Buntes: Wenn alte Steine nicht nur sprechen, sondern dichten

Der internationale Schüler-Dichterwettbewerb „lyrix“ im Rheinischen Landesmuseum ist ein voller Erfolg. Noch bis Ende Oktober können hier Nachwuchsdichter ihr Können unter Beweis stellen. 

Noch bis Ende Oktober arbeiten Nachwuchsdichter in Deutschland und an internationalen deutschen Schulen nach einem Trierer Impuls. Denn das aktuelle Thema „Unsterbliche Liebe“ des Schülerwettbewerbs „lyrix“ entstand in der Zusammenarbeit zwischen regionalen Mitgliedern der Jury und dem Rheinischen Landesmuseum Trier.

Während bis zur Prämierung noch alle Einsendungen abgewartet werden, war schon der zentrale Lyrikworkshop am 20. September im Landesmuseum ein voller Erfolg. Über 20 junge Schülerinnen und Schüler besuchten das Museum, um einen ganzen Tag mit dem renommierten Lyriker Nevfel Cumart arbeiten zu können und sich von den Ausstellungsstücken inspirieren zu lassen.

„Mit unserem lyrix-Wettbewerb lassen wir die Steine des Landesmuseums sprechen“, betonte Malte Blümke, lyrix-Jury-Mitglied, bei der Eröffnung. Christian Sülz, verantwortlicher Redakteur von Deutschland Radio, dem Träger des lyrix-Wettbewerbes, ermunterte die 10 bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb teilzunehmen. „Wir freuen uns sehr, dass Doris Ahnen, Staatsministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz, die Schirmherrschaft für das lyrix-Projekt im September und Oktober übernommen hat und damit die Kooperation von Schule und Museum maßgeblich unterstützt,“ betonte Horst Schädlich vom Deutschen Philologenverband. Die besten nationalen und internationalen Gedichte werden von Deutschland Radio veröffentlicht und im Landesmuseum ausgestellt, die Preisträger erhalten die Chance, als Jahresgewinner an einem professionellen Lyrik-Workshop in Berlin 2012 teilzunehmen.

„Museum und Lyrik, das ist eine spannende Kombination und eröffnet den Schülerinnen und Schülern eine neue Herangehensweise an unsere Ausstellungsstücke – besonders, da das Thema ‚Unsterbliche Liebe‘ sehr emotional ist“, resümiert Anne Kurtze, Museumspädagogin des Landesmuseums. Insgesamt kamen schon 150 begeisterte Schülerinnen und Schüler aus Eifel, Mosel und Hunsrück zum Thema „Unsterbliche Liebe“ ins Museum und zu den Gedichtwerkstätten von Nevfel Cumart.

Bis Ende des Monats noch bietet das Landesmuseum Führungen zum Thema „Unsterbliche Liebe“ an, denen sich alles um Liebe, Tod und Trauer im römischen Trier dreht und um die großen antiken Tragödien mit stolzen Amazonen, untröstlichen Göttinnen und schönen Sterblichen in den Hauptrollen. Auf Wunsch kann die Führung mit einer Schreibwerkstatt oder dem Besuch des medialen Raumtheaters „Im Reich der Schatten“ kombiniert werden. Darüber hinaus steht für Lehrer zum „lyrix“-Leitmotiv eine Unterrichtseinheit zur Verfügung.

Während in diesem Jahr schon weitere Museen den „lyrik“-Leitthemen Pate standen, ist das Trierer Projekt in mehrerer Hinsicht besonders erfolgreich und zieht Kreise, die weit über die Region hinausgehen. Ein weiterer Termin zum Trierer Lyrix-Thema steht nämlich bald in Frankfurt an: Am 15. Oktober wird Nevfel Cumart auf der Frankfurter Buchmesse mit Deutschland Radio zu dem lyrix-Thema „Unsterbliche Liebe“ Gedichtwerkstätten durchführen. Und auf der Suche nach neuen Partnermuseen für das „lyrix“-Jahr 2012 heben Deutschland Radio und der Deutsche Museumsbund das Trierer Projekt als vorbildhaftes Beispiel hervor.

Weitere, ausführliche Informationen zum Projekt unter www.landesmuseum-trier.de und www.dradio.de.

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