Buntes: Weinkultur zwischen Reben und in Römerbauten

Weintheater in römischen Thermen, Literatur in Kellern, römische Küche in Kelterhäusern und das Erleben 2000-jähriger Weinkultur auf steilen Weinbergspfaden – das bietet die Veranstaltungsreihe „Mosel WeinKulturZeit – Wein, Kultur, Genuss“ vom 23. April bis 29. Mai. Bei rund 60 Veranstaltungen von Saarburg bis nach Koblenz dreht sich alles um die Verbindung von Wein und Kultur. Aktiv-Erlebnisse inmitten der Reben und an historischen Orten stehen ebenso auf dem Programm wie kulturelle Angebote in Weingütern und Gastronomie.

Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Moselwein e.V., der Gebietsweinwerbung. Die Mosellandtouristik unterstützt das weintouristische Projekt finanziell. Kooperationspartner der Veranstaltungsreihe sind auch der Gerolsteiner Brunnen sowie die Sparkassen Trier und Mittelmosel – Eifel, Mosel, Hunsrück.

Das facettenreiche Programm der Mosel WeinKulturZeit präsentierten Mosel-Weinkönigin Ramona Sturm und Ökonomierat Adolf Schmitt, Vorsitzender des Moselwein e.V., bei einem Pressetermin im Hotel Nells Park in Trier.

Zum Auftakt der Mosel WeinKulturZeit 2011 findet am Ostersamstag, 23. April, die „Zeller Nacht der Weinkultur“ im historischen Rathaus von Zell an der Mosel statt. Vom Gewölbekeller bis zum Weinmuseum in den Obergeschossen erwartet die Besucher auf allen Ebenen des stilvoll modernisierten Rathauses ein Programm rund um Wein, Literatur, Kunst, Mode, Schmuck, Weinhandwerk und Kulinarisches. Die Zeller Jungwinzer stellen dazu ihre 2010er Weine vor. Weinkönigin Ramona Sturm und Adolf Schmitt werden bei dieser Veranstaltung die Mosel WeinKulturZeit offiziell eröffnen. In Trier steigt am gleichen Abend die Kultfete „Rhythm & Wine“. In der Orangerie im Hotel Nells Park genießen junge und junggebliebene Weinfreunde die Lieblingsweine der MoselJünger zu Rock- und Soulmusik. 15 junge Winzerinnen und Winzer von Saar bis Terrassenmosel organisieren diese beliebte Fete. Eine Weinparty wird auch im Ruwertal geboten: Mit „WineTime“ – 2010 erstmals auf Initiative der Ruwer-Weinmajestäten organisiert – bietet der Ruwer-Riesling e.V. am 14. Mai in Waldrach die Verbindung von kommentierter Weinprobe und anschließender Party.

Ein Höhepunkt der Mosel WeinKulturZeit wird das Weintheater in den antiken Thermen am Viehmarkt in Trier werden. Das Berliner Ensemble Weinkörper inszeniert am 6. und 7. Mai in dem Stück „Es gärt“ deutsche Weine auf völlig neue Art. Die Aufführungen dieses ungewöhnlichen, unterhaltsamen und genussreichen Theaterstückes rund um den deutschen Wein ein finden in Kooperation mit dem Deutschen Weininstitut statt. Der Weingenuss kommt dabei nicht zu kurz: Zur Einstimmung probieren die Besucher Weine, die im Stück eine Rolle spielen. Zudem werden in der Pause sowie im Anschluss an die Aufführung in den Thermen regionale Weine angeboten.

Das weitere Programm der Mosel WeinKulturZeit bietet viele Erlebnisse: Auf Spurensuche mit Kultur- und Weinbotschaftern erkunden die Gäste die Weinberge und Winzerdörfer und entdecken nicht nur römische Architektur und Küche in antiken Kelteranlagen und Tempeln. Sie erfahren auch, wie die Mosel-Landschaft entstanden ist, welche leckeren Kräuter zwischen den Reben wachsen, wie sich der Einfluss von Napoleon noch heute im Moselland bemerkbar macht oder welche Gemeinsamkeiten Weine von der Mosel und aus Spanien haben können. Die Gäste lernen die Herkunft alter Weinbergsnamen und die Bedeutung lateinischer Inschriften an alten Gebäuden kennen und erkunden die riesigen Kelleranlagen der „Traben-Trarbacher Unterwelt“ oder die Römervilla in Mehring. Die Römer tauchen immer wieder im Programm auf: Zehn Veranstaltungen befassen sich mit dem Erbe der Römerzeit, die Weinbau und Kultur der Region geprägt hat.

Und zu allen Events gehören der Wein und andere regionale Produkte. Ob beim Kunstsalon in der Trierer Tuchfabrik oder der Krimilesung im Gewölbekeller, der Wein spielt bei allen Events der Mosel WeinKulturZeit eine Hauptrolle. Wein und Kultur sind in der Region seit mehr als 2000 Jahren eng miteinander verbunden. Bereits die Kelten schätzten den Wein, wie Grabfunde aus der Region belegen. Und spätestens die Römer brachten den Steillagenweinbau an Mosel, Saar und Ruwer. Zeugnisse des Weinbaus wie das Römerweinschiff aus Neumagen gehören zu den wichtigsten antiken Funden. Der Weinbau ist damals wie heute aber auch eine der wirtschaftlichen Säulen der Region. Die Mosel WeinKulturZeit bietet daher Winzern, Gastronomen, Touristikern und Kulturschaffenden die Plattform, die hohe Qualität der modernen heimischen Weine mit den vielen spannenden Kulturthemen aus Vergangenheit und Gegenwart zu einzigartigen Erlebnissen zu verbinden und viele Menschen für die heimischen Produkte und ihre Geschichte zu begeistern.

Der Steillagen-Riesling bietet zudem auch die Gelegenheit, „flüssige“ Zeitreisen zu begehen. Gereifte Rieslingweine bis hin in die 1950er Jahre werden werden bei der Mosel WeinKulturZeit geöffnet. Im Weingut Ökonomierat Adolf Schmitt in Filzen an der Saar findet eine kulinarische Schatzkammerweinprobe mit Weinen aus sechs Jahrzehnten von Mosel, Saar und Ruwer statt. Dabei steht die Besonderheit der einzelnen Jahrgänge im Mittelpunkt, und die Weine werden die enorme Lagerfähigkeit der Steillagen-Gewächse demonstrieren. Auf eine Zeitreise gehen auch die Gäste mit gereiften Rieslingweinen des Weingutes Nick Köwerich aus vier Jahrzehnten und dem Spiel „Flüssige Zeit“ im Gourmetrestaurant „Wein&Tafelhaus“ in Trittenheim: Zeittafeln erzählen von Kinofilmen, Songs und Büchern, von Ereignissen aus Gesellschaft und Politik, sportlichen Höhepunkten, Fragekärtchen wecken persönliche Erinnerungen an jene Sommer, deren Sonne in den Weinen noch einmal auf der Zunge tanzen kann.

Zum Abschluss der Mosel WeinKulturZeit gibt es am Freitag, 3. Juni, eine Premiere: Unter dem Motto „Schäumende Reichsburg“ wird in Cochem mit Winzersekt der besten Sektmanufakturen des Mosellandes gefeiert.

Das komplette Programm der Mosel WeinKulturZeit gibt es im Internet unter www.mosel-weinkulturzeit.de und in gedruckter Version kostenlos bei:

 

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln