Für Sie: CriscArt – Einzigartige Mode für Jedermann

Noch bis zum 3. Juli hat man die Möglichkeit, der Designerin Crisca Daemgen und ihren Schneidershandwerkerinnen im Hause Hochstetter über die Schulter zu schauen. 5vier war vor Ort um mehr über das Modelabel CriscArt zu erfahren.

CriscArt-Atelier auf der zweiten Etage im Hochstetter Trier. Foto: Anna Jank

Als Diplom-Modedesignerin träumte Crisca Daemgen schon immer von ihrer Selbstständigkeit in der Modebranche. Seit ihrem Studienbeginn brütet die 29-Jährige ihre Idee von einem eigenen Laden aus. Während ihrer Ausbildung entwarf ihr Bruder bereits das Logo für CriscArt, so stand das Unternehmen vor ihrem Abschluss praktisch schon in den Startlöchern. Nach Beendigung ihres Studiums setzt sie ihr Vorhaben durch und betreibt seither ihr eigenes Atelier in der Jesuitenstraße in der Trierer Innenstadt.

Mode als Förderung der Einzigartigkeit

Entwürfe in allen Möglichkeiten
Ein Tisch voller Ideen. Foto: Anna Jank

Der Grundgedanke ihres Unternehmens spiegelt sich in dem Stil ihrer Kleider wider. Sie ist bestrebt im Kontrast zur Stangenware die „Individualität eines jeden Menschen zu fördern“, indem sie Unikate und Maßanfertigungen schneidert. Daneben entwirft sie außerdem Kollektionen, aus denen sich der Kunde Teile heraussuchen kann und wenn erwünscht, in passender Größe, mit Stickereien oder Widmungen und in anderer Farbe bestellen kann.

Inklusive Besprechung zwischen der Designerin und dem Auftraggeber dauert die Gestaltung eines Oberteils beispielsweise ungefähr eine Woche. Maßanfertigungen hingegen sind zeitaufwendiger. Hierbei gibt der Interessent eine Silhouette vor, die von Crisca „in jeder Möglichkeit durchgespielt“ wird. Sie konzipiert fünf verschiedene Modelle , die man auf Wunsch kombinieren kann. So entsteht der letztendliche Entwurf für die Gestaltung des Kleidungsstückes.

Crisca betont dabei das Mitspracherecht des Kunden. Zuletzt konkretisiert sie die Zeichnungen in einem Probekleid, welches dem Kunden zurechtgemacht wird. Erst dann kreiert sie das eigentliche Modell mit dem richtigen Material. Die meiste Zeit benötigten Hochzeitskleider, da es hier besonders wichtig ist sehr viele Vorstellungen des Kunden perfekt einfließen zu lassen und diese dann auch umzusetzen.

CriscArt-Atelier im Hochstetter

Zur Zeit findet man CriscArt in einem von Hochstetter zur Verfügung gestellten Atelier. Criscas Verlobter hatte zu Weihnachten den Auftrag im Namen des Geschäftes Stickereien aufzusetzen. Anstatt sich die Arbeit mit Geld vergüten zu lassen, bat er den Geschäftsführer des Hauses um eine Kleiderstange für das Label seiner Partnerin. Die Geschäftsleitung war so begeistert von CriscArt, dass sie der Designerin ein ganzes Atelier zur Verfügung stellt. „Das war ein wahnsinns Deal“. Bis (vorerst) zum 3. Juli kann man im Hochstetter den Schneidershandwerkerinnen, die Crisca dort unterstützen, während der Arbeit über die Schulter schauen.

Crisca Daemgen (links) und ihre Schneidershandwerkerinnen. Foto: Anna Jank
Crisca Daemgen und ihre Schneidershandwerkerinnen

Preisgünstige Einmaligkeit

Anfertigen würde sie alles „von groß bis klein, von Bikini bis zum Froschkostüm, von Herrenanzug über Brautkleid bis hin zur Umstandsmode“. Der Designerin sind keine Grenzen gesetzt, alles was sie sich zutraut, geht sie auch an. Ihr Klientel bestehe hauptsächlich aus 30-50-Jährigen, meint Crisca, aber sie habe auch schon Kleider für 18 und 96-Jährige angefertigt. Auffallend ist, dass die einzigartigen Designerstücke im Vergleich zu anderen Marken bemerkenswert günstig sind. Crisca dazu: „Meine Kunden sollen Spaß daran haben bei mir einzukaufen. Es soll ihnen nicht weh tun Geld auszugeben“. In der Preiskategorie ist ihre Mode zwar etwas höher als ordinäre Stangenware, jedoch langlebiger und eben außergewöhnlich. Crisca ist entschlossen: „Jeder soll sich Einzigartigkeit leisten können.“

Werben durch Beeindruckung

Von dem vorübergehenden Atelier im Hochstetter erhofft sich die Geschäftsführerin bleibende Eindrücke bei Kunden zu hinterlassen, die sonst nicht den Weg zu ihr finden würden. Es wäre eine gute Form der Werbung und vor allem auch mal eine Abwechslung vom Arbeitsumfeld. Außerdem hofft sie von den professionellen Verkäuferinnen noch einiges lernen zu können.

Für die Zukunft hat Crisca sich vorgenommen, so weiter zu machen wie bisher. In der Hoffnung, dass ihre Arbeit sie immer satt machen könne und sie viele weitere Kunden glücklich machen kann, die ihre Zufriedenheit in die Welt weitertragen.

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