Comeback der Internetabzocke

Verbraucherzentrale warnt vor Kostenfalle bei Routenplaner

Im Internet auf Betrüger reinzufallen, weil man falsch Klickt oder irgendwo falsche Informationen über sich Preis gibt ist ein alter Hut? Fehlanzeige. Die Internetabzocke ist zurück. Folgende Meldung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erreichte unsere Redaktion.

Trier/ Deutschland/ Die Welt. Derzeit melden sich etliche Internetnutzer bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, die in eine Kostenfalle auf der Internetseite „maps-24.info“ getappt sind. Auf der Suche nach einem Routenplaner haben sie angeblich einen Vertrag mit dem Unternehmen Service 24 GmbH aus Frankfurt abgeschlossen. Der kostenpflichtige Vertragsabschluss wird ihnen häufig erst dann bekannt, wenn plötzlich Rechnungen und Mahnungen ins Haus flattern. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale verstößt der Seitenbetreiber gegen gesetzliche Vorgaben.

„Der Preis für die Nutzung des Mitgliederbereiches bzw. der Internetangebote beträgt für 24 Monate 500 Euro“, berichtet Martina Totz von der Verbraucherzentrale. Die Zahlung hat im Voraus, offenbar per Paysafecard zu erfolgen. „Zwar wird der Preis auf der Startseite und in den Nutzungsbedingungen genannt. Es fehlt jedoch der gesetzlich vorgeschriebene ‚Kaufen-Button‘ mit der Aufschrift zahlungspflichtig bestellen“, erklärt die Verbraucherschützerin. „Damit verstößt der Seitenbetreiber gegen geltendes Recht.“

Um den Routenplaner nutzen zu können, müssen sich Interessierte registrieren. Bereits durch die Anmeldung soll angeblich ein kostenpflichtiger Vertragsabschluss zustande kommen. In die Falle gerät wohl auch, wer sich an dem großflächigen Gewinnspiel auf der Startseite beteiligt und sich auf diese Weise für die Nutzung registriert.

Martina Totz rät, sich von Rechnungen und Mahnungen nicht einschüchtern zu lassen. Betroffene sollten den Vertragsabschluss und die Forderungen bestreiten und zunächst nicht bezahlen. Einen Musterbrief bietet die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/musterbriefe-internet-telefonie und in den örtlichen Beratungsstellen. Dort gibt es auch individuelle Hilfe und Beratung.

 

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