Basketball: TBB vor Spiel gegen ALBA – Alte Bekannte mit neuem Coach

Das Heimspiel des Jahres für die TBB Trier steigt am Sonntag, 30. Januar, 17:00 Uhr – „Eins der besten Teams der Liga befindet sich zurzeit in einer Umbruchphase, aber wir sind gut vorbereitet.“ – Erstes Ligaspiel für neuen ALBA-Coach Muli Katzurin. – Oskar Faßler wird wegen Achillesproblemen nicht spielen, restliches Team fit. – TBB Trier will Zuschauerrekord von 6190 Besuchern knacken.

Phil Zwiener, Foto: Thewalt

Die Nachricht hatte ein interessantes Timing – kurz vor dem Beko BBL ALLSTAR Day in Trier gab ALBA BERLIN die Beurlaubung von Headcoach Luka Pavicevic offiziell bekannt. Über die Nachfolge wurde am Rande der Showveranstaltung am vergangenen Samstag kräftig spekuliert – wo sonst tummeln sich so viele Liga-Insider in einer Halle? Dienstags dann die Auflösung: ALBAs neuer Mann (zunächst bis Saisonende) heißt Muli Katzurin, 56, aus Tel Aviv. Der ehemalige israelische Nationaltrainer hat Maccabi Tel Aviv zweimal zur israelischen Meisterschaft geführt, war polnischer Meister mit Slask Wroclaw und tschechischer Meister mit CEZ Nymburk. ALBA BERLIN hatte zuletzt unter Luka Pavicevic schmerzhafte Niederlagen in Hagen (92:86) und Tübingen (74:70) hinnehmen müssen.

Ist ALBA deswegen diese Saison „eher schlagbar“ als sonst? Eine interessante, aber schwierige Frage. TBB-Headcoach Henrik Rödl spricht denn auch lieber von einer Umbruch- als von einer Schwächephase bei Triers nächstem Gegner.

Im ALBA-Kader steht mit den großen Leuten Derrick Allen (kam von den DEUTSCHE BANK SKYLINERS aus Frankfurt), Routinier Patrick Femerling (kehrte von Antalya BSB zum dritten Mal zu ALBA zurück) und Tadija Dragicevic (Lottomatica Rom) reichlich Qualität, die auf den kleinen Positionen ihre Gegenstücke findet: Julius Jenkins und Immanuel McElroy sind mittlerweile schon alteingesessene Albatrosse, Point Guard Marco Marinovic kam aus Valencia – und auch hier machen zwei Rückkehrer von sich reden: Hollis Price stand 2006/07 im ALBA-Team von Headcoach Henrik Rödl und hat über Quakenbrück den Weg zurück an die Spree gefunden. Die letzte Neuverpflichtung ist Heiko Schaffartzik, gebürtiger Berliner und deutscher Nationalspieler – er spielte zuletzt für Türk Telekom Ankara. Die diesjährige Partie steht also im Zeichen der „alten Bekannten“ – und eines „großen Unbekannten“. Muli Katzurin hatte wenig Zeit, mit seinem neuen Team zu arbeiten, er kam am Dienstag in Berlin an und hatte am Donnerstag sein erstes Pflichtspiel im Eurocup gegen Pannelinios Athen, das Berlin nach starkem Comeback mit 68:65 für sich entscheiden konnte. Das Auswärtsspiel gegen Trier ist sein erster Einsatz in der Beko BBL.

Es ist müßig nach weniger als einer Woche über die Auswirkungen des Trainerwechsels zu spekulieren: ALBA ist für die TBB vielleicht in dieser Saison eher schlagbar als in den letzten Jahren – was zum guten Teil an Trier liegen mag – aber grundsätzlich immer noch genauso gefährlich.

TBB-Headcoach Henrik Rödl: „Den Stellenwert dieser Partie muss man glaube ich niemandem erklären – TBB Trier gegen ALBA BERLIN, das waren immer große Spiele. Wir wollen natürlich versuchen, ALBA zu schlagen; dass es geht, haben andere Teams vorgemacht. Sie sind gerade in einer Umbruchphase, die Handschrift des neuen Trainers ist schon erkennbar. Wir haben das gestrige Spiel gegen Athen gesehen und werden es analysieren – ob der Trainerwechsel zu ALBAS Vor- oder Nachteil ist, weiß natürlich noch niemand. Aber alleine das vierte Viertel gestern spricht für dieses Team. Wir arbeiten genauso wie vor anderen Spielen auch und bereiten uns mit großem Respekt auf eine deutsche Top-4-Mannschaft vor, egal, wer sie trainiert. Unsere letzten beiden gewonnenen Heimspiele waren sehr wichtig für uns, unser Spiel in Tübingen war ein souveräner Auftritt – an diese Leistung müssen wir anknüpfen, um eins der besten Teams der Liga zu schlagen.“

Auch TBB-Power Forward Oliver Clay, selbst Berliner „durch und durch“ gibt sich selbstbewusst: „ALBA ist eins der besten Teams in Deutschland, das darf man nie vergessen – aber sie sind nicht unschlagbar. Natürlich haben viele von uns, auch ich, eine besondere Beziehung zu dem Verein. Aber auf dem Parkett hört die Freundschaft auf. Wir wollen und wir können dieses Spiel gewinnen, mit Unterstützung der großartigen Zuschauerkulisse“.

TBB auf dem Weg zum Zuschauerrekord – Ticketrückgabe wegen Spielverlegung nur noch bis Freitag, 18:00 Uhr.

Die „Mission 6190“ der TBB Trier bringt offensichtlich den gewünschten Erfolg: Spieler, nichtsportliches Personal und weitere Mitglieder der „TBB-Familie“ hatten in den letzten Tagen in kurzen Internet-Videoclips auf dem youtube-Portal der TBB Trier (www.youtube.com/treveribasketball) ihre Gedanken zum Spiel gegen ALBA-Berlin geäußert und ihre „Wunschzuschauerzahl“ klar gemacht. 6190 sollen es werden, damit der bisherige Zuschauerrekord aus dem Jahr 2007 geknackt werden kann. Aktuell sind alle Sitzplätze verkauft, es fehlen zum Rekord noch ungefähr 500 Stehplatzkarten (Stand: Freitag, 12:00 Uhr). Viel mehr geht dann auch wirklich nicht, bei rund 6200 Besuchern schließen sich die Türen.

Dennoch könnten kurzfristig noch Restplätze frei werden. Die Partie wurde von Freitag auf den Sonntag verlegt, bereits gekaufte Karten bleiben gültig, können aber auch noch heute bis 18:00 Uhr an der VVK-Stelle zurückgegeben werden, an der sie gekauft wurden. Dann ist der betreffende Sitzplatz wieder frei verfügbar – ein Besuch in der Vorverkaufsstelle oder ein Anruf bei der Tickethotline 0651-9790777 könnte sich also lohnen!

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