Die EM vor Augen, aber vorher in Schleidweiler: Dzsenifer Marozsan

Die jüngste Bundesliga-Spielerin aller Zeiten kommt am Samstag zum STEKA-Cup 2013 nach Schleidweiler

Am kommenden Samstag, den 22. Juni, geht auf der Rasensportanlage in Schleidweiler der attraktiv besetzte STEKA-Cup für U15-Juniorinnen über die Bühne (Hier geht’s zum Vorbericht von 5vier.de). Gegen 13:30 Uhr wird dann mit Dzsenifer Maroszan, eine der EM-Hoffnungsträgerinnen der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, zur Autogramm- und Fragestunde vorbei schauen. Die inzwischen 21-Jährige debütierte einst mit 14 für den 1.FC Saarbrücken in der Bundesliga. Und freut sich, den ambitionierten Mädels beim STEKA-Cup wertvolle Tipps geben zu können.

Mit 14 Jahren und sieben Monaten der erste Einsatz in der Frauen-Bundesliga, U17-Europameisterin, U20-Weltmeisterin 2012 und beste Spielerin des Turniers, DFB-Pokalsiegerin 2011. Nur ein Auszug der Erfolge von Dzsenifer Marozsan, die tatsächlich erst 21 Lenzen auf dem Buckel hat. In wenigen Wochen soll die Leistungsträgerin des Top-Klubs 1.FFC Frankfurt, dessen U15 auch beim STEKA-Cup antritt, als Spielmacherin der Nationalmannschaft den EM-Titel nach Deutschland bringen.

Auf dem Weg dorthin macht sie am Samstag Halt in Schleidweiler. „Das ist mir wirklich eine Ehre“, erzählt sie. „Ich fand es damals auch immer super, wenn bei unseren Jugendturnieren eine Profi-Fußballerin oder ein Profi-Fußballer vor Ort waren. Das hat mich noch einen Tick mehr motiviert.“

„Der Spaß sollte immer an erster Stelle stehen“

Nun will sie ihrerseits den möglichen Stars von morgen mit ihren Erfahrungen hilfreiche Impulse an die Hand geben. „Ich kann den Mädels nur mitgeben, dass der Spaß immer an erster Stelle stehen sollte. Natürlich muss man aber zugleich auch sehr diszipliniert und willensstark sein“, weiß Marsozan, denn: „Im Fußball gibt es immer Höhen und Tiefen. Auf jeden Fall sollte man sich selbst treu bleiben. Auch wenn es mal nicht so gut läuft, muss man stark und ehrgeizig sein, um wieder Erfolg zu haben. Ich denke wenn man diese Punkte beherzigt ist man auf einem sehr guten Weg.“

Und die gebürtige Budapesterin, die 1996 als Vierjährige aufgrund eines Engagements ihres Vaters Janos (viermaliger ungarischer Fußball-Nationalspieler) beim 1.FC Saarbrücken in die saarländische Landeshauptstadt kam, weiß schließlich, wovon sie spricht. Nach ihrem Bundesliga-Debüt am 18. November 2006 absolvierte sie 37 weitere Spiele in der Profi-Mannschaft des FCS, ehe im Sommer 2009 der Wechsel zum 1.FFC Frankfurt folgte. „In Saarbrücken ging alles sehr schnell. Aber ich wurde super aufgenommen und habe mich mit der Zeit an das hohe Niveau der Frauen-Bundesliga gewöhnt. Der Wechsel zum FFC hat dann sehr positiv zu meiner weiteren Entwicklung beigetragen, denn so habe ich täglich die Möglichkeit mit Top-Spielerinnen auf einem Top-Niveau zu trainieren.“

EM in Schweden beginnt am 10. Juli

Das nächste Ziel wird aber nun nicht auf Vereinsebene, sondern zunächst mit der A-Nationalmannschaft angestrebt. 16 Länderspiele stehen bisher zu Buche, bei der EM in Schweden, die am 10. Juli beginnt, sollen einige erfolgreiche Partien dazu kommen. „Wir wollen dort zunächst einmal von Spiel zu Spiel denken. Natürlich wollen wir Gruppenerster werden und dann auch ins Finale einziehen. Das Potenzial dazu haben wir definitiv. Aber ich finde, jetzt schon so weit zu denken, wäre nicht richtig“, erklärt die technisch versierte Mittelfeldspielerin. In der Vorbereitung auf das Turnier ist Marozsan übrigens am Mittwoch, 19. Juni, ab 18 Uhr beim Test gegen Kanada wieder live im ZDF zu sehen. Wer sie hautnah erleben will, kann das aber auch am Samstag in Schleidweiler tun.

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