Oldenburg stoppt Trierer Höhenflug

Nach zwei gefeierten Heimsiegen verliert die TBB am Donnerstagabend in der Fremde gegen Oldenburg. Trier egalisiert einen 16-Punkte Rückstand, hat den Sieg in der Hand – und unterliegt am Ende doch knapp mit 81:77.

Im Center-Duell hatte Andi Seiferth gegen den erfahrenen Adam Chubb klar das Nachsehen. Archiv-Foto: Thewalt

Im Center-Duell hatte Andi Seiferth gegen den erfahrenen Adam Chubb klar das Nachsehen. Archiv-Foto: Thewalt

Für den  Tabellendritten aus Oldenburg muss es ein Weckruf gewesen sein – mit couragiertem Offensivspiel attackierte Trier den Korb der Gastgeber ein ums andere mal und zeigte damit ganz andere Qualitäten als noch beim Dreierfestival gegen den FC Bayern. Lohn der Mühen: Eine 27:26-Führung der TBB vor dem zweiten Viertel. Danach besannen sich die Gastgeber jedenfalls auf ihre Favoritenrolle und spielten langsam aber sicher einen komfortablen Vorsprung heraus. Trier rannte vor allem an gegen eine erheblich verbesserte Defensive an – und scheiterte an ‚Reboundmonster‘ Adam Chubb. Der 31-jährige US-Amerikaner hatte seine Center-Kollegen Andi Seiferth und Vitalis Chikoko am Brett nun im Griff und garantierte den Gastgebern reihenweise zweite und dritte Wurfchancen.  Zudem schwächelte Trier an der Freiwurflinie, verwandelte im gesamten Spiel nur mäßige 13 von 24 Versuche.

Oldenburg suchte die Vorentscheidung und schien sie auch zu finden. Das erste Trierer Lebenszeichen im wichtigen dritten Viertel setzte Nate Linhart mit seinem Dreier zum 48:40-Anschluss, aber die katastrophale Unterlegenheit bei den Abprallern servierte den Gastgebern zu viele Möglichkeiten auf dem Silbertablett. Noch ist Zeit – aber als Jermaine Bucknor und Nate Linhart jeweils vergeben, erhöhen Chris Kramer und der heißlaufende Dru Joyce auf der Gegenseite den Vorsprung in den zweistelligen Bereich. Partie gelaufen?

Trier mit Moral aus dem Tief – doch am Ende reicht es nicht

Vor dem Schlussviertel schien sich Oldenburg jedenfalls kaum noch die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Umso erstaunlicher, wie die TBB – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – spät zurückkommt. Plötzlich fielen die langen Würfe der Baskets nicht mehr, Chubbs‘ Abonnement auf die Offensivrebounds schien endlich abgelaufen, Barry Stewart und Vitalis Chikoko verkürzten per Dreier und Dunking.

Oldenburg konnte die Trierer Aufholjagd gerade rechtzeitig stoppen.

Später Run auf den Auswärtssieg: Oldenburg konnte die Trierer Aufholjagd aber in letzter Minute stoppen.

Trier egalisierte den zwischenzeitlichen 16-Punkte-Rückstand mit einem fulminanten 21-7-Lauf. Nur Rickey Paulding verhinderte die völlige Offensivflaute auf Seiten der Oldenburger. Ein behind-the-back-Zuckerpass von Jermaine Bucknor auf den auftrumpfenden Chikoko sorgte für Gleichstand: 72:72 bei nur mehr zwei Minuten Restspielzeit. Wieder mal ein Herzschlagfinale, das die Baskets aber schließlich doch knapp für sich entscheiden konnten. Nicht zuletzt dank der weichen Trierer Kniegelenke an der Freiwurflinie überstanden die Gastgeber den späten Run mit 81:77. Die TBB setzt mit einer packenden Vorstellung gegen die Nummer 3 der Liga ein weiteres Ausrufezeichen, sieht mit dem Gastpiel bei den Eisbären Bremerhaven am Sonntag (31.3., 16:00 Uhr) der nächsten Herausforderung aber schon sehr zeitig entgegen.

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Statistik

EWE Baskets Oldenburg: Joyce (18), Jenkins (14), Chubb (14), Paulding (10), Kramer (8), Wysocki (7), Smeulders (6), Burrell (4), Bahiense de Mello (0), Smit (0), Freese (0)

TBB Trier: Stewart (15), Linhart (11), Bucknor (11), Chikoko (11), Seiferth (8), Doreth (7), Harper (7), Howell (5), Mönninghoff (2), Saibou (0)

 

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