20 Jahre Trierer Goldschatz – Hier geht es zu Teil 2

In Trier lagert der größte erhaltene Goldschatz der Antike. Im ersten Teil unseres Artikels haben wir uns mit seiner Geschichte beschäftigt, heute geht es um das Jubiläum selbst.

Der Trierer Goldschatz. Foto: Lars Eggers

 „Wir wollen, dass der Museumsschatz seinen Platz als bedeutsames historisches Denkmal in Trier einnimmt“, meint Dr. Marcus Reuter, der Direktor des Rheinischen Landesmuseums in Trier, „ Da kommt uns das 20. Jubiläum des Findungstages gerade recht. Ich würde mir wünschen, dass der Trierer Goldschatz Teil der großen Touristenroute wird: Wer in Trier ist, der sollte die Porta, den Dom und den Goldschatz gesehen haben.“

Goldene Zeiten im Landesmuseum

Goldene Zeiten. Foto: Lars Eggers

Das Wochenende vor dem Findungstag am 09. September (06. bis 08. September) steht daher ganz im Zeichen des Goldes. Zu diesem Anlass soll die Präsentation des Goldschatzes überarbeitet werden.

„Es wird eine Sonderausstellung zum Thema Gold im Allgemeinen geben“, so Reuter, „Es gibt ja mehr Gold bei uns als den Goldschatz.“ Die Bedeutung des edlen Metalles vor und nach den Römern soll hier genauso beleuchtet wie seine Verbindung zur Trierer Stadtgeschichte. Natürlich wird es auch jede Menge Wissenswertes über den römischen Goldschatz selbst zu erleben geben – sein Umfang, seine historische Bedeutung und natürlich auch die ereignisreiche Geschichte seiner Auffindung sollen hier der Öffentlichkeit nähergebracht werden.

„Wir haben sogar noch den Plastikeimer, in dem der Schatz zu uns gebracht wurde“, freut sich Direktor Reuter.

Des Weiteren ist ein breites Rahmenprogramm in Arbeit, das der Größe des Trierer Goldschatzes würdig ist. Es wird Sonder- und Abendführungen geben, auch die Museumsnacht am 21. September steht ganz im Zeichen des gelben Metalls. Das im Landesmuseum angesiedelte Café Zeitsprung wird kulinarische Themenabende mit vielen raffinierten Gerichten rund ums Gold anbieten.

„Es ist noch einiges mehr in Planung. Ein goldener Märchenabend für Erwachsene gehört zum Beispiel dazu. “ Mehr wird zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten.

Für die Welt der Wissenschaft gibt es natürlich auch etwas zu feiern. Das Landesmuseum wird Numismatiker aus aller Welt zu einem großen Kolloquium einladen, um den Fundtag des Goldschatzes gebührend zu begehen.

Ein Buch als neues Standardwerk

Genaue Bestimmung von Goldmünzen. Hier: der Fund aus der Trierer Leostraße von 1909. Foto: Lars Eggers

Neben den Feierlichkeiten und Events steht auch die längst überfällige Veröffentlichung eines neuen Buches über den Trierer Goldschatz an. Dieses Werk wird der neue Standard in diesem Feld werden, da ist sich Dr. Reuter sicher. Eine vollständige Aufarbeitung des Fundes stehe schon lange aus, das ältere Werk zu diesem Thema sei vergriffen und das Landesmuseum sehe sich immer wieder Anfragen von den verschiedenen Stellen gegenüber.

Es wird zwei unterschiedliche Fassungen geben. Das wissenschaftliche Buch wird eine detaillierte Aufarbeitung jeder einzelnen Münze – inklusive Abbildung – und eine Fülle an weiteren Erkenntnissen enthalten. Neben diesem Hauptwerk ist auch eine rund 100 Seiten umfassende populärwissenschaftliche Veröffentlichung geplant, an der sich dann auch nicht-Numismatiker erfreuen können.

Den Schatz in die Innenstadt tragen

Römische Goldmünze. Foto: Lars Eggers

Das Jubiläum des Trierer Goldschatzes soll aber nicht in den Hallen des Landesmuseums verbleiben.

„Wir wollen den Goldschatz in die Trierer Innenstadt tragen“, erklärt Reuter. Die Münzen selbst verbleiben selbstverständlich sicher in ihrem Ausstellungsraum, aber der Geist des Goldes wird im September in ganz Trier umgehen. In Zusammenarbeit mit der City Initiative Trier und vielen Geschäften wird es eine Schatzsuche geben und es ist geplant, dass sich das Museum auch an der großen Modeschau beteiligen wird, die am Jubiläumswochenende in der City stattfindet.

 

5vier wird selbstverständlich weiterhin über alle Events und Neuigkeiten hinsichtlich des Goldschatz-Jubiläums informieren.

 

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Kommentare (1)

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  1. Bine sagt:

    Da bin ich ja mal auf eure Berichte gespannt! Ich schaffe es dieses Jahr vermutlich nicht mehr nach Trier – schade, den Goldschatz hätte ich mir schon gerne angesehen (und mit nach hause genommen;) ).

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