arbeiten. Da sieht man nicht immer viel&#8221;, erklärt Rod. &#8220;Wir müssen eigentlich nochmal fahren um etwas von der Gegend zu sehen&#8221;, so Polo, ebenfalls Tenor und menschliche Gitarre.</p>
<p>Trotzdem kann jeder sofort einen Lieblingsort nennen. &#8220;Australien,&#8221; ist es bei Rod, &#8220;dort gibt es so viele Tiere, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Außerdem war ich dort das erste Mal in meinem Leben schnorcheln.&#8221; Japan ist es bei Garfield, der dritte Tenor und die menschliche Mundharmonika, weil es ganz anders ist als andere Länder. Polos Lieblingsland ist ein im ersten Moment kein besonders ausgefallenes: er mag die Schweiz. &#8220;Ich mag die Berge dort und dass es so friedlich ist.&#8221; Die Landschaft gefällt ihm auch an Trier. Er hatte in den letzten Tagen ein bisschen Zeit um Deutschlands älteste Stadt zu erkunden. &#8220;Die Landschaft ist besonders schön, mit den Bergen auf der einen Seite und dem tiefen Tal auf der anderen.&#8221; An der Stadt an sich gefallen ihm besonders die vielen Kirchen, etwas befremdlich fand er im ersten Moment die Tauben. &#8220;Es sind einfach so unglaublich viele&#8221;, scherzt er.</p>
<div id="attachment_94462" class="wp-caption alignright" style="width: 111px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Garfield_Naturally-7.jpg" rel="lightbox[94288]"><img class="size-medium wp-image-94462 " title="Garfield_Naturally 7" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Garfield_Naturally-7-101x300.jpg" alt="" width="101" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Garfield</p></div>
<p>Welche Botschaft haben die sieben denn für Menschen, die ihre Musik noch nie gehört haben? Ist es doch keine bloße A Capella Musik, sondern ein sogenanntes VocalPlay. &#8220;Für die, die uns noch nie gehört haben, kann ich nur sagen, dass es etwas vollkommen anderes sein wird, was sie hier hören. Musik, die mit der Seele geschaffen und mit der Stimme erschaffen wird. Sie ist noch einen Schritt weiter als A Capella. Wir bringen unsere Stimme an den weitesten Punkt, von dem was machbar ist, um dann weiter zu arbeiten, bis es noch einen Schritt weiter geht.&#8221;</p>
<p>Für Fans hat Rod eine weitere Botschaft: &#8220;Wir arbeiten weiter und wenn ihr kommt weil ihr mögt, was wir machen, hoffen wir euch noch mehr von dem geben zu können, was ihr an uns mögt.&#8221; Darum geht es bei der Musik von <em>Naturally 7</em>, zeigen was machbar ist, wenn man an seinen Träumen und Überzeugungen festhält, an ihnen arbeitet und sich auch von negativen Stimmen nicht unterkriegen lässt. &#8220;Bleibt dran an Zielen, Bestrebungen und Überzeugungen, ihr könnt alles erreichen, wenn ihr nur daran glaubt und hart genug arbeitet.&#8221;</p>
<h2>Dranbleiben!</h2>
<p>Wie bei allen Künstlern gab es auch bei <em>Naturally 7</em> Stimmen die dagegen gesprochen haben: Damit wollt ihr euren Lebensunterhalt verdienen? Das ist ja ganz nett, was ihr macht, aber niemals wird jemand eine CD von euch kaufen. Solches und Ähnliches mussten die Sieben sich anhören, ihr Erfolg spricht deutlich gegen diese Stimmen. Da kommt die Frage auf, was eigentlich besser für den eigenen Erfolg ist, von allen unterstützt zu werden oder ständig gegen andere und für den eigenen Traum kämpfen? &#8220;Das kommt auch auf die Persönlichkeit an. Wir versuchen in der Gruppe eine Balance zu halten. Wenn man sich nur mit Menschen umgibt, die alles fantastisch finden was man macht, ist das genauso schlecht, als wenn man sich immer mit Menschen umgibt, die alles schlecht finden&#8221;, sagt Polo und erklärt weiter: &#8220;Wenn wir bei allem, was wir schaffen immer nur hören, dass es toll ist, können wir uns nicht weiterentwickeln, weil wir keine Kritik kriegen. Man braucht ein Gleichgewicht um realistisch sein zu können und wirklich sagen zu können, was man noch verbessern kann.&#8221;</p>
<p>Kritik bekamen sie zwar keine, dafür eine Möglichkeit die Zeit in Trier für Arbeiten an ihrem neuen Album zu nutzen. Der ortsansässige Produzent und Musiker Daniel Bukowski stellte kurzfristig sein Studio für zwei Tage und eine lange Nacht zur Verfügung.</p>
<div id="attachment_94459" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Naturally7_DanielBukowski_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[94288]"><img class="size-medium wp-image-94459 " title="Naturally7_DanielBukowski_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/02/Naturally7_DanielBukowski_bearbeitet-300x243.jpg" alt="" width="300" height="243" /></a><p class="wp-caption-text">Produzent und Musiker Daniel Bukowski in seinem Studio.</p></div>
<p>&#8220;Ich bekam Dienstag einen Anruf vom Manager der Band, er fragte ob es in Ordnung wäre, wenn man mein Studio für Aufnahmen nutzen könnte. Es ging um ein paar Songs für das neue Album. Allerdings warnte er mich schon davor, dass es bis tief in die Nacht gehen könnte&#8221;, schmunzelt Bukowski. Der Manager blieb zunächst etwas umschreibend, was die Band an sich anbelangte, als er dann erwähnte, dass sie am darauffolgenden Montag einen Auftritt in Trier haben würden, war der Groschen bei dem ortsansässigen Produzenten schnell gefallen: &#8220;Ich habe <em>Naturally 7</em> als Vorgruppe von <em>Michael Buble</em> im Jahr 2005 gesehen, damals war ich schon begeistert. Da war es natürlich keine Frage, dass sie mein Studio benutzen durften.&#8221;</p>
<p>Sonntagnachmittags kamen dann die ersten fünf Bandmitglieder zum Einsingen der besagten Songs. Und tatsächlich dauerte es lange bis sie sich wieder auf den Weg ins Hotel machten. &#8220;Der Tag endete für mich um halb 4 morgens. Allerdings habe ich am nächsten Tag gehört, dass zwei Bandmitglieder noch bis halb 9 im Hotel gearbeitet haben.&#8221; Am nächsten Tag ging es direkt weiter mit den beiden anderen Sängern, darunter auch Hops, der Bassist. Im wahrsten Sinne des Wortes: &#8220;Es war unglaublich. Ich habe noch nie eine derart tiefe Stimme aus meinen Boxen gehört. Zumindest nicht von einem Menschen.&#8221;</p>
<p>Als Produzent und Musiker kennt Bukowski die Arbeit vor und hinter dem Mikrofon genau; umso mehr weiß er um die Schwierigkeit dessen, was <em>Naturally 7</em> tun. &#8220;Wenn man nur mit der Stimme arbeitet muss man umso präziser sein. Eine Gitarre verzeiht schonmal, wenn man etwas unsauber spielt, die Stimme tut das nicht. Hinzu kommt, dass die Arrangements der Gruppe unglaublich anspruchsvoll sind, da müssen alle konzentriert arbeiten, ansonsten klingt die Aufnahme unsauber.&#8221; Trotz harter Arbeit blieb die Atmosphäre locker: &#8220;Die sieben sind einfach freundlich, klar man arbeitet nicht jeden Tag mit solchen Künstlern zusammen, aber sie haben einen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen.&#8221;</p>
<p><em>Dies können 600 Zuschauer bestätigen. So etwas sieht Trier nicht jeden Tag. Sollte man nochmal die Gelegenheit bekommen, ein kleiner Rat, unbedingt Karten kaufen. 5vier.de bedankt sich für das schöne Interview und einen gelungenen Abend. </em></p>
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		<title>Buntes: New Yorker Coolness in Trier &#8211; Naturally 7</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 11:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[A Capella]]></category>
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		<category><![CDATA[Vocalplay]]></category>

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		<description><![CDATA[Die New Yorker Acapella-Gruppe "Naturally 7" begeisterte am vergangenen Montag das Trierer Publikum im Theater Trier. Auch 5vier.de war vor Ort.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Montag, 28. Januar, durfte das Theater Trier wieder ein ausverkauftes Haus erleben, allerdings war die erfolgreiche Produktion keine Leistung des Theaters, sondern ein Gastspiel. Die New Yorker Acapella-Gruppe <em>Naturally 7</em> begeisterte das Trierer Publikum.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Naturally7_Aritkelbild_2_bearbeitet-e1359629637888.jpg" rel="lightbox[93876]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-94010" title="Naturally7_Aritkelbild_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Naturally7_Aritkelbild_2_bearbeitet-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" /></a></p>
<p>Viele kennen sie noch in Verbindung mit der Sängerin Sarah Connor, damals sangen sie zu acht &#8220;Music is the key&#8221;, am Montag sangen und performten sie zu siebt und zeigten dem Trierer Publikum, wie sie aussehen kann, so eine Weltklasse-Show. Und was mit der menschlichen Stimme so alles möglich ist. Beatboxen kennt ja jeder, aber mal eben ein komplettes Schlagzeug mit der Stimme imitieren? Naja gut, klingt auch noch machbar. Eine Trompete oder eine Flöte? Kann auch noch gehen. Eine Mundharmonika? Klingt schon komplizierter. Einen tief schmetternden Bass und eine E-Gitarre? Da kapitulieren selbst hartgesottene Stimmkünstler.</p>
<h2>Stimmgewaltig und Sympathisch</h2>
<p>Doch am Montag zeigten die sieben Künstler aus den USA, dass dies eben doch machbar ist. A capella reloaded. Wenn man nicht wüsste, dass keine Instrumente auf der Trierer Theaterbühne gestanden haben, hätte man annehmen können, dort spielt eine, zwar sehr gute, aber dennoch stinknormale Band. Genau deshalb bezeichnen <em>Naturally 7</em> ihre Musik nicht als A capella, sondern als Vocalplay. Mit der Stimme an die Grenzen des menschlich Machbaren gehen. Und dann noch einen Schritt weiter. Dem Publikum zeigen, was alles drin ist, wenn man nur hart genug arbeitet und kein &#8220;Geht nicht&#8221; akzeptiert.</p>
<p>Mit Songs wie &#8220;Fell it (In the Air tonight)&#8221;, &#8220;Broken Wings&#8221;, &#8220;Say you Love me&#8221;,&#8221;Break these Walls&#8221; und vielen mehr wussten sie zu bewegen. Mal auf emotionale Weise, mal auf körperliche, denn wenigstens mit dem Fuß musste jeder mitwippen. Eine besondere Ohrenweide die Gesangseinlage ohne Mikrofone, bei der sich die Bandmitglieder als Chor am Rand der Bühne platzierten und bewiesen, dass nicht die Technik der Schlüssel zum Erfolg ist, sondern die Stimme. Mit Simon &amp; Garfunkel Evergreen &#8220;The Sound of Silence&#8221; starteten sie ein Medley, das seinesgleichen erst suchen muss.</p>
<h2>Begeistertes Publikum</h2>
<p><a href="http://5vier.de/buntes-new-yorker-coolness-in-trier-naturally-7-93876.html/naturally7_artikelbild_1" rel="attachment wp-att-94009"><img class="alignleft size-medium wp-image-94009" title="Naturally7_Artikelbild_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Naturally7_Artikelbild_1-300x137.jpg" alt="" width="300" height="137" /></a></p>
<p>Die Bandmitglieder Roger, Warren, Dwight, Rod, Garfield, Hops und Polo überraschten nicht nur mit ihrem Können, Instrumente, Bässe und DJs lebensecht zu imitieren. Sondern begeisterten auch mit ihrem außergewöhnlichen Gesang, ihren fantastischen Tanzeinlagen und sogar ihrem perfekt abgestimmten und dennoch individuellen Bühnenoutfits. Stage-Performance made in USA.</p>
<p>Dies wusste auch das Trierer Publikum zu würdigen. Die Show wurde mit Standing Ovations belohnt, wussten die Sieben doch das Publikum auf eine Weise zu beeindrucken und gleichzeitig einzubeziehen und mitzureißen, die man in dieser Form in Trier gar nicht gewohnt ist. Der Duft der großen weiten Welt wehte den Zuschauern um die Nase und verführte ausnahmslos alle zum Aufstehen, Mitklatschen und Mittanzen. Kleine, mit dem Publikum einstudierte Choreinlagen, wurden den Künstlern zur Falle, als sie mit denselben zu zwei Zugaben zurück auf die Bühne gesungen wurden.</p>
<p>Fazit: Wer <em>Naturally 7</em> dieses Mal verpasst hat, sollte sich beim nächsten Mal besser beeilen mit dem Kartenkauf. Die 600 Zuschauer können die sieben Künstler aus New York nur empfehlen. Die Meinungen sind klar und einstimmig: Unbedingt ansehen und anhören!</p>
<p><em>Im Zuge des Konzerts bedankten sich Naturally 7 auch bei dem ortsansässigen Produzenten und Musiker Daniel Bukowski, bei dem sie am Tag zuvor ein paar Songs für ihr neues Album aufnahmen. 5vier.de-Mitarbeiterin Stefanie Braun hat ihn und die Band interviewt, das Interview folgt.</em></p>
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		<title>Leichte Kost im Theater Trier &#8211; Gräfin Mariza</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 09:50:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 26.Januar gab das Theater Trier eine weitere Premiere in dieser Spielzeit. Dieses Mal mit der "Gräfin Mariza" eine dieser locker-luftigen Operetten, die irgendwie doch jeder kennt. 5vier.de war dabei.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 26. Januar, gab das Theater Trier eine weitere Premiere in dieser Spielzeit. Dieses Mal mit der &#8220;Gräfin Mariza&#8221; eine dieser locker-luftigen Operetten, die irgendwie doch jeder kennt. 5vier.de Mitarbeiterin Stefanie Braun war dabei.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/image-e1359451917671.jpg" rel="lightbox[93774]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-93779" title="image" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/image-e1359451909343-300x170.jpg" alt="" width="300" height="170" /></a></p>
<p>Die allseits umschwärmte Gräfin Mariza hat die Schnauze voll. 30 Liebeserklärungen am Tag, mehrere Heiratsgesuche in der Woche &#8211; und nie ist einer dabei, der es nicht nur auf ihr Geld abgesehen hat. Zumindest in den Augen der Gräfin. Sie hat die Faxen schließlich dicke, flüchtet sich auf ein altes Landgut und gibt ihre Verlobung mit dem imaginären Baron Koloman Zsupán bekannt. Zumindest denkt sie, dass er imaginär ist, bis schließlich ein echter Baron Koloman Zsupán auf der Verlobungsfeier auftaucht und sich prompt in die Gräfin verliebt. Die kommt jedoch bald ihrem neuen Gutsverwalter näher, Bela Törek, hinter dem sich niemand anderes als der unglücklich verarmte Graf Tassilo Endrödy-Wittemburg versteckt. Der versucht als Gutsverwalter genug Geld zusammenzusparen, damit seine Schwester Lisa, ebenfalls als Freundin der Gräfin auf das Anwesen mitgekommen, standesgemäß heiraten kann. Lisa wiederum verliebt sich in den echten Baron Koloman Zsupán &#8211; und das heitere Verwechslungsspiel beginnt.</p>
<p>Sie hat Ohrwurmcharakter, die &#8220;Gräfin Mariza&#8221; von Komponist Emmerich Kalmán, das merkte man auch im Premierenpublikum, das eifrig mitsummte und mit dem Fuß wippte. Die Älteren im Publikum erkannten ihre Lieder bereits in den ersten Takten, dem jüngeren Publikum kam vieles irgendwie bekannt vor. Aber eben doch nur irgendwie. Auch die Anspielungen auf &#8220;Das Mädchen Piroschka&#8221; sprachen vorwiegend die ältere Generation an, für die Jungen blieben die in Trachten gekleideten Mädchen ein buntes Rätsel.</p>
<h2>&#8220;Nachts im Museum&#8221;</h2>
<h2><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/image1-e1359452832846.jpg" rel="lightbox[93774]"><img class="alignleft size-medium wp-image-93780" title="image" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/image1-e1359452832846-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></h2>
<p>Dafür wird die Anspielung auf die Komödie &#8220;Nachts im Museum&#8221; besser gezündet haben. Andi, ein Student, gespielt von David Nolden in Abwechslung mit Leander Ullmann, verliert den Anschluss an seine Gruppe und wird nachts in einem Museum zusammen mit ein paar verstaubten Figuren eingeschlossen. Doch halt, die Figuren erwachen zum Leben und erzählen, singen und tanzen die Geschichte der Gräfin. Allen voran die vier Hauptdarsteller Joana Caspar als Gräfin, Svetislav Stojanovic als Gutsverwalter, Luis Lay als Baron Zsupán und Evelyn Czesla als Lisa.</p>
<p>Dabei überzeugen besonders die männlichen Parts mit ihrem Spiel, die weiblichen dafür eher mit ihrem Gesang. Lay spielt wie eingegossen in seine Rolle, sowohl tänzerisch als auch gesanglich. Stojanovic dagegen gibt den gefühlvollen, leicht träumerisch-melancholischen Part. Czesla hat stimmlich &#8220;den Bogen raus&#8221;, tut sich allerdings etwas schwer mit der Klein-Mädchen-Rolle, besonders erkennbar in dem Fang-Spiel mit ihrem &#8220;Bruder&#8221; Stojanovic. Caspar singt wie immer einen sicheren Sopran, wirkt aber in ihrer Rolle als Gräfin teils etwas zu hochnäsig, um noch sympathisch rüber zu kommen.</p>
<h2>Die Kraft der Komödie</h2>
<p>Dabei muss man zu ihrer Verteidigung sagen, dass es auch schwierig ist die Rolle der Mariza nicht in ein Klischee abrutschen zu lassen. Generell ist die Operette gespickt mit Kitschfallen, die allerdings von der leichten Inszenierung Köhlers gekonnt umschifft werden. Köhler setzt eher auf die Kraft der Komödie, denn auf die Wirkung der Evergreens. Seine Figuren sind leicht, komödiantisch, unterhaltsam. Seine Inszenierung verliert den teils verstaubten Operettencharakter, sucht keine Tiefe, wo keine sein soll. Die Gräfin soll einfach unterhalten, mehr macht die Inszenierung auch nicht.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/image2-e1359452645238.jpg" rel="lightbox[93774]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-93781" title="image" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/image2-e1359452635914-300x173.jpg" alt="" width="300" height="173" /></a></p>
<p>Dafür gelingt es dem neuen musikalischen Leiter Joongbae Jee die verborgenen Raffinessen hinter den allseits bekannten Evergreens heraus zu kitzeln. Die Feinheiten des kompositorischen Könnens Emmerich Kalmáns kommen besonders zur Geltung. Musikalisch kann die Operette mehr punkten als inszenatorisch. Verständlicherweise. Ein besonderer Leckerbissen bleiben aber die komödiantischen Elemente, hier strahlen László Lukács als vampirhafter Fürst Moritz Dragomir Populescú, Ferry Seidl als alter Diener Tschekko, Christian Miedreich, als Kammerdiener Penizek und Angelika Schmid als reiche Fürstin Bozena.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/image3-e1359452542803.jpg" rel="lightbox[93774]"><img class="size-thumbnail wp-image-93782 alignright" title="image" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/image3-e1359452532423-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<h2>Eine locker-leichte Inszenierung mit schönem Bühnenbild</h2>
<p>Wer noch zu jung ist, um mit den Songs mitsingen zu können oder die vielen Anspielungen auf alte Heimatfilme zu verstehen, dem bleibt eine locker-leichte Inszenierung mit schönem Bühnenbild und glamourösen Kostümen, das erstere von Thomas Gruber, das zweitere von José Manuel Vásquez. Die Lieder wissen auch trotz aller Unbekanntheit mitzureißen, leider fehlt es ein bisschen an Tiefe. Aber die war auch von vorne herein nicht angedacht.</p>
<p>In diesem Sinne: We love to entertain you.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Interview Klaus-Dieter Köhler &#8211; Ein bisschen Spaß muss sein</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 10:07:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, den 26. Januar, wird die Operette "Gräfin Mariza" Premiere im Theater Trier haben. Das heitere Verwirrspiel ist eine Inszenierung von Klaus-Dieter Köhler. 5vier.de sprach vorab mit ihm.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 26. Januar, wird die Operette &#8220;Gräfin Mariza&#8221; Premiere im Theater Trier haben. Das heitere Verwirrspiel um die besagte Gräfin und ihre Verehrer und Nicht-Verehrer ist eine Inszenierung von Klaus-Dieter Köhler, der auch schon den &#8220;Graf von Luxemburg&#8221; mit einigem Erfolg inszenierte. 5vier.de sprach vorab mit ihm.</strong></p>
<div id="attachment_93469" class="wp-caption aligncenter" style="width: 289px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/GräfinMariza_Interview.jpg" rel="lightbox[93158]"><img class="size-medium wp-image-93469 " title="GräfinMariza_Interview" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/GräfinMariza_Interview-279x300.jpg" alt="" width="279" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Joana Caspar als Gräfin Mariza</p></div>
<p><strong>5vier.de:</strong> Lieber Herr Köhler, das Verwirrspiel &#8220;Beziehungen&#8221; ist nicht gerade ein neues Thema, wieso zieht es dennoch immer wieder?</p>
<p><em><strong>K.D. Köhler:</strong></em> Liebesverwechslungskomödien locken die Menschen immer, egal in welchem Genre. Sie müssen nur einmal in die Klatschpresse sehen, als aktuellstes Thema die Van der Vaarts. Themen wie diese, kriegen sie sich doch noch oder kriegen sie sich nicht mehr, machen neugierig und wecken in gewisser Weise einen Voyeurismus in uns. Dieser wird in der Operette dann im positiven Sinne ausgeprägt. Wenn Sie so wollen, ist die &#8220;Gräfin Mariza&#8221; ein schönes Beispiel für Regenbogenpresse.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong> Sehr tiefgreifend klingt das nicht, wo bleibt denn da die Dramatik?</p>
<p><em><strong>K.D. Köhler:</strong> </em>Tiefgreifend muss das auch gar nicht sein, tiefgreifend ist das mit den Van der Vaarts ja auch nicht. Die Dramatik liegt eher in den Verwicklungen, nicht wie bei der klassischen Dramatik im Tod eines der Liebenden. Die größte &#8220;Gefahr&#8221; besteht in einer Operette darin, dass am Schluss keine Ehe geschlossen wird.</p>
<div id="attachment_93471" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/KDKöhler_Interview.jpg" rel="lightbox[93158]"><img class="size-medium wp-image-93471 " title="KDKöhler_Interview" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/KDKöhler_Interview-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Regisseur K.D. Köhler</p></div>
<p><strong>5vier.de:</strong> Was ist denn dann die Botschaft für den Zuschauer?</p>
<p><em><strong>K.D. Köhler:</strong></em> Das klingt fast philosophisch (lacht). Ich denke, hier steht vorwiegend der Spaß für den Zuschauer im Vordergrund, weniger eine Botschaft. Bei der Operette geht es eher darum ein paar Stunden amüsiert zu werden und in Erinnerungen zu schwelgen. Die Lieder sind halt auch vielen vertraut und werden immer wieder gern gehört. Deshalb ist die Operette ja auch nicht tot zu kriegen, weil sie mit den Erinnerungen spielt. Das macht mir dann auch wieder Spaß, mit dem Wissen um diese, ja fast Evergreens, zu spielen. Viele Lieder aus Operetten haben mittlerweile sogar ein Eigenleben entwickelt, die Leute singen sie, ohne zu wissen, woher sie eigentlich stammen. Das beste Beispiel, in Fußballstadien habe ich schon ein Lied aus dem &#8220;Zigeunerbaron&#8221; gehört. Und auch die &#8220;Gräfin&#8221; hat einige Gassenhauer.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong>Worauf legen Sie in Ihrer Inszenierung denn besonderen Wert? Was wollen sie vermitteln?</p>
<p><em><strong>K.D. Köhler:</strong></em>Ich lege auf die gute Unterhaltung wert. Eine Operette ist wie ein gutes Essen, die Leute bestellen und erwarten dann auch, dass es schmeckt. Ich bin dabei so etwas wie der Chefkoch. Wenn Sie wollen, ist das klar ein bisschen gefällig, aber Theater darf auch mal gefällig sein. Ich finde es klingt immer so abwertend, wenn man von &#8220;gefällig&#8221; spricht, es kann doch auch mal nur gefallen. Die Operette soll Spaß machen, &#8220;gefällig&#8221; klingt da so negativ.</p>
<div id="attachment_93467" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/GräfinMariza_1_Interview.jpg" rel="lightbox[93158]"><img class="size-medium wp-image-93467 " title="GräfinMariza_1_Interview" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/GräfinMariza_1_Interview-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Das Operettenpaar &#8211; Caspar und Stojanovic</p></div>
<p><strong>5vier.de:</strong> Inszenieren Sie zeitgenössisch oder modern? Welcher &#8220;Look&#8221; erwartet den Zuschauer?</p>
<p><em><strong>K.D. Köhler:</strong></em> Das Stück wurde in den 20er Jahren komponiert und spielt auch in den 20er Jahren in einem Phantasie-Rumänien, in den Bergen, ca. 30 km von Bukarest weg. Die Operette spielt hier mit ganz vielen Assoziationen, und so wollen wir das in der Inszenierung auch machen. Dazu bedienen wir uns beim Medium Film, sorgen für Irritationen indem wir auf den Heimatfilm anspielen oder auf &#8220;Ich denk so oft an Piroschka&#8221;. In der Operette treten auch viele Zigeuner auf und wir befassen uns auch mit dem Operettenbild von diesen. Das wird ein Spagat, denn das ziemlich romantisch verklärte Klischeebild des Zigeuners kann nicht ignoriert werden. Allerdings kann man in einer Operette keinen knallharten Realismus erzählen. Das wirkt albern, für beide. Eine Operette kann auch nicht wirklich modern sein. Wenn man eine Operette zerstören will, braucht man sie gar nicht erst zu machen. Allerdings wird es einige Einflüsse geben, es wird ein nächtliches Museum geben und eine Anlehnung an Graf Dracula. Mit einem Augenzwinkern einige Zitate aus Filmen und alten Serien. Dabei soll die Operette immer Spaß machen, ich möchte das Publikum ernst nehmen, welches die Operette ernst nimmt.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong> Wie bewerten Sie die Trierer Darsteller?</p>
<div id="attachment_93470" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/GräfinMariza_Joongbae_Jee.jpg" rel="lightbox[93158]"><img class="size-medium wp-image-93470 " title="GräfinMariza_Joongbae_Jee" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/GräfinMariza_Joongbae_Jee-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Joongbae Jee</p></div>
<p><em><strong>K.D. Köhler:</strong></em> Durchweg positiv; ganz super! Ich konnte mit meinen beiden Hauptdarstellern schon den &#8220;Graf von Luxemburg&#8221; machen. Das hier ist immerhin schon meine 5. Operette in diesem Haus. Ich arbeite einfach gerne mit den Sängern zusammen, das beruht wohl auch auf Gegenseitigkeit. Die Arbeit ist harmonisch und schön und das Ergebnis hoffentlich auch. Die Mischung macht es, wir haben das Ballett mit drin und Schauspieleinheiten, wie etwa Christian Miedreich, der viel Talent für die Operette und das Komödiantische beweist. Genauso wie Laszlo Lukacs, der ebenfalls viel komödiantisches Talent besitzt. Ich kenne ihn seit vielen Jahren, doch es ist das erste Mal, dass ich mit ihm zusammen arbeite. Die Arbeit mit so vielen verschiedenen Künstlertypen, den Sängern, Schauspielern und Tänzern ist manchmal schon eine Aufgabe, aber es macht auch unheimlich viel Spaß. Ich arbeite gerne mit verschiedenen Typen. Allerdings brauchen diese verschiedenen Einheiten auch alle Zeit um sich zu entwickeln, wenn man die Geschichte richtig erzählen will, braucht sie Platz. Und da wären wir auch wieder bei dem Vergleich mit dem Koch, ein leckeres Gericht ist halt eben selten Fast Food.</p>
<p>Mit der &#8220;Gräfin Mariza&#8221; hat auch ein neues Theatermitglied seinen Einstand. Seit dieser Spielzeit ist Joongbae Jee erster Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors. Der Südkoreaner wurde 1982 in Seoul geboren und lebt derzeit in Stuttgart und Trier. Sein Studium absolvierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Prof. Klaus Arp (Orchesterleitung) und Prof. Georg Grün (Chorleitung) und an der „Seoul Art High School“. 2004 wurde er als bester Nachwuchsdirigent der Suwon Philharmonic (Staatsphilharmonie Suwon) und von der Korean Conductors Association ausgezeichnet. 2012 gewann er zudem den „Deutschen Operettenpreis für junge Dirigenten“. In der letzten Zeit war er an der musikalischen Komödie der Oper Leipzig (J.Strauss &#8220;Die Fledermaus&#8221;), am Theater Hagen (Oper „Susannah“ von C. Floyd), beim Kurpfälzischen Kammerorchester, bei den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt, beim Gwangju Symphony Orchestra (Korea) und Bucheon Philharmonic (Korea) zu Gast. Im Sommer 2013 gibt er sein Debüt als musikalischer Leiter für die Oper Turandot von G.Puccini am Operntheater der Seoul Art Center in Seoul, Südkorea.</p>
<p><em>5vier.de wünscht Joongbae Jee, Klaus-Dieter Köhler und natürlich allen Mitwirkenden der &#8220;Gräfin Mariza&#8221; ein herzliches ToiToiToi und bedankt sich für das nette Interview.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Marco Piecuch</span></p>
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		<title>Die greifbare Stadt &#8211; &#8220;Gedankenskulptur&#8221; im Exhaus</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 08:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, 19. Januar, stand das Exhaus ganz im Zeichen der Sinne, und zwar sprichwörtlich, denn mit "Gedankenskulpturen" fand der Besucher die Möglichkeit seine Wahrnehmung auf die Probe zu stellen.
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 19. Januar, stand das Exhaus ganz im Zeichen der Sinne, und zwar sprichwörtlich, denn mit &#8220;Gedankenskulpturen&#8221; fand der Besucher die Möglichkeit seine Wahrnehmung auf die Probe zu stellen.</strong></p>
<div id="attachment_93142" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Artikel_Gedankenskulpturen_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[93141]"><img class="size-medium wp-image-93142 " title="Artikel_Gedankenskulpturen_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Artikel_Gedankenskulpturen_bearbeitet-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Miriam Maibücher und Laura Sarau</p></div>
<p>Sie funktioniert ohne unser Zutun und im besten Fall sogar so gut, dass wir sie kaum noch bemerken: unsere Wahrnehmung. Am Tag nehmen wir Tausende Gerüche, Geschmäcker, Bilder und Töne wahr, die unser Gehirn in mühevoller und doch fantastischer Kleinarbeit zu einem stimmigen Bild zusammenrechnet. Eine Höchstleistung, die wir meist nicht mal mehr bemerken. Außer, diese Höchstleistung wird gestört oder irritiert. Was passiert zum Beispiel, wenn wir vertraute Dinge im Halbdunkeln wahrnehmen? Oder in einem anderen Licht betrachten? Was empfinden wir beim Anblick eines gewöhnlichen Bildes hinter einem ungewöhnlichen Filter?</p>
<h2>Wahrnehmung ist Höchstleistung</h2>
<p>Diesen und anderen Fragen sind die Organisatoren und Künstler von &#8220;Gedankenskulptur&#8221; nachgegangen. Dabei war den Organisatoren, allesamt untereinander befreundete Studenten von Uni und FH, diesmal vor allem wichtig auf eine besondere Form der Wahrnehmung aufmerksam zu machen: nämlich die von Subkulturen. Wie nimmt man Subkulturen, wie etwa die Skaterszene, wahr? Diese war besonders durch die im Raum gestandene Schließung der Skaterhalle in das Licht der Öffentlichkeit getreten. Eine aufgebaute Skaterampe, an der jeder skaten konnte, sollte das Hobby des Skatens näher an den Besucher heranbringen.</p>
<p>Laura Sarau, Soziologie-Studentin an der Uni Trier, eine von acht Organisatoren, war es bei der Integration dieser Subkultur besonders wichtig, eine Verbindung zu den anderen Kunstwerken der Streetartkünstler zu schaffen: &#8220;Streetart hat uns alle interessiert, darin waren wir uns schnell einig.&#8221;</p>
<div id="attachment_93153" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Gedankenskulpturen_11_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[93141]"><img class="size-medium wp-image-93153 " title="Gedankenskulpturen_11_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Gedankenskulpturen_11_bearbeitet-300x193.jpg" alt="" width="300" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">Subkultur &#8211; Skater</p></div>
<p>Streetart bedeutet in diesem Falle nicht, wie viele denken, Graffiti und selbst deklarierte &#8220;Kunstwerke&#8221; an Häuser zu malen. Streetart möchte die Straße und somit die Stadt &#8220;begreiflich&#8221; machen. Gewohnte Strukturen in einem neuen Licht erscheinen lassen. Wie Ulla Rauter dies in ihrem Fassadenscan gemacht hat: Negativaufnahmen der Porta Nigra, der Basilika und der Skaterhalle laufen als Projektionen über die Wand eines abgedunkelten Nebenraumes des Exhauses. Darüber ein roter Strich, ähnlich dem Scanner an der Kasse. Die Fassade wird im wahrsten Sinne des Wortes &#8220;abgescant&#8221;.</p>
<p>Dabei ertönen Geräusche, mal ein Rauschen, mal ein Piepsen, die irgendwie charakteristisch für das jeweilige Bauwerk anmuten, aber es doch in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen. &#8220;Die Vertonungen machen die architektonischen Eigenarten der Bauwerke hör- und damit auch sichtbar.&#8221; Die Stadt wird so neu erlebt, greifbar und auch begreifbar gemacht. &#8220;Die Arbeiten von Ulla Rauter sind besonders spannend, als Streetart-Künstlerin hat sie sich bereits einen Namen gemacht&#8221;, so Sarau. Die 23-Jährige macht die Pressearbeit für die diesjährige &#8220;Gedankenskulptur&#8221;-Ausstellung, packt aber auch immer mit an, wenn es an andere Stelle brennt: &#8221; Bei acht Leuten ist es schwer eine klare Aufteilung zu finden, jeder hat zwar <em>seinen</em> Bereich, aber es helfen dann doch alle überall.&#8221;</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Gedankenskulpturen10_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[93141]"><img class="alignright size-medium wp-image-93143" title="Gedankenskulpturen10_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Gedankenskulpturen10_bearbeitet-241x300.jpg" alt="" width="241" height="300" /></a></p>
<h2>Streetart und Subkulturen</h2>
<p>Miriam Maibücher, Psychologie-Studentin im fünften Semester, ebenfalls Mitorganisatorin und Kunstbeauftragte, war bereits bei der letzten &#8220;Gedankenskulptur&#8221; eine der Hauptorganisatorinnen. Damals war ihr alles zu sehr auf die biologische Wahrnehmung gemünzt. Dieses Mal wollten sie und ihre Mitorganisatoren die Wahrnehmung erweitern.</p>
<p>Auch die kritische Beleuchtung sollte nicht unter den Tisch fallen; so gab es auch wissenschaftliche Vorträge, die sich mit dem Thema der Subkulturen befassten. Daniel Fuchs und Tobias Talbot lieferten zudem Fotos ihrer Reihe zum Thema Subkulturen in Städten. Auch die Fotografien von William Minke beschäftigen sich mit Randgruppen, in diesem Fall mit den letzten Messen der Porno- und Waffenindustrie, die wieder eine gänzlich andere Form der Randgruppen darstellen.</p>
<p>&#8220;Die Ausstellung ist sehr geprägt durch ihre Künstler, sie haben ihre eigene Entwicklung in das Projekt gebracht. Das Ergebnis ist sehr städtisch geworden. Man bekommt ein richtig <em>urbanes</em> Feeling.&#8221; Um das Gefühl der Ausstellung erst herbeiführen zu können, musste aber noch einiges getan werden im Exhaus. &#8220;Wir mussten insgesamt 170 qm weiß streichen, um den Raum &#8220;clean&#8221; zu bekommen. Da am Vortag noch eine Kindergruppe vor Ort war, konnten wir erst nachts aufbauen. Deshalb sind wir auch alle noch etwas übernächtigt.&#8221; Dennoch lag das Exhaus als Örtlichkeit nahe: &#8220;Gerade dass, das Exhaus nicht klinisch rein ist, gibt der ganzen Ausstellung noch einen zusätzlichen Rahmen, es passt zum Thema der Wahrnehmung von Streetart und Subkulturen.&#8221; Zudem hat das Exhaus die Arbeit der Studenten sehr unterstützt. &#8220;Wir konnten über das Exhaus vieles regeln, man hat uns sehr geholfen, auch was organisatorische Sachen anbelangte. Das reichte von <em>wo findet man eine Steckdosenleiste</em> bis <em>wann überweisen wir das Geld</em>? Martin Schümmelfeder, der Chef vom Kulturbüro hat uns dabei komplett den Rücken frei gehalten&#8221;, so Maibücher.</p>
<h2 style="text-align: left;">Do-it-yourself-Kunst</h2>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Gedankenskulpturen_4_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[93141]"><img class="size-medium wp-image-93147 aligncenter" title="Gedankenskulpturen_4_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Gedankenskulpturen_4_bearbeitet-300x226.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auch eine andere Organisation hat ihren Teil zum Gelingen beigetragen. Das &#8220;DBIZ&#8221; stellte mit Anne Hand einen Coach, der mit gezielten Fragen auf offene Stellen in der Planung hinwies. &#8220;Die Gruppe hat mir von ihrem Projekt erzählt und ich habe sie darauf angesprochen, wenn es irgendwo gehakt hat. Ich persönlich finde die ganze Idee sehr innovativ &#8211; mit vielen interessanten Aspekten. Bei den vielen Kunstwerken gefällt wenigstens eines sicher jedem.&#8221;</p>
<p>Auch wenn es im ersten Moment schwierig ist, das Projekt in Worte zu fassen: &#8220;Wir hätten uns natürlich auch auf weniger beschränken können, aber wir wollten es so vielseitig belassen. Das Ganze ist sehr komplex und viele können erst abschätzen, was sie erwartet, wenn sie hier waren. Selbst ein Professor des Studiengangs &#8220;Intermediales Design&#8221; hat uns angeschrieben, da er neugierig geworden ist. Das Reizvolle ist die Verbindung von Wissenschaft und Kunst. Diese Mischung macht einfach Sinn. Bei den Kunstwerken muss jeder seine eigene Wahrnehmung nutzen, um sein eigenes Verständnis davon zu entwickeln. Ansonsten ist es keine Kunst&#8221;, so Maibücher.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Gedankenskulpturen_9_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[93141]"><img class="alignright size-medium wp-image-93152" title="Gedankenskulpturen_9_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Gedankenskulpturen_9_bearbeitet-177x300.jpg" alt="" width="177" height="300" /></a></p>
<p>Seine eigene Wahrnehmung musste der Besucher in der Tat einsetzen. Geschnitzte Gesichter in Skateboards, Fassadenscans, Kleider aus völlig neuen Materialien, Bilder bemalt und gefiltert, sodass der Ursprung nur mit Mühe zu erkennen ist. Frei nach dem Motto: &#8220;Kunst ist, was man daraus macht.&#8221; Hier wird die Kunst nicht vorgekaut, die Fotografien sind nicht immer ästhetisch und manchmal sogar wenig geschmackvoll, doch sie haben etwas. Was, das muss der Betrachter für sich selbst entscheiden. Denn genau darum geht es: Was sieht man auf den ersten Blick? Aber viel wichtiger, was sieht man auf den Zweiten? Sind die Hemden in blauem Licht (siehe Fotogalerie) Symbole für Spiritualität, Gespenster der Moderne, oder schlicht zwei weiße Hemden bestrahlt mit blauem Licht?</p>
<p><em>Do-it-yourself-Kunst. Bekannte Dinge neu erleben und so über die eigene Wahrnehmung stolpern, das war das Ziel der Studentengruppe bei der diesjährigen &#8220;Gedankenskulptur&#8221;- Ausstellung. Das Ziel ist erreicht, über das nächste wird bereits nachgedacht. &#8220;Wir wollen auf jeden Fall wieder eine neue &#8220;Gedankenskulptur&#8221;-Ausstellung auf die Beine stellen.&#8221; Wo, wie und was muss aber noch überlegt werden.</em></p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Eure Heiligkeit? &#8211; &#8220;Der Priestermacher&#8221; im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2013 10:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Theater Trier feierte "Der Priestermacher" Premiere. Das Stück um einen jungen, rebellischen Priesteranwärter und einen publikumstollen Priester wurde von Florian Burg inszeniert. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Mittwoch, den 16. Januar hatte das Stück &#8220;Der Priestermacher&#8221; Premiere im Studio des Theaters Trier. Das Stück <strong>um einen jungen, rebellischen Priesteranwärter und einen publikumstollen Priester, </strong>in welchem bereits Joachim Fuchsberger mit seinem schauspielerischen Können glänzen konnte, wurde von Florian Burg inszeniert. In den Hauptrollen sind Daniel Kröhnert und Manfred-Paul Hänig zu sehen.<a href="http://5vier.de/eure-heiligkeit-der-priestermacher-im-theater-trier-92985.html/der-priestermacher_rezension_1_bearbeitet" rel="attachment wp-att-92992"><img class="alignright size-medium wp-image-92992" title="Der Priestermacher_Rezension_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Der-Priestermacher_Rezension_1_bearbeitet-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a></strong></p>
<p>Der Star der Kanzel: Tim Farley, alter Hase im Priestergeschäft, tritt jeden Sonntag vor seine Gemeinde, nicht unbedingt um seine Schäfchen auf den rechten Weg zu führen, wohl aber um seine eigene Beliebtheit bei ihnen weiter nach oben zu schrauben. Ähnlich wie seine Weinbestände, die er von den vielen treuen Fans, Verzeihung, Gemeindemitgliedern bekommt. Umso verstimmter ist er, als ein junger Seminarist mit allzu rebellischen Gedanken und leider auch Fragen in seinen Gottesdienst kommt. Die bohrende Art des jungen Mannes, namens Mark Dolson, bringt Farley nicht nur ins Schwitzen, sondern auch aus dem Konzept. Umso unerfreulicher, dass Farley den angehenden Priester zugeteilt bekommt, um ihn unter seine publikumswirksamen Fittiche zu nehmen. Anfangs sind beide herzlich wenig begeistert voneinander. Für Dolson ist Farley ein aufgeblasener, ewig trinkender Publikumsgockel und für Farley ist Dolson ein Rebell ohne höheren Sinn. Doch dann entwickelt sich Respekt und schließlich Freundschaft zwischen den beiden. Doch Dolson kann es nicht lassen, der Gemeinde und seinen &#8220;Vorgesetzten&#8221; mit seinen Fragen und seinen brennenden Predigten auf den Zahn zu fühlen. Und schließlich drohen die Schatten der Vergangenheit ihm seine Zukunft als Priester zu verbauen.</p>
<h2 style="text-align: right;">Weinflaschen gegen bohrende Fragen</h2>
<div id="attachment_92993" class="wp-caption alignleft" style="width: 194px"><a href="http://5vier.de/eure-heiligkeit-der-priestermacher-im-theater-trier-92985.html/der-priestermacher_rezension_2_bearbeitet" rel="attachment wp-att-92993"><img class="size-medium wp-image-92993" title="Der Priestermacher_Rezension_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Der-Priestermacher_Rezension_2_bearbeitet-184x300.jpg" alt="" width="184" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Daniel Kröhner als rebellischer Seminarist</p></div>
<p>Daniel Kröhnert spielt Mark Dolson, ihm zur Seite steht Manfred-Paul Hänig als Tim Farley, die Inszenierung übernahm Florian Burg. Das Stück von Bill C. Davis soll komödiantisch sein, weist auch einige witzige Momente auf, doch so wie das mit Komödien ist, muss es auch einige bittere Momente geben. Auch die gibt es. Nicht umsonst sind Homophobie und dogmatische, ja fast diktatorische Vorgesetzte Themen des Stückes, doch irgendwie will die Dramatik dahinter nicht so recht zünden. Florian Burg berichtete <a href="http://5vier.de/theater-trier-der-priestermacher-5vier-sprach-mit-regisseur-florian-burg-92909.html">im 5vier.de-Interview</a>, dass &#8220;Der Priestermacher&#8221; als eine Charakterkomödie anzusehen ist, dies trifft auch ohne Zweifel zu, denn die beiden Hauptdarsteller Hänig und Kröhnert wissen es mit pointenreichen, sicherem Spiel den Zuschauer bei Laune zu halten. Dabei ist Kröhnert als Dolson nicht nur der sture Querdenker und Hänig nicht nur der selbstverliebte Kanzel-Hampelmann. Die beiden schaffen es, ihren Figuren mehr Tiefe einzuhauchen, gezielt umschiffen ihre Selbstgeständnisse die Kitschklippen einer Inszenierung, sind zwar manchmal dick aufgetragen, bleiben einem aber nicht im Halse stecken. Burg achtet hier sehr auf punktgenaue Arbeit, die Figuren sollen kein unnötiges Mitleid erregen, sondern vielmehr Fragen aufwerfen. Was ist mein Weg zu Wahrheit? Zu mir? Zu Gott?</p>
<h2>Gute Darsteller, maue Krisen</h2>
<div id="attachment_92994" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://5vier.de/eure-heiligkeit-der-priestermacher-im-theater-trier-92985.html/der-priestermacher_rezension_3_bearbeitet" rel="attachment wp-att-92994"><img class="size-medium wp-image-92994" title="Der Priestermacher_Rezension_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Der-Priestermacher_Rezension_3_bearbeitet-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Manfred-Paul Hänig als &#8220;Star der Kanzel&#8221;</p></div>
<p>Leider bleibt das gekonnte Spiel der beiden Darsteller ohne größeren Effekt beim Zuschauer. Irgendwie will die Dramatik von Dolson, dem aufgrund seiner (sexuellen) Vergangenheit der Weg ins Priesteramt von oben versperrt bleibt und Farley, der aufgrund von elterlicher Misshandlung auch in fortgeschrittenem Alter nicht so recht weiß, &#8220;ob er Mann, Frau oder Stockfisch&#8221; ist, nicht so recht zünden. Vielleicht da die jüngsten &#8220;Krisen&#8221; der Kirche eine viel größere Dramatik zum traurigen Alltag gemacht haben, wurden doch eine Zeit lang fast täglich Stimmen laut, die über Missbrauch und Misshandlungen durch Kirchenmänner berichteten. Erst jüngst hat die katholische Kirche mal wieder gut ins &#8220;Fettnäpfchen getreten&#8221;. Zu Bill C. Davis&#8217; Zeiten waren derlei schreckliche Schicksale schon aktuell, aber (leider) noch nicht bekannt. Jedenfalls kann der Zuschauer über Dolsons Misere nur milde lächeln. Viel mitnehmen an neuen Erkenntnissen oder Denkanstößen kann er nicht. Den Reiz machen in der Tat die beiden Darsteller aus, die witzig sind, ohne auf Peinlichkeitslacher zu setzen, dramatisch sind, ohne in die Klischeekiste zu greifen. Sie bieten einen kleinen Einblick, eine überschaubare Charakterstudie, eine freundliche Botschaft: &#8220;Finde die eigene Wahrheit. Und dann steh dazu.&#8221; Bestürzt oder bekümmert muss kein Zuschauer nach Hause gehen.</p>
<p>Das Bühnenbild stammt von Susanne Weibler und erinnert an die wohlbekannte Dorfkirche und Pfarrei, den typischen Schreibtisch des Pfarrers mit Kreuz und Weinflaschen in der Tür. Die Kostüme von Carola Vollath stehen natürlich unter kirchlichem Prädikat, sind damit in ihrer Kreativität etwas eingeschränkt. Nichtsdestotrotz, wo die künstlerische Freiheit es zulässt, etwas bieder, aber zum Thema passend. Hemd und Baumwollweste gehen für einen Seminaristen eben immer.</p>
<p><em>Fazit: Eigentlich ein schönes Stück, beinahe zu schön, zu glatt. Die Problematik dahinter ist schnell verstanden, aber es bleibt immer eine leises &#8220;Und weiter?&#8221; im Hinterkopf zu hören. Ein jüngeres Publikum wird mit dem &#8220;Problem&#8221; der Homophobie wohl nichts anfangen können, die Frage nach Gnade und Verständnis von Seiten der Kirche stellt sich dafür jedem. Gelungen und sehenswert sind die beiden Hauptdarsteller und die punktgenaue Inszenierung, das Stück als solches erscheint mittlerweile leider etwas am (Krisen-)Thema vorbei.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8220;Der Priestermacher&#8221; &#8211; 5vier sprach mit Regisseur Florian Burg</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2013 12:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Am Mittwoch, 16. Januar, feierte das Stück "Der Priestermacher" seine Premiere im Theater Trier. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun sprach vorab mit Regisseur Florian Burg.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein rebellischer Seminarist und ein publikumsverliebter Priester; klingt nach einem recht ungleichen Paar. Genau in diesem Gegensatz liegt die Komik des neuen Stücks &#8220;Der Priestermacher&#8221; im Theater Trier, das am Mittwoch, 16. Januar, seine Premiere feierte. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun sprach vorab mit Regisseur Florian Burg.</strong></p>
<p><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Priestermacher_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[92909]"><img class="alignright size-medium wp-image-92916" title="Priestermacher_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Priestermacher_1_bearbeitet-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" /></a></strong></p>
<p><strong>5vier.de: Die Inszenierung eines solchen Stückes in Zeiten der Kirchenkrise, aufgrund zahlreicher Missbrauchsfälle, ist bestimmt nicht einfach, doch wie geht man als Regisseur mit diesen Themen um, wenn das eigene Stück sie gar nicht schneidet?</strong></p>
<p><em><strong>Florian Burg:</strong></em> Sie haben recht, das Stück hat mit Missbrauch nichts zu tun, aber bereits der dritte Satz im Stück, „Katholische Kirche in der Krise“, zeigt, dass die Situation der Kirche durchaus behandelt wird. Die Kirche des Stückes befindet sich im Umbruch, begreift sich auch darin, doch es gibt immer wieder konservative Kräfte, die dagegen halten. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das Stück. Es bietet Krisen an, die ich auch gerne aufnehme, wie etwa Homophobie oder Sexualfeindlichkeit, auch Themen wie das Zölibat. Ich lasse ungern Blut spritzen, wo gar keines fließt.</p>
<p><strong>5vier.de: Hat das Stück Missionsdrang? Und wenn ja, welchen?</strong></p>
<p><em><em><strong>Florian Burg:</strong></em> </em>Jedes Theaterstück hat Missionsdrang, zumindest begreife ich Theater so. Dieses Stück endet mit einem Appell, die Kirche „von unten“ neu zu gestalten und sich nicht nur von oben diktieren zu lassen. Es ist der Appell eines Autors, der selbst gläubig ist, mit der Institution Kirche aber Schwierigkeiten hat. Ansonsten ist das Stück aber eher als eine Charakterkomödie zu sehen, die einen heiteren, aber auch aufklärenden Blick in das Innenleben der Kirche wirft.</p>
<p><strong>5vier.de Welche Botschaft möchten Sie mit der Inszenierung vermitteln?</strong></p>
<p><em><strong>Florian Burg: </strong></em>Vor allem geht es um die Botschaft, zu sich als Mensch zu stehen. Es gibt im Leben ja auch andere Institutionen, die Einfluss nehmen möchten, wie etwa der Beruf, aber auch die Partnerschaft etc. Es geht darum, zu der eigenen Wahrheit zu stehen.</p>
<p><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Priestermacher_2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[92909]"><img class="alignleft size-medium wp-image-92917" title="Priestermacher_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Priestermacher_2_bearbeitet-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>5vier.de: Sind Sie gläubig, bzw. muss man es sein, um das Stück sehen zu können? Oder ist man als Zuschauer lieber kritisch?</strong></p>
<p><em><strong>Florian Burg: </strong></em>Das ist jetzt aber die Gretchenfrage (lacht). Man muss nicht gläubig sein, um dieses Stück inszenieren zu können, aber es hilft, sich in der Thematik auszukennen. Ich bin ja katholisch aufgewachsen. Man muss es nicht sein, aber man kann. Für gläubige Menschen bietet das Stück den besagten Appell zur Umstrukturierung, aber auch für nicht gläubige Menschen bietet es einiges. Die hierarchisch dogmatischen Strukturen im Stück bekommen ja auch ihr Fett weg.</p>
<p><strong>5vier.de: Trier ist eine überwiegend katholische Stadt, sie arbeiteten mit dem Bistum zusammen, inwieweit bekamen Sie da Druck?</strong></p>
<p><em><em><strong>Florian Burg: </strong></em> </em>Überhaupt nicht. Zumindest empfand ich keinen Druck. Mir ging es hauptsächlich darum, zusammen mit meinen Schauspielern eine gemeinsame Sicht auf das Stück zu erarbeiten. Triers Bistum gehört auch zu den eher moderneren Bistümern, die versuchen, an die Gesellschaft heranzutreten und einen Dialog zu suchen. Priesterseminaristen aus Trier konnten eine Schlüsselszene des Stückes schon vorab sehen, das war für beide Seiten ein sehr interessantes Treffen. Da trafen im wahrsten Sinne zwei Welten aufeinander, es war eine tolle Erfahrung diese jungen Männer näher kennenzulernen und etwas über ihre Motivation zu erfahren, Priester zu werden. Sofern dies in zwei Stunden möglich war.</p>
<p><strong>5vier.de: Wem empfehlen Sie das Stück?</strong></p>
<p><em><strong>Florian Burg:</strong></em> Ich empfehle das Stück sowohl Gläubigen als auch Atheisten, denn hier kann man zusammen über dasselbe Thema lachen.</p>
<p><em> 5vier.de dankt für das Gespräch und wünscht allen Beteiligten Toi Toi Toi.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Leben in zwei Welten &#8211; Gespräch mit Sandra Baumgärtner</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-leben-in-zwei-welten-gesprach-mit-autorin-sandra-baumgartner-91857.html</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2013 09:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücherecke]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Schon gelesen?]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Mea Culpa]]></category>
		<category><![CDATA[Sandra Baumgärner]]></category>
		<category><![CDATA[Seraphim]]></category>

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		<description><![CDATA[Sandra Baumgärtner hat den zweiten Band ihrer Seraphim-Reihe herausgebracht. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun traf sich mit ihr zum Gespräch.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerade lief das fulminante Finale der &#8220;Twilight&#8221;-Saga in den Kinos (<a href="http://5vier.de/buntes-twilight-breaking-dawn-biss-zum-happy-end-88823.html">5vier.de berichtete</a>), &#8220;True Blood&#8221; sprengt die Quoten und &#8220;Vampire Diaries&#8221; läuft und läuft und läuft. Vampire sind nach wie vor Trend. Für Sandra Baumgärtner der richtige Zeitpunkt, um den zweiten Band ihrer Seraphim-Reihe herauszubringen. 5vier-Mitarbeiterin Stefanie Braun traf sich mit ihr zum Gespräch.</strong></p>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Hallo Sandra, vielleicht erzählst Du uns erst mal, wie sich das Leben von Seraphim im zweiten Band verändert hat?</strong></p>
<p><strong><em>Sandra Baumgärtner:</em></strong> Seraphim war im ersten Band sehr zurückgenommen, obwohl sie eigentlich eine aktive, freche Persönlichkeit ist. Im zweiten Band wird sie nun viel eigenständiger, auch gezwungenermaßen. Sie lebt ja zunächst sehr sorgenfrei mit Leander in Marburg und muss sich dank zweier Spender keine Gedanken um das &#8220;tägliche Brot&#8221; machen. Das ändert sich dann im Laufe des Buches.</p>
<div id="attachment_39401" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-39401  " title="Sandra Baumgärtner" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/05/artikelinterview1-e1306056850521-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /><p class="wp-caption-text">Konnte es beim Schreiben gar nicht schnell genug gehen</p></div>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Wie empfindet Seraphim ihre Wandlung?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> Da sie ja von Anfang an immer versorgt wurde, musste sie sich nie Gedanken über so wichtige Sachen wie Nahrungsbeschaffung und Ähnliches machen. Als das dann im zweiten Band wegfällt, beginnt sie erstmals darüber nachzudenken, ob es richtig ist sich so &#8220;pämpern&#8221; zu lassen.</p>
<p><strong>5vier.de: Welche Konflikte erwarten den Leser im zweiten Band?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong> </em>Zum einen der Konflikt zwischen Leander und Seraphim, denn Leander bittet Seraphim um eine &#8220;Praecantara&#8221;. Das ist ein besonderer Bund, der einer Ehe ähnlich ist, allerdings noch einen ganzen Schritt weiter geht. Denn es heißt nicht &#8220;bis dass der Tod euch scheidet&#8221;, sondern bis dass der Tod euch eint. Das bedeutet, stirbt der eine, stirbt der andere mit. Eine Entscheidung, die Seraphim nicht mal eben so fällt. Natürlich möchte sie, wie das mit der einzig wahren Liebe eben so ist, nicht mehr leben, wenn Leander gestorben ist. Allerdings würde der Bund bedeuten, dass auch Leander stirbt, wenn sie es tut. Und das auch noch unverschuldet. Und dann natürlich der Konflikt zwischen Leander und seinem Widersacher. Ein alter Bekannter, der nicht ohne Grund auf Leander zukommt, immerhin gibt es eine Geschichte, warum er einst zum Widersacher wurde. Leander erzählt Seraphim nichts davon, was ihm dann wiederum zur Falle und zum nächsten Konflikt wird.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Was hat für Dich den Reiz am Verfassen des zweiten Bands ausgemacht?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner: </strong></em>Es gibt ja zwei Versionen des Buches, die erste habe ich direkt im Anschluss zum ersten Band geschrieben. Damals spielten die Figuren in meinem Kopf einfach weiter, sie waren die Triebfeder für diese erste Fassung. Die zweite Fassung entstand Ende vorletzten Jahres, Anfang letzten Jahres, in der ich die Konflikte deutlicher herausarbeiten wollte, die kamen in der ersten Version noch nicht so stark durch.<strong></strong></p>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Erstlingswerken hängt meist der Zauber des Anfangs an, der alles leicht erscheinen lässt. Hat dies beim zweiten Band gefehlt?</strong></p>
<p><em><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> </em>Der erste Band ist eher spontan entstanden. Ich habe ihn eigentlich nur für mich geschrieben. Aber je mehr ich schreibe, umso mehr Übung bekomme ich. Ich lerne ständig dazu. Auch wenn ich jetzt Bücher von anderen lese, kann ich viel besser sagen, was mir gefällt und was mir nicht gefällt. Und vor allem, warum es mir nicht gefällt. Ich bekomme auch Tipps von anderen Schriftstellern und lasse die mit in meine Arbeit einfließen. Mittlerweile gibt es einige Sachen, die ich bei meinem Erstlingswerk anders machen würde, aber so ist das eben bei Erstlingswerken.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><img class="size-medium wp-image-39420 aligncenter" title="Sandra Baumgärtner" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/05/interviewartikel-e1305560997898-300x184.jpg" alt="" width="300" height="184" />5vier.de:</strong> <strong>Geht die Geschichte von Leander und Seraphim denn noch weiter?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> Vorerst ist noch kein Ende zu sehen. Es ist ja vom Verlag auch schon als Saga angedacht.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Arbeitest Du schon an Band drei?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> (lacht) Er ist schon fertig. Allerdings nur als Rohfassung. Es heißt immer, wenn man ein Buch zu Ende geschrieben hat, soll man es erst mal in der Schublade liegen lassen, am besten zwei Jahre lang. Zwei Jahre ist jetzt etwas hoch gegriffen, aber das Prinzip stimmt tatsächlich. Wenn man gerade erst geschrieben hat, steckt man noch so tief in der Geschichte drin, dass man das, was man schreibt, gar nicht mehr richtig wahrnimmt. Da ist es schon besser, wenn man das Buch erst mal zur Seite legt und sich mit etwas anderem beschäftigt. Das tut einem Selbst gut und den Figuren auch. Momentan liegen Seraphim und Leander sogar schon ziemlich lange in der Schublade, da habe ich auch mal Zeit mich meinen vielen anderen Ideen zu widmen.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Was für andere Ideen hast du denn?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> Darüber möchte ich noch nicht allzu viel verraten, aber soviel kann ich sagen, es wird ein Fantasyroman, er spielt im Mittelalter und in Trier.</p>
<div id="attachment_92308" class="wp-caption alignright" style="width: 144px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Mea-Culpa_Buchumschlag_Interview-bearbeitet_2.jpg" rel="lightbox[91857]"><img class="size-medium wp-image-92308 " title="Mea Culpa_Buchumschlag_Interview-bearbeitet_2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Mea-Culpa_Buchumschlag_Interview-bearbeitet_2-134x300.jpg" alt="" width="134" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Vampirin Seraphim</p></div>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Wie reagiert Deine Umwelt auf Dich als erprobte Schriftstellerin? Hast du Kontakt zu anderen Schriftstellern?</strong></p>
<p><em><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> </em>Durch Lesungen und Conventions habe ich die meisten Kontakte zu anderen Schreibenden geknüpft, da tauscht man sich klar aus. Dabei ist die Ring-Con mein absolutes Highlight, über 5.000 Fantasybegeisterte treffen sich und tauschen sich aus. Da bleibt für die Schriftsteller auch mal ein bisschen Zeit gemeinsam Kaffee zu trinken und zu reden. Dieses Jahr war unter anderem auch Markus Heitz dabei.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Kennt er Dein Buch?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> (schüttelt den Kopf) Die wenigsten Schriftsteller haben Zeit Bücher von anderen zu lesen. Die Zeit, die man verliest, kann man auch verschreiben. Ich merke das auch an mir: wenn ich lese, ist es meistens Fachliteratur, wie etwa über Voodoo-Zauber.</p>
<p><strong>5vier.de</strong>: <strong>Hat sich Dein Leben durch das Schreiben verändert?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> Verändert nicht, aber bereichert. Mein normales Leben ist ja nach wie vor das der Hausfrau und Mutter. Daran hat sich nichts geändert, aber das der Schriftstellerin ist dazu gekommen. Da ist man auch mal am Wochenende nicht zu Hause, sondern auf Conventions und Lesungen etc. Es ist sozusagen noch eine andere Welt hinzugekommen, in die man mal eintauchen kann. Es ist schön mal einzutauchen und mit Leuten zu verkehren, die genauso &#8220;spinnen&#8221;, wie man selbst. Schreiben ist ja an sich eine recht egoistische Sache, wie man da stundenlang am PC sitzt und in seine eigene Welt versinkt. Da ist es im Gegenzug schön, mit Leuten zusammenzusitzen und Kaffee zu trinken, die das Problem kennen, aber trotzdem total gesellig sind.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Dein Mann und Deine Kinder können also auch mal zurückstecken?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> Die Schreiberei hält sich meistens raus aus dem Familienleben. Außer, mir spukt etwas im Kopf rum oder ich komme an einer Stelle nicht weiter, dann spreche ich darüber auch mal mit meinem Mann. Es sind im Prinzip zwei Leben, die sich nicht immer trennen lassen. Aber ich könnte das eine Leben gar nicht führen, wenn die Familie nicht so mitziehen würde. Ich bewundere da immer die Frauen, die Kinder, Ehe, Haushalt und Beruf scheinbar so mühelos unter einen Hut bekommen. Die Organisation, die dahinter steht, damit alles reibungslos verläuft, kann ich mir gut vorstellen. Ich genieße es dafür umso mehr mal in eine fremde Welt einzutauchen, allerdings ist das nach Hause kommen dann noch schöner. Meine Familie ist und bleibt mein Ruhepol.</p>
<p><strong>5vier.de:</strong> <strong>Was sagen Deine Kinder, wenn sie gefragt werden, was ihre Mutter macht?</strong></p>
<p><em><strong>Sandra Baumgärtner:</strong></em> Meine Kinder gehen sehr offen und locker damit um. Auch von den Lehrern und den anderen Eltern kommt viel positives Feedback. Bisher hat noch keiner mit dem Finger auf mich gezeigt, weil ich über Vampire schreibe.</p>
<p><em>5vier.de dankt Sandra Baumgärtner für das schöne Gespräch. </em><em>&#8220;Mea Culpa&#8221; ist ab sofort in der Mayerschen Buchhandlung erhältlich.</em></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Mea-Culpa_Buchumschlag_Interview_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[91857]"><img class="size-medium wp-image-92307 aligncenter" title="Mea Culpa_Buchumschlag_Interview_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2013/01/Mea-Culpa_Buchumschlag_Interview_bearbeitet-300x193.jpg" alt="" width="300" height="193" /></a></em></p>
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		</item>
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		<title>(Physio)Therapie im Theater &#8211; Premiere &#8220;Bandscheibenvorfall&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Dec 2012 09:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Anatol Preissler]]></category>
		<category><![CDATA[Bandscheibenvorfall]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Olrik Stöneberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Volkskrankheit: Bandscheibenvorfall. Volkskrankheit: Stress. Volkskrankheit: Burnout. Um diese und einige andere Themen geht es in dem neuen Schauspielstück des Theater Trier.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Volkskrankheit: Bandscheibenvorfall. Volkskrankheit: Stress. Volkskrankheit: Burn-out. Um diese und einige andere brisante Themen geht es in dem neuen Schauspielstück des Theater Trier, das am Samstag,  22. Dezember, Premiere feierte.</strong></p>
<p><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Bandscheibenvorfall_4_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[91621]"><img class="alignright size-medium wp-image-91670" title="Bandscheibenvorfall_4_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Bandscheibenvorfall_4_bearbeitet-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a></strong></p>
<p>Fünf Typen, wie man sie in jedem Betrieb antrifft: Der Ehrgeizige, das Mobbingopfer, das Büromäuschen, das Bürobiest, der Emporkömmling. Nicht immer angenehme Zeitgenossen, die man meist verzweifelt zu ignorieren sucht. Auf der Bühne und unter der Inszenierung von Regisseur Anatol Preissler allerdings ein echter Hingucker. Einfallsreich, spielfreudig, immer wieder überraschend, aber vor allem urkomisch mobben und ehrgeizen sich die fünf Hauptdarsteller durch das Stück. Obwohl der Inhalt eher ein tragischer, denn ein komödiantischer ist. Schließlich sind die Probleme, mit denen sich jede der Figuren herumschlagen muss, mehr als alltäglich geworden.</p>
<p>Hufschmid (Tim Olrik Stöneberg), Schmitt (Sabine Brandauer), Kretzky (Jan Brunhoeber), Kristensen (Vanessa Daun) und Kruse (Klaus-Michael Nix) teilen sich ein Büro und ein gemeinsames Hobby: Dem Chef gefallen. Ehrgeizig ist jeder, auf seine eigene Weise, und nicht immer ganz korrekt. Und wer korrekt sein und nicht mit den Wölfen heulen will, wird eben angeknurrt, gebissen und unterworfen. Sogar im wörtlichen Sinne müssen Hufschmid und Kruse doch einmal die &#8220;Rangfolge&#8221; auf der Bühne ausfechten. Da wird geknurrt, gebellt und geheult, sich unterworfen und besprungen &#8211; und im Publikum darf gelacht werden. Über allem schwebt der allgegenwärtige, aber unsichtbare Chef. Als rot leuchtende Alarmlampe ruft er seine Leibeigenen, Verzeihung, Angestellten zu Ruhe und Ordnung. Verlangt nach Unterlagen, nach &#8220;wirklich guten Gesprächen&#8221; und erwidert Kritik mit dem sprichwörtlichen &#8220;Messer im Rücken&#8221;.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Bandscheibenvorfall_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[91621]"><img class="alignleft size-medium wp-image-91669" title="Bandscheibenvorfall_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Bandscheibenvorfall_3_bearbeitet-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" /></a></p>
<h2>Eine tragische Komödie</h2>
<p>Doch interessant sind nicht die Reaktionen des Chefs, sondern die der Kollegen. Während es im ersten Teil um die Karrieregefechte, Mobbingattacken und Büroscharmützel der Kollegen untereinander geht, geht der Blick im zweiten Teil tiefer.</p>
<p>Besonders schön, der weinende Tim Olrik Stöneberg im übergroßen Anzug, verfolgt von den Geistern seiner Kindheit. Zwei übergroßen Elternschatten, die in einer Tour kundtun, wie ungenügend und enttäuschend die eigene Brut doch sein kann. Wer sich hier allzu oft an seine eigene Kindheit erinnert fühlt, sollte über eine Therapie nachdenken.</p>
<p>Immer unterbrochen wird der Bürozwist von bekannten Songs, wie etwa &#8220;Was ich will, bist du&#8221; von der Münchner Freiheit, vorgetragen von Jan Brunhoeber als Ode an sein neues iPhone und allerlei andere Apple-Produkte.</p>
<p>Nach der Pause lernt man die schön-schaurigen und allzu bekannten Abgründe der Fünf kennen: Schmitt, die kaputt ist und es gefälligst auch bleiben möchte. Schließlich müssen reparierte Sachen vor allem eines wieder: Funktionieren. Saubermann Kruse, der auf seine große Stunde wartet, um endlich aus dem eigenen biedermeierlichen Schatten zu treten, voller Befürchtungen, dass er sie nicht mehr erleben könnte, weil er bis dahin an einem Herzinfarkt gestorben sein könnte.</p>
<h2>Beat, Burn, Bite</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Bandscheibenvorfall_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[91621]"><img class="alignright size-medium wp-image-91667" title="Bandscheibenvorfall_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Bandscheibenvorfall_1_bearbeitet-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a></p>
<p>Das Ende von Ingrid Lausund ist etwas revolutzerischer gedacht, als das Ende dieser Inszenierung, dafür erscheint einem dieses hier um einiges realitätsnaher. Der Chef wird nicht ignoriert, er ist ja schließlich auch nicht anwesend, der Chef in einem Selbst dagegen gestärkt: &#8220;Beat, Burn, Bite.&#8221; sagt Vanessa Daun da so schön. Zurückschlagen ist gut, zuschlagen nicht. Brennen ist gut, aber nicht verbrennen. Durchbeißen ist gut, aber nicht kaputtbeißen. Kämpfen ja, für sich, aber nicht gegen die anderen.</p>
<p>Diese Botschaft hat Regisseur Anatol Preissler für die Zuschauer. Seine Inszenierung ist fast unfreiwillig komisch, sind die Situationen doch eigentlich tragischer Natur. Doch die detailreiche, vielseitige Inszenierung bietet viele Momente, die das Zwerchfell kitzeln und gleichzeitig an unangenehme Situationen im Büro erinnert.</p>
<p>Der Zuschauer sieht sich praktisch selbst am Schreibtisch, den Kaffee ziehen und die Kollegen bespitzeln. Eine verspielte Inszenierung, die nicht nur den fünf klasse Schauspielern sichtlich Spaß macht.</p>
<p>Dazu trägt auch das Bühnenbild von Karel Spanhak bei. Fünf Schreibtische, schön akkurat, schön synchron, nicht gerade gehobene Ausstattung, Büroatmosphäre. Alles wirkt überdimensional, die Figuren darin mal wie ein Uhrwerk, mal wie Bienen im Stock, mal wie Wölfe bei Rollenkämpfen. Die Kostüme von Yvonne Wallitzer erscheinen businesslike: gut sitzende Anzüge neben schicken Kostümen, Biedermann-Outfit neben Galakleid. Passend und stimmig.</p>
<p><em>Fazit: Ein Stück, nicht nur für Stromberg-Fans. Hier erkennen sich sowohl Mobbingopfer und Burn-out-Patienten als auch übertrieben-ehrgeizige und ewig-positive Büroengel wieder. Eine neue frische Komödie im Theater Trier.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Marco Piecuch</span></p>
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		<title>&#8220;Der Blick auf einen selbst&#8221; &#8211; &#8220;Bandscheibenvorfall&#8221;-Regisseur Anatol Preissler</title>
		<link>http://5vier.de/der-blick-auf-einen-selbst-bandscheibenvorfall-regisseur-anatol-preissler-91530.html</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Dec 2012 15:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Anatol Preissler]]></category>
		<category><![CDATA[Bandscheibenvorfall]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Stefanie Braun sprach vor der Premiere am 22.12. mit "Bandscheibenvorfall"-Regisseur Anatol Preissler.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bandscheibenvorfall heißt das neue Stück im Theater Trier. &#8221; Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden&#8221;, der vielsagende Untertitel. 5vier.de Mitarbeiterin Stefanie Braun sprach mit Regisseur Anatol Preissler.</strong></p>
<p><strong><a href="http://5vier.de/der-blick-auf-einen-selbst-bandscheibenvorfall-regisseur-anatol-preissler-91530.html/bandscheibenvorfall_interview_1-1" rel="attachment wp-att-91532"><img class="alignright size-medium wp-image-91532" title="Bandscheibenvorfall_Interview_1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Bandscheibenvorfall_Interview_1.1-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a></strong></p>
<p>Bei einem Bandscheibenvorfall löst sich die gelartige Masse auf, die zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule steckt und den Rücken geschmeidig, belastbar aber auch gesund hält. Verschwindet diese weiche Masse drohen Schmerzen, auch Bewegungsunfähigkeit; man hat im wahrsten Sinne des Wortes &#8220;sein Rückgrat verloren&#8221;. So geht es auch den fünf Hauptdarstellern im neuen Schauspielstück &#8220;Bandscheibenvorfall&#8221;, die beißen, bescheißen und mobben sich durch den harten Büroalltag. Ach was, den Bürokrieg. Stromberg ist Kindergarten dagegen. 5vier.de Mitarbeiterin Stefanie Braun sprach mit dem Regisseur des Stückes über Krankheiten der Moderne, Stress und Rückgrat.</p>
<p><strong> 5vier.de</strong>: Herr Preissler Ist der Bandscheibenvorfall der Figuren ein körperlicher oder ein seelischer?</p>
<p><strong><em>Anatol Preissler:</em> </strong>Ein seelischer natürlich, überhaupt geht es weniger um die körperlichen Gebrechen, als um die innere Haltung der Figuren untereinander und natürlich in Abhängigkeit zu dem allgegenwärtigen aber imaginären Chef.</p>
<p><strong> 5vier.de</strong>: Dabei erlebt man auf der Bühne allerdings einen kleinen Herzanfall. Der ist ja ein deutliches körperliches Gebrechen.</p>
<p><strong><em>Anatol Preissler</em></strong>: Natürlich stellen wir auch die typischen Stresssymptome dar, wie eben den Herzinfarkt, Burnout und anderes, aber zentral bleibt die Situation der Figuren untereinander. Im zweiten Teil nach der Pause können wir besonders auf die inneren Zustände jedes Einzelnen eingehen.</p>
<p><strong> 5vier.de</strong>: Woran erkrankt der moderne Mensch denn häufiger? Am Körper oder an der Seele?</p>
<p><em><strong> Anatol Preissler</strong></em>: Kann man das denn trennen? Viele körperliche Symptome haben ihren Ursprung ja in der Seele. Wer im reinen mit sich und seinem Umfeld ist wird weniger krank.</p>
<p><strong>5vier.de</strong>: Aber im reinen mit sich, kann doch auch ein skrupelloser Manager sein. Bedeutet das, dass der nicht krank wird?</p>
<p><em><strong>Anatol Preissler</strong></em>: Ich habe ein paar Bekannte, die Manager sind und ihren Beruf lieben, trotzdem haben sie in der Weihnachtszeit oft Schweißperlen auf der Stirn stehen: Irgendwann muss sich eine solche Lebensweise auf die Gesundheit auswirken. Die Situationen, die wir hier zeigen sind ja sehr alltagsnah, sie können in jedem Büro, in jeder Firma, in jedem Betrieb stattfinden. Es kann sich eigentlich jeder wiedererkennen. Nicht nur der Manager.</p>
<p><strong> <a href="http://5vier.de/der-blick-auf-einen-selbst-bandscheibenvorfall-regisseur-anatol-preissler-91530.html/bandscheibenvorfall_interview_2-1" rel="attachment wp-att-91533"><img class="alignright size-medium wp-image-91533" title="Bandscheibenvorfall_Interview_2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Bandscheibenvorfall_Interview_2.1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>5vier.de</strong>: Woran liegt es denn, dass man so oft erkrankt?</p>
<p><em><strong>Anatol Preissler</strong></em>: Zum einen an der Schnellebigkeit, an dem hohen Tempo, das uns durch Medien und Technik suggeriert wird. Aber Stress hat auch viel mit der eigenen Haltung zu tun. Auch mit dem Verbiegen des eigenen Selbst. Zum Beispiel: junge Leute überlegen oft nicht mehr, was sie eigentlich machen wollen, sondern wissen nur noch, dass sie gut funktionieren müssen. Sie verbiegen sich immer mehr um einen &#8220;guten&#8221; Job zu halten. Ich denke, dass man sich am nächsten Morgen noch im Spiegel anschauen können muss. Wenn ich mich verbiegen müsste, wüsste ich, dass ich nicht mehr kreativ arbeiten könnte. In der Kunst sind Kompromisse oft keine Lösung. Man muss sich in einem anderen Masse kontrollieren und aufpassen, dass Rückgrat nicht zur Sturheit wird.</p>
<p><strong> 5vier.de</strong>: Welches Rezept würden Sie dem gestressten Menschen von heute verordnen?</p>
<p><strong><em>Anatol Preissler</em></strong>: Das Stück ist als Appell gedacht; wir haben auch das Ende stark verändert. Und so wie es nun ausgeht, würde ich es auch jedem empfehlen. Man muss den Mut haben zu sich zu stehen. Es ist oft der schwierigere Weg, aber dafür kommt umso viel mehr zurück.</p>
<p><strong> 5vier.de</strong>: Das ist dann auch das Ziel ihrer Inszenierung?</p>
<p><em><strong>Anatol Preissler</strong></em>: Der eigentliche Gedanke der Autorin geht in die Revolutionsrichtung, den Chef ignorieren, nicht mehr aufstehen, wenn er ruft. Bei uns geht es eher darum aufzustehen und seine Meinung zu sagen.</p>
<p><strong> 5vier.de</strong>: Wem empfehlen Sie das Stück dann?</p>
<p><em><strong>Anatol Preissler</strong></em>: Ich empfehle es allen, vom gestressten Studenten, über den Manager, bis hin zur Kauffrau. Mobbing fängt ja auch schon in den Schulen an, man findet die Probleme hier in jedem Berufsfeld wieder. Auch im kreativen Bereich. Ich selbst habe schon Dinge akzeptiert um Konflikte zu vermeiden, meistens hat es das nur schlimmer gemacht. Mit der Wahrheit fährt man immer noch am besten. Im Beruf wie im Privatleben. Kurzum, Zuschauen lohnt sich für jeden, denn meistens eröffnet der Blick auf andere, einem nochmal den Blick auf einen selbst.</p>
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		<title>Konzert der Big Band &#8220;Art of Music&#8221; &#8211; Emotions pur</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 08:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Big Band "Art of Music"]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Bukowski]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, 8. Dezember, feierten viele Trierer und treue Fans der Big Band "Art of Music" in der Trierer Europahalle ein kleines vorgezogenes Weihnachtsfest. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 8. Dezember, feierten viele Trierer und treue Fans der Big Band &#8220;Art of Music&#8221; ein kleines vorgezogenes Weihnachtsfest. Grund dafür: Das alljährliche Konzert &#8220;Emotions&#8221;, erneut zugunsten der integrativen Kindertagesstätte HAUS TOBIAS (<a href="http://5vier.de/buntes-5vier-de-besuchte-das-haus-tobias-emotions-vol-v-87522.html">5vier berichtete</a>) und erneut in der restlos ausverkauften Europahalle. Auch 5vier.de war vor Ort.</strong></p>
<div id="attachment_90550" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotions_Vol.V_bearbeitet_4.jpg" rel="lightbox[90429]"><img class="size-medium wp-image-90550" title="Emotions_Vol.V_bearbeitet_4" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotions_Vol.V_bearbeitet_4-300x193.jpg" alt="" width="300" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Marco Piecuch</p></div>
<p>Wahrlich eine Veranstaltung für Jung und Alt, für Männlein und Weiblein, für Verliebte und Verlassene, geht es doch um nichts anderes als die schönste Sache der Welt: Die Liebe. Generell Emotionen: Freiheitsgefühle, Sehnsüchte, Einsamkeit, Verlassenheit, Verliebtheit und auch jenes größte Gefühl: Die Liebe herself. Ein Abend voller Balladen, Lovesongs und schmachtenden Chansons. &#8220;Emotion Vol.V&#8221;, der Name ist Programm. Doch hier soll, so kurz vor Weihnachten, nicht nur geschmachtet und geseufzt, es soll zudem auch ein gutes Werk getan werden.</p>
<p>Jedes Jahr stellt die, aus Mehring stammende, Big Band &#8220;Art of Music&#8221; ein Benefizkonzert auf die Beine. Die Solisten und Musiker singen und spielen unentgeltlich, der Erlös geht an eine wohltätige Sache. Vor Jahren wählte man dafür einmal die integrative Kindertagesstätte HAUS TOBIAS aus. Auch dieses Jahr sollte die besondere Einrichtung für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen das Ziel der Spenden sein. Und auch dieses Jahr waren, neben den Kindern, die Zuschauer diejenigen, die beschenkt wurden.</p>
<h2 style="text-align: left;">Was das Herz bewegt</h2>
<p>Bekannte und beliebte Solisten wie Shirley Winter, Thomas Kiessling, Stefan Becker, Daniel Bukowski und Tobias Rössler machten das Konzert persönlich und unvergesslich. Neben ihnen bot sich jedoch auch die Möglichkeit anderen Künstlern eine Bühne zu geben, wie etwa Christian Schmitt und Werner Hertz. Besonderes Lob muss dabei aber an die jungen Darsteller der Musicalgruppe gehen, die neben Songs aus ihrem diesjährigen Erfolgsstück &#8220;Cabaret&#8221;, auch Stücke aus vorherigen Produktionen zum Besten gaben. Darunter sorgte der Ananas-Song &#8220;Nichts wär mir so lieb&#8221;, mit seiner charmanten Live-Obst-Inszenierung, für Begeisterung beim Publikum.</p>
<div id="attachment_90549" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotions_Vol.V_bearbeitet_3.jpg" rel="lightbox[90429]"><img class="size-medium wp-image-90549" title="Emotions_Vol.V_bearbeitet_3" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotions_Vol.V_bearbeitet_3-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Marco Piecuch</p></div>
<p>In dem fast traditionsträchtigen Rahmen eine stramme Leistung der jungen Nachwuchskünstler. Doch die Bühne gehörte die meiste Zeit den &#8220;alten Hasen&#8221;: von Sinatra, über die Knef, zu Joe Cocker und Robbie Williams wurde alles zum Besten gegeben, was &#8220;das Herz bewegte&#8221;. Während Stefan Becker eher für seine rauchige Rockerstimme bekannt ist, punkteten Größen wie Shirley Winter und Thomas Kiessling bereits mit ihrer angeborenen Bühnenpräsenz, noch bevor sie die Stimmen erhoben. Ein besonderer Leckerbissen, das Duett der beiden, mit der Nummer &#8220;Du bist meine Welt&#8221; aus dem Musical &#8220;Rudolf: Affaire Mayerling&#8221;.</p>
<p>Ein weiteres Duett, das beim Publikum besonders gut ankam, war das von Tobias Rössler und Daniel Bukowski, die &#8220;Don&#8217;t let the Sun go down on me&#8221; von Elton John und George Michael interpretierten. Doch damit ist nur die Spitze des Eisberges der 30 Songs genannt. Hoch motivierten Solisten dabei zuzuhören, wie sie bekannte und beliebte Songs aus Pop, Musical und Filmen in Big Band-Qualität zum Besten gaben, machte nicht nur ein wohlig warmes Gefühl in der Magengegend, sondern zudem einfach Spaß.</p>
<h2 style="text-align: left;">Hoch motivierte Solisten</h2>
<div id="attachment_90547" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotion_Vol.V_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[90429]"><img class="size-medium wp-image-90547" title="Emotion_Vol.V_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotion_Vol.V_bearbeitet-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Marco Piecuch</p></div>
<p>Moderiert wurde das Konzert von TV-Redakteur Dieter Lintz, der neben der Anmoderation von Liedern und Sängern, ein Interview mit Susanne Fuchs, der Gesamtleiterin des HAUS TOBIAS und drei ehemaligen Kindern der Kindertagesstätte führen durfte. Die sind mit ihren 14 bis 16 Jahren mittlerweile lange aus dem Kindergartenalter herausgewachsen und erzählten aus ihrem Leben und ihren Erinnerungen an die Zeit im HAUS TOBIAS. Sie berichteten von ihrer jetzigen Schulzeit, auf Gymnasium und Treveris-Schule, bis hin zu den letzten Paralympics. So war es den Zuschauern möglich, die positive Arbeit des Kindergartens in persona zu sehen. Eine gelungene Abwechslung zu den althergebrachten Interviews.</p>
<p>Als persönliches Dankeschön drehte das HAUS TOBIAS noch einen kleinen Film: Hauptdarsteller in diesem waren, neben den Kindern selbstverständlich, die Dinge, die mit dem gespendeten Geld bisher angeschafft wurden. Wie etwa das Klangglockenspiel, das Sonnensegel oder die Netzschaukel.</p>
<h2>Eine herzliche, fast familiäre Atmosphäre</h2>
<p>Eines war durchweg spürbar: Die Begeisterung der Musiker und Solisten sowie aller Beteiligten, die sich sofort auf das Publikum übertrug, so entstand eine herzliche, fast familiäre Atmosphäre. Kein Wunder, bedenkt man, dass viele der Zuschauer seit einigen Jahren kommen, um das Benefizkonzert zu genießen. Also nicht nur im Terminkalender der Sänger und Musiker ist dieser Termin bereits am Anfang des Jahres fix. Und wenn man der Tendenz zum ausverkauften Haus weiter folgt, könnte man bald über die Anmietung der Arena nachdenken.</p>
<p><em>5vier.de beglückwünscht die Big Band &#8220;Art of Music&#8221;, alle Solisten und Mitwirkenden und natürlich das HAUS TOBIAS zu dem gelungenen Abend und drückt die Daumen, dass das Ziel von 50.000 Euro erreicht wurde. In ein paar Tagen soll das Ergebnis feststehen.</em></p>
<p style="text-align: right;">Fotos: Marco Piecuch</p>

