Bezirksliga: Konz bleibt obenauf – 2:0-Sieg gegen Föhren

Der SV Konz besiegte am Sonntag den SV Föhren mit 2:0

Von der Partie berichtet Jan Kowalski (Text und Fotos)

Eigentlich waren die Rollen am 26. Spieltag der Bezirksliga West klar verteilt. Der Tabellenführer SV Konz  war der  Favorit im Spiel gegen den Abstiegskandidaten aus Föhren. Doch eine Halbzeit taten sich die Konzer mächtig schwer gegen die bissigen Gäste. Erst in der zweiten Hälfte fielen dann die Tore für den Aufstiegsfavoriten.

Heimspiel SV Konz gegen SV Föhren

Heimspiel SV Konz gegen SV Föhren

Föhren kämpft und bietet Paroli

Das Spiel auf dem Rasenplatz in Konz am Sonntagnachmittag begann sehr gemächlich. Die etwa 300 Zuschauer sahen zunächst viele Zweikämpfe im Mittelfeld und einige Ansätze nach vorne, aber wirklich gefährlich wurde in der Anfangsphase keine Mannschaft. Die Gäste aus Föhren attackierten ab der Mittellinie sehr bissig und kämpferisch das Aufbauspiel von Konz und provozierten Fehler. Die Hausherren wirkten die ersten Minuten etwas unkonzentriert und es fehlte an einigen Stellen die nötige Absprache. So gewann Föhren mehr Zweikämpfe, nutzte dies aber nur sehr ungenügend in der Bewegung nach vorne. Der SVK brauchte eine Viertelstunde bis die Mannschaft und das Publikum endlich aufwachte. Nach einer Ecke von links köpfte Peter Maasem den Ball über das Gehäuse.

Während Föhren weiter gut stand und hart aber fair in die Zweikämpfe ging, kam Konz fast nur durch Standards in die Nähe des Strafraums. Besonders durch die gut getretenden Freistöße von Jan Wrobel wurde es gefährlich vor dem Tor von David Kees. Doch der Keeper des SV Föhren machte in der ersten Hälfte eine klasse Partie und fing jeden Ball sicher aus der Luft oder hielt die Schussversuche der Konzer sicher fest. Auch in der 26. Minute war der Tormann zur Stelle als  Jason Thayaparan eine Lücke in der Föhrener Abwehr nutzte und zum Torabschluss kam.

Auf der anderen Seite des Spielfeldes war bis zur Schlussphase der ersten Hälfte nicht viel zu sehen. Die Gäste aus Föhren standen zwar hinten solide und eroberten weiterhin einige Male gut den Ball, aber im Spiel nach vorne waren die Pässe viel zu ungenau und kaum ein Ball kam mal gefährlich in den Konzer Strafraum. Erst in den letzten zehn Minuten des ersten Spielabschnitts trauten sich beide Mannschaften mehr und kreierten einige Torchancen. Zunächst hatte Markus Barthen eine gute Gelegenheit für die Gäste, diese konnte aber Heimtorwart David Kwast mit ein wenig Risiko entschärfen. Der Tabellenführer kam dafür mal wieder durch einen Standard aus dem Halbfeld zu einer guten Gelegenheit vor dem Kasten von David Kees. So gingen die beiden Mannschaften mit 0:0 in die Kabine, was zu diesem Zeitpunkt ein absolut gerechtes Ergebnis war. Föhren spielte gut mit und so entstand eine augeglichene Partie.

Konz stellt um und erzielt den „Dosenöffner“

SVK-Trainer Stefan Dawen stellte vor dem Wiederanpfiff seine Mannschaft um und brachte mit Daniel Bobinets einen neuen Spieler auf den Platz. Diese Maßnahmen zahlten sich aus, denn die Gastgeber kamen mit mächtig Dampf aus der Pause und drückten den Außenseiter tief in die eigenen Hälfte. Bei den Gästen verletzte sich nach zwei Minuten Thomas Wagner und Föhren fehlte plötzlich die Ordnung. In der 52. Minute machte die Abwehr des SVF dann einen Patzer und verlor den Ball an Kevin Vehres, der den Ball auf Steffen Hausen spielte. Der Stürmer der Konzer blieb alleine vor dem Tor eiskalt und versenkte das Spielgerät zum 1:0 im Gästegehäuse – der Dosenöffner für den Ligaprimus.

Der SV Föhren wirkte nach der Verletzung und dem Tor angeknockt und fand kaum noch in die Zweikämpfe. Das Mittelfeld produzierte einige schlimme Fehler im Spielaufbau und ließ Konz leichte Chancen zum 2:0, doch die Hausherren machten den Deckel noch nicht drauf. Ab der 60. Minute kam es dann noch dicker für den Abstiegskandidaten aus Föhren. Der erst eingewechselte Philip Kordel verletzte sich bei einem Sprint und musste ebenfalls aus dem Spiel. Von den Gästen kam in der Folge kaum noch etwas in Richtung Konzer Tor zustande.Konz Föhren

Der Tabellenführer spielte auf das zweite Tor und setzte in der 65. Minute in Person von Jan Wrobel einen Freistoß an den Pfosten. Sieben Minuten später fiel dann aber doch die Vorentscheidung. Nach einem Schuss von Michel Kupper Stöß, der abermals an den Pfosten ging, staubte Steffen Hausen zum zweiten Tor für die Heimmannschaft ab. Danach war das Spiel gelaufen. Der SV Konz kontrollierte das Leder und ließ nichts mehr zu. Föhren wollte zwar nach vorne spielen, fand aber keine Gelegenheit gegen die Konzer Abwehr. Gästetrainer Christian Esch war nach dem Spiel gemischter Meinung: „Die erste Hälfte war gut, da haben wir nur ein paar Standards zugelassen. In der zweiten Hälfte machen wir indivduelle Fehler und bekommen so das 1:0. Zusammen mit der Klasse von Konz und unserem Verletzungspech war es dann am Ende eine verdiente Niederlage. Die tut aber nicht so weh wie die beiden Verletzungen der Spieler.“

Sein Konzer Kollege Stefan Dawen war froh über den Erfolg in der zweiten Hälfte: “ Wir haben in der Halbzeit umgestellt und das hat sich direkt gezeigt. Alle haben sich mehr bewegt und das 1:0 gewollt. Das Tor war dann der Dosenöffner für das Spiel, wenn es nicht so läuft spielt man so ne Partie auch mal unentschieden.“

Für Konz waren die drei Punkte ein weiterer Schritt zum Aufstieg am Ende der Saison. Der SV Föhren verpasste die Möglichkeit etwas mitzunehmen und wichtige Zähler gegen den Abstieg zu sammeln.

Statistik:

SV Konz (Trainer Stefan Dawen)

David Kwast, Peter Maasem, Florian Lorenz, Christian Mai, Stefan Becker, Jason Thayaparan (45. Daniel Bobinets), Frank Wacht, Steffen Hausen, Manuel Niebling (77.Urban Herrig), Kevin Vehres ( 54.Michel Kupper Stöß), Jan Wrobel

SV Föhren (Trainer Christian Esch)

David Kees, Nicolas Hayer, Stefan Wagner, Jens Boden, Sebastian Pull, Maximilian Heinz, Carsten Lambrecht (45. Daniel Kläs), Markus Barthen, Phillipp Regneri, Thomas Wagner (47.Philip Kordel; 61. Christian Enders) , Nicola Weyer

Tore:

1:0 Steffen Hausen 52. Minute

2:0 Steffen Hausen 72. Minute

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