Bezirksliga: Favoritensieg in Konz

von Christian Kramer (Text) und Stephen Weber (Fotos und Redaktion)

Der SV Konz hat sein Heimspiel gegen die SG Lambertsberg mit 2:0 (1:0) gewonnen. Mit dem Sieg gegen den bereits abgestiegenen Tabellenvorletzten beendet Konz die Saison als Tabellenvierter und hat damit das Saisonziel, unter die ersten fünf zu kommen, erreicht. 5vier.de war live vor Ort.

Das letzte Einlaufen der Saison (Foto: Stephen Weber)

Kevin Vehres vom SV Konz läuft in den Strafraum. Er bekommt den Ball flach zugespielt. Es ist kein Gegenspieler bei ihm. Er zieht aus 14 Metern ab. Gästetorhüter Dirk Aßmann kommt zwar noch mit einem tollen Reflex an den Ball, aber kann den strammen, platzierten Schuss nicht mehr über das Tor lenken. Der SV Konz geht in der 21. Minute vor rund 90 Zuschauern mit 1:0 in Führung.

Konz hat am letzten Spieltag der Bezirksliga West gegen den Tabellenvorletzten Lambertsberg mit 2:0 gewonnen. Damit beendet der SV die Saison auf dem vierten Tabellenplatz (80:63 Tore, 60 Punkte), während die SG Lambertsberg (18. Platz, 33:68 Tore, 30 Punkte) bereits vor dem Spiel als Absteiger aus der Bezirksliga festgestanden hatte.

Die Hausherren bemühten sich von Anfang an, dem Spiel gegen den Außenseiter ihren Stempel aufzudrücken. Die erste Großchance hatte Konz in der 10. Minute. Nach einem Foul an Patrick Vehres gab es Freistoß zentral aus rund 25 Meter Torentfernung. Christian Schneider tippte den Ball an und Vehres pfefferte das Leder mit einem satten Schuss an den linken Pfosten.

Benedikt Sommer beim Freistoß (Foto: Stephen Weber)

Auch die Gäste hatten in der Anfangsphase aussichtsreiche Gelegenheiten und kamen einige Male nach langen Bällen gefährlich vor das Konzer Tor. Doch sie nutzten ihre Chancen nicht. Martin Pütz vergab beispielsweise in der 14. Minute eine Großchance auf die Führung, als er nach einem langen Pass frei vor dem Torwart auftauchte, den Ball aber zu schwach und unplatziert aufs Tor schoss, so dass Erik Schiffels im Konzer Tor keine Probleme hatte, zu glänzen.

Der SV Konz fand im Laufe der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel und kombinierte sich einige Chancen heraus, aber die Schüsse gingen am Tor vorbei oder wurden vom starken Lambertsberger Torhüter Dirk Aßmann parriert.

Der Schlussmann der Gäste machte ein starkes Spiel. Sein Trainer Rudolf Heid meinte dazu: „Unser Torhüter hat heute wieder stark gespielt. Er hat uns während der Saison schon den einen oder anderen Punkt gerettet. Ohne ihn wären wir schon viel früher abgestiegen.“

Der Silberrücken auf dem Platz: Frank Laudwein (Foto: Stephen Weber)

Kurz vor der Halbzeit hatte Christian Schneider eine große Chance auf das 2:0 für Konz. Er war nach einem Steilpass von Christian Maywurm schon an allen Gegenspielern vorbei, wurde aber von Abwehrspieler Sebastian Weber mit einer Grätsche von hinten regelwidrig von den Beinen geholt. Das hätte das 2:0 sein können. So gab es nur einen Freistoß und gelb für Weber. Dieser brachte nichts ein und es blieb bis zur Pause beim 1:0 für Konz.

Beide Mannschaften waren aufgrund von Verletzungen stark ersatzgeschwächt angetreten. Dass der SV Konz noch eine ganz gute Mannschaft aufstellen konnte, lag an der Überredungskunst von Trainer Patrick Zöllner. Matthias Götze und Jan Götze wollten nämlich zunächst nicht spielen, weil sie in der Nacht Matthias Hochzeit gefeiert hatten. Dass er sich entschieden hatte, dennoch zu spielen, machte sich für den SV Konz in der zweiten Halbzeit bezahlt.