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<a href='http://5vier.de/buntes-konzert-der-big-band-art-of-music-emotions-pur-90429.html/emotions_vol-v_bearbeitet' title='Emotions_Vol.V_bearbeitet'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotions_Vol.V_bearbeitet-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Emotions_Vol.V_bearbeitet" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-konzert-der-big-band-art-of-music-emotions-pur-90429.html/emotions_vol-v_bearbeitet_7' title='Emotions_Vol.V_bearbeitet_7'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotions_Vol.V_bearbeitet_7-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Emotions_Vol.V_bearbeitet_7" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-konzert-der-big-band-art-of-music-emotions-pur-90429.html/emotions_vol-v_bearbeitet_artikelbild_moglich' title='Emotions_Vol.V_bearbeitet_Artikelbild_möglich'><img width="180" height="117" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Emotions_Vol.V_bearbeitet_Artikelbild_möglich.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Emotions_Vol.V_bearbeitet_Artikelbild_möglich" /></a>
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		<title>Spielzeitbilanz 2011/12 – Mehr Zuspruch fürs Theater</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-spielzeitbilanz-201112-mehr-zuspruch-furs-theater-90127.html</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Dec 2012 07:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeit 2011/12]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeitbilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Theaterfans erinnern sich noch mit Bauchweh an die Spielzeitbilanz vor wenigen Jahren. Damals sah es schlecht aus fürs Theater. Man musste etwas ändern und tat dies auch. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Theaterfans erinnern sich noch mit Bauchweh an die Spielzeitbilanz vor zwei Jahren. Damals sah es schlecht aus fürs Theater. Man musste etwas ändern und tat dies auch. Mit der neusten Spielzeitbilanz sieht es viel besser aus.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/theater.1-e1326969569449.jpg" rel="lightbox[90127]"><img class="size-medium wp-image-59411 aligncenter" title="theater.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/theater.1-e1326969569449-300x137.jpg" alt="" width="300" height="137" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Nicht zu Unrecht stolz präsentierte das Theater Trier seine Spielzeitbilanz aus der letzten Spielzeit. Das beste Ergebnis seit fünf Jahren. Über 15.500 Zuschauer mehr strömten ins Theater um sich Kassenschlager wie die „<a href="http://5vier.de/%E2%80%9Etonight-tonight%E2%80%9C-%E2%80%A6-premiere-der-west-side-story-in-trier-west-47359.html" target="_blank">West Side Story</a>“, „<a href="http://5vier.de/buntes-wie-eiskalt-ist-dies-handchen-la-boheme-in-trier-60011.html" target="_blank">La Boheme</a>“ oder „<a href="http://5vier.de/buntes-wissenschaft-fur-jedermann-die-physiker-im-theater-trier-63044.html" target="_blank">Die Physiker</a>“ anzusehen. Aber auch Experimente wie „<a href="http://5vier.de/freizeit-neu-im-theater-trier-gut-gegen-nordwind-beziehung-2-0-50198.html" target="_blank">Gut gegen Nordwind</a>“ oder „<a href="http://5vier.de/freizeit-groses-kino-im-grosen-haus-premiere-keinohrhasen-58741.html" target="_blank">Keinohrhasen</a>“ glückten und brachten zudem auch mal eine andere Klientel ins Theater.</p>
<p>Auch die &#8220;ernsteren“ Stücke zogen einiges an Aufmerksamkeit auf sich, darunter zudem überregionale Aufmerksamkeit in bekannten Fachzeitschriften wie „Der neue Merker“ und dem „Jahrbuch der Opernwelt 2012“. Nominiert darin war die Oper „<a href="http://5vier.de/buntes-alle-gegen-einen-peter-grimes-im-theater-trier-64993.html" target="_blank">Peter Grimes</a>“ als beste Inszenierung des Jahres. Von der Fachzeitschrift „Die deutsche Bühne“ wurde das Theater Trier sogar als eine der „besten Bühnen abseits der Zentren“ nominiert. Für „<a href="http://5vier.de/buntes-gelangweilte-schonheit-hedda-gabler-im-theater-trier-68796.html" target="_blank">Hedda Gabler</a>“ gab es zudem mehr als eine Nominierung: Intendant Gerhard Webers Inszenierung wurde von &#8220;Die deutsche Bühne&#8221; sogar ausgezeichnet.</p>
<h2>Erfolge abseits der festen Theaterbühne</h2>
<p>Als Erfolge abseits der festen Theaterbühne seien besonders die Inszenierung „<a href="http://5vier.de/freizeit-tango-im-modehaus-mit-%E2%80%9Ejosef-und-maria%E2%80%9C-22275.html" target="_blank">Josef und Maria</a>“ genannt, die auch dieses Jahr wieder als Wiederaufnahme in der Weihnachtszeit beglückt. Und die Produktion „<a href="http://5vier.de/freizeit-was-also-tun-premiere-bartsch-kindermorder-55045.html" target="_blank">Bartsch, Kindermörder</a>“, die im Landgericht aufgeführt wurde und vom Web-Portal „Nachtkritik“ als eine der „besten Produktionen des Jahres 2011“ betitelt wurde.</p>
<p>Auch international konnte das Theater Trier punkten: Mit „<a href="http://5vier.de/theater-trier-marc-chagall-la-vie-vom-leben-eines-kunstlers-66232.html" target="_blank">Chagall – La Vie</a>“ feierte das Tanztheater in Xiamen, Triers Partnerstadt in China beachtliche Erfolge. Auch die <em>Auswärtsspiele</em> in Luxemburg, Losheim am See und Monschau brachten nicht nur gute Zuschauerzahlen, sondern auch für die Zukunft den Wunsch nach mehr Zusammenarbeit.</p>
<h2>Zahlen und Fakten</h2>
<p>Doch kommen wir zu den Zahlen: Mehr als 118.000 Zuschauer strömten ins Theater, insgesamt gab es 466 Veranstaltungen im Rahmen aller Sparten, 90 Aufführungen mehr als in der letzten Spielzeit. 8.200 Zuschauer sahen sich Dürrenmatts „Die Physiker“ an, 15.000 die „West Side Story“, „La Boheme“ und „Keinohrhasen“ erreichten jeweils 5.000 Zuschauer. 3.800 Besucher sahen sich das Tanztheaterstück „Dornröschen“ an.</p>
<p>Auch das Studio konnte trumpfen: Über 3.400 Zuschauer mehr als im Vorjahr, insgesamt 7.400 Zuschauer sahen sich Erfolgsproduktionen wie „Gut gegen Nordwind“, „Sonny Boys“ und „Josef und Maria“ an.</p>
<p>Das Philharmonische Orchester im Großen Haus verfolgten über 8.300 Zuschauer.</p>
<p>Ein Fazit ist eigentlich nicht nötig: Der Erfolg liegt auf der Hand. Nach all den negativen Schlagzeilen, die das Theater Trier schon seit einigen Monaten verfolgten, endlich wieder eine rundum positive Nachricht aus Triers Kulturtempel.</p>
<p><em>5vier.de beglückwünscht das Theater und alle Mitwirkendem zu dem tollen Ergebnis der vergangenen Spielzeit.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Theaterkalender2013_theatertrier.jpg" rel="lightbox[90127]"><img class="alignright size-medium wp-image-90146" title="Theaterkalender2013_theatertrier" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/12/Theaterkalender2013_theatertrier-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Theater Kalender 2013</h2>
<p>Als besonderen Bonus konnte erstmals mithilfe von Spenden aus den Reihen des Theaters und der Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Theaters Trier e.V. ein Kalender mit den schönsten Fotos der letzten Spielzeit erstellt werden. Besonders schöne Momente aus den zurückliegenden Produktionen können im kommenden Jahr noch einmal genossen werden. Der Erlös des Kalenders wird vom Freundeskreis des Theaters verwaltet und fließt somit wieder in die Öffentlichkeitsarbeit und die Produktionen des Theaters. Für 10 Euro kann man ihn an der Theaterkasse, der Mayerschen Buchhandlung Interbook und DER BUCHLADEN erhalten.</p>
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		<title>5vier.de besuchte das HAUS TOBIAS &#8211; Emotions Vol V.</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2012 05:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Big Band "Art of Music"]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Botzet]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefan Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Fuchs]]></category>
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		<category><![CDATA[Tobias Rössler]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag, 8. Dezember, ist es soweit: Die Big Band "Art of Music" gibt ihr Benefizkonzert zugunsten des HAUS TOBIAS. 5vier.de sprach mit Gesamtleiterin Susanne Fuchs.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 8. Dezember, ist es soweit: Die Big Band &#8220;Art of Music&#8221; gibt ihr Benefizkonzert zugunsten des HAUS TOBIAS, einer integrativen Kindertagesstätte. Gesamtleiterin Susanne Fuchs beantwortete 5vier.de einige Fragen zum Haus und zum Benefizkonzert.</strong></p>
<div id="attachment_88433" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Haus-Tobias-Ansicht-1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[87522]"><img class="size-medium wp-image-88433 " title="Haus-Tobias Ansicht-1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Haus-Tobias-Ansicht-1_bearbeitet-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Haus Tobias</p></div>
<p>5vier.de <a href="http://5vier.de/freizeit-was-furs-herz-big-band-art-of-music-emotion-vol-5-86006.html">sprach bereits</a> mit Christian Botzet, dem musikalischen Leiter der Band und zwei Sängern, Daniel Bukowski und Thomas Kiessling, über ihre Arbeit und Intentionen beim Benefizkonzert. Doch wer befindet sich eigentlich auf der anderen Seite der Medaille? Wohin geht das gesammelte Geld? Wie wird es verwendet? Und was verbirgt sich hinter der Einrichtung mit Namen &#8220;HAUS TOBIAS&#8221;? Redakteurin Stefanie Braun sprach mit Susanne Fuchs, der Gesamteinrichtungsleiterin für die verschiedenen Häuser in Trier, darunter in Trier-West, Trier-Quint und in der Ortsgemeinde Thomm. Wir besuchten sie direkt vor Ort, im HAUS TOBIAS in Trier-Quint.</p>
<div id="attachment_87865" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Artikel_HausTobias_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[87522]"><img class="size-medium wp-image-87865 " title="Artikel_HausTobias_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Artikel_HausTobias_bearbeitet-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Susanne Fuchs mit Peter und Paul</p></div>
<p>Es ist ein im wahrsten Sinne des Wortes herrschaftliches Anwesen, stand es doch einst im Besitz der wohlhabenden Familie Krämer, Betreiber der alten Hüttenanlage. Adolpf Krämer baute es zur Hochzeit seines Sohnes, ganz in der Nähe des Schloßes. Lange Zeit stand es dann leer und verfiel so vor sich hin: &#8220;Man konnte den Himmel vom Erdgeschoss aus durch die Löcher in den beiden anderen Geschossen und in der Decke sehen&#8221;, weiß auch Susanne Fuchs zu berichten, als sie durch das Gebäude führt. 1992 wurde das Anwesen dann zur jetzigen Kindertagesstätte umgebaut, nachdem der Caritas-Verband sich für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude entschieden hatte. &#8220;Der Bedarf für eine größere Einrichtung für Kinder mit Behinderung wurde immer dringlicher, man musste ihm gerecht werden.&#8221; Das HAUS TOBIAS war die erste Einrichtung mit einer integrativen Konzeption in Trier. Insgesamt sieben Gruppen für Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren besuchen seit 1993 das Haus. Kinder mit und ohne Behinderung leben, spielen und lernen hier zusammen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Zusammen leben, spielen, lernen</h2>
<p>&#8220;Wir setzen auf feste Gruppenstrukturen, mit denen wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben.&#8221; Im Gegensatz zu dem Trend der offenen Gruppenstrukturen haben die Kinder bei diesem Konzept eine feste Kindergartengruppe, zu der sie jeden Tag gehen und an deren Regeln und Abläufe sie sich halten müssen. Bewegungen zwischen den Gruppen sind zwar möglich und auch erlaubt, allerdings müssen die Kinder sich bei der Gruppenleiterin abmelden. Genauso wie sie selbst sich &#8220;entschuldigen&#8221; muss, wenn sie die Gruppe verlässt. &#8220;Kinder, und besonders Förderkinder, brauchen diese festen Strukturen. Verbindlichkeiten sind wichtig. Wir wollen den Kindern Verlässlichkeit und klare Strukturen bieten, ohne Freiheiten unsinnig einzuschränken&#8221;, so Susanne Fuchs. Dass Verbindlichkeiten und Regeln wichtig sind, da sie Sicherheit bieten, ist allgemein bekannt und leuchtet ein, doch trotzdem gibt es immer wieder Stimmen, die nach mehr Freiheit und Eigenständigkeit verlangen. &#8220;Wir möchten nicht jede Regel verbalisieren, die Kinder sollen über die jeweiligen Situationen selbst erlernen, was angebracht ist. Dafür versuchen wir, möglichst viel zu visualisieren. Die Visualisierung dient der größtmöglichen Selbstständigkeitsentwicklung.&#8221;</p>
<h2>Visualisieren statt verbalisieren</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Artikel_HausTobias-1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[87522]"><img class="alignleft size-medium wp-image-87864" title="Artikel_HausTobias 1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Artikel_HausTobias-1_bearbeitet-125x300.jpg" alt="" width="125" height="300" /></a>Eigens dazu hängt in jeder der Gruppen ein Wochenplan; statt mit festen Uhrzeiten und genauen Wortlauten wird der jedoch mit Abläufen und Fotografien gefüllt. Um die Mittagszeit ein gut gefüllter Teller, darunter das Foto eines Hundes. &gt;&gt;Der Therapiehund kommt mittwochs nach dem Mittagessen&lt;&lt; heißt das dann beispielsweise. Mit den Geldern des letzten Benefizkonzertes wird dieses neue Projekt &#8220;tiergestützte Therapie&#8221; finanziert. Immer fest dabei im Tagesablauf: Ankunftszeiten, Essenszeiten, Ruhezeiten, aber auch Aktivitäten wie gemeinsames Singen, Basteln, die &#8220;Bewegungsbaustelle&#8221; oder Rausgehen. Ein Waldtag beispielsweise. Hier wird Integration spürbar. Etwas mit einer Rasselbande von körperlich und geistig nicht beeinträchtigten Kindern zu unternehmen, kann schon eine Herausforderung sein, doch was bedeutet es, mit einem oder mehreren beeinträchtigen Kindern in die Natur zu gehen? Da führt bei manchem schon der Gedanke ans Schuheanziehen zum Schweißausbruch. Peter beispielsweise wird sich niemals ganz alleine die Schuhe anziehen können, reinschlüpfen kann er, aber beim Zubinden wird er immer Hilfe brauchen. Das wissen die Eltern sowie die Erzieher und das merken auch die anderen Kinder. Doch hier zeigt sich der wunderbare &#8220;Neben&#8221;effekt des integrativen Programms: &#8220;Die moderne Ellenbogen-Mentalität wird ein Stück weit nivelliert, die Kinder sehen, dass jeder nach seinen individuellen Möglichkeiten handeln soll. Dass, etwas nicht zu können, kein Weltuntergang ist, sondern dass es darauf ankommt, auch gemeinsam, Lösungen zu finden.&#8221; Kein falscher Ehrgeiz, kein unnötiger Wettbewerb, Stolz auf die eigenen Leistungen, statt Frust über Niederlagen und Rückschläge. Gerade heute eine ganz individuelle Coolness den eigenen Fähigkeiten gegenüber, die man in Zeiten von Burnout eher braucht, als eine Eins in jeder Hausaufgabenüberprüfung.</p>
<h2 style="text-align: left;">Stolz statt Frust &#8211; Wohlwollend und fordernd</h2>
<div id="attachment_88430" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/HausTobias_Kinderkreis_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[87522]"><img class="size-medium wp-image-88430" title="HausTobias_Kinderkreis_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/HausTobias_Kinderkreis_bearbeitet-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Haus Tobias</p></div>
<p>Der Umgang der Kinder untereinander ist dabei ganz natürlich: &#8220;Kinder sind Erwachsenen ähnlich. Sie gucken erst mal viel, probieren Dinge im Umgang miteinander aus und dann orientieren sie sich daran, wie die Erwachsenen mit einem Kind umgehen. Die Haltung der Erwachsenen ist entscheidend: Wohlwollend, aber auch fordernd.&#8221; Unter einem ähnlichem Motto stehen auch die Stücke, die man mithilfe des Benefizgeldes angeschafft hat, wie etwa das ebenerdige Klangglockenspiel; mehrere Klangsteine, die bei Berührung einen Ton von sich geben oder die Musikinstrumente. Die Kinder sollen sich und ihre Fähigkeiten ausprobieren. Als Susanne Fuchs das erste Mal von den Benefizkonzerten der Big Band hörte, dachte sie, &#8220;wie toll es doch wäre, wenn auch mal jemand für uns ein Benefizkonzert spielen würde&#8221;. Der Zufall war wieder mal glücklich: Auf der Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes trafen sich Fuchs und Botzet. Man unterhielt sich und kam schnell auf einen gemeinsamen Nenner. &#8220;Aus einem Kennenlernen ist ein Schätzenlernen geworden. Wir sind sehr froh, dass sich die Big Band auch dieses Jahr wieder für uns entschieden hat.&#8221; Dieses Jahr werden auch erst mal drei ehemalige Kinder der Tagesstätte zu Gast sein, die befinden sich mittlerweile im Teenager-Alter und werden einige Fragen zu ihren Erfahrungen mit der Tagesstätte beantworten. Auch Frau Susanne Fuchs wird wieder dabei sein und freut sich schon das ganze Jahr auf diesen Abend. <em>5vier.de wünscht nicht nur ihr und den Ehemaligen, sondern auch den Musikern und den Künstlern einen schönen und gelungenen Abend.</em></p>
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		<title>Lesestoff für Naturliebhaber &#8211; Wandern mit Karl-Josef Prüm</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2012 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Karl-Josef Prüm wird den Trierern eher unter seinem Pseudonym "Carl von Lieser" bekannt sein, unter diesem schreibt er nämlich Kriminalromane. Unter seinem richtigen Namen erscheint nun sein zweiter Wanderführer.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Karl-Josef Prüm wird den Trierern eher unter seinem Pseudonym &#8220;Carl von Lieser&#8221; bekannt sein, unter diesem schreibt er nämlich Kriminalromane. Unter seinem richtigen Namen erscheint nun sein zweiter Wanderführer.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Naturdenkmale_Artikelbild.jpg" rel="lightbox[84777]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-87512" title="Naturdenkmale_Artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Naturdenkmale_Artikelbild-300x160.jpg" alt="" width="300" height="160" /></a></p>
<p>&#8220;Ausflüge zu den Naturdenkmalen im Trierer Land&#8221; heißt Prüms zweiter Band aus einer geplanten Reihe von Wanderführern und wird das Herz von Naturfreunden höher schlagen lassen. Führt es doch ausnahmsweise mal nicht zu den altbekannten Kulturdenkmälern im Trierer Umland. Schließlich gibt es auch eine große Zahl von Naturdenkmälern, also geschützte, von der Natur geschaffene Besonderheiten, die man besichtigen kann. Alleine in Trier selbst sind dies um die 180 verschiedenen geschützten Anlagen und einzelne Bäume. Wie etwa die Kornmarkt Zeder, die vor dem ehemaligen Rathhaus am Kornmarkt stand und den Krieg überdauerte, während das Rathaus hinter ihr einem Bombenangriff zum Opfer fiel. Oder die Viehmarkt Platane, die zwar niemandem direkt ins Auge fällt, aber mit ihren 150 Jahren inzwischen einen solch hohen Status erhalten hat, dass man die große Sparkasse am Viehmarkt extra um sie herum bauen musste. Die Häuserfront durfte also nicht einfach gerade verlaufen, sondern musste einen 500.000 Euro teuren Knick machen, um das Geäst zu schützen.</p>
<h2>Natur- statt Kulturdenkmäler</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Wanderführer_Prüm_1.jpg" rel="lightbox[84777]"><img class="alignright size-medium wp-image-87336" title="Wanderführer_Prüm_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Wanderführer_Prüm_1-197x300.jpg" alt="" width="197" height="300" /></a>An diesen Denkmälern geht man auch als Heimischer oft achtlos vorbei, ohne sich Gedanken über sie zu machen. Prüm muss dies alleine aus beruflichen Gründen schon fast täglich tun; er ist Baumsachverständiger und muss besonders alte und hochgewachsene Bäume innerhalb der Stadt auf ihre Verkehrstauglichkeit und Standfestigkeit prüfen. Klingt fast nach einem TÜV für Bäume; so etwas in der Art ist es auch, scherzt Prüm. Bäume müssen jedes Jahr auf Herz und Nieren geprüft werden, zu lebensbedrohlich wäre es, wenn beispielsweise ein Ast auf Passanten fallen würde. So sind in den letzten fünf Jahren an der Weinstube am Dom bereits zwei Äste vom Baum gefallen, glücklicherweise musste nur ein Blumenkübel dran glauben und keiner der umsitzenden Gäste. Aus seinem Beruf hat Prüm dann gleich auch ein Hobby gemacht, denn durch ihn kam er an abgelegenere Orte mit eben besagten Naturdenkmälern. Er organisierte bereits Führungen für Schulklassen und geht selbst im Schnitt zweimal im Monat auf eine Wandertour.</p>
<p>Von daher haben die Erfahrungen, die er in seinem Band weitergibt, Hand und Fuß. Der Band bietet, neben Infos und Historie zu den einzelnen Denkmälern, auch die Möglichkeit verschiedene Ziele zu kombinieren und zu einer Tour zusammenzulegen. Außerdem gibt Prüm noch Tipps zu Anfahrtswegen und -möglichkeiten.</p>
<h2 style="text-align: left;">Tipps zur Anfahrt</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Naturdenkmale_Artikelbild_2.jpg" rel="lightbox[84777]"><img class="alignleft size-medium wp-image-87507" title="Naturdenkmale_Artikelbild_2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Naturdenkmale_Artikelbild_2-154x300.jpg" alt="" width="154" height="300" /></a>So ist dieser Wanderführer nicht nur etwas für Autobesitzer, sondern auch durchaus für Wanderfreunde, die auf Bus und Bahn oder aufs Fahrrad angewiesen sind. Auch Studenten können hier etwas über ihre, neue wie alte, Heimat erfahren. Für jeden ist etwas dabei, für Jung und Alt, für Kletterfreudige, aber auch für Hasenfüße, die nicht in jede Höhle grabbeln oder auf jeden Berg steigen müssen. Wem ab einem bestimmten Punkt der Mut oder die Lust verlässt, muss nicht zwangsläufig das Beste verpasst haben, die Touren sind so ausgewählt, dass sie auch in einer &#8220;abgeschwächten&#8221; Version Spaß und Freude bescheren. Wer den Altfels in der Nähe von Saarburg nicht erklimmen kann oder möchte, kann sich dennoch an der Landschaft erfreuen und den Felsen von unten bestaunen. Zu empfehlen ist der Wanderführer &#8220;Ausflüge zu den Naturdenkmalen im Trierer Land&#8221; nun allen, die Spaß daran haben, die Schönheit und Besonderheiten in Trier und dem Trierer Umland zu entdecken. Die Wegbeschreibungen beinhalten geschichtliche Einträge, Hinweise auf die Möglichkeiten von öffentlichen Verkehrsmitteln und Kombinationsmöglichkeiten mit benachbarten Ausflugszielen. Wer sich lieber kulturelle Denkmäler anschauen möchte, sollte sich besser an einen anderen Wanderband wenden.</p>
<p><em>Erschienen im Michael Weyand Verlag für 8,90 Euro.</em></p>
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		<title>Was fürs Herz &#8211; Big Band &#8220;Art of Music&#8221; &#8211; Emotion Vol.5</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 10:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Big Band "Art of Music"]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, 8. Dezember, wird die Big Band "Art of Music" in der Europahalle zu sehen sein. Die Benefizkonzertshow "Emotion - Great Ballads &#038; Love Songs Vol.5" findet zugunsten des "Haus Tobias" statt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 8. Dezember, wird die Big Band &#8220;Art of Music&#8221; in der Europahalle zu sehen sein. Die Benefizkonzertshow &#8220;Emotion &#8211; Great Ballads &amp; Love Songs Vol.5&#8243; findet zugunsten der integrativen Kindertagesstätte &#8220;Haus Tobias&#8221; statt. 5vier.de sprach im Vorfeld mit dem musikalischen Leiter Christian Botzet und den beiden Sängern Daniel Bukowski und Thomas Kiessling.</strong></p>
<div id="attachment_86011" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Thomas-Kiessling-I-Emotion_bearbeitet-2011.jpg" rel="lightbox[86006]"><img class="size-medium wp-image-86011" title="Thomas Kiessling I, Emotion_bearbeitet  2011" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Thomas-Kiessling-I-Emotion_bearbeitet-2011-e1352198797928-300x172.jpg" alt="" width="300" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Kiessling beim letztjährigen &#8220;Emotion&#8221;</p></div>
<p>Nachdem mit Allerheiligen einer der letzten Feiertage vor dem Fest aller Feste vorbei gegangen ist, kann nur noch eines folgen: Weihnachten. Pünktlich mit dem Kürzer-Werden der Tage öffnen sich nicht nur die Herzen, sondern auch die Brieftaschen. Gerade um die Weihnachtszeit herum sprießen Charity-Veranstaltungen und Benefizen geradezu aus dem Boden; da wird <em>gerührselt</em>, dass die vorweihnachtliche Stimmung nur so überkocht. Erfrischend zu wissen, dass es auch anders gehen kann.</p>
<p>&#8220;Wir wollten uns, wie viele andere, ebenfalls mit unserer Musik engagieren. Allerdings wollten wir das etwas anders als gewohnt machen&#8221;, so hat es sich auch Christian Botzet, musikalischer Leiter der Big Band &#8220;Art of Music&#8221; auf die Fahne geschrieben. Einmal im Jahr widmet die sich einem wohltätigen Zweck, aber wenn, dann auch richtig. Der Erlös des Benefizkonzerts &#8220;Emotion &#8211; Great Ballads &amp; Love Songs Vol.5&#8243; geht auch in diesem Jahr wieder komplett an die integrative Kindertagesstätte &#8220;Haus Tobias&#8221;. Dabei wurden in den letzten vier Jahren nicht nur fast 40.000 Euro für die Kindertagesstätte eingespielt, sondern das jährliche Konzert auch zu einem festen Bestandteil für die Trierer Kulturszene und natürlich für die Musiker selbst.</p>
<p>Für jeden Einzelnen ist es ein fixer Punkt im Jahr geworden, an dem auch andere Veranstaltungen nicht rütteln können. So legte Thomas Kiessling die Karten auf den Tisch, als er einem Veranstalter in Berlin für den 9. Dezember zusagte. Er könne erst am selben Tag anreisen, vorher wäre &#8220;Emotion&#8221;. Nicht nur an solchen Statements erkennt man die Wertigkeit für alle Beteiligten: die Besetzung ist von Anfang an dieselbe, alle Musiker und Sänger musizieren &#8220;für lau&#8221;. Dabei werden die verschiedenen Liebeslieder aller Arten und Gattungen nicht einfach nur abgespielt.</p>
<h2>Respekt und Achtung voreinander haben</h2>
<div id="attachment_86010" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Song-for-You-VII-Emotion-20_bearbeitet11.jpg" rel="lightbox[86006]"><img class="size-medium wp-image-86010" title="Song for You VII, Emotion  20_bearbeitet11" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Song-for-You-VII-Emotion-20_bearbeitet11-e1352198358903-300x175.jpg" alt="" width="300" height="175" /></a><p class="wp-caption-text">Daniel Bukowski</p></div>
<p>&#8220;Unsere Solisten sind keine Auftragsbuchungen&#8221;, so Botzet. Keine abgehobenen Künstler, keine Stars mit Allüren betreten hier jährlich die Bühne, alles ist freundschaftlich gehalten, fast familiär. &#8220;Ich komme zu Proben auch gerne mal eine halbe Stunde früher, einfach um mit den Kollegen zu reden&#8221;, erzählt Kiessling. &#8220;Wenn wir zusammen zu Auftritten fahren, erinnert das meist eher an eine Klassenfahrt&#8221;, so Bukowski. Das merken auch die Zuschauer. So ist sich keiner der Solisten zu schade einem Kollegen als Chor zu dienen.</p>
<p>Gemeinsam Spaß haben und einen schönen Abend genießen, aber auch Respekt und Achtung voreinander haben, sind hier die Zauberwörter. Da lernt auch ein alter Hase wie Thomas Kiessling noch etwas von seinem jungen Kollegen: &#8220;Wir haben ja dasselbe Liedgut, aber seine Art und Weise Lieder zu interpretieren, finde ich unglaublich spannend.&#8221; Und auch Daniel Bukowski muss gestehen: &#8220;Wenn ich Tenor lernen wollte, dann nur bei Thomas.&#8221; Doch auch Botzet ist voller Achtung für seine singenden Kollegen: &#8220;An Thomas finde ich so bewundernswert, dass er völlig allürenfrei geblieben ist. Außerdem beeindruckt mich seine Präsenz: Wenn er die Bühne betritt, gehört sie ihm. Bei Daniel ist es wiederum sehr faszinierend seine stimmliche Entwicklung und vor allem seinen Werdegang zum Solokünstler zu beobachten.&#8221;</p>
<p>Eine Entwicklung musste auch das Konzept von &#8220;Emotion&#8221; erleben. In der jetzigen Form spielen sie das fünfte Mal, das zweite Mal in der Europahalle. Vorher traten sie in einer Halle in Kenn auf, die mit 550 Plätzen noch nicht halb so viel Platz bot wie die Europahalle. Doch der Umzug war ein großer Schritt. Immerhin fühlte man sich verbunden, mit dem Ort, den Leuten, den vielen schönen Erinnerungen. Und nicht zuletzt war gerade die Größe der Europahalle ein Wagnis. Würde man einen solchen Raum füllen können? Man konnte und das in kurzer Zeit; innerhalb weniger Wochen war die Halle komplett ausverkauft. &#8220;Es gibt Zuschauer, die jedes Mal dabei sind. Die Altersspanne reicht von zwei Jahren bis ins hohe Rentenalter. Dieses Jahr feiert sogar jemand seinen runden Geburtstag bei uns, eigens dafür hat er 30 Karten für sich und seine Gäste gekauft.&#8221;</p>
<h2>Eine Pralinenschachtel der Liebeslieder</h2>
<div id="attachment_86009" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Big-Band-AoM-Kenn09-2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[86006]"><img class="size-medium wp-image-86009 " title="Big Band AoM, Kenn09-2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Big-Band-AoM-Kenn09-2_bearbeitet-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Tobias Rössler und Shirley Winter &#8211; sind auch dieses Mal wieder dabei</p></div>
<p>Die Anziehungskraft machen nicht nur die beliebten Sänger aus, sondern besonders der Mix aus dem, was geboten wird. Die &#8220;balladenaffine&#8221; Band, wie Botzet selbst so schön sagt, mischt Lovesongs aus Musical, Film und Popmusik mit unterschiedlichen Stilrichtungen und den jeweiligen charakterstarken Stimmen zu einem Paket, was alle Geschmäcker abdeckt. Eine Pralinenschachtel der Liebeslieder: Man weiß nicht, was man kriegt, aber es ist für jeden etwas dabei. Das lässt sich die Big Band &#8220;Art of Music&#8221; auch schon mal was kosten: &#8220;Der Big Band Arrangeur Peter Mocha bearbeitet für uns jedes Jahr sechs bis sieben neue Songs, die wir in das Programm einfließen lassen können. Allein das macht unser Konzert unique.&#8221;</p>
<p>Jedes Jahr probt und spielt man zudem eine Musical-Ballade, die zu den weniger bekannten unter ihrer Gattung gehört. Letztes Jahr war das &#8220;Du bist meine Welt&#8221; aus dem Musical &#8220;Rudolf &#8211; Affaire Mayerling&#8221;; was den Zuschauer dieses Jahr erwarten wird, soll verständlicherweise noch unter dem Mantel des Schweigens verborgen bleiben. Diese Überraschung will sich die Band nicht nehmen lassen. Eine Musical-Überraschung kann man aber getrost verraten: Die Nachwuchskünstler der Cabaret-Produktion aus der Tufa werden sowohl stimmlich, als auch szenisch einige Highlights aus ihrem Programm wiedergeben. &#8220;Das wird ein vollkommen neues Element in der Show. Wir wollen diesen jungen Kollegen eine Plattform geben, vor allen Dingen, weil sie wirklich gut sind&#8221;, so Botzet.</p>
<p>Nächstes Jahr feiert die Band, die einst aus einem Schulprojekt entstanden ist, ihr 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass sind bereits Planungen für ein Konzert früher im Jahr angedacht. Für das kommende Konzert am 8. Dezember sind aktuell noch Karten zu haben. Nähere Infos findet man <a href="http://www.bigband-art-of-music.de/index.php?view=details&amp;id=144%3ACharity-Konzertshow+2012%3A+Emotion+Vol.+V&amp;option=com_eventlist&amp;Itemid=57">hier</a>.</p>
<p><em>Mit von der Partie werden dieses Jahr auch die Sänger Shirley Winter, Stefan Becker und Tobias Rössler sein. 5vier.de wünscht allen Beteiligten und Gästen nicht nur einen schönen Abend, sondern auch eine schöne Spendensumme für das &#8220;Haus Tobias&#8221;.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Habib Hakimi</span></p>
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		<title>Es leben die Verrückten &#8211; Uraufführung &#8220;Das Narrenschiff&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 16:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Produktion, mit der sich das Theater Trier schmücken kann: Die Uraufführung von "Das Narrenschiff" feierte am Samstag, 3.November, Premiere auf der Großen Bühne. 5vier.de war vor Ort.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Produktion, mit der sich das Theater Trier schmücken kann: Die Uraufführung von &#8220;Das Narrenschiff&#8221; feierte am Samstag, 3. November, <strong>Premiere </strong>auf der Großen Bühne. Zwar vor nicht ganz vollbesetztem Haus, doch die überregionale Resonanz war bereits groß.</strong></p>
<div id="attachment_86779" class="wp-caption alignright" style="width: 242px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Das-Narrenschiff_5.jpg" rel="lightbox[86773]"><img class="size-medium wp-image-86779 " title="Das Narrenschiff_5" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Das-Narrenschiff_5-232x300.jpg" alt="" width="232" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Klötzer und Braband</p></div>
<p>Sebastian Brant, seines Zeichens Autor, schickte vor 500 Jahren eine Gruppe von Menschen auf eine Schiffsreise und damit auf eine abenteuerliche Tour an die Grenzen ihrer eigenen Existenz. Wie reagieren unterschiedliche Charaktere auf Katastrophen? Wer bleibt menschlich? Und wer wird zum Unmenschen? Diese Fragen warf Brant in seiner Moralsatire auf und brachte damit nicht nur seine Zeitgenossen zum Grübeln. Bis heute führt sein Werk an Fragen und Missstände heran, die aktueller sind denn je. Die Fragen, die Brant beschäftigten, ließen auch Chefchoreograf Sven Grützmacher nicht ruhen: Wie verhalten sich Menschen in Extremsituationen? Wie verhalten sich verschiedene Typen? Bleibt der Saubermann sauber? Bleibt die Gütige gütig? Ab wann wird Wahnsinn zur Normalität und umgekehrt? In seinem Tanzstück &#8220;Das Narrenschiff&#8221; greift er diese Fragen auf, greift Brants Werk auf und übersetzt es, nicht in eine neue Sprache, sondern in Bewegungen, in Licht und Musik. Zusammen mit dem Künstler Bodo Korsig und der Kostümbildnerin Gabriele Kortmann arbeitete er ein Stück aus, das zwar im modernen Gewand daher kommt, aber bis tief in die menschliche Psyche vordringt, um dort die alte Wurzel der eigenen und menschlichen Schlechtigkeit auszugraben und dem Zuschauer vor Augen zu halten. Und da gibt es einiges zu zeigen.</p>
<h2>Die Wurzel des Bösen</h2>
<p>Der brave Nachbar, herrlich unangenehm getanzt von David Scherzer, neben seiner biederen, mitleidserregenden Gattin, alias Cecile Rouverot, vergreift sich an der unschuldigen Träumerin, Christin Braband. Die kämpft fortan mit dem Durchlebten und trifft bei ihren Reisegenossen auf alle Bodenlosigkeiten der Schlechtigkeit. Ihr ehemaliger Geliebter, der Einsame, alias Noala de Aquino; dessen Tanz ist wie immer toll; wendet sich von ihr ab. Die Gütige, Erin Kavanagh, demonstriert an ihr, wie gewaltsam Güte werden kann, wenn man sie ohne Geduld einsetzt. Die Fromme, Natalia Grützmacher, versteckt sich hinter ihrem Glauben, anstatt wirklich mildtätigen Beistand zu leisten; der Geschmeidige, getanzt von Reveriano Camil, bricht die Herzen reihenweise und die Wechselhafte, Susanne Wessel, vergeht dabei an ihrem gebrochenem Herzen. Der und die Erfolgreiche, Denis Burda und Juliane Hlawati, sind in ihrem eigenen Streben nach immer mehr Erfolg und Prestige so mit sich selbst beschäftigt, dass sie nicht mal das eigene Scheitern vorausahnen können.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Das-Narrenschiff_1.jpg" rel="lightbox[86773]"><img class="alignleft size-medium wp-image-86775" title="Das Narrenschiff_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Das-Narrenschiff_1-300x159.jpg" alt="" width="300" height="159" /></a>Helfen kann letztendlich nur einer, der selbst weiß, wie es ist zu leiden: der Zwanghafte, getanzt von Robert Seipelt, versteht es die Träumerin aus ihrem Käfig zu befreien, während die anderen Reisenden schließlich dem Wahnsinn verfallen. Eine Sonderstellung nimmt, neben dem zärtlichen Paar, der Narr ein. Getanzt wird er von René Klötzer und führt als Erzähler durch die Geschichte, ist verrückter Außenseiter und doch Strippenzieher.</p>
<p>So ist es letztlich er, der die Fäden in der Hand hat, der Blumen regnen lässt für die Träumerin in ihrer dunkelsten Stunde, der die Wechselhafte mit dem gebrochenen Herzen in die sanfte Stille des schwarzen Bades hinabtauchen lässt. Und der schließlich, als alle anderen des Wahnsinns fette Beute geworden sind, als &#8220;Normalo&#8221; von der Bühne gehen kann.</p>
<h2 style="text-align: left;">Des Wahnsinns fette Beute</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Das-Narrenschiff_4.jpg" rel="lightbox[86773]"><img class="alignright size-medium wp-image-86778" title="Das Narrenschiff_4" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/11/Das-Narrenschiff_4-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Die Choreografie von Sven Grützmacher ist gleichzeitig einfühlsam und fesselnd, brutal und sanft. Die Inszenierung bleibt in jeder Sekunde spannend und abwechslungsreich. So muss der Zuschauer sich immer wieder neu entscheiden, welchem Paar, welchem Einzeltänzer und welcher Geste er seine Aufmerksamkeit widmen soll. Die Kostüme von Kortmann spielen mit dem symbolhaften Charakter der Farben und ermöglichen so eine rasche Zuordnung: ein zartes Violett für die Fromme, Gelb für die Erfolgreichen, Weiß für die unschuldige Träumerin, Braun für das biedere Ehepaar. Ihre Spannweite reicht dabei vom zeitgenössischen Anzug, bis hin zum extravaganten Kleid und sogar dem experimentellen Kostüm der Donna-Figur am Anfang und am Ende der Inszenierung. Barbusig kommt sie daher mit einer Plastikflaschen-Perücke. Doch dem Bühnenbild sei besonderes Lob ausgesprochen. Vor einer Wand aus weißen Ästen und Stäben spielen sich die Szenarien ab, in einem Meer aus schwarzen Bällen versinken die Tänzer, in einer Kiste gefangen schwebt die Träumerin von der Decke. Das Bühnenbild ist eine wahrlich künstlerische Arbeit, die mehr als die passende Stimmung liefert. Korsig hat hier einen Raum erschaffen, der Welten eröffnet.</p>
<h2>Experiment geglückt</h2>
<p>Mit diesem Stück hat das Theater Trier einiges bewiesen: Dass es Mut zu Experimenten hat, auch was die musikalische Untermalung anbelangt; mit Anteilen von Rammstein ist die Musik nicht gerade gewöhnlich. Dass es über ein ausgezeichnetes Tanzensemble verfügt, dass es hervorragende Künstler als Bühnenbildner an Land ziehen kann und dass begeisterte Förderer hinter ihm stehen. Denn um das fantastische Bühnenbild von Bodo Korsig überhaupt erst entstehen lassen zu können, mussten private Spender einspringen und dem Theater eine finanzielle Spritze geben, dort wo die Stadt noch mehr Mittel gestrichen hatte.</p>
<p>Das Projekt von Korsig und Grützmacher konnte also starten und die Idee der beiden in die Welt tragen. Dort ist sie bereits angekommen. Mehrere überregionale Medien, wie etwa <em>Tagesschau online</em> oder <em>Focus.de</em>, interessierten sich für das Werk und berichteten. Mit Resonanz von außerhalb dürfte das Theater rechnen. Grützmacher gelingt mit &#8220;Das Narrenschiff&#8221; erneut ein Glanzstück, eine moderne und doch zeitlose, weil stets aktuelle Sicht auf die menschlichen Abgründe. Wie gehen wir mit Schwächeren und Geschundenen um? Wie mit ihren Schindern? Was ist der richtige Weg, um menschlich zu sein und vor allem zu bleiben? Diesen und anderen Fragen stellt sich Grützmacher in einer Inszenierung, die locker mit Inszenierungen größerer Häuser mithalten kann.</p>
<p>Hierauf kann nicht nur das Theater Trier stolz sein, sondern auch die Stadt selbst.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Alle sieben Wellen &#8211; Premiere im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 09:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>
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		<category><![CDATA[Werner Tritschler]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag hatte die langersehnte Fortsetzung von "Gut gegen Nordwind" Premiere: "Alle sieben Wellen" ist erneut eine Inszenierung von Werner Tritschler, mit Vanessa Daun und Jan Brunhoeber in ihren Paraderollen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf La Gomera gibt es eine Legende: Sechs von sieben Wellen sind absolut berechenbar, verlaufen wie man es von einer braven Welle gewöhnt ist. Doch die siebte Welle schlägt völlig aus der Art, sie ist unberechenbar, ungewöhnlich und wenn sie den Strand wieder verlässt, ist nichts mehr so, wie es noch zuvor gewesen ist. Alle sieben Wellen also&#8230;</strong></p>
<div id="attachment_86176" class="wp-caption alignright" style="width: 211px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Alle-sieben-Wellen_1_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[86131]"><img class="size-medium wp-image-86176 " title="Alle sieben Wellen_1_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Alle-sieben-Wellen_1_bearbeitet-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Vanessa Daun und Jan Brunhoeber</p></div>
<p>Leo und Emmi sind solche Wellen füreinander. Es ist nun genau ein Jahr her, da brach Leo den regen Emailverkehr mit seiner virtuellen Herzensdame Emmi ab, zog Hals über Kopf nach Boston und ward nicht mehr gesehen. Bis Emmi feststellen muss, dass in Leos Wohnung wieder Licht brennt. Sie tippt ihm eine Email und bekommt tatsächlich Antwort. Leo ist wieder da. Und schnell gehen die Emails wieder hin und her. Doch dieses mal ist etwas anders: Leo hat eine Freundin, Pamela aus Boston, und sie wird zu ihm ziehen. Auch Emmi und Bernhard sind nach wie vor verheiratet, zwar unter sehr abgekühlten Bedingungen, aber nichtsdestotrotz nach wie vor verheiratet. Aber ein Treffen, das muss doch jetzt nach einem Jahr wohl mal drin sein. Also trifft man sich einmal. Zweimal. Dreimal. Die Affäre nimmt ihren Lauf. Bis die Frage aufkommt, warum Leo den Kontakt damals abbrach und eine weitere Email auftaucht.</p>
<p>Nicht nur die Fortsetzung von Daniel Glattauers Roman &#8220;Gut gegen Nordwind&#8221; wurde mit Sehnsucht erwartet, auch auf die, nach der Vorlage erstellte, Stückfassung wurde hingefiebert. Wer den ersten Teil von Emmis und Leos Geschichte in der letzten Spielzeit gesehen hat, wird sich nun mit großer Sicherheit auch den zweiten Teil ansehen wollen. Vielleicht sogar müssen. Zu sehr wurmt das traurige, unerfüllte Ende dieser beiden Liebenden, die sich in den schönsten Worten ihre Gefühle in die Tastatur hämmerten und sich doch nicht ein einziges Mal sehen konnten. Inszeniert wurde in der letzten Spielzeit von Werner Tritschler, die Hauptrollen spielten Vanessa Daun und Jan Brunhoeber und getreu dem Motto &#8220;Never change a running system&#8221; bleibt das Trio auch in dieser Spielzeit vereint. Doch gelingt es auch dieses Mal die Spannung aufrecht zu erhalten, die Einmaligkeit in den Charakteren der Figuren heraus zu kitzeln, den Zauber der Inszenierung erneut zu beschwören? Ja, es gelingt.</p>
<h2>Langersehnte Fortsetzung</h2>
<div id="attachment_86177" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Alle-sieben-Wellen_2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[86131]"><img class="size-medium wp-image-86177 " title="Alle sieben Wellen_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Alle-sieben-Wellen_2_bearbeitet-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">LanLiebesleid&#8230;</p></div>
<p>In wenigen Zitaten wird rekapituliert, wie alles begann, dann gehts direkt ans Eingemachte und dem Zuschauer kommt es vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass er dem letzten Absatz in der letzten Email von Emmi und Leo gelauscht hatte. Erneut nähern sich Emmi und Leo, alias Daun und Brunhoeber, an, nur um sich im nächsten Moment wieder in ihre Schneckenhäuser zurück zu ziehen. Erneut weist das Spiel der beiden eine starke Körperlichkeit auf, sie tanzen, zucken, klettern und toben über die Bühne, lassen Finger und Gliedmaßen für sich sprechen und sind dann wieder ruhig und eng umschlungen. Hier trägt die Inszenierung unleugbar Tritschlers Handschrift. Überhaupt kann man die Leistungen der Schauspieler kaum ohne die Leistungen ihres Regisseurs bewerten. Zeigt sich doch noch deutlicher als letztes Jahr die starke Zusammenarbeit der drei. In unzähligen Ideen bleibt die Inszenierung in jeder Minute spannend, wer hier Längen finden will muss schon suchen. Mit Leib und Seele spielen sich die beiden Schauspieler die Bälle zu ohne sich gegenseitig auszuspielen, setzen die Ideen ihres Regisseurs um als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Ein besonders schöner Clou, um nur eines der vielen Beispiele zu nennen, ist die betrunkene Emmi oder vielmehr der betrunkene Zeigefinger von Emmi, der anhand dreier Whiskeygläser ihre Bedenken zu Leo erläutert. Hier macht Zusehen nicht nur Spaß, viel eher wird das Wegsehen zu einer Qual. Könnte man doch nur ein zartes Detail der Inszenierung und der hervorragenden Darsteller verpassen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Herzschmerz garantiert</h2>
<div id="attachment_86178" class="wp-caption alignright" style="width: 224px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Alle-sieben-Wellen_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[86131]"><img class="size-medium wp-image-86178 " title="Alle sieben Wellen_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Alle-sieben-Wellen_3_bearbeitet-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&#8230;Und Liebesglück</p></div>
<p>Die Stimmung der Inszenierung ist dabei um einiges emotionaler, schließlich haben beide nun ein &#8220;Gesicht&#8221;. Man kennt sich, hat sich gesehen, gesprochen, berührt und gerochen. Die Sehnsucht hat nicht mehr nur einen Namen, sie hat Berührungspunkte. Auch das Herz des Zuschauers wird berührt, alles ist näher, aber auch unerreichbarer und somit trauriger. Der Song &#8220;Ohne dich&#8221; von Rammstein bringt es da auf den Punkt: &#8220;Ohne dich kann ich nicht sein. Mit dir bin ich auch allein.&#8221;</p>
<p>Das Bühnenbild von Susanne Weibler wurde aus der letzten Inszenierung weitestgehend beibehalten, allerdings umgestellt und um einige Details wie etwa die zwei Jalousinenwände erweitert. Passend zum Thema, schließlich hatte sich auch einiges im Leben der beiden umgestellt und erweitert. Die Kostüme von Carola Vollath sind nicht nur schön anzusehen, sie markieren auch Wendepunkte in der Handlung, man &#8220;sieht&#8221;, dass sich etwas verändert hat.</p>
<p>Letztendlich brennt natürlich die Frage unter den Nägeln ob sich die beiden nun doch noch kriegen. Und auch wenn die letzten Worte der beiden mit &#8220;Bis gleich&#8221; schon alles gesagt haben könnten, spricht ein Blick doch meistens mehr als tausend Worte. Die Frage muss wohl weiter bleiben, Antworten findet der Zuschauer wieder mal nur in sich selbst.</p>
<p><em> Wer &#8220;Gut gegen Nordwind&#8221; mochte, der wird &#8220;Alle sieben Wellen&#8221; lieben. Zwei unglaublich intensive Hauptdarsteller, eine vielseitige, detailverliebte Inszenierung, eine Liebesgeschichte, die einen nachts mit Herzschmerz aufwachen lässt. Gesamturteil: Unbedingt ansehen!</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Campus: Studi-Jobs &#8211; Assistentin in der Hippotherapie</title>
		<link>http://5vier.de/campus-studijobs-assistentin-in-der-hippotherapie-80363.html</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 07:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gestüt Hohensonne]]></category>
		<category><![CDATA[Hippotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Marie-Josée Schaack]]></category>
		<category><![CDATA[Melanie Koch]]></category>
		<category><![CDATA[Studentenjobs]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserer neuen Reihe beschäftigen wir uns mit Studenten und verschiedenen Arten ihr Studium zu finanzieren oder ihr Bafög aufzubessern. Als erste begleiteten wir Melanie Koch, die als Reittherapie-Assistentin arbeitet.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nicht jedem Studenten sind ausreichend BAföG und/oder reiche Eltern vergönnt, die meisten müssen neben ihrem Studium arbeiten um sich ihr tägliches Brot und vielleicht einen gelegentlichen Kneipenrundgang mit Freunden leisten zu können. In unserer neuen Reihe <a href="http://5vier.de/studijobs-der-finanzielle-drahtseilakt-81356.html">&#8220;Studijobs&#8221;</a> befassen wir uns mit gerade diesem Thema und wollen dabei einen näheren Blick auf Arbeitsstellen jenseits vom Kellnern, HiWi und Kartenabreißer werfen. Die Erste in unserer 5vier-Serie ist <em>Melanie Koch</em>, die neben ihrem Geschichtsstudium als Assistentin in der Hippotherapie arbeitet. Wir haben sie einen Tag lang begleitet.</strong></p>
<div id="attachment_80789" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie_Aritkelbild_1.jpg" rel="lightbox[80363]"><img class="size-medium wp-image-80789" title="Reittherapie_Aritkelbild_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie_Aritkelbild_1-300x276.jpg" alt="" width="300" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">Therapieassistentin Melanie Koch und Pferd Hannibal</p></div>
<p>Melanie Koch ist 25 Jahre alt, ihres Zeichens Studentin der Geschichte und zudem ausgeprägter Fan von Mittelaltermärkten. Sie lebt in einer WG in der Innenstadt und ist gerade mit ihrer Magisterarbeit beschäftigt. Klingt erst mal nach einer ganz normalen Studentin. Wäre da nicht Mellis kleiner Nebenerwerb: Sie ist Assistentin in der Hippotherapie. Hippotherapie? Mancher Leser wird nicht umhin kommen sich zu fragen, was das sein soll. Die Antwort ist recht simpel. In anderen Worten ausgedrückt bedeutet &#8216;Hippotherapie&#8217; nichts anderes als &#8216;Reittherapie&#8217;. Also eine therapeutische Maßnahme, die mithilfe von Pferden ausgeführt wird. Das klingt schon wieder zu einfach. Denn für die Patienten ist diese besondere Therapieform meist wesentlich mehr, als nur eine halbe Stunde auf einem Pferderücken zu sitzen. Das weiß auch Therapeutin Marie-Josée Schaack, die diesen Beruf seit sechs Jahren ausübt. Eigentlich ist sie Krankengymnastin, doch bereits seit ihrer frühen Kindheit sitzt sie regelmäßig auf Pferden. Ihre Mutter übte bereits den Beruf der Hippotherapeutin aus. So war es nicht weit hergeholt, die Zusatzausbildung ebenfalls zu machen. Was ist denn nun das Ziel einer Reittherapie?</p>
<h2>&#8220;Eigentlich ist das Pferd der Therapeut&#8221;</h2>
<div id="attachment_80774" class="wp-caption alignright" style="width: 255px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie.1.jpg" rel="lightbox[80363]"><img class="size-medium wp-image-80774" title="Reittherapie.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie.1-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Reittherapeutin Marie-Josée Schaack</p></div>
<p>&#8220;Das Bewegtwerden in einem normalen Rhythmus&#8221;, erklärt sie. &#8220;Die Schwingungen, die vom Pferd auf die Wirbelsäule des Patienten ausgehen, sind der menschlichen Bewegung recht ähnlich.&#8221; Besonders für Spastiker stellt dies eine Möglichkeit dar, Muskelerregung in einem normalen Spannungszustand zu erspüren. Aber auch Patienten mit multipler Sklerose können durch die eher &#8220;sanfte&#8221; Sportart des Reitens Muskeln gezielt trainieren und stärken. Marie-Josée Schaack weiß noch weitere Positivbeispiele: &#8220;Auch auf Patienten mit Verhaltensauffälligkeiten und autistischen Tendenzen wirkt sich die Therapie positiv aus, schon alleine die Nähe zum Tier und das besondere Erlebnis sprechen viele ganz stark an.&#8221; Generell geht sie so weit zu sagen: &#8220;Eigentlich ist das Pferd der Therapeut, wir sind alle &#8220;nur&#8221; die Assistenten.&#8221; Von den positiven Effekten der Reittherapie weiß auch Gabi zu berichten, sie kommt mit ihrem Sohn Ingo schon seit einiger Zeit her. Ingo ist 22 Jahre alt, seit seiner Geburt blind und seit einiger Zeit hat er zudem autistische Tendenzen entwickelt. &#8220;Man erkennt es daran, dass wenn ihm etwas zu viel wird, er sich einfach in seine eigene Welt zurückzieht.&#8221;, erklärt Gabi.</p>
<p>Als Ingo vier Jahre alt war, ist sie das erste Mal mit ihm zur Reittherapie gegangen, damals noch unter der Leitung von Marie-Josées Mutter. &#8220;Die konnte genauso gut mit den Kindern. Wenn diese auf dem Pferd unruhig geworden sind, hat sie sich sogar hinter sie gesetzt und ihnen Kinderlieder zur Beruhigung vorgesungen.&#8221; Wegen der Schule musste Ingo eine Pause beim Reiten einlegen, nun geht er seit einiger Zeit wieder regelmäßig. Einmal die Woche für eine halbe Stunde zu 20 Euro. Und es macht ihm sichtlich Spaß. Aber der ist nur ein Nebeneffekt. &#8220;Ich habe mich selbst mal probeweise auf ein Pferd gesetzt, es ist wirklich sehr anstrengend, besonders für die Oberschenkel und den Rücken. Das merkt man schon.&#8221; Reiten ist hier neben Therapie eine richtige Sportart, die unter anderem dazu geführt hat, dass Ingo, der zudem noch spastisch ist, wesentlich gerader geht als vor der Therapie. &#8220;Er war als Baby und noch als Kleinkind sehr kraftlos, Frau Schaacks Mutter musste ihn auf dem Pferd festhalten, durch das Reiten hat er Muskeln aufgebaut.&#8221; Als Ingo den Raum betritt, sieht man einen verschlossenen jungen Mann, als er aus dem Sattel steigt, lacht er, wirkt gelöst, entspannt. Es gibt zum Abschied sogar ein Küsschen für das Tier. Ein sichtbarer Erfolg.</p>
<h2>Wer ist für diesen Job geeignet?</h2>
<div id="attachment_80777" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie5.1.jpg" rel="lightbox[80363]"><img class="size-medium wp-image-80777" title="Reittherapie5.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie5.1-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Ingo während der Therapie</p></div>
<p>Wer ist nun für den Job geeignet und wer nicht? Für Melanie ist es ganz klar: &#8220;Man sollte Erfahrung mit Pferden mitbringen. Unsere Aufgabe ist es die Pferde herzurichten und bei der Therapie aufzupassen, dass keine Unfälle passieren. Wir müssen die Reaktionen der Tiere vorausahnen können.&#8221; Dazu gehört auch, nicht in den neusten Reitertrends zur Arbeit zu kommen, die Arbeit ist auch schmutzig und manchmal nichts für Zartbesaitete. Scheu vor Menschen ist da fehl am Platz. &#8220;Wer einfach ein bisschen reiten möchte, braucht gar nicht erst anzufangen&#8221;, weiß auch Frau Schaack.</p>
<p>Melanie selbst arbeitet seit Anfang 2009 für sie, durch einen Aushang an der Uni ist sie auf die Reittherapie aufmerksam geworden. Mit elf hatte sie angefangen zu reiten, mit 16 dann aufgehört, doch bald kam die Sehnsucht nach einem Pferderücken. Spontan rief sie an, kam zu einer Therapiestunde vorbei und war bald wieder drin im Umgang mit den Tieren. &#8220;Ich habe Pferde vermisst, aber ich wollte auch etwas Außergewöhnliches machen, mit dem ich anderen helfen kann. Da war die Reittherapie ideal.&#8221;</p>
<p><em>Wer Interesse bekommen hat und sich angesprochen fühlt, kann sich unter folgender Nummer bei Marie-Josée Schaack melden. Sie und ihre Mitarbeiter sind froh um weitere kompetente Helfer: 0651/41201</em></p>

