Bezirksliga: Schodens Youngster Dominik Lorth im Interview

18-jähriger SGS-Goalgetter Dominik Lorth mit sechs Treffern in den ersten fünf Saisonspielen

Von Benedikt Rupp

Dominik Lorth ist 18 Jahre alt und Stürmer beim Bezirksligisten SG Schoden. Es ist der Beginn seiner ersten Saison im Seniorenbereich, in der er gleich schon für großes Aufsehen sorgt. In den ersten fünf Ligapartien hat er bereits sechs Tore erzielt. Drei Buden machte er alleine am vierten Spieltag beim 6:2-Kantersieg gegen die SG Zell – und ein Treffer steuerte er am vergangenen Samstag auch zum 2:1-Erfolg beim entthronten Spitzenreiter SV Mehring II bei.

Dominik Lorth, SG Schoden. Foto von Sebastian Schwarz
Schwer zu halten: Dominik Lorth überzeugt bei der SG Schoden. Foto: Sebastian Schwarz

Die SG Schoden kann sich über einen neuen jungen Topstürmer freuen. Dominik Lorth ist seit dieser Saison bei der ersten Mannschaft dabei und fügte sich mit sechs Treffern ganz stark ein. „Dominik ist ein Vollblutstürmer. Was ich sehr an ihm schätze, ist seine Dynamik und seine Geradlinigkeit. Er sucht immer den schnellsten Weg zum Tor. Zudem ist er in seinen jungen Jahren schon unheimlich abgeklärt“, meint Peter Schuh, Chefcoach der SG Schoden.

5vier.de verabredete sich mit dem Youngster zum Interview:

Hallo, Dominik Lorth. Die ersten fünf Spiele in Ihrer ersten Seniorensaison sind absolviert. Wie haben Sie die bisherige Zeit bei der ersten Mannschaft erlebt?

Ich wurde direkt gut aufgenommen. Es ist auf jeden Fall etwas ganz anderes, es ist anstrengender, aber besser als in der A-Jugend. Es macht sehr viel Spaß. So wie es im Moment läuft, kann es auf jeden Fall weitergehen.

In den ersten fünf Partien haben Sie sechs Tore erzielt. Wie haben Sie die Spiele und Tore erlebt?

Ich will das mit den sechs Toren nicht überbewerten. Die Mannschaftsleistung steht eigentlich im Vordergrund, aber es ist natürlich klasse, dass es direkt am Anfang so gut läuft. Die Tore kommen nicht von ungefähr, denn wir haben in der Vorbereitung Gas gegeben. Ich habe mich schon gewundert, dass es direkt so viele Tore waren. Das habe ich aber auch meinen Mannschaftskameraden zu verdanken, die mir die gut vorgelegt haben.

Was macht Ihre Mannschaft so besonders? Wo sehen Sie die Stärken im Team?

Unsere Stärken sehe ich auf jeden Fall erst einmal in der Offensive, vor allem im Konterspiel. Bei Ballgewinn können wir, wenn der Gegner noch ungeordnet ist, schnell über die Außen nach vorne spielen oder übers Zentrum schnell das Mittelfeld überbrücken. So können wir dann Lukas Kramp oder mich vorne schicken, oder auch über die Außen zum Erfolg kommen. Das hat bisher schon super geklappt. Aber auch unsere Abwehr ist nicht schlecht. Sie macht einen guten Job. Ich denke, dass wir defensiv besser stehen als letztes Jahr, was ich so gesehen habe. Besonders ist auf jeden Fall auch, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben. Es gibt zwei bis drei, die sind um die 30. Der Rest ist um die 20 oder noch jünger, wie beispielsweise ich oder ein Kollege aus der A-Jugend.

Mit Lukas Kramp, den Sie ja eben schon angesprochen haben, steht Ihnen ein weiterer Goalgetter zur Seite? Was schätzen Sie an ihm und was können Sie von ihm lernen?

Ja, Lukas ist ja schon zwei oder drei Jahre länger hier als ich. Ich nehme mir schon ein Beispiel an ihm. Ich denke, er ist auf jeden Fall noch schneller und kaltschnäuziger als ich. Ich würde aber sagen, dass wir ähnliche Spielertypen sind. Wir passen da vorne schon sehr gut zusammen. Und ich denke, es ist schwer uns beide aufzuhalten. Letztes Jahr war ja noch viel von Lukas Kramp alleine abhängig. Ich denke, jetzt wo wir beide vorne drin spielen, kann ich ihn auch ein bisschen entlasten. Ich habe auch schon öfters Sachen bei ihm nachgefragt, weil ich von ihm einen Rat über Spielform oder ähnliches gebraucht habe. Er ist ein guter Kollege von mir. Ich kann immer zu ihm kommen, wenn ich irgendwelche Probleme habe. Mit ihm verstehe ich mich auch außerhalb des Fußballplatzes sehr gut.

Vor der Saison hat der Trainer, Peter Schuh, als Saisonziel den Klassenerhalt angegeben. Könnte man nach den ersten Spielen auch vorne mitspielen?

