Debüt geglückt! Eintracht Trier siegt 3:0 bei Kiefer-Einstand

Quotschalla lässt den Knoten platzen - Abelski mit Traumtor

Von Benedikt Rupp, Lars Eggers (Video) und Benjamin Judith (Interviews und Kommentar)

Kiefer sei Dank! Mit dem neuen Cheftrainer hat Eintracht Trier wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden und den ersten Sieg im Jahr 2014 gefeiert. Der SVE schickte die Gäste aus Worms souverän mit 3:0 nach Hause. Angreifer Marco Quotschalla führte sein Team mit seinem Treffer zum 1:0 auf die Siegerstraße. In der zweiten Halbzeit erhöhten Sylvano Comvalius und Alon Abelski per Traumtor.

Eintracht Trier - Wormatia Worms
Marco Quotschalla schreit seine Feude über den Führungstreffer heraus.

3:0-Heimsieg gegen Wormatia Worms: Die Moselstädter können auch in der Rückrunde noch gewinnen. Nach dem ernüchternden Start von nur zwei Zählern aus vier Begegnungen und der turbulenten Woche mit der Entlassung von Trainer Roland Seitz hat der SVE den ersten Sieg eingefahren. Aber der Reihe nach.

Kiefers Plan geht auf – Quotschalla mit der Führung

Die Eintracht ging im Vergleich zu den letzten Spielen leicht verändert in die Begegnung gegen die Wormatia aus Worms. Thomas Konrad ersetzte den angeschlagenen Michael Dingels in der Innenverteidigung. Dafür rückte Lars Bender auf die rechte Abwehrseite.

Eintracht Trier - Wormatia Worms
Sinnbildlich: Mit vollem Einsatz geht Matthias Cuntz in den Zweikampf.

Vor 1785 Zuschauern stand der SVE von Beginn an hoch und versuchte die Wormser Defensive schon in ihrer eigenen Hälfte unter Druck zu setzen. Vor allem im Zweikampfverhalten zeigte sich die Elf des neuen Trainers Jens Kiefer im Gegensatz zum letzten Spiel beim Derby in Koblenz stark verbessert. Diese Taktik hatte Kiefer bereits vor der Begegnung angekündigt. Trier machte das Spiel und schnürte den Gast aus Worms um Trainer Sascha Eller, der erst sein zweites Spiel auf der Bank Platz nahm, mit zunehmender Spieldauer in der eigenen Hälfte ein.

Nach gut fünf Minuten hätte es fast schon geklingelt. Angreifer Marco Quotschalla setzte sich auf dem rechten Flügel schön durch, leitete weiter zu Alon Abelski, dessen Flanke etwas unfreiwillig gleich zum ersten gefährlichen Torschuss der Partie wurde. Wormatia-Keeper Carsten Nulle konnte das Leder gerade noch so an die Latte lenken, von der der Ball über das Tor flog.

Wenn die Gäste aus Worms zu gefährlichen Aktionen kamen, dann durch Unachtsamkeiten des SVE im Vorwärtsgang. Ein Fehlpass von Fouad Brighache in der eigenen Hälfte sprang direkt in den Fuß eines Wormser Akteurs, der das Leder schnell auf die rechte Seite zu Kevin Wölk weiterleitete. Dieser versuchte es mit einer Hereingabe in die Mitte, doch Torge Hollmann klärte vor dem einschussbereiten Lucas Oppermann (8.).

Die Trierer ließen sich danach etwas Zeit bis es zu der nächsten Chance kam. In der 22. Minute geriet die Kopfballabwehr der Wormser Verteidigung nach einer Flanke von links etwas zu kurz und  landete bei Lars Bender, der sich aus rund 25 Metern ein Herz fasste und einfach mal abzog. Sein Schuss konnte Nulle aber aus dem rechten Eck fischen.

Nach gut einer halben Stunde belohnte sich die Eintracht dann für einen bis dahin engagierten Auftritt. Bender flankte vom rechten Flügel, doch die Pille geriet etwas zu lang. Christoph Anton erlief sich die Kugel, legte sie sich auf den rechten Fuß und brachte den Ball direkt zurück in die Mitte. Dort stand Quotschalla völlig frei und nickte zur verdienten 1:0-Führung ein.

In der Folge zeigten sich die Jungs von der Porta Nigra von der Führung beflügelt. Ein ums andere Mal lief die Kiefer-Truppe an und drängte auf den zweiten Treffer. Dabei hatte Mittelfeldspieler Steven Kröner die beste von zahlreichen Möglichkeiten, um auf 2:0 zu erhöhen. Stürmer Sylvano Comvalius passte den Ball von der rechten Seite in die Mitte, wo Spielmacher Abelski schneller als die Wormatia-Defensive schaltete und Kröner mustergültig bediente. Aus zehn Metern schoss dieser völlig frei klar über den gegnerischen Kasten.

