Buntes: Ehrung von Dr. Carl-Ludwig Wagner für 16 Jahre Theaterförderung

Trier. Der frühere Trierer Oberbürgermeister und spätere Rheinland-pfälzische Ministerpräsident Dr. Carl-Ludwig Wagner ist seit einem Jahr Ehrenvorsitzender der „Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters“. Während der Mitgliederversammlung des Theater-Fördervereins am Dienstagabend im Studio des Trierer Theaters würdigte die Erste Vorsitzende Hiltrud Zock Wagners langjährige Verdienste und seinen Einsatz für den Förderverein.

16 Jahre lang stand der kulturinteressierte Politiker dem Verein als Vorsitzender vor und machte sich das vielfältige Engagement für das Trierer Theater zur Herzensangelegenheit. Dabei nutzte er häufig seine Kontakte und seinen Einfluss zu Entscheidungsträgern in Stadt und Land. So hat Dr. Carl-Ludwig Wagner in seiner Zeit als Finanzminister in den 80er Jahren erreicht, dass die Zuschüsse des Landes Rheinland-Pfalz für das Trierer Theater in gleicher Höhe wie die der Stadt ausfielen.

Auf großes Echo stießen zudem stets seine Spendenaufrufe – etwa der zur Finanzierung neuer Theatersessel im Jahr 1998: 180.000 D-Mark trieb der anerkannte Trierer damals ein. In Wagners Ära fällt darüber hinaus die Verleihung der „Theatermaske“. 2001 wurde sie erstmals als Würdigung der künstlerischen Leistung an ein Ensemble-Mitglied vergeben. Hiltrud Zock, die im November 2010 zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde, nachdem Dr. Carl-Ludwig Wagner nicht wieder kandidiert hatte, lobte ihren Vorgänger als „idealen Vorsitzenden“: „Humorvoll, geistreich, eloquent, in Auftritt und Präsentation stets sachlich, überlegt und souverän“ habe Wagner „umsichtig und diplomatisch die Ziele für die Theaterförderung verfolgt“. Er habe „die Wichtigkeit des Theaters in der Kulturlandschaft der Region Trier zum Thema gemacht“. Hiltrud Zock bedankte sich im Namen des gesamten Vorstands und Kuratoriums mit der neuesten Kulturaktie der Trierer Kulturstiftung bei Dr. Carl-Ludwig Wagner: einem Druck der Porta Nigra des Trierer Künstlers und Ramboux-Preisträgers Rüdiger Kündgen.

Gut gelaunt hatte Hiltrud Zock zuvor verkündet, dass der Verein auf den Tag genau das 201. Mitglied hat gewinnen können. Mit Hilfe eines neu aufgelegten Flyers, der sowohl im Theater als auch in verschiedenen Einzelhandelsgeschäften und Unternehmen ausgelegt ist und durch die persönliche Vorstellung des Vereins bei unterschiedlichen Veranstaltungen, habe man die Zahl innerhalb eines Jahres von 153 auf 201 steigern können. Zusätzliche Aufmerksamkeit hätten die Theaterfreunde zudem durch das in diesem Jahr erstmals geänderte Vergabeprozedere der „Theatermaske“ erzielt. Über eine Kooperation mit der Trierer Tageszeitung hatten auch die Bürger ihre Stimme für einen der fünf nominierten Anwärter auf den Preis abgeben können. Mehr als 800 Theaterinteressierte haben diese Chance genutzt.

Podiumsdiskussion am 21. November, 19.30 Uhr

Aktiv für das Theater wird der Verein bereits wieder in Kürze: So laden der Trierische Volksfreund und die „Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters“ für Montag, 21. November, 19.30 Uhr, zu einer Podiumsdiskussion ins Theater ein. Unter dem Motto „Spar-Opfer Kultur? – Wie geht es weiter mit dem Theater Trier?“ wird ein hochkarätig besetztes Podium die Situation am Trierer Theater nach dem von der Stadt verhängten Sparzwang erörtern und nach Perspektiven für die größte Kultureinrichtung der Stadt suchen.

Teilnehmer der Runde sind: Theater-Intendant Gerhard Weber, Kulturdezernent Thomas Egger, Kajo Pieper, Theaterbeauftragter beim Kultusministerium des Landes Rheinland-Pfalz, Rolf Bolwin, Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Dr. Martin Dehli, Projektleiter bei der Münchener Unternehmensberatung actori, sowie Dieter Lintz, Redakteur beim Trierischen Volksfreund. Moderation: Susanne Rendenbach, freie Journalistin und Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters e.V.. Der Eintritt ist frei.

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