TBB Trier mit Heimpleite gegen Hagen

Rückkehr ohne Happy End: Phoenix Hagen nahm der TBB am Samstagabend in eigener Halle die Butter vom Brot und gewann insgesamt verdient mit 86:93. Trier musste vor 4.925 Zuschauern die dritte Niederlage in Folge verarbeiten.

Hagen konnte den Trierer Spielaufbau um Howell und Saibou empfindlich stören. Foto: Thewalt

Hagen konnte den Trierer Spielaufbau empfindlich stören. Foto: Thewalt

Hagen startete hellwach in die Partie und setzte die TBB defensiv sofort unter Druck, die sich durch schnelle Dreier von Mathis Mönninghoff und Jarrett Howell zunächst noch erfolgreich wehrte. Die Feuervögel etablierten ihr bekanntes Run-and-Gun-Spiel jedoch schon früh, liefen einige Fastbreaks, während die Trierer Defensive ein ums andere mal zu spät den Rückwärtsgang einlegte. Die frühe 22:33-Führung der Gäste war daher völlig verdient; in der Folge flüchtete sich Trier in den Dreier, weil Hagen einfache Punkte aus dem Halbfeld schlichtweg nicht zuließ. Jarrett Howell und Barry Stewart lieferten zwar standesgemäß ab, konnte aber auch nicht verhindern, dass die Gäste speziell am Brett hervorragend arbeiteten und so ein ums andere Mal zu Second-Chance-Punkten kamen. Bastian Doreth, aufgrund einer Erkrankung nicht im Lineup, fehlte der TBB vor allem im Spielaufbau schmerzlich: Den setzte  Hagen nämlich über die gesamten 40 Minuten erfolgreich unter  Druck, provozierte bis zur Pause zwölf Turnover. Die Gäste führten zur Halbzeit daher unverändert deutlich mit 40:51. Immerhin: Andi Seiferth, bester Trierer Scorer mit 18 Punkten, konnte direkt nach der Pause auf schnell auf 44:51 verkürzen.

Dauertief im dritten Viertel, Aufholjagd kommt zu spät

Nate Linhart drehte in der Schlussphase richtig auf, konnte die dritte Niederlage in Serie jedoch auch nicht abwenden. Foto: Thewalt

Nate Linhart drehte in der Schlussphase richtig auf, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Thewalt

Gäste-Coach Ingo Freyer reagierte sofort, stellte sein Team in der Auszeit auf das verbesserte Zonenspiel der TBB ein und durfte anschließend mitansehen, wie sein Team auf bis zu 18 Punkte davon zog. Trier fand keine offenen Würfe, konnte aber auch nicht für Defensivstops sorgen – dem Gefühl von Resignation begegneten sogar die siegessicheren Hagener Fans mit Sprechchören: „Wir wollen euch kämpfen sehen“! Gesagt, getan: Vitalis Chikoko und und Jarrett Howell beendeten die Misere mit schnellen Punkten, während Hagen zum ersten Mal unsicher wirkte. Im Schlussviertel konnte die TBB den Hebel dann tatsächlich umwerfen, kam vor allem durch Nate Linhart noch auf bis zu sechs Punkte heran. Der 26-Jährige ging immer wieder mit aggressiven Drives in die Hagener Zone; Trier steigerte sich aber vor allem defensiv und zwang die Gäste endlich zu Fehlern. Beim Stand von 71:77 vergab Dino Gregory gleich beide Freiwürfe; mit rund fünf Minuten Spielzeit auf der Uhr hatte Trier die Chance, sich vollständig zu rehabilitieren – aber David Bell und Mark Dorris versetzten dem hoffnungsvollen Zwischenspurt zwei herbe Dämpfer. Die TBB kam nicht noch einmal in Schlagdistanz; Hagen spielte die Partie konzentriert zu Ende und gewann schließlich mit 86:93.

Headcoach Henrik Rödl gab sich im Anschluss kämpferisch: „Wir müssen jetzt schnell regenerieren und dürfen den Kopf nicht hängen lassen“.  Am Mittwoch (10.4., 19:30 Uhr) muss das Team beim Mitteldeutschen BC gewinnen, um nicht doch noch in den Abstiegskampf zu geraten.

Statistik

TBB Trier: Seiferth (18), Linhart (15), Howell (13), Saibou (10), Mönninghoff (9), Stewart (6), Chikoko (6), Bucknor (5), Harper (4)

Phoenix Hagen: Bell (19), Gregory (17), Dorris (16), White (12), Gordon (10), Hess (10), Wendt (5), Lodwick (4), Kruel (0), Schoo (0)

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Kommentare (2)

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  1. Bryant sagt:

    Oje. So werden die Jungs kein Spiel mehr gewinnen. Die letzten drei spiele auswärts gegen Frankfurt, Berlin und Artland. Dazu den direkten Vergleich mit allen Kellerteams verloren. Ich glaube die TBB wird den Miezen folgen. Schade, aber das war gestern wirklich ein Offenbarungseid.

  2. panisse sagt:

    Jetzt gehts nur noch um den Klassenerhalt. Ludwigsburg und Br’schweig scharren schon mit den Hufen..

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