“Et nächst’ mal fahr’n ma mim Bus hääm” – BOB-Nüchtern ist cool!-Video

Die Macher des Trierer Kult-Films „Freck langsam“ haben einen Videoclipzur Alkoholprävention im Straßenverkehr gedreht. Damit unterstützen sie die Initiative „BOB-Nüchtern ist cool!“ des Polizeipräsidiums Trier und das Jugendtaxi im Landkreis Trier-Saarburg.

Eine Moppedgang gegen den Alkohol am Steuer

Die Jungs um die Kreidler-Mopped Gang und den Erfolgsstreifen „Freck langsam: Der heilige Rock unter’m Hammer“, haben sich mit dem Polizeipräsidium Trier, der Bundespolizeiinspektion Trier, den Jugendämtern der Stadt Trier und des Landkreises Trier Saarburg zusammen getan, um den Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr vorzubeugen. Auch wenn noch keine Fortsetzung ihrer Mundart-Gangsterkomödie geplant ist, zeigen sie für einen guten Zweck wieder Präsenz auf dem Bildschirm.

„Jetzt mach mal’n paar Kreisel“

Mit diesem Satz beginnt Darsteller Daniel „Veteran“ Ferring den amüsanten, zweiminütigen Clip, den die Jungs auf dem Domfreihof gedreht haben. Es soll zwar eine witzige Parodie in Anlehnung an ihr erfolgeiches Kinodebüt darstellen, aber auch eine ernste Botschaft vermitteln: „Jetzt mal Schluss mit lustig“ und „Alkohol hat nix im Straßenverkehr zu suchen“, so der Ausspruch vom Freck-Langsam-Drehbuchautor Jürgen Becker, der im Clip sein Alter Ego „Deputy“  mimt.

Die Herren sind auch in der Pressekonferenz, die Polizeipräsident Lothar Schömann am gestrigen Freitag einberufen hat, sichtlich darum bemüht, ihren Beitrag zum Thema “ Alkohol am Steuer“ zu leisten. Die Darsteller, die in der Mehrheit hauptberuflich in der Berufsfeuerwehr tätig sind, wissen um die Gefahren des Alkohols und zögerten deshalb nicht lange, als die Jugendschutzbeauftragte des Landkreises Trier-Saarburg und der Stadt Trier, Christine Schmitz, der Beauftragte für Jugendsachen der Polizeidirektion Trier, Marc Powierski und Ralf Weiler, der bei der Bundespolizeiinspektion Trier für die Prävention zuständig ist, mit der Idee zu ihnen kamen.

Behördenübergreifendes Projekt

Wie Polizeipräsident Lothar Schömann erklärte, kam die Idee zu dem Projekt während einer Besprechung für zukünftige Jugendschutzkampagnen. Da die Unternehmung behördenübegreifend ausgelegt ist, beteiligten sich neben der erfolgreichen Alkoholpräventionskampagne „BOB- Nüchtern ist cool“ des Polizeipräsidiums Trier, an der inzwischen rund 185 Gastronomiebetriebe teilnehmen, auch das Jugendtaxi des Kreises Trier-Saarburg.

OK54 Bürgerrundfunk als Medium der Botschaft

Während sich die „Freck langsam“-Crew vor der Kamera auf dem Domfreihof austobt und ihre Mundart-Sprüche klopft, stand Lena Orth, die zur Zeit ein freiwilliges sozial-kulturelles Jahr beim Trierer Bürgerfernsehen absolviert, hinter der Kamera. Unter der Regie von Jürgen Becker setzte sie die Szenerie filmisch um.

Positive Identifikation

„Wir sind sehr dankbar, dass wir an diesem Projekt teilnehmen dürfen. Das ist eine super Sache und wir waren sofort begeistert davon“, sagen Becker und Schu. Frau Schmitz, die sich für für den Jugendschutz stark macht, erklärte, wie wichtig es sei, „dass die Leute sich mit etwas Positivem identifizieren können“ und dass es darum gehe, „Alkoholprävention ins Bewusstsein der Menschen zu bringen“. Vor allem junge Menschen sollen sich, nach dem Willen der Produzenten und Ideengeber,  angesprochen fühlen. „Freck langsam“ kennt in dieser Region fast jeder, deshalb bietet sich eine Kooperation mit den Machern sehr an, zumal sie aufgrund ihres starken Trier-Bezuges sehr gut als Bezugspersonen dienen können.

„BOB“ stark machen

Polizeisprecher Karl-Peter Jochem jedenfalls glaubt fest an den Clip und ist darum bemüht, auch die lokalen Kinos wie das Cinemaxx und das Broadway einzuspannen. Er ist auch überzeugt von der BOB-Initiative, die in letzter Zeit immer mehr Präsenz zeigt. Mit der Bitburger-Braugruppe gewann man kürzlich einen starken Partner, der zugleich auch zu mehr Verantwortung mit dem hauseigenen Produkt aufruft. „Zielgruppe sind dabei vor allem junge Menschen, denn, wie die Statistiken beweisen, geraten sie immer mehr in Unfälle unter Einfluss von Alkohol. Alkohol hat am Steuer nichts zu suchen. Wir wollen Grenzen aufzeigen und mehr an die soziale Verantwortung appellieren“, so Polizeipräsident Schömann.

Der Kurzfilm „Kein Alkohol am Steuer“ läuft im Programm des OK54 Bürgerrundfunks und ist im Internet unter der Adresse www.bob-trier.de, oder in der Mediathek des Offenen Kanals auf www.ok54.de zu sehen.

 

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Kommentare (1)

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  1. Der Sender heißt OK54 Bürgerrundfunk nicht „Offener Kanal 54“.

    Anmerkung der Redaktion: Danke für den Hinweis, ist geändert!

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