Es geht mal wieder in den Norden

Buchtipps zum Wochenende

Eine lange, harte Arbeitswoche geht zu Neige und dann wär’s doch schön, das richtige Buch zu haben, um seine Gedanken darin zu verlieren. Da können wir helfen. Wie jeden Freitag wollen wir in unseren Buchtipps zum Wochenende in Kooperation mit Stephanus Bücher versuchen, euch den Weg zum richtigen Buch zu bahnen. Vier Versuche haben wir, um euch von unseren Buchtipps zu überzeugen. Wir sind davon überzeugt, dass da schon was dabei ist. Unter anderem mal wieder ein Krimi aus dem hohen Norden.

 

Die Strömung

Buchtipps zum Wochenende - Die Strömung

Ein neuer Fall für Olivia Rönning und Tom Stilton. In den Wäldern von Schonen im südlichen Schweden kommt es zu einem entsetzlichen Verbrechen. Ein kleines Mädchen wird ermordet, als es friedlich spielend im Sandkasten sitzt. Ein familiärer Hintergrund? Doch zwei Tage später der zweite Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Was verbindet die beiden Fälle? Schnell fällt der Verdacht auf eine rassistische Gruppierung, die beide Elternpaare zuvor offen bedroht hat. Aber ist es wirklich so einfach? Und warum tauchen gerade jetzt Hinweise auf einen alten, nie geklärten Mord an einer hochschwangeren Edelprostituierten auf? Olivia Rönning, eine junge ehrgeizige Polizistin, und Tom Stilton, ein einst berühmter Kommissar, sind aus jeweils ganz persönlichen Gründen an der Aufklärung dieser Verbrechen interessiert. Sie kommen einer Geschichte auf die Spur, wie sie verquerer und abscheulicher nicht sein könnte.

Auch der 3. Fall für die junge Polizistin Olivia Rönning und den ehemaligen Kommissar Tom Stilton überzeugt wieder mit Spannung und dem Privatleben der Ermittler.

 

Alles außer gewöhnlich

Buchtipps zum Wochenende - Alles ausser gewöhnlich

Weil ihre weltfremden Künstler-Eltern 2005 ins legendäre Chelsea Hotel in New York ziehen, wächst Nicolaia Rips auf inmitten von Bohemiens, Callgirls und Spinnern. Ständig werden auf den Zimmern Partys gefeiert, krumme Dinger gedreht, phantastische Geschichten als lautere Wahrheit verkauft. Mittendrin die kleine Nicolaia, die als Maskottchen gehütet wird. Das ist interessant – aber auch eine Herausforderung. Mit wundervoller Komik und viel Humor erzählt Rips in ihrem Erlebnisbericht, wie sie die Normalität zu meistern lernte und sich ihren Platz im fast normalen Anderssein erkämpfte. Es ist ein Abgesang auf die Demimonde des Chelsea – und die mitreißende Geschichte einer außergewöhnlichen Kindheit.

Eine Kindheit im legendären Chelsea Hotel – wunderbar erzählt, sympathisch und warmherzig – erinnerte mich in den besten Momenten an die genialen Bücher von Joachim Meyerhoff!

 

Wie ein Fisch im Baum

Buchtipps zum Wochenende - Wie ein Fisch im Baum

Ally ist elf Jahre alt und eine Einzelgängerin. An der Schule ist sie als Freak bekannt und den Lehrern ein Dorn im Auge. Dabei geht es Ally nur um eins: Um jeden Preis ihr Geheimnis zu wahren – sie kann weder lesen noch schreiben. Da kommt ein neuer Lehrer in die Klasse, Mr. Daniels. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern beobachtet er Ally genau und findet bald heraus, dass Ally an einer Lese-Rechtschreibschwäche leidet und gleichzeitig hochintelligent ist. Langsam lernt Ally, ihm zu vertrauen und schließt nebenbei Freundschaft mit zwei anderen Außenseitern. Gemeinsam widersetzen sie sich mutig dem Mobbing.

Einfühlsam, tiefgründig, bewegend, ehrlich und zu guter Letzt hoffnungsvoll – ein großartiges Buch, das zu Tränen rührt und zeigt, dass Perfektion eine Illusion ist.

 

Der Pakt

Buchtipps zum Wochenende - Der Pakt

Hollywood schloss einen Pakt mit Hitler. Die großen Studios erklärten sich 1933 bereit, keine Filme zu produzieren, die das Ansehen der Nationalsozialisten beschädigten oder die Judenverfolgung thematisierten. Der Grund war einfach: In Deutschland ließen sich immer noch die besten Geschäfte machen. Doch Paramount, MGM und Fox gingen weiter: Sie zensierten Filme ohne Druck, entließen bereitwillig jüdische Mitarbeiter oder realisierten unerwünschte Projekte erst gar nicht. Die Gewinne flossen in die Produktion von Goebbels‘ Wochenschau oder in die deutsche Rüstungsindustrie. Auf der einen Seite die mächtigen Studiobosse, viele davon Juden, auf der anderen Adolf Hitler, der filmbesessene Diktator. Ben Urwand erzählt die Geschichte dieses Skandals. Es ist die dunkle Seite des „Golden Age“ von Hollywood, die Urwand unter Rückgriff auf bisher unbekanntes Archivmaterial beschreibt – temporeich und spannend! Wichtige Filmproduktionen wie ‚Im Westen nichts Neues‘, ‚Tarzan‘ oder der Propagandafilm ‚Der ewige Jude‘ werden besprochen und deren Bedeutung für die Zusammenarbeit zwischen Hitler und Hollywood erklärt.

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