Bezirksliga: Föhren ist Derby-Sieger – 5:4 gegen Leiwen-Köwerich VIDEO

Am 23. Spieltag der Bezirksliga West entfachten die beiden Mannschaften des SV Föhren und des SV Leiwen- Köwerich ein an Brisanz kaum zu überbietendes Torfestival – mit insgesamt neun Treffern. Das Derby gewann der Gastgeber aus Föhren nach einem offenen Spiel und dreimaligem Rückstand mit 5:4. Für die Heimmannschaft waren Conrad (31./85.), Meyer (40.), Barthen (74.) und Geßner (87.) erfolgreich. Auf gegnerischer Seite trafen Born (10.), Nospes (35.) Heinz (37.) sowie Schulz per Handelfmeter (83.).

Heute Derby-Sieger - der SV Föhren. Foto: {link url="http://fotolena.de"}Anna Lena Bauer{/link}

Beide Mannschaften waren vergangene Woche ohne Dreier in die Rückrunde gestartet – dies ließ Feuer im Derby erwarten. Die Gastgeber mussten ohne ihren verletzten Spielertrainer Christian Esch antreten, Stefan Wagner rückte dafür in die Verteidigung.

Leiwen kam besser ins Spiel und holte bereits nach einer Minute einen Eckstoß raus, der gefährlich zu Kapitän Mike Meter kam. Bereits nach zehn Minuten wackelte das Netz von Föhrens Torwart Kees: Jason Born hatte den Ball sicher verwandelt. Der SVF zeigte sich davon wenig geschockt, es entwickelte sich ein stetiger Wechsel von einer Strafraumgrenze zur anderen. Der Tabellenvierte aus Leiwen war dennoch aggressiver und präziser im Passspiel. Der tief stehende Gegner ließ den Moselanern allerdings auch den nötigen Raum, die damit ihre Offensivstärke ausspielen konnten. So kam die Abwehrreihe der Gastgeber mehrmals erheblich in Bedrängnis, doch die riskanten Pässe in der Hintermannschaft blieben bislang ohne Folgen.

Das Spiel gewann zunehmend an Fahrt, die Zweikämpfe wurden energischer und jeder Fehler des anderen wurde in einen Gegenangriff umgewandelt. Zwei Kopfbälle von Meyer und von Monzel (25.) waren allerdings nicht präzise genug. Föhren drängte auf den Ausgleich. Die Chancen häuften sich. Auch auf der gegnerischen Seite kam man mit Schulz über links gefährlich an die Strafraumgrenze. Im Gegenzug marschierte Stephan Schneider nach vorne, hätte aus seiner Position eigentlich abziehen können, fand aber den herbeigeeilten Conrad und der erzielte locker das 1:1 (31.).

Nur vier Minuten später – ein ansehnliches Doppelpassspiel der Leiwener Vordermannschaft und ein katastrophaler Abwehrfehler der Föhrener – und Nospes markierte das 1:2. Die Gäste setzten noch einen drauf und nutzten erneut die fehlende Abstimmung in der Defensive eiskalt aus und erhöhten durch ihren Spielertrainer Bernhard Heinz auf 3:1 (37.). Föhren erholte sich schnell von diesem Doppelschlag und konnte sogar durch Axel Meyer noch kurz vor der Halbzeit auf 2:3 verkürzen und hielt somit weiterhin alles offen für den zweiten Durchgang.

In der Pause begann es zu schneien, der eh schon schwer bespielbare Platz wurde noch unangenehmer. Das ansprechende spielerische Niveau der ersten Hälfte ließ daher etwas nach, es wurde jedoch weiter um jeden Meter gekämpft. Nach einem strittigen Foul von Föhrens Wagner in der 54. – der Schiedsrichter entschied nicht auf Notbremse – landete der fällige Freistoß von Schulz in der Föhrener Mauer. Der Zug zum Tor war weiterhin auf beiden Seiten gegeben, Chancen resultierten meist aus individuellen Fehlern. Nach einem schwachen Abstoß von Föhrens Schlussmann Kees witterte Scholtes seine Chance, vergab jedoch (70.).

