Derbyfieber an der Mosel: Eintracht will den „Dreier“

Trier gegen Saarbrücken

Am Samstag ist es wieder so weit. Wenn Eintracht Trier und der 1. FC Saarbrücken aufeinandertreffen, dann ist das immer mehr, als nur ein Fußballspiel. Neben der großen Bedeutung für die Fanlager beider Teams hat der Fußballgott in diesem Jahr auch für viel sportliche Brisanz im Duell der Erzrivalen gesorgt. Der heimische SVE braucht dringend drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, während die Saarländer nur mit einem Sieg ihre Minimalchance auf den Aufstieg in Liga 3 noch wahren können. Zudem kommt es zum Kampf der Top-Torjäger.

„Jeder kennt die Bedeutung dieses Spiels“, erzählt Eintracht-Trainer Oscar Corrochano im Hinblick auf das Duell mit dem 1. FC Saarbrücken am Samstag. „Man muss aber die drei Punkte in den Vordergrund stellen. Die brauchen wir unbedingt. Und so werden wir auch auftreten“, stellte der Coach klar. In der Tat zählt für die Blau-Schwarz-Weißen am Samstag im heimischen Moselstadion nur der Sieg. Durch die Niederlage in Walldorf am vergangenen Wochenende rutschte der SVE auf Rang 18 der Tabelle ab, mit einem „Dreier“ könnte der SVE die Karten aber wieder neu mischen. Bei einer weiteren Pleite wird es für die Moselstädter im Abstiegskampf hingegen ganz eng. Ähnlich, wenn auch etwas weniger angespannt, ist die Situation auch beim Gast von der Saar. Der Tabellenvierte ist seinerseits dringend auf die drei Punkte angewiesen, um selbst nochmal ein Wörtchen im Rennen um den Aufstieg in Liga 3 mitzureden. Erst unter der Woche untermauerten die Saarländer ihre Ambitionen und verpflichteten mit Markus Obernosterer einen Leistungsträger von Liga-Konkurrent Elversberg.

Eintracht Trier ist also gewarnt, gegen Saarbrücken muss das Team von Oscar Corrochano insbesondere in der Defensive aufmerksamer stehen als zuletzt, wo es in drei Spielen acht Gegentore hagelte. „Die Zahlen sind natürlich negativ. Wir lassen insgesamt nicht viele Chancen zu, haben aber in den Schlüsselsituationen zuletzt nicht gut agiert. Das müssen wir definitiv abstellen“, bilanzierte der 40-jährige Übungsleiter. Dabei muss der Deutsch-Spanier gegen den FCS auf gleich mehrere Schlüsselspieler verzichten, was das Unterfangen kaum vereinfachen dürfte. Mit Christian Telch (Gelbsperre) fehlt der Lenker mit Mittelfeld, auch für Patrick Lienhard kommt nach seinem Knochenödem ein Einsatz gegen Saarbrücken wohl zu früh. Neuzugang Antonyos Celik trainiert seit letzter Woche wieder mit der Mannschaft, hat nach seiner Verletzung aber noch Rückstand. Über einen Einsatz wird laut Corrochano nach dem Abschlusstraining entschieden. Auch Top-Torjäger Muhamed Alawie ist weiterhin angeschlagen, klagt über Probleme in der Schulter. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Angreifer aber auf die Zähne beißt und trotzdem aufläuft, ist groß.

Ohne die bisher 19 Tore von Alawie würden die Moselstädter wohl noch tiefer im Abstiegssumpf stecken, als ohnehin. Am Samstag kommt es so aller Voraussicht nach auch zum Duell der beiden besten Torschützen der Regionalliga Südwest. In der Rangliste belegt Alawie derzeit den zweiten Rang hinter Saarbrückens Patrick Schmidt, der in dieser Saison bereits 20 Treffer erzielen konnte. Eintracht-Coach Corrochano hofft aber nicht nur auf weitere Treffer seines besten Angreifers, sondern auch auf die lautstarke Unterstützung der eigenen Anhänger – trotz der geltenden Auflagen durch das Sportgericht der Regionalliga: „Wir wünschen uns eine große Kulisse. Wir brauchen das auch. Wir brauchen die Unterstützung der Fans!“ Gleichzeitig lobte er das Durchhaltevermögen der blau-schwarz-weißen Anhänger in den vergangenen Wochen: „An dieser Stelle sei gesagt: Seitdem ich hier bin, haben die Fans uns riesig unterstützt. Wir haben es selbst in der Hand, die Saison für die Fans, für den Verein, für Trainer und Spieler noch ins richtige Licht zu rücken.“ Prominente Unterstützung bekommt die Eintracht am Samstag auch von der Stadt Trier. Oberbürgermeister Wolfram Leibe hat für das Derby seinen Besuch im Moselstadion angekündigt. Anstoß ist um 14 Uhr.

Besondere Einlassbedingungen für Dauerkartenbesitzer

Der Eingang gegenüber der Trainingsplätze (Höhe ehemaliges VIP-Zelt) wird ausschließlich für Dauerkarteninhaber geöffnet sein. Dort wird es zwei Schlangen geben. Eine wird für diejenigen geöffnet sein, die sich bereits im Vorfeld der Partie eine „Einlasskarte“ besorgt haben. Die andere ist für diejenigen Dauerkartenbesitzer, die das noch nicht geschafft haben.

 

 

 

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