Twilight „Breaking Dawn“ – Bis(s) zum Happy End

Für die Fans hat das Warten endlich ein Ende. Seit dem 22. November läuft der letzte Teil der Twilight Saga nun im Kino. „Twilight: Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 2)“ lautet der Titel des Epos und zeigt, wie die Geschichte zwischen Bella und Edward endet. 5vier-Mitarbeiterin Ellen Friese hat sich ins Kino gewagt und nach glitzernden Vampiren Ausschau gehalten.

Bella (Kristen Stewart) ist überglücklich. Nachdem sie sich unsterblich in den Vampir Edward (Robert Pattinson) verliebte, aller Widrigkeiten trotzend vor den Traualtar trat und von ihrem Liebsten sogar schwanger wurde, ist sie nun endlich selbst ein Vampir. Nach der Geburt ihrer Tochter Renesmee (Mackenzie Foy), die sie noch als Mensch auf die Welt brachte und nur dank des Bisses ihres Mannes überlebte, kann sie sie endlich in den Armen halten. Doch das Glück währt nicht lange. Nicht nur erfährt sie, dass ihr Werwolf-Freund Jacob (Taylor Lautner) sich auf Renesmee „geprägt“ hat und somit ein Leben lang mit ihr verbunden sein wird, auch der Anführer des Volturi-Clans Aro (Michael Sheen) erfährt von dem halb-Vampir-halb-Mensch-Kind und hält es für ein Vampirkind, dessen Erschaffung unter Todesstrafe steht. Um die Volturi vom Gegenteil zu überzeugen, versammeln die Cullens befreundete Vampire aus der ganzen Welt und stellen sich ihnen am Ende in einer entscheidenen Schlacht gegenüber.

Einige Schwächen

Während es sich bei der ersten Verfilmung des letzten Buches von Stephenie Meyer ganz um die Hochzeit und Geburt von Bellas und Edwards Baby drehte und der Film mit einen guten Spannungsbogen aufwarten konnte, tut sich die zweite Verfilmung etwas schwer damit. Der Film fühlt sich in den ersten eineinhalb Stunden an wie Kaugummi, kein Wunder, wenn man bedenkt, dass für den finalen Showdown erst einmal neue Vampire gefunden und vorgestellt werden müssen. Umso trauriger ist es, dass es bei einer einfachen Vorstellung bleibt und die neuen Vampire, mit zum Teil sehr interessanten Spezialfähigkeiten, zu einfachen Statisten verkommen, die teilweise nicht einen Satz im Film zu sagen haben. Zudem wirken die übrigen Dialoge zwischen den Protagonisten platt und in manchen Fällen überflüssig.

Auch die Spezialeffekte wissen nicht immer zu überzeugen. Besonders die Animationen von Bellas Kind Renesmee sehen eher lächerlich als beeindruckend aus. Da das Kind schon als Baby einen erwachsenen Eindruck machen soll, wird das Gesicht des Kindes in Anlehnung der Schauspielerin Mackenzie Foy animiert. Das Gesicht wirkt allerdings unproportional, was vor allem den viel zu groß animierten Augen zuzuschreiben ist. Etwas weniger wäre da vielleicht mehr gewesen.

Fanservice

Die Stärke des Films liegt ganz klar in dem letzten großen Kampf zwischen den Cullens, deren Verbündeten und den Volturi. Spätestens dort können auch wieder die Spezialeffekte überzeugen. Zwar fließt kein Blut, da ja ein Vampir auch keinen Herzschlag mehr hat, dennoch wird nicht an abgerissenen Gliedmaßen und abgetrennten Köpfen gespart. Die choreographierten Kämpfe sehen beeindruckend aus und auch der Sound ist wuchtig und klangvoll. Ohne diesen spannenden Kampf hätte der Film nur wenig für nicht-Fans der Twilight-Saga zu bieten gehabt.

Nach dem großen Kampf wird noch einmal ein Blick auf die gesamte Liebesgeschichte von Edward und Bella geworfen und (fast) alle Schauspieler der Twilight-Filme kriegen in Form von Schwarz-Weiß-Bildern das letzte Mal On-Screentime geschenkt. Wenn das Herz der weiblichen Fans nicht schon bei dem spontanen Strip von Taylor Lautner ein Freudensprung gemacht hat, dann macht es das spätestens jetzt. Der Film ist ganz klar eher etwas für den Fan, der entweder die Bücher gelesen oder die bisherigen Filme gesehen hat. Allen, die nichts von beiden kennen, wird der Zauber des Films und die komplette Geschichte ein Buch mit sieben Siegeln bleiben.

Fazit

„Twilight: Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 2)“ ist zwar nicht der beste Teil der Saga, stellt aber einen würdigen Abschluss dar. Besonders das (zurecht) kritisierte Frauenbild in den vorherigen Teilen wird reingewaschen und Bella symbolisiert zum ersten Mal eine starke Frauenfigur, die sich ohne die Hilfe ihres Geliebten gegen die Bösen zu verteidigen weiß. Der Film ist selbstverständlicherweise ein Muss für jeden Fan der Bücher und Filme, aber auch für alle einen Blick wert, die nicht genug von schönen „Menschen“ bekommen können.

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Twilight: Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 2) läuft seit dem 22. November im CinemaxX und Broadway.

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