Campus: Wissenschaft für alle – Trier erlebte den ersten City Campus

Der erste City Campus in der Innenstadt wurde zu einem Begegnungsfest von Bürgern und Wissenschaftlern. Sechs Monate Vorbereitung fanden ihren Höhepunkt in einem facettenreichen, gut besuchten Programm.

„Die lange Nacht der Wissenschaft ist eröffnet.“ Kaum hatte Staatssekretärin Vera Reiß am vergangenen Freitag um Punkt 19 Uhr den ersten gemeinsamen City Campus von Universität und Fachhochschule Trier auf dem Kornmarkt eröffnet, stiegen 100 bunte Luftballons in den Himmel. Eine Aktion mit doppelter Symbolik. Jeder der Ballons stand für eines der Länder, aus dem internationale Trierer Studierende stammen. In vielen ihrer Heimatländer wird zeitgleich mit Trier gefeiert: Die Veranstaltung fand Freitagabend in rund 300 Städten in 32 europäischen Ländern statt. Dass auch Trier diese Nacht der Wissenschaft erlebt, war dem herausragenden Antrag der beiden Trierer Hochschulen zu verdanken: „Wir sind stolz auf die Trierer und die Bestbewertung, die deren Konzept bei der EU erreicht hat“, lobt Staatssekretärin Vera Reiß.

„Ich habe das Programm des City Campus studiert, aber bei diesem Angebot war es ein aussichtsloses Unterfangen, eine Auswahl zu treffen“, merkt Klaus Jensen an. Triers Oberbürgermeister und die City Campus-Besucher versuchten es trotzdem und erlebten das, was Vera Reiß als „erfahrbare Wissenschaften“ bezeichnete: Entlang der neun Themenrouten entdeckten die vielzähligen Gäste eine bunte Informationsvielfalt. Nicht nur die Füße waren beim Abenteuer City Campus gefordert, besonders der Kopf durfte an diesem Abend arbeiten: „Wenn man das gesamte Programm erleben will, wird es richtig anstrengend, so breit ist es gefächert“, war der Trierer Hugo Ostler von der Fülle der wissenschaftlichen Themen angenehm überrascht. „Wir finden die Öffnung der Hochschulen sehr positiv, denn eine Veranstaltung wie diese ist ja auch eine Weitergabe von Bildung“, begrüßte seine Begleiterin Gerda Yorck den ersten City Campus als willkommene Initiative.

Historische Gebäude und Plätze, Kultureinrichtungen, Museen, Bibliotheken, Medienhäuser, Gerichtssäle und sogar Polizeigebäude öffneten ihre Pforten und luden zu einer Entdeckungstour ein. Und auch zwischen den Infoständen kam keine Langeweile auf: Außergewöhnliche Künstler, Shows und kulinarische Erlebnisse machten den City Campus in der Innenstadt zu einer unterhaltsamen Flaniermeile.

„Tanzende Roboter, ägyptische Liebeslieder, einen Gewürzladen, in dem man Geschmackstests machen kann und dann auch noch einen Mathematiker, der Ihnen erklärt, warum eine Seifenblase rund ist – das zusammen an einem einzigen Ort gibt es nur hier beim City Campus“, sagt Michael Jäckel, Präsident der Universität Trier. Sein Amtskollege der Fachhochschule Trier, Prof. Dr. Jörg Wallmeier fasst die Bemühungen zusammen: „Wir wollen mit der Veranstaltung zeigen, welche Entwicklung die Hochschulen durchlaufen haben.“ Das dürfte ihnen überzeugend gelungen sein.

Weitere Informationen und Impressionen zum City Campus Trier gibt es auf der Internetseite www.citycampus-trier.de und über die City Campus-App.

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