<a href='http://5vier.de/campus-studijobs-assistentin-in-der-hippotherapie-80363.html/reittherapie-1' title='Reittherapie.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Reittherapie.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/campus-studijobs-assistentin-in-der-hippotherapie-80363.html/reittherapie4-1' title='Reittherapie4.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie4.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Reittherapie4.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/campus-studijobs-assistentin-in-der-hippotherapie-80363.html/reittherapie5-1' title='Reittherapie5.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie5.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Reittherapie5.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/campus-studijobs-assistentin-in-der-hippotherapie-80363.html/reittherapie7-1' title='Reittherapie7.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie7.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Reittherapie7.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/campus-studijobs-assistentin-in-der-hippotherapie-80363.html/reittherapie8-1' title='Reittherapie8.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Reittherapie8.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Reittherapie8.1" /></a>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Buntes: Viel nackte Haut und wenig Raum &#8211; Unikörper 2013</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 12:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marco Piecuch]]></category>
		<category><![CDATA[Ulysses Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Unikörper]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr 2012 neigt sich seinem Ende entgegen - mit dem Kalender "Unikörper- 2013" ist man bestens für das neue Jahr gerüstet. Dessen Erlös geht wie letztes Jahr wieder an einen wohltätigen Zweck.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Jahr 2012 neigt sich seinem Ende entgegen und wir befinden uns, sofern es Maya-Prophezeiungen zulassen, schon bald im Jahr 2013. Doch was wäre ein neues Jahr ohne Kalender. Wer mit dem Kalenderkauf auch dieses Jahr wieder seine helle Freude haben und gleichzeitig etwas Gutes tun möchte, der greife zum neuen &#8220;Unikörper 2013&#8243;. Dessen Erlös geht wie letztes Jahr wieder an einen wohltätigen Zweck. Vergangene Woche wurde der Kalender im Rahmen einer Vernissage im Trierer Brunnenhof vorgestellt. </strong></p>
<div id="attachment_85282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 306px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/image2-e1350898584303.jpg" rel="lightbox[85142]"><img class="size-medium wp-image-85282" title="Unikörper 2013" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/image2-296x300.jpg" alt="" width="296" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Unikörper 2013</p></div>
<p>Aktfotografie ist eine der schwierigsten Fotografien. Mit dem falschen Licht wirkt es billig, in der falschen Pose im besten Fall unvorteilhaft. Zudem kann es sowohl für das Modell als auch für den Fotografen zu einer echten Mutprobe werden. Besonders wenn die eigene nackte Haut einen Monat lang in einem Kalender zu sehen sein wird. Da hatten Fotograf Marco Piecuch und Produzent Ulysses Wagner letztes Jahr noch ganz schöne Schwierigkeiten genügend Models für 24 Bilder zusammen zu kriegen. Dank der guten (Vor)Arbeit von letztem Jahr standen sie dieses Jahr nicht vor dem Problem. Im Gegenteil sogar, meldeten sich doch mehr Models als eigentlich nötig gewesen wären. Das Ergebnis spricht wieder mal für sich.</p>
<p>Während der momentan noch laufende &#8220;Unikörper&#8221; mit kompletter Nacktheit ein klares Statement setzt, ist der kommende Kalender um einiges hochgeschlossener. Bademäntel, Tücher, Boxershorts und Röcke verdecken so manches Detail; keine Verschlechterung, aber doch eine andere Richtung. Während beim letzten Kalender viel über originelle Posen versteckt wurde, was nicht jeder zu sehen braucht, wurde dieses mal mehr mit Accesoires und Requisiten gearbeitet. Dafür sind die Locations um einiges weitläufiger; Parkanlagen, Seen, Dächer, Treppenhäuser, die richtige Zeit am richtigen Ort.</p>
<div id="attachment_85281" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/image1-e1350898642383.jpg" rel="lightbox[85142]"><img class="size-thumbnail wp-image-85281" title="Unikörper 2013" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/image1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Unikörper 2013</p></div>
<p>Die besonderen Örtlichkeiten bringen eine weitere Neuerung: die Bilder sind oft farbenfroher, voller; der nackte, oder eher halbnackte Körper tritt in den Hintergrund, fügt sich in das Gesamtbild. Es wirkt im Ganzen etwas routinierter, geübter. Obwohl man anmerken muss, dass der Zauber des Anfangs etwas verflogen zu sein scheint, nach dem letzten Kalender musste man schon mit etwas neuem aufwarten. Stillstand ist ja schließlich doch irgendwo Rückschritt. Der Fortschritt ist Piecuch Wagner und &#8220;dem Belichta&#8221;, einem Fotograf, der unter diesem Künstlernamen arbeitet, gelungen. Die Bilder unterscheiden sich von denen des aktuellen Jahres, wobei ein Aspekt gleich geblieben ist: &#8221;Die Bilder spalten ein bisschen die Masse. Was dem einen besonders gut gefällt, kann der andere gar nicht leiden&#8221;, sagt Piecuch, es bleibt also alles eine Geschmacksfrage.</p>
<p>Wer sich in Trier ein wenig in der jüngeren Kulturszene auskennt, wird auch ein paar bekannte Gesichter entdecken, unter anderem drei Mitglieder des Neuen Theaters Trier. Generell wirkten dieses Mal etwas mehr Leute mit, die bereits Erfahrungen im <em>sich-präsentieren</em> haben, zumindest vermitteln die Fotos diesen Eindruck. Auch hier scheint das positive Feedback des letzten Jahres gezogen zu haben, denn nicht nur Models wurden angezogen, sondern auch weitere Fotografen. &#8220;Der Belichta&#8221; unterstützte Piecuch und Wagner, viele der Bilder sind von dem Künstler.</p>
<div id="attachment_85280" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/image-e1350898660387.jpg" rel="lightbox[85142]"><img class="size-thumbnail wp-image-85280" title="Unikörper 2013" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/image-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Unikörper 2013</p></div>
<p>Schade war nur, dass die Räumlichkeiten des Brunnenhofs für eine Vernissage dieser Größenordnung mittlerweile etwas zu klein geworden sind. Vielleicht kann man bei der Vernissage des nächsten Kalenders bereits mit einer größeren Location zum Feiern rechnen.</p>
<p><em>Der Erlös des Kalenders geht auch dieses Jahr wieder an die Deutsche Aidshilfe und zudem an das Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V., zu kaufen gibt es ihn an den bekannten Verkaufsstellen und direkt über die Homepage: <a href="http://www.unikoerper.de" target="_blank">http://www.unikoerper.de</a>. Doch Achtung: Die erste Auflage des Kalenders ist auf nur 300 Exemplare reduziert, wer also nicht auf die zweite Auflage warten will, sollte sich beeilen.</em></p>
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		<title>Buntes: Zauberhafte Leidende &#8211; &#8220;La Traviata&#8221; im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2012 11:47:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Adréana Kraschewski]]></category>
		<category><![CDATA[Amadeu Tasca]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Scherzer]]></category>
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		<category><![CDATA[Svetislav Stojanovic]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag, 13. Oktober, durfte das Theater Trier eine weitere Premiere feiern. Mit Publikumsliebling und letztjähriger Theatermasken-Preisträgerin Adréana Kraschewski wurde "La Traviata" zu einem vollen Erfolg.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 13. Oktober, durfte das Theater Trier eine weitere Premiere feiern. Mit Publikumsliebling und letztjähriger Theatermasken-Preisträgerin <em>Adréana Kraschewski</em> wurde &#8220;La Traviata&#8221; zu einem vollen Erfolg.</strong></p>
<div id="attachment_85023" class="wp-caption alignright" style="width: 194px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/La-Traviata_4_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[84889]"><img class="size-medium wp-image-85023 " title="La Traviata_4_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/La-Traviata_4_bearbeitet-184x300.jpg" alt="" width="184" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Intensives Spiel &#8211; Adréana Kraschewski</p></div>
<p>Violetta liebt es leicht, mit rauschenden Partys, losen Beziehungen und jede Menge Verehrern. Bis der junge Alfredo in ihr Leben tritt und ihr seine unsterbliche Liebe offenbart; dabei wollte Violetta, gespielt von Adréana Kraschewski, doch immer nur frei sein, frei wie ein Vogel. Sie kennt die Liebe nicht und will sie auch eigentlich gar nicht kennenlernen, verrät ihr Bauchgefühl ihr doch, dass sie ihr nichts als Unglück bringen wird. Doch der liebestrunkene Alfredo, Svetislav Stojanovic, lässt nicht locker und erobert schließlich das Herz der heiß begehrten Schönheit. Die beiden fliehen aus der Stadt, lassen die Glamourwelt hinter sich und beschließen fortan nur noch für sich zu leben. Ein utopisches Liebesverhältnis, das freilich nicht von Bestand sein kann. Alfredos Vater, alias Amadeu Tasca, sieht die Verbindung seines Sohnes aus gutem Hause mit so einem leichten Mädchen gar nicht gerne, zumal sein und der Ruf der gesamten Familie unter dem Verhältnis leiden. Er sucht Violetta auf, um ihr die fatale Situation vor Augen zu führen und sie zu bitten von Alfredo abzulassen. Die tut dies schließlich schweren Herzens und versucht erneut Fuß in der Stadt zu fassen. Erschwert wird ihr das Ganze von herzzerreißendem Liebeskummer und Schüben einer todbringenden Krankheit, an der sie seit geraumer Zeit leidet. Als Alfredo sie auch noch auf einer Gesellschaft beleidigt und bloßstellt, bricht sie zusammen. Letztendlich fordert die Krankheit ihren Tribut, sie fristet ein einsames Ende. In (fast) letzter Sekunde schafft Alfredo es noch zu ihr, doch auch er und sein Vater können schließlich nur noch resümieren: Sie ist tot.</p>
<h2>Zauberhaft und berührend</h2>
<div id="attachment_85021" class="wp-caption alignleft" style="width: 257px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/La-Traviata_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[84889]"><img class="size-medium wp-image-85021 " title="La Traviata_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/La-Traviata_3_bearbeitet-247x300.jpg" alt="" width="247" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Musikalisch hervorragend &#8211; Svetislav Stojanovic</p></div>
<p>&#8220;La Traviata&#8221; von Giuseppe Verdi, nach dem Weltroman von Alexandre Dumas, ist nicht zu Unrecht bis heute ein Garant für ein volles Haus und unter der Flagge von Regisseurin Birgit Scherzer und Hauptdarstellerin Adréana Kraschewski kann es nur gut aussehen für diese Inszenierung. Und das tut es auch! Zwar ist der erste Teil vor der Pause stellenweise etwas steif, doch der zweite Teil macht dies mit einer fast zauberhaften Langsamkeit wieder weg. Da zergeht jedes Wort, jeder Ton, jede Geste förmlich auf der Zunge.</p>
<p>Von Hauptdarsteller, über Nebendarsteller, bis hin zum Chor sitzt jede Bewegung, da merkt man die Arbeit von Scherzer deutlich, die ja eigentlich von der Choreografie kommt. Schon bei &#8220;The Voyage&#8221; arbeitete Scherzer über Körperlichkeit und Bewegungen und verlangte ihren Sängern und auch dem Chor so einiges ab. Bei &#8220;La Traviata&#8221; sind ihre Bewegungsabläufe nun um einiges langsamer, gleichmäßiger, meditativer, nichtsdestotrotz achtet sie darauf, dass jede Geste sitzt.</p>
<p>Genauigkeit in den Bewegungen und dennoch eine fast spielerische Leichtigkeit vereint Kraschewski in ihrer Darstellung der Violetta. Besonders ab der zweiten Hälfte schafft sie es ihr Spiel von Szene zu Szene noch mal mehr zu vertiefen, ihre Intensität zu steigern. Ein besonderer Leckerbissen bildet dabei der dritte Akt, in dem sie todkrank ihre letzten Stunden in einem Guckkasten fristet. Müde an die Wand gelehnt, statt auf einem Bett zusammengesunken. Gäbe es ja auch gar keins; als Lagerstätte dient ihr ein Haufen Kies. Ihre Dienerin schwebt als Todesengel mit einer weißen Lilie in der Hand über die Bühne. Alfredo und sein Vater bleiben stets außerhalb des Kastens, sie sind bei ihr und doch stirbt Violetta allein. Ihr Tod wird durch den Kasten zum Ausstellungsstück. Nahe kommt ihr niemand mehr. Der Tod als Feststellung.</p>
<h2 style="text-align: left;">Ein fantastisches Ensemble</h2>
<div id="attachment_85020" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/La-Traviata_2_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[84889]"><img class="size-medium wp-image-85020 " title="La Traviata_2_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/La-Traviata_2_bearbeitet-280x300.jpg" alt="" width="280" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Berührend und fesselnd</p></div>
<p>Doch auch ihre Kollegen stehen Kraschewski in nichts nach, allen voran Svetislav Stojanovic, als rasend Verliebter oder verliebter Rasender. Dicht gefolgt von seinem &#8220;alten&#8221; Väterchen Amadeu Tasca, der wirkt in der ersten Hälfte manchmal noch etwas steif, um dann nach der Pause als strenger Patriarch aufzutreten. Generell bleibt keine der Rollen zurück; haben die Figuren gerade keinen großen Auftritt, so verschmelzen sie mit der tragenden beziehungsweise tragischen Stimmung. Diese Stimmung verdankt die Inszenierung auch dem Bühnenbild von Gerd Hofffmann und Arlette Schwanenberg, das besonders im letzten Akt von psychologischem Feingefühl und Kreativität zeugt. Daneben überzeugen zum einen, die schräg stehende Bühne im ersten Akt, auf der Violetta ihr leichtfertiges Dasein inszeniert, und zum anderen die idyllische Natur&#8221;landschaft&#8221;, in die sich Violetta und Alfredo flüchten. All diese Bilder kommen mit wenigen zarten Andeutungen aus, Lichteffekte und wenige Details tun ihr übriges. Daneben Wände mit Namen berühmter Persönlichkeiten, die Assoziationen wecken und zum Nachdenken anregen.</p>
<h2>Musikalisch hervorragend</h2>
<p>Das stimmungsvolle Bühnenbild wird abgerundet von den detaillierten Kostümen von Gera Graf, die es gekonnt versteht, Charaktere und auch Situationswandel umzusetzen. So ist der Zuschauer bei einem Kostümwechsel live dabei und erfährt so hautnah den Abstieg Violettas von der in feines Tuch gehüllten Societydame zur todkranken Leidenden. Ihre Dienerin, gespielt von Angela Pavonet, zieht sie zwischen dem zweiten und dritten Akt auf der Bühne um. Von feiner Abendrobe in ein wenig feines Kittelkleid.</p>
<p>Ein besonderes Lob geht an Victor Puhl und sein Orchester, das neben dem Augenschmaus auf der Bühne, den Ohrenschmaus im Orchestergraben bot. Insgesamt kann man hier nur den Hut ziehen vor einer geschmackvollen, feinfühligen Inszenierung, die von ihrem Bewegungsapparat her ganz klar die Handschrift ihrer Regisseurin trägt. Daneben sieht man eine wie immer wunderbare Adréana Kraschewski und ein hoch motiviertes und stimmgewaltiges Ensemble. Absolut sehenswert.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Freizeit: &#8220;Funny Landing&#8221; in der Tufa &#8211; Über den Wolken&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 06:50:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Spehlings]]></category>
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		<category><![CDATA[Satiricon Theater]]></category>
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		<description><![CDATA[...wird's wohl ziemlich lustig werden. Zumindest wenn man der Beschreibung von "Funny Landing - runter kommen sie alle", dem neuen Stück der Satiricon-Theatergruppe, Glauben schenken will. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8230;wird&#8217;s wohl ziemlich lustig werden. Zumindest wenn man der Beschreibung von &#8220;Funny Landing &#8211; runter kommen sie alle&#8221;, dem neuen Stück der <em>Satiricon</em>-Theatergruppe, Glauben schenken will. Dieses wird am Samstag, 13. Oktober, in der Tufa Premiere feiern.</strong></p>
<div id="attachment_84396" class="wp-caption alignright" style="width: 222px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Vorbericht_Satiricon_Funny-Landings_2012_1.jpg" rel="lightbox[84250]"><img class="size-medium wp-image-84396" title="Vorbericht_Satiricon_Funny Landing_2012_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Vorbericht_Satiricon_Funny-Landings_2012_1-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Funny Landing &#8211; runter kommen sie alle&#8221;, der Theatergruppe &#8220;Satiricon&#8221; feiert am Samstag Premiere in der Trierer Tufa.</p></div>
<p>Für eine Hochzeitsgesellschaft geht&#8217;s mit dem Flieger in Richtung Dubai. Das klingt alles erst mal recht normal, wäre die Gesellschaft nicht völlig zerstritten und würde nicht auch noch der Scheich Ganesh Arjun Indra el Bharat mitsamt Dolmetscher an Bord sitzen. Kommentiert wird das Ganze dann noch von einem zufällig mitfliegenden Showmaster. Dem Brautvater wird&#8217;s schließlich zu dumm und er entwickelt einen grandiosen Plan: das Flugzeug zur Zwischenlandung zwingen. Alle halten es erst mal für einen Spaß der versteckten Kamera, bis das Fahrwerk in 10.000 Metern Höhe ausfährt. Nicht nur bei den drolligen Fluggästen liegen die Nerven blank, auch das Flugpersonal ist erst einmal not amused. Dafür wird es der Zuschauer bei diesem Paket bestimmt sein.</p>
<p>Nachdem <em>Satiricon</em> bereits im Juni im Wittlicher Stadtpark mehr als erfolgreich auf sich aufmerksam machten, folgt nun das Stück &#8220;Funny Landing&#8221; von Bernd Spehling in der Tufa. Seit ihrer Gründung im Jahre 1991 führen <em>Satiricon</em> jedes Jahr im Herbst eine meist satirische, wenigstens komödiantische Sicht auf die Gesellschaft vor. Dabei machte sich die Truppe durch ihren speziellen Humor schnell einen Namen, auch über die regionalen Grenzen hinaus.</p>
<h2>Harte Probenwoche</h2>
<p>Seit 2004 ist Sandra Karl Mitglied der Gruppe, sie trägt mit ihrer Schauspielausbildung an der Frankfurter Dramatischen Bühne, auch als amtierende Regisseurin, einen großen Teil zum Erfolg bei. Laut ihr befindet sich die Gruppe gerade auf &#8220;der Zielgeraden&#8221;, denn von Dienstag bis Freitag durchleben sie die &#8220;harte Probenwoche&#8221;. Tagsüber arbeitet Karl im Jobcenter des Arbeitsamt Trier, ab mittags muss sie dann in die Tufa, um Licht, Technik und Requisiten herzurichten, denn ihre Schauspieler sollen am Abend ungestört proben können.</p>
<p>Vor zwei Wochen hatten sie das erste Probenwochenende, bei dem auch erstmals Durchläufe mit allen Darstellern zusammen geprobt wurden. Nicht immer ganz einfach: &#8220;Wir sind eine Truppe von Künstlern, die nebenher alle ihre eigenen Projekte am Laufen haben, in denen meist jeder sein eigener Chef ist, da kann&#8217;s schon mal zu Diskussionen kommen&#8221;, weiß Sandra Karl aus eigener Erfahrung zu berichten. Auch wegen dieser anderen Projekte kann <em>Satiricon</em> nicht wie andere Theatergruppen über das ganze Jahr proben, sondern fängt erst nach der Sommerpause an. Da muss das Programm stramm durchgezogen werden.</p>
<h2 style="text-align: left;">Leicht und amüsant</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild1.jpg" rel="lightbox[84250]"><img class="alignleft size-medium wp-image-84398" title="Bild1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Dabei entstehen gerade jetzt, wenn die Texte und Gänge richtig sitzen, die Gags, indem Schauspieler spontan von der &#8220;gewohnten&#8221; Inszenierung abweichen. Gibt es Lacher, wird der spontane Ausbruch eingebaut. Denn genau darum geht es in &#8220;Funny Landing&#8221;, es soll gelacht werden, soll einfach leicht und amüsant sein. Sind die Produktionen in der Tufa doch gewohnheitsmäßig eher Boulevard-Komödien; plant <em>Satiricon</em> dagegen im Sommer wieder eine Freilicht-Inszenierung in Wittlich. Die soll als lyrische Wanderung mit Werken von Hesse bis Poe dann wieder tiefgründigen Stoff zum Nachdenken bieten. Auch die Planungen für das nächste Werk in der Tufa sind schon in vollem Gange, soll es doch eine gesellschaftskritische Komödie über die Altersheime der Zukunft werden. So viel kann bereits verraten werden.</p>
<p><em>Wer nun neugierig auf das aktuelle Stück geworden ist, dem muss gesagt sein, dass er sich mit dem Bestellen der Karten lieber beeilen sollte. Denn die Premiere ist bereits restlos ausverkauft und die Karten für die anderen Vorstellungen sind schnell vergriffen (Karten an allen Ticket Regional Vorverkaufstellen, oder unter sandra.karl@freenet.de). Allen glücklichen Kartenbesitzern und der Satiricon-Truppe wünscht 5vier.de eine rundum gelungene Premiere.</em></p>
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		<title>Buntes: Lebenszeichen &#8211; Eine Frau, tausend Gesichter</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 10:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Ullmann]]></category>
		<category><![CDATA[Elke Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenszeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Tufa Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Darstellerin, eine Regisseurin, eine Stunde Aufführungsdauer und über zehn Geschichten: Lebenszeichen von Jane Martin in der Tufa Trier. 5vier.de Redakteurin Stefanie Braun hat sich das Stück angesehen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Darstellerin, eine Regisseurin, eine Stunde Aufführungsdauer und über zehn Geschichten: &#8220;Lebenszeichen&#8221; von Jane Martin in der Tufa Trier. 5vier.de Redakteurin Stefanie Braun hat sich das Stück angesehen.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Lebenszeichen_Artikel_3.jpg" rel="lightbox[83962]"><img class="size-medium wp-image-83975 aligncenter" title="SONY DSC" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Lebenszeichen_Artikel_3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>I&#8217;m a bitch, I&#8217;m a lover, I&#8217;m a child, I&#8217;m a mother&#8230; so singt es schon Alanis Morissette; Frauen vereinen in ihrem Leben oft mehr als eine Persönlichkeit in sich: Tochter, Freundin, Ehefrau, Mutter, Businesslady, Mittvierzigerin, Oma. Zwischendrin auch mal Schlampe, Zicke, Teenie. Die Liste ist endlos. Jane Martin, welches lediglich ein Pseudonym ist hinter dem sich der oder die wahre Autorin bis heute hartnäckig versteckt, wusste dies und versammelte ein paar der zahllosen Frauencharaktere in ihrem oder seinem Stück &#8220;Lebenszeichen&#8221;. Dieses hatte nun am Sonntag, 30. September, Premiere in der Tufa Trier, Regie führte dabei niemand Geringeres als Schauspielerin Barbara Ullmann. Die hat durch ihren Beruf mehr als genug Erfahrung mit verschiedenen Rollen gesammelt und gab dieses Wissen nun gerne an ihre Hauptdarstellerin Elke Becker weiter.</p>
<h2 style="text-align: left;">Tochter, Mama, Oma, Schlampe<a href="http://5vier.de/buntes-lebenszeichen-eine-frau-tausend-gesichter-83962.html/sony-dsc-63" rel="attachment wp-att-83976"><img class="alignright size-medium wp-image-83976" title="SONY DSC" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Lebenszeichen_Artikel_1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></h2>
<p>Elke Becker ist zwar &#8220;nur&#8221; eine Laiendarstellerin, aber spürbar mit Leib und Seele dabei und schlüpft so eben mal zack zack in jede der ach so unterschiedlichen Rollen. Mal lebensmüde Drummerin, mal traumatisierter Teenie, mal attestierte &#8220;Dame ohne Persönlichkeit&#8221;. Es reichen eine übergeworfene Kittelschürze, ein neues Paar Schuhe und ein paar kleine Accessoires, um aus Elke Becker alle drei Minuten eine völlig neue Frau zu machen. Solche Resultate wünscht man sich sonst nach einem Friseurbesuch.</p>
<p>Klar nimmt man da nicht immer alles ab; der kreischende Teenie ist im ersten Moment etwas befremdlich, die Putzfrau fast noch zu &#8220;intellektuell&#8221;, die Drummerin etwas zu rauchig, aber die Mischung macht es eben einfach. Und die Wandlungsfähigkeit, die beweist Becker mehr als einmal. Eine stramme Leistung für eine Laiendarstellerin. Gekonnt.</p>
<h2>Nicht-Nur-Laiendarstellerin</h2>
<h2><a href="http://5vier.de/buntes-lebenszeichen-eine-frau-tausend-gesichter-83962.html/sony-dsc-64" rel="attachment wp-att-83977"><img class="alignleft size-medium wp-image-83977" title="SONY DSC" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/10/Lebenszeichen_Artikel_2-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></h2>
<p>Gekonnt erscheint die Inszenierung auch dadurch, dass man die jeweiligen Verwandlungen in spärlicher Beleuchtung mitbekommt und die zwingenden Pausen durch Musik getragen werden; am Akkordeon Eugene Bozzetti, trotz kurzer Episoden wirkt die Inszenierung nie zusammengesetzt.</p>
<p>Ullmann kommt den einzelnen Persönlichkeiten über den körperlichen Aspekt sehr nahe. Die Fulltime-Mami zeigt ihr Multitasking zwischen Eis-Schlecken, Hände-Abwischen, Sandeimerchen-Festhalten und Maximilian-zur-Ordnung-rufen. Die Drummerin trommelt mit einem Löffel auf das Glas, in dem sie sich zuvor ein Blister Schlaftabletten aufgelöst hat, und findet so, für kurze Zeit, zurück ins Leben.</p>
<p>Accessoires, Kostüm, Körperhaltung, Stimme, Sprache, Gestik, Mimik: Becker und Ullmann spüren ihren Figuren nach, wechseln die Schuhe mit ihnen, schlagen die Beine übereinander wie sie, sprechen Dialekt wie sie. Da war Einfühlungsvermögen am Werk. Und Ideenvielfalt.</p>
<p>Insgesamt eine schöne runde Aufführung, kommt sie doch trotz Episoden geschlossen an ihren Anfang zurück, mit der Einsicht, dass ein Ende eben doch nicht mehr als ein Anfang ist. Oder war&#8217;s umgekehrt?</p>
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		<title>Buntes: Lob des Zweifels &#8211; Lob dem Theater / Premiere von Galileo Galilei</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Sep 2012 13:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bertolt Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Ruprecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag, 23. September, fand die zweite Premiere der aktuellen Spielzeit 2012/13 statt. Das Stück “Galileo Galiliei“ wurde mit minutenlangen stehenden Ovationen honoriert.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Sonntag, 23. September, fand die zweite Premiere der aktuellen Spielzeit 2012/13 statt. Nein, sie fand nicht einfach nur statt, sie wurde gefeiert. “Galileo Galilei“ wurde für seine intelligente Inszenierung und die herausragende Arbeit des Ensembles mit minutenlangen stehenden Ovationen honoriert.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Galileo-e1348563654369.jpg" rel="lightbox[83019]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-83021" title="Galileo" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Galileo-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a></p>
<p>Galileo Galilei, der berühmte Mathematiker, Physiker, der Naturwissenschaftler schlechthin, der in den Augen der Geschichte seine eigenen Augen stets nur im nächtlichen Sternenhimmel hatte, hat ein ganz irdisches Problem. Er isst gerne gut, er trinkt gerne gut, er lebt gerne gut und leider auch über seine Verhältnisse. Als Mathematikprofessor verdient man im Venedig des 16. Jahrhunderts nun mal nicht so viel, wie die hoch angesehenen Theologie- und Philosophieprofessoren. Da muss schon zwischendurch mal eine praktikable Erfindung her, etwas von Marktwert, das die Herren Uni-Vorstände zu einer kleinen Gehaltserhöhung bewegen könnte. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Oder doch stehlen?</p>
<p>Als Galileo, alias Peter Singer, von einer holländischen Gassenerfindung, dem Teleskop, Wind bekommt, ist der Entschluss schnell gefasst, die Erfindung weiter zu entwickeln und unter eigener Flagge an den Mann zu bringen. Der Schwindel fliegt auf. Aber dafür entdeckt Galilei bei einem Blick durch seine geklaute Erfindung etwas viel Bedeutenderes: den Beweis für das kopernikanische Weltbild. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf. Galileo will weiter forschen, braucht dafür aber wesentlich mehr Geld, als er in Venedig verdient und geht nach Florenz. Dort wird er allerdings mit dem ärgsten Feind der Wissenschaft konfrontiert: der Religion. Die Inquisition zwingt ihn dazu, seine Thesen zu widerrufen.</p>
<p>Zum Ende seines Lebens hin muss Galileo schließlich resümieren: was hätte er alles tun können für die Wissenschaft, für den Fortschritt, für die Menschheit? Wäre er nur standhaft geblieben. Die Antwort darauf findet er nicht, dafür findet er Antworten auf einige andere Fragen und schreibt diese nieder in seiner Discorsi, die der Wissenschaft den Weg gewiesen hat in ein neues Zeitalter.</p>
<h2 style="text-align: left;">Eine Paraderolle</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/galileo-4-e1348563709151.jpg" rel="lightbox[83019]"><img class="alignright size-medium wp-image-83025" title="galileo 4" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/galileo-4-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Galileo Galilei war ein großer Mann, im bedeutenden Sinne, im körperlichen war er für heutige Verhältnisse wahrscheinlich nicht gerade hochgewachsen. Sein Gesicht zierte ein prächtiger Bart, er war ein Genussmensch und dementsprechend etwas untersetzt. Wer an ihn denkt, wird das Bild eines bärtigen, etwas ältlich wirkenden Mannes vor sich sehen, jenes berühmte Gemälde Justus Sustermanns um 1636. Doch für die Premierenbesucher des Trierer Galileo Galilei hat der berühmte Mathematiker seit Sonntag ein neues Gesicht: das von Peter Singer.</p>
<p>Eine Paraderolle für den Schauspieler, in der er alle Facetten seines Könnens offen legen konnte, da war jede Minute des fast dreistündigen Premierenabends ein Genuss. Weder Inszenierung, noch Darsteller verloren auch nur für einen Augenblick an Spannung und Intensität. Ein Ensemblestück, in dem (endlich wieder) das Beste aus allen Beteiligten herausgeholt worden war.</p>
<p>Obwohl bis auf Singer als Galileo alle Kollegen in verschiedene Rollen schlüpfen mussten, wirkte keine der kleinen Rollen unausgefüllt. Ganz im Gegenteil, vom schrulligen Professor, bis hin zur Gestapo-ähnlichen Grenzwache oder dem Brechtschen Erzähler wurde jeder Rolle Leben und Persönlichkeit eingehaucht, ohne schablonen- oder gar klischeehaft zu wirken.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/galileo-5-e1348563721156.jpg" rel="lightbox[83019]"><img class="alignleft size-medium wp-image-83026" title="galileo 5" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/galileo-5-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a>Auch die Wandelbarkeit der Schauspieler war beeindruckend, sei es Michael Ophelders, der einmal als besorgter Freund überzeugte, um im nächsten Moment als skrupelloser Großinquisitor Unbehagen zu verbreiten und schließlich als korrupte Grenzwache ein paar Euro in der eigenen Tasche verschwinden zu lassen. Oder Tim Olrik Stöneberg, einmal als aalglatter Sonnyboy, dann wieder als hornbrillentragender Professor. Oder Jan Brunhoeber, auf der einen Seite als Brechtverschnitt, dann als überschwänglicher Schüler oder als torkelnder Mönch.</p>
<p>Überzeugend waren sie alle. Wer da meckern will, kann allerhöchstens sagen, dass es ihm schwerfiel, eine Lieblingsfigur zu finden.</p>
<h2>Absolut sehenswert</h2>
<p>Obwohl einer ganz klar aus der wandlungsfähigen Masse herausstach: Hauptdarsteller Peter Singer als naives Genie, als feiger Denker, als rücksichtsloser Genussmensch, als besessener Workaholic, der daran glaubt, dass selbst der dümmste Mensch sich irgendwann der Vernunft hingeben muss. Doch erst mal muss sich der schlauste Mensch der Ignoranz beugen, um schließlich als blinder, alter Mann ein letztes Aufbäumen zu starten, verschmitzt sein Lebenswerk aus dem Geheimfach zu ziehen und seinem alten Schüler mit auf den gefährlichen Weg nach Holland zu geben. Eine unglaubliche Leistung, die mit minutenlangen Standing Ovations vom vollkommen zu Unrecht nicht ausverkauften Haus gewürdigt wurde.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/galileo-3-e1348563698889.jpg" rel="lightbox[83019]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-83023" title="galileo 3" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/galileo-3-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a></p>
<p>Die Inszenierung von Horst Ruprecht ist nicht nur spannend und intelligent, sie ist fesselnd, von tiefem Verständnis, ein „echter“ Brecht mit Liedern und Zwischenüberschriften, Effekten und allem, was das Fanherz begehrt. Eine besondere Inszenierung. Fast kinoreif. Hierfür werden Bühnen gemacht. Die Ausstattung von Sabine Böing trägt ihr Übriges zur Inszenierung bei und rundet das Bild mit mal modernen, mal zeitgenössischen, mal prunkvollen Kostümen ab. Ein Hingucker dabei ist das runde, schräge Bühnenbild, die sogenannte „Herdplatte“, die das Geschehen in der Tat zum Kochen bringen kann. Die Musik von Hanns Eisler vorgetragen von Angela Händel unterbricht, hebt hervor, verbindet, verfremdet, stets zweckmäßig, stets passend, stets kunstvoll. Ganz wie ein Brecht eben sein soll.</p>
<p><em>Abschließend bleibt zu dieser spannenden, klassischen und doch zeitlosen Inszenierung nur eines zu sagen: Unbedingt ansehen.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Buntes: Eine besondere Nacht &#8211; Illuminale 2012</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Sep 2012 07:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Compagnia dei Folli]]></category>
		<category><![CDATA[Illuminale Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtkunst]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Tat eine besondere Nacht und eine besondere Veranstaltung. Ganz im Zeichen der Lichter, der Kunst und der Atmosphäre: Die Illuminale 2012, die am Samstag den 22.September auf dem Petrisberg stattgefunden hat. 5vier.de war dabei und hat ein paar Eindrücke gesammelt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von <em>Stefanie Braun</em> (Text) und <em>Daniel Bukowski</em> (Fotos)</p>
<p><strong>In der Tat eine besondere Nacht und eine besondere Veranstaltung. Ganz im Zeichen der Lichter, der Kunst und der Atmosphäre: Die Illuminale 2012, die am Samstag auf dem Petrisberg stattgefunden hat. 5vier.de war dabei und hat ein paar Eindrücke gesammelt.</strong></p>
<p><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_12.jpg" rel="lightbox[82953]"><img class="alignright size-medium wp-image-83072" title="Illuminale_12" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_12-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a></strong></p>
<p>Finster wars, der Mond schien helle&#8230; Naja der Mond schien zwar nur mit halber Kraft, dafür schienen die vielen vielen Lampions auf dem Petrisberg fast genauso spektakulär zurück. Um 19:17 Uhr machte sich die Sonne so langsam Richtung Horizont auf um ab 20:00 Uhr den Lichtskulpturen auf dem Petrisberg Platz zu machen. Und da machte sie einigen Platz, denn auf dem riesigen Areal des Petrisparks gab es viel zu sehen. Gleich zu Beginn ein japanisch angehauchtes Areal mit zu Windspielen umfunktionierten Lampions, daneben eine kleine Feuershow. Das alleine wäre schon schön gewesen, doch folgte man dem Lichterweg tiefer hinein in den Kaninchenbau, entdeckte man ein noch viel schöneres Wunderland. Tiere, Häuser, Gesichter und manchmal &#8220;einfach&#8221; geometrische Figuren, wie man sie im Museum of Modern Art finden könnte, säumten den Weg oder versteckten sich in den Baumwipfeln und Gebüschen.</p>
<h2>Lichtkunst am Wegesrand</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_22.jpg" rel="lightbox[82953]"><img class="alignleft size-medium wp-image-83082" title="Illuminale_22" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_22-300x150.jpg" alt="" width="300" height="150" /></a>Begleitet wurden die von Schülern, Senioren, Behinderten und Interessierten handgefertigten Lichtskulpturen von hiesigen und auswärtigen Künstlern. Nick Waters stellte sein selbstentworfenes Soundsystem aus recycelten Senfeimern vor und gab über den ganzen Abend musikalische Kostproben. Lief man ein Stückchen weiter, hatte man die Möglichkeit die italienische Artistengrupppe &#8220;Compagnia dei folli&#8221; zu sehen. Ein besonderer Augenschmaus, waren doch nicht nur die Kostüme und Masken wunderschön, sondern auch die Auftritte an sich beeindruckend, seien es die auf Stelzen, an Bändern oder Ringen. Dies erzeugte eine fast magische Atmosphäre, die die Zuschauen in ihren Bann zog. Mithilfe von Licht, Kostümen, Feuer und jeder Menge Stoff zauberten die Artisten aus Triers italienischer Partnerstadt ein wahres Fest für die Sinne.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_32.jpg" rel="lightbox[82953]"><img class="alignright size-medium wp-image-83091" title="Illuminale_32" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_32-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<h2 style="text-align: left;">Ein Fest für die Sinne</h2>
<p>Überhaupt war die Illuminale 2012 eine Veranstaltung, wie man sie sich in Trier wesentlich häufiger wünscht; gerade Trier mit seiner optimalen Mischung aus Stadt und malerischer Landschaft wäre prädestiniert für Events solcher Art. Kunst, Lichtshow, Artisten und doch ein Programm, was offen genug ist für Spontaneität. Das man eben nicht von Programmpunkt zu Programmpunkt hetzen muss um alles gesehen zu haben, sondern dass man mal gemütlich schlendern kann, verweilen kann, wo es einem gerade besonders gut gefällt, mal zuschauen kann, ohne berieselt zu werden. Gerade solche Events wären eine Bereicherung für eine Stadt, die gerade um wertvolle Teile ihres festen Kulturprogrammes bangen muss.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass die Illuminale nächstes Jahr wieder stattfinden kann, waren die Auflagen dieses Jahr doch besonders hoch gewesen. Die vielen hundert Besucher der Nacht von Samstag auf Sonntag können nur bestätigen, dass die Stadt sich hier gerne mal die Spendierhosen anziehen kann um Trier als Ort mit Qualität weiter aufrecht zu erhalten. Um dem Trierer auch im nächsten Jahr wieder eine magische Nacht der Lichter ermöglichen zu können.</p>
<h2>Hier ein paar Fotos, um den richtigen Eindruck zu vermitteln:</h2>

<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_1' title='Illuminale_1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_1" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_10' title='Illuminale_10'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_10-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_10" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_11' title='Illuminale_11'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_11-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_11" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_12' title='Illuminale_12'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_12-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_12" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_13' title='Illuminale_13'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_13-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_13" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_14' title='Illuminale_14'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_14-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_14" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_15' title='Illuminale_15'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_15-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_15" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_16' title='Illuminale_16'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_16-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_16" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_17' title='Illuminale_17'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_17-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_17" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_18' title='Illuminale_18'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_18-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_18" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_19' title='Illuminale_19'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_19-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_19" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_2' title='Illuminale_2'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_2-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_2" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_20' title='Illuminale_20'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_20-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_20" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_21' title='Illuminale_21'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_21-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_21" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_22' title='Illuminale_22'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_22-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_22" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_24' title='Illuminale_24'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_24-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_24" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_25' title='Illuminale_25'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_25-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_25" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_26' title='Illuminale_26'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_26-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_26" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_27' title='Illuminale_27'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_27-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_27" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_28' title='Illuminale_28'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_28-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_28" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_29' title='Illuminale_29'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_29-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_29" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_3' title='Illuminale_3'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_3-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_3" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_30' title='Illuminale_30'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_30-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_30" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_31' title='Illuminale_31'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_31-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_31" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_32' title='Illuminale_32'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_32-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_32" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_4' title='Illuminale_4'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_4-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_4" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_5' title='Illuminale_5'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_5-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_5" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_6' title='Illuminale_6'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_6-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_6" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_7' title='Illuminale_7'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_7-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_7" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_8' title='Illuminale_8'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_8-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_8" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/illuminale_9' title='Illuminale_9'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_9-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Illuminale_9" /></a>
<a href='http://5vier.de/eine-besondere-nacht-illuminale-2012-82953.html/lluminale_23' title='lluminale_23'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/lluminale_23-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="lluminale_23" /></a>

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		<title>Buntes: Nicht nur Schulstück &#8211; Galileo Galilei</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2012 07:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Horst Ruprecht]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Singer]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag fand mit "Galileo Galilei" von Bertolt Brecht die zweite Premiere für diese Spielzeit statt und soll als "moderner Klassiker" das ausgesuchte Schulstück werden. 5vier.de sprach mit Regisseur und Hauptdarsteller.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Sonntag fand mit <strong>&#8220;Galileo Galilei&#8221; von Bertolt Brecht </strong>die zweite Premiere für diese Spielzeit statt und soll als &#8220;moderner Klassiker&#8221; das ausgesuchte Schulstück werden. Doch ist es wirklich ein Schulstück? 5vier.de sprach mit Regisseur und Hauptdarsteller.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Vorbericht_Galileo_1.jpg" rel="lightbox[82896]"><img class="size-medium wp-image-82919 aligncenter" title="Vorbericht_Galileo_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Vorbericht_Galileo_1-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Brecht selbst bezeichnete es als Stück, welches aus der Reihe schlägt. Aus der brechtschen Reihe. Keine Musik, keine Effekte, die den Zuschauer an den Rand führen, fast klassisch mutete es ihm an. Entweder sein schlechtestes oder das bestes Stück: Galileo Galilei. Sein Inhalt ist denkbar klar: Galileo Galilei, seines Zeichens einer der größten Denker, Wissenschaftler und Künstler aller Zeiten hat das kopernikanische Weltbild entdeckt und will mal eben schnell das bestehende Paradigma ablösen. Demzufolge steht die Erde (noch) im Mittelpunkt des Universums, nach Galileo wird dies bald die Sonne sein. Dass das einigen, meist hochrangigen kirchlichen Vertretern gar nicht in den Kram passt, ist klar, Galileo soll also seine Thesen widerrufen, ansonsten droht ihm fürchterliches. Der Druck wächst. Galileo widerruft und muss sich im hohen Alter mit seinen Entscheidungen auseinandersetzen.</p>
<h2 style="text-align: left;">(K)ein klassischer Brecht</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Vorbericht_Galileo_2.jpg" rel="lightbox[82896]"><img class="alignleft size-medium wp-image-82920" title="Vorbericht_Galileo_2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Vorbericht_Galileo_2-174x300.jpg" alt="" width="174" height="300" /></a>Galileo wird gespielt von Peter Singer, eine Paraderolle wie er selbst sagt und in die er besonders gut passt, weil er sich auch schon so manches Mal gegen bestehende Ordnungen aufgelehnt und den Mund aufgemacht hat, so Regisseur Horst Ruprecht. Den Mund aufzumachen ist allerdings auch oft mit Unannehmlichkeiten verbunden, im schlimmsten Fall drohen gewalt(tät)ige Konsequenzen, im nicht ganz so schlimmen Fall eckt man einfach an. So wie Galileo dies getan hat. Er ist mit seinen Thesen angeeckt und bekam prompt die Quittung dafür, er widerrief im Wissen, dass er aber doch recht hatte und muss sich zum Ende seines Lebens hin der eigenen Inquisition stellen. Peter Singer sieht seinen Galileo wie folgt: &#8220;Er war ein Genussmensch, er genoss das Denken, aber auch das Leben. Nur bekam er für beides zu wenig Geld.&#8221; Deshalb ging er nach Florenz, das reicher war, aber auch um einiges unfreier durch die Nähe zum Vatikan. Er schlug alle Warnungen in den Wind. Gleichsam naiv wie hochnäsig, kam er sich doch so vor, als könnte er gegen die stärkste Apparatur andenken. In den Mühlen der Kirche hatte er allerdings seinen Meister gefunden. Am Ende plagten ihn vor allem die Zweifel: Was hätte er noch alles leisten können? Wieviel für die Wissenschaft? Wieviel für die Gesellschaft? Welche Bilanz kann er unter sein Leben ziehen?</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Vorbericht_Galileo_3.jpg" rel="lightbox[82896]"><img class="alignright size-medium wp-image-82921" title="Vorbericht_Galileo_3" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Vorbericht_Galileo_3-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a>Der Zweifel ist es auch, den Regisseur Ruprecht in den Mittelpunkt seiner Inszenierung stellen will. Besser, in einen der drei Mittelpunkte.&#8217;Leben des Galilei&#8217;, &#8216;Lob des Zweifels&#8217; und &#8216;Oh Lust des Beginnens&#8217;. Dies sind die drei &#8220;Formeln&#8221; unter die er seine Inszenierung gestellt hat; Formeln deshalb, weil er in ihnen mehr sucht als eine bloße Überschrift oder Zusammenfassung. Er will eine Formel herauskristallisieren, eine Formel für die Gesellschaft. &#8220;Gerade heute ist der Zweifel durchaus unerwünscht, man soll nicht mehr zweifeln, sondern in erster Linie begeistert sein. Zweifel ist bitte nicht das erste was wir heute brauchen.&#8221; Dabei ist es gerade der Zweifel, der Dinge voranbringen kann. Galileo zweifelte daran, dass sich die Sonne um die Erde dreht, viele Menschen zweifelten gleichzeitig an der DDR, einige zweifelten an Stuttgart 21. Aber wenn man denn mal genug gezweifelt hat folgt meist etwas noch viel unangenehmeres. Nämlich der Neubeginn. Doch auch hier sieht Ruprecht wiederum etwas ganz menschliches. &#8220;Immer wieder mit Lust von neuem beginnen, dass macht den Menschen aus.&#8221;</p>
<h2>Verantwortungsvoll Denken und Zweifeln</h2>
<p>Was kann man nun aus diesem Stück mitnehmen? Das leider so oft in den Schulen etwas platt durchgekaut wird, obwohl es in jeder Zeit immer wieder alte Ordnungen und Strukturen gefunden hat, denen es den Spiegel vorhalten konnte. Dass gerade jungen Menschen in ihrer Selbstfindung so viel mit auf den Weg geben kann. Zum Beispiel verantwortungsvoll handeln, mit sich, mit den anderen, mit der Gesellschaft, aber auch mit den eigenen Ideen und Vorstellungen. &#8220;Das Theater kann hier keine Antworten geben und soll es auch gar nicht,&#8221; so Singer,&#8221; aber es soll zum Nachdenken anregen. Zum Zweifeln. Aber bitte nicht zum Verzweifeln.&#8221;</p>
<p><em>Ob dieser &#8220;Galileo Galilei&#8221; zum produktiven Zweifeln oder zum Verzweifeln sein wird, kann man selbstverständlich hier auf 5vier.de lesen. Wir wünschen allen Beteiligten ToiToiToi und bedanken uns für das tolle Gespräch.</em></p>
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		<title>Freizeit: Es werde Licht – Zweite Illuminale auf dem Petrisberg</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2012 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Illuminale]]></category>
		<category><![CDATA[Illuminale Trier]]></category>
		<category><![CDATA[LichterGartenFest]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses Jahr erhellt die “Illuminale Trier“ mit selbstgebastelten Lampions, Licht und Feuer die Nacht. Die Veranstaltung auf dem Petrisberg findet am morgigen Samstag statt. 5vier sprach mit den Organisatoren.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letztes Jahr stieß das &#8220;LichterGartenFest&#8221; bereits auf allgemeine Begeisterung, verzauberte es den Petrisberg doch für einen Abend und machte ihn zu einem Ort der ganz besonderen Art. Dieses Jahr erhellt die “Illuminale Trier“ mit selbstgebastelten Lampions, Licht und Feuer die Nacht. Die Veranstaltung findet am morgigen Samstag statt. </strong></p>
<div id="attachment_82645" class="wp-caption alignright" style="width: 288px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_2012.jpg" rel="lightbox[82625]"><img class="size-medium wp-image-82645 " title="Illuminale_2012" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_2012-278x300.jpg" alt="" width="278" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Christine Faber und Oliver Kernbach</p></div>
<p>Eine Veranstaltung für alle Sinne soll es werden. Kein durchgestyltes Event. Es soll zum Reflektieren anregen. Da ist es auch nicht schlimm, wenn man mal einen der Veranstaltungspunkte verpasst. Sich mal einlassen, verzaubern lassen für einen Abend. Es geht um das Feeling. Zumindest für Christine Faber und Oliver Kernbach, die Organisatoren der diesjährigen „Illuminale Trier“; sie ist zuständig für Veranstaltungen auf dem Petrisberg und er gerade FSJler im Kulturbüro. Praktisch seit dem Ende der letzten „Illuminale“ plant man für die kommende, seit August tatkräftig unterstützt von FSJler Oliver. Schließlich braucht es einiges, um so ein Fest auf die Beine zu stellen.</p>
<p>„Wir stellen ja nicht einfach für ein paar Stunden irgendwelche Lampions auf den Petrisberg, es geht da um viel mehr“, erläutert Faber. Es werden zum Beispiel Workshops angeboten, in denen Jung und Alt ihre Lampions und Lichtskulpturen zusammenbasteln können. Dafür braucht man auch wieder allerlei Dinge: eine Halle und genügend Materialien, damit auch jeder seine Ideen verwirklichen kann. Das ist alles gar nicht so einfach zu besorgen, besonders wenn man bedenkt, dass die Illuminale dieses Jahr fast ausschließlich von Sponsoren getragen wird. Und wenn man bedenkt, dass man mehrere Liter Wimpernkleber nicht eben mal im Drogeriemarkt um die Ecke kaufen kann.</p>
<p>„Die Lichtskulpturen werden aus Weide (die mit Latex überzogen wurde), einem speziellen Kleber und einem speziellen Papier gefertigt.“ Wer im Kindergarten Ballons mit Zeitungspapier beklebt hat, kennt das Prinzip. Die Ausführung ist also denkbar einfach, doch erst mal so weit zu kommen ist etwas komplizierter. „Der Latexstoff ist ammoniakfrei, speziell für Allergiker. Er wird beispielsweise auch für Theatermasken verwendet oder für realistische Unfalldarstellungen. Unser Lieferant im letzten Jahr belieferte auch SciFi-Darsteller und SM-Shops, das führte oft zu kuriosen Situationen, wenn ein Paket zugestellt wurde“, lacht Faber.</p>
<p>Materialbestellungen, Angebote vergleichen, Recherche, Künstlerakquise sowie die Miterstellung eines Sicherheitskonzepts fielen in Oliver Kernbachs Arbeitsbereich. Dabei stellten die beiden letzten Punkte wieder ein besonderes Problem dar: „Wir wollten eine Künstlergruppe, die man auf dem weitläufigen Gelände des Petrisbergs von vielen Punkten aus gut sehen kann, also auch etwas, was ohne Bühne auskommt“, erklärt Faber. Schließlich entschied man sich für die Theatergruppe „Compagnia dei Folli“ aus Ascoli-Piceno, der italienischen Partnerstadt Triers. Zudem wird der in Trier lebende Künstler Nick Waters, mit seinem aus alten Senfeimern gestalteten Soundsystem „Rocketz“, für musikalische Untermalung sorgen. Man darf gespannt sein.</p>
<p>Spannung bei den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen darf hingegen nicht aufkommen. „In diesem Jahr haben sich die Sicherheitsauflagen für Veranstaltungen stark verschärft, deshalb wird ein enormes Aufgebot an Security und Sanitätern anwesend sein, um im Fall der Fälle sofort eingreifen zu können.“ Nach der Katastrophe in Duisburg mussten sich viele Veranstalter mit den Verschärfungen der Sicherheitsauflagen zurechtfinden, für viele kleinere Veranstaltungen, die auf keine große Lobby zurückgreifen können, könnten diese vielleicht das Ende bedeuten. „Entsprechende Securitys sind teuer, aber wir müssen und wollen die Sicherheit unserer Gäste gewährleisten.“</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_2012_Vorbericht.jpg" rel="lightbox[82625]"><img class="alignleft size-medium wp-image-82646" title="Illuminale_2012_Vorbericht" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Illuminale_2012_Vorbericht-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Dies ist mit ein Grund, warum für das diesjährige Illuminale ein Eintrittsgeld genommen wird. „Für das mehr an Aufwand, welches wir betreiben mussten, um das Lampionfest überhaupt möglich machen zu können, müssen wir leider auch etwas von den Besuchern verlangen. Auch wenn uns bewusst ist, dass selbst ein geringes Eintrittsgeld für manche Familien bedeuten kann, dass sie uns nicht besuchen können.“</p>
<p>Dabei wäre es gerade für die Kinder, die selbst an den Lampions mitgewirkt haben, nicht nur schön, sondern sogar wichtig ihre Werke ausgestellt zu sehen. Generell berichten Lehrer und Lehrerinnen, die mit ihren Schülern an den Vorbereitungen zum Fest teilnahmen, wie viel Spaß es den Kindern machte etwas in Eigenregie zu bauen. „Selbst die unruhigsten Kinder können sich dabei wirklich ausdauernd konzentrieren. Nebenbei lernen sie noch etwas in Sachen räumliches Denken und schulen ihre Hand-Auge-Koordination.“</p>
<p>Auch dieses Jahr werden wieder einige Stücke von Kindern dabei sein, aus Erfahrung sind dies meistens Häuser oder Pyramiden. Gruppen der Lebenshilfe werden sich ebenfalls beteiligen, ihr Thema ist dieses Jahr „Wald“. Sogar eine Gemeinschaftsarbeit des Kinderheims St. Irminen und der Seniorenbetreuung des Brüderkrankenhauses wird zu sehen sein. Viele schöne Arbeitsprojekte, von denen nicht nur die Mitwirkenden profitierten, sondern auch die Besucher an diesem Wochenende.</p>
<p>Abschließend bleibt festzuhalten, dass nun nur noch die Daumen gedrückt werden müssen, denn der Worst Case sollte nicht eintreten: „Regen wäre in der Tat das Schlechteste, was passieren könnte. Aber dagegen können wir dann wohl nichts tun“, so Faber und Kernbach einstimmig.</p>
<p><em>5vier.de wünscht allen Mitwirkenden und Besuchern einen schönen Abend. Weitere Informationen findet ihr auf der Seite des <a href="http://www.trier.de/kulturbuero/v_illuminale.html" target="_blank">Kulturbüros Trier</a>. </em></p>
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		<title>Theaterfest &#8211; Theater goes City</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2012 09:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Carmen]]></category>
		<category><![CDATA[Faust]]></category>
		<category><![CDATA[Kornmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Musiktheater]]></category>
		<category><![CDATA[Romeo und Julia]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Tanztheater]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterfest]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenden Wochende spielte sich einiges ab auf dem Kornmarkt der Stadt Trier, denn das Theater Trier feierte sein alljährliches Theaterfest dieses Mal mitten in der Innenstadt. Sehr zur Freude der vielen Besucher.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von <em>Stefanie Braun</em> (Text und Fotos)</p>
<p><strong>Am vergangenen Wochende spielte sich einiges ab auf dem Kornmarkt der Stadt Trier. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Theater Trier feierte sein alljährliches Theaterfest dieses Mal mitten in der Innenstadt. Sehr zur Freude der vielen Besucher.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest12.1.jpg" rel="lightbox[82257]"><img class="alignright size-medium wp-image-82262" title="Theaterfest12.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest12.1-300x164.jpg" alt="" width="300" height="164" /></a>Wie zu jedem Spielzeitbeginn gab es auch in dieser Saison wieder ein Theaterfest. Letztes Jahr zu Ehren der West Side Story auf dem etwas außerhalb gelegenen Bobinetgelände, dieses Jahr mal zentraler, sozusagen fast im Zentrum der Stadt. Nicht auf dem Hauptmarkt, aber immerhin auf dem Kornmarkt hatten die fleißigen Mitarbeiter des Theaters eine Bühne aufgebaut, einen Platz fürs Orchester geschaffen und genügend Technik angebracht, um es auch den Gästen der umliegenden Gaststätten zu ermöglichen, etwas von dem Spektakel mit zu bekommen. Wider Erwarten hatte sich schnell ein großes Publikum um die Bühne versammelt, selbst hartgesottene Shoppinglustige mussten bei dem aufgefahrenen Programm wenigstens für ein paar Minuten stehen bleiben.</p>
<h2 style="text-align: right;">Kunst in 30 Minuten</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-8.1.jpg" rel="lightbox[82257]"><img class="alignleft size-medium wp-image-82275" title="Theaterfest 8.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-8.1-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a>In jeweils halbstündigen Sequenzen hatten die drei Sparten des Hauses Zeit sich und ihr Können vorzustellen. Sogar in (fast) eigens für dieses Wochenende kreierten Ministücken. So hatte das Schauspiel das waghalsige Projekt in Angriff genommen, Goethes Faust auf schlappe 30 Minuten herunter zu kürzen. Heraus kam ein kurzweiliger, manchmal klamaukiger aber oft höchst amüsanter Seitenhieb auf Lokalpolitik, Stadtgeschehen und Goethes Werk selbst. Dabei scheuten sich die Darsteller auch nicht noch so tief in die Klamauk-Trickkiste zu greifen, mit der langen, blonden Haarpracht zu wedeln oder als Guildo Horn flotte Nummern hinzulegen. Besonders hinreißend dabei Sabine Brandauer als Feuermelderrote Mephista und Michael Ophelders als alternder Lüstling Faust.</p>
<p>Gekürzt aber ebenso schön die Nummer des Musiktheaters: Einmal Carmen in weniger als 30 Minuten, bitte. Ein erfreuliches Wiedersehen gab es dabei mit Carlos Aguirre, dem ehemaligen Barriton des Theaters, der nun seit ein paar Monaten einen Stimmfachwechsel zum Tenor anstrebt und am Wochenende schon mal eine kleine Kostprobe von den bisherigen Lernerfolgen demonstrierte. Das macht gespannt auf mehr und man kann sich schon darauf freuen, ihn nach seinem abgeschlossenen Fachwechsel zu hören. Neben ihm brillierten Neuzugang Stanek, die mit dunkler Mähne die feurige Carmen gab, Sopranistin Caspar mit blondem Zopf als verliebte Unschuld und László Lukács als Torrero.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest26.1.jpg" rel="lightbox[82257]"><img class="alignright size-medium wp-image-82271" title="Theaterfest26.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest26.1-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a>Eine echte kleine Premiere war die Vorstellung des Tanztheaters. Mit einer Happy End Version von Romeo und Julia zeigten sie nicht nur eine kleine Neuschöpfung, sondern verbanden diese auch in einem Zug mit etwas Moderne. Spielten sie doch einen Song vom lokalen Musiker Daniel Bukowski in die Partie ein. Zu &#8220;Leben nach dem Flirt&#8221; tanzten die Paare die verschiedenen Irrungen und Wirrungen, die in einer Beziehung außerhalb der Shakespearschen Tragödie auf ein junges Paar zukommen können.</p>
<h2>Bravo Frau Ullmann!</h2>
<p>Die Gewinnerin der diesjährigen Theatermaske steht nun auch fest: Es ist Barbara Ullmann. Nicht nur für ihre Leistungen in der letzten Spielzeit, wie Dieter Lintz bei der Verleihung so schön sagte, sondern direkt für ihr bisheriges Lebenswerk. Zuletzt konnte sie als Puck im &#8220;Sommernachtstraum&#8221; begeistern, eine eher heitere Rolle, schaut man sich die sonstigen an. Als da wären Mutter Courage oder Elisabeth die I. in Schillers &#8220;Maria Stuart&#8221;. Mit diesen Paraderollen setzte sie sich auch gegen die starke Konkurrenz wie den erstmals nominierten Opernchor durch, der in &#8220;Peter Grimes&#8221; für großes Aufsehen gesorgt hatte. Letztendlich war es aber doch Ullmanns Präsenz und Wandlungsfähigkeit, die den Ausschlag gab. Glückwunsch und ein wohlverdientes Bravo!</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-1^5.1.jpg" rel="lightbox[82257]"><img class="alignleft size-medium wp-image-82272" title="Theaterfest 1^5.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-1^5.1-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a>Nicht nur das Wetter spielte bei diesem Theaterfest geradezu traumhaft mit, auch das Publikum strahlte bei soviel hautnaher Kunst. Mehr davon, wurde oftmals gewünscht. Das Theater solle mal mehr in der Stadt machen, damit man auch mal etwas mitkriegt davon, hieß es dann an anderer Stelle. Bei schönem Wetter könnte man doch mehr auf dem Kornmarkt machen oder auf anderen Plätzen. Überhaupt mal mehr raus, näher an die Leute. Frei nach dem Motto &#8220;Wenn man die Leute nicht ins Theater bringt, bringt man das Theater eben zu den Leuten&#8221;. Mehr &#8220;spontane&#8221; Showeinlagen bitte. Vielleicht ist das der richtige Weg um die breite Masse erstmal auf den Geschmack zu bringen. Passanten und Zuschauer am Wochenende sind sich jedenfalls einig: mehr Theater in die Stadt!</p>
<h2>WEITERE BILDER</h2>

<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theatefest-33-1' title='Theatefest 33.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theatefest-33.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theatefest 33.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-10-1' title='Theaterfest 10.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-10.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 10.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-15-1' title='Theaterfest 1^5.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-1^5.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 1^5.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-23-1' title='Theaterfest 23.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-23.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 23.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-25-1' title='Theaterfest 25.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-25.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 25.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-26-1' title='Theaterfest 26.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-26.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 26.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-27-1111' title='Theaterfest 27.1111'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-27.1111-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 27.1111" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-29-1' title='Theaterfest 29.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-29.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 29.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-3-1' title='Theaterfest 3.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-3.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 3.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-31-1' title='Theaterfest 31.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-31.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 31.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-32-1' title='Theaterfest 32.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-32.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 32.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-34-1' title='Theaterfest 34.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-34.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 34.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-35-1' title='Theaterfest 35.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-35.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nadine Eisenhardt aka Eliza Dolittle aus der Spielzeit 2010/11 fands einfach schön." /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-7-1' title='Theaterfest 7.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-7.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 7.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest-8-1' title='Theaterfest 8.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest-8.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest 8.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest11-1' title='Theaterfest11.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest11.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest11.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest12-1' title='Theaterfest12.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest12.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest12.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest13-1' title='Theaterfest13.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest13.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest13.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest14-1' title='Theaterfest14.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest14.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest14.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest17_artikelbild-2' title='Theaterfest17_Artikelbild'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest17_Artikelbild1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest17_Artikelbild" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest19-1' title='Theaterfest19.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest19.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest19.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest2-1' title='Theaterfest2.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest2.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest2.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest20-1' title='Theaterfest20.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest20.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Peter Oppermann, Sven Grützmacher, Heidi Schäfer und Regisseurin Birgit Scherzer waren begeistert" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest21-1' title='Theaterfest21.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest21.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Auch die lokale Politik fands Klasse!" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest22-1' title='Theaterfest22.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest22.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest22.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest26-1' title='Theaterfest26.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest26.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest26.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/theaterfest-theater-goes-city-82257.html/theaterfest4-1' title='Theaterfest4.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Theaterfest4.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Theaterfest4.1" /></a>

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		<title>Campus: Außergewöhnliche Studiengänge &#8211; Jiddistik</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2012 06:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Außergewöhnliche Studiengänge]]></category>
		<category><![CDATA[Jiddistik]]></category>
		<category><![CDATA[Prof.Dr.Simon Neuberg]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserer Reihe "Außergewöhnliche Studiengänge" betrachten wir dieses Mal die Jiddistik. Gerade lief ein Jiddisch-Intensivkurs an der Uni und 5vier.de nutzte die Gelegenheit um sich die Sprache und den Studiengang einmal genauer anzusehen. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In unserer Reihe &#8220;Außergewöhnliche Studiengänge&#8221; betrachten wir dieses Mal die Jiddistik. Gerade lief ein Jiddisch-Intensivkurs an der Universität Trier und 5vier.de nutzte die Gelegenheit, um sich die Sprache und den Studiengang einmal genauer anzusehen.</strong></p>
<div id="attachment_82105" class="wp-caption alignright" style="width: 255px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/jiddisch-artikel.1.jpg" rel="lightbox[82104]"><img class="size-medium wp-image-82105" title="jiddisch-artikel.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/jiddisch-artikel.1-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Prof.Dr. Simon Neuberg</p></div>
<p>Es klingt alles ein bisschen fremd und doch ziemlich vertraut. Fast könnte man glauben, dass es gar keine eigene Sprache ist, die man hört, denn so ähnlich klingt sie für unsere Ohren: Jiddisch. Tatsächlich entstammt das Jiddische dem germanischen Sprachzweig und ist vor circa 1000 Jahren aus dem Mittelhochdeutschen mit Einflüssen aus dem hebräischen, aramäischen, romanischen und slawischen entstanden. Kein Wunder also, dass man als Hörer meint ganze Sätze ohne Probleme verstehen zu können und doch oft an einzelnen Worten scheitern muss. In Trier besteht die Möglichkeit diese alte Sprache zu studieren, zwar nicht als einzelnes Fach, aber als Teil der Germanistik. Aus organisatorischen Gründen wurde die Jiddistik dieser zugeordnet, trotzdem können Studenten ein Studium der Jiddistik vertiefen und sogar eine Bachelor- und Masterarbeit in diesem Teilgebiet schreiben. Eine lohnende Sache, bedenkt man doch, dass man schon während des Studiums schnell in die Forschung einsteigen kann. &#8220;Es gibt noch viele Texte zu denen kaum wissenschaftlich gearbeitet wurde.&#8221; so Prof. Dr. Simon Neuberg: &#8220;Zudem sind die Betreuungsmöglichkeiten angesichts der kleinen Zahl der Studierenden sehr gut.&#8221; Klingt in Zeiten von überlaufenen Hörsälen nach traumhaften Zuständen. Warum sollte man sich denn noch für ein Studium der Jiddistik entscheiden? Was &#8220;bringt&#8221; einem das?</p>
<h2>Interessant für viele Bereiche</h2>
<div id="attachment_82106" class="wp-caption alignleft" style="width: 279px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/jiddisch-artikel2.1-e1347954123786.jpg" rel="lightbox[82104]"><img class="size-medium wp-image-82106" title="jiddisch-artikel2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/jiddisch-artikel2.1-e1347954123786-269x300.jpg" alt="" width="269" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Teilnehmer des Intensivkurses</p></div>
<p>&#8220;Jiddistik ist als Zusatzqualifikation für viele Bereiche interessant. Zum einen für Sprachhistoriker, aber zum Beispiel auch für Studenten der Geschichte, denn durch die Außenseiterposition der Sprache und Sprecher sind die Texte als Quellen meistens sehr interessant. Ein bisschen Jiddisch kann ich eigentlich jedem empfehlen&#8221;, scherzt Professor Neuberg. Er selbst kam per Zufall ans Jiddische, sehr früh schon fiel ihm ein Buch in die Hände, in einer Sprache, die sofort sein Interesse erweckte. Dabei hatte er sie daheim in Casablanca nie gehört. In der Schule war Deutsch seine erste Fremdsprache, nach der Schule beschloss er sie zu studieren, um sich drei Jahre später um die Stelle eines Fremdsprachenassistentin an einem deutschen Gymnasium zu bewerben. Gezielt nach Trier, denn von hier war ihm abermals ein Buch in die Hände gefallen. Ein Manuskript über eine Jiddistik-Konferenz aus den 70er Jahren. In Trier konnte man also Jiddistik studieren. Er bewarb sich auf die Stelle in einem mittlerweile nicht mehr existenten Gymnasium und wurde tatsächlich genommen. Eine glückliche Fügung. Eine weitere glückliche Fügung war, dass er nur morgens ins Gymnasium musste und die meisten Jiddistik-Veranstaltungen am Nachmittag waren. So konnte er arbeiten und gleichzeitig fast alle Seminare besuchen und das erste mal geordneten Jiddisch-Unterricht erhalten.</p>
<p>Der jetzige Intensivkurs ist mit nur vier Leuten eher klein geblieben, doch dafür sind die Beweggründe an ihm teilzunehmen umso vielfältiger. Madi beispielsweise absolviert gerade ein Auslandsstudium in Trier und sieht den Kurs als eine gute Möglichkeit, um kostengünstig eine neue Sprache zu lernen. Monika ist aus reinem Privatvergnügen hier, sie hatte schon immer ein besonderes Interesse für jiddische Lieder und möchte nun ihr Textverständnis verbessern, um einen tieferen Einblick in die jiddische Musik zu gewinnen. Mirko hat bereits zwei Jahre in Israel verbracht, kann also schon etwas Hebräisch. Bei dem Intensivkurs weiß er noch nicht, ob dieses Wissen eher hilfreich oder eher verwirrend ist. Er überlegt nun ob er sein Germanistik-Studium mit einem Jiddistik-Schwerpunkt belegen soll.</p>
<h2 style="text-align: right;"> Interesse zählt</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/jiddisch-Artikel-v3.1.jpg" rel="lightbox[82104]"><img class="alignright size-medium wp-image-82107" title="jiddisch-Artikel v3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/jiddisch-Artikel-v3.1-300x221.jpg" alt="" width="300" height="221" /></a>Wer ist nun für ein Jiddistikstudium geeignet? Wer Angst hat, ebenfalls erstmal zwei Jahre in Israel verbracht haben zu müssen, der sei beruhigt. Wer sich zu einem Studium der Jiddistik entscheidet lernt alles von der Pike auf. Am Anfang stehen natürlich Einführungsseminare, in denen Basiswissen vermittelt wird. Darauf folgen Seminare, in denen Kultur vermittelt wird, Sprachkenntnisse vertieft und Texte besprochen werden. Was man mitbringen muss ist nicht unbedingt Wissen, was natürlich nie von Nachteil ist, wegweisend ist aber erst einmal Interesse. Wie bereits gesagt ist Jiddisch aber natürlich auch für Studenten anderer Studiengänge von Interesse, was man auch daran sieht, dass Masterarbeiten oft vergleichend aufgebaut sind. Geschichtsstudenten, die verschiedene Texte miteinander vergleichen und jiddische Texte dabei eine nicht unbedeutende Rolle spielen oder Sprachhistoriker, die Veränderungen dieser Sprache über die Jahrhunderte hinweg unter die Lupe nehmen, werden schnell fündig. Schwerpunkte an der Uni Trier sind dabei historische Grammatik, Semantik, Lexikographie, Phraseologie, Edition älterer Texte, die Kontrastierung der jiddischen und deutschen Sprachgeschichte, die jiddisch-deutschen Sprachbeziehungen und die Wissenschaftsgeschichte der Jiddistik.</p>
<p>Leider hat die Bachelor-Umstellung auch diesem Studiengang nicht unbedingt gut getan. Für viele kleine Studiengänge hat der Bachelor die nötige Flexibilität verschlechtert. Trotzdem bleibt die Jiddistik durch ihre überschaubare Anzahl an Studierenden offen für die Bedürfnisse ihrer Studenten. Eine persönliche Art zu studieren. Ein kleines Stückchen Freiheit muss man sich immerhin trotz aller Reglemtierungen und Vorschriften erhalten können. Wer also Interesse für eine außergewöhnliche Sprache und faszinierende Kultur mitbringt und zudem auf eine persönliche Betreuung wert legt, der sollte die Jiddistik als Studiengang einmal ins Auge fassen.</p>
<p><em>5vier.de wünscht allen jüdischen Bürgern in Trier und Umgebung ein fröhliches Rosch ha-Schanah, das an diesem Wochenende stattgefunden hat. Willkommen im Jahr 5773.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8220;Noch richtig Musik machen&#8221; &#8211; Duivelspack</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Sep 2012 06:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Arne Heger]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Wahren]]></category>
		<category><![CDATA[Duivelspack]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Linnemann]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelaltermarkt Dudelange]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Pokroppa]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Mittelaltermarkt im luxemburgischen Dudelange traf sich Stefanie Braun mit Arne Heger, alias Arnulf der Puster von der Band Duivelspack und stellte ihm Fragen über Band, Geschichte und Mittelaltermärkte.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am vergangenen Wochenende fand in Dudelange ein Mittelaltermarkt statt, auf dem unter anderem einige Bands auftraten, wie etwa Duivelspack. Redakteurin Stefanie Braun sprach mit Arne Heger, alias Arnulf der Puster und stellte ihm Fragen über Band, Geschichte und Mittelaltermärkte.</strong></p>
<div id="attachment_81405" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_25-1" rel="attachment wp-att-81405"><img class="size-medium wp-image-81405" title="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_25.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_25.1-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">Michael, Arne und Stefan (v.l., es fehlt Daniel)</p></div>
<p>Von manchen wird es als &#8216;unrealistisch&#8217; belächelt, von vielen wiederum als schöner Wochenendausflug genutzt und von einigen anderen sogar als kostspieliges Hobby betrieben: Mittelaltermärkte. An beinahe jedem Wochenende im Sommer kann man als begeisterter Anhänger auf einen Markt pilgern. Am vergangenem Wochenende, dem 8. und 9. September, fand ein besonders schöner in Dudelange statt. Im Zuge dessen sprach Redakteurin Stefanie Braun mit Arne Heger, Sänger, Trommler und Flötenspieler in der Band Duivelspack, die nun schon seit zwölf Jahren von Markt zu Markt zieht und mit ihrem selbstbenannten mittelalterlichen Fun-Folk große Erfolge feiert. Dabei brauchte das Trio eine gewisse Zeit, um diesen Weg für sich zu entdecken. Vor 12 Jahren entdeckte Arne erstmals die mittelalterliche Musik für sich, als er im Historical, einem historischen Musical eines Freundes mitspielte.  Das Spielen auf diesen historischen Instrumenten jedoch machte ihm so viel Spaß, dass er es auch nach dem Historical weiter fortsetzen wollte. In Marcus Linnemann und Daniel Wahren fand er zwei Bandkollegen, die genauso schnell zu begeistern waren. Die beiden studierten Musiker kannte er ohnehin schon von gemeinsamen Jazzabenden in der Heimatstadt Detmold.</p>
<h2 style="text-align: right;">Sich einlassen und zuhören</h2>
<p style="text-align: left;"><a href="http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_21-1" rel="attachment wp-att-81401"><img class="alignleft size-medium wp-image-81401" title="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_21.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_21.1-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a>In der ersten Zeit spielten sie traditionelle Lieder, merkten jedoch schnell, dass sie damit auf dem falschen Dampfer waren. Ein Umschwung musste her, zu etwas leichterem, fröhlicherem, mit mehr Spaß. Die Idee des mittelalterlichen Fun-Folks war geboren. Und sie kam beim Publikum gut an. Was vielleicht auch gerade an dem besonderen Publikum liegt: &#8220;Auf Mittelaltermärkten kann man noch &#8216;richtig&#8217; Musik machen, ohne viel Technik drumherum. Die Leute sind eher bereit sich hinzusetzen und einer Geschichte zu lauschen.&#8221; Während moderne Musik oft zu Geduddel aus Radio und Internet verkommt, muss man einem vorgetragenen Lied noch wirklich zuhören. Hier soll eine Geschichte transportiert werden, die im Zusammenspiel mit der Musik nur wirken kann, wenn man von vorne bis hinten dabei bleibt. Sich also Zeit nimmt und sich einlässt auf das Vorgetragene. Ein seltener Luxus, der in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit oft zu kurz kommt.</p>
<p>Genau dies macht auch die besonderen Erlebnisse der Band aus: &#8220;Es gibt Momente, die einem einfach unheimlich viel geben. Zum Beispiel wenn wir irgendwo zum ersten Mal auftreten und die Leute unsere Lieder bereits mitsingen können, wenn sie einfach &#8220;mitgehen&#8221; mit der Musik.&#8221; Die besondere Stimmung eines Mittelaltermarktes ist es, was den dreien immer weiter Ansporn verliehen hat, umso einfacher war eine für heutige Verhältnisse untypische Entscheidung: &#8220;Wir sind aus der Gema ausgetreten. Nicht in der Gema zu sein ist ein echtes Argument für Veranstalter, sich für eine Band zu entscheiden. Auftritte kommen so öfter rein. Außerdem lohnt es sich auch nicht wirklich in der Gema zu sein, da sind uns die regelmäßigen Auftritte lieber.&#8221; Was man auch daran sieht, dass bereits jetzt das komplette Jahr 2013 ausgebucht ist, gerade sitzen die drei über Terminkoordinationen.</p>
<h2>2013 komplett ausgebucht</h2>
<div id="attachment_81404" class="wp-caption alignright" style="width: 207px"><a href="http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_24-1" rel="attachment wp-att-81404"><img class="size-medium wp-image-81404" title="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_24.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_24.1-197x300.jpg" alt="" width="197" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Neuzugang Stefan alias Janko vom See</p></div>
<p>Dabei gibt es ein großes Problem: Nach zwölf gemeinsamen Jahren verlässt Marcus am 31.12.2012 die Band. Aus privaten und beruflichen Gründen kann er nicht mehr jedes Sommerwochenende auf Märkten verbringen. &#8220;In einem Trio zählt jeder einzelne viel, da bleibt eine große Lücke wenn Marcus geht.&#8221; Gerade wird sein Nachfolger Stefan Pokroppa, seines Zeichens selbst bekannt als Janko vom See in den Band-Workflow eingearbeitet. Er hat sich bereits gut eingelebt und kann sogar Songs aus seinem eigenen Repertoire beisteuern. Trotzdem bleibt eine Ungewissheit, ob man die entstehende Lücke füllen kann. &#8220;Wir haben damals ganz zwanglos angefangen, immer mit dem Gedanken, dass wir Spaß an dem haben sollen, was wir machen. Mittlerweile haben wir uns auf einen Standard hochgearbeitet, den wir auch erstmal halten müssen.&#8221; Trotzdem soll der Spaß im Vordergrund bleiben. Kennt Arne doch in seinem &#8220;normalen&#8221; Job als Journalist genügend Negativbeispiele von Leuten, die keinen Spaß an ihrem Job haben: &#8220;Als Journalist lerne ich oft Leute kennen, auch in ihren jeweiligen Jobs. Da gibt es leider einige, die keinen Spaß an ihrer Arbeit haben können.&#8221; Spaß werden die drei bestimmt nächstes Jahr bei ihren beiden Auftritten in der Universal Hall in Berlin und in der Westfalenhalle 1 in Dortmund haben, dort nehmen sie an einem Bandmarathon teil, bei dem man neben einigen anderen auch Saltatio Mortis und Feuerschwanz sehen kann.</p>
<p>Auf dem Mittelaltermarkt in Dudelange spielten sie über die beiden Tage auf zwei Bühnen. Zum einen auf einer etwas kleineren auf der Marktstraße und zum anderen auf der großen Bühne auf der Marktwiese. Generell hat sich Dudelange was die Organisation des Marktes anbelangte ganz schön ins Zeug gelegt. Durch eine kleine, mit Stroh ausgelegte Gasse kam man an allerlei Marktständen vorbei schließlich auf einen Feldweg, der zu einer großen Marktwiese führte. Auch hier erwarteten den Besucher Stände und abermals Stände, zudem die besagte große Bühne und sogar eine Falknerei. Selbst die Liebe zum Detail ließ der Luxemburger nicht vermissen, denn es waren sogar die Mülltonnen mit Jute umwickelt, um den mittelalterlichen Zauber nicht zu zerstören. Es hätte nur noch gefehlt, dass man die Zeichen der Zivilisation wie etwa Strommasten auf der Marktwiese oder anliegende, stark befahrene Straßen nicht ebenfalls mit Jute umwickeln konnte. Aber das wäre dann vielleicht wirklich zu viel gewünscht gewesen.</p>
<p><em>5vier.de wünscht den Dreien auf jeden Fall ein erfolgreiches Jahr und noch viele schöne Auftritte.</em></p>
<p><em>In unserer Bildergalerie seht ihr Fotos von der Band und zudem noch einige Impressionen vom Mittelaltermarkt in Dudelange.</em></p>
<p>Fotos: Stefanie Braun</p>

<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_1-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_1.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_1.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_1.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_10-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_10.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_10.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_10.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_13-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_13.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_13.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_13.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_14-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_14.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_14.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_14.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_15-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_15.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_15.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_15.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_2-2' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_2.2'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_2.2-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_2.2" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_20-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_20.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_20.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_20.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_22-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_22.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_22.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_22.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_23-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_23.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_23.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_23.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_24-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_24.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_24.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Neuzugang Stefan alias Janko vom See" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_25-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_25.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_25.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Michael, Arne und Stefan (v.l., es fehlt Daniel)" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_27-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_27.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_27.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_27.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_3-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_3.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_3.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_3.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_30-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_30.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_30.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_30.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_34-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_34.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_34.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_34.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_4-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_4.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_4.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_4.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_6-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_6.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_6.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_6.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_7-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_7.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_7.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_7.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_8-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_8.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_8.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_8.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/noch-richtig-musik-machen-duivelspack-81380.html/mittelaltermarkt-dudelange_duivelspack_9-1' title='Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_9.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Mittelaltermarkt-Dudelange_Duivelspack_9.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Mittelaltermarkt Dudelange_Duivelspack_9.1" /></a>

