Buntes: Unternehmer kommt von Unternehmen

5vier.de trifft sich mit dem Trierer Unternehmer Eric Naunheim und spricht über Erfolge, Pläne und die wirklich wichtigen Dinge.

Trier. Jeder, der Trier schon einmal von weitem gesehen hat ist mit den Aktionen von Eric Naunheim vertraut. Wenn man es denn in diesem Jahr irgendwie geschafft hat die Public Viewings und die Eisbahn auf dem Kornmarkt zu verpassen, dann ist doch jedem das Louisiana ein Begriff.

Highlights 2010

Für Naunheim war das ausklingende Jahr ein gutes. „Bei mir und vielen Trierern war auch 2010 von einer Krise nicht viel zu spüren. Wir haben eher aufgebaut“, meint der Unternehmer. Die beruflichen Highlights des Jahres waren das Public Viewing auf dem Altstadtfest, die erstmalig auf dem Kornmarkt aufgestellte Eisbahn und der beständige Erfolg des Louisianas, der viele der anderen Aktionen finanziell gestützt und ermöglicht hat. „Mich hat besonders das Auftreten unserer Fußball-Nationalmannschaft gefreut“, erklärt Naunheim, „Man kann endlich wieder stolz auf dieses Land sein, ohne dabei gleich als Nationalist gestempelt zu werden.“

Natürlich gab es auch einige persönliche Highlights; allen voran seine Kinder und Familie. Auch sportlich gab es hier einiges zu berichten. Naunheim pfiff am 11. März sein insgesamt 1000. und letztes Eishockeyspiel als Schiedsrichter. Das 2. Bundesligaspiel Freiburg-München stellte einen würdigen Abschluss für seine jahrelange Karriere dar: „Ich habe als Eishockeyschiedsrichter alles erreicht, was ich wollte und ich wollte gehen, wenn ich es möchte. Es war ein guter Zeitpunkt.“

Zu alledem kommen ein paar sehr wichtige Unternehmungen, die so simpel, wie wichtig sind. „Ich habe viel und gut gegessen und getrunken“, scherzt Naunheim, „Das ist immer erwähnenswert.“

2011: Business as usual und mehr

Im Jahr 2011 hat sich Eric Naunheim nur eines vorgenommen: Business as usual. „Ich werde beim Altstadtfest wieder den Kornmarkt bedienen und ab November nach dem großen Erfolg in diesem Jahr ganz sicher auch wieder eine Eisbahn aufstellen lassen“, erklärt er, „Außerdem werde ich viel Urlaub machen.“

Wünsche für das Folgejahr gibt es da schon einige mehr. Ein Durchbruch um den Kampf für eine Trierische Eissporthalle wäre phantastisch, so unwahrscheinlich das auch ist.

Eric Naunheim wünscht sich auch eine deutlichere Alterskontrolle bei der Alkoholabgabe. „Gewissenhafte Kontrollen in Supermärkten und vor allem eine erhöhte Aufmerksamkeit der Lokalbetreiber sind unabdingbar. Ich lebe zu einem Teil auch von der Abgabe von Alkohol, aber gerade das macht mich auch für meine Kunden verantwortlich.“

Investitionen für die Zukunft

Eric Naunheim an der Theke des Louisianas.

Auch ein großes unerwartetes Konjunkturpaket III für Schulen und Kindergärten würde 2011 zu einem besseren Jahr machen. „Ein deutlicher ausgebautes Sportangebot würde helfen Kinder und Jugendliche aus solchen Situationen herauszuhalten, die zur Zeit so problematisch sind.“

Schutz und Förderung der jüngeren Generation steht bei Eric Naunheim sowieso ganz oben auf der Liste. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter der IHK und in seinem eigenen Betrieb fördert er den Nachwuchs. „Die Investition in die Zukunft, die eine Ausbildung im Betrieb darstellt, ist die Mehrarbeit auf jeden Fall wert“, so Naunheim. Er kann die Unflexibilität und Weigerung vieler Betriebe, jungen Menschen nachhaltige Zukunftsperspektiven zu bieten nicht verstehen. „Ich bin kein sehr risikofreudiger Mensch“, gesteht Naunheim, „aber ich bin bereit Investionen zu wagen. Das Wort Unternehmer kommt von unternehmen, nicht von unterlassen.“ Diese Einstellung wird sich auch 2011 nicht ändern.

Auch Eric Naunheims persönlichen Ziele sind weiterhin klar definiert. Neben dem geplanten Urlaub wird er sich auch 2011 wieder um seine beiden Kinder kümmern – und natürlich dem guten Essen und Trinken. Alles bleibt also beim Besten.

Fotos: Lars Eggers

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Kommentare (2)

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  1. Siggi sagt:

    Sehr sympathisch der Herr Naunheim. Schön, dass jemand die Stadt so nach vorne bringt.

  2. Triererjung sagt:

    Sehr schöner Artikel über einen echten Typen. Der Eric ist wirklich ein Unternehmer. Von seiner Sorte bräuchte man in Trier noch viel mehr. Der jammert nicht rum sondern macht: vorbildlich.

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