Der SV Mehring wollte aber konnte nicht

Nachlässigkeit in der ersten Hälfte führte zur 2:5 Niederlage gegen Mainz

In der zweiten Hälfte des Heimspiels gegen den angereisten TSV Schott Mainz zeigten die Spieler vom SV Mehring was möglich ist. Auch wenn ein 0:3 zur Halbzeit ein schwerer, geradezu demotivierender Schlag war. Dennoch verabschiedete sich Mainz von Mehring mit einem klaren 2:5 Sieg für die Gäste.

Mehring.
„Wir waren definitiv nicht drei Tore schlechter, haben es Schott gerade bei den Treffern in der ersten Hälfte aber auch zu einfach gemacht“, sagte SVM-Trainer Frank Meeth in der Pressekonferenz. Sein Gegenüber Ali Cakici pflichtete ihm bei: „Mehring hat uns in der zweiten Hälfte ordentlich zugesetzt. Da hätte auch das 3:3 fallen können.“

209 Zuschauer sahen ein Offensivspektakel, das auch gut und gerne 7:7 hätte ausgehen können.  Nachdem der Mainzer Schlussmann Patrick Manthe den Ball gegen Marc Willems vertändelt hatte und fast das 1:0 gefallen wäre (16.), klingelte es wenig später auf der anderen Seite: Unglücksrabe Andreas Hesslein, der nach auskurierten Muskelbeschwerden erstmals wieder von Beginn an mitwirkte, lenkte die Hereingabe von TSV-Toptorschütze Can Özan zum 0:1 in die eigenen Maschen. Wäre der Mehringer Kapitän nicht an den Ball gekommen, hätte ihn aber der unmittelbar hinter ihm lauernde Preston Zimmerman wohl verwertet (17.). André Petry fand kurz danach mit einem fulminanten Schuss aus der zweiten Reihe im prächtig reagierenden Mainzer Schlussmann seinen Meister: Manthe fischte den Ball mit den Fingerspitzen aus dem Torwinkel (19.). Schott Mainz war am und im gegnerischen Strafraum zielstrebiger, hatte aber das nötige Glück: Im Anschluss an einen leichtfertigen Mehringer Ballverlust im Mittelfeld traf der frühere Mainz-05- und MSV-Duisburg-Profi Srdjan Baljak zum 0:2 (21.). Das 0:3 fünf Minuten vor dem Seitenwechsel durch Özer fiel aus stark abseitsverdächtiger Position heraus. Der agile Klaus Huth (29., 34.) sowie Baljak (37.) hatten weiteren gute Chancen für die Landeshauptstädter. Mehring scheiterte mit Willems´ Kopfball ( 37.) und Sebastian Schmitt (39., beide Male war Manthe zur Stelle) haarscharf.

Angetrieben von den überragenden Jan Brandscheid und Alexander Klein biss sich der SV Mehring nach dem Seitenwechsel ins Spiel, nahm die Zweikämpfe nun besser an, gewann viele zweite Bälle und ließ die Mainzer von einer Verlegenheit in die nächste stolpern. Auf Flanke von Kevin Heinz nickte Willems früh zum 1:3 ein (49.). Brandscheid scheiterte danach zwei Mal, auch Klein versuchte es aus der zweiten Reihe. Das 2:3 blieb nach Klasse-Kombination über Willems und Max Meyer Heinz vorbehalten (58.).

Meyer und Brandscheid hatten danach gute Möglichkeiten (59., 68.), hatten das Visier aber etwas zu hoch eingestellt. Die Hausherren machten auf, Mainz bekam nun mehr Platz im Spiel nach vorne. Baljak setzte den Ball in der 70. Minute von rechts knapp vorbei. Dann hatten Willems und Klein (73., 74.) zwei Mal kein Glück im Abschluss. Gegen Ende schlug Schott durch den eingewechselten Edis Sinanovic (86.) und Özer, der damit bereits seinen 15. Saisontreffer erzielte (90.) noch zwei Mal zu.

„Wir erhalten auch nach diesem Spiel mal wieder Komplimente – ich kann es aber leider nicht mehr hören. Für das, wie wir spielen und welchen Aufwand betreiben, müssten wir etliche Punkte mehr auf dem Konto haben“, bekräftigte SVM-Coach Meeth.

Die große Chance, ins Halbfinale um den Rheinlandpokal einzuziehen, wollen die Blau-Weißen nun am Mittwoch, 11. November, ab 19.30 Uhr, im Duell beim zwei Klassen tiefer angesiedelten Bezirksligisten TuS Oberwinter wahrnehmen. Fehlen wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut Domenik Kohl. Am Freitag hatte sich der Mittelfeldspieler eine Sprunggelenksverletzung zugezogen und wird wohl erst im nächsten Oberligamatch am Freitag, 20. November, 19  Uhr, bei Hertha Wiesbach wieder zum Einsatz kommen können.

Aufstellungen:

SV Mehring: Basquit – Meyer (80. Fuhs), Hesslein, Mees, Petry – Brandscheid, Klein, Diederich, Heinz – Schmitt –  Willems.

TSV Schott Mainz: Manthe – Günes, Doymus, Rinker, Schlosser – Huth, Bilotta (68. Heizmann), Sakai, Zimmerman (53. Senftleben)– Baljak (77. Sinanovic), Özer.

// Danke an Andreas Arens, dem Pressebeauftragten des SV Mehring

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