Chancenlos in der Drachenhöhle

Die TBB Trier hat das Auswärtsspiel gegen die Artland Dragons mit 80:65 verloren. Topscorer wird Philip Zwiener mit 18 Punkten, als bester Trierer glänzte Maik Zirbes mit 16 Punkten und fünf Rebounds.

Schon der Beginn der Partie gehörte den Hausherren, die den Gästen aus Trier mit vier Dreiern in weniger als fünf Minuten gehörig einheizten. Ali Seggelke, mit dem Philip Zwiener über die gesamte Spielzeit seine liebe Not hatte, traf alleine dreimal, Darren Fenn schloss sich an: in Windeseile stand es 14:6 für die Dragons, lediglich der gut aufgelegte Maik Zirbes und Philip Zwiener konnten offensiv dagegen halten. Als Tyrese Rice die Quakenbrücker Führung zweistellig machte, zog Triers Coach Henrik Rödl die Bremse und nahm die erste Auszeit, die allerdings nicht fruchtete: Die Dragoins punkteten über ihre langen Leute Ekenechukwu Ibekwe und Darren Fenn zuverlässig weiter, die Trierer Verteidigung fand einfach kein Mittel gegen schnelle Guards, präzise Anspiele und hochprozentige Verwertung. Mit 28:18 ging’s ins zweite Viertel.

Hier schien sich das Blatt zunächst zu wenden: John Redder Bynum und George Evans schienen die verschlafene Anfangsphase der TBB am ehesten weggesteckt zu haben und brachten ihr Team langsam aber sicher auf 29:26 heran, die Dragons schienen jetzt über mehrere Minuten von der Rolle zu sein. Trier war in dieser Phase wacher und holte die wichtigen Rebounds. Doch nach knapp fünf Minuten war es dann Adam Hess, der die Hausherren mit einem getroffenen Dreier aus der REM-Phase holte: 32:26, ab jetzt spielten nur noch die Drachen. Innerhalb kürzester Zeit baute Quakenbrück die Führung wieder auf 38:26 aus, nach achteinhalb Minuten im zweiten Viertel stand ein 13:1-Lauf zum 42:27 zu Buche. Zur Halbzeit konnte Trier dank Philip Zwiener und Maik Zirbes wieder auf zehn Punkte herankommen – dennoch war die Mannschaft von Stefan Koch dominant.

Sie blieb es auch über die gesamte zweite Halbzeit: Viel lief jetzt über die pfeilschnellen Aufbauspieler Tyrese Rice und Brian Bailey, die von Dru Joyce und Barry Stewart nicht gehalten werden konnten. Der Vorsprung der Gastgeber wuchs schnell wieder auf 18 Punkte (50:32), zwischenzeitlich führten die Dragons nach einem Dreier von Adam Hess sogar mit 26 Punkten (72:46). Das Ende war Ergebniskosmetik; Henrik Rödl gab bis zum ungefährdeten Endstand von 80:65 seiner Bank Spielpraxis im Hinblick auf die nächste wichtige Partie gegen Ulm.

Trier verliert verdient gegen eine erwartet starke Quakenbrücker Mannschaft. Das sah auch der selbstkritische Topscorer der Partie, Philip Zwiener, nicht anders: „An solchen Tagen sind Statistiken komplett nebensächlich. Unsere Leistung als Mannschaft war heute sicher nicht akzeptabel. Wir wissen, dass wir uns bis zum nächsten Heimspiel gegen Ulm steigern müssen, und das werden wir auch.“

Henrik Rödl, Headcoach TBB Trier: „Glückwunsch an Stefan Koch und die Artland Dragons, sie waren heute klar und deutlich besser als wir. Wir konnten nicht an die Leistung der vergangenen Wochen anknüpfen, einige unsere Spieler hatten heute auch nicht ihr Leistungsniveau. Das soll aber nicht schmälern, wie gut Artland heute gespielt hat, dass sie das Spiel von Anfang an kontrolliert haben. Uns ist es mit allen Mitteln nicht gelungen, den Vorsprung zu verringern. Auf die gesamte bisherige Saison bezogen sind wir immer noch über den Erwartungen, aber wir müssen uns nach der Leistung heute deutlich steigern, um weiter auf dem Niveau zu bleiben, das uns gefällt. Wir werden aus dieser Niederlage lernen.“

Stefan Koch, Headcoach Artland Dragons: „Trier hat in der Tat nicht so stark gespielt wie bislang gesehen – sie haben bisher viel geleistet und zählen zu den positiven Überraschungen der Saison. Wir haben heute wieder einmal in der ersten Halbzeit Nachlässigkeiten beim Rebound gezeigt, das ist in der zweiten Halbzeit besser geworden. Gegen Ende haben wir den Fokus verloren, haben 26 Punkte Vorsprung auf 15 schrumpfen lassen. Das darf nicht passieren.“

Die TBB Trier steht damit auf dem 9. Tabellenplatz und trifft am kommenden Sonntag, 28. November, 17:00 Uhr in der Arena Trier auf ratiopharm Ulm (derzeit Platz 11).

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