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		<title>Kunst geht durch den Magen &#8211; Neues Catering im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Sep 2012 10:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Theater Trier gibt es seit dieser Spielzeit eine Neuerung, die nicht nur den Geist mit hochwertigem Input füllt, sondern auch den Magen mit handfestem. Ein neuer Cateringservice wird in Zukunft für das leibliche Wohl sorgen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie zu fast jeder Spielzeit gibt es auch in dieser viele Neuerungen: Viele neue Gesichter, neue Ideen, neue Projekte. Im Theater Trier gibt es seit dieser Spielzeit auch eine Neuerung, die nicht nur den Geist mit hochwertigem Input füllt, sondern auch den Magen mit handfestem. Ein neuer Cateringservice wird in Zukunft für das leibliche Wohl sorgen.</strong></p>
<div id="attachment_81315" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/?attachment_id=81315" rel="attachment wp-att-81315"><img class="size-medium wp-image-81315" title="Catering Theater_1_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Catering-Theater_1_1-300x175.jpg" alt="" width="300" height="175" /></a><p class="wp-caption-text">Martina und Rick Illien, Heidi Schäfer, Gerhard Weber, Annegret Reh-Gartner (v.l.)</p></div>
<p>Viele vermissten es schmerzlich. Nicht nur Zuschauer und Gäste, sondern auch Angestellte und Künstler mussten lange darauf verzichten: ein warmes Essen innerhalb der Theaterräumlichkeiten. Ein voller Bauch studiert zwar nicht gerne, wie alle wissen, doch ein ganz leerer Bauch tut es nicht lieber. So mussten Theaterinterne immer wieder auf ihre externe Kantine, das Astarix ausweichen, um mittags eine warme Mahlzeit verzehren zu können. Aufgrund von Brandschutzverordnungen durfte nämlich lange Zeit kein Herd in der Kantine des Theaters angemacht werden, zu groß erschien die Gefahr. Also gab es meist nur Dinge, die eben schnell gehen, kalt verzehrt werden können und keinen großartigen Aufwand erfordern: Sprich belegte Brötchen, Rohesser und Brezeln. Für Premierenbesucher sah es nicht viel besser aus, auch hier war mit Laugengebäck, Käsebroten und Salaten nicht gerade festlich gedeckt. Diese Zeiten haben nun ein Ende.</p>
<div id="attachment_81317" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Catering-Theater_3.1_1.jpg" rel="lightbox[81314]"><img class="size-medium wp-image-81317" title="Catering Theater_3.1_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Catering-Theater_3.1_1-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Herzhaftes&#8230;</p></div>
<p>Mit Erfüllung der Brandschutzvorschriften im Laufe der letzten Spielzeit konnte in diese Spielzeit nun mit zwei neuen Cateringpartnern gestartet werden: Rick und Martina Illien vom Handelshof Trier und Annegret Reh-Gartner vom Weingut Reichsgraf von Kesselstatt. Letztere sorgt ebenfalls für Brandschutz bei den Gästen allerdings in einem anderen Maße, das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt sorgt für ein gutes Tröpfchen Wein am Theaterabend. Auf der Karte stehen da beispielsweise ein 2011er Weissburgunder oder der beliebte Riesling Sommerpalais, der schon seit einigen Jahren ein Verkaufsrenner ist bei Kesselstatt. Mit ihren Weinen aus der Region wollen Frau Annegret Reh-Gartner und ihre ganze Belegschaft nun auch das Theater der Region unterstützen, da sie weiß, dass es nicht mehr selbstverständlich ist ein Theater in der Stadt zu haben. Eine engere Verbindung von Wein und Kunst kann sie sich bereits jetzt gut vorstellen und ist gespannt was die Zusammenarbeit mit dem Theater Trier noch alles bringen wird.<a href="http://5vier.de/?attachment_id=81316" rel="attachment wp-att-81316"><img class="alignright size-medium wp-image-81316" title="Catering Theater_2_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Catering-Theater_2_1-300x281.jpg" alt="" width="300" height="281" /></a></p>
<p>Gespannt sind auch Rick und Martina Illien, denn viel proben konnten sie noch nicht. Als neuer Caterer verpflegen sie nicht nur Theaterbesucher, Personal und Künstler, sondern auch Firmen und Events, die seit dieser Spielzeit das Theater vermehrt für Veranstaltungen buchen können und sollen. Natürlich nur sofern es den geregelten Theaterablauf nicht stört. So konnten sie ihre Buffetqualitäten bereits auf zwei theaterfremden Veranstaltungen testen, dort stieß dies auf allgemeine Begeisterung. Wie ihre Speisen nun beim Publikum ankommen werden wird sich mit den nächsten Premieren und Vorstellungen zeigen. Eines ließ aber bisher nur Irritation zurück: das neue Zahlsystem. Selbst Intendant Gerhard Weber scherzte schon, dass bei der Premiere von Evita mehr über das neue Chipsystem philosophiert wurde als über Darsteller und Inszenierung. Dabei soll gerade dieses eine Vereinfachung darstellen: &#8220;Meine Angestellten sollen sich in der kurzen Pause zwischen den Akten nicht lange mit Geldwechseln aufhalten. Wir wollen ja schließlich, dass jeder Gast versorgt wird.&#8221; Der Zuschauer soll also vor der Vorstellung Chips im gewünschten Wert kaufen, zur Vereinfachung gibt es genau drei Kategorien, und dann mit diesen in der Pause bezahlen. Selbstverständlich kann man die Chips auch noch in der Pause kaufen. Und selbstverständlich sind Chips auch nach der Vorstellung noch einlösbar, eine zusätzliche Neuerung ist es nämlich auch, dass man noch nach der Vorstellung Essen und Getränke kaufen kann. Die Bewirtung ist somit vor, während und nach der Pause möglich. &#8220;Die Leute können noch nach der Vorstellung bleiben, wir werfen niemanden raus. Wir mögen unsere Gäste&#8221;, so Rick Illien. Sollte man die Chips an diesem Abend nicht alle verbrauchen, kann man sie natürlich auch zu einer anderen Vorstellung mitbringen. Sie verlieren ihren Wert nicht und sind nicht produktionsgebunden.</p>
<p><a href="http://5vier.de/?attachment_id=81318" rel="attachment wp-att-81318"><img class="alignleft size-medium wp-image-81318" title="Catering Theater_5_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Catering-Theater_5_1-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a>In Zukunft werden Illiens auch die hauseigene Kantine übernehmen, die bleibt allerdings auch weitestgehend hausintern. Verwaltungsdirektorin Heidi Schäfer begründet dies so: &#8220;Wir wollen garantieren, dass unsere Mitarbeiter und Künstler in ihren Pausen entspannen können und natürlich auch einen Platz in der Kantine kriegen. Zudem muss man durch das ganze Theater und an den Probenräumen vorbeilaufen um in die Kantine zu kommen, sodass wir das Risiko nicht tragen können, Hausfremde einfach so in die Kantine zu lassen.&#8221;</p>
<p><em>Für Publikum und Mitwirkende werden die neuen Catering und Weinpartner sicherlich eine Bereicherung darstellen und an das neue Zahlungssytem kann man sich bestimmt auch gewöhnen. 5vier.de wünscht allen Beteiligten eine schöne neue Spielzeit.</em></p>
<p><em> </em></p>
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		<title>Buntes: Wein&#8217; nicht um mich&#8230; &#8220;Evita&#8221;-Premiere im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 08:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Freitag, 31. August, war es endlich soweit. Nach zwei gelungenen Previews in Losheim und Monschau, erlebte das Theater Trier mit dem Musical "Evita" seine erste Premiere der neuen Spielzeit. 5vier.de war dabei.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Freitag, 31. August, war es endlich soweit. Nach zwei gelungenen Previews in Losheim und Monschau, erlebte das Theater Trier mit dem Musical &#8220;Evita&#8221; seine erste Premiere der neuen Spielzeit. 5vier.de war dabei.</strong></p>
<p><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Evita_Premiere_2.1.jpg" rel="lightbox[80574]"><img class="alignright size-medium wp-image-80637" title="Evita_Premiere_2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Evita_Premiere_2.1-247x300.jpg" alt="" width="247" height="300" /></a></strong></p>
<p>Andrew Lloyd Weber und Tim Rice haben sich für ihr Musical &#8220;Evita&#8221; eine beeindruckende Persönlichkeit der Geschichte als Inspiration gesucht: Eva Perón, Mädchen des vierten Standes, Radiomoderatorin, Schauspielerin, Präsidentengattin, todkranke Frau. Ihr Leben war kurz, sie starb im Alter von 33 Jahren an Gebärmutterhalskrebs, dafür aber umso ereignisreicher.</p>
<p>Mit 15 zog es sie vom Land, wo sie als uneheliches Kind ein eher bescheidenes Schicksal erwartete, in die Großstadt Buenos Aires. Tatkräftig unterstützt wird die junge Evita, gespielt von Neuzugang Kristina Stanek, von dem Sänger Augustin Magaldi, alias Svetislav Stojanovic. Als dieser sie dann irgendwann nicht mehr so tatkräftig unterstützen kann, wird er kurzerhand durch den Nächsten ausgetauscht.</p>
<h2>Ein Dasein als Präsidentengattin</h2>
<p>So geht es weiter, bis Evita irgendwann eine bekannte Schauspielerin ist und auf den Mann ihres Lebens trifft: Oberst Perón, der mit einer Aussicht auf ein Dasein als Präsidentengattin schnell ihr Herz erobert hat. Gespielt wurde dieser von Alexander Trauth. Kommentiert wird das bunte und oft gewalttätige Treiben rund um Evita von dem engagierten, kritischen Che, als Figur angelehnt an Che Guevara. Dieser kommentiert nicht nur, er konfrontiert auch mit einigen Ungereimtheiten in Evitas Lebenslauf und wird selbst mit ihren Schlägern konfrontiert.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Evita_Premiere_3.1.jpg" rel="lightbox[80574]"><img class="alignleft size-medium wp-image-80638" title="Evita_Premiere_3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Evita_Premiere_3.1-191x300.jpg" alt="" width="191" height="300" /></a>&#8220;Evita&#8221; zieht mit seinem Ohrwurm &#8220;Don&#8217;t cry for me Argentina&#8221; die Massen ins Theater, so auch bei der Premiere am Freitag. Unter der Regie von Sven Grützmacher, mit dem Bühnenbild von Dirk Immich und den Kostümen von Alexandra Bentele, werden schnell Erinnerungen an die West Side Story aus der letzten Spielzeit wach (<a href="http://5vier.de/%E2%80%9Etonight-tonight%E2%80%9C-%E2%80%A6-premiere-der-west-side-story-in-trier-west-47359.html">5vier berichtete</a>). Und natürlich dementsprechende Erwartungen. Die leider nicht erfüllt werden. War vielleicht auch etwas hoch gegriffen. Schließlich wartete die damalige West Side Story mit noch etwas mehr auf als die jetzige Evita. Da waren allein die spektakuläre Kulisse, die mitreißenden Songs und das gesamte Drumherum, die jeden West Side-Abend zu einem Event machten. Bei Evita hätte das anders laufen müssen. Zwar wollte Sven Grützmacher von vorneherein kein Tanztheater-Musical aus seiner Evita machen und setzte stattdessen mehr auf seine begabten Darsteller, doch etwas mehr Musicalfeeling wäre einfach wünschenswert gewesen.</p>
<h2>Chor, Orchester und eine unglaublich lautstarke Band</h2>
<p>Es fing leider schon etwas wacklig an, wollten Chor, Orchester und die unglaublich lautstarke Band doch einfach nicht zusammenpassen. Das klang schief; danach ging es erst mal nicht wirklich besser weiter. Der erste Teil des Abends lässt sich vonseiten des Publikums leider mit einem Satz zusammenfassen: &#8220;Weniger laut, bitte.&#8221; Was sich auf das Orchester bezogen hat. Im Verhältnis waren die großartigen Solisten einfach nicht zu verstehen, was ein Einschwingen auf das Stück schwierig gemacht hat. Der zweite Teil gestaltete sich glücklicherweise ausgewogener. Dirigent Christoph Jung, der nur eine Probe Zeit hatte um den Part von Valtteri Rauhalammi, der Trier verlassen hatte, zu übernehmen, zeigte sich sichtlich glücklich, als er sich endlich seinen Applaus abholen konnte. Trotz aller Patzer, Hut ab vor dieser Leistung.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Evita_Premiere_4.1.jpg" rel="lightbox[80574]"><img class="alignright size-medium wp-image-80639" title="Evita_Premiere_4.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/09/Evita_Premiere_4.1-255x300.jpg" alt="" width="255" height="300" /></a></p>
<p>Trotzdem hätte man sie dann doch gerne mehr gehört, die Sänger, die mit zwei talentierten Neuzugängen aufwarteten. Stanek und Stockinger (<a href="http://5vier.de/buntes-die-moral-von-der-geschicht-evita-in-trier-79632.html">5vier sprach bereits mit den beiden</a>), sie als ehrgeizige, zielstrebige Evita, er als Sunny Boy und kleiner Volksheld, machten Appetit auf mehr. Generell lebt diese Evita von ihren Darstellern, von Alexander Trauth als zögerlichem Präsidenten, dem eine starke Frau den Rücken frei halten muss, über Svetislav Stojanovic als schmalzigen Sänger, dem die Frauenherzen zu Füßen liegen bis zum natürlich nicht unwichtigen Part des Chors und Tanzensembles.</p>
<h2>Es fehlt an Tiefe</h2>
<p>Leider bekommt man trotzdem das Gefühl, dass einem etwas entgangen ist, dass man die Tiefe nicht mitgekriegt hat, den Abgrund der Figuren. Zwar gibt es einige gute, sogar sehr gute Sequenzen, kleine Regiemeisterstücke, wie die &#8220;Reise nach Jerusalem&#8221;, die die politischen Irrungen und Wirrungen andeuten soll oder Evitas gesangliche Rede vom Fenster aus. Hier, wie auch an anderer Stelle, zeigt sich der Reiz des Bühnenbildes: die rote Backsteinmauer in Verbindung mit den schönen Kostümen von Alexandra Bentele tragen schon eine schöne Wirkung.</p>
<p><em>Trotzdem bleibt eine tiefer gehende Wirkung aus; in dieser Inszenierung braucht man keine Taschentücher, trotzdem hat sie einige Glanzmomente, die teils auf kleinen Sahnehäubchen der Inszenierung liegen, aber zu einem größeren Teil auf der tollen Besetzung. Man darf besonders gespannt sein, was die beiden Hauptdarsteller in dieser Spielzeit noch leisten werden. Für Evita wünscht 5vier.de toi, toi, toi für die weiteren Vorstellungen.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Buntes: Die Moral von der Geschicht&#8217; &#8211; &#8220;Evita&#8221; in Trier</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Aug 2012 06:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Evita]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Stanek]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Stockinger]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Grützmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen ist es so weit: Die erste Premiere der neuen Spielzeit 2012/13 läuft an. Und die wird direkt ein Kracher. Andrew Lloyd Webers "Evita" steht auf dem Plan. 5vier.de sprach mit den beiden Hauptdarstellern. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nur noch ein Tag muss vergehen, dann ist es so weit: Die erste Premiere der neuen Spielzeit 2012/13 läuft an. Und die wird direkt ein Kracher. Andrew Lloyd Webers &#8220;Evita&#8221; steht auf dem Plan. Grund genug um mit den beiden Hauptdarstellern Kristina Stanek und Matthias Stockinger zu sprechen.</strong></p>
<div id="attachment_79912" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/Evita_Interview_Stanek.1.jpg" rel="lightbox[79632]"><img class="size-medium wp-image-79912  " title="Evita_Interview_Stanek.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/Evita_Interview_Stanek.1-300x193.jpg" alt="" width="300" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">Kristina Stanek als Evita, Foto: Theater Trier</p></div>
<p>Die meisten kennen Madonna als Eva Peron, alias Evita, wenn man auch deren gesangliche Leistung etwas infrage stellen muss. Schließlich ist es doch etwas ganz anderes, eine studierte Mezzosopranistin als die blonde Präsidentengattin zu sehen. So wird man es dann ab dem 31. August im Theater Trier tun können; denn am kommenden Freitag wird &#8220;Evita&#8221; in heimischen Gefilden Premiere haben. Unter der Regie von Chefchoreograf Sven Grützmacher, der schon die West Side Story in der vorigen Spielzeit zum Erfolg führte, sind auch zwei Neuzugänge des Theaters Trier zu sehen: Matthias Stockinger als Che und Kristina Stanek als Evita.</p>
<p>Die beiden jungen Künstler, er gerade mal 29, sie 27 Jahre alt und frisch von der Hochschule, werden zudem zum neuen festen Ensemble in Trier gehören. Sie sieht man nach Evita in weiteren Rollen des Musiktheaters, wie etwa als Concepción in der Spanischen Stunde. Stockinger wird als Nächstes mit der Hauptrolle in &#8220;Kleiner Mann was nun?&#8221; seine Qualitäten als Schauspieler unter Beweis stellen können. Doch nun bestreiten sie erst mal mit &#8220;Evita&#8221; die Trierer Bühnen.</p>
<h2>Eine besondere Herausforderung</h2>
<p>Für Kristina Stanek eine besondere Herausforderung. Die gebürtige Krefelderin studierte nach ihrem Abitur an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf und gewann nach ihrem Grundstudium ein Stipendium, um in London an der Royal Academy of Music ihren Master in lyrischem Sopran machen zu können. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland vollzog sie einen Stimmfachwechsel zum Mezzosopran und bewarb sich schließlich um die frei werdende Stelle in Trier. Es war ihr erstes Vorsingen und gleich ein Treffer.</p>
<div id="attachment_79913" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/Evita_Interview_Stockinger.1.jpg" rel="lightbox[79632]"><img class="size-medium wp-image-79913 " title="Evita_Interview_Stockinger.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/Evita_Interview_Stockinger.1-300x250.jpg" alt="" width="300" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Matthias Stockinger als Ché, Foto: Theater Trier</p></div>
<p>Stockinger ist dagegen schon etwas länger im Geschäft. Im letzten Sommer arbeite er sogar schon mit Intendant Gerhard Weber an &#8220;Ludwig II&#8221; zusammen, in dem er die Hauptrolle übernahm. Er studierte in Essen an der Folkwang Hochschule, kommt aber gebürtig aus dem Saarland; noch während des Studiums führte ein Engagement ihn nach Berlin, von dort nach Wien, dann in die Schweiz und schließlich wieder zurück nach Deutschland.</p>
<p>Wie bewerten die beiden jungen Sänger nun ihre Rollen und natürlich die Evita-Inszenierung von Sven Grützmacher? Besonders Kristina Staneks Sicht auf Eva Peron, die bereits zu Lebzeiten kritisch betrachtet wurde, ist dabei von Interesse. &#8220;Ich denke nicht, dass sie ein durch und durch schlechter Mensch war. Sie verfolgte ihre Ziele streckenweise fast gewissenlos, aber ich glaube, dass sie einen guten Kern hatte.&#8221; In Staneks Augen wusste Evita um ihr eigenes Charisma mit dem sie viele Menschen, darunter viele Männer, erreichen konnte. Ihr besonderes Aussehen wird ihr wohl einige Türen geöffnet haben. An Evita fasziniert Stanek ihre starke Entwicklung, ihre Wandlung vom 15-jährigen Mädchen, das unbedingt aus ihrer Schicht aufsteigen will zur 33-jährigen, todkranken Präsidentengattin.</p>
<h2>Beobachter und Kommentierer des Geschehens</h2>
<p>Stockinger, der den Che gibt, sieht Evita etwas kritischer, auch seine Rolle ist kritisch, ein Beobachter und Kommentierer des Geschehens, der allerdings im Hintergrund bleibt. Auch wenn Che und Evita sich in ihrem richtigen Leben nie getroffen haben, ist Stanek doch davon überzeugt, dass Che eine der wenigen Personen ist, die Eva Peron als Mensch kennen und ihre Handlungen richtig bewerten können.</p>
<p>Für beide ist diese Inszenierung eine besonders angenehme, nicht nur sie lobten Sven Grützmacher bereits als besonders empathischen Regisseur, der seinen Schauspielern viel Raum für eigene Interpretationen lässt. Genauso einig sind sich beide auch, wenn man sie nach der Moral von der Geschicht&#8217; fragt. &#8220;Jeder muss selbst erfühlen, was diese Inszenierung ihm mit auf den Weg gibt. Der Zuschauer muss selbst darauf achten, was auf dem Nachhauseweg in ihm nachhallt&#8221;, so Stockinger.</p>
<div id="attachment_79914" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/Interview-Stockinger_Stanek.1-e1346144342349.jpg" rel="lightbox[79632]"><img class="size-medium wp-image-79914" title="Interview Stockinger_Stanek.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/Interview-Stockinger_Stanek.1-e1346144342349-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Matthias Stockinger und Kristina Stanek</p></div>
<p>Die Lieblingsparts der beiden liegen einstimmig im zweiten Teil des Musicals. Für Stanek sind es besonders die letzten paar Szenen des fulminanten Endes, für sie der Höhepunkt der Inszenierung. Stockinger liebt es dagegen etwas actionreicher, ihm sind die schnellen Nummern des zweiten Teils, in denen viel Bewegung auf der Bühne herrscht, gerade gut genug. &#8220;Alle sind auf der Bühne und es ist richtig was los. Das macht Spaß.&#8221; Für das Ende versprechen die beiden einen ganz besonderen Leckerbissen, auf den man getrost gespannt sein darf.</p>
<p><em>5vier.de wünscht allen Mitwirkenden und natürlich den Zuschauern eine schöne und gelungene Premiere und einen guten Auftakt zur neuen Spielzeit.</em></p>
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		<title>Buntes: &#8220;Im Dienst des Kaisers&#8221; &#8211; Ausstellung im Landesmuseum</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2012 08:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mechthild Neyses-Eiden (RLM Trier)]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 24. August eröffnete das Trierer Landesmuseum seine neueste Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Landesmuseum gestaltet wurde: "Im Dienst des Kaisers. Mainz - Stadt der römischen Legionen". ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 24. August eröffnete das Trierer Landesmuseum seine neueste Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Landesmuseum gestaltet wurde: &#8220;Im Dienst des Kaisers. Mainz &#8211; Stadt der römischen Legionen&#8221;. Die Ausstellung läuft bis zum 7. April und zeigt einige auch international bekannte Fundstücke.</strong></p>
<div id="attachment_79609" class="wp-caption alignright" style="width: 183px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion-1.1.jpg" rel="lightbox[79599]"><img class="size-medium wp-image-79609 " title="LM Mainz Legion 1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion-1.1-173x300.jpg" alt="" width="173" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Nachbildung einer römischen Rüstung</p></div>
<p>In Trier sind sie auch heute noch überall anzutreffen: die alten Römer. Kein Haus, keine Straße und keine Sandkastenburg kann gebaut werden, ohne beim Graben auf antike Fundstücke zu stoßen. Als sehr alte Stadt hat Trier ein Vorrecht auf seine Römer. Aber auch wenn Trier die älteste Stadt ist, war sie nicht die einzige von Römern erbaute. Mainz kann auf eine ebenso stolze, römische Vorgeschichte zurückblicken. Wenn auch unter blutigeren Gesichtspunkten, denn wo Trier Kaiserstadt war, mussten sich die Legionen in Mainz auf ein weiteres Vorrücken in den germanischen Raum vorbereiten.</p>
<p>Die Ausstellung im Landesmuseum zeigt einige, auch international bekannte und beachtete Fundstücke aus dem Mainzer Raum, die einem das Leben der Legionäre und dementsprechend auch die Entwicklungen für die Mainzer Bevölkerung nahe bringen sollen. Über die Zeit vom 1. Jahrhundert n.Chr. bis zu den Germaneneinfällen Mitte des 3. Jahrhunderts n.Chr. waren insgesamt neun Legionen in Mainz, oder wie es damals hieß, Mogontiacum, stationiert. Davon allein vier gleichzeitig im 1. Jahrhundert. Diese hinterließen natürlich ihre Spuren, besonders eindrucksvoll darunter die Grabsteine römischer Legionäre, die man direkt im ersten Ausstellungsraum bewundern kann und die symbolisch für ihre jeweiligen Legionen stehen.</p>
<p>Leider darf der Trierer Museumsgänger nur acht bewundern, da der neunte Grabstein, mit einem Vertreter der 13. Legion gerade an eine andere Ausstellung ausgeliehen ist. Doch das Landesmuseum wartet nicht nur mit den teils imposanten Steindenkmälern auf, in den weiteren Räumen zeigen rund 250 Exponate etwas über Waffen und generelle militärische Ausrüstung, aber auch über Aktivitäten der Legionäre in den ruhigen Zeiten des 2. und frühen 3. Jahrhunderts.</p>
<h2>Trier und Mainz &#8211; zwei Städte mit römischer Vergangenheit</h2>
<p>So trugen römische Legionäre dazu bei eine funktionierende Wasserversorgung, ein Aquädukt, in Mogontiacum zu errichten, dazu die strategisch wichtige Rheinbrücke. Sie waren entscheidend an der Entwicklung der zivilen Infrastruktur beteiligt. Natürlich spielte der Limes, der Grenzwall gegen den Einfall der Germanen dabei eine wichtige Rolle. Gegen Ende des 1. Jahrhunderts wird er schrittweise errichtet und sorgt dafür, dass Mainz sich zu einer reichen, friedlichen Metropole entwickeln kann.</p>
<p>Im 2. und frühen 3. Jahrhundert ist es die 22. Legion, die sogenannte Mainzer &#8220;Hauslegion&#8221;, die in Mainz stationiert ist, die auch Anteil nimmt am städtischen Geschehen und sogar Zeit für Hobbys findet. So sind Fundstücke, wie ein antikes Brettspiel, das auf einen Dachziegel gemalt wurde, medizinisches Besteck und Gefäße mit kostbarer, vergorener Fischsoße besonders anschaulich und lebensnah.</p>
<div id="attachment_79610" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-12.1.jpg" rel="lightbox[79599]"><img class="size-medium wp-image-79610 " title="LM Mainz 12.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-12.1-300x286.jpg" alt="" width="300" height="286" /></a><p class="wp-caption-text">Improvisiertes Brettspiel</p></div>
<p>Mit dem Fall des Limes endet diese friedliche Periode. Der Rhein wurde eine natürliche Grenze, die von patrouillierenden Flotten bewacht wurde, sodass die Legionen aus Mainz abgerufen werden konnten. Die Bauten für die Legionäre wurden abgetragen und als Baumaterial für die neue Stadtmauer und weitere Bauten verwendet.</p>
<h2>Exponate aus der Sammlung des Landesmuseum Mainz</h2>
<p>Die Exponate stammen aus der Sammlung des Landesmuseum Mainz und wurden ergänzt mit Fundstücken aus der Landesarchäologie Mainz. Unter der Gesamtverantwortung von Dr. Marcus Reuter vom Landesmuseum Trier entwickelten die Projektleiter Mechthild Neyses-Eiden (RLM Trier) und Dr. Andrea Stockhammer (LM Mainz) die Ausstellung. Das wissenschaftliche Konzept unterlag Dr. Richard Bersch von ArchaeoTec Bassenheim, Dr. Birgit Heide und Dr. Ellen Riemer vom LM Mainz und Dr. Christian Miks vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz.</p>
<p>Eine Ausstellung Mainzer Fundstücke in Trier sollte nicht nur die beiden Städte miteinander vernetzen, sondern auch die Unterschiede zwischen den beiden Städten mit römischen Wurzeln aufzeigen. Während Trier vom zweiten Weltkrieg einigermaßen verschont blieb, war Mainz stark zerstört worden. Die Wiederaufbau-Arbeiten damals hatten viele Fundstücke zerstört, während die Römer immer ein Teil von Trier waren und auch heute noch sind.</p>
<p><em>Die Ausstellung ist zu sehen vom 24. August bis zum 7.April und kostet keinen zusätzlichen Eintritt sondern kann im Rahmen des normalen Eintrittspreises besichtigt werden.</em></p>

<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion-1-1' title='LM Mainz Legion 1.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion-1.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nachbildung einer römischen Rüstung" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-12-1' title='LM Mainz 12.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-12.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Improvisiertes Brettspiel" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-13-1' title='LM Mainz 13.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-13.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Teure Fischsoße" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion-1' title='LM Mainz Legion.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="LM Mainz Legion.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion3-1' title='LM Mainz Legion3.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion3.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Reitermaske aus Bronze" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion-2-1' title='LM Mainz Legion 2.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion-2.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="LM Mainz Legion 2.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion-4-1' title='LM Mainz Legion 4.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion-4.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="LM Mainz Legion 4.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion-5-1' title='LM Mainz Legion 5.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion-5.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="LM Mainz Legion 5.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion-7-1' title='LM Mainz Legion 7.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion-7.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="LM Mainz Legion 7.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion-9-1' title='LM Mainz Legion 9.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion-9.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Geschenk der Trierer an Mainzer Soldaten" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-im-dienst-des-kaisers-ausstellungseroffnung-im-landesmuseum-79599.html/lm-mainz-legion3-artikelbild' title='LM Mainz Legion3.Artikelbild'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/LM-Mainz-Legion3.Artikelbild-e1346057266760-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="LM Mainz Legion3.Artikelbild" /></a>

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		<title>Buntes: Etwas von Herzen machen &#8211; Helmut Leiendecker im Gespräch</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Aug 2012 07:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Musiker, Songwriter, Schauspieler, Autor, Regisseur. Nebenbei kann man ihn nun als weiteres Mitglied unseres 5vier.de Redax-Comics bewundern. Grund genug um ein Gespräch mit ihm zu suchen: Helmut Leiendecker.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Musiker, Songwriter, Schauspieler, Autor, Regisseur. Ein Lebenslauf, den manches Hollywoodsternchen beneiden könnte. All diese Berufe vereint Lokalberümtheit Helmut Leiendecker in seiner Person. Nebenbei kann man ihn nun als weiteres Mitglied unseres 5vier.de Redax-Comics bewundern, stand er doch Modell für die Figur des Herrn Reinlich, den allzeit bereiten und um keinen Ratschlag verlegenen Hausmeister. Grund genug ein Gespräch mit ihm zu suchen.</strong></p>
<div id="attachment_77804" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/Leiendecker-Interview_Comic.1-e1345103388336.jpg" rel="lightbox[77795]"><img class="size-medium wp-image-77804 " title="Leiendecker-Interview_Comic.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/08/Leiendecker-Interview_Comic.1-e1345103388336-300x255.jpg" alt="" width="300" height="255" /></a><p class="wp-caption-text">Helmut Leiendecker traf sich mit unserer Redakteurin Stefanie Braun.</p></div>
<p>5vier.de Redakteurin Stefanie Braun traf sich mit ihm und befragte ihn nicht nur zu seiner Ansicht, was Comics und natürlich den Redax-Comic betrifft, sondern sprach auch mit ihm über sein scheinbar endloses Kreativitätspotenzial. Kann man doch nur vor Respekt erstaunen, angesichts seiner zahlreichen Projekte und Erfolge in den letzten Jahren. Da wären nicht nur die musikalischen, die er seit über 20 Jahren mit den &#8220;Leiendecker Bloas&#8221; (<a href="http://5vier.de/buntes-25-jahre-leiendecker-bloas-trierer-band-mit-kultfaktor-76370.html">5vier.de berichtete</a>) hat, sondern auch die zahlreichen ausverkauften Abende im Kleinen Volkstheater, seine Filmauftritte, so auch als Karl Marx, der den Trierern fast genauso bekannt sein dürfte, wie Leiendecker selbst. Nicht wenige träumen ihr Leben lang davon wenigstens eines dieser Ziele zu erreichen, da drängt sich schnell die Frage auf: Wie kommt man als Normalsterblicher bloß dahin? Wann entdeckte ein Helmut Leiendecker, dass er gerne mehr aus sich machen würde? Eine Frage, auf die selbst er keine genaue Antwort weiß.</p>
<p>Fest steht eines, bereits mit fünf Jahren entdeckte Leiendecker etwas Essenzielles an sich: Er lacht gern und viel. Und fand es umso schöner, wenn er andere dazu bewegen konnte, mit zu lachen. Nun gut, dass alleine macht einen aber noch nicht zum Allroundtalent. Sein Drang Musik zu machen war es, der ihn letztendlich auf die Bühne brachte. Bereits sein Vater und sein Großvater hatten schon immer gerne und viel getrommelt. Da die Zeiten nicht mehr zuließen, allerdings nur mit den Händen auf den Küchentisch.</p>
<p>Leiendecker selbst bezeichnet es als großes Glück, das er in solch friedlichen Zeiten aufwachsen konnte, in denen er seinem inneren Drang nachgehen konnte. Er lernte also Schlagzeug, mehr noch, er brannte dafür: &#8220;Wenn man sich für ein Instrument entscheidet und dafür richtig brennt, dann übt man, bis es richtig sitzt.&#8221; Dazu gehörten auch Auftritte mit verschiedenen Bands, anfangs meist Cover.</p>
<p>Dann kam mit Udo Lindenberg der erste deutsche Rockmusiker, es folgte eine weitere Inspiration: Bap, die mit Kölner Mundart Musik machten. Da dachte Leiendecker einen folgenschweren Satz, der ihn sein ganzes Leben lang begleiteten würde: &#8220;Das kann ich doch auch.&#8221; Zuvor hatte er schon Gedichte auf Mundart geschrieben, einen Song in selbiger zu konzipieren, konnte da nicht allzu weit hergeholt sein. Der erste Schritt in Richtung einer weitverzweigten Karriere war getan. Es folgten mehr und mehr Auftritte. Einmal auf der Bühne angekommen merkte er schnell, dass er die Leute mit noch mehr als &#8220;nur&#8221; seiner Musik unterhalten konnte.</p>
<div id="attachment_76599" class="wp-caption alignright" style="width: 243px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/035_Das-Reinlich-Axiom_Klein.jpg" rel="lightbox[77795]"><img class="size-full wp-image-76599 " title="035_Das Reinlich-Axiom_Klein" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/035_Das-Reinlich-Axiom_Klein.jpg" alt="" width="233" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">In Aktion: "Hausmeister Reinlich"</p></div>
<h2>Viel Arbeiten und vor allem viel Lachen</h2>
<p>Das merkten auch andere, so etwa Gaby Hahn, Gründerin des Kleinen Volkstheaters. Sie holte Leiendecker aufgrund seiner Bühnenerfahrung mit ins Boot, anfangs nur mit kleinen Rollen, dann mit immer größeren. Er schrieb die eingekauften Stücke in Mundart um und merkte dabei, dass am Ende von dem eigentlichen Stück nur noch der Rote Faden übrig geblieben war und wieder kam es zu dem verhängnisvollen Gedanken: &#8220;Das kann ich doch auch selber machen.&#8221; Also schrieb er fortan auch die Stücke selbst.</p>
<p>Und wenn man sich schon monatelang mit der Geschichte eines Stückes beschäftigt hat, dann liegt es auch nicht fern, es gleich selbst zu inszenieren. Nicht nur dabei kommt Leiendecker eine wichtige Eigenschaft stets zu Hilfe: &#8220;Ich weiß was ich will und weiß, wie es später aussehen soll, und kann das aber auch gleichzeitig bei anderen rüberbringen, ohne diese damit zu ärgern.&#8221; Für einen hochdemokratischen Menschen wie ihn eine wichtige Sache, die Leute sollen Spaß haben, wenn sie mit ihm zusammenarbeiten. Allerdings muss die Demokratie bei der Musik und auf der Bühne zwangsläufig versagen: &#8220;Man kommt immer an den Punkt, an dem man nach links oder nach rechts gehen kann und beide Richtungen wären richtig. Trotzdem muss dann jemand das Steuer in die Hand nehmen und sagen: Ich will aber in diese Richtung gehen. Ansonsten kommt man nicht weiter.&#8221; Da kann man diskutieren, aber ab einem gewissen Punkt kann es einfach keine Demokratie mehr geben.</p>
<div id="attachment_55363" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/11/Volkstheater-1.jpg" rel="lightbox[77795]"><img class="size-medium wp-image-55363 " title="volkstheater 21" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/11/Volkstheater-1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Leiendecker im Kleinen Volkstheater</p></div>
<p>Wer sich jetzt denkt, auf Mundart herumblödeln muss nicht unbedingt Kunst sein, dem sei gesagt, dass Herr Leiendecker sich auch durchaus an ernste Themen herantraut. So schrieb er die Tragödie &#8220;Jedermann&#8221; in Mundart um und trägt diese in einer zweieinhalb stündigen Lesung vor: &#8220;Danach bin ich ganz fertig und das Publikum auch&#8221;, lacht er. Aber da sind die Grenzen noch nicht erreicht, und solange er diese noch nicht spürt, macht er weiter. Aber wo wir gerade bei Grenzen sind, wer so viel leistet und so stark brennt für seine Arbeit, der erscheint in unserer heutigen Gesellschaft schnell vor allem als eines: Burnout-gefährdet. Sieht ein Helmut Leiendecker sich als gefährdet, wollen wir wissen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Stress macht glücklich</h2>
<p>Nein, denn er hat eines stets im Blick, sich seine Zeit so einzuteilen, dass er immer fertig wird, ohne Nachtschichten einlegen zu müssen; wenn er von vorneherein befürchtet, dass er nicht fertig werden könnte, dann lässt er es sein. &#8220;Ich habe gelernt, sehr schnell und auf den Punkt zu arbeiten. Wenn ich mich auf eine einzige Sache konzentrieren will, dann mache ich das auch.&#8221; Sein Stressempfinden ist durchweg positiv, mehr noch: es macht ihn glücklich. Natürlich ist auch er am Ende eines langen Tages müde, aber gleichzeitig auch froh darüber etwas gemacht zu haben, sagt er.</p>
<p>Liebt er seine Arbeit denn? &#8220;Wenn man glücklich darüber ist, etwas gemacht zu haben, dann muss das wohl Liebe sein.&#8221; Ein Idol, ein Vorbild hat Leiendecker nicht. Im Gegenteil. &#8220;Als kreativer Mensch muss man vieles immer wieder neu erfinden und aus sich selbst heraus schöpfen. Man hat keine Vorlage und sollte auf sich selbst vertrauen. Dabei muss man sich auch selbst immer wieder neu bewerten. Mit sich selbst zufrieden zu sein, das ist das Ziel.&#8221; In seinen Augen schauen vor allem viele junge Menschen viel zu sehr auf Gesichter und Blendwerk aus den Medien und verlieren dabei im wahrsten Sinne des Wortes die Selbstachtung.</p>
<p>Deshalb ist er auch, was ihn selbst anbelangt, kein Fan von Fantum, es muss alles normal und ehrlich bleiben. Schließlich muss auch ein Künstler ehrlich sein. &#8220;Ein Künstler muss ein Vorbild sein, einem schlechten Menschen kaufe ich auch seine Musik nicht ab, da wird die Musik ebenfalls schlecht. Dieser Mensch schöpft nicht aus sich, weil er es nicht ehrlich meinen kann, was er schreibt. Sondern er liefert nur eine Reihe von Worten und Tönen, die er selbst nicht fühlt.&#8221; Er hat zwar kein Vorbild, ist aber umso mehr Fan: nämlich von Leuten, die etwas von Herzen machen, die morgens für ihre Arbeit aufstehen und mit einem Lächeln zu derselbigen gehen.</p>
<p>Auch deshalb will er in seinem Beruf als kaufmännischer Angestellter eines Pressegroßhändlers für ein gutes Arbeitsklima sorgen. Die 50 Angestellten unter ihm sollen zufrieden auf der Arbeit sein, in einem guten Arbeitsklima schaffen. &#8220;Man darf die Welt mit ihren Problemen nicht aus den Augen verlieren, aber man kann nur an seiner Umwelt etwas aktiv gestalten und so versuchen, dass die Menschen in der eigenen Umgebung glücklich sind.&#8221;</p>
<h2>Der Partner muss mitziehen</h2>
<div id="attachment_76374" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/leiendecker_bloas_presse_foto.jpg" rel="lightbox[77795]"><img class="size-medium wp-image-76374 " title="leiendecker_bloas_presse_foto" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/leiendecker_bloas_presse_foto-300x181.jpg" alt="" width="300" height="181" /></a><p class="wp-caption-text">Leiendecker Bloas</p></div>
<p>An besonderer Stelle dabei: seine Frau. &#8220;Meine komplette Freizeit ist eigentlich verplant, da braucht es eine gute Partnerschaft. Der Partner muss mitmachen, ansonsten kann es nicht funktionieren.&#8221; Seine Frau schreibt an den Stücken mit, besucht nicht jedes aber viele seiner Konzerte, ist bei Auftritten dabei, im Gegenzug interessiert er sich für ihre Arbeit als Sozialarbeiterin, liest Bücher, spricht mit ihr, wenn&#8217;s mal hart wird. Man muss sich auch austauschen können, sagt er, es muss ein Geben und Nehmen bleiben. &#8220;Eine Partnerschaft, in der man immer gegen den Anderen arbeiten muss, ist zu anstrengend. Gerade bei kreativen Menschen geht irgendwann eines von beiden kaputt, entweder die Kreativität oder die Partnerschaft.&#8221;</p>
<p>Seine Frau unterstützt ihn nicht nur in seiner Arbeit, sondern toleriert auch seine heimliche Leidenschaft, die im Keller in unzähligen Bananenkisten gesammelt wird: Comics. Seit seiner frühen Kindheit schon liest, sammelt und liebt Helmut Leiendecker das bebilderte Wort. Schon damals las er alles, was ihm in die Hände kam. Ein Hobby, das später auch durch seinen Beruf gefördert wurde: &#8220;Durch meine Arbeit hatte ich immer Zugriff auf die neusten Comics.&#8221; Die realistischen, hart gezeichneten sind ihm dabei am liebsten, ganz im Gegensatz zu den japanischen Mangas. &#8220;Die waren mir meistens nicht realistisch oder nicht lustig genug und allein schon, wenn die Bildabfolge nicht klar ist, macht mir das Lesen keinen Spaß mehr.&#8221; Mittlerweile muss sein Hobby etwas zurückstecken, es gibt zwar Einiges, was er nach wie vor gerne liest, aber meistens fehlt einfach die Zeit.</p>
<p>Von seinem Auftreten in unserem Redax-Comic verspricht Leiendecker sich eine Auflockerung und eine tiefere Verbundenheit mit Trier und seinem besonderen Dialekt. &#8220;Solltet ihr Mal ein Thema oder eine Geschichte brauchen, könnt ihr gerne an mich herantreten. Ich überleg mir dann was.&#8221; Allerdings nur, wenn sein voller Terminkalender das zu lässt.</p>
<p><em>Hier geht&#8217;s zum ersten Auftritt von <a href="http://5vier.de/comics/redax-vom-leben-und-leiden-einer-online-redaktion-folge-35">Hausmeister Reinlich</a> in unserem REDAX-Comic. Schon am kommenden Montag werden wir eine neue Folge mit Herrn Reinlich veröffentlichen. Ihr könnt also gespannt sein!</em></p>
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		<item>
		<title>Freizeit: Klettern in Trier &#8211; 5vier.de besuchte &#8220;Cube Trier&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2012 06:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Brümmendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Kletterhalle]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern in Trier]]></category>
		<category><![CDATA[The Cube]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 24. Oktober letzten Jahres können sich die Trierer in luftige Höhen wagen. Mit "The Cube" hat an diesem Tag eine Kletterhalle ihre Pforten geöffnet, die in der Umgebung nach ihresgleichen sucht.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit dem 24. Oktober letzten Jahres können sich die Trierer in luftige Höhen wagen. Mit &#8220;Cube Trier&#8221; hat an diesem Tag eine Kletterhalle ihre Pforten geöffnet, die in der Umgebung nach ihresgleichen sucht. <strong>Jens Brümmendorf, einer der insgesamt vier Inhaber des Cube Trier traf sich mit Redakteurin Stefanie Braun in der Halle, die vor allem mit einem beeindruckt: Höhe.</strong></strong></p>
<div id="attachment_76832" class="wp-caption alignright" style="width: 186px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Artikel_Kletterhalle.jpg" rel="lightbox[73580]"><img class="size-medium wp-image-76832 " title="Artikel_Kletterhalle" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Artikel_Kletterhalle-176x300.jpg" alt="" width="176" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Luftige Höhen</p></div>
<p>In schwindelerregender Art und Weise klettern Männlein wie Weiblein an künstlichen Felsen entlang. Gesichert durch nichts weiter als ein Seil, ein Sicherungsgerät und einen &#8216;Sicherungspartner&#8217; am Boden. Da bekommt man schon vom Zuschauen Höhenangst. Oder etwa nicht?</p>
<p>&#8220;Die Angst vor der Höhe ist ganz natürlich und den nötigen Respekt sollte man auf jeden Fall mitbringen&#8221;, erklärt Brümmendorf. Allerdings soll die anfängliche Angst schnell verfliegen. &#8220;Man schaut beim Klettern nicht nach unten, sondern nur auf den Weg, der vor einem liegt. Dabei merkt man gar nicht, wie hoch man schon geklettert ist.&#8221;</p>
<h2>Die Angst vor der Höhe ist ganz natürlich</h2>
<p>Beim Klettern sollen verschiedene Mechanismen, aber auch Verhaltensweisen vor Unfällen schützen, trotzdem kann man die Augen vor dem einen oder anderen Unglücksfall, die ab und an durch die Medien gehen, nicht verschließen. Erst kürzlich, so berichtet Brümmendorf, stürzte einer der bekanntesten Kletterer ab. Kurt Albert hatte anscheinend vergessen, einen vorgeschriebenen Karabiner zu verwenden .</p>
<p>&#8220;Solche Unfälle sind meist auf mangelnde Konzentration zurückzuführen&#8221;, Brümmendorf erklärt das Problem an einem Klettergurt. Die werden um den Bauch und die Beine angelegt, das Seil wird daran befestigt, über ein Sicherungsgerät hält der Partner am Boden den kletternden Partner fest. Doch damit dieses simple System funktionieren kann, braucht es einen speziellen Knoten. Den zu binden ist zwar kein Hexenwerk, erfordert aber höchste Konzentration. Schließlich hängt im wahrsten Sinne des Wortes ein Leben daran.</p>
<h2>Selbstständigkeit und Gewissenhaftigkeit</h2>
<p>Geschult werden beim Klettern so vor allem Selbstständigkeit und Gewissenhaftigkeit, aber auch Teamwork. Das bedeutet in diesem Fall auch, dass man aufmerksam ist, beispielsweise jemanden, der gerade einen Knoten bindet nicht mit Fragen zu löchern, die warten können.</p>
<div id="attachment_76833" class="wp-caption alignleft" style="width: 243px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Artikel_Kletterhalle_2.jpg" rel="lightbox[73580]"><img class="size-medium wp-image-76833 " title="Artikel_Kletterhalle_2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Artikel_Kletterhalle_2-233x300.jpg" alt="" width="233" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Jens Brümmendorf</p></div>
<p>Klettern hat nicht nur einen abenteuerlichen, sondern auch einen gesundheitlichen Aspekt. &#8220;Gerade für Leute mit Rückenschmerzen oder solche, die viel Zeit am Schreibtisch verbringen, ist Klettern der richtige Ausgleich. Dadurch, dass man mit dem ganzen Körper arbeitet, lernt man effizientere Bewegungen, alle Muskeln werden gleichmäßig trainiert.&#8221; Ein Vorurteil dabei ist der Gedanke, dass man ohne dicke Oberarme gar nicht erst anzufangen braucht.</p>
<p>Die meiste Kraft kommt aus den Beinen, ein Vorteil, den gerade das &#8220;schwache&#8221; Geschlecht schnell für sich entdeckt. &#8220;Frauen verlassen sich generell mehr auf ihre Beine, als auf ihre Arme, dadurch halten sie länger durch und ermüden nicht so schnell&#8221;, erklärt Brümmendorf.</p>
<p>Den &#8220;Rest&#8221; hat man schnell raus, die einen zwar flotter als die anderen aber Verbesserungen sind (fast) garantiert. Wenig geeignet ist der Sport für Kleinkinder unter sechs Jahren oder Menschen, die körperlich stark beeinträchtigt sind.</p>
<h2>Drei Jahre Planung</h2>
<p>Drei Jahre nahmen Planung und Durchführung der Anlage in Anspruch, dabei trugen Brümmendorf und Kollegen nicht nur mit insgesamt 70 bis 80 Jahren Klettererfahrung zum Erfolg bei, sondern auch mit handfestem Anpacken. &#8220;Wie bei jedem Bau gab es auch hier einige Dinge, die man selbst machen konnte, wie etwa die Malerarbeiten.&#8221;</p>
<p>Dirk Schmitt, einer der anderen Inhaber, war ehemaliger Profikletterer und hatte Architektur studiert, konnte also die Pläne selbst anfertigen. Trotzdem verschlang der Bau 1,6 Millionen Euro, eine vielversprechende Investition, wenn man bedenkt, dass der Klettersport gerade einen Boom erlebt. In Bremen oder Hamburg, die hoch im Norden ja eher &#8220;flachere&#8221; Städte sind, gibt es gleich mehrere Kletterhallen.</p>
<p>Von dort kommt auch Brümmendorf; er ging dann nach Frankfurt, wo er bei Siemens arbeitete. Trier kennt er noch aus Studienzeiten. Von einem Freund erfuhr er von der geplanten Kletterhalle und nach acht Jahren in Frankfurt kam nun die Frage auf, wie es weitergehen sollte in seinem Leben. Bei Siemens weiterarbeiten oder einem Traum folgen? Er entschied sich für den Traum. Er plante nicht mehr viel, sondern kündigte am selben Tag noch seinen Job und suchte sich eine Wohnung in Trier.</p>
<h2>Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Artikel_Kletterhalle_1.jpg" rel="lightbox[73580]"><img class="alignright size-medium wp-image-76834" title="Artikel_Kletterhalle_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Artikel_Kletterhalle_1-192x300.jpg" alt="" width="192" height="300" /></a>Planung war nun noch mehr als genug erforderlich. Nicht nur beim Gebäude an sich, sondern auch bei der Anbringung der Kletterpfade. Die künstlichen, nach Schwierigkeitsgrad in Farben sortierten Vorsprünge folgen bestimmten Pfaden, die in Zusammenarbeit mit anderen erfahrenen Kletterern eigenhändig angeschraubt und getestet wurden.</p>
<p>Dazu besitzt &#8220;Cube Trier&#8221; eine hydraulische Hebebühne, die bis unter die Decke gefahren werden kann. &#8220;Es gibt auch Kletterer, die diese Arbeit beim Klettern an sich ausüben, aber das ist wirklich sehr anstrengend und zeitintensiv. Die Hebebühne erleichtert diese Arbeit um einiges.&#8221; Dementsprechend können Pfade auch varieren und neu angebracht werden, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. So können sich auch Besucher immer wieder auf neue Erfahrungen einstellen, keine Kletterpartie ist wie die andere.</p>
<p><em>Wer nun Lust bekommen hat das Klettern einmal auszuprobieren, kann dies unter professioneller Anleitung und ohne Voranmeldung tun. Weitere Informationen hierzu findet man auf der <a href="http://www.cube-trier.de/angebote.html" target="_blank">Homepage</a>.</em></p>
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		<title>Buntes: Was macht eine Theaterpädagogin? &#8211; Sylvia Martin im Gespräch</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-was-macht-man-als-theaterpadagogin-sylvia-martin-im-gesprach-61258.html</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 08:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvia Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterpädagogik]]></category>

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		<description><![CDATA[Als langersehnte Fortsetzung unserer Theaterreihe hat Redakteurin Stefanie Braun mit Theaterpädagogin Sylvia Martin gesprochen und nachgefragt, was eine Theaterpädagogin so eigentlich macht.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als langersehnte Fortsetzung unserer Theaterreihe hat Redakteurin Stefanie Braun mit Theaterpädagogin Sylvia Martin gesprochen und nachgefragt, was eine Theaterpädagogin so eigentlich macht.</strong></p>
<p><em>5vier.de: Frau Martin, wie wurden Sie Theaterpädagogin?<br />
</em></p>
<p><strong>Sylvia Martin: </strong>Zuerst habe ich Deutsch und Russisch auf Lehramt studiert, dann auch brav mein erstes Staatsexamen und mein Referendariat gemacht. Aber ich wusste immer, dass ich nicht in die Schule, sondern ans Theater gehen wollte. Allerdings wusste ich nicht, welchen Weg ich dabei gehen sollte, auch damals war es schon schwierig, ins Theater rein zu kommen. Nach meinem Referendariat habe ich am Theater in Bielefeld hospitiert und bin dann ein Jahr nach London gegangen.</p>
<p>Als ich zurückkam, las ich etwas vom Theaterpädagogischen Zentrum. Damals war Theaterpädagogik noch kein Studiengang für sich, sondern man konnte sich nur mit einem Aufbaustudiengang über das Theaterpädagogische Zentrum ausbilden lassen. Das bedeutete ein Jahr Vollzeit-Ausbildung in unterschiedlichen Bereichen, wie Körperarbeit, Regie und Schauspiel. Eben von allem etwas, so bekommt man einen Überblick. Früher, und heute teilweise auch noch, durfte sich jeder Theaterpädagoge nennen, mittlerweile hat sich das alles professionalisiert. Nach der Ausbildung war ich dann fünf Jahre in Osnabrück und seit acht Jahren bin ich hier in Trier.</p>
<h2>Spielplanbezogene Arbeit für alle Altersstufen<strong><br />
</strong></h2>
<p><em>5vier.de: Was macht man eigentlich als Theaterpädagogin?<br />
</em></p>
<p><strong><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/05/057-e1306916604280.jpg" rel="lightbox[61258]"><img class="alignright size-medium wp-image-40859" title="Sylvia Martin" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/05/057-e1306916589888-300x231.jpg" alt="" width="300" height="231" /></a>Sylvia Martin: </strong>Zunächst einmal spielplanbezogene Arbeit für alle Altersstufen: in Schulen gehen und Stücke vorbereiten, mit den Schülern die Thematik aufarbeiten mittels Rollenspielen, Improvisationen und Raumläufen. Im Unterschied zur Schule also wirklich praktisches, nicht analytisches Arbeiten.</p>
<p>Es gibt ja das altbekannte Motto &#8220;Theaterpädaogen vermitteln zwischen Theater und Schule&#8221;, eigentlich macht man als solcher aber noch viel mehr: Als Theaterpädagoge kann man mit den unterschiedlichsten Institutionen arbeiten, von Behindertenwerkstätten über Schulen und Jugendclubs bis hin zu Managerkursen. Mittlerweile ist das Feld sehr breit gefächert, obwohl der Fokus klar noch auf der Vermittlung von Theater an Schüler und Jugendliche liegt. Das fängt bei der Grundschule an, eventuell sogar schon im Kindergarten, und hört auf bei der Oberstufe.</p>
<p>Zu der Vermittlungsarbeit gehört auch ein Blick hinter die Kulissen: Wie wird Theater gemacht, wie entsteht ein Stück auf der Bühne, welche Berufe gibt es im Theater. Theater soll von den Jugendlichen nicht nur als Institution gesehen werden, sondern als eine Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen, sich selbst zu finden, aber auch die eigenen Grenzen zu überwinden. Soziale Kompetenz spielt dabei auch eine wichtige Rolle, immerhin muss man sich im Spiel auf den anderen einlassen, ihm zuhören und auf ihn reagieren. Die Ausdrucksfähigkeit, das Körperbewusstsein und das Agieren im Raum werden spielerisch geschult.<strong><br />
</strong></p>
<p><em>5vier.de: Sie arbeiten wie gesagt auf einem weiten Feld, ein Teil dieses &#8220;Feldes&#8221; ist die Theatergruppe 60+. Was ist das Besondere an der Arbeit mit Leuten über 60?</em></p>
<p><strong>Sylvia Martin: </strong>Die Arbeit mit unterschiedlichen Generationen ist sozusagen mein Steckenpferd. In meinem früheren Theater in Osnabrück hatte ich ein Theater der Generationen, habe hier aber erst mal &#8220;nur&#8221; mit den Alten angefangen. Aber ein &#8220;Theater der Generationen&#8221; habe ich weiter im Hinterkopf behalten.</p>
<p>Die Arbeit mit den 60+lern ist spannend, weil sie schon sehr ausgereifte, gefestigte Charaktere mit viel Lebenserfahrung sind. Trotzdem überrascht es immer wieder, wie viel Spontanität sie im Spiel entwickeln können. In bestimmte Rollen zu schlüpfen und noch mal fremde Aspekte der Persönlichkeit auszuleben ist die Herausforderung der Älteren. Das ist auch der Unterschied zu den Jüngeren, die noch nicht ganz gefestigt sind und sich noch ausprobieren, sie haben auch mehr Freude am Theatersport, wo die Alten eventuell Probleme hätten.</p>
<h2>Viele haben generell Angst aus sich heraus zu gehen<strong><br />
</strong></h2>
<p><em>5vier.de: Was ist denn das Besondere an der Arbeit mit Jugendlichen? Gibt es typische Alters-Unterschiede?<br />
</em></p>
<p><strong>Sylvia Martin: </strong>Bei den Älteren nicht mehr, aber gerade bei Jugendlichen erkennt man typische Merkmale während der Phasen der Pubertät. Grundschüler sind spontan in ihren Reaktionen und haben viel Freude am Spiel, werden aber auch schnell wild. 5.-6.-Klässler lassen sich noch auf alles ein und teilweise kommen da sehr natürliche Improvisationen heraus. Bei den 7.,8. und 9. Klassen ist es dagegen wieder ganz schwierig, die meisten sind schon zu sehr mit sich selbst beschäftigt und haben oft auch Angst das jeweils andere Geschlecht ins Spiel mit einzubeziehen.</p>
<p>Viele haben auch generell Angst aus sich heraus zu gehen. Die Schüler der Oberstufe sind da wieder anders, allerdings gehen sie meistens über den Kopf an eine Sache heran und können deshalb nicht mehr so spontan sein. Mittlerweile gibt es an vielen Schulen den Kurs &#8220;Darstellendes Spiel&#8221; und da kommen oft ziemlich gute Sachen raus, also man erkennt auch hier, dass Übung viel ausmacht. Je öfter man spielt, umso mehr traut man sich. Trotzdem sollte man aber nicht den Fehler begehen und alle Jugendlichen in einem Alter über einen Kamm scheren. Gerade Klassendynamiken tragen viel zur allgemeinen Stimmung bei. Ich hatte teilweise schon vier Klassen in einer Altersstufe hintereinander und jede war anders. Jede Klasse hat einen eigenen Drive, mal sind sie lebhaft, mal schüchtern.<strong><br />
</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/buntes-was-macht-man-als-theaterpadagogin-sylvia-martin-im-gesprach-61258.html/artikel-interview-sylvia_1" rel="attachment wp-att-76855"><img class="alignleft size-medium wp-image-76855" title="Artikel Interview Sylvia_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Artikel-Interview-Sylvia_1-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>5vier.de: <em>Sollte man pubertierende Schüler nicht lieber mit sich selbst in Frieden lassen. Immerhin ist die Pubertät meist anstrengend genug.</em></p>
<p><strong>Sylvia Martin: </strong>Gerade in der Pubertät ist es wichtig für Schüler, einen anderen Zugang zu sich zu finden. Denn gerade dann hat man ein ganz anderes Bild von sich und dem was man anderen wirklich vermittelt. Jugendliche lernen durch das Theaterspielen, auch ihre Körpersprache einzuschätzen. Auch mal andere Positionen als nur die eigene einzunehmen.</p>
<p>Ein beliebtes Warm-Up-Spielchen dazu ist das Gehen in verschiedenen Gangarten, dabei merken die Jugendlichen, dass unterschiedliche Charaktere auch unterschiedliche Bewegungsabläufe haben. Es gibt viele lustige Warm-Ups, die das Eis brechen, den Körper in Bewegung bringen und den Kopf abschalten.</p>
<p>In den Klassen der Mittelstufe kann es schwieriger werden einen Zugang zu den Schülern zu bekommen, um die Schüler nicht zu verschrecken, sollte man schüchternen Schülern die Möglichkeit lassen, erst mal im Hintergrund zu bleiben. Ein altbewährtes Mittel hierbei ist das Standbild, das trauen sich alle. Und wenn man dieses Standbild dann in Bewegung versetzt hat, sind die Hemmungen schnell überwunden.<strong><br />
</strong></p>
<h2>Das Zuhören fällt vor allem Grundschülern oft schwer</h2>
<p><em>5vier.de: Gab es schonmal Klassen, in denen gar nichts funktioniert hat?<br />
</em></p>
<p><strong>Sylvia Martin: </strong>Es gab mal eine Hauptschulklasse in Osnabrück, die sich komplett versperrt haben. Aber dann haben wir angefangen von uns aus erst mal zu erzählen und über die Rollen zu reden und irgendwann entwickelte sich zumindest ein sprachliches Einarbeiten in die verschiedenen Rollen. Ein Spielen als solches gab es zwar nicht, aber das war immerhin ein kleiner Zugang.<strong><br />
</strong></p>
<p><em>5vier.de: Fällt ihnen ein Wandel auf unter den Schülern?<br />
</em></p>
<p><strong>Sylvia Martin:</strong> Ich weiß nicht, ob es vielleicht schon immer so war, aber in letzter Zeit fällt mir auf, dass es vor allem Grundschülern schwerfällt, einem anderen Menschen zuzuhören. Sie wollen ihre eigenen Gedanken direkt loswerden und lassen anderen nicht viel Raum. Aber darum geht es ja im Spiel, dem anderen Raum zu geben, ihm zuzuhören und auf ihn zu reagieren.</p>
<p>Wenn man eine Szene spielt, kann nicht jeder einfach durchbrettern, sondern man muss auf den anderen achten, der mit einem spielt. Vor allem das &#8220;dranbleiben&#8221;, wenn man einem Menschen zuhört, ist für Kinder schwierig. Einem Menschen zuzuhören ist etwas ganz anderes, als einer CD oder dem Fernsehen. Mir fällt zudem immer wieder auf, dass viele Kinder heute schon früh sehr individualistisch und sehr ichbezogen sind. <strong><br />
</strong></p>
<p><em>5vier.de: Was würden Sie sich für die Zukunft wünschen?<br />
</em></p>
<p><strong>Sylvia Martin: </strong>Ich fände es schön, wenn noch mehr Schulen Zeit und Engagement finden würden, um mitzumachen. Das Treffen in der BBS war sehr gelungen und ich fände es schön, wenn mehr Schüler sehen würden, dass man auch zum Spaß und sogar zur Entspannung ins Theater gehen kann. Nicht nur wegen schulischer Verpflichtungen.<strong><br />
</strong></p>
<p><em>5vier.de: Wir danken Sylvia Martin für das schöne Gespräch!</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Buntes: &#8220;Das Ende&#8221; vom Anfang &#8211; Neue Single von Daniel Bukowski</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-das-ende-vom-anfang-neue-single-von-daniel-bukowski-73957.html</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jul 2012 06:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Schon gelesen?]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Bukowski]]></category>
		<category><![CDATA[Das Ende]]></category>
		<category><![CDATA[VIDEO]]></category>
		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25. Mai brachte der aus Konz stammende Musiker Daniel Bukowski seine neue Single raus: "Das Ende" stellt allerdings erst den Auftakt zu seiner neuen CD dar, die Ende des Jahres erscheinen soll.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 25. Mai brachte der aus Konz stammende Musiker Daniel Bukowski seine neue Single raus: &#8220;Das Ende&#8221; stellt allerdings erst den Auftakt zu seiner neuen CD dar, die Ende des Jahres erscheinen soll.</strong></p>
<p>In Zeiten, die nicht nur durch Eurokrisen und Finanzdesaster, sondern auch durch drohende Maya-Apokalypsen verunsichert werden, fragt man sich schon mal des Öfteren: Ist das jetzt das Ende? Wie soll und kann es überhaupt weitergehen? Der junge Musiker Daniel Bukowski (<a href="http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html">5vier.de berichtete bereits über ihn</a>) hat sich diese Frage ebenfalls gestellt, aber nicht nur das. Er hat ein Lied darüber geschrieben. Am 25. Mai veröffentlichte er es als Single und zudem ein Video, welches er in Eigenregie erstellt hatte. Redakteurin Stefanie Braun sah sich das Video an, hörte den Song und sprach mit dem Sänger über seine Idee für Lied und Video.</p>
<div id="attachment_75280" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Daniel_Ende_Interview_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[73957]"><img class="size-medium wp-image-75280" title="Daniel_Ende_Interview_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Daniel_Ende_Interview_bearbeitet-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Daniel Bukowski</p></div>
<p>Auf den ersten Blick wirkt das Video kindlich, fast naiv. Vor schwarzem Hintergrund laufen gemalte Szenerien ab, die an Bilder erinnern, wie sie von Kinderhand gezeichnet sein könnten. Die Themen sind weniger naiv und kindgerecht: Flutwellen, Bomben, Atompilze. Themen, die bewegen und anrühren, aber auf unangenehme Weise. Das Ende scheint im Zusammenschnitt zum Greifen nahe. Klingt nach Endzeitstimmung und großem Pathos.</p>
<h2>&#8220;Ist das das Ende? Oder die Wende?&#8221;</h2>
<p>Ist es aber gar nicht, denn der Konsens aus dem Lied lässt sich in einer Zeile fassen: &#8220;Ist das das Ende? Oder die Wende?&#8221; Gibt es ein Leben nach dem Ende? Dem Ende eines Lebensabschnittes? Dem Ende eines Jobs? Dem Ende einer Beziehung? Auf jeden Fall wendet sich das Leben gerade in diesen Momenten in eine neue, bisher ungeahnte Richtung, die der betreffende vielleicht gar nicht zu begreifen vermag. Diese Richtung muss aber nicht nur unbegreiflich traurig, schrecklich und ängstigend sein, sondern sie kann auch unbekanntes gutes Potenzial beherbergen.</p>
<p><strong>5vier.de Redakteurin Stefanie Braun sprach mit dem jungen Musiker über seine Ideen, seinen Song und sein Video:</strong></p>
<div id="attachment_75283" class="wp-caption alignleft" style="width: 288px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Daniel_Ende_Interview_2.jpg" rel="lightbox[73957]"><img class="size-medium wp-image-75283 " title="Daniel_Ende_Interview_2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Daniel_Ende_Interview_2-278x300.jpg" alt="" width="278" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auftritt für Big Band "Art of Music"</p></div>
<p><em><strong>5vier.de:</strong> &#8220;Das Ende&#8221; als Auftakt zur Ende des Jahres erscheinenden CD? Wieso und weshalb?</em></p>
<p><strong>Daniel Bukowski:</strong> Wie heißt es so schön: &#8220;Das Ende&#8221; kann auch ein Anfang sein. Irgendwie passiert es mir immer wieder, dass ich das Pferd von hinten aufzäume. Ob gewollt oder ungewollt. Der Name meines ersten Albums &#8220;Best Of&#8221; reiht sich da lückenlos in die verkehrte Chronologie ein. Beim Schreiben und Produzieren des Songs habe ich ehrlich gesagt noch nicht an das Album sowie die nun in diese Frage mündenden Konsequenzen gedacht. Der Song steht und stand immer für sich. Er wurde unter anderem von meinen engen Freunden, Bekannten und Verwandten sowie meinem Produzenten Michael Ellwanger und dem Radiopromoter Carsten Enghardt aus München als &#8220;stärkster Song&#8221; aus einer Auswahl von fertigen Stücken gesehen. Alle anderen Kandidaten lagen bisweilen nur als Demo vor. So entschied man sich schließlich den Song im Frühjahr zu veröffentlichen, obwohl er gegen Ende des Jahres womöglich besser passen würde. Aber so hat er noch mehr Zeit, um sich bis zur Veröffentlichung meines zweiten Albums, bis spätestens 21. Dezember, zu verbreiten.</p>
<p><em><strong>5vier.de:</strong> Ihr Video erscheint von seiner Bildhaftigkeit her eher naiv? Wieso der kindliche Stil?</em></p>
<p><strong>Daniel Bukowski:</strong> Das ist ganz einfach. Ich wollte keine &#8220;echten&#8221; Bilder nehmen, da sonst alles sehr pathetisch, aufgesetzt und ermahnend gewirkt hätte. Ich bin niemand, der sich als Weltverbesserer aufspielen möchte. Trotz meines nicht vorhandenen Talents, unter Zuhilfenahme einer Grundidee und eines iPads inklusive Animations-App, kamen auf wunderbare Art und Weise diese infantil wirkenden Bilder zum Vorschein. Und genau so sollte es sein. Ich wollte zu Beginn Kinder verschiedene Bilder malen lassen, die mit dem Thema &#8220;Ende&#8221; zu tun haben. Aber dann hätte ich erst geeignete Kinder suchen müssen und hätte ihnen dann keine Angst bzw. sie traurig machen wollen. Und die Sache mit der Animation wär auf diese Art unmöglich gewesen.</p>
<p><em><strong>5vier.de:</strong> Was ist die Kernaussage des Songs/die Botschaft des Videos?</em></p>
<div id="attachment_75284" class="wp-caption alignright" style="width: 205px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Daniel_Ende_Interview_3_bearbeitet.jpg" rel="lightbox[73957]"><img class="size-medium wp-image-75284 " title="Daniel_Ende_Interview_3_bearbeitet" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Daniel_Ende_Interview_3_bearbeitet-195x300.jpg" alt="" width="195" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auftritt zur Heilig Rock Wallfahrt</p></div>
<p><strong>Daniel Bukowski:</strong> Um das zu erklären, sollte ich damit beginnen, wie ich auf die Idee zum Song kam. Stellen Sie sich vor, sie sitzen im Winter in einem schummrigen Musikstudio und schauen aus dem Fenster. Es schneit nicht (&#8220;Immer nur regen&#8221;). Im Fernsehen läuft eine Dokumentation über &#8220;Szenarien der Apokalypse&#8221;, in der es um Supervulkane (unter anderem in der nicht allzu fernen Eifel), Meteoriten, Atombomben, Tsunamis etc. geht. Im Nachrichtenticker erscheinen plakative Meldungen wie &#8220;Ist der Euro am Ende?&#8221; und nicht zuletzt die immensen politischen Umwälzungen in der arabischen Welt, die sich in gewissem Maße im Kern des Songs widerspiegeln zu scheinen: Für die einen geht eine womöglich gute Ära zu Ende, für die anderen ist es die herbeigesehnte/herbeigeführte &#8220;Wende&#8221;. Letztere fragten sich wohl auch &#8220;Wie soll das alles weiter gehen?&#8221; und gaben sich selbst die Antwort, indem sie handelten. Der Unterschied zu der Aussage des Songs liegt lediglich darin, dass diese Art von Veränderung &#8211; in diesem Fall die Regierung &#8211; direkt beeinflussbar ist. Wir sind alle nur Menschen. Der Mensch hat schon von jeher Ehrfurcht bzw. Angst gehabt vor dem, was er nicht kontrollieren und nicht verändern kann; worunter unter Umständen auch sein eigenes Leben bzw. die eigene Lebenssituation fällt. Ich habe den Text des Songs absichtlich nicht griffig gestaltet, da &#8211; und jetzt kommt ein abgegriffener, aber in diesem Fall wirklich passender Satz &#8211; jeder für sich entscheiden soll, was er mit dem Wort &#8220;Ende&#8221; assoziiert. Es kann das Ende eines Studiums, einer Beziehung, ja auch eines Lebens sein.</p>
<p><em><strong>5vier.de:</strong> &#8220;Worauf ist heute noch Verlass?&#8221; aus Ihrer eigenen Sicht?</em></p>
<p><strong>Daniel Bukowski:</strong> Nichts. Das mag äußerst pessimistisch klingen, aber leider hat mich das meine bisherige Lebenserfahrung gelehrt. Überall, wo der Mensch am Werk ist, können Fehler passieren.</p>
<p><em><strong>5vier.de:</strong> Ist der Song eher eine Aufforderung selbst ein Ende herbeizuführen und Neues zu beginnen oder eine Mahnung, die Dinge, die sich nicht ändern lassen, demutsvoll hinzunehmen?</em></p>
<p><strong>Daniel Bukowski:</strong> Weder noch. Im Song geht es nicht um das aktive Herbeiführen irgendeines Endes. Er setzt quasi voraus: &#8220;Das Ende&#8221; kommt. Oder es ist bereits da. Egal in welcher Form. Auch in einer Zeit, in der man keinen Ausweg mehr sieht und sehnsüchtig nach etwas Neuem strebt. Denn dann hat das Ende durchaus einen positiven Charakter.</p>
<p><em><strong>5vier.de:</strong> Welches Feedback haben Sie bisher bekommen?</em></p>
<p><strong>Daniel Bukowski:</strong> Von &#8220;Das ist das Beste, was du bis jetzt gemacht hast&#8221; bis &#8220;Du siehst in dem Video ein bisschen aus wie der Graf&#8221; war es durchweg positives Feedback. Auch von den Radioredakteuren deutschlandweit kam gutes Feedback und Sätze wie: &#8220;Macht Lust auf mehr&#8221;. Die Message des Videos, die Idee, der getane Aufwand sowie die Musikproduktion wurden bislang von vielen gewürdigt, was mich natürlich sehr freut.</p>
<p><strong>Und hier geht es zu Daniel Bukowskis <a href="http://www.danielbukowski.de/">Homepage</a>. Das Video zur neuen Single könnt ihr euch hier ansehen: </strong></p>
<iframe width="600" height="362" src="http://www.youtube.com/embed/Dg1XCe6mB4M" frameborder="0" type="text/html"></iframe><div style="text-align:right;"><a style="color:#aaa;font-size:9px" href="http://www.clickonf5.org/" title="IFRAME Embed for Youtube Free WordPress Plugin" target="_blank">IFRAME Embed for Youtube</a></div>
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		<title>Buntes: Evita &#8211; Offene Probe vor der Open-Air-Premiere</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jul 2012 10:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 14. und 15. Juli kann man "Evita" in der Inszenierung von Sven Grützmacher auf Openair-Bühnen in Losheim am See und Monschau besuchen. Die Proben sind in vollem Gange und 5vier.de war vor Ort.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von <em>Stefanie Braun</em> (Text und Fotos)</p>
<p><strong>Zwar ist die Premiere des Spielzeitauftaktes 2012/13 erst am 31. August, doch bereits am 14. und 15. Juli kann man &#8220;Evita&#8221; auf Open-Air-Bühnen in Losheim am See und Monschau besuchen. Die Arbeiten sind bereits in vollem Gange und <em>5vier.de</em> hat sich eine der Offenen Proben einmal angesehen.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Evita_ftd.jpg" rel="lightbox[74719]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-75120" title="Evita_ftd" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Evita_ftd-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a></p>
<p>&#8220;Evita&#8221; heißt das weltberühmte Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice, welches sich um das glitzernde sowie tragische Leben von Argentiniens Präsidentengattin Nummer eins dreht: María Eva Duarte de Perón, besser bekannt als Eva Perón, besser bekannt als Evita. Die schaffte es in ihrem kurzen Dasein, sie wurde aufgrund von Gebärmutterhalskrebs nicht mehr als 33 Jahre alt, von einem ärmlichen Mädchen zur Schauspielerin und schließlich zur First Lady Argentiniens zu werden. In den Kreisen ihres einflussreichen Mannes General Perón war sie alles andere als gerne gesehen und es kursierten hartnäckige Gerüchte, dass sie sich sprichwörtlich &#8220;hochgeschlafen&#8221; habe. Zwar war sie beim einfachen Volk aufgrund ihrer vielen wohltätigen Stiftungen sehr beliebt, doch von Politik verstand sie herzlich wenig und einigen ihrer Feinden passierte manches Mal ein unvorhergesehener &#8220;Unfall&#8221;. Doch trotz aller Zweifel gilt sie bis heute bei vielen Argentiniern als DIE First Lady.</p>
<div id="attachment_75024" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-28_1" rel="attachment wp-att-75024"><img class="size-medium wp-image-75024 " title="Evita 28_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-28_1-240x300.jpg" alt="Kristina Stanek als Evita" width="240" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kristina Stanek als Evita</p></div>
<p>Webbers und Rice&#8217; Evita spiegelt sich im Musical in der Figur des Che, einem einfachen Burschen aus dem argentinischen Volk, der ihren Machenschaften mal schmunzelnd, mal kritisch, mal verachtend gegenübersteht. In Trier übernimmt diese Rolle Neuzugang Matthias Stockinger, seines Zeichens Musicaldarsteller. Die Evita mimt ebenfalls ein neues Gesicht: Kristina Stanek, die frisch von der Uni kommt und als Mezzosopranistin die Stelle von Claudia-Denise Beck einnehmen wird. Bereits in der Offenen Probe kann man eines feststellen: Staneks Stimme ist wunderschön und dem Spiel von Stockinger sieht man nur allzu gern zu. Auch wenn es noch ein paar Tage bis zur ersten Vorstellung in Losheim sind, merkt man dem Stück doch schon einen Unterschied zu sonstigen Evita-Produktionen an. Diese Evita ist nicht wie viele Evitas vor ihr, so auch die bekannte Madonna-Version, ein auf Glamour und Effekt gemünztes Bühnenspektakel, sondern vielmehr eine Charakterstudie mit einer Evita-Persönlichkeit. Darauf zielte Regisseur Sven Grützmacher, der schon den letztjährigen Spielzeitknüller &#8220;West Side Story&#8221; inszenierte. Seine Evita soll mehr sein als die große Bühnenshow, sondern soll die Tragik und die extreme Fallhöhe widerspiegeln, die Eva Peróns Leben durchzog. Ihren extremen Ehrgeiz, gepaart mit dem großen Charisma, das ihr anheim gewesen sein musste. Der Abscheu gegen die, die sie nie in ihren Kreisen akzeptierten und das Ausnutzen ihrer eigenen ärmlichen Vergangenheit, um bei der breiten Masse beliebt zu sein. Und schließlich die Krankheit, die sie mit 33 Jahren dahinraffte.</p>
<p>Genug Potenzial für Tragik und großes Theater. Zwar sieht die Inszenierung von Grützmacher im jetzigen Zustand noch etwas nach Rohbau aus, doch wer den Chef-Choreographen kennt, der weiß, dass er mit nur wenigen zarten Details einiges beim Zuschauer bewirken kann. Geprobt wird noch auf der Großen Bühne, das Bühnenbild, eine mehrstöckige Häuserwand mit bespielbaren Fenstern und Türen ist fertig, die Wege sind einstudiert. Doch in nur zwei Wochen wird alles schon wieder ganz anders aussehen, darin sind sich Regisseur und Technischer Leiter Peter Müller einig, denn sowohl Losheim als auch Monschau werden mit Freilichtbühnen aufwarten. Das Bühnenbild, eben jene mehrstöckige Häuserwand, kann nicht eben mal dorthin transportiert werden. Eigens für diese beiden Freilichtauftritte musste sich die Technik des Theaters etwas einfallen lassen.</p>
<p><a href="http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-31_1" rel="attachment wp-att-75025"><img class="alignleft size-medium wp-image-75025" title="Evita 31_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-31_1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>&#8220;Es wird ein dreidimensionales, drehbares Element geben, welches zusammen mit vier Bühnenwänden das Bühnenbild nachzeichnen wird&#8221;, erklärt Peter Müller anhand einer Miniaturnachbildung. Das dreieckige Gebilde ist von innen durch eine Leiter erkletterbar und kann ganz einfach vor Ort zusammengebaut werden. Die einzelnen Bauteile werden über ein Bühnenstecksystem montiert. Klingt erst einmal ganz einfach, trotzdem wird die Freilicht-Evita eine ganz andere sein als die Bühnen-Evita im Großen Haus, nicht nur weil erstere bei schlechtem Wetter sprichwörtlich ins Wasser fallen kann. Die Gänge müssen vollkommen neu ausgerichtet werden, Auftritte müssen neu arrangiert werden. Lauter &#8220;kleine Problemchen&#8221;, die den reibungslosen Ablauf aber empfindlich stören können.</p>
<p>Bleibt nur noch die Daumen zu drücken. Einmal, dass die ersten zwei Auftritte nicht durch Regen oder Schlimmeres zunichtegemacht werden. Zum anderen, dass Grützmacher wieder einen fulminanten Spielzeitauftakt hinlegen kann. Was nach dieser ersten Offenen Probe durchaus im Bereich des Möglichen liegt, mit ein paar kleinen liebevollen Details kann diese Evita zu einem würdigen Nachfolger der West Side Story werden. Neuzugang Kristina Stanek legt als Evita viel Gefühl in die Rolle und kann so nicht nur mit ihrer Stimme punkten. Die Männer an ihrer Seite, so auch &#8220;Alte Hasen&#8221; wie László Lukács als Juan Perón und Svetislav Stojanovic als Augustín Magaldi, müssen aufpassen, dass sie hinter der kleinen, schmalen, blonden Person nicht zurückbleiben.<em> 5vier.de</em> ist jetzt schon gespannt auf das Ergebnis der Probenarbeiten und wünscht allen Beteiligten Toi Toi Toi.</p>
<h2>Weitere Bilder von der Offenen Probe</h2>

<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-5' title='Evita 5'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-5-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 5" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-7' title='Evita 7'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-7-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 7" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-13' title='Evita 13'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-13-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 13" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-15' title='Evita 15'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-15-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 15" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-18' title='Evita 18'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-18-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 18" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-19' title='Evita 19'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-19-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 19" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-21' title='Evita 21'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-21-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 21" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-23' title='Evita 23'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-23-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 23" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-24' title='Evita 24'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-24-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 24" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-28_1' title='Evita 28_1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-28_1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 28_1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita-31_1' title='Evita 31_1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Evita-31_1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita 31_1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-evita-offene-probe-vor-der-open-air-premiere-74719.html/evita_ftd' title='Evita_ftd'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/07/Evita_ftd-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Evita_ftd" /></a>

