Buntes: Analoge Satellitenübertragung – ein Jahr bis Abschaltung

Nach dem Ende des analogen Antennenfernsehens vor einigen Jahren steht der Abschalttermin jetzt auch für die analoge Satellitenausstrahlung fest: Ab dem 1. Mai 2012 werden die Programme der ARD, des ZDF und aller Privatsender via Satellit nur noch digital verbreitet, darauf weist die Verbraucherzentrale in Trier hin. Kabelkunden sind von dieser Analogabschaltung in der Regel nicht betroffen. Die großen Kabelnetzbetreiber wie beispielsweise Kabel Deutschland werden auch weiterhin ihr bisheriges analoges Programmangebot beibehalten.

Betroffene sollten sich rechtzeitig informieren

Deutschlandweit nutzen etwa noch 8 % aller Fernsehhaushalte den analogen Satelliten-Empfang, in Rheinland-Pfalz müssen etwa 300.000 Haushalte ihren Satellitenempfang auf die Digitaltechnik umstellen. Damit ist die Anzahl der Betroffenen weitaus höher als in den Jahren ab 2004 bei der Einführung des Digitalen Antennenfernsehens DVB-T.

Für den digitalen Empfang müssen Betroffene den analogen Satellitenreceiver gegen einen digitalen Satellitenreceiver (DVB-S) austauschen. Außerdem muss das Empfangsteil (LNB) an der Satellitenschüssel durch ein sogenanntes „Universal-LNB“ ersetzt werden, informiert Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale. Fachleute gehen davon aus, dass ein großer Teil der Analog-Sat-Haushalte schon über ein Universal-LNB verfügt, weil ein Austausch nach einem Defekt durch Überspannungs- oder Frostschaden bereits erfolgt ist. Wer sich nicht sicher ist, ob er schon „digital“ oder noch „analog“ empfängt, sollte sich möglichst bald informieren. Eine erste Orientierung findet sich auf der Videotextseite 198 verschiedener Fernsehsender.

Kabelfernsehnutzer nicht betroffen

Die Verbraucherzentrale in Trier informiert im Rahmen eines kostenfreien Vortrages am Dienstag, 21. Juni 2011 um 15 Uhr in der Beratungsstelle Trier, Fleischstraße 77 über die Abschaltung der analogen Satellitenübertragung.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erforderlich und kann unter der Rufnummer 0651 / 48802 (Mo bis Do von 9 bis 17 Uhr sowie Fr von 9 bis 13 Uhr), per Fax unter 0651 / 49088 oder per E-Mail unter vb-tr@vz-rlp.de erfolgen.

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