Cannabis in der Unterhose

Gras in der Eifel

Es sammeln sich die Drogendelikte in Trier und in der Eifel. Gerade Cannabis steht wieder hoch auf der Agenda. Normalerweise wird man recht ungern von der Polizei im Intimbereich durchsucht, doch dieses Mal wurden die Beamten fündig. Außerdem wurden noch weitere Drogen bei fünf anderen Durchsuchungen gefunden.

Trier/Prüm. Am Wochenende vollstreckte die Prümer Bundespolizei zwei Haftbefehle und fand insgesamt rund 45 Gramm Rauschgifte bei sechs kontrollierten Personen.

Unterhose Textbild

Ein 55 Jahre alter Mann wurde wegen Trunkenheit im Verkehr gesucht. Er konnte die gegen ihn verhängte Geldstrafe in Höhe von 680 Euro nicht bezahlen und wurde deshalb in das Trierer Gefängnis gebracht. Ein 19 Jahre alter Straftäter konnte eine gegen ihn verhängte Geldstrafe in Höhe von 270 Euro bezahlen und entging so der Inhaftierung.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden drei Franzosen im Alter von 28 bis 30 Jahren mit insgesamt rund 40 Gramm verschiedener Rauschgifte angetroffen. Die in vielen Portionen verteilten Einheiten waren teilweise am Körper versteckt. So wurde ein Teil des Rauschgiftes erst bei der körperlichen Durchsuchung eines Mannes in dessen Unterhose gefunden.

In der gleichen Nacht fielen drei Luxemburger auf, aus deren Fahrzeug starker Marihuanageruch strömte. Die zwischen 21 und 24 Jahre alten Männer hatten Marihuana und Joints in geringen Mengen dabei. Das Rauschgift wurde sichergestellt.

Beim Abbau der Kontrollstelle fanden die Bundespolizisten dann noch zwei Griptütchen mit zusammen rund elf Gramm Rauschgift. Diese Portionen waren offensichtlich von Autofahrern in der Dunkelheit aus dem Fahrzeug geworfen worden, bevor sie die ersichtliche Kontrollstelle erreichten. Das Rauschgift wurde sichergestellt.

Auch am Sonntagmorgen wurde Rauschgift transportiert und von der Bundespolizei sichergestellt. Rund vier Gramm hatten eine 21-jährige Deutsche und zwei Männer, ein 39 Jahre alter Mexikaner und ein 23 Jahre alter Deutscher, in ihrem Fahrzeug dabei.

Gegen alle Personen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

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Kommentare (3)

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  1. woewe sagt:

    Wer Hanf (Cannabis. Marihuana) als „Rauschgift“ bezeichnet, hat den letzten Schuss nicht gehört, denn das ist kein RauschGIFT, sondern das sind Medikamente, deren Wirkmechanismen wir kennen und die bei richtigem Einsatz nicht süchtig machen sondern die die Schmerzkontrollmechanismen ansprechen.
    Cannabis war Volksmedizin in Deutschland und ist eigentlich erst aus Amerika heraus kriminalisiert worden. (Schmerztherapeut Müller-Schwefe in frontal21)

    Wenn etwas RauschGIFT ist, dann Alkohol, zusammen mit Nikotin, Heroin und Kokain in der Gruppe der hochriskanten Drogen, was Überdosierungen mit Todesfolge betrifft. Das Cannabinoid THC ist diesbezüglich in keiner Risikogruppe zu finden (Lachenmeier, Rehm 2015)

  2. Axel Junker sagt:

    Wer Kiffer, Raver und Betäubungsmittelabhängige polizeilich verfolgt, aber zunehmende Gewalt-, Diebstahls- und Anschlagsdelikte mangels Personal z.T. unaufgeklärt lässt, führt seinen Anti-Drogenkrieg in Wahrheit gegen Menschen und nicht gegen Substanzen.

  3. Ralf Blandowski sagt:

    In der Eifel muss die Welt noch in Ordnung sein wenn die Polizei noch so viel Elan in die Cannabisverfolgung reinstecken kann. In anderen Landstrichen hat man anderes zu tun, zum Beispiel um die Bevölkerung vor (richtigen)Kriminellen und Terroristen zu beschützen deren Opfer sie werden können. Das es fremdgeschädigte Opfer bei Cannabis gibt ist nicht bekannt und deswegen habe ich für diese „Siegesmeldungen“ kein Verständnis (mit Ausnahme wenn es sich um eine Drogenfahrt handelt mit einem berauschten Fahrer). Jagt endlich mal richtige Verbrecher!!

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