<p><em>Fotos: Die Fotos entstanden während der Offenen Probe in Probenkleidung. </em></p>
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		<title>Buntes: One Night Stand #6 &#8211; Resümee und Ausblick</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 06:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag gab es zum letzten Mal in dieser Spielzeit die Möglichkeit zu einem One Night Stand. Location war wieder das Astarix, die Moderation übernahm dieses Mal Schauspielerin Barbara Ullmann.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Donnerstag, den 21. Juni gab es zum letzten Mal in dieser Spielzeit die Möglichkeit zu einem One Night Stand. Location war wieder das Astarix, die Moderation übernahm dieses Mal Schauspielerin Barbara Ullmann, die man gerade als Puck im &#8220;Sommernachtstraum&#8221; (<a href="http://5vier.de/buntes-komodiantisches-baumchenwechseldich-im-theater-trier-74007.html">5vier.de berichtete</a>) erleben kann. Die geladenen Gäste waren bunt gemischt, das Publikum dafür leider umso weniger.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-16.jpg" rel="lightbox[74285]"><img class="alignleft size-medium wp-image-74305" title="ONS 16" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-16-300x145.jpg" alt="" width="300" height="145" /></a>Eine Idee sollte frischen Wind und frisches Blut in das heimische Theater bringen: Ein Abend mit Schauspielern, Tänzern und Sängern und ihren illustren Gästen. Als Location suchte man sich das nahe gelegene Astarix aus. Nun neigt sich die Spielzeit ihrem Ende entgegen und mit einem sechsten One Night Stand, moderiert von Barbara Ullmann, sollte auch die neue experimentelle Reihe einen vorläufigen Abschluss finden.</p>
<p>Das Experiment als durchweg geglückt zu bezeichnen wäre dabei wohl zu viel gesagt, fand es doch trotz guter Idee, engagierter Moderation und oft auch interessanten Gästen, keinen rechten Anschluss beim Trierer Publikum. Oft hatte man als Zuschauer das Gefühl, bloß ein Außenstehender zu sein, der einer internen Runde über die sprichwörtliche Schulter schaut. Dieses Gefühl heftete sich an viele Begebenheiten: mal war die Sitzverteilung so ungünstig, dass man tatsächlich über eine geschlossene Rückenfront von Theatermitgliedern schauen musste um überhaupt etwas vom Geschehen mit zu bekommen. Dann waren die Mikrofone wieder so leise eingestellt, dass man in den hinteren bis mittleren Reihen herzlich wenig verstand. Beides gleichzeitig nicht ausgeschlossen.  Mal wollte keine rechte Stimmung zwischen Moderation und Publikum oder Publikum und Gast oder aber Gast und Moderation entstehen. Dabei ist die richtige Stimmung bei einem One Night Stand doch die entscheidende Sache, ohne sie läuft erstmal nichts.</p>
<h2>Mit Witz und Charme das Publikum fessen</h2>
<div id="attachment_74298" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-9-e1340720947768.jpg" rel="lightbox[74285]"><img class="size-medium wp-image-74298 " title="ONS 9" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-9-e1340720947768-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Gerd Dahm und Barbara Ullmann</p></div>
<p>Natürlich gab es wiederum klare Highlights, in denen von den Gästen bis zur humoristischen Moderation alles stimmte, gefolgt von sanften Abstufungen, in denen unter drei interessanten Gästen mal einer dabei war, der weniger vom Rampenfieber gepackt war. Verzeihlich, ist ja nicht jeder für die Bühne gemacht. Man erinnere sich nur an den grandiosen Abend mit Michael Ophelders, der es nicht nur mit seinem Witz und Charme schaffte, das Publikum zu fesseln. Auch seine Gäste und damit ist nicht nur der improvisierte Auftritt von Herrn Leiendecker gemeint, der bis zum Vorabend gar nichts von seinem Auftritt ahnte, wussten sich interessant zu machen und zu begeistern.</p>
<p>Auch der Abend mit Juliane Hlawati und Susanne Wessel war eines dieser Highlights: Mit lokalen Musikern legten sie den Schwerpunkt klar auf Musik und mehr oder weniger spontane Live-Performances. Da kam Stimmung auf.</p>
<p>Auch Ullmann und ihre Gäste schafften es am Donnerstag, mit einigen musikalischen Einlagen, eine Stimmung beim Publikum zu erzeugen. Dazu trugen auch die spontanen Einlagen von GMD Victor Puhl und Bratschistin Conny Hain bei, er mit einer nicht ganz textsicheren &#8220;New York, New York&#8221;-Interpretation, sie mit zwei gekonnten Jazz-Nummern.</p>
<h2>Jazz-Akkordeonist Eugene Bozzetti begleitete den Abend</h2>
<p>Alles wurde begleitet von Jazz-Akkordeonist Eugene Bozzetti, der den ganzen Abend nicht die Hände vom Instrument lassen konnte. Musik wurde auch bei den anderen Gästen groß geschrieben, manchmal allerdings etwas unfreiwillig. So trug Johannes Schaffrath, Diakon von St. Matthias, ein paar selbstgedichtete Wallfahrtssongs am Klavier vor und erzählte nebenher die eine oder andere Anekdote über geklaute Wallfahrtsbücher. In diesem Sinne formulierte Ullmann einen ganz treffenden neuen Wallfahrtsspruch frei nach dem Motto: &#8220;Glaubst du noch oder klaust du schon?&#8221;</p>
<div id="attachment_74296" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-7.jpg" rel="lightbox[74285]"><img class="size-medium wp-image-74296 " title="ONS 7" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-7-300x252.jpg" alt="" width="300" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Gerd Dahm, Judith Kriebel, Barbara Ullmann</p></div>
<p>Auch Regisseurin Judith Kriebel musste ihre musikalischen Fertigkeiten in einem Sprechgesang über Babybrei zum Ausdruck bringen, sie begleitete Barbara Ullmann mit einem Rassel-Ei. Gerd Dahm wiederum, Ratsmitglied bei Bündnis 90/Die Grünen, stimmte zu einem Duett mit Ullmann an. Leider erfuhr man sonst nicht viel über die Gäste, die Fragerunden blieben hinter den vielen, auch spontanen Gesangseinlagen, zurück. Etwas schade. Auch wieder leider entstand nach einer gewissen Zeit eine Art Exklusivität, ein par Mal erwischte man sich als Zuschauer dabei, das Gefühl zu haben in einer Privatveranstaltung zu sitzen. Was sich vielleicht durch den hohen Anteil an internen Theatermitgliedern oder Freunden derselbigen erklären lässt.</p>
<p>Oft fehlte einem auch ein übergeordnetes Thema, die Talkrunden verliefen ins Nichts. Was auch die wiederkehrenden Fragen, etwa nach dem peinlichsten Moment, nicht änderten. Ein klarer Fokus auf eine Sache wäre wünschenswert gewesen.</p>
<h2>Und in der nächsten Spielzeit?</h2>
<p>Einen klareren Fokus strebt Dramaturg Peter Oppermann nun in der nächsten Spielzeit an. Er sieht die Ergebnisse dieser Spielzeit als Ergebnisse einer Testphase, aus der man viel lernen konnte. Besonders, dass man wohl einen längeren Atem braucht, um dieses neue Konzept an den Mann zu bringen und dass eine klarere Struktur her muss.</p>
<p>Nächste Spielzeit wird es deshalb vorläufig nur drei One Night Stands geben, die aber einem fixen Ziel folgen sollen. Mit von der Partie sind Dieter Lintz vom TV, Michael Ophelders und zum Abschluss, in einer Doppelmoderation, Intendant Gerhard Weber und Chefdramaturg Peter Oppermann selbst. Man darf also gespannt sein.</p>
<p>Fest steht, dass dieses schöne, frische Konzept auf jeden Fall eine weitere Chance in der nächsten Spielzeit verdient hat. Dieses Mal hoffentlich mit einem festeren Konzept und einem treueren Publikum.</p>

<a href='http://5vier.de/one-night-stand-6-resumee-und-ausblick-74285.html/ons-1' title='ONS 1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="ONS 1" /></a>
<a href='http://5vier.de/one-night-stand-6-resumee-und-ausblick-74285.html/ons-2' title='ONS 2'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-2-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="ONS 2" /></a>
<a href='http://5vier.de/one-night-stand-6-resumee-und-ausblick-74285.html/ons-3' title='ONS 3'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ONS-3-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="ONS 3" /></a>
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		<title>Buntes: Alice im Anderland – Neues Theater Trier</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jun 2012 09:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
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		<category><![CDATA[Stephan Altherr]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Freitag feierte die Theatergruppe Neues Theater Trier in der TUFA die Premiere von „Alice im Anderland“. Das düstere aber optisch sehr ansprechende Stück kam beim durchweg jungen Publikum sehr gut an.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am vergangenen Freitag feierte die Theatergruppe Neues Theater Trier in der TUFA die Premiere ihrer Fassung von „Alice im Anderland“ von Stephan Altherr. Das düstere aber optisch sehr ansprechende Stück kam beim durchweg jungen Publikum sehr gut an.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Alice-im-Anderland_Artikelbild.jpg" rel="lightbox[74392]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-74394" title="Alice im Anderland_Artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Alice-im-Anderland_Artikelbild-300x150.jpg" alt="" width="300" height="150" /></a></p>
<p>Alice befindet sich nicht im Wunderland. Ganz im Gegenteil. Ihre Eltern sind vor ein paar Jahren bei einem tragischen Brand ums Leben gekommen, nur sie selbst konnte man aus dem Inferno retten. Allerdings behielt die kleine Alice einen psychischen Schaden zurück. Nun fristet sie ihr Dasein in einer Nervenheilanstalt, mal mehr mal weniger high, je nachdem was die Tablettenration vorschreibt. Als ein neues Medikament an ihr ausprobiert werden soll und sich die Dosis von Psychopharmaka für Alice ändert, kehrt sie langsam aus ihrem Rausch zurück in die „richtige“ Welt und mit ihr eine alte Bekannte: die Grinsekatze.</p>
<h2> Düstere Optik</h2>
<div id="attachment_74395" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Alice-im-Anderland_1.jpg" rel="lightbox[74392]"><img class="size-medium wp-image-74395 " title="Alice im Anderland_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Alice-im-Anderland_1-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a><p class="wp-caption-text">Alice und die Grinsekatze</p></div>
<p>Zusammen mit ihr macht sich Alice (Sabine Lippert) erneut auf die Reise durch ihr düster gewordenes Wunderland, trifft dabei allerlei, im wahrsten Sinne des Wortes, verrückte Gestalten und muss sich schließlich dem ärgsten Feind des Wunderlandes stellen: der Herzkönigin.</p>
<p>Die malträtiert die Bewohner des Wunderlandes a.k.a. Insassen der Nervenheilanstalt mit rabiaten Heilungsmethoden, noch dazu geht ihr Herzbube wenig pfleglich mit ihnen um. Blaue Flecken und Blutergüsse sind da an der Tages- bzw. Nachtordnung, denn die Herzkönigin und ihr Bube erscheinen nur nachts auf der Bildfläche. Alice muss etwas gegen die Machenschaften der Herzkönigin unternehmen, schon alleine um an ihre neuen blauen Pillen zu kommen ohne die sie neuerdings schreckliche Kopfschmerzen plagen. Und nebenher muss der ganz normale Heilanstalts-Alltag weitergehen.</p>
<div id="attachment_74396" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Alice-im-Anderland_2.jpg" rel="lightbox[74392]"><img class="size-medium wp-image-74396 " title="Alice im Anderland_2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Alice-im-Anderland_2-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Die Raupe alias Kuvenee Sriskandarajah</p></div>
<p>Die Laientheatergruppe Neues Theater Trier, die mit einem Durchschnittsalter von schätzungsweise 24 Jahren eine wirklich junge Gruppe ist, schuf unter der Regie von David Ullrich eine Fassung von „Alice im Anderland“, die besonders durch ihre düstere Optik und ihren gekonnten Einsatz von Licht und Musik besticht. Regisseur Ullrich selbst bestätigte im Gespräch mit <em>5vier.de</em> dass es ihm gerade um diesen Aspekt ging. Eine Botschaft als solche müsste jeder Zuschauer für sich selbst finden. Ihm ging es mehr um die düstere Grundstimmung, die im Stück mitschwingt.</p>
<p>Um diese noch zu verstärken, schrieb die Gruppe auch das Ende um. Generell entstand alles in Zusammenarbeit. Zwar verfolgte Ullrich in seiner Inszenierung eine gewisse Richtung, doch letztendlich wurde über alles demokratisch abgestimmt, auch die Rollenverteilung. Nur bei wenigen Entscheidungen musste der Geowissenschaftsstudent ein Machtwort sprechen. Die Inszenierung und auch die Arbeit seiner Schauspieler lief fast ohne Zutun in die gewünschte Richtung.</p>
<h2 style="text-align: left;"> Schauspieler mit viel Herzblut</h2>
<p>Vom Schauspielerischen her betrachtet fällt auf, dass die jungen Leute mit Leib und Seele dabei sind, die Rollen sind treffend verteilt und keine bleibt hinter der anderen zurück. Da macht das Zusehen Spaß. Mit neckischen Einfällen und gutem Einfühlungsvermögen in die Rollen, bekommt jede Leben eingehaucht. So tänzelt die Grinsekatze (Lisa Höpel) lasziv über die Bühne, sodass sie zurecht den Spitznamen „Mein Kätzchen“ von Alice bekommt. Der Hutmacher (David Koppelberg) wirft sich beim Angriff hinter die Tische, die Raupe (Kuvenee Sriskandarajah) raucht in einem übergroßen Ganzkörper-Mantel Shisha und bläst dicke Rauchschwaden auf die Bühne.</p>
<p>Nur an wenigen, zu vernachlässigenden Details, erkennt der geübte Theatergänger, dass er es hier doch mit Laien zu tun hat. Da wirkt ein Lachen mal etwas gezwungen, manche Bewegungen sind ein wenig hölzern, Reaktionen teils überzogen, aber alles in allem sind dies zu verschmerzende Momentaufnahmen, die wenig über die eigentliche Inszenierung aussagen. Die ist nämlich wirklich gelungen und lässt mit viel Einfallsreichtum ein ganz eigenes Wunderland entstehen, das es behende schafft, zwischen Phantasiewelt und Irrenanstalt hin und her zu springen.</p>
<h2>Brutaler Zwergenaufstand<a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Alice-im-Anderland_3.jpg" rel="lightbox[74392]"><img class="alignright size-medium wp-image-74397" title="Alice im Anderland_3" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Alice-im-Anderland_3-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a></h2>
<p>Dieses Verwirrspiel ist es gerade, was den Reiz der Inszenierung ausmacht; so auch die Tragik dahinter. Der Gedanke, dass trotz aller Misshandlungen und Ungerechtigkeiten, es doch nur ein Zwergenaufstand bleiben kann, den die Insassen da anstreben, macht betroffen. Auch die tragischen Einzelschicksale und die teils absurden Reaktionen darauf, beispielsweise die Herzogin (Claudia Ruffler), die aus lauter Liebe ihr eigenes Kind ertränkt hat und nun stattdessen ein Kissen namens Kissbert durch die Gegend trägt und umhegt und umpflegt.</p>
<p>Oder das arme Kaninchen (Moritz Rehfeld), das als Bauernopfer herhalten muss, um an die Schlüssel der Herzkönigin (Shadi Rajabi) zu kommen. Als es letztendlich darum geht zusammenzustehen, um sich gegen die Königin zu behaupten, verfällt doch jeder nur wieder in seine eigenen Verrücktheiten: die Raupe versteckt sich in ihrem Cocon, der Köchin (Lisa Schönthier) brennt just in dem Moment etwas auf dem Herd an, die Herzogin muss Kissbert versorgen und der Kriegsversehrte humpelt von einem Schlachtfeld, auf dem ein taktischer Rückzug geraten war. Nur Alice und ihre Grinsekatze bleiben zurück, um sich dem Feind zu stellen. Dabei stellt sie sich nicht nur der Herzkönigin und ihrem brutalen Buben (Christian-Dominik Marx), sondern auch alten Feinden aus Kindertagen und dem Feind in ihr selbst.</p>
<p><em>Fazit: Ein düsteres Stück, eine tolle Optik, Schauspieler mit viel Herzblut: Eine lohnende Abwechslung zum professionellen Theater und zur heimischen Glotze. Weitere Vorstellungen am 28. und 29. Juni.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Marco Piecuch</span></p>
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		<title>Buntes: Komödiantisches &#8220;Bäumchenwechseldich&#8221; im Theater Trier</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-komodiantisches-baumchenwechseldich-im-theater-trier-74007.html</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2012 06:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" lud das Theater Trier in dieser Spielzeit 2011/12 zum letzten Mal zu einer Premiere. Zum Abschluss gab es noch einmal einen Publikumsknaller.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Shakespeares &#8220;Ein Sommernachtstraum&#8221; lud das Theater Trier in dieser Spielzeit 2011/12 zum letzten Mal zu einer Premiere. Zum Abschluss gab es noch einmal einen Publikumsknaller.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-4.1.png" rel="lightbox[74007]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-74013" title="Sommernachtstraum 4.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-4.1-300x134.png" alt="" width="300" height="134" /></a></p>
<p>Was wäre das Leben ohne Liebe? Vermutlich furchtbar trist, öde und langweilig, aber auch um einiges ruhiger und entspannter. Dies müssen auch die drei Paare im Zentrum von Shakespeares munterem Verwirrspiel feststellen:</p>
<p>Lysander (Daniel Kröhnert) liebt Hermia (Vanessa Daun) und sie ihn auch &#8211; das ist gar nicht das Problem. Vielmehr, dass sie von ihrem Vater schon an Demetrius (Tim Olrik Stöneberg) versprochen wurde und dieser nicht im Traume daran denkt, sie für einen anderen freizugeben. Demetrius wiederum wird von seiner Abgelegten, Helena (Alina Wolff), verfolgt, die ihn ganz und gar nicht an Hermia abtreten möchte. Egeus (Peter Singer), Hermias Vater, spricht schließlich ein Machtwort: Fürst Theseus (Jan Brunhoeber), der gerade in Hochzeitsvorbereitungen mit seiner Beute der Amazonenkönigin Hippolyta (Sabine Brandauer) steht, soll in der Sache entscheiden.</p>
<h2>Munteres Verwirrspiel</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-2.1.png" rel="lightbox[74007]"><img class="alignright size-medium wp-image-74015" title="Sommernachtstraum 2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-2.1-300x191.png" alt="" width="300" height="191" /></a>Dieser entscheidet im Sinne des Gesetzes: Was vom Vater bestimmt wurde, kann weder den Willen, noch das Herz der Tochter brechen. Hermia müsse also Demetrius heiraten. Wäre da nicht das, im Wald vor Athen abgelegene, Häuschen von Lysanders Tante. Dort gelten Athens Gesetze nicht und Lysander kann &#8220;seine&#8221; Hermia heiraten. Den gut ausgeheckten Plan erzählen die beiden Helena, die ja eigentlich nichts dagegen haben kann, wenn die Nebenbuhlerin vom Heiratsmarkt verschwindet. Trotzdem erzählt sie es Demetrius, der sich nun endgültig für sie entscheiden soll. Letzten Endes landen alle vier im nächtlichen Wald, in dem noch ganz andere Dinge abgehen, als sie auch nur ahnen konnten.</p>
<p>Denn beim Elfenfürsten Oberon (Jan Brunhoeber) und seiner Gattin Titania (Sabine Brandauer) läuft es im Bett so gar nicht rund. Weder er, noch sie, nimmt es mit der Treue allzu genau, was allerdings keinen der beiden stört &#8211; im Gegenteil. Nur als Titania ihr neues Boytoy nicht an den wollüstigen Oberon rausrücken will, ist Schluss mit lustig. Oder doch nicht?</p>
<p>Denn genau hier fängt der Witz an: Der vor Geilheit tobende Oberon beauftragt seinen Kobold Puck (Barbara Ullmann) damit, den speziell von Amor verzauberten Saft einer Blume zu finden, der einen augenblicklich in das Wesen verliebt macht, das einem als Nächstes unter die Augen tritt. Diesen möchte er seiner störrischen Gattin geben und sie mal eine Nacht lang so richtig an der Nase herumführen. Als er nun zufällig das Gespräch/den missglückten Verführungsversuch/den Streit von Helena und Demetrius belauscht, beschließt er dem gemeinen Demetrius ebenfalls etwas von dem Elixier verabreichen zu lassen.</p>
<h2>Bäumchenwechseldich</h2>
<h2 style="text-align: left;"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-3.1.png" rel="lightbox[74007]"><img class="alignleft size-medium wp-image-74016" title="Sommernachtstraum 3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-3.1-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a></h2>
<p>Dumm nur, dass Puck die Liebespaare verwechselt und Lysander das Mittel gibt, anstatt Demetrius. Und dann taucht auch noch eine Bande von Möchtgern-Schauspieler-Handwerkern im Wald auf, um ein Stück für Theseus Hochzeit einzuproben. Puck will sich doch nur einen Scherz erlauben, als er den mit dem größten Maul, Bottich (Michael Ophelders), in einen Esel verwandelt. Wiederum dumm, dass genau in dem Moment die verzauberte Titania um die Ecke kommt. Das shakespearsche Verwirrspiel kann also beginnen&#8230;</p>
<p>Die Trierer Inszenierung von Werner Tritschler steht in einer Erfolgstradition, denn der hier präsentierte &#8220;Sommernachtstraum&#8221; ist eine Neuübersetzung von Heinz Rudolf Kunze, welcher vor fast zehn Jahren an der Landesbühne Hannover entstand. Damals als &#8220;kommunizierbares Shakespeare-Musical&#8221;, für das Kunze, bekannt durch Lieder wie &#8220;Dein ist mein ganzes Herz&#8221;, die Songs schrieb.</p>
<h2>Das Ergebnis kann sich sehen lassen</h2>
<p>Für die reine Schauspielfassung in Trier musste er diese nun in Texte umschreiben, für ihn keine leichte Aufgabe. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Erkennt man die shakespearschen Züge klar raus, ist die Sprache doch um einiges kompakter und tatsächlich &#8220;kommunizierbarer&#8221;, wenn die Reime auch manchmal an Kinderlieder erinnern. Ein besonderer Leckerbissen sind aber die humoristischen Einlagen, die so manche Träne in die Augen treiben.</p>
<p>Besonders Ullmann als Puck, Ophelders als Bottich und seine Handwerkerkollegen sowie die verzauberten Liebesversuche von Stöneberg und Kröhnert laden zum Schmunzeln ein. Generell ist die Darbietung der Schauspieler nicht nur vom humoristischen her eine Leistung, alleine der körperliche Aspekt verschafft Einiges an Respekt: so wirkt Brunhoeber in seiner Rolle als Elfenfürst nicht gerade zierlich, tobt er doch eher vor überschäumender Manneskraft. Seine Gattin Titania, alias Sabine Brandauer steht ihm in körperlicher Aktion in nichts nach, ihre Tänze erinnern mehr an modernes Tanztheater, denn an elfenhafte Bewegungen.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-1.1.png" rel="lightbox[74007]"><img class="alignright size-medium wp-image-74014" title="Sommernachtstraum 1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Sommernachtstraum-1.1-158x300.png" alt="" width="158" height="300" /></a>Obwohl die Leistung aller Mitwirkenden tosenden Applaus verdient und diesen auch bekommen hat, war es doch eine bestimmte Person, die besonders viel Aufmerksamkeit bekam: Barbara Ullmann, als kecker Puck, die mit ihren wirren roten Haaren ein klein wenig an Pumuckl erinnerte, war von der ersten Sekunde ihres frechen Auftritts an Publikumsliebling. Besonders schön zu sehen, dass augenscheinlich auch die Schauspieler ihren Spaß an der Inszenierung hatten, war doch die Applausordnung selbst noch gespickt mit humoristischen Details.</p>
<h2>Lachmuskelkater garantiert</h2>
<p>Werner Tritschlers Inszenierung ist nicht nur etwas für die Lachmuskeln, sondern durch die fantasievolle Ausstattung von Johanna Maria Fischer, auch etwas fürs Auge. Besonders die Kostüme der Elfen, Kobolde und Geister sind hervorragend geraten. Die von Hermia und Helena erinnern, genau wie das mit Säulen versehene Bühnenbild, an das antike Griechenland, ohne das Stück zeitlich zu sehr dort zu verankern.</p>
<p>Tritschlers Inszenierung besticht nicht nur mit sitzendem Humor, sondern auch mit der Bewegungsfreude seiner Schauspieler. Hier bewegt sich ständig etwas, ohne dabei unruhig zu werden oder sich etwas zu &#8220;zerlaufen&#8221;. Einfach eine runde Sache, bei der es Spaß macht zuzuschauen.</p>
<p>Fast das gesamte Schauspielensemble stand auf der Bühne, um dem Zuschauer eine Show zu bieten, die sich gewaschen hatte. Jede Menge (eindeutig) zweideutige Anspielungen, Slapstickhumor und pointierte Raffinessen kitzelten dem Premierenpublikum so Einiges aus dem Zwerchfell.</p>
<p><em>Fazit: Zum Abschluss einer gelungenen Spielzeit eine Inszenierung, die man eindeutig gesehen haben muss.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Für Sie: Triers Frauen &#8211; &#8220;Konplott&#8221;-Gründerin Miranda Konstantinidou</title>
		<link>http://5vier.de/fur-sie-triers-frauen-konplott-grunderin-miranda-konstantinidou-50832.html</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 06:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Berühmte Frauen aus Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Konplott]]></category>
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		<description><![CDATA[In unserer neuen Reihe "Triers Frauen" beschäftigen wir uns mit Frauen aus Trier, die etwas besonderes geleistet haben. Dieses Mal mit Miranda Konstantinidou, der Gründerin von Konplott.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Konstantinstraße 12 und Fleischstraße 62: Konplott-Filialen in Trier. Läden, die nicht nur Trierer Frauenherzen höher schlagen lassen. Schmuck, der nicht einfach schön ist, sondern der das Gefühl gibt einzigartig zu sein. 5vier hat sich mit der Geschichte der Gründerin Miranda Konstantinidou befasst.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/fur-sie-triers-frauen-konplott-grunderin-miranda-konstantinidou-50832.html/featured-bild-mirakon" rel="attachment wp-att-54201"><img class="aligncenter size-medium wp-image-54201" title="featured bild mirakon" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/11/featured-bild-mirakon-300x165.jpg" alt="" width="300" height="165" /></a></p>
<p>Um ihr Taschengeld aufzubessern verkaufte sie ihren selbstgebastelten Schmuck auf der Mädchentoilette ihrer Schule. Nebenbei konnte sie dort auch ungestraft rauchen. Bald trug sie ihre Stücke in einem kleinen Koffer mit sich. Die Nachfrage unter den Mitschülerinnen war groß. Dabei ging es der jungen Miranda Konstantinidou nicht in erster Linie darum, ihr Pausengeld zu vergrößern oder ihren Status unter den Mitschülern zu verbessern. Die Schulzeit verging, doch die Faszination für die kleinen funkelnden Steine blieb. Auch in der Berufsschule trug sie ihre Werke stets mit sich. Als sie ihre eigenen Stücke nun öfter und öfter auf der Straße erblickte war ein Lebensziel geboren. So studierte sie in Bologna Modegrafik, in Trier Modedesign.</p>
<h2>Sie wagte den Schritt in die Selbstständigkeit</h2>
<div id="attachment_54188" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/fur-sie-triers-frauen-konplott-grunderin-miranda-konstantinidou-50832.html/konstantinidou" rel="attachment wp-att-54188"><img class="size-medium wp-image-54188" title="Konstantinidou" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/11/Konstantinidou-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Schmuckdesignerin - Miranda Konstantinidou</p></div>
<p>1986 war das Jahr, in dem sie sich mit ihrem damaligen Lebensgefährten Peter Plotnicki in die Selbstständigkeit wagte, gemeinsam gründeten sie Konplott. Zusammen wollten sie Modeschmuck ein neues Gesicht verpassen: kunstvoller, frischer, individueller sollte alles sein. Bereits in ihrem Studium hatte Konstantinidou ihren Faible für ungewöhnliche Materialien entdeckt. Plötzlich konnte Schmuck aus Gummimatten sein, aus dem Rest von Badelatschen oder großen Aluminiumplatten. All das verhalf Konplott zu seinem Image. Einem Image, das sich durchsetzte, bis heute. Vor zehn Jahren dann die Trennung: von ihrem Lebenspartner und von der eingeschlagenen Richtung. Stücke von damals waren eher Accessoires, sie wollte Schmuck. &#8220;Accessoires schmücken ein Outfit, Schmuck eine Frau.&#8221;</p>
<p>Darum ging es ihr: Schmuck für Frauen machen, in all seinen vielfältigen Facetten, für jede Gelegenheit und Situation. Das passende Schmuckstück für die passende Frau. Auch deshalb werden ihre Stücke von Hand und in einer Auflage gefertigt, die für andere Konzerne ein Witz ist. Dazu verschiedene Formen, Farben, Größen in verschiedenen Kombinationen, jedes Jahr dutzende große und kleine Projekte. Alles in Einzelleistung, denn Miranda ist weiterhin die einzige Gestalterin in ihrem Betrieb. Zwei bis drei Monate des Jahres verbringt sie zudem auf  Materialsuche, im Baumarkt genauso wie bei Lieferanten. Doch gerade die Vielfalt machte das Ganze auch unübersichtlich, jedes Teil wurde geliefert, an einem Stück hingen oft mehrere Lieferanten.</p>
<h2>Niemals den Überblick verlieren</h2>
<p>Da verliert man schnell mal den Überblick. Doch Unübersichtlichkeit kann auch teuer werden. Um keine Einbußen bei der Qualität machen zu müssen und nicht wesentlich teurer zu werden, verlegte Konstantinidou nicht nur ihren eigenen Wohnsitz, sondern auch den der Manufaktur auf die Philippinen. In ihrem Betrieb arbeiten fast nur Frauen, sie findet eine rein weibliche Produktionsatmosphäre produktiver, sie selbst bezeichnet sich als &#8220;harmoniesüchtig&#8221; und kann in &#8220;offener, vertrauensvoller Atmosphäre&#8221; am besten arbeiten.</p>
<p>Trotzdem ist sie handzahm, im Gegensatz dazu muss sie als Geschäftsführerin taffe Entscheidungen treffen, kompromisslos sein und einige Wagnisse eingehen. So war das mit-Haut-und-Haaren-einsteigen in die Modebranche kein einfacher Entschluss, arbeitete sie als studierte Modedesignerin doch gerade am Anfang noch oft mit Stoffen. Dies musste sie aufgeben. Ganz oder gar nicht, war die Devise. Das hat sich wenigstens zweimal bezahlt gemacht: Damals, als sie als erste Nichtfranzösin den Étoile bekam, den Preis für die beste Gesamtkollektion im internationalen Wettbewerb und dann 2006, im Jahr des 20-jährigen Firmenbestehens, als sie diese Auszeichnung das zweite Mal gewann.</p>
<h2>Trier steht für Ehrlichkeit</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/Konplott_04.jpg" rel="lightbox[50832]"><img class="alignleft size-medium wp-image-56662" title="Konplott_04" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/Konplott_04-300x193.jpg" alt="" width="300" height="193" /></a>Mit Trier verbindet sie vor allem Ehrlichkeit und Kritikfähigkeit. 1997 eröffnete sie hier ihren ersten Laden und auch wenn ihre Schmuckstücke nun weltweit verkauft werden, ist ihr die Meinung der Trierer Kunden am wichtigsten.</p>
<p>Eine der neueren Kollektionen nennt sich &#8220;Kalinka&#8221;. Sie spielt mit einigen russischen Klischees und soll Bilder in uns wecken, die jedem durch den Kopf gehen, wenn er an Russland denkt. Schwere seidene Vorhänge, Brokat, Sterne, die auch sowjetische Überbleibsel sein könnten, als Teil eines grandiosen Feuerwerks. Konstantinidou hat hier eine Linie mit klassischen Muster entworfen, gestickt auf schweren Samt &#8211; kleine Kristallsteine sollen den filligranen Look nur zusätzlich unterstützen. Ein Spiel mit Farben, Stoffen und den Gedanken des Einzelnen.</p>
<p><em>Wer nun neugierig geworden ist, der sollte sich schnell mal auf den Weg in die Trierer Innenstadt machen. Hier findet ihr gleich zwei Filialen der bekannten Schmuck-Marke. Weitere Informationen zum Unternehmen und auch zu aktuellen Kollektionen findet ihr unter: <a href="http://www.konplott.com/" target="_blank">www.konplott.com</a>.</em></p>
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		<title>Spielzeitvorstellung im Theater Trier &#8211; &#8220;Lebenswert&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 06:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag, den 3.Juni stellte das Theater Trier dem neugierigen Publikum seine Pläne für die kommende Spielzeit vor: Von Klassiker, über Kassenschlager, bis hin zu Komödien und wenig Experimentellem. Das Theater setzt in 2012/13 auf Bekanntes im neuen Gewand.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von <em>Stefanie Braun</em></p>
<p><strong>Am Sonntag stellte das Theater Trier dem neugierigen Publikum seine Pläne für die kommende Spielzeit vor: Von Klassiker, über Kassenschlager, bis hin zu Komödien und wenig Experimentellem. Das Theater setzt in 2012/13 auf Bekanntes im neuen Gewand.<a href="http://5vier.de/aktuelles-bilanzierungen-im-theater-trier-spielzeit-201011-59370.html/theater-1" rel="attachment wp-att-59411"><img class="aligncenter size-medium wp-image-59411" title="theater.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/theater.1-e1326969569449-300x137.jpg" alt="" width="300" height="137" /></a></strong></p>
<p>Das Rezept dieser Spielzeit ist voll aufgegangen, warum es also nicht zu Beginn der nächsten Spielzeit fortsetzen? Mal mit einem Kracher beginnen. No risk, no fun. Letzte Spielzeit hat es mit der West Side Story ja wunderbar geklappt, nächste Spielzeit soll &#8220;Evita&#8221; der Auftaktsknaller sein. Am 31.8. ist zwar erst die Premiere, aber am 14. und 15.7. kann man sich schonmal auf zwei Open-Air-Vorstellungen freuen. Zuerst in Losheim und dann in Monschau. In den Hauptrollen werden gleich zwei neue Gesichter zu sehen sein: Kristina Stanek, die für Mezzosopranistin Claudia-Denise Beck nach Trier kommt und Matthias Stockinger. Er als Ché, sie als Evita, ein tragisches Liebespaar und wahrscheinlich eine Erfolgsgeschichte. Die weitere Spielzeit bleibt im Bereich des Musiktheaters klassisch und opulent: mit &#8220;La Traviata&#8221;, &#8220;Gräfin Mariza&#8221; und &#8220;Die verkaufte Braut&#8221; kommen in der nächsten Spielzeit durchgängig bekannte Kracher auf die Bühne. &#8220;Neu&#8221; ist allerhöchstens der Opern-Doppelabend mit Carl Orffs &#8220;Die Kluge&#8221; und &#8220;Die spanische Stunde&#8221; von Maurice Ravel, kein Kontrastprogramm aber ein kleiner Kontrast zwischen zwei Künstlern..<a href="http://5vier.de/spielzeitvorstellung-im-theater-trier-lebenswert-73174.html/bilder-006-1" rel="attachment wp-att-73183"><img class="alignright size-medium wp-image-73183" title="Bilder 006.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Bilder-006.1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Auch das Schauspiel auf der Großen Bühne bleibt bekannt. Anfangen wird es mit dem &#8220;Leben des Galilei&#8221;, in dem Peter Singer die Hauptrolle übernehmen wird, ein bisschen exotisch wird dann das Kinderstück. &#8220;Aladin und die Wunderlampe&#8221; soll die Kleinen in Weihnachtsstimmung und dem Theater näher bringen. Ein &#8220;Bandscheibenvorfall&#8221; zwei Tage vor Weihnachten wird zwar nicht die rechte Stimmung für ein Familienfest einläuten, aber dafür die Laune mit beißendem Humor heben. Die Komödie von Deutschlands meistgespielter Autorin Ingrid Lausund ist zwar kein gewagtes Experiment aber dafür ein zeitgenössisches Stück. Ansonsten ist auch hier das Programm wieder ein sicheres Spiel, mit Stücken wie &#8220;Die Katze auf dem heißen Blechdach&#8221;, &#8220;Minna von Barnhelm&#8221; und &#8220;Kleiner Mann, was nun?&#8221; kann man nicht schrecken. Aber auch nicht wirklich schocken. Spannender ist da das Tanztheater.</p>
<p>Sowohl &#8220;Das Narrenschiff&#8221; als auch die Homage an Wiens Ausnahmekünstler par excellence &#8220;Falco &#8211; The Spirit never dies&#8221; sind Kreationen, wie es sie vorher nicht gegeben hat. &#8220;Das Narrenschiff&#8221;, nach der spätmittelalterlichen Moralsatire von Sebastian Brant, wird von Sven Grützmacher inszeniert und befasst sich mit den Irrungen und Wirrungen der menschlichen Psyche. Die wird der ebenso geniale wie süchtige Musiker Falco allzu gut gekannt haben, endete sein Leben doch viel zu früh. Sein Leben nun wird in der neuen Spielzeit in Zusammenarbeit mit der australischen Choreographin Amy Share-Kissiov vertanzt werden. Neben dem eher gediegenen Programm von Musiktheater und Schauspiel, wird das Tanztheater also geradezu experimentell.Vielleicht sogar mit einem überregional beachtlichen Potenzial, was sich zeigen wird.</p>
<div id="attachment_73184" class="wp-caption alignleft" style="width: 213px"><a href="http://5vier.de/spielzeitvorstellung-im-theater-trier-lebenswert-73174.html/bilder-006-2" rel="attachment wp-att-73184"><img class="size-medium wp-image-73184" title="Bilder 006.2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Bilder-006.2-203x300.jpg" alt="" width="203" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Neuer Mezzosopran - Kristina Stanek</p></div>
<p>Im Studio geht es mit der Fortsetzung des Erfolgs &#8220;Gut gegen Nordwind&#8221; weiter (am 3. Juni fand nach über sieben Monaten die letzte Vorstellung statt), &#8220;Alle sieben Wellen&#8221; wird erneut von Nordwind-Regisseur Werner Tritschler inszeniert. Neben diesem lang erwarteten Nachfolger wirken die anderen Stücke fast etwas blass. Dabei sind gerade &#8220;Berlin Calling&#8221; und &#8220;Der Priestermacher&#8221; von einer brisanten Aktualität, geht es in ersterem doch um Drogen, Leistungsdruck und Nervenkrisen. Gerade in Zeiten, in denen fast täglich von Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen berichtet wird, kann &#8220;Der Priestermacher&#8221; eine schmerzliche Aktualität bekommen. &#8220;Winterreise&#8221; von Elfriede Jelinek ist dagegen fast wieder ein erholsamer Klassiker.</p>
<p>Wie dem auch sei, wird die nächste Spielzeit zwar einige liebgewonnene Klassiker bringen, dafür aber wahrscheinlich keine gewagten Überraschungen. &#8220;Lebenswert&#8221; heißt das neue Motto, was ist lebens- und überlebenswert lautet die Frage dazu. Nicht nur aus Sicht des Intendanten Gerhard Weber ist das Theater überlebenswert. Soll es doch als Kulturstätte Werte und Gedankengut vermitteln. Kultur eben. &#8220;Auf Nummer sicher gehen&#8221; hätte das neue Motto aber auch lauten können, im Angesicht von straffen Sparplänen gar nicht verwunderlich. Zu hoffen ist, dass genau dahinter nicht die Kultur als &#8220;zu teuer&#8221; zurückbleiben muss. Vielleicht kann aber gerade die kommende Spielzeit wieder so Viele ins Theater locken, dass in der übernächsten Spielzeit wieder mehr riskiert werden kann.</p>
<p><em>5vier.de</em> wünscht allen Beteiligten und natürlich den Zuschauern eine schöne kommende Spielzeit und einen gelungenen Abschluss der noch laufenden. Am 17. Juni wird übrigens &#8220;Ein Sommernachtstraum&#8221; Premiere haben, die letzte für die Spielzeit 2011/12 unter dem Motto &#8220;Sie haben ihr Ziel erreicht&#8221;</p>
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		<title>Buntes: Komm nach Capetown &#8211; Roadmovie Kapstadt</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2012 09:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weingut Hoffmann-Simon]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag las der gebürtige Trierer Ulf Iskender Kaschl in der TUFA aus seinem Erstlingswerk "Roadmovie Kapstadt", unterstützt von Musik und Wein. 5vier.de war vor Ort.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von <em>Stefanie Braun</em></p>
<p><strong>Am Samstag las der gebürtige Trierer Ulf Iskender Kaschl, seines Zeichens Lehrer und Südafrika-Fan, aus seinem Erstlingswerk &#8220;Roadmovie Kapstadt&#8221;. In dem der junge Student Alex in Kapstadt einige Abenteuer erlebt, die Kaschl auf seinen eigenen Reisen ähnlich widerfahren sind.</strong></p>
<div id="attachment_73003" class="wp-caption alignright" style="width: 255px"><a href="http://5vier.de/buntes-komm-nach-capetown-roadmovie-kapstadt-72968.html/roadmovie-kapstadt-lesung-21" rel="attachment wp-att-73003"><img class="size-medium wp-image-73003" title="Roadmovie Kapstadt Lesung 21" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Roadmovie-Kapstadt-Lesung-21-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Autor Ulf Iskender Kaschl</p></div>
<p>Alex, ein junger Student aus Deutschland, begibt sich auf eine Reise nach Südafrika. Genauer gesagt nach Kapstadt, wo er einige Monate leben möchte. Doch bereits die Ankunft am Flughafen gestaltet sich abenteuerlich, mal ganz abgesehen von den fremden Sitten und Gebräuchen, den neuen Gepflogenheiten und den Sicherheitsregeln, denn in Kapstadt ist die Gewalt allgegenwärtig und selbst ein harmloser Spaziergang kann Probleme mit sich bringen. Was Alex bald zu spüren bekommt. Trotzdem faszinieren ihn das Land und seine Menschen jeden Tag mehr, was auch an Mona, der jungen Südafrikanerin liegt, in die sich Alex bald verliebt.</p>
<p>Ulf Iskender Kaschl verbrachte in seiner Studienzeit selbst einige Zeit in Kapstadt, das erste Mal war er im Jahr 1999 dort und sammelte damals schon genug Stoff für seinen Roman. Beim zweiten Besuch zehn Jahre später merkte er, dass sich die Stadt so rasant geändert hatte, dass er noch ein paar Kapitel dazu schreiben musste, damit die Geschichten authentisch blieben. So spielt auch sein Buch auf zwei Zeitebenen, einmal in der Zeit um 1999 herum und dann wieder im Jahr 2009. Ob auf der einen oder der anderen Zeitebene, die Lesung von Kaschl zeigte dem Zuhörer vor allem eines: Afrika ist ein Land voller Gegensätze. Und das wenige was wir aus den Medien wissen, zeigt immer nur einen kleinen Teil des facettenreichen Landes und seiner Menschen.</p>
<div id="attachment_73004" class="wp-caption alignleft" style="width: 203px"><a href="http://5vier.de/buntes-komm-nach-capetown-roadmovie-kapstadt-72968.html/roadmovie-kapstadt-lesung-41" rel="attachment wp-att-73004"><img class="size-medium wp-image-73004" title="Roadmovie Kapstadt Lesung 41" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Roadmovie-Kapstadt-Lesung-41-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Pianist Florian Domnick</p></div>
<p>Damit und mit einigen Klischees und Vorurteilen will Kaschl aufräumen. Dennoch rutscht &#8220;Roadmovie Kapstadt&#8221; nie in die Rolle des Moralapostels ab. Zwar werden Themen wie Armut, bettelnde Kinder oder auch Gewalt auf den Straßen angegangen, wäre es auch schlecht möglich gewesen sie in einem authentischen Roman zu umgehen, aber Kaschls Figuren wirken dabei nie belehrend, sondern realistisch, fast abgeklärt im Angesicht all dieser Probleme. So entsteht eine angenehm philosophische Atmosphäre und lässt kein schlechtes Gewissen, sondern ernsthafte Gedanken zu. Ein Effekt, den Kaschl zum Ende seiner Lesung in der TUFA noch durch einige praktische Tipps unterstreicht: So rät er zum Beispiel jedem ab, Geld an in den Straßen bettelnde Kinder zu verschenken. Selbst die Begründung Hunger kann er nicht gelten lassen, denn in Kapstadt gibt es für jedes Kind eine warme Mahlzeit in der Schulkantine. Diese bekommen sie aber nur wenn sie zur Schule gegangen sind. &#8220;Wenn die Kinder sehen, dass sie Mahlzeiten und Geld einfacher von mitleidigen Touristen bekommen, gehen sie nicht zur Schule. So kann es in Südafrika nicht aufwärts gehen.&#8221; erklärt Kaschl.</p>
<div id="attachment_73007" class="wp-caption alignright" style="width: 243px"><a href="http://5vier.de/buntes-komm-nach-capetown-roadmovie-kapstadt-72968.html/roadmovie-kapstadt-lesung-11" rel="attachment wp-att-73007"><img class="size-medium wp-image-73007" title="Roadmovie Kapstadt Lesung 11" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/Roadmovie-Kapstadt-Lesung-11-233x300.jpg" alt="" width="233" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Winzer Dieter Hoffmann</p></div>
<p>Unterstützt wurde er in seiner Lesung durch eine Multimedia-Show, zum einen visuell begleitet von eigenen Reisefotos von Südafrika, dann akustisch durch Florian Domnick, der zu den Fotos am Klavier improvisierte. Nach eigenen Angaben ohne auch nur eine Note lesen zu können; trotzdem oder gerade deshalb war seine Musik umso stimmungsvoller und passender zu Bildern und Geschichte. Zudem konnte der Verlag &#8220;Kleine Schritte &#8211; éditions trèves&#8221; mit dem Piesporter Dieter Hoffmann vom Weingut Hoffmann-Simon einen Winzer ins Boot holen, der in den Pausen der Lesung drei leichte Weine und einen Sekt vorstellte. Nicht nur diese Weinprobe im Kleinen hat den Zuschauern im kleinen Saal der TUFA gefallen, das stimmige Gesamtkonzept überzeugte und schuf eine moderne Art der Lesung.</p>
<p>Wer also mit eigenen Vorurteilen aufräumen und seinen Horizont etwas erweitern möchte oder aber gar eine Reise nach Südafrika plant, der dürfte mit Ulf Iskender Kaschls &#8220;Roadmovie Kapstadt&#8221; nicht schlecht beraten sein. Erschienen ist es im Verlag &#8220;Kleine Schritte &#8211; éditions trèves&#8221; und kostet 14,80 Euro.</p>
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		<title>Buntes: Ein Land in Aufbruchsstimmung &#8211; Road Movie Kapstadt</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 06:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag den 2. Juni liest der gebürtige Trierer Ulf Iskender Kaschl aus seinem Erstlingswerk "Road Movie Kapstadt". Wir sprachen mit ihm vorab über sein Werk, seine Beziehung zu Südafrika und gängige Vorurteile.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, den 2. Juni liest der gebürtige Trierer Ulf Iskender Kaschl in der Trierer TUFA aus seinem Erstlingswerk &#8220;Road Movie Kapstadt&#8221;, in dem er eine spannende Mischung aus Abenteuerroman und Gesellschaftskritik geschaffen hat. 5vier.de Redakteurin Stefanie Braun sprach im Vorfeld mit ihm über sein Werk, seine Beziehung zu Südafrika und gängige Vorurteile.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ulf-iskender-kaschl-2.jpg" rel="lightbox[72460]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-72767" title="ulf-iskender-kaschl-2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/06/ulf-iskender-kaschl-2-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a></p>
<p>1975 in Trier geboren, verschlug es Ulf Iskender Kaschl bereits nach den ersten drei Lebenswochen mit seinen Eltern in die Türkei, wo er die nächsten beiden Lebensjahre verbrachte, danach folgten immer wieder Reisen. USA, Slowenien, Südafrika. Trier blieb dabei die &#8220;Homebase&#8221;. Nach der Zeit als Zivi zog es den jungen Mann dann aber doch in die Ferne, um ein Studium der Biologie und der englischen Sprache auf Lehramt zu beginnen. Mittlerweile lebt er mit Kind und Kegel in Stuttgart und lehrt dort an einem Gymnasium.</p>
<p>Doch die Reiselust liegt ihm weiterhin im Blut. Etwas, was er mit seiner Frau teilt, haben sich die beiden doch in Südafrika kennen gelernt und auch in Kapstadt geheiratet. &#8220;In früheren Beziehungen musste sich erst Verständnis für mein Interesse an fremden Ländern aufbauen, meine Frau teilt diese Leidenschaft mit mir.&#8221;</p>
<h2>Unbegrenzte Probleme, unbegrenzte Lösungen</h2>
<div id="attachment_72551" class="wp-caption alignleft" style="width: 201px"><a href="http://5vier.de/buntes-ein-land-in-aufbruchsstimmung-road-movie-kapstadt-72460.html/roadmovie-kapstadt" rel="attachment wp-att-72551"><img class="size-medium wp-image-72551" title="Roadmovie Kapstadt" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Roadmovie-Kapstadt-191x300.jpg" alt="" width="191" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Roadmovie Kapstadt</p></div>
<p>1999 war er das erste Mal in Südafrika, auch in Kapstadt. Dabei lernte er neben einem wunderschönen Land auch eine faszinierende Metropole kennen. Eine, die nicht nur interessante Menschen aus aller Herren Länder beherbergt, sondern auch Extreme und gesellschaftliche (Miss)Stände in sich vereint. Dort hat Kaschl viele Leute kennengelernt und auch viel über eben diese Misstände erfahren. Er hat viel über die allgegenwärtige Gewalt erfahren, aber auch die besondere Stimmung der Stadt gefühlt. Eine Stadt in Aufbruchsstimmung, die zu den scheinbar unbegrenzten Problemen scheinbar unbegrenzt Möglichkeiten zur Problemlösung findet.</p>
<p>Mit seinem Buch wollte er eben diese positive Stimmung einfangen, die auch im Angesicht heftigster Brutalität bestehen bleibt. Und mit den gängigen Klischees aufräumen, um ein authentischeres Bild von Kapstadt zu zeichnen, ohne die Probleme dabei zu beschönigen: &#8220;Die Gewalt in Kapstadt ist von einem Ausmaß, das mit westlichen Städten nicht zu vergleichen ist, ein Menschenleben kann dort in der Tat fast nichts wert sein.&#8221;</p>
<h2>In Kapstadt findet ein Prozess im Zeitraffer statt</h2>
<p>Kaschl erzählt von einer befreundeten Ärztin, die in einem Krankenhaus in Kapstadt arbeitet. Sie betreut dort unter anderem Ärzte aus Los Angeles, die zu einem Praktikum kommen, um etwas über Schussverletzungen zu erfahren. Die hat man in Kapstadt jeden Tag auf dem Operationstisch. &#8220;Es gibt einfach Sicherheitsregeln, die man beachten sollte, wie etwa, dass man nach 6 Uhr nicht mehr aus dem Haus geht oder mit dem Fahrrad irgendwohin fährt. Das ist einfach zu gefährlich.&#8221;</p>
<div id="attachment_72550" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://5vier.de/buntes-ein-land-in-aufbruchsstimmung-road-movie-kapstadt-72460.html/ulf-iskender-kaschl-3" rel="attachment wp-att-72550"><img class="size-medium wp-image-72550" title="ulf iskender kaschl 3" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/ulf-iskender-kaschl-3-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ulf Iskender Kaschl</p></div>
<p>Kaschl verschließt die Augen auch nicht vor Problemen des Sozialsystems: &#8220;Es gibt kaum Sozialleistungen, auch das Versicherungswesen ist schlecht bis gar nicht ausgebaut, was aber dazu führt, dass es so etwas wie Nachbarschaftshilfen gibt. Die Leute helfen sich gegenseitig.&#8221; Das spürt man in der Mentalität. Obwohl es eine große Kluft zwischen Arm und Reich gibt und diese Kluft praktisch an der Rassenlinie verläuft, was immer wieder zu Problemen und Gewalttaten führt, hat man es hier mit einer Gesellschaft im Umbruch zu tun. &#8220;Man merkt eine Freiheit und Aufbruchstimmung, die es während der Apartheid nicht gegeben hat, die Menschen wollen etwas verändern. Dahinter steckt ganz viel Energie. In Kapstadt findet gerade ein Prozess im Zeitraffer statt, den westliche Städte über Jahrzehnte durchgemacht haben.&#8221;</p>
<p>Aus diesem Grund spielt Kaschls Roman auch auf zwei Zeitebenen: Einmal im Jahre 1999 und dann wieder 2009. Die Entwicklung der Stadt schritt einfach so schnell voran, dass dass der Autor, als er 2006 zurückkehrte, nicht mehr das Kapstadt vorfand, welches er 1999 verlassen hatte.</p>
<p>Eine Aktualisierung seiner bisherigen Kurzgeschichten musste erfolgen, bis er sein Buch 2010 schließlich veröffentlichen konnte. Schließlich wollte er doch, dass seine Freunde in Kapstadt ihre Heimatstadt in seinen Worten auch wiedererkennen. Deshalb wird die Stadt in seinem Buch auch aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt, aus der des reisenden, anfangs etwas naiven Protagonisten, aus der eines Straßenmädchens, aus der eines Millionärs. Bisher bekam Kaschl darauf viel positives Feedback, der Facettenreichtum der Stadt kam rüber. Was auch daran liegen kann, dass die Charaktere in seinem Werk zwar erfunden sind, die Geschichten und Dramatiken hinter den Geschichten aber auf wahren Begebenheiten beruhen, die Kaschl so ähnlich widerfahren sind oder zu Ohren getragen wurden.</p>
<p>Der Leser soll aus Kaschls Erstlingswerk, auf das nach eigenen Angaben noch einige folgen werden, vor allem eines mitnehmen: Eine erweiterte Sicht auf eine faszinierende Stadt, die mal nicht als blutrünstige Kulisse genutzt wird, sondern als hoffnungsvoller Kern einer eigenen Geschichte.</p>
<p><em>Am Samstag, den 2. Juni liest Ulf Iskender Kaschl in der TUFA aus seinem Buch. Um 20 Uhr geht die multimedia-Show mit Florian Dominick am Klavier los, dazu wird es eine Weinprobe geben. Der Eintritt kostet 12 Euro.</em></p>
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		<title>Buntes: Einmal Urlaub bitte &#8211; &#8220;Soulreisen&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 11:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[A la Minute]]></category>
		<category><![CDATA[Alter Südbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Minas]]></category>
		<category><![CDATA[Soulreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Vanessa Daun]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwoch, 16. Mai, hatte man im alten Südbahnhof die Möglichkeit zu einem kleinen Kurztripp. "Soulreisen", das neue Projekt von Vanessa Daun und Musikerkollegen, war bei den Zuschauern ein voller Erfolg.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Mittwoch, 16. Mai, hatte man im alten Südbahnhof die Möglichkeit zu einem kleinen Kurztripp. &#8220;Soulreisen&#8221;, das neue Projekt von Schauspielerin Vanessa Daun und Musikerkollegen wie Sebastian Minas, war bei den Zuschauern ein voller Erfolg und wird aufgrund der großen Nachfrage am 25. Juni nochmals stattfinden.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel6.jpg" rel="lightbox[70978]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-71166" title="Soulreisen_Artikel6" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel6-e1337857157837-300x171.jpg" alt="" width="300" height="171" /></a></p>
<p>Das Programm des Abends klingt simpel ist aber umso schwieriger umzusetzen: Urlaubsfeeling in heimischen Gefilden. Wie Vanessa Daun bereits in einem <a href="http://5vier.de/buntes-erlebnisurlaub-zu-hause-soulreisen-69086.html">Interview vorab</a> berichtete, ging es ihr und ihren Kollegen darum eine Stimmung beim Gast zu erzeugen. Eine Stimmung, wie man sie aus dem Urlaub kennt, man reist in ein fremdes Land, entdeckt ein kleines Lokal aus dem fremdländische Lieder ertönen und gönnt sich einen kleinen Gaumenschmaus. Nur eben ohne Flugticket oder Bahncard und ohne die Nacht in unbequemen Hotelbetten verbringen zu müssen.</p>
<p>In der besonderen Atmosphäre des <em>A la Minute</em>, das zwischen gemütlicher Einrichtung und der Aufbruchsstimmung eines alten, umfunktionierten Bahnhofsgebäudes schwankt, fanden an mehreren Stehtischen und Sitzmöglichkeiten die zahlreichen Gäste Platz. In einer Ecke im Eingangsbereich war für jeden gut sichtbar eine kleine Bühne aufgebaut. Dort spielten und sangen Daun und Kollegen verschiedene Lieder aus Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und den Niederlanden.</p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel7.jpg" rel="lightbox[70978]"><img class="alignright size-medium wp-image-71167" title="Soulreisen_Artikel7" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Zwischen den Tischen trugen Kellnerinnen derweil verschiedene Appetithäppchen der jeweiligen Länder zu den Gästen. Darunter &#8220;Klassiker&#8221; wie Crème brûlée, Gazpacho oder Chorizo mit Artischocken aber auch weniger typische Gaumenfreuden wie Schweinefleisch mit Muscheln oder Thunfisch-Avocadosalat.</p>
<p>Während vor den Fenstern Züge vorbeizogen, wurde drinnen geschlemmt und genoßen, passend zu den Texten wurden Bilder und Übersetzungen per Projektor an die Wand geworfen. Immer untermalt von der warmen Stimme der Sängerin und dem instrumentalen Können ihrer Kollegen.</p>
<p>Die anfängliche Sorge, dass sich die Musik in den Gesprächen der Gäste und der servierenden Kellnerinnen verlaufen würde, erwies sich glücklicherweise als vollkommen unbegründet. Ganz im Gegenteil, gerade durch diese lockere Art gewann die Veranstaltung an Reiz &#8211; wer den Liedern zuhören wollte, konnte dies ohne Probleme tun, wer sich unterhalten wollte, unterhielt sich. Eben Genuss mit allen Sinnen, der am Ende mit tosendem Applaus und zufriedenen Gesichtern belohnt wurde.</p>
<p><em> Die nächste &#8220;Soulreise&#8221; ist bereits geplant, am 25. Juni soll es soweit sein und es empfiehlt sich schnellstens Karten zu besorgen.</em></p>

<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel1' title='Soulreisen_Artikel1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_Artikel1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel2' title='Soulreisen_artikel2'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_artikel2-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_artikel2" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel3' title='Soulreisen_Artikel3'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel3-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_Artikel3" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel4' title='Soulreisen_Artikel4'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel4-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_Artikel4" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel5' title='Soulreisen_Artikel5'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel5-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_Artikel5" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel6' title='Soulreisen_Artikel6'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel6-e1337857157837-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_Artikel6" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel7' title='Soulreisen_Artikel7'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel7-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_Artikel7" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel8' title='Soulreisen_Artikel8'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel8-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_Artikel8" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-einmal-urlaub-bitte-soulreisen-70978.html/soulreisen_artikel9' title='Soulreisen_Artikel9'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikel9-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Soulreisen_Artikel9" /></a>

<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Daniel Bukowski</span></p>
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		<title>Buntes: Don Giovanni &#8211; &#8220;Seine Leidenschaft sind die Unerfahrenen&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 10:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Trauth]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Münstermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Premiere von Mozarts Oper "Don Giovanni" im Theater Trier. Das Premieren-Publikum belohnte die Inszenierung und die herausragenden Leistungen der Sänger mit einem acht-minütigen Applaus.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Sonntag, 20. Mai, feierte das Theater Trier Premiere der vorletzten Produktion der Spielzeit 2011/12: Mozarts Oper &#8220;Don Giovanni&#8221;. Das Premieren-Publikum belohnte die Inszenierung und die herausragenden Leistungen der Sänger mit einem acht-minütigen Applaus.</strong></p>
<div id="attachment_71426" class="wp-caption alignright" style="width: 242px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Don-Giovanni_Rezi4.1.jpg" rel="lightbox[71264]"><img class="size-medium wp-image-71426 " title="Don Giovanni_Rezi4.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Don-Giovanni_Rezi4.1-232x300.jpg" alt="" width="232" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Frauen"kenner" Don Giovanni - Amadeu Tasca</p></div>
<p>Warum verlieben sich Frauen immer in den Bad Guy? Die Womanizer kriegen oft die Frauen ab um die sich die guten Kerle so verzweifelt bemühen. Doch warum ist das so? Eine Frage, die sich sowohl Männer, als auch Frauen, mehr als einmal in ihrem Dasein gestellt haben, doch selten gibt es eine passende Antwort darauf.</p>
<p>Eines ist klar: Einen Womanizer erkennt man nicht nur an den zahlreichen Verehrerinnen, sondern auch an der Spur von gebrochenen Herzen, die er auf seinem Lebensweg zurücklässt. Unter dieser Prämisse wäre Don Giovanni, sofern es ihn gegeben hat, einer der größten Womanizer der Welt gewesen. Der Urvater aller Frauenkenner ist Mittelpunkt der neusten Inszenierung am Theater Trier: Mozarts &#8220;Don Giovanni&#8221; unter der Regie von Thomas Münstermann.</p>
<h2>Eine Geschichte voller Emotionen</h2>
<p>Don Giovanni hat es nicht leicht. Der arme, junge Adlige wird verfolgt von einer Horde eifersüchtiger Exen, nebenbei auch noch von ihren gehörnten Ehemännern und rachelustigen Verlobten. Dabei wollte er doch nur seiner Liebe zum anderen Geschlecht Ausdruck verleihen. Sein Herz ist schlicht und ergreifend viel zu groß, um nur eine Frau zu lieben, da wären die anderen doch benachteiligt.</p>
<p>Also zieht er Liebe schenkend durch die Welt, so trifft er zum Beispiel auf Donna Anna (Joana Caspar), deren Vater er im Eifer des Gefechts um die Ehre der Tochter ermordet hat. Die zurückgewiesene Vollwaise ist nun zusammen mit ihrem gehörnten Verlobten Don Ottavio (Svetislav Stojanovic) auf der Jagd nach dem Gauner, dabei finden sie schnell Weggefährten, wie etwa Donna Elvira (Claudia-Denise Beck). Die ist ebenfalls eine fallen Gelassene und dementsprechend sauer.</p>
<p>Die anderen im Bunde sind die frisch Vermählten Zerlina (Evelyn Czesla) und Masetto (Pawel Czekala); nachdem sie fast den Verführungskünsten Don Giovannis erlegen ist, kann er seine Eifersucht nicht mehr im Griff behalten und sinnt darauf, dem Gauner wenigstens eine deftige Tracht Prügel zu verabreichen. Doch der listige Don Giovanni entgeht jedem noch so exakt ausgetüftelten Racheplan und verhöhnt seine Verfolger dabei sogar noch. Bis eines Nachts, die Geister der Vergangenheit mehr als lebendig an seine Tür klopfen und Vergeltung fordern&#8230;</p>
<h2>Neues Gesicht am Theater Trier</h2>
<div id="attachment_71427" class="wp-caption alignleft" style="width: 199px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Don-Giovanni_Rezi3.1.jpg" rel="lightbox[71264]"><img class="size-medium wp-image-71427 " title="Don Giovanni_Rezi3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Don-Giovanni_Rezi3.1-189x300.jpg" alt="" width="189" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Eingespieltes Paar - Caspar und Stojanovic</p></div>
<p>Neben dem eingespielten Ensemble betrat mit dieser Inszenierung ein neues Gesicht die Bühnen Triers: Amadeu Tasca wird ab der nächsten Spielzeit der neue Bariton sein. Als Don Giovanni machte er einen fulminanten Auftakt, der sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überzeugte und vom Publikum als Anerkennung tosenden Applaus bekam. Als ebenso spitzbübischer wie selbstgerechter und sogar skrupelloser Schürzenjäger marschiert er zielstrebig seinem Ende entgegen und scheitert schließlich an seiner eigenen Selbstgefälligkeit.</p>
<p>Während sein &#8220;treuer&#8221; Diener Leporello, alias Alexander Trauth, ihn noch auf dem Friedhof warnt, die ihn heimsuchenden Geister nicht einzuladen, ist Don Giovanni schon längst fernab von jeder Vernunft. Was soll ihm auch groß passieren? Am Ende scheitern nicht nur alle seiner Eroberungsversuche, sondern auch Don Giovanni als Person.</p>
<p>Für die meisten anderen kehrt das Leben zur Tagesordnung zurück: Leporello sucht sich einen neuen sowie besseren Herren, Zerlina und Masetto gehen heim zum Essen, Donna Anna hält ihren Verlobten Don Ottavio immer noch hin. Einzig Donna Elvira scheint an ihrem Don Giovanni zu hängen, sie will ihr Leben im Kloster beenden.</p>
<p>Die Leistungen aller Sänger sind in diesem Stück als herausragend zu betrachten, egal ob als furienhafte Ex (mit einer wunderbar wütenden Claudia- Denise Beck), als verstoßene Geliebte oder als verführte Braut &#8211; hier überzeugt ein spielfreudiges Team. Besonders Neuzugang Amadeu Tasca und Sopran Joana Caspar wurden mit zahlreichen Komplimenten für ihre oft sehr körperlichen Darbietungen überhäuft. An dieser Stelle geht ein eindeutiges &#8220;Bravo, Brava&#8221; an das gesamte Ensemble, welches eine starke Leistung gebracht hat.</p>
<h2>Witz, Charme und Körperlichkeit</h2>
<p>Regisseur Thomas Münstermann kann mit seiner Inszenierung punkten, setzt er doch vor allem auf Witz, Charme und Körperlichkeit, bis hin zu Sex-Appeal. Sein Don Giovanni spielt weder mit dem erhobenen Zeigefinger, noch rutscht er zu stark ins Burleske oder Belanglose ab. Die Figuren haben ihren klaren Platz, lassen aber doch öfters tief blicken, hier ist niemand die Unschuld vom Lande. Münstermanns Inszenierung bleibt außerdem zweischneidig, sieht der eine hier einen frivolen Frauenheld, erkennt der andere eine gescheiterte Persönlichkeit, einen erfolglosen Gigolo, der letztlich über seinen eigenen Hochmut stolpert. Was der Zuschauer des Stücks letztendlich für das eigene Leben aus dieser Oper zieht, bleibt jedem selbst überlassen. Es geht beides: die große Weisheit in Liebesdingen oder einfach ein glanzvoller Abend mit jeder Menge Sex und Crime.</p>
<div id="attachment_71425" class="wp-caption alignright" style="width: 154px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Don-Giovanni_Rezi2.1.jpg" rel="lightbox[71264]"><img class="size-medium wp-image-71425 " title="Don Giovanni_Rezi2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Don-Giovanni_Rezi2.1-144x300.jpg" alt="" width="144" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Claudia-Denise Beck als Donna Elvira</p></div>
<p>Zu beiden Interpretationen trägt die beeindruckende Ausstattung von Axel Schmitt-Falckenberg einen entscheidenden Teil bei. Von den historischen, detailverliebten Kostümen, über das fantastische Bühnenbild, bis hin zur Einbindung der Statisterie, stimmt einfach alles. An einer nächtlichen Friedhofsatmosphäre zieht ein leuchtender Mond an einem bildschönen Nachthimmel vorbei, dann verschieben sich die Stücke des Bühnenbildes wieder zu einer lustigen Hochzeitsgesellschaft oder einem Ballsaal, aber die Friedhofsatmosphäre bleibt. Erst als am Ende die Sonne über der ganzen Szenerie aufgeht, ist es als würde man aus einer dieser langen und berüchtigten Nächte erwachen.</p>
<h2>Eine beeindruckende musikalische Leistung</h2>
<p>Ein großes Lob geht außerdem ans Orchester und dessen musikalischen Leiter Valtteri Rauhalammi, spielte dieser doch die rezitativen Parts selbst auf einem historischen Hammerklavier aus dem Jahr 1805, das von einem Privatier aus der Nähe Triers stammt. Dieses Instrument, das Mozart selbst schon spielte, verleiht der Inszenierung einen ganz besonderen Charme. Ein kleines Schmankerl, passend zu einer außergewöhnlichen Inszenierung.</p>
<p>Hier wird mit alten, allzu menschlichen Fantasien gespielt, der Anziehungskraft des Bösen, einem charmanten Grauen. Münstermanns Don Giovanni erinnert an den urtypischen Bösewicht aus alten Zeiten: hinreißend, grauenvoll, unhaltbar. Und letztendlich selbstvernichtend. In ein paar neckischen Details werden sogar Assoziationen mit einem Vampir wach, allerdings nicht mit der abgespeckten Twilight-Variante der Blutsauger, sondern eher mit dem guten alten Original. Für das Verständnis von Liebe hat Münstermanns &#8220;Don Giovanni&#8221; keine rechte Botschaft, erscheint doch keine der dargebotenen Formen wirklich erstrebenswert, aber eines bleibt: das Gefühl etwas Verruchtes getan zu haben. Sei es auch nur durchs Zusehen.</p>
<p><em>Fazit: Eine äußerst ansprechende und gelungene Inszenierung, die mit einem tollen Ensemble und noch besseren Einzelleistungen aufwartet. Ein fulminantes Ende der Spielzeit im Bereich des Musiktheater.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Buntes: Suche nach Leben – Thomas Münstermann im 5vier-Gespräch</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 10:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Münstermann]]></category>

