Bezirksliga: Konz trotz Punkteteilung weiter oben – Zusammenfassung

Von Andreas Maldener

Nach dem zehnten Spieltag in der Bezirksliga hat sich an der Tabelle nicht sonderlich viel geändert. Trotz des 2:2-Unentschieden in Ralingen bleibt der SV Konz weiterhin Tabellenführer. Ockfen muss sich gegen Traben-Trarbach letzten Endes äußerst bitter mit 0:1 geschlagen geben, Föhren unterliegt Buchholz 1:2. Sirzenich und Lambertsberg trennen sich 0:0-Unentschieden. Im Verfolgerduell Osburg gegen Bitburg schnappen sich die Bierstädter den Dreier und siegen 3:0.

Foto: Weiterhin ganz oben in der Tabelle: Ronnie Bernard (Co-Trainer SV Konz) und Patrick Zöllner (Spielertrainer SV Konz).

SG Ralingen – SV Konz 2:2 (0:2)

Punkteteilung im Sauertal. Nach einer tollen zweiten Halbzeit ringt die heimische SG Ralingen dem neuen und alten Tabellenführer, dem SV Konz, in der Schlussphase nach 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden ab.

Bereits in der ersten Halbzeit war Ralingen zwar die bessere Mannschaft, Konz war aber vor allem nach Standardsituationen brandgefährlich. Bereits nach zehn Minuten der Führungstreffer der Gäste, die Abstimmung zwischen dem Ralinger Torwart und seinen Vorderleuten stimmt überhaupt nicht, ein unnötiger Elfmeter ist die Folge. Sebastian Schmitz nutzt das Gastgeschenk und markiert das 1:0 für seinen SVK. Konz konnte sich im weiteren Spielverlauf keine wirkliche Torchance erarbeiten, ein nächster Standard musste herhalten, um das 2:0 zu besorgen. Frank Wacht verwandelte einen Freistoß direkt ins Ralinger Tor.

Die zweite Hälfte bot ein ähnliches Bild, Ralingen wollte den Anschlusstreffer, hatte mehrmals Pech im Abschluss, das Aluminium rettete den Tabellenführer Konz mehr als nur einmal. In der 81. Spielminute verschoss Ralingen dann sogar noch einen Strafstoß.

Der viel erhoffte Anschlusstreffer fiel dann aber erst in der 84. Spielminute durch Andi Hastert. Es kam aber noch besser für Ralingen, eine Minute vor dem Abpfiff erzielte Michael Wagner den nach dem Spielverlauf hochverdienten 2:2-Ausgleich.

Patrick Zöllner (SV Konz) zum Spiel:“Den Punkt hat sich Konz verdient, auch wenn die Fehler von uns ausgegangen sind. Das müssen wir noch abschalten.“

Christian Mergens (SG Ralingen) zur Partie:“Es war wichtig zu sehen, dass wir heute auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer waren. Ich würde sagen, wir waren sogar über 90 Minuten überlegen.“

SG Ockfen – SG Traben-Trarbach 0:1 (0:0)

Heimpleite für die SG Ockfen. Gegen die SG Traben-Trarbach setzte es am Sonntag eine 0:1-Niederlage.

Das Spiel begann turbulent. Bereits nach zwei Spielminuten erzielte Ockfen den Führungstreffer: Steffen Hausen kam nach einer Flanke im Strafraum zum Kopfball, der Ball überquerte sogar nach Aussage einer Spieler aus Traben-Trarbach deutlich die Torlinie. Doch das Schiedsrichtergespann um Thomas Brück gab den Treffer nicht, ließ stattdessen weiterspielen. Ein klares Tor, dass der SG Ockfen zu Unrecht aberkannt wurde. Doch der Gastgeber zeigte sich dennoch wenig geschockt und spielte weiter mutig nach vorne. Einzig und allein an der Chancenverwertung hapert es in dieser Saison bei der SGO noch gewaltig. Die Möglichkeit zum Führungstreffer war mehrfach da, wurde aber immer wieder ausgelassen.

Foto: Zum Umfallen! So wie hier Ockfens Jörg Schu vergeben die Mannen von Trainer Peter Schuh einfach zu viele Chancen.

