TBB unterliegt in letzter Sekunde gegen Braunschweig

Bitterer geht es kaum: Gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig kassiert die TBB Trier in allerletzter Sekunde einen Dreier zum 84:81 – das Spiel wäre in die Verlängerung gegangen.

Einem ausgeglichenen ersten Viertel ließen die weit gereisten Trierer im zweiten Viertel eine Schwächephase folgen. Überlegenes Rebounding und offensiv zu schwache Trierer bescherten den Phantoms eine 41:36-Pausenführung.

Dürfte sich über den leichtfertig vergebenen Auswärtssieg kaum freuen: Headcoach Henrik Rödl. Foto: Sebastian Schwarz

Nach der Pause meldete sich die TBB jedoch stark verbessert zurück, Harper und Linhart im Nachfassen verkürzten sofort auf 41:40. Linhart mimte anschließend das Mädchen für alles; ließ in direkter Folge zwei weitere Punkte, einen Block und einen Rebound folgen – zog dann ein Foul und schob die fälligen zwei Freiwürfe gewohnt sicher hinterher. Der US-Amerikaner war in seiner zweiten BBL-Saison (trotz verpatztem Dunking-Versuch) einmal mehr bester Spieler des Teams und verbuchte zu diesem frühen Zeitpunkt schon 15 Punkte. Trier war am Drücker, aber Braunschweig ließ sich die Butter nicht ohne weiteres vom Brot nehmen. Lubos Barton (vier Freiwürfe hintereinander) und Dennis Schröder (unglücklich gefoult von Saibou) verkürzten vor dem letzten Viertel unnötigerweise noch auf 58:62. Trotzdem gewann die TBB das wichtige dritte Viertel mit 24:18 Punkten.

Trier am Drücker, Braunschweig kontert last minute

Ein hakeliger Auftakt ins Schlussviertel sah statt Punkten zunächst eine Reihe von Fouls auf beiden Seiten, bis Andi Seiferth mit dem 59:64 die ersten Trierer Punkte unterbringen konnte. Neben Linhart schulterte er den Großteil der Scoring-Last auf Trierer Seite. Dann zeigte Bastian Doreth – zum ersten Mal seit längerem – endlich wieder „Big Points“: Mit einem Dreier warf der Point Guard die TBB zum ersten Mal im Spiel mit acht Punkten in Front.

Andi Seiferth präsentierte sich stark, foulte aber in der entscheidenden Spielphase aus und konnte die Niederlage nicht mehr verhindern. Foto: Sebastian Schwarz

Eine Freude von kurzer Dauer, da Jermaine Anderson postwendend mit einem Dreier antwortete, gefolgt von Kollege Harding Nana, der nebst einem weiteren Dreier auch gleich noch einen Extrafreiwurf hinterher schickte – beim 70:72 war der Vorsprung Geschichte. Ein neuralgischer Punkt im Spiel, zumal Center Andi Seiferth anschließend mit seinem fünften persönlichen Foul auf die Bank musste.

Braunschweig drehte nun das Spiel, lag mit Nanas Tip-In plötzlich wieder mit 79:76 vorne. Bei 47 Sekunden Restspielzeit liegt die TBB mit drei Punkten zurück, als Jarrett Howell ultimatives Selbstvertrauen beweist: Sein Dreier ist der Ausgleich zum 81:81. Anderson vergibt im Gegenzug, sodass Trier mit einem Sieg, mindestens aber der Verlängerung rechnen kann – aber dieses mal trifft Howell nicht, schlimmer noch: Jermaine Anderson trifft mit der Schlusssirene einen Wahnsinns-Dreier direkt ins Herz der Trierer. Endstand: 84:81 für die Gastgeber. „Ich glaube, diese Dinge passieren einfach“, gab ein niedergeschlagener Nate Linhart im TBB Livestream zu Protokoll. Trier verliert damit zum vierten Mal in Folge und empfängt am kommenden Sonntag (17.2., 17 Uhr) Champion Bamberg in der Arena.

Statistik

TBB Trier: Linhart (18), Seiferth (15), Stewart (9), Bucknor (9), Chikoko (8), Harper (7), Doreth (7), Howell (3), Saibou (3), Mönninghoff (2)

New Yorker Phantoms Braunschweig: Nana (17), Pigram (13), McElroy (13), Anderson (12), Barton (7), Schröder (6), Boateng (5), Land (4), Kulawick (4), Schneiders (3), Mittmann (0)

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