Campus: Praktikum fürs Ego und bessere Chancen im Beruf

Wegen des großen Interesses wurden die Kapazitäten in letzter Minute noch einmal erweitert: Am Ende war Platz geschaffen für knapp 30 Unternehmen und Organisationen aus der Sozialpädagogik und beruflich-betrieblichen Weiterbildung, die sich bei der zweiten „Praktikumsbörse Pädagogik“ an der Universität Trier präsentierten.

Als eines von annähernd 30 Unternehmen und Institutionen stellte sich die Lebenshilfe Trier als Anbieter von Praktika für Pädagogik-Studenten an der Universität Trier vor. Foto: Uni Trier

Eine runde Sache für beide Seiten: Studierende konnten sich über das Angebot an Praktika in der Großregion Trier informieren, die Praktikumsanbieter wiederum hatten Gelegenheit, sich bei Studierenden bekannt zu machen – und damit auch bei potenziellen Mitarbeitern der Zukunft. Die Börse schnürte ein dickes Informationsangebot für die Studierenden.

In Eröffnungsvorträgen, an den Präsentationsständen, in kurzen Vorstellungsrunden in Plenum und bei einer abschließenden Diskussion konnten sie sich erkundigen und Kontakte knüpfen. „Das Praktikum hat nicht nur innerhalb des Bachelorstudiengangs eine hohe Wertigkeit, es ist für die Studierenden vor allem auch deshalb wichtig, weil sie eine eigenverantwortliche Haltung entwickeln können, insbesondere wenn die das Praktikumsmodul als eigenes Projekt verstehen und anlegen“, unterstrich Diplom-Pädagogin Juliane Lamprecht von der Praktikumsstelle Pädagogik der Universität die Wertigkeit.

Die zweite Börse an der Universität Trier rückte das Praktikum in Projektform in den Mittelpunkt. Prof. Dr. Birgit Althans sieht in dieser Form mehrere Vorteile: „Die Idee ist, die Methodenausbildung an der Universität mit Erfahrungen in der Praxis zu verschränken. Wenn sie in ein Projekt eingebunden sind, wird den Studierenden größere Verantwortung übertragen. Außerdem bringt die Projektarbeit Dynamik in ein Praktikum.“

Für Unternehmen und Institutionen ist die Börse eine willkommene Kontaktmöglichkeit, denn häufig, weiß Juliane Lamprecht aus Erfahrung, suchen Praktikumsanbieter und Studierende aneinander vorbei. „Wir sind hier vertreten, weil wir auch schon an unseren Mitarbeiter-Nachwuchs denken. Denn wer sich im Praktikum profiliert, hat unter Umständen gute Bewerbungs-Chancen“, stellte Marc Peifer von der gemeinnützigen Bürgerservice GmbH die Sichtweise eines Anbieters dar.

Am Ende der zweiten Praktikumsbörse waren alle Seiten sehr zufrieden – sowohl mit der Zahl der Besucher als auch mit der Qualität der Nachfragen. Und die Jobsuchenden von morgen konnten noch eine hoffnungsvolle Botschaft mit nach Hause nehmen: „Pädagogen werden gesucht und gebraucht, die Arbeitsmarktlage ist derzeit gut“, machte Gundula Sutter aus der Geschäftsführung der Trierer Agentur für Arbeit Mut.

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