Die letzte Viertelstunde des Spiels brach an und Föhren glich aus zum 3:3. Eine schöne Kombination über die linke Seite hatte dieses Tor eingeleitet und Markus Barthen schob unbewacht zum Ausgleich ein. In der 83. verursachte Müller durch ein unglückliches Handspiel einen Strafstoß, den der Leiwener Schulz sicher verwandelte und die Gäste erneut in Führung brachte. Zwei Minuten später gab das Team von Bernhard Heinz erneut den Vorsprung aus der Hand, als Conrad die Gunst der Stunde nutzte und den weit aus dem Kasten vorgerückten Torwart aus 30 Metern überwand und so zum 4:4 ausglich.

Damit jedoch nicht genug – ein Spiel dauert bekanntlich 90 Minuten. Es war die 87. Minute, als Föhren einen Angriff des Gegners unterband. Meyer behielt die Übersicht und flankte auf die freie linke Seite. Im Strafraum angekommen wurde Nico Weyer gefoult, der Unparteiische entschied auf Vorteil und so schloss der eingewechselte Geßner erfolgreich zum 5:4 Endstand ab.

Es war ein aufregendes Spiel mit vielen Torraumszenen und einem glücklichen Sieger. Auf Seiten der Leiwener war man natürlich enttäuscht darüber, dass man trotz der zwischenzeitlichen Überlegenheit und der Führung nichts Zählbares mit nach Hause nehmen konnte. Beim SV Föhren hingegen war die Freude über den Sieg riesig – die Mannschaft hatte Moral bewiesen und sich nach den Rückständen nicht aufgegeben.

Statistik

SV Föhren: Kees – Hayer – Wagner S. – Müller © – Monzel (ab 64. Weyer) – Conrad – Meyer – Wagner A. (ab 73. Geßner) – Barthen – Schneider – Wagner T. (ab 46. Hengeln)

SV Leiwen-Köwerich: Lang – Heinz (ab 79. Lex) – Scholtes M. – Meyer – Meter © – Nospes – Scholtes M. – Zachara (ab 46. Janjos) – Toppmöller – Schulz – Born

Torfolge:

  • 0:1 10. Minute, Jason Born
  • 1:1 31. Minute, Jochen Conrad
  • 1:2 35. Minute, Christopher Nospes
  • 1:3 37. Minute, Bernhard Heinz
  • 2:3 40. Minute, Axel Meyer
  • 3:3 74. Minute, Markus Barthen
  • 3:4 83. Minute, Hans Schulz (HE)
  • 4:4 85. Minute, Jochen Conrad
  • 5:4 87. Minute, Sebastian Geßner

Besondere Vorkommnisse: Handelfmeter für SV Leiwen-Köwerich 83. Minute

Schiedsrichter: Michael Beck (Palzem)

VIDEO-Stimme zum Spiel – Spielertrainer Christian Esch (SV Föhren)

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Kommentare (14)

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  1. Lydia k. sagt:

    Hay

    Wir Föhrener hatten es verdient!!

    Super Spiel Jungs!
    UND
    Weiter so!

  2. Paulchen sagt:

    Das Trierer Prinzenpaar ist ja zurückgetreten, als Ersatz könnten doch der hübsche Leiwener Abwehrspieler mit der schwarzen Lockenpracht und der Föhrener Leader mit seiner wallenden blonden Prince Charming Gedenkfrisur einspringen, oder?

  3. Flamenshoulder sagt:

    Oja stimmt, das blöde Playzeichen hat mir die Sicht auf diesen anbetungswürdigen Körper eingeschränkt und oder meine Sehnsucht hat mir die Schärfe des Blicks getrübt:) Jaja, jetzt sehe ich ihn und ja, er zeigt auf mich, er wählt mich, er will mich!!!!!! Leider war ich nicht anwesend und habe daher die Poklatscher nicht mitbekommen, aber he, ein wahrer Mann kann sich sowas erlauben, es macht ihn nur sensibler, emotionaler,…. attraktiver. Hätte aber gern das Knistern gespürt, als er dem blonden Leader Conrad den Allerwertesten getätschelt hat, das muss im ganzen Brühlstadion gefunkt haben…

  4. Fan des Spiels sagt:

    Dabei zeigt er im Standbild oben rechts doch mit seinem heißen Finger auf dich, meine Liebste, sorry, Flamenshoulder!
    Mir bereitet nur sein Klatscher auf den Hintern den jungen Burschen in weiß ein bißchen Sorge – diese metrosexuelle Ader sollte ihn aber noch interessanter machen.