Da hat der Trainer schon recht. An erster Stelle steht ganz klar der Klassenerhalt. Wir können mit dem Saisonstart sehr zufrieden sein, vor allem mit dem Sieg im Derby gegen Krettnach. Es ist immer schwer, wenn man schlecht startet und dann die ganze Saison den anderen Mannschaften hinterher rennt. Dennoch waren es nur die ersten Spiele. Da sollte man noch nichts überbewerten. Mit zwölf Punkten hat auch noch keiner die Klasse gehalten. Es kann natürlich gerne so weiterlaufen. Ich denke aber nicht, dass wir jetzt anfangen sollten vom Aufstieg zu reden. Wenn ich zum Beispiel die finanziellen Mittel von anderen Vereinen im Vergleich zu unseren sehe, brauchen wir da gar nicht drüber zu reden. Ich glaube nicht, dass wir unsere Ziele korrigieren sollten.

Was möchten Sie persönlich in Ihrer Karriere als Fußballer erreichen?

Darüber habe ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht. Ich bin hier noch nicht so lange, erst in der ersten Saison in der Bezirksliga. Ich will auch noch so lange wie möglich hier bleiben und so viele Tore wie möglich schießen. Ich bin noch jung und weiß noch nicht, was die Zukunft alles bringen wird. Ich bin im Moment sehr zufrieden hier.

Welcher Typ sind Sie? Wie würden Sie sich beschreiben?

Ich denke, ich bin ein sehr offener Mensch. Mit mir kann man gut lachen und auch vielleicht mal ein paar Dummheiten anstellen. Aber ich kann auch ernst sein und sehr verantwortungsbewusst und pflichtbewusst. Ich bin meistens gut gelaunt und positiv eingestellt.

Auf welcher Schule sind Sie und wann machen Sie Ihren Abschluss?

Ich gehe auf das Gymnasium in Saarburg.  In Saarburg bin ich auch aufgewachsen. Ich bin jetzt in der 13. Klasse und mache in diesem Schuljahr mein Abitur. Es geht auch schon diese Woche mit der Leichtathletikprüfung in Sport los, und dann folgen im Januar und März die Abiprüfungen. Danach würde ich ganz gerne was mit Sport machen, aber da was zu finden, ist auch schwierig. Da werde ich mir aber noch ernsthaft Gedanken drüber machen.

Welche Hobbys haben Sie noch neben dem Fußballspielen?

Früher habe ich noch Handball gespielt. Aber im Moment bin ich mit der Schule relativ viel eingebunden. Ich bin im Fitnessstudio angemeldet und versuche da häufig hinzugehen. Ich habe auch noch eine Freundin, mit der ich mich oft treffen will. Und am Wochenende gehe ich ab und zu mal mit ein paar Freunden weg. Ansonsten bleibt für weitere Hobbys wenig Zeit.

Haben Sie die ganze Jugend in Schoden verbracht oder haben Sie noch woanders gespielt?

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Lorth in der B-Jugend bei Fortuna Saarburg. Foto: TuS Fortuna Saarburg

Seit ich etwa fünf Jahre alt bin, habe ich in Saarburg bis zur B-Jugend gespielt. Danach war ich eineinhalb Jahre bei Eintracht Trier in der B- und A-Jugend. Ab Winter letzten Jahres habe ich meine erste Saison hier in Schoden gespielt.

Was schätzen Sie an Ihrem Trainer Peter Schuh?

Er macht gutes Training. Ich mag vor allem, dass er viele Spielformen trainiert. Ich denke auch, dass er meistens die richtigen Worte findet, um zu motivieren. Auch gut ist, dass er uns auf dem Boden hält und nicht mit Lob überschüttet. Man kann auch gut mit ihm reden.

Wer ist Ihr fußballerisches Vorbild und haben Sie einen Lieblingsverein?

Als ich klein war, war mein Vorbild Roy Makaay. Heute habe ich kein besonderes Vorbild. Ich will nicht spielen wie irgendjemand anderes, sondern meine eigene Spielweise entwickeln. Man kann schon sagen, dass ich Fan von Bayern München bin, aber auch nicht so extrem. Wenn es international um die Champions League geht, bin ich allgemein für die deutschen Mannschaften.

Wo sehen Sie Ihre fußballerischen Stärken und Schwächen?

Ich denke, meine Stärken sind meine Schnelligkeit, mein Abschluss und mein linker Fuß. Da haben die Gegner auch Probleme damit, das zu verteidigen. Meine Schwächen sehe ich eher noch körperlich und im Kopfballspiel. Außerdem denke ich, dass ich noch an meinem rechten Fuß und an meiner Chancenverwertung arbeiten kann.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Es würde mich freuen, relativ viel zu reisen und viel von der Welt zu sehen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich hier unbedingt weg will. Ich würde mir auch wünschen, dass ich gesund und verletzungsfrei bleibe und weiterhin Fußball spielen kann. Das Abitur will ich auch mit einem anständigen Schnitt durchbringen und vielleicht studieren und einen guten Beruf haben.

Vielen Dank für das Interview, Herr Lorth und viel Erfolg für die Zukunft.

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