Feierliche Einsegnung der neuen Bettenstation im Brüderkrankenhaus

Am Freitag, den 11. Februar wurde die neue Bettenstation im E-Gebäude des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier nach rund neunmonatiger Bauzeit feierlich eingesegnet. Die Inbetriebnahme der neuen Station mit insgesamt 59 Patientenbetten soll Mitte Februar erfolgen.

Krankenhauspfarrer Hans Edmund Kieren-Ehses segnet die neue Station des Brüderkrankenhauses Trier ein. Foto: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

„Diese Baumaßnahmen zur Erweiterung der Bettenkapazitäten wurden einerseits dringend erforderlich, um den Anstieg der Belegungstage zu kompensieren und damit den an das Brüderkrankenhaus gestellten Versorgungsauftrag auch weiterhin umfänglich zu erfüllen. Andererseits wird eine Ausweichstation benötigt, um notwendige Renovierungsarbeiten an verschiedenen Stationen im Krankenhaus durchzuführen“, erklärt Markus Leineweber, Hausoberer und Vorsitzender des Direktoriums im Brüderkrankenhaus. Die Baumaßnahmen wurden größtenteils durch Firmen aus der Region durchgeführt. Der Ausbau des zweiten Obergeschosses ist in 2011 mit Fertigstellung Anfang 2012 geplant. Pro Geschoss entstehen durch diese Erweiterungsmaßnahmen jeweils 59 Patientenbetten. Die Kosten für die Gesamtbaumaßnahmen belaufen sich auf insgesamt ca. 13 Millionen Euro.

Im Rahmen der Einsegnungsfeier dankte Christian Weiskopf, Kaufmännischer Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier, allen am Bau der neuen Bettenstation beteiligten verantwortlichen Mitarbeitern und Abteilungen im Hause sowie allen weiteren beteiligten Personen, Firmen und Institutionen, insbesondere dem Straßenverkehrsamt, der Bauaufsicht der Stadt Trier und der Polizeiinspektion Trier für die gute und kooperative Zusammenarbeit bei der Umsetzung dieses Bauprojektes.

Mit den Baumaßnahmen für eine weitere Bettenstation über dem E-Gebäude (Zentrum für Notaufnahme) des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier wurde im Mai 2010 begonnen. Für die Zimmer des dritten Obergeschosses wurden in der dritten Oktoberwoche 29 vorgefertigte Module installiert, die per Schwerlasttransport vom Hersteller aus Thüringen nach Trier befördert wurden. Mit einem 500 Tonnen Schwerlastkran wurden die einzelnen Module dann auf die dafür vorgesehene Stahlkonstruktion aufgesetzt. Insgesamt wurden in der Installationsphase 29 Module aufgebaut. Die Module waren zwischen 22 und 42 Tonnen schwer, bis zu 22 m lang, 4,5 m breit und 4 m hoch. Nach der Lieferung im Oktober erfolgte der Endausbau der Module als Bettenstation bis Ende Januar 2011, auf der ab Mitte Februar 2011 Patienten der Kardiologie, Pneumologie und Herz- und Thoraxchirurgie untergebracht werden. Für den Bau der Station, die eine Bruttogrundfläche von ca. 1830 m² hat, wurden etwa 550 m² Betonwände und 225 Tonnen Stahl zur Ausbildung des 2. Obergeschosses und Unterkonstruktion für das dritte Obergeschoss verwendet.

In den nächsten Jahren stehen darüber hinaus weitere Baumaßnahmen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier an. Im Frühjahr 2011 erfolgt die Grundsteinlegung für die Erweiterung des Zentral-OP und der Küche. Die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im bestehenden OP-Bereich werden dann voraussichtlich Ende 2012 beginnen. Die Fertigstellung soll im Jahr 2015 erfolgen. Des weiteren ist ein Hybrid-OP geplant, in dem kombinierte kardiologische-herzchirurgische Eingriffe angiographiegestützt vorgenommen werden können. Der neue Hubschrauberlandeplatz wurde Ende Oktober 2010 eingeweiht.

Das Brüderkrankenhaus ist Krankenhaus der Schwerpunktversorgung für die Gesamtregion Trier und als eines von fünf notfallmedizinischen Zentren in Rheinland-Pfalz im Einsatz, um Schwerstkranke und Schwerstverletzte in der Gesamtregion Trier ohne zeitliche Verzögerung lebensrettend behandeln zu können. Das BKT ist fest eingebunden in das rheinland-pfälzische Notfall- und Intensivtransportsystem. Hier werden aber auch – in Zusammenarbeit mit den regionalen Krankenhäusern – Patienten mit akutem Herzversagen oder auch akutem Nierenversagen behandelt. Das Brüderkrankenhaus verfügt aktuell über 562 Betten. In 15 medizinischen Fachabteilungen finden sich hochqualifizierte Fachleute aus Medizin und Pflege, die jährlich etwa 27.000 Patienten stationär und 50.000 Patienten ambulant versorgen.

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