Basketball: Hessen für die Dolphins kein gutes Pflaster

Keine Punkte in Hessen: Die Immovesta Dolphins haben in der Bundesliga am Wochenende zwei Niederlagen einstecken müssen. Der Trierer Rollstuhlbasketball-Bundesligist rutscht nach den Spielen gegen Lahn-Dill und Frankfurt vom dritten auf den fünften Tabellenplatz ab und verliert wichtigen Boden im Kampf um die Playoff-Plätze.

Foto: Archiv/Immovesta Dolphins

Zugegeben: Beim Europäischen Topclub RSV Lahn-Dill und den Mainhatten Skywheelers Frankfurt kann man verlieren. Dennoch ist die Enttäuschung auf Seiten der Immovesta Dolphins Trier groß, schließlich steht der Verein erstmals in dieser Saison nicht mehr auf einem Playoff-Platz.

Im Spitzenspiel des neunten Spieltags wurden die Dolphins am Samstagabend eiskalt erwischt. Nach nur vier Minuten lagen die Trierer beim Deutschen Meister Lahn-Dill mit 10:0 zurück, nach zehn Minuten sah es aus Dolphins-Sicht noch schlechter aus (26:10). „Das war ein erstes Viertel zum Vergessen, wir waren viel zu nervös“, ärgert sich Spielertrainer Dirk Passiwan. Dass die Trierer anschließend ihre wohl beste Saisonleistung zeigten, macht den 35-jährigen „einfach nur stolz“. Nach anfänglichen Problemen verbesserten sich die Dolphins in allen Bereichen und konnten wie in der 17. Minute von der Überraschung träumen (36:27). Doch zum Coup sollte es nicht reichen, da Lahn-Dill immer wieder die passende Antwort fand und Pointguard Michael Paye einen guten Tag erwischte (26 Punkte, 75%-Trefferquote, 7 Assists). Bis zur Schlusssirene war Trier auf Augenhöhe, konnte den hohen Rückstand aus dem ersten Viertel aber nicht entscheidend egalisieren und verlor das Spiel mit 71:54 (41:27).

Punkteverteilung Immovesta Dolphins Trier: Passiwan (33), McLachlan (7), Ewertz (6), Jassman (6), Herrmann (2), Feser, Jewells, Moseley-Williams, Schmitz, Stewart (ohne Punke).

 

Auch 20 Stunden später kein Sieg

Ebenfalls mit leeren Händen standen die Dolphins keine 20 Stunden später in der Wilhelm-Merton-Sporthalle in Frankfurt da. Den Mainhatten Skywheelers mussten sich die Trierer in einem sehr intensiven und hochklassigen Match knapp mit 76:72 (43:38) geschlagen geben.

Bis in die Schlussminute, beim Stand von 73:72, sahen die Zuschauer, darunter auch 50 mitgereiste Dolphins-Anhänger, ein ausgeglichenes Spiel auf Playoff-Niveau. „Die Niederlage tut richtig weh. Kompliment an Frankfurt, die uns mit ihrer aggressiven Spielweise einige Probleme bereitet haben“, so Dirk Passiwan nach der Partie. Nicht einverstanden waren die Trierer Verantwortlichen mit der Leistung der Unparteiischen. Insgesamt 22 Foulverpfiffe ertönten gegen Trier, die Hausherren kamen mit 14 Fouls deutlich besser davon.

Ein gutes Zeugnis stellt Passiwan Nachwuchsspieler Florian Ewertz aus. „Er hat in den letzten Wochen im Training einen gewaltigen Sprung gemacht, hat bei seinen Einsätzen sowohl gegen Lahn-Dill als auch Frankfurt überzeugt“, konnte Passiwan dem verkorksten Wochenende zumindest noch etwas Positives abgewinnen.

Punkteverteilung Immovesta Dolphins Trier: Passiwan (34/3 Dreier), McLachlan (22), Ewertz (8), Feser (6), Jassman (2), Herrmann und Schmitz (0), Moseley-Williams, Jewells und Stewart (n. e.).

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