Buntes: Kaffee.Pause.Fair – Kaffee trinken für eine bessere Welt

Am Tag des Kaffees (letzte Woche Freitag) hatte Trier ein großes Ziel: In einer bundesweiten Aktion sollte der Weltrekord in fair gehandelten und getrunkenen Tassen Kaffee gebrochen werden. Stolze 500.000 Tassen Kaffee an einem einzigen Tag. 5vier hat mal nach gehört, ob die Aktion geglückt ist.

FÖJlerin Jana

Triers Ziel war es am Freitag, den 30. September, 1.600 Tassen fair gehandelten Kaffee zu trinken. Dazu wurden an mehreren Stellen in der Innenstadt, Uni, FH und in ein paar Cafes Stände mit fair gehandeltem Kaffee aufgestellt. Unter anderem beteiligte sich auch der Eine-Welt-Laden an der Aktion, er hatte einen Stand am Pranger und verkaufte dort sowie in der eigentlichen Filiale, Kaffee für den Obulus eines Euros pro Tasse. Für jeden verkauften Becher klebte FÖJlerin Jana Hilliges einen Becher auf eine Kaffeeschlange. „Ein Hingucker für die Passanten“, erklärte sie, „wir möchten vor allem Aufmerksamkeit.“ Genauso bewertet sie die gesamte Aktion an diesem Tag. „Die Leute sollen einfach aufmerksam darauf gemacht werden, unter welchen Bedingungen unser normaler Kaffee gehandelt wird und dass es durchaus faire Alternativen gibt.“

Am wichtigsten ist die Aufmerksamkeit

Das Chrome sieht das seit seiner Eröffnung im Jahre 2002 so, denn seit diesem Zeitpunkt servieren sie fair gehandelten Kaffee und Tee. Bedienung Melanie weiß, dass der Kaffee den Leuten schmeckt und sich noch niemand darüber beschwert hat. Auch sie zählten an diesem Tag die verkauften Tassen. Im Rathaus führte Brigitte Wojcek eine Strichliste, sie arbeitet sonst im Bereich „Faire Stadt“ im Rathaus und stand nun den ganzen Tag hinter einem Stand vor dem Bürgeramt. „Sonst sind noch Schüler der Porta Nigra Schule hier, aber heute ist der letzte Schultag vor den Herbstferien, da mussten die Kinder alle um 12 Uhr weg.“ Sie selbst hatte schon 51 Tassen verkauft, 49 mussten es noch werden damit der Rekord gebrochen werden kann. Trier ist seit einiger Zeit eine „Faire Stadt“, doch diese Ehre bringt auch allerhand Verpflichtungen mit sich.

Wojcik für eine "Faire Stadt"

So muss Trier immer wieder etwas leisten um den Titel nicht aberkannt zu bekommen. In den „Fairen Wochen“, die vom 16. bis 30. September stattfanden, war der 30. September nun der krönende Abschluss. Das Chrome, das Cafe Oase, die Uni, die FH, der EineWeltladen und wir vom Rathaus mussten im Vorfeld Schätzungen angeben, wieviel Kaffee wir verkaufen würden. Jetzt bleibt zu hoffen, dass wir unseren Sold erfüllen können, um den Weltrekord zu brechen.“ erklärte Wojcek.

Zu wenig verkaufte Tassen

Tatsächlich hatte das Rathaus seinen Sold von 100 Tassen schnell verkauft, für den Eine-Welt-Laden sah es da schon schwieriger aus: „Leider konnten wir unser Ziel von 400 Tassen nicht erreichen. Insgesamt haben wir jedoch 138 Tassen verkauft und viele gute Gespräche mit Interessierten geführt.“

Auch das Chrome hat nur 52 Tassen Kaffee verkauft. Die Universität wollte 1000 Tassen verkaufen, hat es aber, aufgrund von Umbauarbeiten in der AB- Cafete nur auf 520 geschafft. Dafür haben die Tchibo- Filiale in der Grabenstraße 1 noch mitgemacht und wohl eine hohe Zahl an verkauften Kaffeetassen zusammen bekommen. Auch das Cafe Oase mehr als 400 Tassen Kaffee verkauft. Transfair- Geschäftsführer Dieter Overath hatte bereits mittags verkündet, dass der Weltrekord geknackt wurde, zu diesem schönen Ziel hat auch Trier und seine Filialen seinen Beitrag geleistet.

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Kommentare (1)

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  1. Miri sagt:

    Gute Aktion, aber woran erkenne ich denn, dass es fair gehandelter Kaffee ist, wenn ich im Supermarkt vor dem Regal stehe? Gibt es da geschützte Siegel?

    Hallo Miri,
    die fairtrade-Produkte erkennst Du u.a. an einem einheitlichen Siegel. Auf folgender Seite findest Du alle Informationen zu „fair gehandelten Produkten“: http://www.fairtrade-deutschland.de/. Vor einiger Zeit hatten wir auch mal einen Artikel zum Thema fairtrade, auch hier findest Du Informationen zu dem Thema: http://5vier.de/buntes-konsum-der-sich-auszahlt-fair-trade-teil-i-33320.html
    Viele Grüße, die 5vier-Redaktion

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