  5. Flamenshoulder sagt:

    uiuiui, ich hab mir das video und dieses tor jetzt mindestens schon 10mal angeschaut!!! ich bescheinige dem Conrad jetzt mal übersicht, ballgefühl, … und lass mich nicht hinreißen, es allein auf den torwart zu schieben, der mir völlig unerklärlich da irgendwo rumgeirrt ist:) aber wahnsinnsspiel, hin und her und richtiges fussballwetter: regen, kälte, echte männer, schweiß,…ach, da geht einem das herz auf…
    im video ist der hübsche leiwener nicht zusehen oder erkenn ich ihn einfach in dem schlachtdunst nicht??

  6. Rexona Ronny sagt:

    Unfassbar!! Bin immer noch sprachlos.
    Glückwunsch an die Föhrener!

    Gruß
    RR

  7. M.Meter sagt:

    Da freu ich mich das es den Zuschauern so gut gefallen hat, als neutraler Beobachter bekommt man ein solches Schauspiel ja nicht oft geboten! Glückwunsch an die Föhrener,wir haben uns aber auch Sau Dumm angestellt 🙂
    Super bericht erstattung,Danke!!

  8. C. Weiß sagt:

    Was für ein geiles Spiel!!! Dass Föhren nach dem erneuten Rückschlag durch den Elfmeter noch einmal zurückkam, zeigt die unglaubliche Moral der Truppe und wie gut Christian Esch die Spieler eingestellt hat. Ein besonderes Lob an dieser Stelle an J. Conrad: So ein Tor mit dieser Übersicht und dem vorausschauenden Spielverständnis traue ich in der ganzen Liga nur 2 oder 3 anderen Spielern zu. Auch wenn man sagen muss, dass Lang (normalerweise ja ein sehr zuverlässiger Keeper) bei dem Tor noch im Winterschlaf weilte…

  9. „Aber da kommt Conrad!! Iiiiijaaaaaaa, der Conrad! Das hat er gelernt, von Rainer Langhans in Strumpfhosen! Das ist die alte Schule! Jahaha! Der Teufelskerl!Der alte Haudegen!“

  10. neutraler beobachter sagt:

    Kompliment an das 5Vier-Team für die Berichterstattung über die Bezirksliga. Schön das diese hier außreichend gewürdigt wird, nicht wie im vorherschenden Printmedium der Region.
    Trotzdem wäre es schön gewesen auch noch ein paar Leiwener Stimmen zu hören. Sicherlich haben ja auch die Verlierer dieses Wahnsinnspiel etwas zu sagen gehabt. Naja vielleicht hat sich der Trainer ja nicht zur Rede stellen wollen, es wären aber doch sicherlich aus den Reihen der Spieler welche dazu bereit gewesen. Die Eloquenz von Christian Esch hätten sie ja bestimmt erreicht 😉

  11. Karaboulis sagt:

    himmel da geht einem das herz auf… das war fussball pur. tore, rasse, klasse, kampf, reiner sport… ich konnte nicht schlafen vor fussballenthusiamus. und dieser conrad – wie er es wieder gemacht hat. in diesem alter, er ist ja auch schon mitte 30. die ganz großen machen in den entscheidenden spielen die dinger. wahnsinn – jetzt geht nochmal was nach oben, ich bin sicher da wird ne siegesserie folgen… gut man muss relativieren, die abwehr von leiwen schien mir ein wenig ungelenk… aber egal, heute hätten wir auch die eintracht weggehauen…

  12. wusch sagt:

    Guter Bericht Frau Müller 😉

  13. blubb78 sagt:

    könnt Ihr das nächste mal wieder vorab bekannt geben wo Ihr filmt?

    Diese Spiele sind ja meist Garanten für eine Menge Tore!

  14. zuschauer sagt:

    Der Föhrener Spieler der im Strafraum gefoult wurde war Nico Weyer.

    Anmerk. der Redaktion: Danke für den Hinweis – ist geändert!

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