Comvalius legt nach – Abelski mit Traumtor

Die Wormser kamen mit mehr Engagement aus der Kabine und hatten in der 50. Minute die erste gute Chance des zweiten Spielabschnitts. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Wormatia-Akteur Marco Steil an das Leder. Sein Kopfball setzte etwas tückisch auf und prallte dann gegen die Latte. Danach fischte SVE-Torwart Keilmann das Spielgerät aus der Gefahrenzone.

Eintracht Trier - Wormatia Worms
Alon Abelski war Dreh -und Angelpunkt im Eintracht-Spiel.

Im Gegenzug dann fast das 2:0 für die Moselstädter: Christoph Anton spielte in die Schnittstelle zu Alon Abelski, dessen Hereingabe Quotschalla am langen Pfosten hauchdünn verpasste (51.).

In der Folgezeit verflachte die Partie zunehmend bis Sylvano Comvalius die Zuschauer aus dem Tiefschlaf riss. Der Holländer spielte mit dem gut aufgelegten Abelski einen herrlichen Doppelpass und düpierte damit die Wormser Viererkette. Plötzlich stand der lange Mittelstürmer völlig frei vor Nulle, blieb cool und vollendete zum vorentscheidenden 2:0 für die Moselstädter. Die Trierer hatten nun Blut geleckt und wollten mehr. Nur drei Minuten später krönte Abelski seine Leistung und erhöhte auf 3:0 – und wie. Am Strafraum tanzte der offensive Mittelfeldspieler den Wormser Marco Steil aus und schlenzte das Leder herrlich ins rechte obere Toreck – ein fulminanter Treffer.

Nun war das Spiel gelaufen. Die Erleichterung auf den Rängen ob des souveränen Auftritts der Eintracht war zu spüren. Gut 13 Minuten vor Spielende kamen die Gäste aus Worms zu ihrer besten Torchance des Spiels. Doch der Ball rauschte knapp rechts am SVE-Gehäuse vorbei. Bis zum Schluss ließ die Eintracht nichts mehr anbrennen und schaukelte den ersten Sieg im Jahr 2014 locker über die Zeit.

„Das war ein Einstand nach Maß. Es war von der Einstellung und dem Einsatz her natürlich so, wie man sich das als neuer Trainer vorstellt. Wir haben uns zum richtigen Zeitpunkt mit dem Tor belohnt. Wir hatten aber nach der Pause Glück mit der Chance von Worms, wo der Ball an die Latte ging. Danach haben wir das Spiel bestimmt. Es war alles vorhanden: Leidenschaft, Emotion und Tempo. Es war dann im Endeffekt ein verdienter Sieg“, meinte der neue Chefcoach Jens Kiefer sichtlich zufrieden.

Statistik

Eintracht Trier – Wormatia Worms 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Quotschalla (30.), 2:0 Comvalius (69.), 3:0 Abelski (72.)

Eintracht (Noten in Klammern): Keilmann (2,5) – Bender (2), Hollmann (3), Konrad (3), Brighache (3,5) – Kröner (3), Cuntz (3) (62. Kuduzovic) – Quotschalla (2) (84. Günther), Abelski (1,5), Anton (2,5) ( 77. Asaeda) – Comvalius (2)

Wormatia: Nulle – El-Hammaouchi, Steil, Wolf, Stulin – Wölk, Celik – Gopko (67. Zinnram), Oppermann, Himmel – Feucht (46. Kunstmann)

Schiedsrichter: Timo Klein (Kirkel-Limbach)

Zuschauer: 1785

 

Die VIDEOs zum Spiel

Spielbericht

Die Stimmen zum Spiel

 

Die Bilder zum Spiel

Fotos: Anna Lena Grasmück

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Kommentare (1)

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  1. Dieter sagt:

    Das war wohl eine gute Entscheidung sich von Trainer Seitz zu trennen.Die Art und Weise
    wie die Eintracht sich in letzter Zeit präsentierte ließ sehr zu wünschen übrig,und hatte mit Fußball wenig zu tun.Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ,aber es waren gute Ansätze zu sehen und vielleicht geht doch noch was in Sachen Relegation.Positiv sollte man auch bewerten das Herr Kiefer auch mal bei den unteren Mannschaften reinschaut und sich ein Bild über Talente im Verein macht.Ich hoffe das es so weitergeht und man wieder
    mit Freude zur Eintracht gehen kann.
    Dieter

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