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		<description><![CDATA["Don Giovanni" - Zahlreiche Geschichten erzählen von seinen sexuellen Eskapaden, Grund genug für Mozart eine Oper über ihn zu schreiben. "Don Giovanni" wird am am heutigen Abend Premiere im Theater Trier haben.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Er brach die Herzen der stolzesten Frauen, ein Verführer wie er im Buche steht: Don Giovanni, alias Don Juan. Zahlreiche Geschichten erzählen von seinen sexuellen Eskapaden, Grund genug für Mozart eine Oper über ihn zu schreiben. &#8220;Don Giovanni&#8221; wird heute Abend Premiere im Theater Trier haben.</strong></p>
<p><strong><a href="http://5vier.de/aktuelles-bilanzierungen-im-theater-trier-spielzeit-201011-59370.html/theater-1" rel="attachment wp-att-59411"><img class="aligncenter size-medium wp-image-59411" title="theater.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/theater.1-e1326969569449-300x137.jpg" alt="" width="300" height="137" /></a></strong></p>
<p>Die Spielzeit 2011/12 neigt sich ihrem Ende entgegen und zum Abschluss dürfen ein paar Knaller nicht fehlen. In der Sparte des Musiktheaters wird mit „Don Giovanni“ ein ganz besonderes Knallbonbon ausgepackt, „sellt“ doch nichts mehr als Sex. Denn genau darum geht es: Den Inhalt von „Don Giovanni“ werden viele kennen, allerdings unter einem anderen Namen. Don Juan ist die geläufigere Bezeichnung für die, als Frauenkenner und -Verführer berühmt-berüchtigte Figur.</p>
<p>Reihenweise soll er die Frauen bezirzt, verführt und schließlich verlassen haben. Umso erstaunlicher auch für Regisseur Thomas Münstermann, dass Don Giovanni in der gleichnamigen Oper nicht ein einziges Mal erfolgreich zum Zug kommt. Ein wichtiger Faktor für seine derzeitige Inszenierung am Theater Trier. So ist der Don für ihn eher eine gescheiterte Figur, als ein großer Frauenheld; den Großteil seiner Zeit verbringt er im Stück nicht mit Amore, sondern mit der Flucht vor seinen abgelegten Geliebten. Nicht gerade romantisch, geschweige denn sexy.</p>
<div id="attachment_70829" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/buntes-suche-nach-leben-%e2%80%93-thomas-munstermann-im-5vier-gesprach-70825.html/thomas_munstermann_artikel2" rel="attachment wp-att-70829"><img class="size-medium wp-image-70829" title="Thomas_münstermann_Artikel2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Thomas_m%C3%BCnstermann_Artikel2-300x289.jpg" alt="" width="300" height="289" /></a><p class="wp-caption-text">Regisseur Thomas Münstermann</p></div>
<h2>Die Suche nach Leben<span class="Apple-style-span" style="font-size: 13px; font-weight: normal;"> </span></h2>
<p>Über diese Beobachtung kam Münstermann schließlich zur Kernfrage seiner Inszenierung: Warum muss jemand von einer Frau zu anderen rennen um bei ihr sein (sexuelles) Glück zu suchen? Was verspricht man(n) sich davon? In Münstermanns Augen ist es die Suche nach Leben. Sein Don Giovanni irrt und sucht sich durch die Frauenwelt, allerdings nicht nach einer adäquaten Partnerin, nicht nach einer erfüllten Beziehung, nicht nach einem Miteinander, sondern nach einer Möglichkeit sich zu spüren.</p>
<p>Für Thomas Münstermann ist es fast das Verhalten eines „Vampirs“, immer auf der Jagd nach dem Leben anderer, um selbst am Leben zu bleiben. Zurück bleiben Frauen, denen ein Stück Leben, ein Stück Seele geraubt wurde.</p>
<p>Dabei inszeniert Münstermann keineswegs mit dem erhobenen, moralischen Zeigefinger, geht es ihm doch mehr um die Frage, die jeder für sich beantworten muss: Wie kann man sich im Eros begegnen. Im besten Fall liebe- und verantwortungsvoll? Dabei kann es kein richtig oder falsch geben, so wie der Eros ja erst mal nichts Negatives oder Positives sein muss. Sein Don Giovanni geht in der Liebe, wie im Leben, nur in eine Richtung und diese kann laut Münstermann nur zu einem führen: dem Ende. Ein vergebenes Leben, in dem Don Giovanni nicht eine Abzweigung genommen hat, um sich auf dieser vielleicht weiter zu entwickeln und sich selbst als mehr zu begreifen als den verzehrenden Liebhaber. Der sich am Ende selbst verzehrt.</p>
<h2>Eine Triebfeder, aus der jeder selbst etwas machen muss</h2>
<p>Für Regisseur Münstermann ist der Eros, den Don Giovanni so munter in die Welt trägt, nichts weiter als eine Triebfeder, aus der jeder selbst etwas machen muss. Ob er sie zum Guten nutzt oder, wie so oft im Stück, zum Schlechten. Das Publikum interessierte in der Historie des Stückes dabei vor allem eines: was passiert, wenn man sich vom „ungefilterten“ Eros übermannen lässt. In unserer heutigen durchgeplanten und dabei kalt gewordenen Gesellschaft wünschen sich viele so eine leidenschaftliche Beziehung, in der sie einfach von ihren Gefühlen übermannt werden, sodass sie gar nicht mehr anders können als sich einfach mal hinzugeben. Doch gerade dann muss man, laut Münstermann, eine eigene Haltung, einen Ethos, eine Sittlichkeit entwickeln, durch die man diesen Eros in etwas Positives wandeln kann.</p>
<div id="attachment_70894" class="wp-caption alignleft" style="width: 204px"><a href="http://5vier.de/buntes-suche-nach-leben-%e2%80%93-thomas-munstermann-im-5vier-gesprach-70825.html/don-giovanni-1" rel="attachment wp-att-70894"><img class="size-medium wp-image-70894" title="don giovanni.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/don-giovanni.1-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Neuer Bariton - Amadeu Tasca</p></div>
<p>Für den Zuschauer hat Münstermann keine eindeutige Botschaft parat. Es geht ihm mehr darum, dass der Zuschauer seine eigene Ambivalenz zu spüren bekommt, wie er dieser gescheiterten Persönlichkeit bei seinen vergeblichen Liebesversuchen zusieht. Die eigene Schaulust spürt und doch weiß, dass solch ein Dasein kein Erfolg Versprechendes sein kann. Was er letztendlich aus dieser Erfahrung mitnimmt, bleibt jedem Zuschauer selbst überlassen.</p>
<p>Vom Ensemble im hiesigen Theater ist der Regisseur begeistert, bezeichnet er es doch als williges, neugieriges, aufgeschlossenes Team, dem man auch körperlich alles abverlangen kann. Das mal finstere, fast dämonische Passagen genauso (er)tragen kann wie klamottenartige, komödiantische Parts.</p>
<p>Den Zuschauer erwartet also ein abwechslungsreiches Programm, von fast burlesken Szenen bis hin zu schauerlichen Partien, alles unter dem nächtlichen Mantel des Abgewandten, Andersartigen, wie es nur in den verwunschenen Stunden um Mitternacht hervorkommen kann. Besonders von seinem Hauptdarsteller dem neuen Barriton am Theater Trier ist Münstermann hingerissen, hat er ihn doch damals am Anfang der Spielzeit selbst mit ausgesucht. Als Don Giovanni hat Amadeu Tasca seinen Einstand in Trier.</p>
<h2>Man darf gespannt sein</h2>
<p>Man darf also gespannt sein auf dieses Werk. In den Hauptrollen werden neben Amadeu Tasca unter anderem auch Joana Caspar als Donna Anna, Svetislav Stojanovic als Don Ottavio und Pawel Czekala als Commendatore zu sehen sein. Premiere ist am heutigen Sonntagabend im Großen Haus des Theaters um 20:00 Uhr.</p>
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		<title>Buntes: Erlebnisurlaub zu Hause &#8211; &#8220;Soulreisen&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 08:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[A la Minute]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Matz]]></category>
		<category><![CDATA[Soulreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Südbahnhof Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Weibler]]></category>
		<category><![CDATA[Vanessa Daun]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16. Mai gibt es die Möglichkeit zu spontanem Urlaub in heimischen Gefilden. Vanessa Daun ruft zusammen mit lokalen Musikern und Gastronomen zu einem bunten, musikalischen Abend durch romanische Länder.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Am 16. Mai gibt es die Möglichkeit zu spontanem Urlaub in heimischen Gefilden. Vanessa Daun, normalerweise Schauspielerin im Theater Trier, ruft zusammen mit lokalen Musikern und Gastronomen zu einem bunten, musikalischen Abend durch romanische Länder.</strong></h4>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://5vier.de/buntes-erlebnisurlaub-zu-hause-soulreisen-69086.html/soulreisen_artikelbild" rel="attachment wp-att-69760"><img class="size-medium wp-image-69760 aligncenter" title="Soulreisen_Artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen_Artikelbild-300x139.jpg" alt="" width="300" height="139" /></a></p>
<p>Momentan sieht man sie als Thea Elfsted in der neusten Inszenierung von Gerhard Weber &#8220;Hedda Gabler&#8221; (<a href="http://5vier.de/buntes-gelangweilte-schonheit-hedda-gabler-im-theater-trier-68796.html">5vier.de berichtete</a>): Vanessa Daun. Nun startet sie ein Projekt auf eigene Faust außerhalb des Theaters. Mit &#8220;Soulreisen&#8221;, einem musikalisch-kulinarischen Abend durch verschiedene Länder, macht sie nach eigenen Angaben, etwas worauf sie seit langem Mal wieder &#8220;richtig Lust&#8221; hat. Ein Abend, in dem Lieder aus fremden Ländern gesungen und dazu landestypische Snacks serviert werden sollen.</p>
<p>Ein Projekt in das Daun und ihre Kollegen viel Herzblut gesteckt haben: Denn schon von Haus aus war Musik und Gesang ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben, der allerdings in den letzten Jahren ein bisschen vernachlässigt werden musste. Als studierte Germanistin und Romanistin ist sie in ihrer Studienzeit oft verreist: Frankreich, Portugal, Spanien, Niederlande und noch viele andere Länder waren ihre Ziele. Dort lernte sie allerdings nicht nur die Sprachen, sondern auch das Lebensgefühl der fremden Länder kennen. Ein wichtiger Aspekt, den sie auch in &#8220;Soulreisen&#8221; aufgreifen will: Die Gäste sollen nicht nur stumme Zuschauer und -hörer sein, sondern eine Gelegenheit bekommen, ein gewisses Urlaubsfeeling zu verspüren:<a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen-2.1.jpg" rel="lightbox[69086]"><img class="alignright size-medium wp-image-69761" title="Soulreisen 2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Soulreisen-2.1-147x300.jpg" alt="" width="147" height="300" /></a></p>
<p>&#8220;Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem fremden Land und entdecken dort eine kleine Bar aus der Musik zu hören ist und in der landestypische Köstlichkeiten serviert werden. Sie betreten die Bar und verleben einfach einen schönen Abend, eventuell mit ein paar Freunden, genießen neue Musik, probieren fremde Speisen und bekommen einfach dieses besondere Lebensgefühl des Landes mit. Genau das wünsche ich mir für &#8220;Soulreisen&#8221;.&#8221; Es geht also nicht um braves Dasitzen, sondern um essen, reden und genießen; eben ein bisschen &#8220;La Dolce Vita&#8221; in Trier.&#8221;</p>
<h2>Urlaubsfeeling daheim!</h2>
<p>Wie darf man sich diesen Ausflug in fremde Länder nun genau vorstellen: Als Location haben Daun und ihre Teamkollegen den alten Südbahnhof gewählt, dort gibt es reichlich Platz für alle Gäste und über einen Projektor können Bilder und Liedtexte an die Wand geworfen werden. Auch dabei wird darauf geachtet, dass der Zuschauer später nicht mit den Augen am Projektor kleben muss, um zu verstehen, worum es in dem fremdsprachigen Lied geht.</p>
<p>&#8220;Es werden einzelne Worte oder auch Zeilen aus dem Lied übersetzt und mit dem Projektor übertragen sodass man zwischendurch hinschauen kann und eine Ahnung davon bekommt, worum es eigentlich geht. Genauso als wäre man als Tourist in einem fremden Land, man versteht ein paar Sätze aus einem Lied und den Rest kann man sich dazu denken.&#8221;</p>
<p>Das <em>à la Minute</em>, welches Daun als Gastronom mit ins Boot ziehen konnte, wird mit einem &#8220;Flying Buffet&#8221; aufwarten. Serviert werden kleinere und größere Snacks aus den verschiedenen Ländern. &#8220;Die Gäste sollen genießen und satt werden.&#8221; Daun selbst hatte sich mit ihrem Mann wochenlang durch alle möglichen Restaurants probiert, immer auf der Suche nach dem richtigen Gastronomen, der auch bereit war sich auf &#8220;Soulreisen&#8221; einzulassen. Mit dem <em>à la Minute</em> haben Daun und Kollegen einen richtigen Glücksgriff gemacht, denn für viele Gastronomen war dieses Projekt etwas was ein Risiko bedeuten könnte aber in erster Linie mal zusätzliche Arbeit versprach. Das <em>à la Minute</em> war jedoch direkt begeistert.</p>
<h2 style="text-align: left;">Mit allen Sinnen genießen</h2>
<p>Dies war ihr auch in Zusammenarbeit mit ihren Musiker-Kollegen besonders wichtig. &#8220;Als ich mich vor eineinhalb Jahren entschlossen habe, dieses Projekt in Angriff zu nehmen, fand ich mit Sebastian Matz einen Kollegen, der genauso begeistert war wie ich.&#8221; Es folgten dann noch andere, wie etwa Theater-Bühnenbildnerin Susanne Weibler, die genauso viel Herzblut in die Organisation stecken wollten. Ein wichtiges Detail, bedenkt man das alle voll berufstätig sind und &#8220;Soulreisen&#8221; nicht mal eben aus dem Boden gestampft werden konnte. &#8221;Es gab auch schwierige und anstrengende Phasen, da ist die richtige Motivation entscheidend, ob man weitermacht.&#8221;</p>
<p>Schließlich war und ist &#8220;Soulreisen&#8221; ein Gemeinschaftsprojekt hinter dem alle stehen sollen. Nun heißt es abwarten, ob auch das Trierer Publikum hinter diesem neuen Kulturevent steht, denn es sind nur wenige Anläufe angesetzt. &#8220;Wir haben ein gewisses Risiko mit eingerechnet, und wenn es auf zu wenig Zustimmung stößt, müssen wir wohl wieder aufhören.&#8221; Hoffentlich finden Vanessa Daun und ihre Musiker-Kollegen erst gar keinen Grund aufzuhören, denn ein bisschen &#8220;Dolce Vita&#8221; kann ja auch im heimischen &#8216;Trier nie schaden.</p>
<p><em>Für die ersten &#8220;Soulreisen&#8221; am 16. Mai im alten Südbahnhof sind leider seit wenigen Tagen keine Karten mehr zu haben. Wer es trotzdem versuchen möchte, soll sein Glück an der Abendkasse versuchen. Bei einem Preis von 18 Euro sind Musik und &#8220;Flying Buffet&#8221; mit inbegriffen. Ab 19 Uhr ist Einlass und ab 20 Uhr geht&#8217;s dann los. Einen günstigeren Kurztrip in so viele fremde Länder bekommt man auch mit Ryan-Air nicht.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Marco Piecuch, Pressematerial &#8220;Soulreisen&#8221; </span></p>
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		<title>Freizeit: Big Band &#8220;Art of Music&#8221; zu Gast im Palastgarten</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Big Band "Art of Music"]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Bukowski]]></category>
		<category><![CDATA[Heilig Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Palastgarten]]></category>
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		<category><![CDATA[Tobias Rössler]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitagabend konnten die Besucher der Open-Air Bühne im Trierer Palastgarten der Big Band "Art of Music" lauschen. Mit dabei waren u. a. Shirley Winter, Thomas Kiessling, Tobias Rössler und Daniel Bukowski.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Freitagabend des 11. Mai konnten die Besucher d<strong>er Open-Air Bühne</strong> im Trierer Palastgarten der Big Band &#8220;Art of Music&#8221; lauschen. Als Sänger waren Shirley Winter, Thomas Kiessling, Tobias Rössler und Daniel Bukowski mit von der Partie.</strong></p>
<div id="attachment_70372" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom44.1.jpg" rel="lightbox[70336]"><img class="size-medium wp-image-70372" title="aom44.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom44.1-e1336982191776-300x175.jpg" alt="" width="300" height="175" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Stefanie Braun</p></div>
<p>Im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt konnten Trierer und Gäste in Trier bereits viele Events genießen. Neben der eigentlichen Hauptattraktion, dem Heiligen Rock selbstverständlich, gab es immer wieder kleinere und größere Veranstaltungen, die wie zuletzt beim Auftritt von &#8220;Frida Gold&#8221; (<a href="http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html">5vier.de berichtete</a>), auch Zuschauer aus dem überregionalen Raum nach Trier lockten.</p>
<p>Am vergangenen Freitag konnten Wallfahrer, Pilgerer, natürlich alle Trierer und solche, die es gerne werden wollen, einen weiteren größeren Höhepunkt des Heilig-Rock-Programms erleben: Die Big Band &#8220;Art of Music&#8221; trat auf der Open-Air Bühne im Palastgarten auf.</p>
<h2>Nicht nur Jazz und Swing</h2>
<p>Die Formation &#8220;Art of Music&#8221; hat bereits mit über 200 Auftritten im regionalen sowie im überregionalen Raum auf sich aufmerksam gemacht. Zum Repertoire des 16-köpfigen Ensembles gehören dabei nicht nur Jazz- und Swingnummern, sondern auch Pop- und Rockmusik sowie Lieder bekannt aus Musicals und Filmen. Mit dabei unter anderem Stücke von Lionel Richie, Frank Sinatra, Duffy oder Auszüge aus Musicals wie Aida und Tarzan.</p>
<div id="attachment_70363" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom28.1.jpg" rel="lightbox[70336]"><img class="size-medium wp-image-70363" title="aom28.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom28.1-e1336982957347-300x132.jpg" alt="" width="300" height="132" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Repertoire des 16-köpfigen Ensembles gehören nicht nur Jazz- und Swingnummern, sondern auch Pop- und Rockmusik. Foto: Stefanie Braun</p></div>
<p>Wer sich also bisher nicht recht an den typischen Flaire eines Big-Band-Konzerts herangewagt hat, konnte sich bei &#8220;Art of Music&#8221; auf einige altbekannte Stücke verlassen. Mitsingen war dabei durchaus angesagt. Vorgesungen wurde von bekannten Persönlichkeiten wie Thomas Kiessling und Shirley Winter, die beide auch schon im Ausland performt haben, und Sängern und Songwritern wie Tobias Rössler und Daniel Bukowski.</p>
<h2 style="text-align: left;">Eine Satte Mischung</h2>
<p>Um 19.oo Uhr sollte das Konzert unter freiem Himmel beginnen. Obwohl das Wetter nachmittags nicht allzu viel versprechend aussah, hatten sich dennoch einige Zuschauer versammelt und Helfer verteilten Sitzkissen, damit man nicht direkt auf den nassen Bänken sitzen musste. Schirme und Jacken waren bereit gehalten und die Zuschauer waren seelisch und moralisch auf eine &#8220;feucht-fröhliche&#8221; Veranstaltung eingestellt.</p>
<p>Und bereits nach den ersten Noten versiegten die Regentropfen, schließlich hatte Sängerin Shirley Winter den Zuschauern doch versprochen, dass das Wetter wenigstens bis zum Ende des Konzerts halten würde. Wunder gibt es halt immer wieder.</p>
<div id="attachment_70340" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/art-of-music-1.1.jpg" rel="lightbox[70336]"><img class="size-medium wp-image-70340" title="art of music 1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/art-of-music-1.1-e1336983174394-300x155.jpg" alt="" width="300" height="155" /></a><p class="wp-caption-text">Pünktlich zum Konzertbeginn ließ der Regen nach. Foto: Stefanie Braun</p></div>
<p>Danach folgten fast zwei Stunden voller schöner Musik und guter Laune. Gespielt wurden in dieser Zeit ältere sowie aktuelle Songs, mit einer Spannweite von Lionel Richies größten Balladen, bis hin zu Sommerhits der letzten Jahre, wie Duffys &#8220;Mercy&#8221; oder Caro Emeralds &#8220;A Night like this&#8221;. Diese wechselten sich ab mit Big Band-gerechten Instrumental-Nummern und Duetts aus Musicals. Dem Zuschauer und Zuhörer gefiel diese flotte Mischung und er belohnte sie trotz kalter Finger mit einem langanhaltenden Applaus.</p>
<h2>Hier einige Impressionen des gelungenen Abends:</h2>

<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/art-of-music-1-1' title='art of music 1.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/art-of-music-1.1-e1336983174394-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="art of music 1.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom4-1' title='aom4.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom4.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom4.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom6-1' title='aom6.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom6.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom6.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom11-1' title='aom11.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom11.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom11.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom13-1' title='aom13.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom13.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom13.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom16-1' title='aom16.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom16.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom16.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom20-1' title='aom20.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom20.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom20.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom21-2-1' title='aom21 (2).1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom21-2.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom21 (2).1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom23-1' title='aom23.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom23.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom23.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom24-1' title='aom24.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom24.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom24.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom27-2-1' title='aom27 (2).1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom27-2.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom27 (2).1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom27-1' title='aom27.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom27.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom27.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom28-1' title='aom28.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom28.1-e1336982957347-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom28.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom29-1' title='aom29.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom29.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom29.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom30-1' title='aom30.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom30.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom30.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom34-1' title='aom34.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom34.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom34.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom37-1' title='aom37.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom37.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom37.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom38-1' title='aom38.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom38.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom38.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom40-2-1' title='aom40 (2).1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom40-2.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom40 (2).1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom42-1' title='aom42.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom42.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom42.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-big-band-art-of-music-zu-gast-im-palastgarten-70336.html/aom44-1' title='aom44.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/aom44.1-e1336982191776-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="aom44.1" /></a>
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<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Stefanie Braun</span></p>
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		<title>Buntes: Krieg &amp; Frieden im Theater &#8211; &#8220;Der kalte Kuss von warmem Bier&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 06:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Ullmann]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Kröhnert]]></category>
		<category><![CDATA[Ingrid Müller-Farny]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred-Paul Hänig]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA["Der kalte Kuss von warmem Bier" feierte am vergangenen Samstag Premiere im Studio des Theater Trier. 5vier-Redakteurin Stefanie Braun war vor Ort. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Am Samstag, 5. Mai, gab es eine weitere Premiere im Theater Trier, dieses Mal allerdings nicht auf der Großen Bühne, sondern im Studio, das dafür bekannt ist, eher experimentelle und neuere Stücke in Szene zu setzen. &#8220;Der kalte Kuss von warmem Bier&#8221; lautete der Titel.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Warmes-Bier-4.1.jpg" rel="lightbox[69914]"><img class="alignright size-medium wp-image-69942" title="Warmes Bier 4.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Warmes-Bier-4.1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Richard, gespielt von Neuzugang Daniel Kröhnert, war ein deutscher Soldat im Kriegseinsatz und ist vor drei Jahren aus Afghanistan zurückgekehrt. Seitdem ist viel passiert: Seine Verlobte hat ihn vor die Tür gesetzt und er hat drei Menschen überfahren, weil neben seinem Auto ein Feuerwerkskörper hochgegangen ist.</p>
<p>Die Diagnose ist klar: PTBS, posttraumatische Belastungsstörung. Eines der Überbleibsel aus dem Krieg, welches er mit Maik, alias Manfred-Paul Hänig teilt; der war vor 20 Jahren Wachmann der deutsch-deutschen Grenze und &#8220;leidet&#8221; seitdem ebenfalls. Allerdings eher an den für ihn langweiligen Therapiestunden, die beide über sich ergehen lassen müssen.</p>
<p>So beschließen sie auszubrechen; auf der Suche nach dem nächsten Tropfen landen sie schließlich in der Bar von Yvonne, gespielt von Barbara Ullmann, und ihrem ebenso erfolglosen wie brutalen Lebensgefährten. Als die beiden Ausreißer beobachten, wie dieser Yvonne ins Gesicht schlägt, jagt eine Kurzschlussreaktion die nächste und bald sind sie wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen. Und über alle dem schwebt stets der Geist des letzten Krieges.</p>
<h2>Daniel Kröhnert in der Rolle des &#8220;Richard&#8221;</h2>
<div id="attachment_69941" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Warmes-Bier-2.1.jpg" rel="lightbox[69914]"><img class="size-medium wp-image-69941 " title="Warmes Bier 2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/Warmes-Bier-2.1-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Manfred-Paul Hänig und Barbara Ullmann</p></div>
<p>Daniel Kröhnert, der zuletzt in Maria Stuart (<a href="http://5vier.de/freizeit-premiere-eines-klassikers-im-theater-trier-maria-stuart-51109.html">5vier.de berichtete</a>) eine weniger überzeugende Leistung brachte, hat sich in dieser Inszenierung um einige Prozentpunkte verbessert. Zwar wirkt er auch hier oft noch etwas übermotiviert, seine Bewegungen sind oft hektisch und sprunghaft, dennoch erkennt man deutlich ein tieferes Verständnis für die Rolle.</p>
<p>Seine Kollegen Hänig und Ullmann lieferten wie immer gekonnte Leistungen ab. Sie, als ruppige und doch sensible, vom Leben wenig verschonte, Barkeeperin, er als ebenso wenig verschonter, zynischer Exsoldat, der mit den Schatten seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.</p>
<p>Christian Miedreich, hier in einer seiner stärksten Rollen, ist als Geist, als Wahn oder Hirngespinst Maiks zu sehen, dieser hatte damals an der deutsch-deutschen Grenze eine große Schuld auf sich geladen, die ihn bis heute zur Flasche greifen lässt. Miedreich taucht auf und verschwindet wieder und bringt dabei eine Spannung auf die Bühne, die dem Zuschauer den Ernst und die Tragik des Stückes sehr nahe bringt.</p>
<p>Die meiste Zeit wird ansonsten nämlich viel, sowie ausdauernd gelärmt und getobt. Es wird geschrien und mit den vielen leeren Bierkästen geworfen. Dieser Teil der Inszenierung wird wohl nicht jedem Zuschauer gefallen, denn anstatt die Schrecken des Krieges und den trügerischen Schein des heimatlichen Friedens zu verdeutlichen, wirkt diese Art der Inszenierung an manchen Stellen eher verstörend.</p>
<h2>Die erschreckenden Konsequenzen des Krieges</h2>
<p>Geht es in &#8220;Der kalte Kuss von warmem Bier&#8221; doch nicht nur darum zu zeigen, welche erschreckenden Konsequenzen der Krieg auf die menschliche Seele hat, sondern auch welche Formen &#8220;Krieg&#8221; im heimischen Frieden annehmen kann. So leidet Yvonne unter den brutalen Launen ihres Freundes und letztlich kann sie nur von zwei Exsoldaten daraus befreit werden.<a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/WArmes-Bier-3.1.jpg" rel="lightbox[69914]"><img class="alignright size-medium wp-image-69943" title="WArmes Bier 3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/05/WArmes-Bier-3.1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a> Dabei ist diese sprachliche Brutalität keineswegs an allen Stellen der Inszenierung sinnlos, wo geschrien werden muss wird geschrien. Wo körperliche Gewalt herrscht ebenfalls. Wo ein Schuldiger mit seinen Geistern streitet, da ist Geschrei sinnvoll und gut um sich in das Stück und die Figuren einzufinden. Doch dazu muss auch ein Gegengewicht an Stille und Schweigen hergestellt werden, damit ein Schrei nicht zu Geschrei und ein Tosen nicht zu Getöse wird. Diese stillen Momente sind vorhanden, gehen aber leider etwas unter.</p>
<p>Regisseurin Ingrid Müller-Farny inszenierte nicht nur, sondern gestaltete in Zusammenarbeit mit dem technischen Leiter Peter Müller auch das Bühnenbild. Zweites ist vor allem auf Wandelbarkeit ausgerichtet, wenige Rahmen und Kästen bilden mal einen Therapieraum, dann wieder eine Kneipe oder auch einen Ort der Selbsterkenntnis, an dem man Schreckgespenstern begegnen kann.</p>
<p>Die Kostüme von Yvonne Wallitzer, die bereits für &#8220;Bartsch-Kindermörder&#8221; entwarf, bestechen auch diesmal wieder durch Feingefühl für die Figuren und zeugen von Kreativität.</p>
<p>Die Inszenierung selbst wird nicht für Jedermann das Richtige sein. War die Klientel in der Premiere, im Vergleich zum sonstigen Publikum, zwar wesentlich durchmischter und der Applaus auch langanhaltend, so gab es doch auch einige Gesichter, die nicht so zufrieden wirkten. In dieser Inszenierung wird viel geschrien, auch bei Botschaften, die an sich aussagekräftig genug sind. Diese Art von Verdeutlichung wird manchem Zuschauer wohl sauer aufstoßen, wer&#8217;s mag wird allerdings voll auf seine Kosten kommen.</p>
<h2>Das Spiel von Wahn und Wirklichkeit</h2>
<p>Denn es gibt auch viele wirklich gelungene, kreative Ansätze mit dem Stoff umzugehen. Einige Bilder, die Müller-Farny verwendet, verstören genauso, wie der allgegenwärtige Geräuschpegel, aber sie verstören auf eine aufrüttelnde Weise: das Spiel von Wahn und Wirklichkeit, das Maik durchleben muss, wenn sein verstorbener Wachkamerad die Bühne betritt, der Einsatz von Videos und Musik sowie natürlich solche Bilder wie das Einführen eines Alkoholgetränkten Tampons in den Anus und der anonyme Blow-Job in einem Klohäuschen. Das macht diese Inszenierung wiederum sehenswert und treibt eine Spannung auf die Spitze, die der Zuschauer in den wenigen ruhigen Momenten fast körperlich spürt.</p>
<p>Denn wo mal nicht geschrien und mit Dingen geworfen wird, entsteht schnell echte Dramatik. Eine Dramatik, die aus der Tragik der Figuren entsteht. Eine Dramatik, die ohne viel Getobe wirkt. Ein stärkeres Wechselbad der Gefühle hätte hier den letzten Schliff verliehen und auch geübteren Theatergängern eine zusätzliche Freude gemacht. Ansonsten kam diese moderne, aktuelle Inszenierung vor allem beim jungen Publikum sehr gut an und wird hoffentlich noch mehr junge Gesichter ins Theater locken können.</p>
<p>Der in London lebende T.V. Smith komponierte eigens für dieses Stück vier Lieder, die an passenden Stellen eingespielt werden. Nach der Premiere gab er noch einen exklusiven Live-Gig für alle Premierenbesucher. Auch dies war eine Idee von Müller-Farny, die T.V. Smith eigens dafür ins Boot holte.</p>
<p><em>Fazit: Ein Stück mit einer deutlichen Botschaft und vier motivierten und engagierten Schauspielern, das durch seinen Aktualitätsbezug auch etwas für das jüngere Publikum, insbesondere Schüler, sein könnte.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Buntes: Gelangweilte Schönheit &#8211; Hedda Gabler im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 10:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, 28. April, hatte das Ibsen-Stück "Hedda Gabler" Premiere im Theater Trier. Die Hauptrolle der Hedda Gabler übernahm Alina Wolff, Regie führte Gerhard Weber. 5vier-Redakteurin Stefanie Braun war dabei.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 28. April, hatte das Ibsen-Stück &#8220;Hedda Gabler&#8221; Premiere im Theater Trier. Die Hauptrolle der Hedda Gabler übernahm Neuzugang Alina Wolff, Regie führte Intendant Gerhard Weber. 5vier.de Redakteurin Stefanie Braun sah sich das Stück an.</strong></p>
<div id="attachment_68961" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Hedda-Gabler-2.1.jpg" rel="lightbox[68796]"><img class="size-medium wp-image-68961 " title="Hedda Gabler 2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Hedda-Gabler-2.1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Schöne Hedda - Alina Wolff</p></div>
<p>Hedda Gabler ist die Tochter eines hohen Generals, spielt gerne mit den Waffen ihres Vaters und langweilt sich mit ihrem neuen Gatten &#8220;zu Tode&#8221;. Der ist nämlich ein ausgeschriebener Bücherwurm: Dr. Jørgen Tesman, gespielt von Klaus-Michael Nix, hat nichts als seine Bücher über mittelalterliche Kunstgeschichte und seine angestrebte Professur im Kopf hat.</p>
<p>In der Hoffnung auf diese hat er seine Hedda nämlich erst heiraten können &#8211; einer Generalstochter muss man ja etwas bieten. Eine tolle Villa, eine kostspielige Einrichtung, Gesellschaften (damit die Gattin mit ihrer Schönheit glänzen kann), für all das hat sich Tesman ganz schön in Unkosten gestürzt, sogar sein altes Tantchen, Angelika Schmid, musste mit ihrer Rente bürgen. Aber die Professur hat man ja sicher.</p>
<p>Zumindest glaubten Tesman und seine frisch Angetraute das; bis sie erfahren, dass Tesmans alter Rivale und Heddas alte Flamme Eilert Løvborg, gespielt von Jan Brunhoeber, wieder in der Stadt ist. Wegen seiner Alkoholsucht und der Trennung von Hedda, der er schlicht und ergreifend nicht gut genug war, suchte er Erholung auf dem Land bei Herrn Elvsted und seiner Frau Thea. Die befreite ihn mit ihrer sanften Art nicht nur aus der Sucht, sondern unterstützte ihn auch bei seinem neuen Buch. Und gerade dieses Buch ist es, das Heddas und Jørgens Leben ganz schön ins Wanken bringt.</p>
<p>Denn durch den phänomenalen Erfolg von Løvborg kommt nun auch er für die Proffessur in Frage. Tesman gerät ins Schwitzen, während sich seine Frau wieder langweilt, soll er sich um seinen Kram alleine kümmern, denkt sie, ihr liegt etwas ganz anderes am Herzen: Einmal die Macht über das Schicksal eines anderen Menschen haben. Diese Chance bekommt sie, als ihr abgelegter Liebhaber mit seiner Muse Thea in ihr Haus kommt und ihr das Manuskript Løvborgs in die Hände fällt.</p>
<h2>Ein Stück von 1890 &#8211; doch aktuell ist es bis heute</h2>
<div id="attachment_68962" class="wp-caption alignleft" style="width: 228px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Hedda-Gabler-3.1.jpg" rel="lightbox[68796]"><img class="size-medium wp-image-68962 " title="Hedda Gabler 3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Hedda-Gabler-3.1-218x300.jpg" alt="" width="218" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Vanessa Daun als Thea</p></div>
<p>Henrik Ibsens &#8220;Hedda Gabler&#8221; entwirft das Bild einer gelangweilten Ehefrau, die ihre Lebenslust und ihre Leidenschaft nicht in einem selbstbestimmten Lebensweg bündeln kann, sondern stattdessen das Leben aller Menschen um sie herum zum Scheitern führen will. Entstanden ist das Stück um 1890, doch aktuell ist es bis heute, geht es doch um moderne Ziele wie Selbstverwirklichung, Freiheitsdrang, aber auch Macht und Aggression. Was kann passieren, wenn ein leidenschaftlicher Mensch mit viel Lebenslust unter gesellschaftlichen Normen klein gehalten wird? Wohin kann es führen, wenn ein Mensch es nicht schafft, sein Leben in eigene Bahnen zu lenken?</p>
<p>Alina Wolff, die als Hedda ihre zweite (Haupt-) Rolle im Theater Trier bestreitet, musste sich zuletzt in &#8220;Keinohrhasen&#8221;, als Anna, neben ihren erfahrenen Kollegen als Hauptdarstellerin behaupten. Keine leichte Aufgabe schaut man sich einmal die Riege der mitwirkenden Kollegen an: Vanessa Daun, die ihre Rolle als Thea wie immer mit viel Leben fühlt, Jan Brunhoeber als verzweifelter, zurückgewiesener Liebhaber, Klaus-Michael Nix, dem die Rolle des Tesman passt wie eine zweite Haut und Michael Ophelders, dem die Rolle des aalglatten Richters Brack runter zu gehen scheint wie geschmolzene Butter. Eine stramme Aufgabe für eine junge Schauspielerin. Vielleicht etwas zu stramm.</p>
<p>Wieder erkennt man ein großes Talent, besonders in ihren ruhigen Momenten, wenn Hedda alleine mit sich und ihrer ungeheuren Langeweile ist. Gerade dann, wenn sie sich ihre wunderbar sinnliche Bühnenpräsenz nicht durch viele unnötige Gänge zerläuft, erkennt man die Tiefe ihrer Rolle und somit auch das Talent Alina Wolffs. Leider sind diese Momente in &#8220;Hedda Gabler&#8221; recht sporadisch gesät, gerade wenn die Intensität der Hedda spürbar wird, verwischt ein Gang zu viel sie direkt wieder.</p>
<h2>Ein tiefer, psychologischer Zugang zu den Figuren</h2>
<div id="attachment_68963" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Hedda-Gabler-4.1.jpg" rel="lightbox[68796]"><img class="size-medium wp-image-68963" title="Hedda Gabler 4.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Hedda-Gabler-4.1-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Michael Ophelders als Richter Brack</p></div>
<p>Wo der Text Nähe und Sinnlichkeit verspricht, wird zwischen den Figuren gelaufen. Natürlich sind Ibsen-Stücke selten actiongeladen, hier passiert alles auf der Kommunikationsebene, aber gerade dadurch kann man einen tieferen, psychologischen Zugang zu den Figuren gewinnen. Gerade bei der Rolle der Hedda macht der Wechsel zwischen unnahbarer Kälte und feuriger Leidenschaft den Reiz aus; bei Alina Wolff erkennt man sehr viele gute Ansätze, die mit etwas mehr Übung und Erfahrung zu einer hervorragenden Hedda werden könnten.</p>
<p>Den Reiz an der aktuellen Hedda macht ihre große Sinnlichkeit aus, dazu die intensiven, aber seltenen Momente, wenn sie mit sich alleine ist. Die ruhige Hedda, wie sie gelangweilt auf dem Sofa liegt oder wie sie im Wahn das Manuskript verbrennt, eröffnen den Zugang zu einer vielschichtigen, höchst komplexen Figur. Schade, dass dieser gute Ansatz in der Inszenierung nicht weiter ausgebaut wurde.</p>
<p style="text-align: left;">Intendant Gerhard Webers Inszenierung will sich mit den großen Fragen des Stückes beschäftigen und er wählte eine zeitlose He­r­an­ge­hens­wei­se an das Stück, seine Hedda Gabler könnte jetzt, wie auch zu allen anderen Zeiten, spielen. Das großartige Bühnenbild von Anouk Schlitz, das durch schlichte Eleganz besticht und die Kostüme von Carola Vollath, die wieder mal den Nerv des Stückes treffen, unterstützen optisch die Zeitlosigkeit der Themen im Stück und die Charaktere der Figuren: Hedda als gelangweilte Schönheit, Tesman als ewig studierender Bücherwurm, Thea als Seele von Mensch und Løvborg als am Leben gescheiterter Trinker.</p>
<h2>Eine sinnliche Bühnenpräsenz der Hauptdarstellerin</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/hedda-gabler-6.11.jpg" rel="lightbox[68796]"><img class="alignleft size-medium wp-image-68967" title="hedda gabler 6.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/hedda-gabler-6.11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>In dieser Inszenierung kann Weber leider nicht immer an die Dichte seiner letzten Inszenierung &#8220;Maria Stuart&#8221; anknüpfen. Dafür setzt er hier mehr auf schöne Bilder und die sinnliche Bühnenpräsenz seiner Hauptdarstellerin. Insgesamt hätte man sich mehr auf diese verlassen können. Mit diesem ambitionierten Team an guten Schauspielern kann man auf die innere Wirkung der Figuren bauen und Atmosphäre auf eine andere Weise schaffen.</p>
<p>Leider stören die vielen Gänge und die stellenweise große Distanz der Figuren diese eindringliche Atmosphäre. Wo sprachliche Nähe entstehen könnte, herrscht räumliche Distanz. Worte, die etwas über den Kern der Figuren aussagen, finden keinen rechten Punkt, um eine Wirkung im Zuschauer zu erzielen. Trotzdem gibt es Glanzmomente, in denen die Psyche der Figuren zugänglich wird, so etwa während Bracks Erpressungsversuch und Heddas Wahn, als sie das Manuskript vernichtet. Webers Hedda besticht durch starke Körperlichkeit, eine Sinnlichkeit, die auf die unübersehbare Schönheit der Hauptdarstellerin und auf die treffsichere Darstellung ihrer Kollegen zurückzuführen ist.</p>
<p><em>Fazit: Ein sinnliches Stück, das etwas mehr Feinschliff vertragen hätte, mit einem ungeschliffenen Rohdiamanten als Hauptdarstellerin.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Buntes: Jugendevent des Bistum Trier &#8211; &#8220;Frida Gold&#8221; im Palastgarten</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 07:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Ackermann]]></category>
		<category><![CDATA[Elliot]]></category>
		<category><![CDATA[Frida Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Heilig Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendevent]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag, den 27. April startete das Jugendevent des Bistums Trier im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt. Als großer Stargast machten Frida Gold den Auftakt der Veranstaltung und rockten die Bühne im Palastgarten. 5vier.de war dabei.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Freitag, 27. April, startete das Jugendevent des Bistums Trier im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt. Als großer Stargast machten die Band &#8220;Frida Gold&#8221; den Auftakt zur Veranstaltung und rockten die Bühne im Palastgarten.</strong> <strong>5vier.de war dabei.</strong></p>
<div id="attachment_68994" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-20.jpg" rel="lightbox[68976]"><img class="size-medium wp-image-68994" title="Frida Gold artikel 20" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-20-e1335772595725-300x210.jpg" alt="" width="300" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">"Frida Gold"-Sängerin Alina Süggeler überzeugte mit ihrem Charme.</p></div>
<p>Hoher Besuch in Trier. Der Heilige Rock lockt nicht nur tausende gläubige Christen und Schaulustige nach Trier, sondern mit &#8220;Frida Gold&#8221; auch Musiker, die es schon zu ansehnlichen Ruhm gebracht haben. Wie sie auf ihrem Konzert selbst berichteten, erreichte ihr aktuelles Album gerade Goldstatus. Bekannt wurden sie durch Songs, wie &#8220;Zeig mir wie du tanzt&#8221; und &#8220;Wovon sollen wir träumen&#8221;, die sie auch dem Trierer Publikum im Palastgarten natürlich nicht vorenthielten.</p>
<p>Das Konzert startete aber zunächst mit der Vorband &#8220;Elliot&#8221;, die das Publikum mit Coversongs, trotz des sichtlich schlechten Wetters, anheizte. Zu wohlbekannten Klängen sangen und tanzten sich die Jugendlichen und auch die Erwachsenen in die richtige Stimmung um kurz nach neun dann endlich die Band rund um Frontfrau Alina Süggeler begrüßen zu dürfen. Zuvor sprach allerdings noch Bischof Ackermann, in einer kurzen Rede, über die Wichtigkeit junger Menschen in Gesellschaft und Kirche und freute sich darüber, dass so viele junge Menschen zum Jugendevent erschienen waren.</p>
<div id="attachment_68978" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-1.jpg" rel="lightbox[68976]"><img class="size-medium wp-image-68978" title="Frida Gold artikel 1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das schlechte Wetter konnte die Stimmung nicht trüben...</p></div>
<p>&#8220;Frida Gold&#8221; selbst zeigten sich gerührt von so viel Begeisterung aus dem Publikum, wussten sie doch selbst nicht genau, worauf sie sich bei diesem Auftritt eingelassen hatten: &#8220;Wir konnten gar nicht abschätzen, was uns hier erwartet&#8221;, gestand Sängerin Alina und bedankte sich mehrmals bei dem großartigen Publikum in Trier.</p>
<p>Obwohl das schlechte Wetter wohl dafür gesorgt hatte, dass bis zum Tag selbst noch Karten erhältlich waren, füllte sich der Palastgarten doch mehr und mehr. Pünktlich zum Auftritt von Frida Gold, brach dann die Wolkendecke zwar nicht auf, immerhin aber der Regenschauer ab.Vor allem die positive Ausstrahlung von Sängerin Alina Süggeler machte das durchwachsene Wetter schnell vergessen und sorgte für wirklich gute Stimmung.</p>
<p>Nach einer Stunde Musik und drei Zugaben war das Konzert dann beendet, ein absolut gelungener Auftakt zum Jugendevent des Trierer Bistums.</p>
<h2>Die Bilder zum Konzert</h2>

<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel10' title='Frida Gold artikel10'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel10-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel10" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-1' title='Frida Gold artikel 1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-2' title='Frida Gold Artikel 2'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-Artikel-2-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold Artikel 2" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-3' title='Frida Gold artikel 3'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-3-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 3" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-6' title='Frida Gold artikel 6'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-6-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 6" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-7' title='Frida Gold artikel 7'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-7-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 7" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-9' title='Frida Gold artikel 9'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-9-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 9" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-11' title='Frida Gold artikel 11'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-11-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 11" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-13' title='Frida Gold artikel 13'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-13-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 13" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-14' title='Frida Gold artikel 14'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-14-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 14" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-15' title='Frida Gold artikel 15'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-15-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 15" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-16' title='Frida Gold artikel 16'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-16-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 16" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-17' title='Frida Gold artikel 17'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-17-e1335772541275-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 17" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-18' title='Frida Gold artikel 18'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-18-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 18" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-19' title='Frida Gold artikel 19'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-19-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 19" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-20' title='Frida Gold artikel 20'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-20-e1335772595725-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 20" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-21' title='Frida Gold artikel 21'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-21-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 21" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-22' title='Frida Gold artikel 22'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-22-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 22" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-23' title='Frida Gold artikel 23'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-23-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 23" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-26-2' title='Frida Gold artikel 26 (2)'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-26-2-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 26 (2)" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-26' title='Frida Gold artikel 26'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-26-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 26" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-27' title='Frida Gold artikel 27'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-27-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 27" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-28' title='Frida Gold artikel 28'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-28-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 28" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jugendevent-des-bistum-trier-frida-gold-im-palastgarten-68976.html/frida-gold-artikel-29' title='Frida Gold artikel 29'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Frida-Gold-artikel-29-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Frida Gold artikel 29" /></a>

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		<title>Buntes: Kultur im Mutterhaus &#8211; Lesung mit Frank Domeier</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 08:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Domeier]]></category>
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		<category><![CDATA[Schweigende Mauern]]></category>
		<category><![CDATA[St. Gangolf]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Dienstag fand im Trierer Mutterhaus die erste Lesung einer geplanten "Kulturreihe" für Trier und Trierer statt. Zu Gast war Autor Frank Domeier. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Krankenhäusern verbinden die meisten einen unangenehmen Ort, an dem man sich im besten Fall als Besucher langweilt und im schlimmsten Fall als Kranker zu genesen versucht. Dr. Markus Rick, Arzt im Mutterhaus, hatte da eine Idee, die nicht nur ein besseres Licht auf das Krankenhaus werfen soll.</strong></p>
<div id="attachment_68449" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/buntes-kultur-im-mutterhaus-lesung-mit-frank-domeier-68383.html/artikel-mutterhaus-lesung-2" rel="attachment wp-att-68449"><img class="size-medium wp-image-68449" title="Artikel Mutterhaus-Lesung" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Artikel-Mutterhaus-Lesung1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Rick und Frank Domeier</p></div>
<p>Die Idee ist so simpel wie genial. Warum nicht etwas Kultur in die sterilen Wände eines Krankenhauses bringen? Nicht nur für Personal und Patienten könnte das ein Gewinn sein, auch die Stadt Trier könnte davon profitieren. Unter dem Motto: &#8220;Kultur im Mutterhaus&#8221; startete am Dienstag, 24. April, diese neue Reihe mit einer Lesung.</p>
<h2>Eine Kulturreihe für Trier und Trierer</h2>
<p>Als Auftakt las Frank Domeier aus seinem neuen Roman <em>&#8220;Schweigende Mauern&#8221;</em>, einem mittelalterlichen Krimi, der in Trier spielt. Dies war auch der Grund, warum Domeier für die Kulturreihe in Frage kam, denn Organisator Dr. Rick wollte speziell etwas für und aus der Region Trier machen. Deshalb werden auch in Zukunft Künstler aus Trier auftreten oder Lesungen aus Romanen, die in Trier spielen oder in Trier entstanden sind, stattfinden. Damit soll auch längerfristig etwas für die Stadt und die Region geschaffen werden. Auf Frank Domeiers Roman kam er dann durch Vertreter des KBV-Verlags, die ihm <em>&#8220;Schweigende Mauern&#8221;</em> ans Herz legten.</p>
<p>Domeier selbst bewertet die neue Kulturreihe als &#8220;tolle Initiative&#8221;, die sobald sie sich etabliert hat, eine Bereicherung für Trier und die Trierer darstellen könnte. &#8220;Solche Veranstaltungen verbinden die Leute mehr mit ihrer Heimat.&#8221; Gebürtig kommt Domeier aus Porta Westfalica, in Bielefeld studierte er Physik und arbeitet seitdem als Softwareentwickler und IT-Berater in verschiedenen Unternehmen.</p>
<h2 style="text-align: left;">&#8220;Dann schreib doch ein Buch drüber.&#8221;</h2>
<div id="attachment_68450" class="wp-caption alignleft" style="width: 214px"><a href="http://5vier.de/buntes-kultur-im-mutterhaus-lesung-mit-frank-domeier-68383.html/mutterhaus_lesung_bild" rel="attachment wp-att-68450"><img class="size-medium wp-image-68450" title="Mutterhaus_Lesung_Bild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Mutterhaus_Lesung_Bild-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Domeiers fünftes Werk: "Schweigende Mauern"</p></div>
<p>Für mittelalterliche Geschichte und Ahnenforschung interessierte er sich schon lange, zu mittelalterlichen Kriminalromanen kam er durch seine Frau. Der erzählte er auf einem Spaziergang mal wieder allerlei über sein mittelalterliches Fachwissen, bis sie irgendwann genervt einwarf: &#8220;Dann schreib doch ein Buch drüber.&#8221; Noch am selben Abend setzte er sich an seinen PC und versuchte sich einfach mal als Schriftsteller.</p>
<p>Zwei Jahre später war sein erstes Buch fertig, es dauerte noch mal ein Jahr, bis er den KBV-Verlag für sich gewinnen konnte und noch mal ein Jahr, bis er und seine 80-jährige Lektorin das Buch fertig gekürzt und überarbeitet hatten. An seine Bücher legt er den Anspruch der Authentizität, viele mittelalterliche Romane sind für ihn so schlecht recherchiert, dass sie mehr an Fantasy erinnern. &#8220;Ich bin etwas pingelig, aber immerhin bin ich auch Physiker.&#8221; Mittelaltermärkte mag Domeier übrigens gar nicht: &#8220;Dort wird eine Umwelt aufgebaut, die mit dem eigentlichen Mittelalter nichts zu tun gehabt hat.&#8221;</p>
<h2>Kriminalreihe um den Protagonisten Nikolaus Krebs</h2>
<p>Sein mittlerweile fünfter Roman, den er am Dienstag vor einer kleinen aber interessierten Runde vorstellte, ist bereits der zweite Teil einer Kriminalreihe um den Protagonisten Nikolaus Krebs, besser bekannt als Nikolaus Cusanus, der den rätselhaften Tod des Baumeisters Herrmann Albrecht aufklären muss. Der stürzte nämlich, mehr als mysteriös, von der sich im Bau befindenden St. Gangolf-Kirche. Während seiner Arbeit stößt Nikolaus allerdings erstmal selbst auf einige Mauern des Schweigens&#8230;</p>
<p><em> Fazit: Eine gute Idee, die im Herbst ihre Forsetzung finden wird. Das Buch von Domeier wird von 5vier.de rezensiert und eine signierte Ausgabe gibt es dann noch zu gewinnen.</em></p>
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		<title>Buntes: Suche nach dem Besonderen &#8211; Daniel Bukowski im Gespräch</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 11:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Bukowski]]></category>
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		<category><![CDATA[One Night Stand]]></category>
		<category><![CDATA[Phonetik]]></category>
		<category><![CDATA[Projet 54]]></category>
		<category><![CDATA[Tunessy]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim vorletzten „One Night Stand“ war er einer der Gäste und verzauberte die Anwesenden mit seinen Songs. 5vier-Redakteurin Stefanie Braun traf sich mit ihm zum Interview.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim vorletzten „One Night Stand“ des Theater Trier war er einer der Gäste (<a href="http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html">5vier.de berichtete</a>) und verzauberte die Anwesenden mit seinen Songs, nun wird er am 21. April vor einer Schar von Pilgerern und Gläubigen seine Lieder zum Besten geben: Daniel Bukowski. Wir von 5vier.de trafen uns mit ihm zum Gespräch.</strong></p>
<p>Künstler brauchen immer eine Extrawurst, so sieht es zumindest das gemeine Volk. Sowas zeigt sich meist schon im zarten Kindesalter. Vielleicht auch bei dem ortsansässigen Sänger Daniel Bukowski? Diesen und anderen Fragen versuchte Redakteurin Stefanie Braun, in einem Gespräch mit dem 28-Jährigen, auf den Grund zu gehen.</p>
<div id="attachment_67379" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/DanielBukowski_Interview_3.11.jpg" rel="lightbox[67169]"><img class="size-medium wp-image-67379  " title="DanielBukowski_Interview_3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/DanielBukowski_Interview_3.11-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://danielbukowski.de/">danielbukowski.de</a></p></div>
<p>Zuerst kam er ja ganz sympathisch und unkompliziert rüber. Also für einen Künstler. Kein roter Teppich, der ausgerollt werden musste, keine riesige, schwarze Sonnenbrille, die das halbe Gesicht verdeckt, keine Sonderwünsche beim Bestellen der Getränke. Fast wäre unsere Redakteurin überzeugt gewesen, aber dann zeigten sie sich doch die Starallüren.</p>
<h2>Keyboard statt Blockflöte</h2>
<p>Ein Beispiel: Während sich das Otto-normal-Verbraucher-Kind mit dem mühseligen Erlernen der Blockflöte in der Grundschule herumquälen musste, wurde Bukowski von dieser leidigen Tortur befreit. Statt beim Weihnachtskonzert in der Reihe der halbwüchsigen Flötenspieler zu stehen, konnte er seine Klasse auf dem Keyboard begleiten.</p>
<p>Seit seinem fünften Lebensjahr hat er schon einige Instrumente gespielt. Schuld an allem war sein großer Bruder, der von seinen Eltern damals auf die Musikschule geschickt wurde. Der sieben Jahre jüngere Daniel wollte seinem Bruder natürlich nacheifern und fing ebenfalls mit dem Musikunterricht an. Er wollte auf jeden Fall so gut werden wie sein Bruder.</p>
<p>Nach zwei Jahren gab er den Kampf auf, wollte sich auf einem neuen Weg versuchen und fing mit dem Gitarre spielen an. Allerdings ging ihm das zu langsam &#8211; nach einem halben Jahr war auch hiermit wieder Schluss. Doch die Instrumente waren nun einmal zu Hause, also übte man erst mal in Eigenregie weiter. Zu seinem zehnten Geburtstag gab es ein Schlagzeug, was die Utensilien für eine große Musiker-Karriere komplett machte.</p>
<p>Als die Band seines Bruders einen neuen Schlagzeuger suchte, ergab sich die große Gelegenheit; mit zwölf Jahren fing er an und wenig später hatte er seinen ersten großen Auftritt: Vor 800 Schülerinnen des AMG spielte seine Band an Fastnacht. „Dafür habe ich extra die Schule geschwänzt“, gibt er etwas verlegen zu: „Der Auftritt war ein tolles Erlebnis für einen Zwölfjährigen. Seitdem wollte ich Musiker werden.“ Der erste Schritt dafür war getan.</p>
<div id="attachment_67375" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Daniel_Bukowski_Interview_Detail-e1334835329663.jpg" rel="lightbox[67169]"><img class="size-medium wp-image-67375 " title="Daniel_Bukowski_Interview_Detail" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Daniel_Bukowski_Interview_Detail-e1334835329663-300x172.jpg" alt="" width="300" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">Künstler Daniel Bukowski traf sich zum Gespräch mit 5vier-Redakteurin Stefanie Braun. Foto: Stefanie Braun</p></div>
<p>2003 ergab sich dann wieder eine große Chance: Für ihre Band „Nessaya“ winkte ein Plattenvertrag aus München, ein Jingle für eine große Kaufhaus-Kette war auch gleich mit dabei. Dafür reisten sie nach München und nahmen „I wish for the better“ auf, der Song, der wenig später für Karstadt werben sollte. Der zweite Schritt hin zu einer nationalen und internationalen Karriere.</p>
<p>Nun ging es darum weiter zu machen, doch erst mal gab es eine ungewollte Pause. Die Frage, ob man für die Karriere nach München gehen sollte, spaltete die Band. Zwei wollten gehen, zwei wollten bleiben. Schließlich trennte man sich, Daniel und sein Bruder gingen nach München und versuchten es mit neuen Kollegen aus dem dortigen Raum. „Aber das war nicht dasselbe, wir haben uns dann entschlossen, wieder nach Trier zurückzugehen und vorerst zu zweit weiter zu machen.“</p>
<h2 style="text-align: left;">Von München zurück nach Trier</h2>
<p>„Tunessy“ hieß das entstandene Duo, sein Bruder sang und saß am Klavier, er spielte Gitarre und begleitete ihn als zweite Stimme. Als Coverband reisten sie durch Deutschland, Benelux und Oberösterreich. Auch regional waren sie erfolgreich, aber wirklich glücklich war Bukowski damit nicht: „Ich wollte eigene Sachen machen.“</p>
<p>Wieder gab eine Gelegenheit den Ton an: „Wir wurden zur <em>Art of Music-BigBand</em> eingeladen, wo ich zum ersten Mal alleine singen sollte. Vor 600 Leuten zu singen war ein Schlüsselerlebnis.“ Es war also beschlossen. 2009 sagte er seinem Bruder, dass er das Duo verlassen wollte; einfach war das nicht. „Mittlerweile hat sich zwischen meinem Bruder und mir alles geklärt, aber es gab einige Differenzen.“ Nachdem eine Zeit lang Funkstille zwischen den beiden herrschte, arbeiten sie mittlerweile, vor allem auf instrumentaler Ebene, wieder miteinander, auch im eigenen Studio, das sie seit 2003 aufgebaut haben.</p>
<p>2003 war auch das Jahr, in dem Bukowski mit dem Studium begann, Phonetik sollte es sein. „Musik konnte man in Trier nicht studieren, aber ich wollte hier bleiben, auch wegen des Studios. Phonetik war das, was mich am meisten interessierte, vor allem wegen der Paralellen zur Arbeit im Studio. Da geht es auch um Frequenzen und Frequenzanalyse.“ Ein weiterer Punkt sprach für das Studium der Phonetik: „Ich liebe Sprachen und Dialekte.“ Das kommt nicht von ungefähr: seine Mutter stammt aus Litauen, ist dann nach Israel ausgewandert und kam schließlich nach Deutschland, seine Großmutter spricht Jiddisch. Bis zu sechs Sprachen in einem Satz sind da keine Seltenheit. „Ich spreche nur Englisch und Französisch sowie ein bisschen Hebräisch, dafür verstehe ich ein kleines bisschen Russisch, etwas Italienisch und kann einige Akzente nachmachen“, scherzt er.</p>
<h2>&#8220;Ich liebe Sprachen.&#8221;</h2>
<p>2009 war er dann &#8220;Scheinfrei&#8221;, im wahrsten Sinne des Wortes. „Ich habe noch eine ganze Weile gebraucht um meinen Abschluss zu machen, weil ich ja nebenher immer Musik gemacht habe. Man könnte sagen, ich war Langzeitstudent.“ Gut Ding will eben Weile haben, würde der Volksmund sagen. Ähnlich sieht er das auch bei der Arbeit an seiner Musik. „Ich bin Perfektionist, manchmal sitze ich bis zwei oder drei Uhr morgens im Studio, falle dann ins Bett, um am nächsten Morgen wieder früh aufzustehen und weiter zu machen. Perfektionismus ist oft sehr anstrengend und kann zur Schwäche werden.“</p>
<div id="attachment_67374" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/DanielBukowski_Interview_2.1.jpg" rel="lightbox[67169]"><img class="size-medium wp-image-67374" title="DanielBukowski_Interview_2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/DanielBukowski_Interview_2.1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://danielbukowski.de/">danielbukowski.de</a></p></div>
<p>Was wäre denn dann sein idealer Arbeitstag? „Ich arbeite am liebsten alleine. Ich kann auch gut mit anderen zusammenarbeiten, aber wenn ich für mich bin, kann ich auch mehr ich selbst sein. Ansonsten lasse ich mich zu gerne von anderen überreden.“ Dabei gibt es in seinen Augen in der Musik kein „richtig oder falsch“, gute Musik erkennt man vor allem an einem: Gänsehaut.</p>
<p>„Ich denke, dass Gefühle in der heutigen Musik immer mehr untergehen, Musik entsteht aus dem Bedürfnis heraus, sich ausdrücken zu wollen. Durch den Konsum kommt da Vieles zu kurz.“ So auch die Suche nach dem Besonderen, was sich als Künstler in Trier recht schwierig gestalten kann: &#8220;Ich mag Trier wegen seiner Kompaktheit, man ist schnell dort, wo man hin will.&#8221; Aber gerade wegen dieser &#8220;Kleinigkeit&#8221; hat man sich als Musiker schnell tot gespielt, da muss man sich etwas einfallen lassen. Besondere Locations zum Beispiel, wie eine CD-Release-Party im Cinemaxx. &#8220;Ich will Sachen anders machen als andere, das war schon immer so.&#8221;</p>
<p>Anders machen ist das Stichwort, da hört man die Extrawurst des Künstlers raus. Oder geht es vielleicht doch nur darum, dass hier überhaupt etwas anders gemacht wird? &#8220;Es gibt das Sichere und es gibt den Traum und manche entscheiden sich für das Sichere und manche geben den Traum nicht auf. Wenn man es nicht versucht, kann man nicht wissen, ob man&#8217;s nicht doch geschafft hätte.&#8221;</p>
<p><em>5vier.de bedankt sich für das Gespräch mit Daniel Bukowski und hat noch einen kleinen Hinweis für alle, die jetzt neugierig geworden sind. Der Sänger ist am 21. April und 5. Mai auf dem Hauptmarkt und am 11. Mail im Palastgarten mit der &#8220;Art of Musik-Big Band&#8221; zu sehen. Vorbei zu schauen lohnt sich hier in jedem Fall!</em></p>
<h3>Am Samstag den 21.April trat Daniel Bukowski nach einiger Zeit wieder zusammen mit seinem Bruder Gert Bukowski auf dem Hauptmarkt auf. 5vier.de war dabei und machte ein paar Fotos:</h3>

<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/danielbukowski_interview_2-1' title='DanielBukowski_Interview_2.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/DanielBukowski_Interview_2.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="DanielBukowski_Interview_2.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/daniel_bukowski_interview_detail' title='Daniel_Bukowski_Interview_Detail'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Daniel_Bukowski_Interview_Detail-e1334835329663-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Daniel_Bukowski_Interview_Detail" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/danielbukowski_interview_3-1' title='DanielBukowski_Interview_3.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/DanielBukowski_Interview_3.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="DanielBukowski_Interview_3.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/danielbukowski_interview_3-1-2' title='DanielBukowski_Interview_3.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/DanielBukowski_Interview_3.11-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="DanielBukowski_Interview_3.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/danielbukowski_interview_artikelbild' title='DanielBukowski_Interview_Artikelbild'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/DanielBukowski_Interview_Artikelbild-e1342622104794-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="DanielBukowski_Interview_Artikelbild" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla1-1' title='bla1.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla1.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla1.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla10-1' title='bla10.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla10.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla10.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla12-1' title='bla12.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla12.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla12.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla16-1-2' title='bla16.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla16.11-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla16.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla17-1' title='bla17.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla17.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla17.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla22-1' title='bla22.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla22.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla22.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla23-1' title='bla23.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla23.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla23.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla24-1' title='bla24.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla24.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla24.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla25-1' title='bla25.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla25.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla25.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla26-1' title='bla26.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla26.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla26.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-die-suche-nach-dem-besonderen-daniel-bukowski-im-gesprach-67169.html/bla27-1' title='bla27.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/bla27.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="bla27.1" /></a>

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		<title>Theater Trier: &#8220;Marc Chagall &#8211; La Vie&#8221; &#8211; Vom Leben eines Künstlers</title>
		<link>http://5vier.de/theater-trier-marc-chagall-la-vie-vom-leben-eines-kunstlers-66232.html</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 10:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Chagall]]></category>
		<category><![CDATA[Natalia Grützmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Rene Klötzer]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Grützmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Wochenende feierte das Stück "Marc Chagall - La Vie" Premiere im Theater Trier. 5vier-Redakteurin Stefanie Braun war vor Ort und hat sich das Stück angesehen. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pablo Picasso zählte ihn zu den bedeutendsten Malern, seine Bilder sind weltweit bekannt und faszinieren die Betrachter bis heute. Der gebürtige Russe jüdischer Herkunft, der später als Kosmopolit in Frankreich und den USA lebte, revolutionierte die Kunstwelt mit seinen Werken: Marc Chagall. Im Theater Trier kann man nun das Tanztheaterstück sehen, welches die Geschichte seines Lebens erzählt.</strong></p>
<div id="attachment_66243" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Marc-Chagall-3.1.jpg" rel="lightbox[66232]"><img class="size-medium wp-image-66243 " title="Marc Chagall 3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Marc-Chagall-3.1-287x300.jpg" alt="" width="287" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Chagall (Rene Klötzer) und Bella (Natalia Grützmacher)</p></div>
<p>Marc Chagall wurde im Jahre 1887 in Peskowatik bei Witebsk geboren. Seine Eltern waren nicht gerade wohlhabende Leute und er das Älteste von vielen Kindern. Zudem war er jüdischen Glaubens, was im damaligen Russland viele Türen bereits im Vorfeld verschloss. Trotzdem erreichte seine Mutter, dass er eine städtische Schule besuchen durfte, in der er russisch statt Jiddisch sprechen lernte, regelmäßigen Gesangs- und Geigenunterricht genießen durfte sowie das Zeichnen für sich entdeckte.</p>
<p>Als er die Schule beendet hatte, verbrachte er die folgenden Jahre mit dem Studium der Kunst, besuchte unterschiedliche Schulen verschiedener Maler. Während dieser Zeit lernte er nicht nur die Malerei kennen, sondern auch seine spätere Frau Bella Rosenfeld.</p>
<h2>Ein Leben voller Reisen und Geschichte</h2>
<p>1910 reiste er nach Paris, wo er nicht nur neue Anregungen für seine Kunst fand, sondern auch viel Zuspruch. Es folgten viele Reisen: von Paris zurück nach Russland, dann nach Deutschland, von dort in die USA. Chagall durchlebte viel Geschichte: Den Ersten und Zweiten Weltkrieg, die Russische Revolution und den Nationalsozialismus, durch den seine Kunst ins Negative, ins &#8220;Entartete&#8221; umbewertet wurde.</p>
<p>Doch nichts davon konnte seinen Glauben an die Wirkung der Kunst brechen, unzählige Werke zeugen von seiner Ideenvielfalt und seinem Schaffensdrang. Nur wenige Momente in seinem Leben ließen ihn den Pinsel zur Seite legen: So riss der Tod seiner Frau Bella ihn für mehrere Monate in eine tiefe Depression, die es ihm unmöglich machte zu arbeiten. Später heiratete Chagall erneut, auch das Malen begann er wieder, im Alter von 97 Jahren starb er schließlich in Frankreich.</p>
<h2>Chagalls Leben auf der Bühne des Trierer Theaters</h2>
<p>Dieses schillernde und zugleich auch historisch reich gefüllte Leben wurde nun in einer Inszenierung von Choreograf Sven Grützmacher auf der Bühne des Theaters Trier getanzt. Dabei zeigt Grützmachers Werk nur einen Ausschnitt des langen und vielseitigen Lebens Chagalls. Von der Kindheit im elterlichen Haus, der innigen Beziehung zu seiner Mutter, über die Schulzeit und die Ehe mit seiner ersten Frau Bella, bis hin zu deren tragischem Tod; so wird der Zuschauer in Chagalls Leben eingeführt.</p>
<div id="attachment_66244" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Marc-Chagall-1.1.jpg" rel="lightbox[66232]"><img class="size-medium wp-image-66244 " title="Marc Chagall 1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Marc-Chagall-1.1-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Bellas Tod (Juliane Hlawati, Rene Klötzer und Natalia Grützmacher)</p></div>
<p>Dabei achtet Grützmacher stets auf die erzählerische Ebene des Tanzes; während in anderen biografischen Inszenierungen das Erzählerische über die Ästhetik der Bewegungen schon einmal verloren gehen kann, behält der Zuschauer bei Grützmacher stets den Überblick über den Fortlauf der Geschichte.</p>
<p>So beginnt auch die Bühnenfassung von Chagalls Leben mit der Geburt, anschließend folgen die ersten Jahre der Kindheit, als Höhepunkt daraus die Bar Mitzwa. Auch die Schule muss als wichtiger Teil der Jugend dargestellt werden, war sie für Chagall doch der Ort, an dem er die Leidenschaft fürs Zeichnen entdeckte.</p>
<h2>Bella, die Liebe seines Lebens</h2>
<p>Doch das Zentrum der Inszenierung Grützmachers stellt die Begegnung und das gemeinsame Leben Chagalls mit Bellas dar. Grützmacher legt hier besonders viel Augenmerk auf die tiefe Zuneigung und Zusammengehörigkeit, die die beiden zueinander empfinden. Auf den Halt, den sie sich geben, auch in schweren Zeiten, wie beim Tod von Chagalls Mutter, den er nur schwer verkraften kann. Die Inszenierung findet ihren traurigen Abschluss mit dem Tod Bellas, der Chagall restlos in Trauer stürzt. Obwohl es zum Abschluss Geld für ihn vom Bühnenhimmel regnet und alle Welt von seinen Bildern weiß, kann er doch nur in einer tiefen Depression verharren. Der Vorhang fällt, ohne dass der weitere Lebensweg von Chagall berührt wird.</p>
<p>Obwohl Grützmacher sich in der Inszenierung auf Kindheit und Jugend sowie die erste Ehe von Chagall konzentriert, bekommt der Zuschauer doch das Gefühl einige der Höhepunkte in des Künstlers Leben gesehen zu haben. Leider geht er, bis auf wenige Szenen, kaum auf das eigentliche künstlerische Schaffen Chagalls ein. Klar erkennbar ist hier der Moment, indem Chagall seine Faszination für die Malerei in der Langeweile und Gleichförmigkeit der Schule entdeckt. Hier erkennt man Chagall als Künstler, während man ihn sonst vorwiegend als Sohn, Schüler, Liebhaber und Ehemann sieht.</p>
<h2>&#8220;Marc Chagall &#8211; La Vie&#8221;</h2>
<p>Doch das Stück heißt nicht umsonst &#8220;Marc Chagall &#8211; La Vie&#8221;. Chagalls Leben wurde nicht nur von seinen privaten Beziehungen gezeichnet, sondern auch von den dramatisch geschichtlichen und politischen Umwälzungen seiner Zeit: Zwei Weltkriege, eine Revolution sowie den Nationalsozialismus, der ihn besonders beschäftigte, erlebte er mit. Zu nationalsozialistischen Reden und Parolen regnen bunte Fetzen seiner Bilder auf die Bühne hinab, die seine Frau Bella liebevoll aufsammelt. Diese schmerzliche Berührung mit der Geschichte wird dann allerdings wiederum unterbrochen von persönlichen Schicksalsschlägen Chagalls, sodass der Fokus auf seinem Privatleben bleibt. Grützmacher gelingt hier wieder eine dicht erzählte und trotzdem oder gerade deshalb wunderbar ästhetische Inszenierung, die einem den Menschen Marc Chagall näher bringen kann.</p>
<div id="attachment_66245" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Marc-Chagall-4.1.jpg" rel="lightbox[66232]"><img class="size-medium wp-image-66245 " title="Marc Chagall 4.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/04/Marc-Chagall-4.1-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Der Tod der Mutter (Noala de Aquino, Rene Klötzer, Erin Kavanagh)</p></div>
<p>Ein großes Lob geht an das Tänzerensemble, allen voran Rene Klötzer, der Chagall tanzt und Natalia Grützmacher, die die Bella gibt. Besonders Klötzer zeigt hier eine hervorragende Leistung, ist er doch in allen angesprochenen Lebensphasen stets glaubhaft und sicher. Nichtsdestotrotz ist auch die Leistung all seiner Tänzerkollegen nicht in den Hintergrund zu stellen. Von der alten Nachbarin, über die Mutter, bis hin zur schwarzen Braut, ist nicht nur die Inszenierung stimmig, sondern auch die fein aufeinander abgestimmten Bewegungen der Tänzer. Hier hat man ein eingespieltes Team vor sich.</p>
<h2>Ein gelungene Kombination aus Musik und Tanz</h2>
<p>Musikalisch bewegt sich die Inszenierung zwischen Live-Musik, dargeboten von Helmut Eisel und dem Klezmer-Ensemble sowie eingespielten Stücken, die zeitgenössische Stimmungen und die räumlich-historische Einordnung erleichtern. Alles in allem spielen Musik und Tanz einander zu und lassen den Zuschauer gar nicht bemerken, ob oder wann ein Bruch entstanden sein könnte.</p>
<p>Die Kostüme von Gera Graf sind ein besonderer Augenschmaus: mal phantasievoll, mal träumerisch, dann wieder sinnbildlich, lassen sie vieles erkennen, was sonst im Verborgenen geblieben wäre. Das Bühnenbild von Slava Prischedko ist an sich eher schlicht gehalten &#8211; wären da nicht die herabsenkbaren, übergroßen Leinwände, die das Thema einer Szene ankündigen.</p>
<p><em>Fazit: Eine stimmig und wunderschöne Inszenierung, die zwar nur einen Teil von Chagalls Leben wiederspiegelt, dafür aber gerade ein besonderes Augenmerk auf eben diese Höhen und Tiefen wirft, sodass sich der Zuschauer am Ende diesem großen Künstler ein Stückchen näher fühlen kann.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Freizeit: Alle gegen einen &#8211; &#8220;Peter Grimes&#8221; im Theater Trier</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-alle-gegen-einen-peter-grimes-im-theater-trier-64993.html</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 09:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag feierte das Stück "Peter Grimes" Premiere im Theater Trier. Die Oper von Benjamin Britten begeisterte das Premierenpublikum. Auch 5vier-Redakteurin Stefanie Braun war vor Ort.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 24. März, hatte das Stück &#8220;Peter Grimes&#8221; Premiere im Theater Trier. Die Oper von Benjamin Britten, mit Gianluca Zampieri in der Hauptrolle, befasst sich mit der Tragik von Schuld und Unschuld sowie der negativen Macht der Worte. Das Premierenpublikum war begeistert.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_65153" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Peter-Grimes-2.1.jpg" rel="lightbox[64993]"><img class="size-medium wp-image-65153 " title="Peter Grimes 2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Peter-Grimes-2.1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Gianluca Zampieri als "Peter Grimes"</p></div>
<p>In einer kleinen Fischerstadt herrscht Aufruhr. Der als &#8220;geldgeil&#8221; verschriene Fischer <em>Peter Grimes</em> wird angeklagt, seinen Lehrjungen fahrlässig getötet zu haben. Er wird freigesprochen. Doch nur vom Gericht, das Dorf hat die nicht bewiesene Missetat noch lange nicht verziehen. Und wird es auch nicht, egal was Grimes tut. Dabei will der griesgrämige, einsame Mann doch nur seine geliebte Ellen, die ortsansässige Lehrerin heiraten. Allerdings ohne das rufmordende Geschwätz der breiten Masse. Dafür braucht er vor allem eines: Geld, und zwar reichlich davon denn von einer Sache ist Grimes überzeugter als von allem anderen: Geld regiert die Welt.</p>
<p>Und notfalls erkauft man sich damit sogar das Schweigen der Leute. Um in seiner Gier genug verdienen zu können, ist allerdings eine billige Hilfe von Nöten. Ein neuer Lehrling muss her, nachdem der alte unter unglücklichen Umständen verstorben ist.</p>
<p>Damals hatte Grimes ihn mit zum Fischen genommen, ein Sturm war aufgekommen und hatte sie weit vom Festland abgetrieben. Nach drei Tagen war das Trinkwasser knapp geworden, Grimes hatte von seinen Reserven zehren können, der vom Waisenhaus abgemagerte Knabe nicht.</p>
<p><span style="text-align: left;">Ellen hilft Grimes einen neuen Lehrling aufzutreiben, glaubt sie doch an einen Neuanfang und ein Happy End. Doch als sie Spuren der Misshandlung an dem Jungen entdeckt, kommen in ihr die ersten Zweifel auf, ob Grimes wirklich vollkommen unschuldig an dem Tod seines ersten Lehrlings war. Damit sind auch die Zweifel im Volk wieder geschürt und der Mob fordert seine Vergeltung. Grimes will mit seinem Lehrling über die Klippen entkommen, doch dabei passiert wieder eines dieser tragischen Unglücke. Grimes bleibt nur noch eine Wahl, um dem Klatsch zu entkommen.</span></p>
<h2><span style="text-align: left;">Schuldig oder Unschuldig?</span></h2>
<div id="attachment_65157" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Peter-GRimes-7.1.jpg" rel="lightbox[64993]"><img class="size-medium wp-image-65157 " title="Peter GRimes 7.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Peter-GRimes-7.1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Susanne Schimmack als "Ellen"</p></div>
<p>Sie gilt als Benjamin Brittens bedeutendste Oper. &#8220;Peter Grimes&#8221; wurde in Trier von Regisseur Matthias Kaiser inszeniert, mit einem überragenden Bühnenbild von Manfred Gruber und Kostümen von Angela C. Schuet. In den Hauptrollen sind Gianluca Zampieri, als <em>Grimes</em> und Susanne Schimmack als <em>Ellen</em> zu sehen. Eigentliche Hauptakteure sind in Brittens Oper jedoch die Mitglieder des Opernchores und Extrachores. Während der Chor in anderen Opern eher im Hintergrund fungiert, macht hier gerade die Masse der Sänger den reizvollen Effekt aus.</p>
<p>Als tratschende Dorfgemeinschaft stehen sie wie ein Mann gegen den grimmigen Grimes, der einfach nicht einsehen will, dass er selbst mit allem Geld der Welt die Münder der Leute nicht stopfen könnte. Durch seine verbissenen Versuche mit Geld seine Schuld am Tod eines Kindes reinzuwaschen und endlich in Frieden seine Ellen heiraten zu können, stürzen ihn und die Menschen um ihn herum nur tiefer ins Unglück. Eine tragische Geschichte, die ein alt bekanntes Problem aufgreift: Wer im Dorf lebt, sollte mit Geschwätz rechnen und wahrer Frieden kann nur aus einem Selbst kommen.</p>
<h2>Wenig Soli, dafür umso beeindruckender</h2>
<div id="attachment_65154" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Peter-Grimes-1.1.jpg" rel="lightbox[64993]"><img class="size-medium wp-image-65154 " title="Peter Grimes 1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Peter-Grimes-1.1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Joana Caspar und Evelyn Czesla (v.l.)</p></div>
<p>In seiner Inszenierung legt Kaiser besonderen Wert auf eben jene dörfliche Stimmung, kurz bevor die wöchentliche Hetzjagd beginnt. Die singende Masse tritt oft so stark in den Vordergrund, dass selbst die hauseigenen Solosänger Stojanovic, Beck, Aquirre, Caspar, Czekala, Czesla und Lukács ab und an dahinter zurückbleiben. Doch auch dieses tut seinen Dienst an dem Stück, denn &#8220;Peter Grimes&#8221; ist keine Inszenierung für Singleplayer.</p>
<p>Stattdessen kann erst der enorme Einsatz des Chores die dichte, kalte, tragische Atmosphäre dieser Inszenierung schaffen. An dieser Stelle soll der Chor gelobt sein, der Spiel- und Einsatzfreude zeigt und dem Stück seine besondere Würze verleiht.</p>
<p>Die Rollen der anderen Sänger ergänzen und verfeinern das Bild der dörflichen Gemeinschaft: Da gibt es die Bar- und Puffbesitzerin <em>Auntie</em>, gespielt von Globetrotterin und international bekannter Mezzosopranistin Diane Pilcher, mit ihren zwei freizügigen Nichten, gespielt von Caspar und Csezla. Es begegnet einem der Dornenvögel-Reverend Horace Adams, alias Svetislav Stojanovic, Apotheker und Quacksalber Carlos Aquirre und eine schrullige Witwe mit Miss Marple-Qualitäten, gespielt von Claudia-Denise Beck. Luis Lay spielt den übergläubigen Methodisten und László Lukács passt einfach in die Rolle des ehemaligen Handelskapitän Balstrode. Sie alle fügen sich passend in das Bild der Dorfgemeinde, verleihen tiefere Einblicke in das Leben miteinander und sorgen für den gewissen Reiz.</p>
<h2>Tiefe Einblicke in das Leben miteinander</h2>
<p>Die Soli wirken gerade im Gegenspiel mit dem massenhaften Choreinsatz umso beeindruckender. Allerdings gelingt es vorwiegend Susanne Schimmack und Gianluca Zampieri als ausgeformte Einzelfiguren aufzutreten. Er, der einsame Griesgram, der zwar nicht gerade von zermürbenden Gewissensbissen geplagt wird, angesichts des Todes eines Kindes, aber trotzdem mit seiner eigenen Schuld zu kämpfen hat. So wird man das Gefühl nicht los, dass er zwar in einem gewissen Maße Schuld am Tod trägt, aber sein verzweifelter Versuch dem Klatsch und Tratsch ein Ende zu bereiten, nichts weiter ist als ein ebenso verzweifelter, wie fruchtloser Versuch, den eigenen inneren Frieden wieder herzustellen.</p>
<p>Zampieris Spiel schwangt dabei immer auf dem schmalen Grad zwischen Verbissenheit und Verrücktheit, so schafft er es einen Zugang zur Figur zu finden, die den Zuschauer in der Schwebe lässt, ob er mit dem Fischer Peter Grimes Mitleid haben kann oder nicht. Ebenso zwiespältig erscheint Susanne Schimmack als Ellen, die vielleicht allzu blauäugig an ein Happy End für ihren Verlobten und sich geglaubt hat und angesichts ihres Irrtums eine Mitschuld daran trägt, dass die Bürger erneut geschlossen gegen Grimes vorgehen. Beide verfügen über ein immenses stimmliches Volumen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Tolle Atmosphäre, teilweise fehlende Tiefe</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Peter-Grimes-3.1.jpg" rel="lightbox[64993]"><img class="alignleft size-medium wp-image-65155" title="Peter Grimes 3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Peter-Grimes-3.1-300x257.jpg" alt="" width="300" height="257" /></a>Insgesamt kann über Darsteller, Bühnenbild, Kostüme und Inszenierung nur als Einheit gesprochen werden. Die gesamte Musik des Orchesters, unter der Leitung von GMD Victor Puhl, vermittelt die passende düstere Grundstimmung, an dieser Stelle ein besonderes Lob. Durch die hervorragende Spielweise des Orchesters schwappt die mal bedrohliche, mal einsame, mal kalte Stimmung Welle um Welle auf den Zuschauer nieder.</p>
<p>Die Kostüme sowie Maske und Bühnenbild verstärken diesen Effekt. Die Kleider schaffen mit Fischerschürze und einheitlicher Färbung eine Verbindung zum fischerdörflichen Flair und für das Bühnenbild kann man nur lobende Worte finden. Doch vor allem zaubert das Bühnenbild, das mit Licht, Technik und Requisiten beeindruckt, ein beeindruckendes Fischerdorf auf die Bühne.</p>
<p>Bei Darstellung und Inszenierung ist es auch das Zusammenspiel von Chor und Solosängern, welches das Stück ausmacht. Dabei ist &#8220;Peter Grimes&#8221; eine Oper, die wie für den Chor gemacht zu sein scheint. Hier zählt vor allem eines: Masse. Dadurch bekommt die Bedrohung und das Gerede im Volk erst eine bedeutende Wirkung. Allerdings birgt genau diese Masse auch einen spürbaren Nachteil mit sich: Oft verliert man wichtige Details aus dem Blick, die zwar nicht von Belang für den Fortgang der Geschichte sind, aber Einiges zum Tiefgang beigetragen hätten.</p>
<p><em>Mein Fazit ist eine in sich geschlossene Inszenierung, mit überzeugenden Darstellern und einer stimmungsvollen und passenden Atmosphäre, die an ein paar Stellen aber etwas mehr Tiefe in den Figuren vertragen könnte. Dennoch ist es die Stimmung, die den sehenswerten Reiz des Stückes ausmacht und den Zuschauer in seinen faszinierenden Bahn zieht.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Buntes: Abschied vom Theater &#8211; Hans-Peter Leu geht in Ruhestand</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 08:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Peter Leu]]></category>
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		<description><![CDATA[Er blickt auf eine lange Karriere zurück. Über 40 Jahre betrat er die Bretter, die die Welt bedeuten, nun geht er in Rente. Im Oktober nimmt Hans-Peter Leu Abschied vom Theater. 5vier.de sprach mit ihm.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Er blickt auf eine lange Karriere zurück. Über 40 Jahre betrat er die Bretter, die die Welt bedeuten &#8211; nun geht er in Rente. Im Oktober nimmt Hans-Peter Leu Abschied vom Theater. 5vier.de Redakteurin Stefanie Braun sprach mit ihm.</strong></p>
<p>Rente bedeutet für die meisten, endlich nicht mehr jeden Tag früh aufstehen zu müssen, und im Mühlrad der Wirtschaft vermahlen zu werden. Doch was bedeutet es eigentlich für einen Theaterschauspieler? Das wollten wir vom baldigen Rentner Hans-Peter Leu wissen und erwarteten einen betrübten Künstler, der in Erinnerungen an seine Erfolge schwelgt. Umso überraschter war unsere 5vier-Redakteurin Stefanie Braun, als sie einen entspannten, erwartungsvollen Altmeister des Schauspiels vor sich sah, für den die Rente keinesfalls den Abschied von seinem Beruf bedeutet.</p>
<h2 style="text-align: left;">Erstmal eine kurze Pause</h2>
<div id="attachment_64209" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Hans-Peter-leu-3.jpg" rel="lightbox[64124]"><img class="size-medium wp-image-64209  " title="Hans-Peter leu 3" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Hans-Peter-leu-3-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">H.-P. Leu in seiner Garderobee.</p></div>
<p>„Im Oktober habe ich ein paar Wochen Zeit, bevor das Stück <em>Josef und Maria</em> wieder aufgenommen wird. Also erst mal nur eine kurze Pause“, lacht er. Das beliebte Weihnachtsstück wird bereits in der dritten Spielzeit aufgenommen und verspricht also ein Wiedersehen. So einfach verabschiedet ein Schauspieler sich nicht von der Bühne.</p>
<p>Wovon er sich allerdings leichten Herzens verabschieden wird, ist das Fließband-Theater, in dem seit einiger Zeit ein Stück an das andere gereiht wird. Da bleibt keines mehr richtig im Gedächtnis. „Wenn ich weiß, ein Stück wird noch mal aufgenommen, dann kann ich dafür sorgen, dass der Text präsent bleibt, ansonsten vergesse ich ihn wieder über das Lernen eines anderen Stückes.“ Mit dieser Fließbandarbeit will er abschließen, aber keinesfalls mit dem Schauspielern selbst.</p>
<p>„Sollte ich noch einmal ein Angebot bekommen, werde ich bestimmt wieder spielen, allerdings auch nur, wenn mir der Regisseur und die Rolle zusagen. Und sofern ich noch fit genug bin.“ Denn generell gibt es keine Altersbegrenzung als Schauspieler, mit fortschreitendem Alter machen allerdings oft Kopf und Körper nicht mehr mit. Alleine auf der Bühne präsent zu sein, kann sehr anstrengend werden und seitenweise Text zu behalten, fällt oft schon jüngeren Kollegen schwer.</p>
<h2>Reisen, Reisen, Reisen</h2>
<p>Aber was bedeutet dann <em>in Rente zu gehen</em>? „In Rente gehen bedeutet einen festen Vertrag mit einem Theaterhaus zu verlassen. Sollten noch mal Anfragen kommen, kann man ihnen aus Interesse zusagen und nicht mehr weil gerade jemand für diese Rolle gebraucht wird.“ Bis auf die ersten zwei Jahre in Berlin, in denen er als freier Schauspieler gearbeitet hat, musste er ein Leben lang das spielen, was er nach Vertrag erfüllen musste. Dazu gehörte auch, mit Regisseuren zu arbeiten, die ihm nicht lagen.</p>
<p>„Andere müssen in ihren Jobs auch mit Menschen arbeiten, mit denen sie sich nicht verstehen. Mir ist das zum Glück nicht allzu oft passiert, und wenn es dann mal so weit war, dann konnte ich damit umgehen.“ Doch für seine Rente wünscht er sich, aus dieser Mühle heraus zu kommen. „Eine gute Rolle im Jahr, die mich wirklich interessiert und von der etwas hängen bleibt, wäre schön. Vielleicht ergibt sich sogar mal die Möglichkeit, in einem Film mitzuspielen.“</p>
<div id="attachment_64210" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/hans-peter-leu-1.1.jpg" rel="lightbox[64124]"><img class="size-medium wp-image-64210  " title="hans-peter leu 1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/hans-peter-leu-1.1-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Leu mit seinem Kollegen Stöneberg in "Sunny Boys"</p></div>
<p>Und was will er sonst machen in den nächsten Jahren? „Reisen. Wir konnten ja immer nur in der Sommerpause verreisen, aber dann waren wir auch meistens für die nächsten Wochen nicht zu erreichen.“ Wenn er die Zeit hat, möchte er auch mal etwas so einfaches wie die unterschiedlichsten Kurztrips machen. Einfach mal spontan für drei oder vier Tage abhauen. Vielleicht ein paar Tage dran hängen. Wer weiß?</p>
<p>All das, was er vorher nicht konnte. „Während der Spielzeit kann man nicht einfach Urlaub machen, noch nicht mal übers Wochenende. Wenn drei Stücke zeitgleich laufen, muss man immer vor Ort sein.“ Vielleicht fährt er auch noch mal ein paar Tage nach Zürich, wo er geboren wurde. Einen alten Schulfreund hat er dort noch, mit dem er manchmal telefoniert. Seine Mutter ist vor Jahren gestorben, sein Vater schon, als er 16 Jahre alt war. Viel zieht in nicht mehr in seine alte Heimat. „Ich bin sozusagen, der letzte Mohikaner.“</p>
<h2 style="text-align: left;">Blut geleckt im Kabarett</h2>
<p>Seinen Eltern hat er viel zu verdanken. Seine Mutter war protestantische Schweizerin, sein Vater ein geschiedener, katholischer Italiener. Der Grund, warum seine Eltern nie heiraten konnten und nur so zusammenlebten. Beide mussten viel arbeiten, auch um dem talentierten Sohn ein Musikstudium zu ermöglichen &#8211; er studierte am Konservatorium von Zürich.</p>
<p>&#8220;Hätten meine Eltern geheiratet, würde ich heute Giovanni-Piedro de Bertolis heißen. Wäre ich Sänger geworden, hätte ich mit diesem Namen nicht einmal mehr singen müssen&#8221;, lacht er. Als sein Vater dann starb, wurde das Geld zu knapp, seine Mutter konnte das teure Studium alleine nicht stemmen. &#8220;Ich habe dann ein Handelsdiplom gemacht, danach folgten ein par Monate in der Armee, von der ich mich aber weggewimmelt habe. Danach bin ich spontan als Inspizient mit zwei Schweizer Kabarettisten auf Tournee gefahren.&#8221;</p>
<p>Die vermittelten ihn nach Stuttgart an das Renitenztheater, wo vor allem politisches Kabarett gespielt wurde. Dort hat er Blut geleckt. Er schnappte sich seine Geige, fuhr nach Berlin und sprach am Schillertheater vor, wo er sich eine Empfehlung für die Schauspielschule in Berlin schreiben ließ und begann die Ausbildung. Es folgten zwei Jahre als freier Schauspieler in Berlin und vier Jahre Festanstellung in Münster, dann ging er zusammen mit dem ehemaligen Intendanten Stromberg nach Trier. Das war 1981.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-size: 20px; font-weight: bold;">Ein Schlüsselkind in der Schweiz</span></p>
<div id="attachment_64211" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Hans-Peter-Leu-2.jpg" rel="lightbox[64124]"><img class="size-medium wp-image-64211  " title="Hans Peter Leu 2" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Hans-Peter-Leu-2-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Leu mit seiner Kollegin im Dauerbrenner "Josef und Maria"</p></div>
<p>Seitdem leben er und seine Frau in Trier. &#8220;Eigentlich wollte ich nie heiraten, aber nachdem sie mit mir nach Trier gezogen ist, wollte ich, dass sie versorgt ist.&#8221; Er und sie waren vorher über zwölf Jahre zusammen. &#8220;Aber sehr locker, wir waren die 68er Generation. Und sie wissen ja, was man da sagt&#8221;, scherzt er.</p>
<p>Überhaupt kommen ihm die jungen Leute heute sehr prüde vor, früh zu heiraten wäre für ihn undenkbar gewesen. Er findet es bewundernswert, dass viele seiner Kollegen ihren Job ausüben können und gleichzeitig Kinder haben. Er und seine Frau haben keine Kinder. &#8220;Ich selbst war ein Schlüsselkind, meine Frau ist berufstätig, ich habe kaum Zeit. Kinder brauchen aber eben genau diese. Beide Eltern zu bestimmten Zeiten, wenn die nicht da sind, fehlt etwas Wichtiges. Das habe ich selbst erfahren.&#8221;</p>
<p>Vor Kurzem kämpfte Leu noch mit einer schweren Erkrankung, abends spürte er wie sein Arm kribbelte, dann sein Mundwinkel. Am nächsten Tag war es noch da und er ging sofort ins Krankenhaus. &#8220;Dort haben sie mich erst mal links gemacht.&#8221; Ein Warnschuss war es. Nur. Trotzdem war die Blockade da. &#8220;Ich hatte Angst auf die Bühne zu gehen und dort eventuell einen zweiten Schlaganfall zu riskieren. Ich musste erst vorsichtig wieder anfangen.&#8221;</p>
<p>Man sagte dann zwei seiner Vorstellungen von <em>Josef und Maria</em> ab, die er kurze Zeit später nachholte. &#8220;Nachdem ich erst mal wieder geprobt hatte, war es gut. Die Blockade war weg.&#8221; Jetzt hofft er, nur noch lange gesund zu bleiben. &#8220;Ich hatte sehr gute Ärzte hier in Trier, aber da lern ich lieber einen 20-seitigen Monolog auf Serbokroatisch, als diese Ärzte noch einmal wieder zu sehen&#8221;, scherzt er.</p>
<h2>Ein Knallbonbon zum Schluss</h2>
<p>Zu seinem Abschiedsstück mit Manfred-Paul Hänig weiß er eines zu sagen: &#8220;Ein Knallbonbon zum Schluss, das wir uns lange gewünscht haben.&#8221; Vorgeschlagen hatten sie es schon oft, doch nun haben beide das richtige Alter für die Rollen und zum Abschied gewährte man ihm seinen Wunsch.</p>
<p><em>5vier.de wünscht Hans-Peter Leu einen schönen Ruhestand und noch viele Jahre in Gesundheit und etlichen Reisen.</em></p>
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		<title>Buntes: Fünfter &#8220;One Night Stand&#8221; &#8211; Eine bunte Mischung</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 07:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Anniko Thesen-Marosváry]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Bukowski]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach der Premiere von "Sunny Boys" im Studio (5vier.de berichtete),  folgte noch am gleichen Abend der monatliche One Night Stand im Astarix.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach der Premiere von &#8220;Sunny Boys&#8221; im Studio (<a href="http://5vier.de/buntes-zwei-alte-streithahne-sunny-boys-im-theater-trier-63511.html">5vier.de berichtete</a>),  folgte noch am gleichen Abend der monatliche One Night Stand. Moderatoren diesmal: die beiden Tänzerinnen Juliane Hlawati und Susanne Wessel. Ein festes Thema gab es diesmal nicht, dafür eine umso buntere Mischung, die sich wie die beiden letzten Male vorwiegend um Musik drehte.</strong></p>
<div id="attachment_63621" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand.artikelbild.jpg" rel="lightbox[63617]"><img class="size-medium wp-image-63621" title="One Night Stand.artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand.artikelbild-300x201.jpg" alt="J.Hlawati, S.Pittmann, S.Hessel" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">J.Hlawati, S.Pittmann, S.Hessel</p></div>
<p style="text-align: left;">Die Musik wurde vertreten durch die beiden lokalen Künstler Daniel Bukowski und Steven Pittmann, letzterer seines Zeichens Elvis-Imitator, ersterer Sänger und Liedermacher. Beide sangen sich in die Herzen der Zuschauer &#8211; der eine mit altbekannten Evergreens seines großen Idols, der andere mit selbst komponierten Stücken oder einfallsreichen Covers. Zudem erzählten sie von ihrer Arbeit, ihrem persönlichen Werdegang und natürlich ihrer Verbindung zu Trier und dem Theater. So konnte Bukowski bereits durch eine Zusammenarbeit mit Thomas Kiessling und den hiesigen Balletttänzern erste zarte Bande zum Theater knüpfen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Was sagen Sie eigentlich zum Thema &#8220;Castingschows&#8221;?</h2>
<div id="attachment_63636" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand-2.1.jpg" rel="lightbox[63617]"><img class="size-medium wp-image-63636 " title="One Night Stand 2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand-2.1-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Hoher Besuch- Intendant Weber und Chefchoreograph Grützmacher</p></div>
<p>&#8220;Deutschland tanzt&#8221; hieß das Stück aus dem Jahre 2009 und wird vielleicht dem ein oder anderen noch im Gedächtnis geblieben sein. Ansonsten sprachen die beiden Moderatorinnen mit Bukowski über seine Musik, sein neues Album und seine Gedanken zu den unzähligen Castingsshows, die sich durch das deutsche Fernsehen tummeln. Tatsächlich hat er bereits selbst sein Glück bei einer versucht, wollte er doch &#8220;Unser Star für Oslo&#8221; werden. Letztendlich musste er feststellen, dass ihm diese Art von Showgeschäft zu eingeschränkt ist. Schnell mal berühmt werden ist eine Sache, doch was geschieht dann? Er rolle das Feld lieber von hinten auf, sagte er.</p>
<p>Steven Pittmann hat sein Glück ebenfalls mal bei einer Castingshow versucht, doch auch er kam nicht weiter, trotzdem ist er ein Fan. Besonders vom amerikanischen Vorbild: American Idol. Fan ist er auch von Elvis und seiner Musik. Zum Gesang und seinem mittlerweile Hauptberuf kam er jedoch per Zufall.</p>
<p>Als Halbamerikaner wurde er bereits früh an sein großes Vorbild herangeführt, nachsingen wurde zum liebsten Hobby. So sang er immer wieder auf Hochzeiten und wurde schließlich öfter und öfter &#8220;gebucht&#8221;. Mittlerweile ist das &#8220;Stimme verstellen&#8221; gar nichts Ungewöhnliches mehr. Letztendlich klingt sogar alles, was er singt ein bisschen nach Elvis, so sehr ging es ihm in Haut und Haare über.</p>
<div id="attachment_63624" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand8.1.jpg" rel="lightbox[63617]"><img class="size-medium wp-image-63624 " title="One Night Stand8.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand8.1-300x178.jpg" alt="" width="300" height="178" /></a><p class="wp-caption-text">Elvisimitator aus Trier - Steven Pittmann</p></div>
<h2>Auch Eleonore Ley war zu Gast</h2>
<p>In Haut und Haare über gingen die Oldies auch Eleonore Ley, Inhaberin der &#8220;Weinhexe&#8221;, die nicht nur ein expliziter Elvisfan ist, sondern auch einer der Gäste war. Sie stand Rede und Antwort zum Thema Tanz, Theater und natürlich Wein. Zur Namensgebung ihrer Gaststätte wusste sie einige lustige Geschichten zu erzählen, so überlegte sie vor Jahren, wie sie ihr Lokal denn nun nennen sollte.</p>
<p>Nach einigem Hin und Her versuchte sie es über die Märchenschiene. Weinfee, wäre vielleicht ein guter Name gewesen, aber, so dachte sie bei sich, eine Fee würde ihr in ihrem Alter eh keiner mehr abnehmen. Dafür könnte sie als &#8220;Weinhexe&#8221; noch einige Jahre lang gut durchgehen. Und von den Kindern auf dem Hauptmarkt als Trierer Weinhexe erkannt zu werden, hätte bestimmt auch seine Vorteile. Gesagt, getan. So kam die &#8220;Weinhexe&#8221; also zu ihrem Namen.</p>
<h2>Yogalehrerin Anniko Thesen-Marosváry ist Fan des Tanz-Theaters</h2>
<p>Ein weiterer Gast war Anniko Thesen-Marosváry, Gründerin der hiesigen Yoga-Schule und Fan des Theaters mit Leib und Seele. Dies allerdings erst seit ein paar Jahren, in ihrer Kindheit, sagte sie, hatte sie mit dem Theater gar nichts am Hut und merkte nach einem der ersten Besuche, dass sie &#8220;einiges nachzuholen habe&#8221;. Ein besonderer Fan ist die sportliche Yogalehrerin natürlich vom Tanztheater, als solche hat sie ein Auge für die körperliche Anstrengung und die Willensstärke, die die Tänzer jeden Tag aufbringen müssen.</p>
<div id="attachment_63637" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand-3.1.jpg" rel="lightbox[63617]"><img class="size-medium wp-image-63637 " title="One Night Stand 3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand-3.1-300x231.jpg" alt="" width="300" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">Selfmade Sänger - Daniel Bukowski</p></div>
<p>Leider war gerade ihr Auftritt ein kleiner Tiefpunkt des Abends, nachdem die beiden Sänger mit ihrer Ausstrahlung einiges an Spannung erzeugt hatten und endlich für etwas Ruhe im lärmenden Astarix-Publikum gesorgt hatten, stieg der Geräuschpegel bei der ohnehin schon leise sprechenden und zurückhaltenden Frau wieder.</p>
<p>Dafür rissen die anschließenden Gesangseinlagen von Pittmann und das Duett mit Bukowski die Zuschauer wieder so sehr mit, dass sich sogar ein spontanes Trio aus einem der Zuschauer und den beiden Sängern bildete.</p>
<p>Positiv war der Einfall der beiden Prima Ballerinen, Zettel für Fragen unter dem Publikum zu verteilen und es so stärker einbinden zu können. Nachdem man letztes Mal große Schwierigkeiten hatte, etwas vom Geschehen zu hören, wurde dieses Mal wieder mehr auf Lautstärke und genügend Mikrofone geachtet.</p>
<p><em>Fazit: Nach anfänglichen Lärmschwierigkeiten gewannen die Gäste durch Charme und Gesang und führten den fünften One Night Stand zu einem bejubelten Ausklang.</em></p>