Ausgelassene Stimmung nach Abpfiff (Foto: Stephen Weber)

Der SV Konz dominierte im zweiten Spielabschnitt das Spiel, spielte streckenweise guten Kombinationsfussball und kam zu einigen guten Chancen, aber im Abschluss fehlte den Stürmern das nötige Quentchen Glück.

Von den rund 90 Zuschauer auf der Tribüne machten sich nach 60 Minuten schon viele von den Anhängern des SV Konz Sorgen, dass der Außenseiter den Ausgleich noch schaffen könnte. Doch die Lambertsberger vergaben auch in der zweiten Hälfte ihre wenigen Chancen.

In der 72. Minute dann die Erlösung für Konz. Christian Maywurm vernaschte auf dem linken Flügel seinen Gegenspieler und spielte einen Querpass in den Strafraum. Matthias Götze kam vor den Lambertsberger Verteidigern an den Ball, umkurvte den Torwart und schob die Kugel zum 2:0 in die Maschen.

Prima Wetter und tolle Kulisse in Konz (Foto: Stephen Weber)

Obwohl Konz noch einige Torchancen hatte, blieb es beim 2:0, weil Gästetorhüter Dirk Aßmann glänzend aufgelegt war. Er klärte mehrmals mit Glanzparaden und hatte einen großen Anteil daran, dass die Gäste in Konz nicht baden gingen.

Für die Spieler des SV Konz war der 2:0 Sieg über Lambertsberg ein zufriedenstellender Saisonabschluss. „Wenn man sieht, wie viele wichtige Spieler bei uns verletzt waren, ist der Sieg und das Erreichen des vierten Tabellenplatzes ein versöhnlicher Saisonabschluss“, meinte der Konzer Torwart  Erik Schiffels, der in der kommenden Saison aus beruflichen Gründen nicht mehr das Tor des SVK hüten wird.

SV Konz (Trainer: Patrick Zöllner)
Erik Schiffels – Jan Götze (46. Min. Frank Laudwein), Yannick Kohns, Markus Junge, Christian Schneider – Patrick Witzenrath, Benedikt Sommer, Christian Maywurm, Waldemar Guschakowski – Matthias Götze (63. Mike Herresthal), Kevin Vehres (70. Florian Hock)

SG Lambertsberg (Trainer: Rudolf Heid)
Dirk Aßmann – Oliver Melle, Michael Tholl, Christian Franke, Achim Brandenburg – Sebastian Weber, Tobias Kellen (54. Nicholas Fahl), Martin Lichter, Dennis Niesen (46. Tobias Welter) – Kevin Theis, Martin Pütz

Tore:
1:0 Kevin Vehres, 21. Minute
2:0 Matthias Götze, 72. Minute

Gelb-rote Karte: Sebastian Weber, 82. Minute

Stimmen zum Spiel:

Patrick Zöllner: „Ich bin mit dem Spiel meiner Mennschaft recht zufrieden. Wir hatten sehr viele Ausfälle. Es mussten Spieler aus der 2. Mannschaft und der A-Jugend aushelfen. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass wir heute mal zu null gespielt haben. Wegen den vielen verletzungsbedingten Ausfällen in der Abwehr haben wir in dieser Saison viele Gegentore bekommen. Ich bin froh darüber, dass wir unser Saisonziel unter die ersten fünf zu kommen noch erreicht haben.“

Rudolf Heid: „Wir hatten die ganze Saison über Personalnot und kamen deswegen nicht richtig in einen Rhythmus. Meine Mannschaft hat nicht die Stürmer, die man braucht, um in der Bezirksliga zu bestehen. Das hat man heute wieder gesehen. Die Stürmer haben in der Anfangsphase mehrere Großchancen liegen gelassen. Wenn man die Tore macht, läuft das Spiel ganz anders.“

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