Buntes: Den Winter sinnvoll nutzen

Der Hotel- und Gaststättenverband Rheinland, die Agentur für Arbeit und die Deutsche Angestellten Akademie Trier qualifizieren Gastronomiekräfte.

Foto: Thomas Mares, Bundesagentur für Arbeit

Arbeitslosigkeit im Winter, das ist für viele Arbeitnehmer ohne Ausbildung in der Gastronomie ein alljährlich wiederkehrendes Problem. Insbesondere in den Monaten Januar und Februar sind die Gästezahlen in der Region in vielen Betrieben zu gering um alle Kräfte durchgehend beschäftigen zu können. In der Regel sind es dann die Arbeitnehmer ohne einschlägige Berufsausbildung, die zuerst gehen müssen. Vielfach verfügen diese Mitarbeiter über eine langjährige Berufserfahrung und besitzen umfangreiche Fachkenntnisse. Diese Kenntnisse in einen anerkannten Berufsabschluss münden zu lassen ist Ziel eines Vorbereitungslehrgangs, den IHK, DeHoGa-Verband, die DAA und die Agentur für Arbeit in Bernkastel-Kues anbieten.

In verschiedenen Modulen zwischen Dezember 2010 und Juni 2011 werden Mitarbeiter aus Küche und Service mit mindesten viereinhalb Jahren Berufserfahrung auf die Externenprüfung zu Koch/Köchin, Restaurantfachmann/frau oder Hotelfachmann/frau bei der IHK vorbereitet. Das besondere dabei: Die Arbeitnehmer sind weiterhin beschäftigt und können so in auftragsstarken Zeiten, wie z. B. an den Fastnachtstagen, in Ihren Betrieben eingesetzt werden.

Die Externenprüfung steht grundsätzlich jedem Bewerber offen, der die Prüfungsvoraussetzungen erfüllt, für die meisten Teilnehmer wäre aber eine Prüfungsvorbereitung im Selbststudium nicht machbar. „Die Prüfung entspricht der ganz normalen Abschlussprüfung nach der Berufsausbildung, dazu benötigt man einfach eine strukturierte und gezielte Hilfestellung“, erklärt Astrid Wirth von der Deutschen Angestellten Akademie, den Ansatz der Maßnahme. „Wir bieten hier den Rahmen um vor allem die theoretischen Kenntnisse prüfungsgerecht aufzuarbeiten.“

Für die Agentur für Arbeit ist die Maßnahme aus zwei ganz unterschiedlichen Gründen erfolgversprechend wie Dagmar Klimperle vom Arbeitgeberservice erläutert: „Zum einen können wir so einen kleinen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten, der in unserer Region gerade in der Gastronomie schon deutlich erkennbar ist. Darüber hinaus steigen für die einzelnen Teilnehmer die Chancen auf einen dauerhaften Arbeitsplatz.“

Der Agentur für Arbeit Trier wurden im vergangenen Jahr 1.614 Arbeitsstellen aus gastronomischen Betrieben gemeldet, meist für Fachkräfte. Die Branche gehört damit zu den drei wichtigsten Beschäftigungszweigen der Region.

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