Basketball: Der harten Arbeit Lohn für TBB – Zwei Punkte zum Fest

Ein arbeitsames Weihnachtswochenende für die TBB Trier endet siegreich: Mit 75:67 besiegt Trier am 26.12. die LTi GIESSEN 46ers in einer intensiven Partie. „Ich bin sehr froh, dass wir dieses wichtige Spiel gewinnen konnten und denke, dass wir gegen Braunschweig an die heutige Leistung anknüpfen werden.“ Philip Zwiener mit 19 Punkten und drei Assists, John Bynum mit 9 Punkten, 4 Assists, 3 Rebounds.

Philip Zwiener mit 19 Punkten und drei Assists, Foto: Thewalt

Die Gastgeber kamen gut rein ins weihnachtliche Kräftemessen – Dru Joyce eröffnete mit einem wunderschönen Buzzer-Dreier, Maik Zirbes tippt einen „Verleger“ von Philip Zwiener zum 5:0 ein. Mit starker Defense und einem Dreier von Barry Stewart ist Trier bereits nach dreieinhalb Minuten auf 10:3 weg – Auszeit Gießen. Die Gäste blieben nervös – drei Schrittfehler im ersten Viertel, davon alleine zwei vom wiedergenesenen Anthony Smith. Die TBB kann mit einem Dreier von Philip Zwiener auf 22:12 wegziehen, bevor ausgerechnet Anthony Smith noch zweimal von der Dreierlinie abdrückt. Smith gelang heute Abend ein Comeback aus dem Bilderbuch, 21 Punkte und 5 von 5 Dreiern markierte der Gießener Small Forward über den ganzen Abend. Dazwischen kommt noch einmal Zachery Peacock zum Abschluss, und die LTi GIESSEN 46ers sind zum Viertelende auf 22:20 dran – Trier hatte nicht aufgepasst und den Gästen einen 8:0 Lauf unter der Regie von Giorgi Gamqrelidze erlaubt.

Der Verlauf des zweiten Abschnitts gestaltete sich ähnlich: Die TBB traf offensiv zunächst die richtigen Entscheidungen. George Evans, der im ersten Viertel mit Schulterproblemen ausgewechselt wurde, kam von der Bank und machte gleich sechs Punkte in Folge – bei einer Restspielzeit von 4:46 bis zur Pause musste Gießens Coach Vladimir Bogojevic schon wieder zur Auszeit bitten. Unter dem Jubel der 2495 Zuschauer netzt Samy Picard einen Dreier zum 37:31 ein, die letzte Spielminute gehört aber wieder Gießen, die mit Gamqrelidze und Ovcina zum 37:35 punkten können. Ryan Brooks setzt ein wuchtiges Ausrufezeichen, als er Barry Stewart mit der Sirene zur Halbzeit spektakulär an der Dreierlinie blockt: Gießen wollte dieses Spiel, Trier auch.

Und Gießen schien es nach der Pause mehr zu wollen: Der starke Anthony Smith mit Dreier Nummer 4 zum 38:38 Ausgleich, den kann Barry Stewart noch mit einem aus der Not geborenen Buzzer Beater kontern. Wenig später ist es Tyler Kepkay, der, wieder per Dreier, die erste Führung für die Gäste erzielt: 44:45. Mit einem hauchdünnen 52:51 rettet sich die TBB in die Viertelpause.

Das letzte Viertel hatte es dann, wie erwartet, in sich, der viel zitierte offene Schlagabtausch war in vollem Gang: Smith mit seinem 5. Dreier zum 54:56, Oskar Faßler, der seine vergleichsweise kurze Spielzeit gut nutzen konnte, zum 58:56, mit einem sehenswerten Korbleger nach Fastbreak; Ovcina trifft zum 60:60; Dragan Dojcin, der den Abend mit einem „sehenswerten“ Airball von der Dreierlinie eröffnet hatte, versenkt eiskalt seinen Dreier zum 65:61 – vielleicht der Gamewinner, denn eine Vier-Punkte-Führung war in dieser Phase fast schon Luxus. Wenig später liefert Dru Joyce ein millimetergenaues Alley-Oop-Anspiel für Maik Zirbes ab, der steht goldrichtig in der Luft und tippt ein: 67:63, Auszeit Gießen. Auch für die nächste Gießener Auszeit ist Joyce verantwortlich, der mit einem schönen Solo zum 69:64 einlegt – die Vorentscheidung. In der letzten Minute schickt Gießen die TBBler an die Freiwurflinie, deren Quote ist zwar durchwachsen, aber es reicht: 75:67 lautet der Endstand eines weihnachtlichen Arbeitssieges. Trier ist damit vor dem nächsten Heimspiel Tabellenzehnter mit 16:16 Punkten.

TBB-Headcoach Henrik Rödl: „Wir haben ein hochwertiges Spiel zweier Mannschaften gesehen, die unbedingt gewinnen wollten, eine Gießener Mannschaft, die 52% aus dem Feld gegen uns geworfen hat – das machen nicht viele. Ich fand unsere Verteidigung nicht immer ganz aufmerksam, aber man muss auch sagen, dass Anthony Smith ein unglaublich gutes Comeback gelungen ist. Gießen wird weiter an diese Leistung anknüpfen. Umso mehr bin ich froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben – es spielen im Moment viele direkte Tabellennachbarn gegeneinander, so dass diese Spiele extrem wichtig sind. Die 20 Turnovers von Gießen gegenüber unseren 10 haben sicher etwas mit unserer Intensität zu tun, Ich glaube, wir können gegen Braunschweig an die heutige Leistung anknüpfen. Oliver Clays Einsatz gegen Braunschweig ist fraglich, er hat sich im Training den Finger ausgekugelt und deshalb auch heute nicht gespielt – da hat uns dann gegen Ovcina und Peacock defensiv einfach eine Option gefehlt. George Evans hat heute einen Schlag auf die Schulter bekommen und hat Taubheitsgefühle im Arm, hat seine Sache aber trotzdem heute gut gemacht, ich hoffe, er wird gegen Braunschweig dabei sein. “

Vladimir Bogojevic, Headcoach der LTi GIESSEN 46ers: „Glückwunsch an Henrik Rödl und seine Mannschaft. Das Spiel war sehr intensiv geführt, sehr physisch, mit der erwartet harten Verteidigung. Wir sind aus unserer sehr nervösen Anfangsphase ganz gut herausgekommen. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir den Druck mit ein paar Backdoor Cuts lösen konnten. Wir waren nach der Anfangsphase immer auf Augenhöhe, allerdings sind 20 Ballverluste deutlich zuviel. Wir sind zu oft in Zeitnot gekommen. Trier hat am Ende die richtigen und besseren Entscheidungen getrioffen und dieses Spiel gewonnen.“

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