<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand-artikelbild' title='One Night Stand.artikelbild'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand.artikelbild-e1331624704802-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="J.Hlawati, S.Pittmann, S.Hessel" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand7-1' title='One Night Stand7.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand7.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Yogalehrerin Anniko Thesen" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand8-1' title='One Night Stand8.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand8.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Elvisimitator aus Trier - Steven Pittmann" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand9-1' title='One Night Stand9.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand9.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand9.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand11-1' title='One Night Stand11.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand11.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand11.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand13-1' title='One Night Stand13.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand13.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Elvisfan - Eleonore Ley" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand15-1' title='One Night Stand15.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand15.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Tanzeinlage" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand16-1' title='One Night Stand16.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand16.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand16.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand18-1' title='One Night Stand18.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand18.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Spontanes Duett" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand19-1' title='One Night Stand19.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand19.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Begeisterter Fan" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand-1-1' title='One Night Stand 1.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand-1.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="&quot;Weinhexe&quot; Eleonore Ley" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand-2-1' title='One Night Stand 2.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand-2.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Hoher Besuch- Intendant Weber und Chefchoreograph Grützmacher" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-one-night-stand-5-eine-bunte-mischung-63617.html/one-night-stand-3-1' title='One Night Stand 3.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/One-Night-Stand-3.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Selfmade Sänger - Daniel Bukowski" /></a>

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		<title>Buntes: Zwei alte Streithähne &#8211; &#8220;Sunny Boys&#8221; im Theater Trier</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-zwei-alte-streithahne-sunny-boys-im-theater-trier-63511.html</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 09:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Alina Wolff]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Peter Leu]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus-Dieter Köhler]]></category>
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		<category><![CDATA[Sunny Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Olrik Stöneberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag hatte Neil Simons berühmtes Werk "Sunny Boys" Premiere im Theater Trier. 5vier-Redakteurin Stefanie Braun war natürlich vor Ort. Hier ihre Kritik. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am vergangenen Donnerstag hatte Neil Simons berühmtes Werk &#8220;Sunny Boys&#8221; Premiere im Theater Trier. Das Stück über zwei alternde Schauspieler sorgte für viele Lacher und war dementsprechend ein Riesenerfolg beim Publikum.</strong></p>
<div id="attachment_63536" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/sunny-boys4.1.jpg" rel="lightbox[63511]"><img class="size-medium wp-image-63536 " title="sunny boys4.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/sunny-boys4.1-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Da fliegen die Fetzen</p></div>
<p>Dick und Doof, alias Stan Laurel und Oliver Hardy, könnten als Vorlage für dieses Paar gedient haben. Zusammen als Komikerduett hatten sie weltweite Erfolge und sind auch heute noch bei Jung und Alt bekannt. Als dann die Trennung kam, war es auch mit der großen Karriere vorbei, zwar arbeiteten beide weiter im Showbusiness, aber an ihre gemeinsamen Erfolge konnten sie nicht mehr anknüpfen.</p>
<p>So ging es bereits vielen Komikerdoppelpacks. Auch Willie Clark und Al Lewis. 43 Jahre arbeiteten, lachten und stritten die beiden zusammen, als das Streiten dann immer öfter und unsinniger kam, verabschiedete sich Lewis von der Bühne und somit auch Clark von dessen Karriere. Seitdem sitzt der in seinem heruntergekommenen Hotelzimmer, guckt in die Fernsehröhre und wartet darauf, dass sein Neffe Ben Silvermann ihm neue Aufträge anbringt.</p>
<p>Nach einigen Misserfolgen ist es dann endlich so weit. Das Fernsehen ruft zu einer &#8220;Geschichte der Komik&#8221; und da darf das zerstrittene Paar natürlich nicht fehlen. So bittet Ben, nach einigem Murren und Knurren seitens seines Onkels, den ehemaligen Partner Lewis aus New Jersey, der bei seiner Tochter in einem Zimmerchen lebt, nach New York &#8211; zu gemeinsamem Proben. Schnell kochen bei den Streithähnen alte Geschichten hoch und so wird das gemeinsame Proben zur Nervenprobe.</p>
<h2 style="text-align: left;">Messerschwingende Streithähne</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/sunny-boys-6.1.jpg" rel="lightbox[63511]"><img class="size-medium wp-image-63537 alignleft" title="sunny boys 6.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/sunny-boys-6.1-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a>Neil Simons Erfolgsstück hatte 1972 Premiere am Broadway und wird seitdem immer wieder oft und gerne gespielt und gesehen. Am bekanntesten wird den meisten wohl die Filmadaption mit Walter Matthau und George Burns sein.</p>
<p>In der Trierer Version spielen die beiden Altmeister Hans-Peter Leu und Manfred-Paul Hänig die zwei Sturköpfe Lewis und Clark. Tim Olrik Stöneberg gibt den besorgten Neffen und Manager und fügt sich wunderbar in die lustige Männerrunde ein. In zwei kleineren Rollen ist zudem Neuzugang Alina Wolff zu sehen, die sich sowohl als unsichere Regieassistentin als auch als resolute Krankenschwester gut schlägt.</p>
<p>Augenmerk muss aber diesmal auf den Herren liegen, besonders natürlich auf den beiden Hauptdarstellern Leu und Hänig. Macht es doch einfach zu viel Spaß zu sehen, wie sie sich das Leben schwer machen. Einem alten Ehepaar gleich, werden da nichtssagende Marotten zu Staatsdelikten hoch gepusht und solange gezankt bis sprichwörtlich die Messer gezückt werden.</p>
<p>Dabei verstehen die beiden es eine komödiantische Spannung zu halten, die das Stück nie ins Lächerliche oder ungewollt Komische abrutschen lässt. Trotzdem bleibt die Tragik der beiden spür- und sichtbar, so herrscht im Publikum gebahnte Stille als Clark nach einem Streit während der Dreharbeiten einen Herzanfall bekommt.</p>
<p>Hut ab vor zwei alten Hasen des Theaters. Und Hut ab vor einem großen Lebenswerk, dass Hans-Peter Leu hinterlässt, denn mit diesem Stück verabschiedet sich der Schauspieler von seinem Engagement im Theater Trier und geht in den Ruhestand.<a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/sunny-boys.1.jpg" rel="lightbox[63511]"><img class="alignright size-medium wp-image-63538" title="sunny boys.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/sunny-boys.1-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a></p>
<h2>Komödie auf den Punkt</h2>
<p>Regie führte Klaus-Dieter Köhler, der in Trier bereits einiges mit Erfolg inszenierte und das auch diesmal wieder getan hat. Seine Version der Sunny Boys besticht durch Witz und die Hingabe zum Detail, dies merkt man auch am Bühnenbild von Peter Müller und den Kostümen von Carola Vollath.</p>
<p>Da hat jedes Teilchen seinen Platz und trägt zur komödiantischen Stimmung bei. Von dem alten Fernseher über das geblümte Bett und dem Fenster mit Aussicht bis hin zum Schlafanzug und Morgenmantel von Clark geben Bühnenbild und Kostüm ein gelungenes Zusammenspiel ab. Eine schöne Inszenierung, die einfach Spaß macht.</p>
<p><em>Mein persönliches Fazit lautet also: sehenswerter Evergreen mit zwei wunderbaren Schauspielern und einer stimmigen Inszenierung. Hingehen und anschauen.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Buntes: Wissenschaft für Jedermann &#8211; &#8220;Die Physiker&#8221; im Theater Trier</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-wissenschaft-fur-jedermann-die-physiker-im-theater-trier-63044.html</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 11:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Ullmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Friedrich Dürrenmatt]]></category>
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		<category><![CDATA[Steffen Popp]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag feierte das Stück "Die Physiker" Premiere im Theater Trier. Regisseur Steffen Popp setzte auf Komik und Spielfreude seiner Schauspieler und traf damit ins Schwarze. 5vier.de war vor Ort. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am vergangenen Samstag feierte das Stück &#8220;Die Physiker&#8221; Premiere im Theater Trier. Regisseur Steffen Popp (<a href="http://5vier.de/buntes-steffen-popp-im-5vier-gesprach-arbeiten-auf-anschlag-61960.html">5vier.de sprach im Vorfeld bereits mit ihm</a>) setzte auf Komik und Spielfreude seiner Schauspieler und traf damit ins Schwarze. 5vier.de Redakteurin Stefanie Braun war bei der Premiere dabei.</strong></p>
<div id="attachment_63050" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Die-Physiker-Artikelbild.jpg" rel="lightbox[63044]"><img class="size-medium wp-image-63050 " title="Die Physiker Artikelbild" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/Die-Physiker-Artikelbild-300x133.jpg" alt="" width="300" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Drei Genies und drei Mörder. </p></div>
<p>„Die Gedanken sind frei.“ Leider. Johann Wilhelm Möbius, Protagonist von Dürrenmatts Komödie „Die Physiker“, würde seine Gedanken nur zu gerne wieder in Ketten legen. Hat er doch Zuhause im stillen Kämmerlein mal eben die Weltformel für sich entdeckt und mit ihr eine große Erkenntnis gewonnen. Die Welt ist noch nicht bereit für so viel Wissen. Denn Wissen bedeutet immer noch Macht und die will er nicht in den falschen Händen sehen. Ihm bleibt nur eine Wahl. Er muss sich unglaubwürdig machen, also behauptet er der goldene König Salomon würde ihm erscheinen und alles Wissen der Welt vordiktieren. Einen solch schwerwiegenden Plagiatsfall muss man einfach mit 15 Jahren Irrenanstalt bestrafen. So fristet er sein Dasein fortan in der überaus teuren, aber auch überaus renommierten Anstalt von Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd, zusammen mit zwei anderen genialen Verrückten: Newton, alias Herbert Georg Beutler, alias Peter Singer und Einstein, alias Ernst Heinrich Ernesti, alias Klaus-Michael Nix.</p>
<p>Betreut, gepflegt und geliebt werden die drei von drei Pflegerinnen, allen voran Monika Stettler, die bereits die Entlassung und anschließende Verheiratung Möbius mit ihr geplant hat. Sie glaubt an sein Genietum und an seine Ideen. Das passt Möbius gar nicht in den Kram. So muss er sie umbringen, seine Monika. Zum Wohle der Menschheit. Auch seine Kollegen Newton und Einstein haben sich bereits ihrer heiratswütigen Krankenpflegerinnen entledigt. Dass in ihrem Institut zur Zeit soviel gemordet wird, passt wiederrum Fräulein Doktor von Zahnd nicht in den Kram. So muss sie drei Schwergewichtsmeister als Pfleger einstellen und aus ihrem Sanatorium ein kleines Fort Knox machen. Unterdessen haben Newton und Einstein jedoch ganz andere Pläne mit dem genialen Möbius. Und Fräulein von Zahnd hat ganz andere Pläne mit ihnen.</p>
<div id="attachment_63051" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/die-physiker-3.1.jpg" rel="lightbox[63044]"><img class="size-medium wp-image-63051  " title="die physiker 3.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/die-physiker-3.1-300x186.jpg" alt="" width="300" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Christian Miedreich, Klaus-Michael Nix, Barbara Ullmann und Vanessa Daun (v.l.)</p></div>
<h2>Wie fern sind Möbius Gedanken wirklich?</h2>
<p>Die Geschichte kennen viele bereits aus dem Schulunterricht, das aufgegriffenen Problem aus Medien, Ehtikfragen, aus mehr oder weniger futuristischen Science Fiction Werken. Doch wie fern sind Möbius Gedanken wirklich? Wie weit darf Wissenschaft gehen? Wie weit darf man einen Gedanken zu Ende denken ohne sich gleich zum Mitschuldigen zu machen?</p>
<p>Bestes Beispiel aus dem Stück selbst: Einstein, alias Klaus-Michael Nix, betont wieder und wieder, dass er lediglich einen Brief unterschrieben habe, in dem die weitere Untersuchung an der Atombombe empfohlen worden wäre. Das Resultat ist bekannt. Muss die Wissenschaft voranschreiten? Und wenn ja zu welchen Konditionen?</p>
<p>Dies sind die Fragen, die Dürrenmatt aufwirft und die von Regisseur Steffen Popp aufgegriffen werden. Seine Antwort hat er ebenfalls von Dürrenmatt: Was alle angeht kann nur von allen gelöst werden. Und es gibt immernoch die Möglichkeit alles zum Guten zu wenden.</p>
<h2>Eine reife Leistung von allen beteiligten Schauspielern</h2>
<p>Zur Leistung der Schauspieler kann man nur eines sagen: sehr gut. Eine durchweg reife Leistung von allen beteiligten Schauspielern; hier waren einfach die richtigen Personen am richtigen Platz. Michael Ophelders glänzt in der Rolle des Möbius, Barbara Ullmann in der Rolle der Mathilde von Zahnd mal wieder unübertroffen,</p>
<div id="attachment_63052" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/die-Physiker-5.1.jpg" rel="lightbox[63044]"><img class="size-medium wp-image-63052  " title="die Physiker 5.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/03/die-Physiker-5.1-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a><p class="wp-caption-text">Liebe oder Moral? Schwester Monika und Möbius</p></div>
<p>Nix und Singer, als Geisteskranke im Dienste ihrer Majestät, bringen die Komik des Sückes zielsicher auf den Punkt, Vanessa Daun hat als heiratswütige Schwester Monika zwar nur einen „kurzen“ Auftritt, dafür überzeugt ihr Spiel umso mehr.</p>
<p>Gespielt wird generell wie bei den Verrückten und das darf man durchaus wörtlich nehmen. Denn während Kriminalinspektor Richard Voß, Christian Miedreich wunderbar klischeehaft im Stillen des rauchenden Detektivs die Doktorin vernimmt, geht im Hintergrund das Leben in der Anstalt weiter. Mit all seinen Verrücktheiten. Wem soviel Action auf der Bühne zu viel ist, kann sich aber auch problemlos auf das eigentliche Geschehen konzentrieren, dafür sind die Verrücktheiten noch dezent genug. Da macht das Zusehen Spaß.</p>
<h2>Da macht das Zusehen Spaß.</h2>
<p>Bühnenbild und Kostüme gehen auf die Kappe von Susanne Weibler und Claudia Caséra. Ersteres bestand nicht, wie vom Stück gewohnt, aus dem Inneren der Sanatoriumsräume, sondern aus dem Sanatoriumspark: so rollt sich eine grüne Kunstrasen-Spielwiese über die Bühne, nebst einiger Gartenmöbel und eines Bäumchens, das nebenbei noch als Versteck für Zigarren und Alkohol dient. Ein nachdenklich machender Kniff beim Bühnenbild stellt das Schicksal des Rasens dar, der wird nämlich während des zweiten Aktes ruckartig von der Bühne gerollt. Zurück bleibt eine karge Bühne, die ihr mechanisches Innenleben offenbart.</p>
<p>Die Kostüme von Claudia Caséra stechen besonders bei den Anstaltsinsassen hervor: so wirkt Möbius in seiner kurzen Hose und seinem Blazer wie eine Mischung aus Schuljunge und verschrobenem Proffessor. Klaus-Michael Nix erinnert in seinem Kostüm an den Mad Hatter aus Alice im Wunderland und das Fräulein Doktor scheint ihr Kostüm von unserer derzeitigen Bundeskanzlerin geliehen zu haben. Die Kostüme und das Bühnenbild unterstreichen so zum einen die Komik und zum anderen die Tragik des Stückes. Eine rundum gelungene Sache.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Fazit: Sehenswert, witzig und doch nachdenklich stimmend mit einer besonderen Empfehlung für Schüler und Lehrer. Da stimmt die Chemie, ääh Physik.</em></p>
<p style="text-align: right;"> <span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<item>
		<title>Buntes: Steffen Popp im 5vier-Gespräch &#8211; &#8220;Arbeiten auf Anschlag&#8221;</title>
		<link>http://5vier.de/buntes-steffen-popp-im-5vier-gesprach-arbeiten-auf-anschlag-61960.html</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 06:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Die Physiker]]></category>
		<category><![CDATA[Dürrenmatt]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Ophelder]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 03. März feiert "Die Physiker" Premiere im Theater Trier, ein Stück in dem die Frage nach Wissenschaft und Moral offen gestellt wird. 5vier-Redakteurin Stefanie Braun traf sich vorab mit Regisseur Steffen Popp.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 3. März hat &#8220;Die Physiker&#8221; Premiere im Theater Trier, ein Stück in dem die Frage nach Wissenschaft und Moral offen gestellt wird. 5vier.de-Redakteurin Stefanie Braun stellte ebenfalls ein paar Fragen an Regisseur Steffen Popp, dem Trier nicht unbekannt ist.</strong></p>
<div id="attachment_62310" class="wp-caption alignright" style="width: 308px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Interview-Steffen-Popp.jpg" rel="lightbox[61960]"><img class="size-medium wp-image-62310 " title="Interview Steffen Popp" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Interview-Steffen-Popp-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Zurück in der alten Heimat - Steffen Popp</p></div>
<p>Ganz im Gegenteil war ihm die älteste Stadt Deutschlands doch drei Jahre lang zur Heimat geworden. Nachdem er sein Studium der Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen abgeschlossen hatte, folgten noch Jahre der praktischen Arbeit: als Regieassistent. Um Regisseur werden zu können verbrachte er von 2004 bis 2007 eine lehrreiche Zeit im Theater Trier, wie er selbst sagt, aber auch eine anstrengende.</p>
<p>&#8220;Was man schon allein daran sah, dass ich fünf Kilo abgenommen hatte&#8221;, meint er. Als Assistent eines Regisseurs hat man eben nicht viel Zeit um zu essen. Oder für andere Dinge. &#8220;Stücke von Kollegen aus anderen Städten sehen, war unmöglich, als Assistent bist du die Schnittstelle zwischen allem.&#8221; Zwischen Regisseur und Requisite, Maske und Kostümabteilung, dann wieder zwischen Regisseur und Schauspieler, zwischen dem Theater und der geplanten Produktion. Immer zwischen Tür und Angel. Und immer auf Anschlag.</p>
<p>&#8220;Selbst früher war die Situation und die Arbeit der Regieassistenten schon aufreibend und stressig, doch jetzt mit den Kürzungen und Einsparungen, sind es besonders die Assistenten die leiden. Sie ersetzen oft mehrere Stellen gleichzeitig, wie die Souffleuse oder den Requisiteur.&#8221; Darunter leidet laut Popp wieder jenes Stück, welches sich gerade in seiner Produktionsphase befindet. &#8220;Informationen können von dem Assistenten nur schnell weiter gegeben werden, dabei gehen wichtige Details unter oder es gibt Missverständnisse und das stört wiederrum den Ablauf einer Produktion.&#8221; Die Situation war zu seiner Zeit schon schwierig, doch nun hat sie sich noch zugespitzt. &#8220;Man merkt die Anspannung, obwohl sich alle große Mühe geben, einen möglichst guten Job zu machen, so wie immer.&#8221;</p>
<h2>Fremdheit und Nähe</h2>
<p>Was für ein Gefühl ist es für ihn nach vier Jahren wieder nach Trier zurück zu kommen, wollen wir wissen. &#8220;Ein merkwürdiges&#8221;, sagt er. &#8220;Einerseits ist es schön wieder mit alten lieben Kollegen zu arbeiten, andererseits befällt einen ein merkwürdiges Gefühl aus Fremdheit und Nähe. Eine Art Heimweh.&#8221; Einerseits sind ihm die Orte noch bekannt, andererseits hat er hier keinen Wohnsitz mehr. &#8220;Ich lebe mittlerweile woanders, aber Trier war drei Jahre lang Heimat.&#8221;</p>
<div id="attachment_62314" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/interview-steffen-popp_Michael-Ophelders_1.jpg" rel="lightbox[61960]"><img class="size-medium wp-image-62314 " title="interview steffen popp_Michael Ophelders_1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/interview-steffen-popp_Michael-Ophelders_1-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Spielt die Hauptrolle - Michael Ophelders</p></div>
<p>Wie soll nun seine Fassung &#8220;Der Physiker&#8221; aussehen? Wieder hat Popp gemischte Gefühle. Einerseits wolle er das Stück erstmal so nehmen wie es ist, andererseits müsse man bedenken, dass es mittlerweile fast 60 Jahre auf dem Buckel hat. Einige Dinge haben sich seitdem grundlegend geändert.</p>
<p>Im Stück entdeckt ein Wissenschaftler zuhause im stillen Kämmerlein die Weltformel, wird sich seiner Verantwortung für die Welt bewusst und lässt sich daraufhin in eine Nervenheilanstalt einweisen. &#8220;Dürrenmatts Angst, dass die Privatwirtschaft irgendwann die Wissenschaft kontrollieren könnte, ist längst da, ohne private Investitionen könnte die Forschung heute gar nicht weit kommen.&#8221;</p>
<p>Dürrenmatts Angst vor der nuklearen Bedrohung, ausgelöst durch den berühmten Druck auf den roten Knopf, ist in heutigen Zeiten viel subtiler. &#8220;Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen möglichst schnell in Produkte umgewandelt und dann auf die Bevölkerung und die Umwelt losgelassen werden. Dabei sind die Folgen meist gar nicht klar erforscht.&#8221;</p>
<p>Popp will das Stück für diesen heutigen Rahmen öffnen, ohne es platt zu aktualisieren. &#8220;Ich traue dem Zuschauer zu, dass das angesprochene Problem alleine auf heute hochgerechnet werden kann. Außerdem erkennt der Zuschauer zu recht eine gewisse Reibung, wenn man ältere Stücke einfach auf die heutige Schiene ziehen will. Dafür gibt es sehr gute neuzeitliche Stücke.&#8221;</p>
<h2 style="text-align: left;">Schocken und Wachrütteln</h2>
<p>Was für eine Lehre kann man aus dem Stück für die heutige Wissenschaft denn dann ziehen? Der düstere Ausgang des Stücke verleitet viele zu dem Glauben, dass die Menschheit sowieso dem Untergang geweiht ist. Popp sieht das ein bisschen anders: &#8220;Dürrenmatt ging es nicht darum, dass sich die Leute mit diesem Schicksal abfinden, sondern er wollte schocken und die Leute wachrütteln. Die Hauptfigur Möbius scheitert ja letztendlich daran, dass sie alles im Alleingang machen will. Dürrenmatt war davon überzeugt, dass ein Problem, was alle angeht, auch nur von allen gelöst werden kann.Und heute haben wir dafür viel mehr Möglichkeiten als damals &#8211; solche, die Dürrenmatt sich noch gar nicht vorstellen konnte.&#8221;</p>
<p>&#8220;Die Physiker&#8221; ist ein bekanntes Schulstück. Ist diese Version denn auch für Schüler geeignet? &#8220;Klar&#8221;, antwortet Popp und erinnert sich dabei an seine eigene Jugend, &#8220;Mich hat auch das interessiert, was die Erwachsenen interessiert hat, auch wenn ich manches nicht direkt verstehen konnte. Aber dann muss man einfach nachfragen können. Ich wurde als Jugendlicher immer sauer, wenn man mir Sachen künstlich heruntergerechnet hat, nur damit ich alles ohne Fragen zu stellen begreife.&#8221; Erstmal, so sagt er, sollte man den Leuten viel zutrauen, Fragen können dann im Austausch miteinander geklärt werden.</p>
<p><em>5vier.de wünscht Steffen Popp und seinen Darstellern alles gute für die Premiere am Samstag!</em></p>
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		<title>Buntes: &#8220;Lebenswert&#8221; &#8211; Spielzeitvorstellung im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 09:12:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was erwartet den treuen Theatergänger in der kommenden Spielzeit? Unter dem Motto "Lebenswert" stellte die Leitung des Theaters Trier am 15. Februar den Spielplan für die kommende Spielzeit vor. 5vier.de war dabei.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was erwartet den treuen Theatergänger in der kommenden Spielzeit? Unter dem Motto &#8220;Lebenswert&#8221; stellte die Leitung des Theaters Trier am 15. Februar den Spielplan für die kommende Spielzeit vor. 5vier.de war dabei.</strong></p>
<div id="attachment_61175" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Spielzeiter%C3%B6ffnung-201213.jpg" rel="lightbox[61162]"><img class="size-medium wp-image-61175  " title="Spielzeitvorstellung 2012/13" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Spielzeiter%C3%B6ffnung-201213-300x181.jpg" alt="" width="300" height="181" /></a><p class="wp-caption-text">Vorstellung der kommenden Spielzeit</p></div>
<p>Nicht nur lebenswert, auch &#8220;überlebenswert&#8221; (so scherzte Kulturdezernent Egger bei der Präsentation) sollte das Motto der neuen Spielzeit lauten. Denn obwohl das Theater Trier in dieser Spielzeit mit einigen finanziellen Stolpersteinen zu kämpfen hatte, will es in der nächsten Spielzeit noch eins drauflegen. Und zwar an Stücken. Fünf alleine im Musiktheater, sechs im Schauspiel, zwei im Tanztheater, ein Special zur Weihnachtszeit (neben dem Märchen wohlgemerkt) und vier Studioproduktionen erwarten den Zuschauer. Daneben wird es noch drei Wiederaufnahmen geben.</p>
<p>Ewiger Renner: &#8220;Der Kontrabass&#8221;, gefolgt von &#8220;Josef und Maria&#8221;, das bereits in der dritten Spielzeit auf die Bühne geht und das Erfolgsstück der jetzigen Spielzeit: &#8220;Gut gegen Nordwind&#8221;. Gerade die beiden letzteren sind von besonderem Interesse, denn zum einen wird Hans-Peter Leu, der männliche Hauptdarsteller von &#8220;Josef und Maria&#8221; zum Ende dieser Spielzeit in Rente gehen, somit muss die Rolle des &#8220;Josef&#8221; wohl eine Umbesetzung erfahren. Zum anderen wird &#8220;Gut gegen Nordwind&#8221; nicht bloß wieder aufgenommen, sondern auch fortgesetzt: &#8220;Alle sieben Wellen&#8221; lautet der Titel des Fortsetzungsromans von Daniel Glattauer und genauso wird auch das Nachfolgestück heißen. Regisseur und Darsteller bleiben das bewährte Trio Brunhoeber, Daun und Tritzschler.</p>
<h2>&#8220;EVITA&#8221; zum Auftakt</h2>
<div id="attachment_61176" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Spielzeitvorstellung-201213.jpg" rel="lightbox[61162]"><img class="size-medium wp-image-61176  " title="Spielzeitvorstellung 2012/13" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Spielzeitvorstellung-201213-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">Kulturdezernent Egger, Intendant Weber, GMD Puhl, Musikdramaturg Dr. Larsen</p></div>
<p>Ein weiterer Leckerbissen, der einiges an Hoffnungen beim Theater weckt, ist das Musical &#8220;Evita&#8221;, das in der Nachfolge zur &#8220;West Side Story&#8221; den Auftakt zur neuen Spielzeit bilden wird. Bereits am 14. Juli wird es eine Open Air Vorstellung in Losheim am See geben. Eine weitere Freiluft-Spielstätte ist die Burg Monschau, hier wird am 14. Juli das Schauspiel &#8220;Ein Sommernachtstraum&#8221; und am 15. Juli das Musical &#8220;Evita&#8221; aufgeführt. &#8220;Klassik-Festspiele&#8221; wird das Projekt heißen und eine &#8220;Kulturachse vom Norden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz bis ins Saarland&#8221; ziehen.</p>
<p>Weitere Gemeinschaftsprojekte und Gastspiele werden in Verbindung mit Triers neuer Partnerstadt Xiamen (<a href="http://5vier.de/buntes-das-sind-doch-alles-kommunisten-%E2%80%93-ein-jahr-in-china-teil-i-38319.html">5vier berichtete bereits über die Trierer Partnerstadt in China</a>), Luxemburg und dem Theater Koblenz stattfinden. &#8220;Die verkaufte Braut&#8221; und das Special &#8220;Hänsel und Gretel&#8221; sind bereits in der Planung.</p>
<h2>Bekanntes aus Film und Fernsehen</h2>
<p>Unter dem Motto &#8220;Lebenswert&#8221; steht auch das Schauspiel &#8220;Die Katze auf dem heißen Blechdach&#8221;, welches bereits aus Film und Fernsehen bekannt ist. Ebenfalls bekannt ist &#8220;Berlin Calling&#8221;, das in der Inszenierung von Britta Benedetti im Forum aufgeführt werden wird. Besonders interessant für Studenten wird die &#8220;Winterreise&#8221; von Elfriede Jelinek werden, die sich neben aktuellen Ereignissen auch mit der Biographie der Schriftstellerin beschäftigt.</p>
<p>Im Schauspiel wird wieder auf einen Mix aus klassischem Kanon und modernen Inszenierungen gesetzt, so sieht man neben der altbewährten &#8220;Minna von Barnhelm&#8221;, inszeniert von Intendant Gerhard Weber, neuere Stücke wie &#8220;Bandscheibenvorfall &#8211; Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden&#8221;. Unter dem neuen Motto wird wieder ein weites Feld an philosophischen Fragen abgehandelt werden. Ab wann ist Leben lebenswert? Und ab wann nicht mehr? Wann leidet das Leben unter Karrieregeilheit oder unter Ehrbegriffen? Was bedeutet ein Leben für die Kunst?</p>
<h2>Philosophische Fragen als Grundlage für eine erfolgreiche Spielzeit</h2>
<p>Neben vielen schönen Vorschauen gab es allerdings auch ein paar traurige Nachrichten. Nicht nur Hans-Peter Leu wird das Theater nach dieser Spielzeit verlassen, auch zwei Sänger werden neue Wege beschreiten. Claudia-Denise Beck und Carlos Aquirre streben einen Fachwechsel an und verlassen Trier dafür. 5vier.de wünscht den beiden alles Gute für ihren weiteren Lebensweg und Hans-Peter Leu einen schönen Ruhestand.</p>
<p><em> Bei so vielen Stücken wird wohl auch in der neuen Spielzeit für jeden etwas dabei sein, 5vier.de wird wie gewohnt berichten.</em></p>
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		<title>Freizeit: Vierter One Night Stand – „Weder streicheln noch blasen“</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 10:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstag, 9. Februar,  fand wieder der allmonatliche "One Night Stand" im Astarix statt. Dieses Mal führte Sängerin Evelyn Czesla durch den Abend. Thema: „Taktvoll, ein Quiz rund um Musik Musik Musik".]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Donnerstag, 9. Februar,  fand wieder der allmonatliche &#8220;One Night Stand&#8221; im Astarix statt. Dieses Mal führte Sängerin Evelyn Czesla durch den Abend. Thema: „Taktvoll, ein Quiz rund um Musik Musik Musik&#8221;.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.12.11.jpg" rel="lightbox[60886]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-61041" title="One-Night-Stand-4.12.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.12.11-300x150.jpg" alt="" width="300" height="150" /></a></p>
<p>Ein Quiz sollte es werden, die nötigen Zutaten dafür waren vorhanden: es gab eine Moderatorin, vier Gäste, sogar einen Quizmaster und Spezial-Gäste. Nur der Publikumsjoker wollte nicht so recht funktionieren. Verwaltungsdirektorin Heidi Schäfer, Sänger Svetislav Stojanovic, Orchestermitglied Cornelia Hain und Überraschungsgast Klaus Dieter Köhler standen Rede und Antwort auf Czeslas knifflige Fragen.</p>
<div id="attachment_60898" class="wp-caption alignright" style="width: 303px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.11.1.jpg" rel="lightbox[60886]"><img class="size-medium wp-image-60898  " title="One Night Stand 4.11.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.11.1-293x300.jpg" alt="" width="293" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Moderatorin Evelyn Czesla</p></div>
<p>Die Vier selbst hatten zwar viele Gelegenheiten mit ihrem Fachwissen zu glänzen, was nicht verwundert, kommen sie doch alle vom Fach. Dafür konnte die Veranstaltung an sich beim Publikum leider nicht wirklich trumpfen. Wer aufmerksam zuhörte bekam zwar die eine oder andere Raffinesse der koketten Moderatorin mit, so etwa bei der Frage nach einem Instrument, das man „weder streicheln noch blasen“ könne, aber spätestens bei den Antworten und Scherzen der Gäste musste man mehr als genau hinhören. Wer nur noch Platz in den hinteren Reihen gefunden hatte, musste es schließlich aufgeben. Sehr schade.</p>
<h2>Die Raumaufteilung: leider nicht sehr gelungen</h2>
<p>Schuld war unter anderem die neue Aufteilung im Astarix. Während der Talk sonst eher am Tresen abgehalten wurde, hatte er sich nun in den Essbereich des Astarix verschoben. Zudem machte es eine scheinbar undurchdringliche erste Reihe unmöglich, sich als hinterer Zuschauer als ein Teil des Geschehens zu fühlen. Noch mal: Sehr schade.</p>
<p>Musikalische Unterbrechungen, die neue Quizfragen einläuteten, so unter anderem von einem saarländischen Bläserquintett, Sängerin Claudia-Denise Beck und Sänger Carlos Aquirre, boten einiges an Würze und wieder Entertainment für jedermann.</p>
<div id="attachment_60900" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.13.1.jpg" rel="lightbox[60886]"><img class="size-medium wp-image-60900  " title="One Night Stand 4.13.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.13.1-300x264.jpg" alt="" width="300" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Musikalische Untermalung von Claudia-Denise Beck...</p></div>
<p>Die Musik, die auch dieses Mal im Mittelpunkt stand, versüßte den Abend und sorgte bei dem einen oder anderen für einen bekannten „Aha-Effekt“. Gespickt wurde das ganze noch mit einigem Hintergrundwissen. Zudem gab es mit Diane Pilcher einen bekannten und amüsanten Talkgast, der von seiner sängerischen Jugend und einigen peinlichen Bühnenauftritten erzählte. Die freundliche Amerikanerin und Wahltriererin bezauberte mit ihrer offenen Art das Publikum. Gewonnen hat das Quiz letztendlich Sänger Svetislav Stojanovic, nach einem unerbittlichen Kopf-an-Kopfrennen mit Verwaltungsdirektorin Heidi Schäfer.</p>
<h2>Ein gutes Konzept mit schlechter Umetzung</h2>
<p>Insgesamt kann man sagen, dass einem an diesem Abend bestimmt viel entgangen ist, leider nicht nur, wenn man anderweitig unterwegs war. Widrige Umstände, wie zu leise eingestellte Mikrofone, schlechte Akkustik durch zu starke Nebengeräusche, aber auch die eher exklusiv gehaltene Platzwahl, führten dazu, dass der vierte One Night Stand zu einer „Privatveranstaltung“ wurde. Dabei war das Konzept wieder gut durchdacht, mit spannenden Fragen, sympathischen Gästen und wunderschönen musikalischen Intermezzos. Schade, dass man als Zuschauer so wenig davon mitbekam. Und erneut bleibt nur zu sagen: Schade, sehr sehr schade.</p>
<p><em>Der nächste One Night Stand ist für den 8. März geplant, hoffentlich mit besser funktionierenden Mikros.</em></p>

<a href='http://5vier.de/freizeit-vierter-one-night-stand-%e2%80%93-%e2%80%9eweder-streicheln-noch-blasen%e2%80%9c-60886.html/one-night-stand-4-1-1' title='One Night Stand 4.1.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.1.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand 4.1.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-vierter-one-night-stand-%e2%80%93-%e2%80%9eweder-streicheln-noch-blasen%e2%80%9c-60886.html/one-night-stand-4-2-1' title='One Night Stand 4.2.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.2.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand 4.2.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-vierter-one-night-stand-%e2%80%93-%e2%80%9eweder-streicheln-noch-blasen%e2%80%9c-60886.html/one-night-stand-4-3-1' title='One Night Stand 4.3.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.3.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Hoher Besuch - u.a. Angelika Birk und Gerhard Weber" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-vierter-one-night-stand-%e2%80%93-%e2%80%9eweder-streicheln-noch-blasen%e2%80%9c-60886.html/one-night-stand-4-4-1' title='One Night Stand 4.4.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.4.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand 4.4.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-vierter-one-night-stand-%e2%80%93-%e2%80%9eweder-streicheln-noch-blasen%e2%80%9c-60886.html/one-night-stand-4-6-1' title='One Night Stand 4.6.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.6.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand 4.6.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-vierter-one-night-stand-%e2%80%93-%e2%80%9eweder-streicheln-noch-blasen%e2%80%9c-60886.html/one-night-stand-4-7-1' title='One Night Stand 4.7.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.7.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="...Carlos Aguirre..." /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-vierter-one-night-stand-%e2%80%93-%e2%80%9eweder-streicheln-noch-blasen%e2%80%9c-60886.html/one-night-stand-4-8-1' title='One Night Stand 4.8.1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/One-Night-Stand-4.8.1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand 4.8.1" /></a>
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		<title>Buntes: &#8220;Eine Herzenssache&#8221; &#8211; Jupiter Jones besuchen Nestwärme e.V.</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 14:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Herzenssache e.V. Spendenaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Jupiter Jones]]></category>
		<category><![CDATA[nestwärme e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Petra Moske]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeden Tag eine gute Tat. Dieses Sprüchlein nahmen sich die vier Musiker von "Jupiter Jones" zu Herzen und besuchten am gestrigen Donnerstag das Mehrgenerationenhaus in Trier.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Jeden Tag eine gute Tat. Dieses Sprüchlein nahmen sich vier Musiker zu Herzen. Immer ein Jahr lang eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen war ihr Ziel. Nun unterstützen diese Vier, besser bekannt als &#8220;Jupiter Jones&#8221;, den Trierer Verein Nestwärme.</strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/artikelbild-nestwärme-jupiter1.jpg" rel="lightbox[60808]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-60877" title="artikelbild-nestwärme-jupiter" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/artikelbild-nestwärme-jupiter1-300x162.jpg" alt="" width="300" height="162" /></a></p>
<p>Am gestrigen Donnerstag gab es hohen Besuch im Mehrgenerationenhaus Trier, wo neben anderen auch der Verein Nestwärme seinen Sitz hat. Die Band &#8220;Jupiter Jones&#8221; kam vorbei und brachte ein paar Geschenke und gute Nachrichten mit. Die vier aus der Eifel stammenden Musiker, die gerade mit ihrer ersten Single „Still“ die deutschen Charts eroberten, haben es sich ans Herz gelegt jedes Jahr eine wohltätige Sache zu unterstüzen.</p>
<p>Gemeinsam mit dem Verein „Herzenssache“, der vom SWR, SR und der Spardabank getragen wird, suchten sie sich Nestwärme aus und boten ihre Unterstüzung bei der Zusammentragung von Spendengeldern an. Sie rechneten mit euphorischen Zusagen und waren überrascht als sie erstmal zu einem „Kennenlernen“ eingeladen wurden. Schlagzeuger Marco findet das im Nachhinein sogar sehr bewundernswert. „Wir rechneten damit, dass unsere Hilfe sofort angenommen wird, statt dessen wollte man uns erstmal kennenlernen und schauen ob eine Zusammenarbeit überhaupt gut wäre, für uns wie für den Verein. Das hat uns imponiert.“</p>
<div id="attachment_60812" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestw%C3%A4rme-6.1.jpg" rel="lightbox[60808]"><img class="size-medium wp-image-60812 " title="Nestwärme 6.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestw%C3%A4rme-6.1-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Jupiter Jones mit Leonie Moske</p></div>
<h2>Vor der Zusammenarbeit kommt das Kennenlernen</h2>
<p>Petra Moske erklärte uns im Gespräch: „Wir wollen die Leute immer erst kennenlernen bevor wir so eine intensive Zusammenarbeit angehen. Wenn die Chemie nicht stimmt, kann auch kein positives Ergebnis für beide Parteien rauskommen. Menschen müssen auch hinter dem stehen, was sie tun, ansonsten ist es nicht authentisch.“ Man traf sich also neben Kaffee und Kuchen zu einem Gespräch, schnell war eines klar: die Chemie stimmte. Nun war also Nestwärme der Verein, der ein Jahr lang von Jupiter Jones gefördert wurde. Doch wie darf man sich eine solche Förderung vorstellen?</p>
<p>„Wir haben zum Beispiel auf jedem Konzert eine Gästeliste, manchmal stehen dort über hundert Leute drauf, die meistens umsonst zusehen dürfen. Mittlerweile bitten wir jeden dieser Gäste um eine Spende von fünf Euro an den jeweiligen Verein, den wir gerade unterstüzen. Fünf Euro tun keinem weh, können aber am Jahresende ein schönes Sümmchen ergeben, das wir dann der guten Sache zukommen lassen können“, erklärt Marco.</p>
<p>Damit war die Spendensache also geklärt, doch was machten die Musiker nun am 9. Februar im Mehrgenerationenhaus? „Wir finden es wichtig, dass man weiß, was wir machen und wofür die Leute Geld sammeln“, so Moske. Deshalb entschloss man sich vor ein paar Wochen mehr oder weniger spontan zu einem Treffen mit ein paar Nestwärmemitgliedern und deren Familien.</p>
<p>Nachdem Schlagzeuger Marco, Bassist Andreas und Gitarrist Sascha; Sänger Nicholas konnte leider nicht dabei sein, den Tag mit Besuchen bei Nestwärmefamilien verbracht hatten, kamen sie abends ins Vereinsbüro um ein paar Nestwärme-Jugendliche kennen zu lernen. Corinna (17) war mit ihrem Vater Frank da, sie ist ein ausgesprochener Musikfan und mag laut eigenen Worten sowieso alles was „gut abgeht“.</p>
<h2>„Ich freue mich total und lasse einfach alles auf mich zukommen.“</h2>
<div id="attachment_60811" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/nestw%C3%A4rme-1.1.jpg" rel="lightbox[60808]"><img class="size-medium wp-image-60811  " title="nestwärme 1.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/nestw%C3%A4rme-1.1-300x264.jpg" alt="" width="300" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Corinna mit ihrem Vater Frank</p></div>
<p>Von Jupiter Jones hatte sie schon gehört, allerdings nur aus dem Radio. „Ich freue mich total und lasse einfach alles auf mich zukommen.“ Dabei hat Corinna durchaus schon Promierfahrung sammeln können. Mit Thomas Kiessling, dem Sänger aus Trier, ist sie über Nestwärme schon bekannnt geworden, mit Jörg Knör, dem Comedian, der auch schon die Zeichentrickpausenfüller fürs ZDF gestaltet hat, hat sie bereits einen Spot für den RTL- Spendenmarathon 2001 gemacht. Da kann sie selbst die Anwesenheit für Fernsehen und Radio nicht mehr schrecken.</p>
<p>Auch Daniel (13) hat schon Bekanntschaft mit Künstlern machen dürfen. Als es ihm wieder einmal sehr schlecht ging und er in der Freiburger Uniklinik liegen musste, hat ihm „Herzenswünsche“ einen Traum erfüllt. Er durfte den Graf von Unheilig höchsselbst bei einem privaten Konzert treffen.</p>
<p>Trotzdem weiß nicht nur Petra Moske, dass dieses Treffen etwas ganz besonderes für alle Beteiligten ist. „Ich weiß von ihrem Vater, dass Corinna die ganze Nacht nicht schlafen konnte und meine eigene Tochter ist auch hier und ganz aufgeregt. Es ist einfach toll, Menschen so im Privaten begegnen zu können, die man sonst nur aus der Ferne sieht.“</p>
<h2>&#8220;Jeder muss nur ein bisschen was geben&#8221;</h2>
<p>Auch für die Musiker war dieser Tag etwas ganz Besonderes: „Zu sehen, was für Kämpfernaturen diese Kinder und ihre Familien sind und zu wissen, dass Nestwärme selbst auch immer kämpfen muss und praktisch aus dem Nichts heraus entstanden ist, verbindet uns auf eine besondere Weise damit. Denn wir mussten auch immer wieder kämpfen und haben uns aus dem Nichts heraus hoch gearbeitet.“ Die Vier selbst schwimmen noch nicht im Geld, ganz im Gegenteil. Trotzdem sind sie sich sicher: „Wenn jeder ein bisschen gibt und ein bisschen was macht, dann kommt am Schluss bestimmt etwas tolles dabei heraus.“</p>
<p><em>5vier.de wünscht Jupiter Jones, Nestwärme e.V. und den anwesenden Familien alles Gute und hoffentlich eine schöne Summe an Spenden.</em></p>

<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-1-1' title='nestwärme 1.1'><img width="136" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/nestwärme-1.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Corinna mit ihrem Vater Franz" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-6-1' title='Nestwärme 6.1'><img width="180" height="117" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-6.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Jupiter Jones mit Leonie Moske" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/artikelbild-nestwarme-jupiter' title='artikelbild nestwärme jupiter'><img width="180" height="117" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/artikelbild-nestwärme-jupiter.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="artikelbild nestwärme jupiter" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwame-17-1' title='Nestwäme 17.1'><img width="143" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwäme-17.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwäme 17.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme4-1' title='Nestwärme4.1'><img width="180" height="115" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme4.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme4.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme8-1' title='Nestwärme8.1'><img width="160" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme8.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme8.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-9-1' title='Nestwärme 9.1'><img width="117" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-9.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 9.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-12-1' title='Nestwärme 12.1'><img width="160" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-12.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 12.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-14-1' title='Nestwärme 14.1'><img width="140" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-14.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 14.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-15-1' title='Nestwärme 15.1'><img width="180" height="108" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-15.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 15.1" /></a>
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<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-18-1' title='Nestwärme 18.1'><img width="180" height="109" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-18.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 18.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-19-1' title='Nestwärme 19.1'><img width="149" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-19.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 19.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-20-1' title='Nestwärme 20.1'><img width="168" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-20.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 20.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-22-1' title='Nestwärme 22.1'><img width="180" height="113" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-22.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Daniel mit Jupiter Jones" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-23-1' title='Nestwärme 23.1'><img width="180" height="113" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-23.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 23.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/nestwarme-24-1' title='Nestwärme 24.1'><img width="122" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/Nestwärme-24.1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Nestwärme 24.1" /></a>
<a href='http://5vier.de/buntes-jupiter-jones-unterstutzen-nestwarme-e-v-60808.html/artikelbild-nestwarme-jupiter-2' title='artikelbild-nestwärme-jupiter'><img width="180" height="97" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/02/artikelbild-nestwärme-jupiter1.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="artikelbild-nestwärme-jupiter" /></a>

