Buntes: B.O.S.S.-Tag am Gymnasium Saarburg – Fragen über Fragen

Am heutigen Donnerstagnachmittag fand am Gymnasium Saarburg der diesjährige B.O.S.S.(Berufliche Orientierung Schüler als Selbstständige)-Tag statt. In einer offenen Fragerunde, im Stil eines Kolloquiums, konnten hier Schülerinnen und Schüler der Oberstufe erfahren, wie verschiedenen Unternehmern der Region der Weg in die Selbständigkeit gelungen ist.

Mit dabei waren Martin Bauschert von der Debeka aus Saarburg; Birgit Zimmermann, Rechtsanwältin; Michael Grasmück von der Firma Polybytes aus Trier und Elke Schmidt, vom Autohaus Schmidt aus Saarburg. Komplettiert wurde die Runde durch Karl-Heinz Schwall von der Handwerkskammer Trier und Alexandra Lossjew von der Industrie- und Handelskammer Trier. Julia Kalck vom Trierischen Volksfreund war ebenfalls anwesend, um die Sicht der Medien zum Thema Selbstständigkeit zu beleuchten.

Foto: Gut gefüllt war der Mehrzweckraum im Neubau des Gymnasiums Saarburg beim diesjährigen B.O.S.S.-Tag

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Studiendirektor Peter Grasmück, der federführend den B.O.S.S.-Tag am Gymnasium Saarburg organisierte: „Wir möchten mit dieser Veranstaltung jungen Menschen das Thema Selbstständigkeit etwas näher bringen und ihnen mögliche Wege und Alternativen aufzeigen, die für sie nach ihrem Abitur eine Rolle spielen können. Dazu gehört auch die Möglichkeit sich selbstständig zu machen“.

Weiter ging es im Programm mit einer Vorstellung der geladenen Gäste. Jeder erzählte und referierte hier über seine Erfahrungen, die zum Thema Selbstständigkeit gemacht wurden. Wie ist man überhaupt dazu gekommen ein eigenes Unternehmen zu gründen oder auch den bestehenden Familienbetrieb zu übernehmen? Und welche Konsequenzen hatte diese Entscheidungen für das Leben? Aus verschiedensten Perspektiven wurde den Schülerinnen und Schülern hier erzählt, wie man es schaffen kann sein eigener Chef zu werden und welche Grundvoraussetzungen damit verbunden sind.

Frau Lossjew (IKH) und Herr Schwall (HWK) gaben darüber hinaus wichtige Tipps und interessante Einblicke in die Vorgehensweisen, wenn man sich als Jungunternehmer auf dem Markt etablieren möchte. „Unternehmer sind Macher, die die Wirtschaft voran bringen“, ein wichtiger Punkt den Alexandra Lossjew als Mitarbeiterin der Industrie und Handelkammer Trier den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg gab. „Man solle sich trauen eigene Ideen umzusetzen und immer auf seine Ziele hinarbeiten, dann hat man auch eine Chance etwas aufzubauen und damit Erfolg zu haben“, so das Fazit von Peter Grasmück, nachdem jeder der Referenten seinen Standpunkt zum Thema Selbstständigkeit erläutert hatte.

Anschließend wurde dann die Fragerunde eröffnet und wer dachte, dass die Schülerinnen und Schüler nur wenig Interesse am Thema Selbstständigkeit hätten, der sah sich getäuscht: Ob man in der IT-Branche gute Chancen hätte sich selbstständig zu machen und wie man am konkret besten vorginge, wenn man denn tatsächlich diesen Weg einschlagen möchte, waren nur zwei der gestellten Fragen. Beantwortet wurden sie alle und man hatte durchaus den Eindruck, dass der ein oder andere schon einmal über diese Möglichkeit der Berufswahl nachgedacht hatte.

„Es war eine sehr interessante Veranstaltung, die mir einige Wege aufzeigen konnte. Außerdem fand ich die Tipps sehr anregend, da ich mir auch selber schon einmal überlegt habe, mich später selbstständig zu machen“, so Schüler Philipp Weber gegenüber 5vier.de am Ende der eineinhalbstündigen Zusammenkunft. Es scheint bei den baldigen Abiturienten also tatsächlich ein reges Interesse am Thema Selbstständigkeit zu geben. Ein Punkt der auf jeden Fall für den B.O.S.S.-Tag spricht. „Ich denke, wir werden auch im nächsten Jahr wieder eine solche Veranstaltung anbieten – wir möchten jungen Leuten so die Möglichkeit geben sich aktiv mit diesem Thema zu beschäftigen“, so Peter Grasmück. Auch Referentin Elke Schmidt zeigte sich angetan, „es war eine sehr interessante Veranstaltung“ resümierte sie und Unternehmer Michael Grasmück fügte hinzu: „Wenn nur einige der Dinge, die wir heute erzählt haben, den Schülerinnen und Schülern im Gedächtnis bleiben, ist das schon eine tolle Sache. Vielleicht hat einer der jungen Leute ja eine gute Idee und kann diese irgendwann einmal mit Fleiß und Disziplin umsetzen. Es würde mich sehr freuen, wenn der ein oder andere sich mal etwas trauen würde.“

Es bleibt abschließend festzuhalten, dass der diesjährige B.O.S.S.-Tag am Gymnasium Saarburg eine sehr erfolgreiche Veranstaltung war, die Peter Grasmück in den kommenden Jahren hoffentlich weiter so informativ und vielseitig organisieren wird.

Fotos: Anna Lena Bauer

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Kommentare (2)

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  1. Selbständiger sagt:

    Jaja, die Selbständigkeit…einfach ist das sicher nicht. Man hat da ja immer so seine Vorstellungen, dass man den ganzen Tag rumkommandiert und am Ende des Tages mit seinem Ferrari nach Hause fährt! 🙂 Ich finde es sehr gut, dass jungen Menschen da mal die Realität aufgezeigt wird – sich selbständig machen ist nämlich mit viel Arbeit und Disziplin verbunden!

  2. Ella sagt:

    Sehr schöne Sache. Man kann auch als „Selbstständiger“ seinen Lebensunterhalt verdienen. Ist aber glaube ich nicht so einfach. Es muß die richtige Sache für jemanden sein und man muß vom Typ her dafür geschaffen sein, dann kann man da sicher auch sein Geld verdienen. Ein Vorteil ist ja riesig: Man ist sein eigener „Boss“ und hat keine Vorgesetzten die einen ärgern können. Dafür hat man dann mit anderen Gegebenheiten zu kämpfen.

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