Basketball: Sponsoren an Bord – Nächster Hochkaräter für die Dolphins

So langsam zahlt sich die enorme Arbeit der letzten Monate durch das Management von Rollstuhlbasketball-Bundesligist Trier Dolphins für die neue Saison in der RBBL aus. Der Kader nimmt  Konturen an und auch im wirtschaftlichen Bereich wird perspektivisch gearbeitet und mit einigen Unternehmen konnten langfristige Verträge abgeschlossen werden, was für die Zukunft der Bundesligamannschaft von enormer Bedeutung sein wird.

Rückblende: Noch Anfang März dieses Jahres, nach einer Saison voller Höhen und Tiefen, schien der  Bundesliga-Abstieg besiegelt zu sein. Aber quasi durch die Hintertür, sprich den Verzicht der Rollis vom Hamburger SV, erhielten die Trierer ihre Möglichkeit, die nunmehr 15. Bundesliga-Saison seit dem Erstaufstieg im Jahr 1994 zu bestreiten. Und im Management schwor man sich, diese Chance so richtig wahr zu nehmen: Konzeptionell neu ausgerichtet und zielorientiert wollte man alles im Bereich des Machbaren dafür tun, um das Dümpeln in den unteren Tabellenregionen der letzten Jahre zu beenden und die Basis zu schaffen, damit Trier in der Liga einen ganz neuen Stellenwert erhalten wird.

Im wirtschaftlichen Bereich konnten mit großem Engagement und viel Überzeugungsart mittlerweile zahlreiche neue Sponsoren und Förderer überzeugt werden. Die finanzielle Basis ist zu einem hohen Prozentsatz gesichert, um das vorhandene, restliche Team der letzten Saison um Nationalspieler Dirk Passiwan entsprechend ergänzen zu können.

Hier bestritten die Haupt-Protagonisten im Management und Verein, Otmar Passiwan und Günter Ewertz, völlig neue Wege in der Spieler-Akquise. Weltweit wurden in entsprechenden Foren bei Clubs und Universitäten, speziell in den USA, sowie weiteren speziellen Internetseiten Aufrufe für Spieler-Bewerbungen für den Kader der Dolphins in der neuen Saison geschaltet, mit dem Erfolg, dass man aus 15 verschiedenen Ländern zahlreiche Anfragen von Interessenten erhielt. Obwohl der Verein nach wie vor keine bezahlten Profis anheuern kann, sehen viele Spieler durch ein Engagement bei den Trier Dolphins die Chance in einer der stärksten europäischen Ligen zu spielen und sich weiterzuentwickeln. Dies und die Sicherheit bei den Trier Dolphins gut aufgehoben zu sein, bis hin zur Möglichkeit, einen Deutschlehrgang während der Saison zu absolvieren, führte die Verantwortlichen des Vereins zu Kontakten mit den besten Trainern der Welt und ambitionierten, erstklassigen Spielern.

Erster Erfolg war der Transfer von Kanadas Nationalspielerin Tara Feser, die sich ab September dem Trierer Bundesligisten für die kommende Saison anschließen wird. Die Kapitänin des viermaligen Weltmeisters wurde erst vor wenigen Wochen zum wertvollsten Spieler der letzten Saison in Kanada gewählt und errang mit ihrem neu zusammengestellten Team Canada Bronze bei den vor einer Woche zu Ende gegangenen Weltmeisterschaften im englischen Birmingham.

Als weiterer Mosaikstein für das neue Team 2010 der Trier Dolphins kann nun der zweite spektakuläre Neuzugang vermeldet werden. Mit dem 35-jährigen Christopher Robinson aus Richmond/Virginia wird einer der schnellsten Lowpointer des US-amerikanischen Basketballs den Weg an die Mosel antreten. Der US-Rollstuhlbasketball ist hier leistungsmäßig gleichzusetzen in Stärke, Dichte und Breite wie dem sogenannten „Fußgänger-Basketball“. Die USA, jüngst in Birmingham erneut Weltmeister bei den Herren geworden, schöpft für sein Auswahlteam aus einem schier unerschöpflichen Pool hochgradiger, talentierter Spieler auf sehr hohem Niveau. Der Trierer Neuzugang, dem nachgesagt wird, der schnellste Ein-Punktespieler in den USA zu sein, kommt von dem Erstliga-Team der Charlottesville Cardinals und kann mit hervorragenden Durchschnittswerten der letzten Saison aufwarten: Zwölf Punkte pro Spiel, zehn Rebounds, sieben Assists und fünf Steals sprechen eine deutliche Sprache, die Chris Robinson  auch in das MVP-Team der amerikanischen Champions League der letzten Saison brachte. Der Neuzugang wird sowohl als Power-Forward als auch als Guard im Team der Moselaner einsetzbar sein.

Foto: Christopher Robinson zeigt Stärke – möchte den schlafenden Riesen zum Leben erwecken.

Die Dolphins freuen sich schon jetzt auf den Neuzugang, dem der Ruf eines absoluten Teamplayers vorausgeht, der sich so auch bereits voll mit seinem neuen Team identifiziert: „Ich möchte gerne in einer der stärksten europäischen Ligen spielen, neue Erfahrungen in Europa sammeln und sehe in Trier mit seinem aufstrebenden Team gute Möglichkeiten mitzuhelfen, dass von dem Team  der Dolphins in Zukunft bedeutend mehr zu hören und lesen sein wird.  Man hat sich sehr bemüht um mich, was mir sehr imponiert hat und das möchte ich nun mit und nach meiner Zusage beweisen: Wecken wir einen schlafenden Riesen!“, so seine Ankündigung für die neue Saison gegenüber der Konkurrenz.

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