Auch in der zweiten Hälfte Ockfen weiter druckvoll und offensiv eingestellt, doch in der 64. Spielminute fiel der bittere Gegentreffer: Nach einem Eckball faustet sich Mark Körner die Kugel ins eigene Tor. Bitter, den Körner war in den letzten Spielen mit tollen Paraden häufig der Rückhalt seiner Mannschaft, heute jedoch unterlief im ein großer Patzer. Auch nach diesem Rückschlag drängte Ockfen noch auf den Ausgleich, doch Traben-Trarbach verteidigte die Führung bis zum Abpfiff und entführt drei Punkte von der Saar.

Ockfens Trainer Peter Schuh gab sich nach dem Spiel kämpferisch:“Wir werden für unseren Aufwand leider immer noch nicht belohnt. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, außer dass die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor noch zu oft fehlt.“

SV Föhren – SG Buchholz 1:2

Kein Ende in Sicht beim SV Föhren. Nach der 1:2-Niederlage gegen den ehemals Tabellenletzten aus Buchholz steht die Mannschaft von Trainer Christian Esch nach drei Spielen in Folge ohne Punktgewinn nun erneut mit leeren Händen da. Bitter: Föhren ging in der 36. Spielminute sogar mit 1:0 in Führung, doch Buchholz schlug sofort zurück. Nur eine Minute später der Ausgleich durch Dennis Schiffels. Das Unentschieden hatte dann lange Bestand, die Niederlage des SV Föhren wurde erst mit dem Schlusspfiff besiegelt. In der 90. Spielminute traf Jan Ostrermann zur 2:1-Führung für seine SGB und besiegelte damit die nächste Niederlage für Föhren.

Für Buchholz war der Sieg ein kleiner Befreiungsschlag, trotz eines Spiels weniger konnte die Mannschaft die rote Laterne an die SG Baustert abgeben.

SV Sirzenich – SV Lambertsberg 0:0 (0:0)

Wie schon im Vorbericht vermutet endete die Partie zwischen dem SV Sirzenich und der Spielgemeinschaft aus Lambertsberg 0:0-Unentschieden.

Zwar hat Sirzenich neben der SG Baustert die schlechteste Defensive der Liga, doch mit Lambertsberg war auch die schlechteste Offensive der Bezirksliga zu Gast. Ein Spiel, das nicht gerade nach Toren schreit und eigentlich nur 0:0-Unentschieden enden kann, was beide Mannschaften an diesem Sonntag dann auch bestätigten. In der Tabelle brachte das lahme Unentschieden keine Veränderung, Sirzenich rangiert weiter auf Rang zwölf, Lambertsberg bleibt Tabellenvorletzter.

SG Osburg – FC Bitburg 0:3

Sieg im Verfolgerduell für den FC Bitburg. In Osburg siegte der FCB klar und deutlich 3:0 und schlug dabei eiskalt zu. Mit dem Halbzeitpfiff traf Andreas Klink zur 1:0-Führung für die Bierstädter. Osburg kämpfte sich zurück ins Spiel, doch Patrick Herres machte in der 78. Minute per Strafstoß alles klar. Kurz vor dem Abpfiff dann sogar noch das 3:0 für Bitburg, in der 89. Minute markierte Eugen Hartwick das 3:0.

In der Tabelle konnte Bitburg durch den Sieg den Rückstand auf Spitzenreiter Konz auf nur noch fünf Punkte reduzieren. Da Bitburg sogar noch ein Spiel weniger hat als der Tabellenführer, hat sich die Konstellation nach dem Konzer Unentschieden in Ralingen schnell verändert, Spannung ist angesagt.

Fotos: Andreas Maldener

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Kommentare (10)

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  1. Schlappöse sagt:

    Ich weiß nicht so recht, ob die sich momentan zusammenraufen können. Habe momentan nicht den Eindruck, als würde da eine eingeschworene Truppe auf dem Platz stehen. Befürchte fast, dass es da bereits zur berüchtigten „Grüppchenbildung“ gekommen ist. Ein Erfolgserlebnis ist jedenfalls dringend nötig, um die Trendwende herbeizuführen. Und dafür müssen Spieler vom Schlage Conrads auf dem Platz stehen!

