Buntes aus der großen weiten Welt – Mozart gegen Drogenhändler

In Deutschland plant man,  Bahnhöfe und U-Bahnstationen sicherer zu machen – mit klassischer Musik.

Foto: Lars Eggers

BERLIN. Wenn alles nichts mehr hilft, dann greif zur Musik: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und andere Verkehrbetreiber (gerüchteweise auch die Deutsche Bahn höchst selbst) planen noch in diesem Jahr, ihre Bahnhöfe und U-Bahnstationen mit klassischer Musik zu beschallen. Und zwar nicht, weil es hübsch ist, sondern aus einem sehr viel praktischeren Grund: Die Musik soll Drogenhändler und Obdachlose vertreiben.

"Oh mein Gott, sie spielen Brahms! BLOSS WEG HIER!" - ein Drogenhändler. Foto: Lars Eggers

So schrecklich ist Klassik doch gar nicht, werden viele jetzt vielleicht sagen. Offensichtlich wohl doch, zumindest in den Ohren der bösen Buben. In Barcelona und Montreal hat man mit dieser Aktion gute Erfahrungen gemacht. Auch in München werden bereits zehn Stationen beschallt und offensichtlich hassen die kriminellen Elemente unserer Gesellschaft es.

Gespielt werden in München rund 1.800 Stücke: Mozart, Schubert, Brahms, Chopin, Beethoven und Bach, meistens instrumental. Die Auswertung der Polizeistatistik zeigt, dass die Zahl der Straftaten auf den betroffenen Bahnhöfen gesunken ist und sich die rechtschaffenden Passanten sehr viel sicherer fühlen.

Da haben wir also jahrelang alles falsch gemacht. Nicht die Anwesenheit von Wachmännern oder eine gute Anti-Drogen-Politik macht den Unterschied – nein, es sind die Streicher der hohen Musik, welche die Gauner abschrecken. So einfach kann es sein!

5vier.de schlägt daher vor, ab sofort alle Polizeisirenen durch klassische Musik zu ersetzen. Rossinis‘ Overtüre von „Wilhelm Tell“ oder Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ komme dabei sofort in den Sinn. Das wäre zumindest mal was anderes.

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In Deutschland plant man nun, Bahnhöfe und U-Bahnstationen sicherer zu machen – mit klassischer Musik.

BERLIN. Wenn alles nichts mehr hilft, dann greif zur Musik: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und andere Verkehrbetreiber (gerüchteweise auch die Deutsche Bahn höchst selbst) planen, noch in diesem Jahr ihre Bahnhöfe und U-Bahnstationen mit klassischer Musik zu beschallen. Und zwar nicht, weil es hübsch ist, sondern aus einem sehr viel praktischeren Grund: Die Musik soll Drogenhändler und Obdachlose vertreiben.

 

So schrecklich ist Klassik doch gar nicht, werden viele jetzt viel sagen. Offensichtlich wohl doch, zumindest in den Ohren der bösen Buben. In Barcelona und Montreal hat man mit dieser Aktion gute Erfahrungen gemacht. Auch in München werden bereits zehn Stationen beschallt und offensichtlich hassen die kriminellen Elemente unsere Gesellschaft es.

Gespielt werden rund 1.800 Stücke: Mozart, Schubert, Brahms, Chopin, Beethoven und Bach, meistens instrumental. Die Auswertung der Polizeistatistik zeigt, dass die Zahl der Straftaten auf den betroffenen Bahnhöfen gesunken ist.

 

Da haben wir also jahrelang alles falsch gemacht. Nicht die Anwesenheit von Wachmännern oder eine gute Anti-Drogen-Politik macht den Unterschied – nein, es sind die Streicher der hohen Musik, welche die Gauner abschrecken. So einfach kann es sein! 5vier.de schlägt daher vor, ab sofort alle Polizeisirenen durch klassische Musik zu ersetzen. Rossinis‘ Overtüre von „Wilhelm Tell“ oder Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ komme dabei sofort in den Sinn. Das wäre zumindest mal was anderes.

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