Buntes: Weltjugendtag: „Ein starkes Glaubenserlebnis“

Nach der am Sonntag gehaltenen Abschlussmesse des Weltjugendtages in Madrid zieht der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann positive Bilanz.

Madrid – Mit einer von Papst Benedikt XVI. gehaltenen Abschlussmesse ist am Sonntag, 21. August der Weltjugendtag in Madrid für die mehr als 500 Jugendliche und jungen Erwachsenen aus dem Bistum Trier zu Ende gegangen. Am Abend zuvor hatte der Heilige Vater bereits mit hunderttausenden Jugendlichen eine Abendmesse gefeiert, viele der Weltjugendtagsteilnehmer hatten anschließend gemeinsam unter freiem Himmel übernachtet. Seit dem 15. August waren die Trierer Pilger gemeinsam mit weiteren rund 350 Jugendlichen aus Luxemburg, Lüttich, Langres und Troyes als gemeinsame „Euregio-Gruppe“ beim Weltjugendtag. Bereits in der Woche zuvor waren sie bei den „Tagen der Begegnung“ zu Gast bei spanischen Familien in Léon.

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zog ein positives Fazit: „Es ist spürbar, dass dieser Weltjugendtag ein starkes Glaubenserlebnis für die Jugendlichen ist, das sie mitnehmen dürfen.“ Bischof Ackermann und der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters hatten die Gruppe begleitet. Schon in Madrid hätten sich Jugendliche verabredet, um sich auch danach weiter im Glauben auszutauschen und zu bestärken, zeigte sich der Trierer Bischof beeindruckt. „Es gibt einen gemeinsamen spirituellen Weg und der geht weiter“, betonte er. Ein besonders schönes Erlebnis sei für ihn die Firmung eines jungen Mannes gewesen, der sich das Sakrament nach der Katechese ganz spontan habe spenden lassen. „Das ist eine geistliche Frucht dieser Tage“.

Eine positive Bilanz zogen auch die Organisatoren, die das Mammutereignis seit fast zwei Jahren vorbereitet hatten: „Die Jugendlichen haben uns gesagt, dass die Rahmenbedingungen, die wir organisiert haben, ihnen schöne Begegnungen ermöglicht haben. Zwischen den Jugendlichen aus den verschiedenen Euregio-Ländern ist ein richtiges Wir-Gefühl entstanden, so dass sich alle zufrieden auf den Heimweg machen können“, sagte Christel Quiring, Leiterin des Euregio-Organisationsteams. Auch Herausforderungen habe man gut gemeistert. Besonders die Unterbringung von 600 Euregio-Jugendlichen in einer Turnhalle in Madrid sei schwierig gewesen. Sehr voll sei es gewesen und zu wenig sanitäre Einrichtungen habe es gegeben. „Aber die Jugendlichen haben sich schnell darauf eingestellt. Alle haben aufeinander geachtet und mit angepackt und so hat es am Ende funktioniert“, lobte Christian Heckmann von der Jugendpastoral des Bistums Trier die luxemburgischen, deutschen, belgischen und französischen Weltjugendtagspilger.

Für sie war die Teilnahme an der Vigilfeier, die Übernachtung unter freiem Himmel und die anschließende Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. noch einmal eine Herausforderung: War es zunächst 38 Grad heiß, zog kurz nach dem Eintreffen des Papstes auf dem Gelände zog ein Unwetter auf.

Olivia Linden (17) aus Stadtkyll blieb trotzdem auf dem Feld: „Ich fand vor allem schön, dass es so feierlich war. Für mich ist es etwas ganz besonderes, den Papst in so nächster Nähe zu wissen. Tobias Berger (22) aus Illerich war bei der Abendandacht sehr weit vorne mit dabei: „Die Atmosphäre war toll. Den Papst live zu sehen, ist ein unbeschreibliches Gefühl.“ Für Kevin Hinzen (18) aus Remagen war die Übernachtung auf dem Feld schön: „Es wurde nachts doch ganz schön kühl, aber es war ruhiger als ich erwartet hätte. Es ist komisch zwischen so vielen Leuten aufzuwachen, ungewohnt, aber schön.“

Fotos und weitere Informationen vom Weltjugendtag in Madrid gibt es im Internet unter www.bistum-trier.de.

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