Kein Kinderspiel – Schüler programmieren im Informatik-Camp

Vier Tage lang werden 30 Teilnehmer an der Universität Trier betreut

Die 30 Schüler aus Rheinland-Pfalz und Luxemburg, die eine Einladung zum viertägigen Informatik-Camp an der Universität Trier erhalten haben, dürfen stolz sein.

„Wir legen Wert darauf, die besten Schüler auszuwählen“, sagen Helga Leonardy vom Max-Planck-Gymnasium Trier und Informatik-Professor Stephan Diehl übereinstimmend. Die Schule und die Universität organisieren das Informatikcamp seit fünf Jahren gemeinsam. In diesem Jahr entwickeln die Schüler aus der zehnten bis zwölften Klassenstufe „Spiele – von den algorithmischen Grundlagen bis zu verteilten Systemen“.

Mit großem Eifer bei der Sache

In einer Vorlesung, Einführungsveranstaltungen und mit viel praktischer Projektarbeit führen Dozenten der Universität die Schüler in die theoretischen Grundlagen und in die Programmierung ein. Zum Abschluss stellen die Schüler am Donnerstag Eltern und Lehrern ihre Präsentationen vor, die sie in Gruppenarbeit entwickeln.

Die Schüler sind mit großem Eifer bei der Sache. „Ich will Informatik studieren, weiß aber noch nicht welchen Bereich. Ich hoffe, dass mir das Camp bei meiner Entscheidung hilft“, verrät Lorenz Schmidt aus Bonn seine Motivation. Anna Lena Diehl vom Leininger-Gymnasium Grünstadt in der Pfalz ist eines der immerhin etwa zehn Mädchen in der Gruppe. „In meinem Informatik-Grundkurs an der Schule sind wir deutlich weniger Mädchen. Ich habe mich schon immer für Videospiele interessiert, deshalb hat mich das Thema angesprochen. Hier wird allerdings in einem strammen Tempo gearbeitet“, sagt die 16-Jährige.

Pascal Hein und Max Wolfer-Frost vom Trierer Auguste-Viktoria-Gymnasium haben bereits reichlich Informatik-Erfahrung, weil sie seit drei Jahren das „CodeVenture-Projekt“ an der Universität Trier besuchen. Im Informatik-Camp wollen sie „weiter dazulernen“, wie sie sagen. Außerdem sei es interessant, Gleichgesinnte aus anderen Schulen und Städten zu treffen.

Botschafter für ihre Mitschüler

Das straffe Programm lässt fürs gegenseitige Kennenlernen und Plauschen allerdings wenig Zeit. Dafür lernen die Schüler viel Neues aus der Informatik und erhalten auch einen Eindruck von der Universität. Durchaus nicht zufällig. „Wir wollen uns den Schülern als Informatik der Universität Trier präsentieren und ihnen erklären, wie das Studium abläuft. Die Teilnehmer des Camps sehen wir auch als gute Botschafter für ihre Mitschüler“, nennt Professor Stephan Diehl die Ziele, die das Fach mit der Initiative verbindet.

Das gemeinsame Grübeln, Tüfteln und Programmieren kann packend sein. Nicht nur für die Schüler, die mitunter bis in die Abendstunden an ihren Präsentationen werkeln. Auch Dozenten sind gegen die spezielle Atmosphäre nicht immun, wie das Beispiel von Diplom-Informatiker Christian Braun zeigt. Der Absolvent der Trierer Universität – inzwischen Mitarbeiter eines Unternehmens – nimmt Urlaub, um weiter beim Informatik-Camp zu unterrichten.

Weitere Informationen zu dem Projekt findet ihr unter infocamp.uni-trier.de.

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