  2. Doktor Wolfarth sagt:

    Nein, spielt nicht! De Jung hat ne Schultereckgelenkssprengung, so dass er weiterhin pausieren muss! Aber die Truppe macht das auch ohne ihn und die anderen Verletzten, die der Truppe mindestens genauso fehlen! Sie werden sich jetzt zusammenraufen, so wie sie es immer in schwierigen Situationen getan haben.

  3. C. Weiß sagt:

    Glaube schon! Habe aus sicherer Quelle (ein Föhrener Spieler) gehört, dass J. Conrad zumindest schon wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.

  4. Karaboulis sagt:

    @weis: weisst Du ob der J. Conrad am Sonntag wieder spielen kann?

  5. C. Weiß sagt:

    Schön, gut und wichtig, junge Talente zu fördern und in der Mannschaft zu haben. Und da hat Föhren richtig gute Arbeit geleistet und auch eine glänzende Zukunfstperspektive. Aber nur auf die Jugend zu setzen, kann auch ganz schnell nach hinten losgehen, da muss ich Karaboulis Recht geben. Sobald ein anderer Verein ein paar Euro auf den Tisch legt, sind die Jungen doch eh weg. Es glaubt doch wohl keiner mehr, dass heutzutage ein talentierter Jugendlicher die ganze Karriere über bei seinem Heimatverein bleibt. Die „alten Hasen“ stützen doch die Vereine, sowohl menschlich als auch sportlich, und da ist ein J. Conrad in Föhren NIEMALS zu ersetzen!!!

  6. Karaboulis sagt:

    @ Kongo Otto: Und das ist genau der Grund warum die Vereine vor die Hunde gehen!!! Integrationsfiguren werden von übermotivierten Trainern abgesägt, durch junge „Talente“ ersetzt, die es nicht mal mehr schaffen nach dem Training auf ein Bier zusammen zu sitzen. Wie soll da was zusammenwachsen? Die angesprochene Jugend interessiert sich für adrette Körperbehaarung und für rosa Fussballschuhe, die in Kombination mit Stutzen über den Knien für Wohlbefinden bei der pubertierenden Zuschauerkulisse sorgen soll. Ich kann das nicht verstehen… Nebenbei kommen die 18 jährigen heute mit ihrem Berater zum Vertragsgespräch.

  7. Kongo Otto sagt:

    Ganz ehrlich? Für altverdiente Spieler bei Föhren wird es Zeit die Segel zu streichen und den Halfter an den Nagel zu hängen. Ehmals junge uns spritzige Fohlen werden irgendwann eben zum alten Kläpper! Und wenn man den Herrn Conrad sieht wie er sich mit seinem, in diversen ausgefochtenen Schlachten auf dem Paltz, geschundenen Körper über den Platz schleppt wirds Zeit. Mit Stolz auf Abstellgleis lautet die Devise befor der Pferdemetzger kommt und den alten Kläpper mit sich nimmt…

    Armes Föhren! Wünsche mir dass sie Jugend den Laden rocken wird und dass an Alte glanzvolle Zeiten angeknüpt wird!

  8. Karaboulis sagt:

    Auf alle Fälle haben die Föhrener mit J. Conrad einen der in wichtigen Spiele die entscheidenden Dinger macht und so den kleinen entscheidenden Unterschied macht. Es ist mir ein Rätsel, wieso er nicht einige Klassen höher gespielt hat.

  9. C. Weiß sagt:

    Denke auch, dass das einer der Hauptgründe ist. 3 Niederlagen in Folge sprechen eine deutliche Sprache, vor allem die Heimniederlage gegen den Tabellenletzten darf nicht passieren. Wobei man den jungen Spielern keine Vorwürfe machen darf, die müssen sich zuerst noch entwickeln. Aber wenn der „Leitwolf“ J. Conrad zurückt ist, bin ich mir sicher, dass es wieder aufwärts geht!

  10. Karaboulis sagt:

    Schade dass die Föhrener nicht das Niveau der ersten Wochen halten konnten. Ist den J. Conrad wieder fit? Er war für mich die Vaterfigur des jungen Teams. Wenn er wieder zurück ist, wird auch das Föhrener Schiff wieder in Richtung tabellenspitze segeln.

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