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		<title>Aktuelles: Wenn Minusgrade zur Gefahr werden &#8211; Kältebusse helfen</title>
		<link>http://5vier.de/aktuelles-wenn-minusgrade-zur-gefahr-werden-kaltebusse-konnen-helfen-60320.html</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 11:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Kältebus]]></category>
		<category><![CDATA[Obdachlose]]></category>
		<category><![CDATA[Raimund Ackermann]]></category>
		<category><![CDATA[Streetworker]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ein paar Tagen kursiert auf Facebook eine gute Idee: der Kältebus-Notruf. Er sorgt dafür, dass Obdachlose nicht den Erfrierungstod erleiden müssen. 5vier hat sich umgehört, was u.a. in Trier gegen die Kälte getan wird. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit ein paar Tagen kursiert auf Facebook eine gute Idee: der Kältebus-Notruf. Er sorgt dafür, dass Obdachlose nicht den Erfrierungstod erleiden müssen. Allerdings ist die Nummer, die dort &#8220;geliket&#8221; und geteilt wird nicht immer zutreffend. 5vier-Redakteurin Stefanie Braun hat sich mal umgehört, was in der Großregion gegen die Kälte getan wird.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_25647" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2010/12/Schnee-Markusberg.jpg" rel="lightbox[60320]"><img class="size-medium wp-image-25647" title="Schnee Markusberg" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2010/12/Schnee-Markusberg-300x166.jpg" alt="" width="300" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Seit einigen Tagen hat eine eisige Kälte Trier und die Region fest im Griff. Foto: <a href="http://fotolena.de">Anna Lena Grasmück</a></p></div>
<p>Die Idee ist gut und wichtig, denn jede größere und kleinere Stadt hat im Winter ein Problem. Gerade jetzt, wo eine &#8220;Sibirische Kälte&#8221; Schnee und Eis über Deutschland bringt, kann für Menschen, die auf der Straße leben, jede Nacht die letzte sein. So auch im Winter 1994 in Berlin. Denn damals erfror ein Obdachloser, weil er keine Kraft mehr hatte selbst einen sicheren Platz zum übernachten aufzusuchen. Diese Nachricht schockierte nicht nur, sondern sie rief auch etwas ins Leben.</p>
<p>Mitarbeiter einer sogenannten City-Station, einem Restaurant mit Beratung und Seelsorge, suchten nach einer Soforthilfe und fanden sie. Allerdings erst nachdem sie es selbst angepackt hatten. In der nächsten Nacht fuhren sie mit einem VW-Bus los und retteten bis heute hunderte Menschen vor dem Kältetod. Bald fanden sich weitere Helfer in anderen Städten, die von der Idee begeistert waren und die diese ebenfalls verwirklichten.</p>
<p>Auch in Rheinland-Pfalz gibt es mit &#8220;Der Platte&#8221; eine Organisation, die sich der vielen Obdachlosen annimmt und sie auf Wunsch an einen warmen Platz zur Übernachtung bringt. Mit finanzieller Unterstützung durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen können die Streetworker viele Materialien wie Decken, Isoliermatten, Schlafsäcken und Winterbekleidung verteilen. Daneben bringt der Kältebus Obdachlose bei Bedarf ins Krankenhaus oder in sogenannte Übernachtungs- und Resozialisierungsstellen.</p>
<p>Auf den Webseiten der jeweiligen Kältebuseinrichtungen einer Stadt oder eines Umkreises findet man Telefonnummern, die man anrufen kann, falls man beim abendlichen Spaziergang einen erfrierenden Obdachlosen sieht. Bis hierhin stimmen auch die Angaben auf Facebook. Doch Vorsicht! Wer jetzt schon sein Handy gezückt hat um sich die Nummer in die Schnellwähltaste einzuspeichern, sollte vier wichtige Dinge beachten:</p>
<h2 style="text-align: left;">Falsche Nummern im Netz</h2>
<p><em> 1. Wer einen offensichtlich frierenden Menschen ohne Obdach auf der Straße sieht, sollte trotzdem sicher gehen, dass dieser auch von einem Kältebus abgeholt werden will. Sonst fährt dieser aus und muss sich am Ende wieder fortschicken lassen, denn trotz Kälte wollen manche lieber im Freien schlafen. Der Bus muss dann unverrichteter Dinge nach Hause fahren und verpasst so womöglich den Anruf von jemandem der wirklich Hilfe will und braucht.</em></p>
<p><em> 2. Sollte jemand bereits ohne Bewusstsein und nicht mehr ansprechbar sein, braucht man die Nummer des Kältebusses gar nicht erst im Handy zu suchen. Die richtige Nummer lautet dann 112 (Notruf).</em></p>
<p><em> 3. Achtung hier nun für alle Facebooknutzer: Handynummern, die angegeben und auch geteilt werden überschreiten oft ihren Zuständigkeitsbereich. Die vielfach gelesene Nummer:0178-523 58 38 gilt nur für Berlin. In Rheinland-Pfalz gibt es einen Kältebus, dessen Sitz in Bingen ist. &#8220;Die Platte&#8221; heißt die Organisation, ihre Nummer lautet: 0172-61 28 28 2. Doch auch der deckt nur den Großraum Bingen-Mainz ab. In Koblenz fährt dienstags, donnerstags und samstags abends ein Bus mit heißen Getränken, Decken und Bekleidung durch die Stadt und verteilt diese an Obdachlose.</em></p>
<p><em> 4. Leider gibt es derzeit in Trier keine Einrichtung wie den Kältebus. Dafür kann man sich an andere helfende Hände wenden:</em></p>
<h2>Streetworker in Trier</h2>
<div id="attachment_25730" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2010/12/Schneegeschichten11.jpg" rel="lightbox[60320]"><img class="size-medium wp-image-25730" title="Schneegeschichten" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2010/12/Schneegeschichten11-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Schnee und Eis in der Trierer Innenstadt. Bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich kann die Kälte für Obdachlose schnell zur Gefahr werden.</p></div>
<p>Raimund Ackermann, Streetworker in Trier, erzählte von der Problematik im Winter: Zwar gibt es in Trier keinen Kältebus, dafür patrollieren Polizei und Ordnungsamt, letztere bis 24:00 Uhr, die anderen die ganze Nacht. Allerdings weiß Ackermann aus eigener Erfahrung, dass die Polizei viele Verstecke kennt, aber Obdachlose meist schwer greifbar sind, da steht er meist mit Rat und Tat zu Seite.</p>
<p>Sobald das Thermometer unter null Grad wandert, klingeln bei allen Institutionen die Alarmglocken. Da heißt es eng zusammenarbeiten, denn gerade bei alkoholkranken Menschen machen Herz und Kreislauf bei Kälte schneller schlapp. Was kann man als Otto-Normal-Verbraucher im Ernstfall tun?</p>
<p>Ackermann gibt den Rat zuerst die Polizei zu rufen, nachdem man sich vergewissert hat, dass eine Eigengefährdung des Menschen besteht. Die Polizei, so sagt er, weiß meistens besser wie man mit Obdachlosen umgehen sollte, als ein Rettungsassistent oder Pflegepersonal im Krankenhaus. Die Polizei bringt sie dann in eines der Wohnheime des Caritasverbandes. Allerdings kann es auch dort zu Komplikationen kommen. Es herrscht striktes Alkoholverbot, so Ackermann, dies ist auch ein Grund warum manche die Nacht lieber im Freien verbringen, als in ein warmes Wohnheim zu gehen. Zudem sind die Einzelzimmer der Heime meist schon im November ausgebucht, geschlafen wird dann auf Feldbetten, mit mehreren Personen zusammen in einem Raum.</p>
<p>Sich anzupassen und Regeln zu befolgen ist für manche Menschen recht schwierig. Deshalb ist nach einer Nacht im warmen oft schon wieder Schluss und man sucht sich eines der alten Verstecke aus um die Nacht dort zu verbringen. Zwei beliebte Orte sind Bankeingäng und Tiefgaragen, dabei wissen Obdachlose meist genau wo sie hingehen können um auch ohne Karte durch Schiebetüren zu kommen oder ein Rolltor zu überwinden. Erschrockene Passanten sind da an der Tagesordnung, die Polizei tolleriert dies. Man könne die Menschen ja nicht dem Erfrierungstod überlassen, gibt Ackermann zu bedenken. Bleibt zu hoffen, dass in diesem Jahr niemand dieses schreckliche Schicksal ereilen wird und dass die Temperaturen bald wieder über die Null-Grad-Marke steigen.</p>
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		<title>Freizeit: &#8220;Wie eiskalt ist dies Händchen?&#8221; &#8211; &#8220;La Boheme&#8221; im Theater Trier</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag feierte die Oper "La Boheme" Premiere im Theater Trier. Die tragische Liebesgeschichte um den erfolglosen Künstler Rodolfo und die todkranke Mimi wurde inszeniert von Benedikt Borrmann.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 28. Januar, hatte die Oper &#8220;La Boheme&#8221; im Großen Haus des Theaters Trier Premiere. Die tragische Liebesgeschichte um den erfolglosen Künstler Rodolfo und die todkranke Mimi wurde inszeniert von Benedikt Borrmann.</strong></p>
<div id="attachment_60042" class="wp-caption alignright" style="width: 245px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/la-boheme-5.1.jpg" rel="lightbox[60011]"><img class="size-medium wp-image-60042  " title="la boheme 5.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/la-boheme-5.1-235x300.jpg" alt="" width="235" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Carlos Aquirre und Joana Caspar</p></div>
<p>Paris zur Jahrhundertwende. Vier erfolglose Künstler schlagen sich mehr schlecht als recht durchs Leben, sie teilen sich eine miserable Unterkunft, jeden Laib Brot und natürlich etliche Flaschen Wein &#8211; immer am Rande der Existenzangst. Bis einer von ihnen durch eine glückliche Fügung wieder etwas Geld heranschaffen kann. Eines schönen Winterabends ist es soweit: Musiker Schaunard (Alexander Trauth) ist wieder flüssig und lädt seine Wohnpartner Philosoph Colline (Pawel Czekala), Maler Marcello (Carlos Aquirre) und den Poeten Rodolfo (Svetislav Stojanovic) zu einer Tour durch die Lieblingskneipen ein. Letzterer muss allerdings erst noch die letzten Zeilen an einem Artikel fertig stellen. Während seine Kumpanen beim Portier das Mietshauses warten, schreibt Rodolfo, zumindest hatte er das vor, bis es an seiner Tür klopft und seine Nachbarin Mimi (Joana Caspar) vor ihm steht steht.</p>
<p>Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch das Glück der beiden trübt sich schnell, denn Mimi ist unheilbar an Tuberkulose erkrankt und das zugige Dachgeschosszimmer Rodolfos lässt ihren Gesundheitszustand nicht gerade besser werden. So trennt Rodolfo sich von seiner Geliebten, in der Hoffnung dass sie noch ein besseres Leben finden kann, als das an seiner Seite. Zeitgleich trennt sich Maler Marcello von seiner allzu lebenslustigen Freundin Musetta (Evelyn Czesla). Die beiden Männer ziehen wieder in ihre alte Wohnung und lassen zusammen mit ihren beiden anderen Gefährten den Tag an sich vorbeiziehen. Bis Musetta erneut auftaucht, mit einer Mimi im Schlepptau, die den Tod bereits vor Augen hat und nichts mehr wünscht als ihre letzten Stunden bei ihrem Geliebten zu verbringen.</p>
<h2>Kein ungetrübtes Glück</h2>
<p>Joana Caspar und Svetislav Stojanovic geben wie im &#8220;Graf von Luxemburg&#8221; erneut das Liebespaar, dieses Mal allerdings mit tragischem Ausgang. Dafür weist ihr Spiel miteinander nun wesentlich mehr Tiefe und Natürlichkeit auf, als noch im &#8220;Grafen&#8221;. War es damals noch etwas steif, wird es besonders im zweiten Akt wirklich berührend. Zwar bleibt der erste Akt im ganzen etwas hinter dem zweiten zurück, besonders der Anfang in der Wohnung der vier brotlosen Künstler erscheint etwas blutleer, dafür wandelt sich das Bild ab dem Auftritt der männerhungrigen Musetta alias Evelyn Czesla. Die weiß nicht nur ihren Ex-Geliebten Marcello zur Weißglut zu treiben sondern auch für Action auf der Bühne zu sorgen.</p>
<p>Der zweite Akt gehört dann ganz Mimi alias Joana Caspar, die die Erkrankte und schließlich Sterbende wunderbar ergreifend gibt. Daneben, wie immer sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überzeugend, ihr Partner Svetislav Stojanovic, der hin und her gerissen ist zwischen unbegründeter Eifersucht, echter Sorge um die Gesundheit seiner Geliebten, verzweifelter Trauer und Schrecken beim Anblick einer Sterbenden unter seinem Dach. Neben diesem Pärchen brillieren auch Carlos Aquirre und Evelyn Czesla als zankendes Paar, das letztendlich doch nicht voneinander loskommt, er ist ein übertrieben eifersüchtiger Liebhaber und sie gibt ihm allen Grund dazu. Erscheint Musetta einerseits als männerverschlingender Vamp, so wird sie doch im Angesicht ihrer sterbenden Freundin sanft wie ein Lamm. Alexander Trauth und Pawel Czekala erhalten wenig Raum um zu zeigen was sie können, doch da wo es geht überzeugt besonders Czekala mit seiner Spielfreude.</p>
<h2>Viel Lob für das Orchester</h2>
<div id="attachment_60041" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/la-boheme-7.1.jpg" rel="lightbox[60011]"><img class="size-medium wp-image-60041  " title="la boheme 7.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/la-boheme-7.1-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Den Tod vor Augen</p></div>
<p>Das Orchester, unter Leitung von GMD Victor Puhl, verdient Lob ebenso wie der Chor, unter der Leitung von Angela Händel. Das Bühnenbild von Manfred Breitenfellner vermittelt durch seine Einfachheit und seine &#8220;Verbautheit&#8221; die ärmlichen Verhältnisse unter denen die vier Künstler leben und unterstützt die tragische Situation der Akteure. Die Kostüme von Carola Vollath sind zwar nicht historisch gehalten und doch passen sie zu den einzelnen Rollen. Eher schlicht und gradlinig bei Mimi, dafür umso gewagter bei Musetta.</p>
<p>Regisseur Benedikt Borrmann schuf hier eine Fassung von Giacomo Puccinis Werk, die zwar in den ersten Minuten etwas schwächelt, dafür aber im zweiten Akt beträchtlich aufholt und schließlich durch großes Einfühlungsvermögen und eine &#8220;zum Sterben&#8221; schöne Mimi auf die Bühne bringt. Leider vernachlässigte er den Anfang des ersten Aktes, sodass der Einstieg etwas schwer fällt. Wo die Interaktion zwischen den Sängern später tadellos funktioniert, fehlt sie dort. Dafür wird man mit einem zu Herzen gehenden Ende belohnt. Durchhalten lohnt sich also.</p>
<h2>Das Stück erreicht die Herzen der Zuschauer</h2>
<p>Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten schafft es &#8220;La Boheme&#8221; in der Inszenierung von Benedikt Borrmann doch noch die Herzen zu erreichen und den Zuschauer zu Tränen zu rühren. Die Inszenierung besticht eher durch viel Einfühlungsvermögen und verzichtet dafür auf große Showeinlagen. Dies lässt sie zu einer ordentlichen Leistung werden. Note 2+. Leider nicht mehr, denn wenigstens ein paar Showeinlagen hätten das berührende Stück nachhaltiger ins Gedächtnis gebracht. So verblaßt es in der Erinnerung leider recht schnell. Alles in allem aber wieder eine gelungene Inszenierung von Borrmann.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Fotos: Theater Trier</span></p>
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		<title>Buntes: Vorsicht Hundebesitzer &#8211; Schützen Sie Ihren Hund vor Vergiftung</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 13:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Schon gelesen?]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Heinrich Kreuder]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Schwermetalle]]></category>
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		<category><![CDATA[Tierarzt]]></category>
		<category><![CDATA[Trierer Hafen]]></category>
		<category><![CDATA[Vergiftungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Des Menschen bester Freund braucht wenige Dinge zum Glücklichsein: Liebe, Fressen, Auslauf. Besonders das letztere ist für viele Hunde ein Muss um gesund zu bleiben. Doch Vorsicht, wenn der Hund aus Pfützen trinkt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Des Menschen bester Freund braucht nur wenige Dinge zum Glücklichsein: Liebe, Fressen, Auslauf. Besonders das letztere ist für viele Hunde ein Muss um gesund und fit zu bleiben. Dumm nur wenn der gutgemeinte Spaziergang den freundlichen Vierbeiner krank macht oder sogar gefährdet. Wie etwa im Trierer Hafen.</strong></p>
<div id="attachment_58679" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/Tierarztartikel.jpg" rel="lightbox[58645]"><img class="size-medium wp-image-58679" title="Tierarztartikel" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/Tierarztartikel-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">Damit der beste Freund gesund bleibt...</p></div>
<p>Anwohner in Pfalzel und Ehrang werden die besagte Strecke kennen. Der Weg durch den Trierer Hafen, vorbei an Fabriken und industriellen Bauten, an dessen Ende sogar eine kleine Bäckerei liegt, wo sich Passanten bei einem Kaffee entspannen können. Nicht selten sieht man dort auch Hundebesitzer, die nach einem ausgedehnten Spaziergang Rast machen wollen. Doch aufgepasst!</p>
<p>Gerade für die tierischen Begleiter kann dieser Ausflug gefährlich werden. Besonders bei Regenwetter kann jede Pfütze zum lebensbedrohlichen Nassfleck werden. Tierarzt Dr. Heinrich Kreuder klärte uns über die Lage auf. Denn unlängst hatte er wieder Fälle von Hunden mit Vergiftungserscheinungen in seiner Praxis in Ehrang.</p>
<p>&#8220;Gefährlich für die Tiere sind die aus der Industrie im Hafenbereich stammenden Rückstände, insbesondere die der Schwermetalle.&#8221; Diese werden durch den Regen ausgewaschen und sammeln sich in gefährlicher Zahl in den Pfützen. Welcher Hundebesitzer kennt es nicht, dass der durstige Begleiter während eines längeren Spaziergangs aus ebensolchen trinkt? Doch was passiert im Hundekörper, wenn ihm Schwermetalle zugeführt werden?</p>
<p>&#8220;Die Vergiftung durch Schwermetalle schlägt auf alle Organe, besonders die Niere kann in Mitleidenschaft gezogen werden&#8221;, betont Dr. Kreuder und zählt einige Vergiftungserscheinungen auf: &#8220;Der Hund kann starke Nervosität zeigen, oftmals mit heftigem Zittern, dann Erbrechen, Durchfall oder auch sensorische Störungen, wie Taumeln. Auch Sehstörungen können auftreten.&#8221;</p>
<h2>Vergiftung durch Schwermetalle</h2>
<p>Die Liste mit Symptomen und Folgeerscheinungen ist lang und kann in einer traurigen Bilanz enden: dem Tod des Tieres. &#8220;Man muss diese Vergiftung schnell und intensiv behandeln. Ansonsten sind nicht nur die Schäden bleibend, sondern können sogar zum Tod führen.&#8221; Dabei kommt es nicht auf jede Minute an, wohl aber auf jede Stunde, das weiß auch einer der letzten Patienten Dr. Kreuders, der im Sommer im Trierer Hafen unterwegs war.</p>
<p>Auf eigenen Wunsch hin möchte er lieber anonym bleiben. Auch sein Hund trank aus einer Pfütze und zeigte in der darauffolgenden Nacht bereits die ersten Symptome: krampfartiges, schubweises Zittern, das den Besitzer sehr beunruhigte. Am nächsten Tag ging er mit seinem Tier zum Arzt, keine Sekunde zu früh, denn bereits am nächsten Tag hätte es vorbei sein können. Der Hund wurde über einen Zeitraum von vier Tagen intensiv behandelt, erst dann trat Besserung ein. Wie diese Behandlung genau aussieht, möchte Dr. Kreuder lieber nicht genau beschreiben: &#8220;Wir verabreichen dem Tier in einer intensiven Behandlung über Tage hinweg bestimmte Antidots um die Vergiftung aus dem Körper zu bekommen, genaueres wollen wir nicht sagen, da es viele Leute gibt die auf eigene Faust an ihren Haustieren herumdoktern wollen.&#8221; Was in diesem Fall einem Todesurteil gleich kommen würde.</p>
<div id="attachment_58658" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/Dr.-Heinrich-Kreuder.jpg" rel="lightbox[58645]"><img class="size-medium wp-image-58658" title="Dr. Heinrich Kreuder" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/Dr.-Heinrich-Kreuder-e1327324963267-300x288.jpg" alt="" width="300" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Tierarzt Dr. Heinrich Kreuder</p></div>
<p>Auch von &#8220;bewährten&#8221; Hausmitteln sollte man die Finger lassen: &#8220;Seit einigen Jahrzehnten hält sich der Mythos aufrecht, dass Milch bei Vergiftungen helfen würde. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Milch beschleunigt eine solche Vergiftung nur.&#8221; Um dies zu erklären müssen wir etwas weiter ausholen. Auf seinem Weg durch den Körper gelangen die Schwermetalle in alle Organe, auch in Niere und Darm. Über die Niere werden zwar ein paar Teile des Giftes wieder ausgeschieden, was beim Tier zu vermehrtem Durst und Harndrang führen kann, doch über den Darm gelangen die Schwermetalle wieder erneut in den Blutkreislauf und zirkulieren dort immer wieder.</p>
<p>Deshalb spricht man hier auch von einer chronischen Vergiftung. Die Fette in der Milch binden die Schwermetalle im Darm an sich, auch sie gelangen durch das Blut in den Organismus und durch die darangebundenen Fette sogar noch schneller. &#8220;Die Milch beschleunigt die Resorption des Giftes, was nur dazu führt, dass die Vergiftung intensiviert wird.&#8221;</p>
<h2>Alte Hausmittel und Selbstverarzten meiden</h2>
<p>Wer sich also überlegt wo er mit seinem Vierbeiner den nächsten Spaziergang machen könnte, sollte das Gebiet um den Trierer Hafen am besten weiträumig umgehen. Dafür gibt es bereits in Ehrang einige schöne Ausweichmöglichkeiten. 5vier.de hat ein paar schöne Strecken ausgesucht:</p>
<p><strong> Ehrang (Auf der Bausch):</strong> Zwar braucht man am besten ein Auto oder viel Muskelkraft um den Berg in Ehrang erklimmen zu können, doch die Anstrengung lohnt sich, denn die Waldstrecke auf der Bausch ist genau das richtige für Hunde und ihre Besitzer. Die Hälfte der Strecke verläuft ebenerdig und durch einen gepflegten, wenn auch größtenteils naturbelassenen Wald. Die zweite Hälfte ist zwar eine kleine Berg-und-Tal-Fahrt, dafür aber landschaftlich etwas schöner als die erste Hälfte. Für Hunde auf jeden Fall eine ideale Strecke zum schnüffeln und laufen. Kotbeutel müssen hier nicht mitgenommen werden.</p>
<p><strong>Matteiser Weiher:</strong> Nicht unbedingt naturbelassen, dafür stadtnäher als Ehrang (Auf der Bausch): Der Mattheiser Weiher in Trier Süd. Ganz in der Nähe vom Süd-Bad und schön im Sommer wie im Winter. Gemütliches Spazierengehen für alle Hundebesitzer, die das Gassigehen mit dem Sonntagsspaziergang verbinden wollen. Die Strecke führt zudem an Restaurants und Cafes vorbei. Die &#8220;Natur&#8221; ist zwar von Menschenhand gehegt und gepflegt, doch dafür erwarten einen hier keine wilden Tiere und aufgewühlten Wege. Tierische &#8220;Hinterlassenschaften&#8221; sollte man aber bitte selbst wegmachen, dafür befinden sich am Wegesrand immer wieder Mülltonnen.</p>
<p><strong>Weinbergswege am Petrisberg:</strong> Mit einem schönen Blick über Trier kann man entlang der Weinberge am Petrisberg spazieren gehen. Einfach den Weg hinterm Amphittheater hochgefahren am Hotel vorbei und sein Auto in den Parkbuchten am Seitenstreifen abgestellt. Ein betonierter Wanderweg führt an den Reben entlang und ist besonders im Herbst einladend. Diese Strecke ist allerdings eher etwas für den Besitzer als für den Hund, denn wirklich laufen lassen kann man den Vierbeiner auf dieser Strecke nicht. Auch hier sind, besonders zu den Lesezeiten im Herbst, Hundehaufen nicht unbedingt gern gesehen.</p>
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		<title>Aktuelles: Das Theater Trier zieht Bilanz der Spielzeit 2010/11</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 10:40:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
		<category><![CDATA[Bilanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeit 2010/11]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzte Spielzeit, die unter dem Motto "Welt.Eroberung" stand, kann 374 Veranstaltungen, 103.000 Zuschauer, überregionales Medieninteresse und internationale Koproduktionen vorweisen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Theater Trier zieht Bilanz: Die letzte Spielzeit, die unter dem Motto &#8220;Welt.Eroberung&#8221; stand, kann 374 Veranstaltungen, 103.000 Zuschauer, überregionales Medieninteresse und internationale Koproduktionen vorweisen. </strong></p>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/theater.1-e1326969569449.jpg" rel="lightbox[59370]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-59411" title="theater.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/theater.1-e1326969569449-300x137.jpg" alt="" width="300" height="137" /></a></p>
<p>Als die Bilanz der vorletzten Spielzeit mit arger Verspätung ans Licht der Öffentlichkeit drang, war der Widerhall groß und negativ. Rückläufige Zuschauerzahlen und ein dickes Minus. Die nächste Spielzeit sollte doch bitte besser werden, forderte nicht nur die Stadt. Nun sind die Zahlen der vergangenen Spielzeit veröffentlicht worden und das Theater kann aufatmen. Insgesamt kann man zufrieden auf das letzte Jahr schauen, denn trotz wegfallender Antikenfestspiele konnte man eine kontinuierliche Gesamtauslastung erreichen. Doch zu den Details.</p>
<h2>Kontinuierliche Gesamtauslastung</h2>
<p>Insgesamt lockte man in 374 Veranstaltungen 103.000 Zuschauer sowohl ins Große Haus und ins Studio, als auch zu regionalen und internationalen Gastspielen, Matineen und auswärtigen Konzerten. Ein Bestandteil davon waren auch die Spiele in Metz, Luxemburg und Faro (Portugal), in denen man die Stücke <em>MacBeth,</em> <em>Der Sturm</em> und das Tanztheaterstück <em>Träumerei</em> sehen konnte.</p>
<div id="attachment_22302" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2010/11/IMG_8066.jpg" rel="lightbox[59370]"><img class="size-medium wp-image-22302" title="Josef und Maria" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2010/11/IMG_8066-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Ein besonderer Erfolg in der letzten Spielzeit: Das Stück "Josef &amp; Maria", aufgeführt im Modehaus Marx. (Foto: Friedemann Vetter, Theater Trier).</p></div>
<p>Ein besonderer Erfolg an außergewöhnlichen Spielstätten war die Produktion von Peter Turrinis Schauspiel Josef und Maria, das im Modehaus Marx spielt und heute noch zu sehen ist.</p>
<p>Publikumslieblinge waren, wen wunderts, <em>The Rocky Horror Show</em> mit über 16.000 Zuschauern, <em>My fair Lady</em> mit 10.300 Zuschauern und <em>Der Graf von Luxemburg</em> mit über 6.000 Zuschauern auf der Seite der Musiksparte. Im Schauspiel war Bertolt <em>Brechts Mutter Courage und ihre Kinder</em> mit 4.900 verkauften Karten ganz vorne und im Tanztheater <em>Dance around the World</em> mit 5.700 Zuschauern. Die Konzerte des Philharmonischen Orchesters besuchten rund 8.000 Zuschauer, plus 2.400 aus Gastkonzerten.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-size: 20px; font-weight: bold;">Publikumslieblinge und Flops</span></p>
<p>Allerdings gab es auch in der letzten Spielzeit Stücke, die nicht gut beim Publikum ankamen. Das Schauspiel <em>Mitternachtskinder, </em>nach einem Roman des bekannten Autors Salman Rushdie, wurde gemeinhin zwar auch überregional beachtet aber vielfach als zu unverständlich und schlecht nachvollziehbar bewertet.</p>
<p>Ähnlich ging es der Oper von Philip Glass <em>The Voyage</em>, die deutsche Erstaufführung traf zwar auch auf großes Medieninteresse, doch dafür auf wenig Interesse beim heimischen Zuschauer. Was sehr schade war, denn auch überregional wurde es vielfach gelobt. Insgesamt sahen sich nur 3.700 Zuschauer die Stücke an. Insgesamt wohlgemerkt.</p>
<p>Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Zuschauerzahlen auf 88.600, also über 5000 Zuschauer mehr als in der vorherigen Spielzeit. Das schafft einen kleinen, aber nicht zu unterschätzenden Aufwärtswind, auf dem das Theater hoffentlich auch diese Spielzeit weitersegeln wird.</p>
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		<title>Freizeit: &#8220;One Night Stand&#8221; des Theater Trier &#8211; Klappe die Dritte</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 07:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Händel]]></category>
		<category><![CDATA[Ferry Seidl]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Leiendecker]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Reidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Ophelders]]></category>
		<category><![CDATA[One Night Stand]]></category>
		<category><![CDATA[Reed Bulls]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Kleintierdarsteller in Oberhausen zum Entertainer und Marika Rökk-Imitator: Michael Ophelders. Ausgerechnet am Freitag den 13. Januar musste er sein moderatorisches Talent unter Beweis stellen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom Kleintierdarsteller in Oberhausen zum Entertainer und Marika Rökk-Imitator: Michael Ophelders. Ausgerechnet am Freitag, den 13. Januar, musste er sein moderatorisches Talent unter Beweis stellen. Ob der dritte One Night Stand des Theaters Trier unter einem ungünstigen Stern stand wollte Redakteurin Stefanie Braun herausfinden.</strong></p>
<div id="attachment_59359" class="wp-caption alignright" style="width: 145px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.3.jpg" rel="lightbox[59129]"><img class="size-medium wp-image-59359 " title="One Night Stand.3" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.3-135x300.jpg" alt="" width="135" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ophelders als Entertainer</p></div>
<p>Der Abend schwankte rein stimmungsmäßig zwischen einer gemütlichen Kneipenrunde und Wetten-Dass???-Atmorsphäre. Michael Ophelders, Schauspieler, Regisseur und Musicaldarsteller im Theater Trier, war der Moderator des dritten One Night Stands in der Geschichte des Theaters Trier und schlug sich mehr als gut.</p>
<p>Während die Veranstaltung bisher unter einem eher schlechten Stern stand (die eigentlich erste Veranstaltung musste wegen Krankheit beider Moderatorinnen abgesagt werden, die darauffolgende &#8220;erste&#8221; Show wurde vom Publikum nicht gerade begeistert aufgenommen und die zweite kurz vor Weihnachten so gut wie gar nicht besucht) scheint sich das Blatt nun zu wenden. Michael Ophelders, den man aus der letzten Spielzeit noch als Frank&#8217;N'Furter oder Henry Higgins kennt, sorgte mit seiner lockeren und spontanen Art für Lacher und einen rundum gelungenen Abend.</p>
<h2>Thema: &#8220;Musik ist Trumpf&#8221;</h2>
<p>Nicht zuletzt wegen seiner illustren Gäste und seinem schön gewählten Thema &#8220;Musik ist Trumpf&#8221;. Der studierte Musiker lud sich neben Kollegen wie Chordirektorin Angela Händel, Saxophonquartett &#8220;Reed Bulls&#8221; und Ferry Seidl, noch Sängerin Julia Reidenbach und den ehemaligen Kulturdezernenten Ulrich Holkenbrink ein um mit ihnen nicht nur über Musik zu reden, sondern auch gleich welche mit ihnen zu machen.</p>
<p>Damit die Diskussionen dabei keine Überhand nahmen, betreute Ophelders bereits zu Anfang einen der Zuschauer mit der Aufgabe, alle fünf Minuten eine Glocke ertönen zu lassen um die nächste Musiknummer anzukündigen. Schließlich sollte doch an diesem Abend die Musik und ihr direktes und am besten kurzweiliges Erleben im Mittelpunkt stehen.</p>
<h2>Kneipenstimmung und Saalwetten</h2>
<p>Ein besonderes Schmankerl des Abends lieferte ein kleines Verständigungsproblem der Pressestelle des Theaters mit der Anfrage einer hießigen Zeitung: Als besagte Zeitung wissen wollte wer denn nun alles dabei sein würde an eben diesem Freitag den 13., kündigte die Pressestelle des Theaters einen weiteren Gast an, der bis dahin gar nichts von seinem Glück wusste: Helmut Leiendecker.</p>
<p>Wie gut, dass Herr Leiendecker und Herr Ophelders seit der Rocky Horror Show miteinander befreundet sind. So rief Leiendecker am Mittwoch bei Ophelders an um ihn mal eben zu fragen, was er am Freitag eigentlich machen sollte. Moderator Ophelders wusste bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nichts von einem weiteren Gast, doch eine Lösung war schnell gefunden: Leiendecker versprach nach seinem eigenen Auftritt in Feyen noch im Ritterkostüm ins Astarix zu k0mmen um dort eine kleine Premiere seines neuen Textes für die Trierer Karnevalsgesellschaft &#8220;Heuschreck&#8221; zum Besten zu geben. Motto war diesmal: &#8220;Tausend und eine Nacht&#8221;, dementsprechend handelt der neue Ohrwurm von einem Scheich, der in Zurlauben auf Öl gestoßen ist. Doch mehr wird erstmal nicht verraten.</p>
<h2 style="text-align: left;">Hochkarätige Musik und interessante Diskussionen</h2>
<div id="attachment_59365" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.9.jpg" rel="lightbox[59129]"><img class="size-medium wp-image-59365 " title="One Night Stand.9" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.9-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Ferry Seidl am Klavier</p></div>
<p>Mehr kann man aber vom Rest des Abends verraten, denn es wurde nicht nur hochkarätige Musik gemacht, sondern auch viel geredet. Darüber wie die einzelnen Gäste zur Musik oder auch nach Trier kamen; darüber wie Ferry Seidl, der in jungen Jahren noch mit Marika Rökk zusammen sang, von ihr jeden Tag eine Multivitamintablette verabreicht bekam, aus Angst, dass wegen ihm die Show platzen könnte. Mit welchem Instrument sie angefangen haben (selten war es die obligatorische Blockflöte) und darüber wie sie aus ihrer Leidenschaft einen Beruf machten.</p>
<p>Oder warum sie der Musik nur neben einem anderen Job frönen können, wie etwa bei Julia Reidenbach, die nur nachts Sängerin ist und tagsüber musikalische Erziehung an einer integrativen Schule in Trier-West unterrichtet. Ehemaliger Kulturdezernent Holkenbrink sprach sich besonders für den Erhalt der Kultur in Trier aus und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die über die Musik ein ganz neues Gefühl der Gemeinschaft und des selbstständigen Schaffens gewinnen können.</p>
<h2>Ausverkauft</h2>
<p>Erstmalig fand der One Night Stand in einem ausverkauften Astarix statt, teilweise mussten die Gäste sogar stehen um etwas von dem bunten Treiben mit zu bekommen, doch die müden Beine wird keiner von ihnen bereut haben. Alles in allem haben wir es hier mit einem One Night Stand zu tun, an den man mit Freuden zurückdenken wird. Liebes Theater Trier, gerne weiter so!</p>

<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/one-night-stand-2-2' title='One Night Stand.2'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.2-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand.2" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/one-night-stand-3' title='One Night Stand.3'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.3-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand.3" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/one-night-stand-4' title='One Night Stand.4'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.4-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Sängerin Julia Reidenbach" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/one-night-stand-6' title='One Night Stand.6'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.6-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Ophelders mit Julia Reidenbach und Helmut Leiendecker" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/one-night-stand-7' title='One Night Stand.7'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.7-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Ophelders und Holkenbrink" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/one-night-stand-8' title='One Night Stand.8'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.8-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Saxophon-Quartett &quot;Reed Bulls&quot;" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/one-night-stand-9' title='One Night Stand.9'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand.9-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="Ferry Seidl am Klavier" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/one-night-stand-1-2' title='One Night Stand 1'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/One-Night-Stand-1-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="One Night Stand 1" /></a>
<a href='http://5vier.de/freizeit-one-night-stand-des-theater-trier-klappe-die-dritte-59129.html/artikelbild-one-night-stand' title='artikelbild one night stand'><img width="180" height="120" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/artikelbild-one-night-stand-180x120.jpg" class="attachment-gallery-thumb" alt="artikelbild one night stand" /></a>

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		<title>Freizeit: Großes Kino im Großen Haus &#8211; Premiere &#8220;Keinohrhasen&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 09:34:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tim Olrik Stöneberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag feierte das Theaterstück "Keinohrhasen" Premiere im Theater Trier. Ja richtig gehört, das Theaterstück "Keinohrhasen", welches sich am gleichnamigen Film orientiert. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am vergangenen Samstag feierte das Theaterstück &#8220;Keinohrhasen&#8221; Premiere im Theater Trier. Ja richtig gehört, das Theaterstück &#8220;Keinohrhasen&#8221;, welches sich am gleichnamigen Film orientiert. Michael Ophelders führte Regie, in den Hauptrollen sieht man Tim Olrik Stöneberg und Alina Wolff.</strong></p>
<p>Ludo liebt Anna. Aber das muss er selbst erstmal rausfinden, denn der knallharte Journalist hat eigentlich so gar nichts gemein mit der spröden Kindergärtnerin. Zudem kennen sich die beiden noch aus Kindertagen und Anna hegt wenig positive Erinnerungen an ihre Begegnungen. Als er wegen einer frechen Paparazziaktion zu 300 sozialen Stunden in einem städtischen Kinderhort verknackt wird, landet er ausgerechnet bei Anna, die sich nun nach Herzenslust für die Quälereien in der Kindheit rächen kann. Bis sich zwischen den beiden eine Freunschaft entwickelt. Und schließlich Liebe.</p>
<div id="attachment_58775" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/keinohrhas.1.jpg" rel="lightbox[58741]"><img class="size-medium wp-image-58775 " title="keinohrhas.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/keinohrhas.1-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Stück Zucker bitte</p></div>
<p>Die Story kennt seit Til Schweigers preisgekröntem Film jeder, er füllte die Kinosäle mit lachenden Zuschauern, die Augen mit Tränen und das Herz mit einer schönen rührseligen Romantikwelle. In einem Berliner Theater versuchte man erstmalig die Geschichte mit vier Darstellern auf die Bühne zu bringen. Vier Darsteller? Klingt ein bisschen eng besetzt. Tatsächlich müssen sich zwei der vier Darsteller, nämlich die die nicht Ludo und Anna spielen, alle anderen Rollen teilen. So entsteht ein wildes hin- und herspringen, ständig gibt es Umbauten und Kostümwechsel. So bleibt die Geschichte dort in Bewegung, wo sonst die Kamera für Szenenwechsel gesorgt hätte.</p>
<p>Im Theater Trier hat man auf sechs statt vier Darsteller aufgerüstet, mit von der Partie sind neben den beiden Hauptdarstellern Tim Olrik Stöneberg und Neuzugang Alina Wolff, Christian Miedreich, Vanessa Daun, Barbara Ullmann und Manfred-Paul Hänig. Aber wie darf man sich einen Kinofilm auf der Bühne vorstellen?</p>
<h2>Eine Kinofilm auf der Bühne?</h2>
<p>Der Einstieg machts: Es beginnt alles mit dem Abspann. Der läuft über den Vorhang während dieser gezogen wird und eine Gruppe von sechs Kollegen enthüllt, die sich gerade den Film &#8220;Keinohrhasen&#8221; von Til Schweiger angeschaut haben. Spontan entsteht die Idee die erste Szene nachzuspielen und schnell macht man mit allen anderen weiter. So springen die Darsteller von einer Szene in die nächste, ständig wird um-, ab- und aufgebaut, sich umgezogen und Perücken aufgesetzt um als jemand völlig neues zu erscheinen.</p>
<p>Dabei muss man der Wandlungsfähigkeit der Schauspieler viel Lob zusprechen, besonders Barbara Ullmann und Vanessa Daun schaffen es ihren Rollen Leben und Charakter einzuhauchen. Manfred-Paul Hänig überzeugt besonders als quengliger Neffe Lollo und Clown Bello. Christian Miedreich, dessen größte Rolle die von Ludos Kollegen Moritz ist, überzeugt eher in den kleineren Rollen. Als Moritz bleibt er leider etwas flach und weiß seine Rolle nicht recht mit Charisma zu füllen. Dies gelingt ihm umso besser in seinen Partien als Anwalt, Pförtner oder als Kindergartenkind Sascha.</p>
<h2 style="text-align: left;">Fliegende Rollenwechsel</h2>
<div id="attachment_58777" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/freizeit-groses-kino-im-grosen-haus-premiere-keinohrhasen-58741.html/keinohrhasen-1" rel="attachment wp-att-58777"><img class="size-medium wp-image-58777" title="keinohrhasen.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/keinohrhasen.1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Baby, Baby, Yeah, Yeah</p></div>
<p>Die beiden Hauptdarsteller Stöneberg und Wolff schlagen sich mal besser mal schlechter. Sollte sich das Stück doch am Film orientieren, läuft die Darstellung manchmal etwas daneben. Vor allem Neuling Alina Wolff, die frisch von der Schauspielschule kommt, ist oft übermotiviert und spielt sich mit ausladenden Bewegungen ins Abseits. Da wäre weniger mehr gewesen. Kleine, gezielte Gesten hätten ihrem Spiel mehr Natürlichkeit verliehen.</p>
<p>Im Film beliebte Stellen wie Annas Wutausbruch im Krankenhaus, zerfährt sie sich selbst durch zu viele unnötige Bewegungen und allzu starke Textfixiertheit. Besonders nach der Pause drehte die junge Schauspielerin noch einmal richtig auf. Dennoch erkennt man ein Potential bei ihr, was sich nach etwas mehr Bühnenerfahrung hoffentlich routinerter zeigen wird.</p>
<p>Vielleicht war es keine gute Idee einem Theaterfrischling, der gerade erst mit seiner Ausbildung fertig ist direkt eine Hauptrolle zu geben. Immerhin handelt es sich bei Keinohrhasen um ein Bühnenexperiment und die Rolle der Anna kann man nicht eben mal so überzeugend spielen. Das Experiment wirkt sich allerdings auch auf das Spiel von Kollege Tim Olrik Stöneberg aus, zwar ist er in seiner Hauptrolle durchaus routinierter als seine Rollenpartnerin, doch es gibt Schwachstellen.                                                                     <a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/keinohrha.1.jpg" rel="lightbox[58741]"><img class="alignright size-medium wp-image-58778" title="keinohrha.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/keinohrha.1-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a></p>
<h2>Kleine Schwachstellen bei den Hauptdarstellern</h2>
<p>Allerdings kann man die Leistung der Schauspieler nicht richtig bewerten, ohne die Umstände zu betrachten: Übersetzt man ein Medium in ein anderes, muss man oft Einbußen hinnehmen, egal ob es sich dabei um einen Film handelt, der auf einem erfolgreichen Buch basiert oder um ein Buch, welches sich wiederrum an einem Theaterstück orientiert. Jedes Medium hat seine spezifischen Vor-und Nachteile. Einen Film auf eine Bühne zu bringen ist deshalb denkbar schwierig, dementsprechend sollte man nicht gerade einen Film à la &#8220;Herr der Ringe&#8221; auswählen um ihn ins Theater zu bringen. Ein Film hat ganz andere Möglichkeiten seine Figuren lebendig erscheinen zu lassen, ihnen Charakter und Leben einzuhauchen. Ein paar flotte Bühnenbildwechsel und eine andere Frisur reichen da oft nicht.</p>
<p>Deshalb war es gerade für die Hauptdarsteller schwierig ihre Figuren tief und dreidimensional erscheinen zu lassen, die Kamera kann auch dort Tiefe erscheinen lassen, wo das bloße Auge nicht viel sieht. Genau das war es auch was viele Theaterbesucher bemängelten: &#8220;Zu wenig Tiefgang&#8221;, hörte man an einer Stelle. &#8220;Das ist doch kein Theater&#8221;, sagte ein anderer. Natürlich ist dies kein Theater, sondern ein Film live gespielt auf einer Bühne. So waren diejenigen Zuschauer, die den Film nicht kannten, oft verwirrt und empfanden die Handlung als zu platt. Fans des Films hingegen erinnerten sich mit Wonne an die lustigen Stellen über die sie während des Films gelacht hatten und lachten auch im Theater. Dabei entstand oft der Eindruck auf dem Revival-Treffen eines &#8220;Keinohrhasen&#8221;- Fanclubs zu sein. Film besser gesehen oder besser nicht gesehen? Das ist hier die Frage.</p>
<h2>Filmfan oder Theaterfan?</h2>
<p><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/keinohrh.1.jpg" rel="lightbox[58741]"><img class="alignleft size-medium wp-image-58780" title="keinohrh.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2012/01/keinohrh.1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Regisseur Michael Ophelders, den man sonst eher auf der Bühne sieht, hat sich auf ein gewagtes Experiment eingelassen, sich dafür aber tapfer geschlagen, besonders die erste Hälfte ist flüssig und hat einiges an Charme. Leider wird das Ende etwas zu bunt und hollywoodhaft. Dafür löste er Probleme, die sich beim Spagat zwischen Film und Bühne ergaben kreativ und stimmig, was oftmals schöne Bilder ergab.</p>
<p>Schöne Bilder ergab auch das Bühnenbild von Sabine Mann, das die schnellen Umbauten und vielen Einsatzmöglichkeiten von Möbeln und Requisiten möglich machte.</p>
<p>Die Kostüme stammen von Carola Vollath, sie orientierte sich oft am Film, schlug aber teilweise auch eigene kreative Bahnen ein. Trotzdem muss man eines erwähnen: gegen Ende hin wird es einfach etwas zu viel des Guten. Zu viele Wechsel, zu bunt, ein hektischer Höhepunkt auf den eine lang gezogene Auflösung folgt.</p>
<p>Fazit ist, dass man sich durchaus an solch einem Experiment versuchen kann, allerdings muss man sich damit abfinden, dass die Ansprüche des Films im Theater einfach nicht erfüllt werden können. Wer den Film mag und gerne etwas neues sehen möchte sollte sich eine Karte besorgen. Auch für Schulklassen oder Theaterneulinge könnte das Stück durchaus empfehlenswert sein. Wer ins Theater geht um &#8220;Theater&#8221; zu sehen und ins Kino um &#8220;Kino&#8221; zu sehen, der sollte lieber fern bleiben.</p>
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		<title>Bücherecke: Neue Detektivreihe &#8211; &#8220;Die Alchemie der Unsterblichkeit&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 07:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beeindruckender Debütroman und Wiederentdeckung des Krimi- Schauerromans. Jungautorin Kerstin Pfliegers Roman "Die Alchemie der Unsterblichkeit"; in dem ein junger Kommissar die Morde an Vampiren, Werwölfen und Menschen aufklären muss. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beeindruckendes Debüt und Wiederentdeckung der Krimi-Schauergeschichten. Jungautorin Kerstin Pfliegers Roman &#8220;Die Alchemie der Unsterblichkeit&#8221;; in dem ein junger Kommissar die Morde an Vampiren, Werwölfen und Menschen aufklären muss.</strong></p>
<p>Icherios Ceihn ist alles andere als ein cooler Held. Der junge Gelehrte ist groß, schlacksig, etwas hasenfüßig und noch sehr unerfahren in dem neuen Beruf, den er gerade angetreten hat. Er soll als Kommissar einer geheimen Gesellschaft mysteriöse Morde in dem noch mysteriöseren Ort Dornfelde aufklären. Bald jedoch wird ihm klar, dass es sich bei den Ermordeten nicht bloß um einfache Bürger, geschweige denn um Menschen handelt. Und dass die Morde Teil eines grauenvollen Rituals sind.</p>
<p>Menschen, Vampire, Werwölfe. Klingt nach einer Twilight-Besetzung. Wenn da nicht der etwas tollpatschige Kommissar wäre, der unweigerlich an Johny Depps Gruselrolle &#8220;Ichabod Crane&#8221; erinnert. Der überforderte Icherios Ceihn hat schon genug mit der eigenen schwierigen Lebenslage, seiner abrissreifen Bruchbude, seinem rechthaberischen Vater und den tiefen Narben auf seinen Handgelenken zu schaffen. Einzig seine Ratte Maleficium steht ihm zur Seite, kann ihm bei seinem ersten großen Fall jedoch wenig gute Tipps geben. Bald steht auch Icherios Leben selbst auf dem Spiel. Denn wenn er den Mörder nicht fasst, hat er von den gruseligen Dorfbewohnern nichts Gutes zu erhoffen. Doch nicht nur blutrünstige Vampire, hungrige Werwölfe und Heugabeln-schwingende Dorfbewohner gehen dem jungen Kommissar im Kopf herum, auch die liebreizende Tochter des Bürgermeisters und die scharfe Schwester des Obervampirs machen ihm einiges Kopfzerbrechen. Kein Wunder, dass der junge Kommissar mit seinem ersten Fall hoffnungslos überfordert ist.</p>
<div id="attachment_54158" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/11/bücherecke-alchemie-unsterblichkeit-artikel-e1320664227298.jpg" rel="lightbox[53616]"><img class="size-medium wp-image-54158  " title="bücherecke alchemie unsterblichkeit artikel" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/11/bücherecke-alchemie-unsterblichkeit-artikel-e1320664227298-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Debütroman - "Die Alchemie der Unsterblichkeit"</p></div>
<p>Autorin Kerstin Pflieger wurde 1980 geboren und wuchs in einer Familie von leidenschaftlichen Surfern auf. Mit ihren Eltern reiste sie bereits in jungen Jahren von Küste zu Küste und lernte so die Strände Europas, Afrikas und Asiens kennen und, auf den langen Busfahrten, ihre Liebe zum geschriebenen Wort. Ihren größten Traum ein Buch zu veröffentlichen hat sie sich nun erfüllt und gleich eine ganze Krimireihe an Land gezogen. Die Abenteuer um Kommissar Icherios Ceihn sollen nämlich eine ganze Reihe von Büchern füllen, ganz im Stil alter Kriminalromane a lá Agatha Christie oder Sherlock Holmes. Der nächste Band war bereits am 19. Dezember 2011 erschienen, doch erstmal zurück zum Erstlingswerk:</p>
<p>Man muss einfach an Tim Burtons Schauerwerk &#8220;Sleepy Hollow&#8221; denken, wenn man dieses Werk in Händen hält. Zwar hat man es nicht mit einem untoten, köpfenden Hessen zu tun und die Dorfbewohnerschaft hier setzt sich aus Menschen <em>und</em> Vampiren <em>und</em> Werwölfen zusammen, doch allein die Hauptfigur erinnert einfach zu stark an die aus &#8220;Sleepy Hollow&#8221;.</p>
<p>In der Tat war Burtons Film die Inspirationsquelle der Autorin. Nichtsdestotrotz ist &#8220;Die Alchemie der Unsterblichkeit&#8221; ein gut durchdachtes und gelungenes Erstlingswerk. Die Geschichte besticht durch ihre Figuren, allen voran die Hauptfigur, die den Roman lebendig machen.</p>
<p>Schön ist auch, dass Vampire und Werwölfe alltäglich sind und keinen gesonderten Charakter haben wie in anderen ähnlichen Werken. Aufatmen kann man auch bei der Figur des Obervampirs, der mit weichgespülten Teenie-Vampiren nur die spitzen Eckzähne gemeinsam hat. Leider muss man nach diesem Band wohl erstmal wieder Abschied nehmen von den liebgewonnenen Schergen rund um Icherios Ceihn, denn jeder der Romane soll eine für sich abgeschlossene Geschichte sein, eben ganz im Stil des Genres.</p>
<p>Wer allerdings einen Thriller mit detailreichem Blutvergiessen erwartet, wird nicht auf seine Kosten kommen, auch von diesem Werk abraten sollte man Leuten, die nicht gerne in eine Fantasywelt abtauchen. Wer &#8220;Sleepy Hollow&#8221; gemocht hat, und sich mit der einen oder anderen Parallele abfinden kann, wird an diesem Werk viel Vergnügen haben, das für ein Erstlingswerk sehr gut geschrieben und durchdacht ist. Eine erfrischende Herangehensweise an das Thema Vampire und Werwölfe. Und eine gelungene Wiederbelebung des Zombies &#8220;Schauerroman&#8221;. Durchaus lesenswert und macht Lust auf mehr.</p>
<p><strong>Neugierig geworden?</strong></p>
<p><em>Der Roman ist im Goldmann Verlag erschienen. Der zweite Band der Detektivreihe ist am 19. Dezember 2011 erscheinen. In &#8220;Der Krähenturm&#8221;  muss sich Detektiv Icherios Ceihn in Heidelberg wieder einer mysteriösen Mordserie, seiner eigenen Vergangenheit und dem Tod seines besten Freundes stellen. </em></p>
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		<title>Buntes: Da ist es auch schon vorbei &#8211; Doch was hat uns 2011 bewegt?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 07:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Trierleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2012 ist nun knapp zwei Tage alt, zwölf bewegende Monate liegen hinter uns, die unsere Redakteurin Stefanie Braun für Sie noch einmal hat Revue passieren lassen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Jahr 2012 ist nun knapp zwei Tage alt, zwölf bewegende Monate liegen hinter uns, die unsere Redakteurin Stefanie Braun für Sie noch einmal hat Revue passieren lassen:</strong></p>
<p><strong>Erinnern Sie sich noch an EHEC? Oder was war eigentlich Fukushima? Wann starb nochmal Bin Laden? Und was für ein tierischer Zeitgenosse teilt sich nochmal den Namen mit Deutschlands bekanntestem Model? Diese und weitere Fragen beantworten wir in unserem Jahresrückblick auf das ereignisreiche Jahr 2011.</strong></p>
<p>Was war 2011 eigentlich alles los? Fragt man heute auf der Straße was genau nochmal dieses <a href="http://5vier.de/aktuelles-ehec-in-den-letzten-zugen-41490.html">EHEC</a> war, müssen viele erstmal überlegen. EHEC, war das nicht das im Salat? Auf jeden Fall kommt es einem so vor als wäre die kleine Massenpanik, die wir alle mitgemacht haben, schon lange lange her. Dass die Angst vor dem Krankheitserreger in unseren Lebensmitteln erst seit fünf Monaten ausgestanden ist, kann man kaum noch glauben.</p>
<h2>Was war nochmal&#8221;EHEC&#8221;?</h2>
<div id="attachment_27196" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/01/Dioxin-02.jpg" rel="lightbox[57515]"><img class="size-thumbnail wp-image-27196" title="Dioxin 02" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/01/Dioxin-02-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Lars Eggers</p></div>
<p>Dabei war das Jahr 2011 kein leichtes Jahr für den Verbraucher: Bereits im Januar sorgten <a href="http://5vier.de/nachrichten-dioxinskandal-wie-stehts-ums-trierer-ei-26570.html">Dioxinfunde</a> in Lebensmitteln für allerlei Aufsehen, damals mussten allein in Niedersachsen mehr als tausend Bauernhöfe gesperrt werden, weil in Futtermittel und Eiern erhöhte Werte des Umweltgiftes gefunden worden waren. Schuld war damals ein Futtermittelhersteller aus Schleswig-Holstein, der industrielle Fettsäuren ins Futter mischte.</p>
<p>Schuld an EHEC waren übrigens nicht Salatgurken oder Tomaten sondern Sprossen, nämlich der ägyptische Bockshornkleesamen. Ganze zwei Monate stieg die Angst vor dem gefährlichen Darmbacterium und fielen die Preise für die frischesten Lebensmittel, im Juli wurde die Epedemie offiziell für beendet erklärt. Bis dahin infizierten sich 4321 Menschen in Deutschland, von denen 50 starben.</p>
<div id="attachment_35073" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/03/AKW-02.jpg" rel="lightbox[57515]"><img class="size-medium wp-image-35073 " title="AKW 02" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/03/AKW-02-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: NTV Japan via APTN</p></div>
<h2>Was bedeutet &#8220;AKW&#8221;?</h2>
<p>Ein anderes Ereignis, das nicht nur die EU zittern ließ, ereignete sich in Folge einer anderen Katastrophe. Am 11. März bebte in Japan die Erde, was durchaus keine Seltenheit ist. Auch der darauf folgende Tsunami war in Japan kein Unbekannter, doch die kurze Zeit später veröffentlichte Nachricht erschütterte die Welt: Bei dem Tsunami wurden nicht nur zahllose Fischerorte entlang den Küsten und Landstriche bis weit ins Landesinnere zerstört, sondern auch ein küstennahes Atomkraftwerk beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen.</p>
<p>Dem Atomkraftwerk <a href="http://5vier.de/aktuelles-zwischen-fukushima-und-cattenom-%E2%80%93-fakten-zur-lage-35071.html">Fukushima</a>, das eigentlich wegen zahlreicher Mängel in wenigen Wochen hätte abgeschaltet werden sollen, drohte eine Kernschmelze, die Tchernobyl-Ausmaße erreichen könnte. Lange wurde spekuliert ob die Kernschmelze vielleicht längst eingetreten war, Japans Pressesprecher hielten sich was das angeht mehr als bedeckt. Mittlerweile wird angenommen, dass es eine Kernschmelze gegeben haben soll. Vor wenigen Tagen kursierten noch Bilder von japanischen Arbeitern, die das Herbstlaub in Fukushima einsammeln. Die ausgetretene Strahlung macht selbst das verrottende Laub der Bäume zu einer Gefahrenquelle für die Umwelt und somit für die Menschen. Deutschland versprach eine Abschaltung seiner Atomkraftwerke, während in Japan bereits neue geplant werden.</p>
<h2 style="text-align: left;">Böse Plagiatsvorwürfe</h2>
<p>Anders geplant hatte es wohl auch unser ehemaliger Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der wollte nämlich eigentlich noch ein Weilchen länger in seinem Amt bleiben. Doch böse Plagiatsvorwürfe, die sich unverschämterweise auch noch als wahr herausstellten, machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Am 16. Februar wurden erste Zweifel an seiner Doktorarbeit laut; abgeschrieben soll er haben und das auch noch schlecht. Bereits am 21. Februar legte er die Doktor-Anrede freiwillig ab, zwei Tage später wurde sie ihm sowieso entzogen. Am 1. März war es dann soweit: Guttenberg trat von seinem Posten zurück und verließ das politische Rampenlicht. Vorerst.</p>
<p>Denn mittlerweile sehen wir ihn schon wieder in allen Schlagzeilen, er soll Berater der EU-Kommision in Brüssel werden, für Internetfreiheit. Klingt nach einem schlechten Witz. Wir werden sehen. Ein anderer, der das politische Feld geräumt hat, war Guido Westerwelle, der zog nach der Wahlpleite in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg seine Konsequenzen und gab bekannt, dass er nicht wieder für den Parteivorsitz kandidieren wolle. Das Feld übernahm für ihn Gesundheitsminister Philipp Rösler, um den sich nun ebenfalls Rücktrittsgerüchte ranken.</p>
<h2>Die EU in der Krise</h2>
<div id="attachment_40479" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/05/Gurke.jpg" rel="lightbox[57515]"><img class="size-medium wp-image-40479 " title="Gurke" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/05/Gurke-300x167.jpg" alt="Foto: Dehner Garten-Center http://www.flickr.com/photos/pressebereich_dehner/" width="300" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Die bösen Gurken waren&#39;s nicht - EHEC</p></div>
<p>Andere Teile der Welt konnten im Jahr 2011 über Probleme wie aberkannte Doktortitel nur müde lächeln. Gleich mehrere EU-Länder befinden sich in einer Krise, in Ägypten wurde Mubarak gestürzt, im Oktober erschossen Rebellen den Diktator Gaddafi und im Mai fanden US-Soldaten nach Jahren der vergeblichen Suche Osama Bin Laden.</p>
<p>Im Juli tötete der rechtsextreme Anders Breivik 77 Menschen bei einem bis ins Detail durchgeplanten Amoklauf, unter den Opfern sind fast nur Jugendliche. Vor ein paar Wochen dann der schockierende Richterspruch, obwohl Breivik ein mehrere hundert Seiten starkes Werk über seine rechtsradikalen Ansichten verfasst hat, wird er für unzurechnungsfähig erklärt, was ihn von einer Haftstrafe ausschließt. Stattdessen kommt er in psychologische Betreuung. Nicht nur für die Familien seiner Opfer bedeutet dieses Urteil einen Schlag ins Gesicht.</p>
<h2>Trauer</h2>
<p>Vor ein paar Tagen dann die nächste Schreckensmeldung: ein, auf Bewährung freigelassener, Krimineller zündet mehrere Handgranaten in der Innenstadt von Lütich. Aus Angst nach seiner Bewährung wieder ins Gefängnis zu kommen tötet er sich selbst nach seinem Amoklauf, an dessen Folgen bislang fünf Menschen starben.</p>
<p>Auch in der schillernden Welt der Promis war einiges los. Ganz zum Vergnügen der Medien, die sich auf Festivitäten wie die Hochzeit von Prinz William und seiner Kate stürzten. Den tragischen Tod von Amy Whinehouse schon geklärt hatten, noch lange bevor der Pathologe überhaupt Hand an den Leichnam legen konnte und ein schielendes Opposum namens Heidi in den siebten Knut-Himmel erhoben.</p>
<p>Wir trauerten um den kürzlich verstorbenen Vicco von Bülow alias Loriot, der vor wenigen Tagen wieder Weihnachten mit den Hoppenstedts gefeiert hatte und hoffentlich nicht so schnell in Vergessenheit gerät wie sein Kollege Peter Alexander, der ebenfalls dieses Jahr verstarb. Vielleicht wird er ja ähnlich wie Elisabeth Taylor, auch sie starb in diesem Jahr, in den Medien-Starhimmel aufsteigen und in schöner Regelmäßigkeit in den Äther zurückkehren um daran zu erinnern, dsas nichts wirklich vergessen ist, solange es nur immer wieder in den Medien auftaucht.</p>
<p><em>Ein Jahr voller Ereignisse, voller emotionaler Momente ist zu Ende gegangen. Nun freuen wir uns auf 2012 und wünschen all unseren Leser einen guten und erfolgreichen Start. </em></p>
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		<title>Freizeit: Silvester in Trier &#8211; Was, wann und wo zur Jahreswende?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 09:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das alte Jahr neigt sich nun unaufhaltsam seinem Ende zu und das neue steht dafür schon mit vielen guten Vorsätzen vor der Tür. Doch wo geht was in Trier an Silvester?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das alte Jahr neigt sich nun unaufhaltsam seinem Ende zu und das neue steht dafür schon mit vielen guten Vorsätzen vor der Tür. Doch erst einmal zum wichtigen letzten Tage im Jahr, nämlich Silvester, an dem das alte Jahr feierlich ausklingen und das neue freudig begrüsst werden soll. Doch wo geht was in Trier?</strong></p>
<div id="attachment_40363" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/05/sekt_detail.jpg" rel="lightbox[57508]"><img class="size-medium wp-image-40363" title="sekt_detail" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/05/sekt_detail-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Anstoßen an Silvester. Doch wo kann man so kurzfristig noch hin? 5vier.de gibt Tipps. Foto: Andreas Gniffke</p></div>
<p>&#8220;Und was machst du an Silvester?&#8221; Alljährlich muss man sich mit dieser Frage beschäftigen. Wo kann man hingehen? Was kann man machen um das neue Jahr gebührend anzufangen, schließlich soll es doch nicht schon am Start hapern. Damit das neue Jahr mit möglichst viel Glück nicht nur beginnt sondern auch weitergeführt werden kann, gibt es einige Bräuche und Traditionen. Hierzuland wird dies meist mit Feuerwerk, Böllern und jeder Menge Alkohol im großen Rahmen betrieben, im kleinen, häuslichen Rahmen liegen Bleigießen und eine Flasche Sekt mit den Lieben immer im Trend. In anderen Ländern gibt es beliebte Bräuche wie Ausräuchern, das Verzehren von Kabeljau oder Raclette und Neujahrsspäße. Alle diese liebgewonnenen Traditionen haben nur den einen Zweck: Glück und Freude in das neue Jahr bringen. Doch warum feiern wir diesen Tag eigentlich?</p>
<p>Bereits die alten Römer feierten ein Jahresendfest, allerdings lange Zeit am 1. März. Im Jahr 153 v.Chr. wurde der Feiertag erstmals auf den 1. Januar verlegt, dabei haben die sogenannten Feuer-Feste zum Jahresende jedoch alte germanische Wurzeln. Nach dem römisch-katholischen Heiligenkalender ist der Tagesschutzpatron Papst Silvester der I., der am 31.12.335 verstarb. Doch soviel zum Geschichtlichen. Was läuft im Jahr 2011 in Trier?</p>
<h2>Silvester 2011/12 in Trier</h2>
<div id="attachment_32039" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/03/Party-Lichter-.jpg" rel="lightbox[57508]"><img class="size-medium wp-image-32039" title="Party-Lichter-" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/03/Party-Lichter--300x160.jpg" alt="" width="300" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/aheram/464796733/">Dance in the Dark</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/aheram/">Jayel Aheram</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC BY</a></p></div>
<p>Los geht&#8217;s an Silvester in Trier mit &#8220;laufen&#8221; &#8211; ja genau, richtig gehört: Es wird gelaufen. Und zwar beim alljährlichen <em>Trierer Silvesterlauf</em> mit der Bitburger-Brauerei als Titelsponsor. Start und Ziel ist der Hauptmarkt Trier, der in einer 1 km langen Strecke einmal umrundet wird. Der Weg führt vorbei an historischen Bauten und bietet so auch etwas zum Gucken. Anmelden können sich Hobbyläufer und Sportasse und natürlich jeder der gerne läuft. Die Anmeldung erfolgt über die <a href="http://bitburger-silvesterlauf.de/">Homepage.</a> Beginn ist um 13.00 Uhr.</p>
<p>Wer&#8217;s gerne etwas gehaltvoller mag, kann sich die Silvestervorstellung des Musicals &#8220;The King and I&#8221; im <em>Theater Trier</em> anschauen, um 19.00 Uhr geht es los. In der <em>Tuchfabrik</em> kann man sich statt dessen um 20.00 Uhr die Musik von &#8220;The Soulfamily&#8221; und im Exhaus mit &#8220;Stomp into 2012&#8243; den Jahreswechsel feiern, musikalisch wartet das <em>Exhaus</em> mit House, Electro, Minimal und Techno auf. Wer lieber nicht allzu spät ins Bett möchte könnte auch den <em>Trierer Weihnachtszirkus</em> besuchen, der um 15.30 Uhr eine Silvestervorstellung gibt.</p>
<h2>Abtanzen zum Jahreswechsel</h2>
<p>Tanztechnisch ist an Silvester einiges los. Zum Beispiel in der <em>Eventhalle Trier</em>, dort beginnt um 20:00 das Silvesterspecial mit Gala-Menue, DJane und Special Act, auch das Forum gibt am kommenden Samstag ein Silvester Special, Beginn ist hier 22.00 Uhr. Auch im<em> Mycro&#8217; Club</em> gibt es zum Jahreswechsel ein spezielles Silvesterprogramm. Das <em>A1</em> und <em>Luckys Luke</em> halten sich da eher an ihr samstägliches Standardprogramm, was ihnen auch nicht zum Nachteil werden muss, gibt es doch genug Leute, die Silvester ohne viel Tamtam feiern wollen und lieber auf die gew0hnte Party-Location zurückgreifen.</p>
<div id="attachment_57759" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/Rückblick-2011-feature.jpg" rel="lightbox[57508]"><img class="size-medium wp-image-57759" title="Rückblick 2011 feature" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/Rückblick-2011-feature-300x119.jpg" alt="" width="300" height="119" /></a><p class="wp-caption-text">Feuerwerk in Trier - Zur Jahreswende wird in Trier wieder ordentlich gefeiert. Foto: <a href="http://www.artflakes.com/de/shop/lars-eggers">Lars Eggers</a></p></div>
<p>In der <em>Grünen Rakete</em> wird zum &#8220;Silvesterdänzn 2012&#8243; auf den Bewegungsgarant Techno und House zurückgegriffen, Beginn 20.00 Uhr. Eine halbe Stunde später um 22.30 Uhr kann man dann ins <em>À la Minute</em> gehen, &#8220;In the Air tonight&#8221; lautet das Motto. Im <em>Mergener Hof</em> wird das neue Jahr mit einem freundlichen &#8220;Hallo 2012&#8243; begrüßt, entsprechend heißt die Party, wieder zu Electro. Wer jetzt mal genug von Electro und Techno hat kann ins <em>Toni</em> gehen, dort wird zu aktueller Clubmusik und Partyklassikern getanzt. &#8220;Tanzbar&#8221; eröffnet jedoch erst um 23:00 Uhr.</p>
<h2>Auch spontan kann man werden</h2>
<p>Wer bis jetzt noch keine Ahnung hat kann sich immer noch spontan am Abend auf den Weg machen. Zur Sicherheit sollte man allerdings früh dran sein, denn die beliebtesten Kneipen sind an Silvester meist schnell voll. Wer keinen Platz mehr ergattern kann, sollte zur Sicherheit eine Flasche Sekt und ein paar gute Freunde im Schlepptau haben. Schließlich braucht man eigentlich ja nichts, als ein paar liebe Menschen um ein neues Jahr gut einzuläuten.</p>
<p><em>5vier.de wünscht allen Lesern einen guten Rutsch und ein glückliches Jahr 2012!</em></p>
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		<title>Buntes: Weg mit dem Weihnachts-Speck &#8211; Vom Kaltstart in den Sport</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 07:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einem Fest wie Weihnachten sind sie bei vielen wieder da: die bekannten Speckröllchen. Doch was können wir tun, damit wir die überflüssigen Pfunde auf gesundem Weg wieder los werden? Da hilft nur eins: Sport.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach einem Fest wie Weihnachten sind sie bei vielen wieder da: die bekannten Speckröllchen. Doch was können wir tun, damit wir die überflüssigen Pfunde auf gesundem Weg wieder los werden? Da hilft nur eins: Sport. Doch was müssen wir beachten, wenn wir unser Bewegungsprogramm 2012 starten? 5vier-Redakteurin Stefanie Braun hat sich schlau gemacht. </strong></p>
<p>Doch wie fangen wir am besten an? Eventuell sogar unter der Prämisse, dass wir totale Sport-Anfänger sind? So beschränkten sich die sportlichen Aktivitätem bei Vielen von uns auf den verhassten Schulsport, der nun auch schon einige Jahre zurück liegt. Dabei muss Sport keine quälende Peinlichkeitsnummer sein, vieles kommt auf die richtige Vorbereitung und auf die Einstellung an.</p>
<p>5vier.de sprach zu diesem Thema mit Dr. Bernd Vogt, der zusammen mit anderen Praxen im Juni diesen Jahres das Orthopaedicum auf dem Petrisberg eröffnet hat und seit dieser Saison Mannschaftsarzt der Trierer Eintracht ist. Für ihn ist bei der Auswahl der richtigen Sportart eines klar:</p>
<h2>Ohne Spaß geht es nicht!</h2>
<div id="attachment_57735" class="wp-caption alignright" style="width: 226px"><img class="size-medium wp-image-57735 " title="Dr. med. Bernd Vogt" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/VogtDrB_40kB_1101-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" /><p class="wp-caption-text">Dr. Vogt, Foto: Privat</p></div>
<p>&#8220;Man muss sich eine Sportart suchen, für die man eine gewisse Leidenschaft entwickeln kann. Ohne Spaß bleibt man nicht am Ball.&#8221; Zudem sind noch andere Faktoren wichtig bei der Wahl des Sports: &#8220;Man sollte sich gerade am Anfang keinen Sport suchen der hohes technisches Geschick erfordert, wie etwa Klettern oder Stabhochsprung, erst muss eine gewisse Grundfitness her, damit man bei solchen Sportarten nicht sofort demotiviert ist.&#8221;</p>
<p>Genauso wichtig ist die zeitliche und räumliche Machbarkeit. Wer Tauchen zu seinem Sport auserkoren hat, aber ihn nur daheim in der Badewanne ausüben kann, sollte sich vielleicht öfter auf den Fahrradsattel schwingen. Auch der zeitlich Umfang sollte zu einem passen. Wer einen Sport mangels Zeit nur unter Stress in den Alltag integrieren kann, ist ebenfalls bald gefrustet.</p>
<p>Wer nun endlich die richtige Wahl getroffen hat, sollte aber eines nicht vergessen: Einen Gesundheitscheck. &#8220;Sofern man nur etwas joggen und ein Einstiegsmaß an Sport machen möchte, ist ein Check vom Arzt nicht unbedingt nötig, wer allerdings sein Sportprogramm intensivieren und es auf mehrere Tage in der Woche ausweiten möchte, sollte sich vorher durchchecken lassen&#8221;, so Vogt. &#8220;Bislang unentdeckte Probleme wie Herz-Kreislauferkrankungen, Fehlstellungen in Beinen und Füßen, wie X-Beine oder Knicksenkfüße können durch ein intensiveres Sportprogramm schneller zu einem handfesten Problem werden.&#8221; Ein solcher Gesundheitscheck ist gerichtet auf den Sport den man stärker ausüben möchte und soll dabei auch Personen herausfiltern, die für bestimmte Sportarten weniger geeignet sind.</p>
<h2>Vor dem Sportprogramm der Gesundheitscheck</h2>
<p>&#8220;Leute mit starken Knieproblemen sollten zum Beispiel Hallensportarten meiden, am besten alle Sportarten bei denen eine explosionsartige Kraftentwicklung gefordert wird. Solche Personen sind mit einem Sport wie Radfahren oder Schwimmen besser beraten. Doch zunächst muss man mal so weit sein, dass man ein Sportprogramm intensivieren kann, denn aller Anfang ist schließlich schwer.</p>
<p>&#8220;Der häufigste Anfängerfehler ist in der Tat, dass viele mit einer zu niedrigen Frequenz zu intensiven Sport treiben.&#8221; Vogt erklärt, dass einmal in der Woche 12 Kilometer zu Joggen kein &#8220;Sport treiben&#8221; ist. &#8220;Der Trainingseffekt ist hier gleich null. Besser ist es man joggt viermal die Woche drei Kilometer, denn Training besteht immer aus einer Kombination aus Intensität und Häufigkeit.&#8221; Ein Anfängerfehler, der nicht mehr so stark auftritt ist das falsche Equipment.</p>
<h2>Auf das richtige Equipment setzen</h2>
<p>&#8220;Man sollte nicht denken, dass man am Anfang keinen teuren Schuh oder einen Einführungskurs braucht. Sportgeschäfte bieten da heute eine sehr gute Beratung auch mit Laufbandanalysen und Schuhe des Vorjahresmodells sind immer recht preisgünstig.&#8221;</p>
<div id="attachment_57738" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/010.1.jpg" rel="lightbox[49969]"><img class="size-medium wp-image-57738 " title="010.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/010.1-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Laufschuhe an und los?</p></div>
<p>Wer vor allem Abspecken und kein Muskelpaket werden will, sollte folgendes beachten: Das wird recht umständlich. &#8220;Muskeln verbrennen Kalorien auch wenn man im Bürostuhl sitzt, deswegen bringt Muskelaufbau beim Abnehmen sogar etwas, wenn man mal keinen Sport treibt.&#8221; Wer Muskeln aufbauen möchte, kann sich bereits durch einen Weg ins Fitnesstudio helfen. Joggen hilft eher bei mangelnder Ausdauer.</p>
<p>Wer mehr als nur ein paar Pölsterchen zu viel hat, sollte nicht auf den Sportmythos hören, dass nur Diäten erstmal das beste sind: &#8220;Abnehmen funktioniert nur in Verbindung von gesunder Ernährung und mehr Bewegung, sonst kann man gar nicht so viel verbrennen wie man müsste. Aber Vorsicht: Besonders Diäten, die eine hohe Disziplin erfordern, schlagen beim Jojo-Effekt richtig zu.&#8221; Dadurch dass der Stoffwechsel von sehr dicken, eventuell adipösen Menschen auf eine höhere Fettzufuhr eingestellt ist, &#8220;hungert&#8221; er nach einer Diät nach allem worauf er während dieser verzichten musste.</p>
<h2>Vorsicht vor dem Jojo-Effekt</h2>
<p>&#8220;Dieses Verlangen kann so stark sein, dass die Patienten es kaum kontrollieren können und oft sogar mehr als ihr Startgewicht zunehmen.&#8221; Ein weiterer beliebter Sportmythos ist der, dass das Joggen die Gelenke zu stark belastet. &#8220;Das stimmt nur bedingt, generell beugt Bewegung Gelenkproblemen vor, wer allerdings Mittel- und Langstrecken laufen will, belastet seine Gelenke schon. Der Untergrund ist zudem recht interessant, ein weicher Boden schont die Gelenke, aber auch ein harter Boden ist bei einer kurzen Strecke nicht tragisch.&#8221;</p>
<div id="attachment_32467" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/02/Fitness-Girl.jpg" rel="lightbox[49969]"><img class="size-medium wp-image-32467" title="Fitness-Girl CC BY" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/02/Fitness-Girl-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Bewegung kann auch Spaß machen. Probiert einfach aus, welche Sportart am besten zu euch passt. Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/mein_arkengel/4559588930/">SHABAM!!!!!!! Body jam</a> von Samael Kreutz, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC BY</a></p></div>
<p>Generell kann Dr. Vogt Sportwilligen nur empfehlen mit der für einen selbst richtigen Sportart anzufangen und erstmal langsam zu starten. &#8220;Wer joggen will, sollte beispielsweise erst einmal mit dem Walken anfangen, wenn man das mal einige Monate gemacht hat, kann man einen fließenden Übergang zum Laufen finden.&#8221;</p>
<p>Vermeiden sollte man seiner Meinung nach auf Sportarten, die eine aufwändige technische Ausstattung oder hohes Körpergeschick im Bereich Kraft- Koordination und Ausdauer erfordern, wie etwa das Klettern. Man sollte lieber mit etwas anfangen, was auch täglich gut und ohne großen Aufwand gemacht werden kann. Außerdem gibt es bei den Hallen- und Mannschaftssportarten recht wenig gute Anfängersportarten, da die meisten bereits eine hohe Grundfitness erfordern. Wichtig ist besonders jetzt in der kühleren Jahreszeit sein Trainingsprogramm nicht auf Eis zu legen.&#8221;Wer im März erst wieder anfängt, startet auch wirklich wieder bei Null. Besser ist es beispielsweise mit einem Heimtrainer zu trainieren.&#8221;</p>
<h2>Warum nicht direkt anfangen?</h2>
<p>Wer also jetzt Lust auf ein wenig Bewegung bekommen hat, der sollte auch das schlechte Wetter nicht als Ausrede nehmen. Warum nicht direkt mal die Turnschuhe schnüren und ein paar Runden um den Block walken. Dann können wir an Silvester auch wieder zuschlagen, wenn das Buffet voller kulinarischer Leckereien ist. Wie auch immer der Einstieg in ein sportliches Jahr 2012 aussehen mag, 5vier.de wünscht allen viel Spaß beim schwitzen und abspecken.</p>
<p>Fotos:<a href="http://www.orthopaedicum-trier.de/?id=zentrum_fuer_orthopaedie"> Orthopaedicem Trier</a></p>
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		<title>Freizeit: &#8220;Und sie fiel in einen hundertjährigen Schlaf&#8221; &#8211; Theater-Premiere</title>
		<link>http://5vier.de/und-sie-fiel-in-einen-hundertjahrigen-schlaf-dornroschen-im-theater-trier-57659.html</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 11:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dornröschen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sven Grützmacher]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlafen mussten die Zuschauer der Premiere des Balletts von Peter Tschaikowsky am Samstag nicht. Im Gegenteil, die Premiere von "Dornröschen" entwickelte sich nach internen Problemen zum Überraschungserfolg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer kennt sie nicht? Die Geschichte von der Königstochter und der Spindel, an der sie sich stach und in einen hundertjährigen Schlaf fiel. Der berühmte Peter Tschaikowsky kannte sie und zauberte aus dem märchenhaften Stoff ein ebenso märchenhaftes Ballett, das nun Premiere in Trier hatte.</strong></p>
<div id="attachment_57694" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/dornr%C3%B6schen-2.1.jpg" rel="lightbox[57659]"><img class="size-medium wp-image-57694 " title="dornröschen 2.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/dornr%C3%B6schen-2.1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Juliane Hlawati als Lila Fee. Foto: Theater Trier</p></div>
<p>Am 17. Dezember wartete das Theater Trier mit der Premiere des ersten Tanztheaterstückes für diese Spielzeit auf: Dornröschen von Peter Tschaikowsky, das uns Zuschauern die Wartezeit bis Weihnachten versüßen soll.</p>
<p>Als Dornröschen, oder besser Prinzessin Aurora, wie Tschaikowsky sie benannte, tanzte Christin Braband. Als ihre gute Patentante, die lila Fee, sah man Juliane Hlawati, als böse Fee Noala de Aquino und als Dornröschens Prinz Desiré Robert Seipelt.</p>
<p>Zum Inhalt: Nach langen Jahren der Kinderlosigkeit haben König Florestan (Reveriano Camil) und seine Königin (Cécile Rouverot) doch noch eine Tochter bekommen: Aurora. Um ihre Geburt angemessen zu feiern lädt das Königspaar nicht nur den gesamten Hofstand (Erin Kavanagh, Susanne Wessel, Denis Burda, Robert Seipelt) ein, sondern auch drei gute Feen, die rote (Natalia Grützmacher), die grüne (René Klötzer) und die lila Fee (Juliane Hlawati). Aber was wäre eine Party ohne jemanden den man ausschließt? Carabosse, die böse Fee, wird nicht eingeladen, was sie nicht gerade freundlich gegenüber dem Neugeborenen stimmt.</p>
<h2>Dornröschen ein bisschen anders</h2>
<p>Im Märchen verflucht die böse Fee Dornröschen, sie solle sich an ihrem 16. Geburtstag mit einer vergifteten Spindel in den Finger stechen und sterben. Die gute Feen-Patentante kann den Fluch gerade noch abmildern, statt zu sterben soll Dornröschen zusammen mit dem gesamten Königreich in einen hundertjährigen Schlaf fallen. Nur der Kuss wahrer Liebe kann sie wieder erwecken.</p>
<p>Im Theater Trier wurde dies etwas anders gelöst: Statt sie mit einer vergifteten Spindel in den Finger zu pieksen, schleicht sich Carabosse während der Festlichkeiten zu Auroras 16. Geburtstag auf das Schloß und verteilt kleine Fläschchen unter den Gästen, die daraufhin nur noch so durch die Gegend wirbeln und tanzen. Aurora ist sofort fasziniert von dem Unbekannten und seinen Fläschchen. Sie nimmt eines an, leert es mit einem Zug aus, tanzt wild und fällt schließlich, genauso wie die anderen berauschten Gäste in einen dämmrigen Schlaf.</p>
<p>Klingt nach KO-Tropfen und verleiht Carabosse das Image eines Dealers. Das ihn und das Stück jedoch nicht entzaubert &#8211; den zauberhaften Requisiten mit den leuchtenden Gläsern sei Dank. Nur die lila Fee erwacht wieder, doch da ist Carabosse mit Aurora schon verschwunden. Er verschleppt sie an einen geheimen Ort, an dem ihm die Schlafende hilflos ausgeliefert ist, bis sich einer von Carabosses Dienern in sie verliebt und ihnmithilfe der lila Fee besiegt.</p>
<h2 style="text-align: left;">Carabosse als Drogendealer</h2>
<div id="attachment_57695" class="wp-caption alignleft" style="width: 277px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/dornr%C3%B6schen-7.1.jpg" rel="lightbox[57659]"><img class="size-medium wp-image-57695 " title="dornröschen 7.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/dornr%C3%B6schen-7.1-267x300.jpg" alt="" width="267" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Aurora und Carabosse (Christin Braband und Noale de Aquino). Foto: Theater Trier</p></div>
<p>Ende gut alles gut, könnte man denken. Doch auch bei den Feierlichkeiten zur Verlobung von Aurora und ihrem Prinzen Desiré taucht Carabosse mit seinen seltsamen Fläschchen wieder im Hintergrund auf. Und die Party kann wieder steigen. Gut ausgegangen ist die Premiere letztendlich jedoch für das Publikum, die von der Machart des Stückes begeistert waren.</p>
<p>Dabei sah es noch vor vier Tagen so schlecht aus für die Premiere. Der eigentliche Regisseur und Choreograph Tarek Assam verließ im beiderseitigen Einvernehmen das Theater Trier und ließ ein unfertiges Stück zurück. Drei Tage vor der Premiere übernahm Hauschoreograph Sven Grützmacher und stellte innerhalb dieser Zeit fast den kompletten zweiten und dritten Akt. Dabei achtete er darauf, diesen nicht eine komplett neue Handschrift aufzudrücken, sondern versuchte Bewegungsabläufe und den Stil des eigentlichen Regisseurs in seinen Teil der Inszenierung mit ein fließen zu lassen.</p>
<h2>Kleine Unterschiede sind zu erkennen</h2>
<p>Trotzdem erkennt man einige Unterschiede zwischen dem Teil vor und nach der Pause. Während der erste Akt chaotischer ist und man als Zuschauer oft nicht recht weiß wohin man nun zuerst schauen soll, wirkt der zweite Teil konzentrierter, entschlackter und insgesamt flüssiger.</p>
<p>Hut ab, vor so viel konzentriertem und kreativem Schaffen von Sven Grützmacher. Ein ebenso großes Lob an die wie immer guten Tänzer des Theaters Trier, besonders die Rolle der Prinzessin Aurora, die nicht die verträumte Prinzessin gibt, sondern wie jede 16jährige frech ist, ein bisschen rebelliert und gerade auch ihre ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht macht. Dabei hat ihre gute Fee stets ein fürsorgliches Auge auf sie geworfen, Juliane Hlawati sticht als lila Fee heraus, die mal kämpferisch eingreift, mal mütterlich zur Seite steht.</p>
<p>Wie immer war allerdings der Bad Guy der Liebling der Massen: Noala de Aquino, als böse Fee, der nicht nur optisch einen schönen Kontrast zur glitzernden Welt der Guten darstellt. Besonders im zweiten Teil kommt sein tänzerisches Talent zur Geltung.</p>
<h2>Zwei Handschriften</h2>
<div id="attachment_57698" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/dornr%C3%B6schen-9.1.jpg" rel="lightbox[57659]"><img class="size-medium wp-image-57698 " title="dornröschen 9.1" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2011/12/dornr%C3%B6schen-9.1-300x292.jpg" alt="" width="300" height="292" /></a><p class="wp-caption-text">Aurora und ihr Prinz (Robert Seipelt). Foto: Theater Trier</p></div>
<p>Für das Schillern und Glitzern der Kostüme war Gabriele Kortmann zuständig. Sie entwarf die Kostüme, die zwar nicht an das klassische Prinzessinenkleid erinnern, aber trotzdem märchenhaft sind. Durch die Kostüme wird eine klare Unterteilung der Rollen erreicht, die nebenher einiges zu den Figuren erzählen. So ist Auroras eher mädchenhaft, während die Kostüme der Feen einen wilden, anderweltlichen Charakter behalten. Die weißen Kostüme des Hofstaats mit dem goldenen, glitzernden Besatz, verleihen den Tänzern etwas aristokratisches, sind aber wiederum stark einheitlich und unterstreichen einen gewissen versnobten Unterton.</p>
<p>Das Bühnenbild von Fred Pommerehn erhält einen besonderen Clou durch die grünen Leuchtröhren, die langsam herabgesenkt werden, während Aurora und ihr Hofstaat in Schlaf verfallen. Eine gelungene Lösung für das Problem &#8220;Dornenhecke&#8221;.</p>
<p>Ein besonderer Leckerbissen ist die eingearbeitete Musik, bekannt durch Paulchen Panther und Mission Impossible. Natürlich muss man sich fragen ob die Melodie des &#8220;Pink Panther&#8221; und der Titelsong eines Actionfilmes wie &#8220;Mission Impossible&#8221; zum klassischen Tschaikowsky passen, doch in diesem Fall wurde es gut gelöst und die verschiedenen Richtungen fügen sich über die Bewegungen der Tänzer, zwar eher im zweiten als im ersten Teil, ineinander. An dieser Stelle sei das Orchester unter der Leitung von Valtteri Rauhalammi lobend erwähnt, das ebenfalls großen Beifall erhielt.</p>
<p>Insgesamt ist dieses Stück sehr sehenswert, vor allem wenn man bedenkt, unter welchen Umständen es entstanden ist. Der erste Akt ist zwar chaotisch, vermag aber doch eine Geschichte zu erzählen. Nach der Pause ändert sich der Stil dann ein wenig und wirkt strukturierter und konzentrierter.</p>
<p><em>Fazit: Kein klassisches Märchen, aber dennoch bezaubernd.</em></p>
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		<title>Freizeit: Zweiter One Night Stand &#8211; Thema diesmal: Weihnachtskultur</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 15:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astarix]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Brunhoeber]]></category>
		<category><![CDATA[One Night Stand]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 15. Dezember fand im Astarix der zweite "One Night Stand" des Theaters Trier statt, Moderator war diesmal Schauspieler Jan Brunhoeber. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 15. Dezember fand im Astarix der zweite &#8220;One Night Stand&#8221; des Theaters Trier statt, Moderator war diesmal Schauspieler Jan Brunhoeber. Er sprach mit seinen Gästen über Weihnachten in verschiedenen Kulturen. 5vier.de sprach mit Theaterpädagogin und Dramaturgin Sylvia Martin sowie Schauspieler und Moderator Jan Brunhoeber.</strong></p>
<div id="attachment_25722" class="wp-caption alignright" style="width: 226px"><a href="http://5vier.de/wp-content/uploads/2010/12/Schneegeschichten3.jpg" rel="lightbox[57576]"><img class="size-medium wp-image-25722" title="Schneegeschichten" src="http://5vier.de/wp-content/uploads/2010/12/Schneegeschichten3-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Winterliches Trier. Im Astarix traf man sich vergangene Woche um über das Thema Weihnachten zu reden.</p></div>
<p>Passend zur Zeit ging es im zweiten &#8220;One Night Stand&#8221; des Theaters Trier um Weihnachten. Zu diesem umfassenden Thema lud sich Schauspieler Jan Brunhoeber fünf Gäste ein, die Weihnachten in ihren verschiedenen Heimat-Kulturen erlebt haben. Da wären der neue Korrepetitor Piotr Kaczmarczyk, der im Alter von 17 Jahren aus Polen nach Deutschland kam, Ankleiderin Tetjana Naumenko, die aus der Ukraine stammt, Birgit Molitor, die in der Maskenabteilung des Theaters arbeitet und aus der Eifel kommt, Chorsänger Andrea Azzurrini aus Italien und Palästinenserin und gebürtige Berlinerin Muna Nwaiser.</p>
<p>Eingeläutet wurde jeder Gast mit einer Landschaftsbeschreibung seines Heimatlandes, die erstreckten sich von Goethes &#8220;Kennst du das Land wo die Zitronen blühen&#8221;, über Heine bis hin zu Else Lasker-Schüller. Anschließend wurde erzählt: von 12-gängigen Weihnachtsmenues, Kindheitserinnerungen und den ersten weihnachtlichen Eindrücken in Deutschland &#8211; zwischendurch gab es Weihnachtslieder. Jan Brunhoeber sang, am Klavier begleitet von Korrepetitor Kaczmarczyk, bekannte Weihnachtslieder auf verschiedenen Sprachen, mal russisch, mal arabisch. &#8220;Es war schon etwas besonderes &#8220;Stille Nacht&#8221; auf Arabisch zu hören&#8221;, so Sylvia Martin.</p>
<p>Als Moderator war Brunhoeber am Anfang noch etwas zurückhaltend, wurde im Laufe des Abends doch locker und es gab sogar ein paar spontane Witze, er versuchte sich gesanglich in allen Sprachen, was für Stimmung sorgte. Für ihn selbst ein großer Spaß wenn auch viel Arbeit. &#8220;Ich musste die Aussprache lernen, die Lieder vor allem über das Gehör einstudieren und den Gesang mit unserem Korrepetitor einüben.&#8221;</p>
<p>Das Thema wählte er weil er sich für Menschen und fremde Kulturen interessiert. Leider hielt sich der Zuspruch des Publikums in Grenzen, war der letzte &#8220;One Night Stand&#8221; mit Gästen wie Regionalberühmtheit Helmut Leiendecker noch gut besucht, blieben die Sitze dieses Mal etwas leerer. Trotzdem gefiel der Abend den Gästen, die im Weihnachtstrubel noch Zeit dafür fanden.</p>
<p>Im Januar wird es wieder einen &#8220;One Night Stand&#8221; geben, dann mit Michael Ophelders als Moderator.</p>
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